Großer Preis von Karlshorst am Nikolaustag in Bremen

Diesen Sonntag wird erstmals seit 2007 wieder der Große Preis von Karlshorst in Bremen gelaufen.

Ein kleiner Rückblick:
Einst war der “Große Preis” in Karlshorst eines der wichtigen Hindernisrennen im Deutschen Hindernismekka. Er ist der Nachfolger des Großen Preis von Charlottenburg, wo sich im 19. Jahrhundert in Berlin eine große Rennbahn befand. Auf der 1894 eröffneten Hindernisbahn in Karlshorst  war er das Hauptereignis der Saison. Der deutsche Cheltenham Gold Cup, allerdings mit einer viel längeren Tradition. Vor dem 1. Weltkrieg war die Dotierung mit 30.000 bis 45.000 Mark höher als in manch gutem Flachrennen. Teilweise war er den Amateuren und Offizieren vorbehalten, nach dem 1. Weltkrieg war er offen für Jockeys und Amateure.

Das who is who der damaligen Hindernisreiter steht in der Siegerliste.  Mit Abenteurer steht sogar ein Deckhengst unter den Pferden unter den Siegern und die großartige Bandola hat das Rennen 1928 mit Jockey Stolpe im Toten Rennen mit Dorn II gewonnen. Totes Rennen nach 6600m! Allerdings gab es für Hindernisrennen nach meinem Wissen damals noch keine Zielphotographie. 38.000 Mark betrug die Dotierung 1928, in der Union betrug sie 40.500 Mark im gleichen Jahr.

Nach dem Krieg war erst einmal Pause mit dem großen Traditionsrennen. Der erste Preis von Karlshorst wurde 1955 in Frankfurt gelaufen. Es siegte Waldenser aus dem Stall von Dr. F. Merck, geritten von Herbert Cohn und trainiert von Sven v. Mitzlaff, der damals noch einige Hindernispferde in Training hatte. Waldenser war später übrigens ein sehr erfolgreicher Beschäler in der Holsteiner Landespferdezucht. Es folgte dreimal Düsseldorf als Austragungsort und nach einer Pause wurde 1970 Bremen endgültig die Heimat des Rennens. Oldtimer (1989, 1992 und 1993) und Last Corner (1998, 1999 und 2000) konnten sich jeweils dreimal in die Siegerliste eintragen. Verschiedentlich erschien Idee-Kaffee als Titelsponsor. Albert Darboven wird aber auch sonst die gönnende Hand über das Rennen gehalten haben.

Die Krise des Hindernissports in Deutschland macht auch vor dem Preis von Karlshorst nicht halt. Dazu wurde wegen nicht realistischer Planungen in Bremen auch die Hindernisbahn abgeräumt und durch transportable Sprünge ersetzt. Es ist einfach nicht mehr dasselbe, wenn ein Rennen über “transportable feste” Sprünge geritten wird. Aber man ist ja bescheiden geworden im deutschen Hindernissport. Der letzte Sieger war 2007 Our First Chesnut aus dem Stall von Baron Christian von der Recke. Danach war Ende.

Jetzt wird das Rennen mit Unterstützung von Idee Kaffee nach acht Jahren Pause und mit einer für deutsche Verhältnisse durchaus respektablen Dotierung von 14.000 EUR am Nikolaustag erstmals wieder gelaufen. Hoffentlich keine Eintagsfliege, sondern eine Fortsetzung des Traditionstitels. Sieben Teilnehmer sind als Starter angegeben. Ein Starter kommt aus Tschechien und Frau Dr. Christine Paraknewitz-Kalla sattelt zwei Starter.

Hoffen wir auf eine gut gelaufene Steeplechase, daß alle Teilnehmer gesund überkommen und möge der Beste gewinnen!

Siegerliste Großer Preis von Karlshorst

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Red Cadeaux Melbourne 2015

Glück und Leid liegen manchmal fürchterlich dicht beieinander. Der in England von Edward Dunlop trainierte Red Cadeaux gehört zu den Globetrottern des Rennsports. 54 Starts hat der neunjährige Wallach bisher absolviert. Dreimal war er Zweiter im Melbourne-Cup und er zählt in Down Under zu den Publikumslieblingen. Eigentlich rechnete man wieder mit einem zweiten Platz, denn darauf hatte er im Cup ja eine Abonnement – aber es kam ganz anders. Er mußte angehalten werden und man fürchtete zuerst das Schlimmste. Er wurde dann in die Klink gebracht und dort diagnostizierte man den Bruch eines Knochens im Fesselgelenk – die Rennkarriere ist zu Ende, aber er wird ein hoffentlich langes Rentnerdasein haben.

Ein Photograph  hat Gerald Mosse, einen gestandenen Jockey von 48 Jahren, der viele große Rennen in seinem Leben gewonnen hat und 2010 als erster französischer Jockey den Melbourne Cup gewonnen hat, unmittelbar nachdem er Red Cadeaux angehalten hat, photographiert. Niemand wußte zu dem Zeitpunkt, wie schlimm die Verletzung von “Lucky Red” ist.

Viele Menschen sagen, daß Jockey, Trainer und und Besitzer sich nicht um das Wohlergehen der Pferde kümmern, sondern nur das Geld sehen. Ein gestandener Jockey, der die Tränen nicht wegdrücken kann, weil er nicht weiß, was mit seinem Kameraden wird, sollte die pauschalen Kritiker einmal zum Nachdenken veranlassen – aber ob sie das wollen?

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Melbourne Cup 2015 – wie ein Märchen.

Galopprennen sind Leistungssport. Auf der Rennbahn sollen die besten Pferde ermittelt werden,  um in der Zucht ihr genetisches Potential an ihre Nachkommen weiter zu geben. Der Melbourne-Cup zählt zu den ganz großen Rennen der Welt. Wer hier gewinnt oder unter den ersten drei Pferden einkommt, gehört zu den besten Pferden der Welt.

Dieses Jahr gewann mit Prince of Penzance ein Riesenaußenseiter. 100/1 oder 1000:10 betrug die Siegquote. Wer 10 Euro auf Prince of Penzance gesetzt hat, bekam 1000 EUR zurück. Eine traumhafte Rendite oder einfach ein enormer Risiko-Aufschlag, weil die Wahrscheinlichkeit eines Sieges sehr gering war. Zusammen mit Sertorius, der als Zwölfter das Ziel passierte, war er der längste Außenseiter im Feld. Mit Michelle Payne saß erstmals eine Frau im Sattel eines Melbourne-Cup-Siegers.  Sie war in der Besitzergemeinschaft als Reiterin für den Cup  nicht erste Wahl, weil man sich einen stärkeren Reiter wünschte. Aber sie hat sich erst gegen die Kritiker und dann im Rennen gegen die Konkurrenz durchgesetzt und dem Pferd ein perfektes Rennen serviert. Unterwegs lag sie im Mittelfeld an den Rails, im Schlußbogen nahm sie Prince of Penzance nach außen und fand eingangs der Geraden direkt die Lücke für den Vorstoß. Prince of Penzance marschierte ungestört nach vorne und gewann sicher mit einer halben Länge.

Zweiter wurde der aus Irland entsandte Max Dynamite, dessen Mutter aus der Zucht des Kölner Gestüts Bona stammt. Eigentlich läuft Max Dynamite über Hürden, aber vor dem Australientrip hat er in York den renommierten zur Gruppe 2 zählenden Lonsdale Cup gewonnen. Ein sehr vielseitiges Pferd. Man fühlt sich fast an Le Paillon erinnert, der 1947 nach dem Cheltenham Hurdle, dem Grande Course de Haies d’Auteuil, den Grand Prix de Deauville und danach den Prix de l’Arc de Triomphe gewann. Der Monsun-Sohn Excess Knowledge ging lange im Vordertreffen und wurde am Ende Siebter, der Ex-Schlenderhaner Our Ivanhowe endete als Zehnter und bekam dafür noch umgerechnet 82.000 EUR.

Michelle Payne stammt aus einer in Australien bekannten Rennsportfamilie, die in Victoria, unweit von Melbourne zu Hause ist. Sie hat 8 Geschwister und ihre Mutter starb bei einem Autounfall, als sie sechs Monate alt war und außer Stevie haben alle Geschwister Rennen geritten. Ihr Bruder Stevie hat das Down-Syndrom und sie kümmert sich um ihn. Stevie ist auch am Stall von Darren Weir beschäftigt, an dem Michelle Payne reitet. Er war der “Lad”, der Prince of Penzance geführt hat. Es war mehr als bewegend, als nach dem Sieg der Schwester, Stevie vom Reporter interviewt wurde und auf der Großen Leinwand  für die wohl über 100.000 Besucher auf der Rennbahn zu sehen war. 10 von 10 Punkten gab er seiner Schwester für den Ritt. “The unbreakable bond between Michelle Payne and her strapper Stevie “ schreibt die Daily Mail in der Überschrift zum Melbourne Cup-Bericht.

“Stevie gewann für uns den Melbourne Cup”, sagte Mitbesitzer Sandy McGregor, als er die Startbox 1 für Prince of Penzance zog. Es ist eine kleine Besitzergemeinschaft, die bisher nicht unbedingt Glück mit den Pferden hatte. Prince of Penzance sollte der letzte Versuch sein – und es wurde der Volltreffer.

Es war fast wie ein Märchen – viele Aschenputtels, die auf einmal zu strahlenden Königinnen und Königen wurden.

2014 war ein besonderer Melbourne-Cup für die Deutschen. Erstmals siegte mit Protectionist ein in Deutschland gezogenes und trainiertes Pferd in diesem bedeutenden Rennen.

2015 war ein besonderer Melbourne-Cup nicht nur für den Sport,  sondern auch für die Aktiven, die den Sieger reiten und betreuen. Er wird uns allen hoffentlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben!

Melbourne Cup 2015

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Was für ein Samstag!

Wer braucht schon den Breeders’ Cup, wenn man Don Cossack hat, schrieb Catrin Nack am Samstag nach der Champion S’Chase im irischen Down Royal. Der Etzeaner Don Cossack gewann das über 3 Meilen (4827m) führende Jagdrennen nach belieben und gewann im Handgalopp 84.000 EUR. Allerdings hatte er es auch nur mit 3 Gegnern zu tun. Irgendwie fehlt bei so wenigen Pferden auch ein wenig die Spannung. Dritter wurde der Lavirco-Sohn Roi Du Mee. Pferde mit deutschem Zuchthintergrund waren 1+3 in dieser hochdotierten Steeplechase.

Ein paar Stunden später stand der Haupttag des Breeders’ Cup-Meetings in Keeneland/Kentucky auf dem Programm. Kentucky, “The Blue Grass Country” ist die Wiege der amerikanischen Vollblutzucht und war dieses Jahr Veranstalter des Breeders’ Cup, der mit dem Worldcup in Dubai eines der wertvollsten Vollblutmeetings der Welt ist.

Es war kein guter Tag für die Europäer, lediglich zwei Siege gingen in die alte Welt,  auch in den Grasbahn-Rennen waren die Amerikaner erstaunlich stark. Beide Siege gingen an den Stall von Aidan O’Brien aus Irland, dazu gab es noch einige Plazierungen.

Aus europäischer Sicht stand natürlich der Breeders’ Cup Turf im Vordergrund. Mit Found aus Ballydoyle und Golden Horn waren zwei Europäer am Start. Golden Horn sollte das erste Pferd überhaupt werden, das nach dem Arc noch den “Turf” gewinnt. Die dreijährige Found hatte eine stramme Herbstkampagne absolviert, war quasi im Zwei-Wochen Abstand vorher in drei großen Rennen gelaufen und eigentlich sollte man meinen, daß ihr die geforderten Eineinhalb Meilen zu weit sind.

Golden Horn reiste mit besten Referenzen aus dem Arc und den irischen Champion Stakes an. Dort hatte er nach einigen Rempeleien Found auf den zweiten Platz verwiesen. Im Arc war er ein mehr als überzeugender Sieger. Aber er braucht trockenen Boden, um in Bestform zu laufen. Offiziell war der Boden in Keeneland gut, aber fürs Auge und soweit man das im Fernsehen sehen kann, war er doch sehr zum Weichen neigend. Vor allem, wo es die Woche in Keeneland erheblich geregnet hatte.

Pferderennen sind kein Wunschkonzert und irgendwo kommt immer was dazwischen, wenn es drauf ankommt. Mit der engen Bahn kam Golden Horn erstaunlich gut klar, ging früh im Vordertreffen und in der kurzen Geraden sah es gut aus. Aber der Boden war nicht seiner. Es war zu weich. Und dann kam Found und auf den letzten Metern wurde die Stute immer zwingender. Da konnte Frankie Dettori machen, was er wollte, Golden Horn wurde nicht mehr schneller und am Ende siegte Found sicher mit einer halben Länge.
Hut ab vor der Leistung der Stute. Vier Starts in großen Rennen seit dem 12. September, zweimal war sie Zweite, im Arc war sie weg und jetzt der Sieg im “Turf”. Das ist eine stramme Leistung! Hinter den beiden Europäern wurde der Amerikaner Big Blue Kitten Dritter.

Golden Horn ist nach Trempolino 1987 der zweite Arc-Sieger der Zweiter im Breeder’s Cup Turf wird. Leider geht er nächstes Jahr in die Zucht. Man hätte ihn gerne noch ein Jahr auf der Bahn gesehen, aber bei einem derart erstklassigen Hengst ist die Zucht leider lukrativer.

Ein Pferd anderer Klasse sah man im Breeders’ Cup Classic. Die Amerikaner sind echte Könner, wenn es darum geht, werbewirksame Titel zu kreieren, um aus einer Siegfolge ein Superpferd zu machen und so wurde die Siegfolge “Triple Crown” und Breeders’ Cup Classic zum Grand Slam erhoben und American Pharoah sollte der erste Gewinner dieses Grand Slam werden. Eigentlich ist ja der “klassische” Grand Slam die Triple-Crown plus Travers Stakes. Das hat nicht geklappt, denn  Keen Ice hat dem Triple-Crown Sieger an dem Tag mächtig in die Suppe gespuckt und ihn recht deutlich auf den zweiten Platz verwiesen.

Also schnell eine neue Definition für den Grand Slam, den American Pharoah als erster gewinnen sollte. Dazu muß man sagen, daß der letzte Triple-Crown Sieger, Affirmed diesen Grand Slam gar nicht gewinnen konnte, denn 1978 gab es noch keinen Breeders’ Cup.

Grand Slam oder nicht, ist egal. Es war die Demonstration eines Überpferdes, das in dem Rennen keine Gegner, sondern nur Opfer hatte und eigentlich nur eine sehr gut bezahlte schnelle Arbeit absolviert hat. Victor Espinoza wedelte zwar ein wenig mit der Peitsche und es hat auch Pferde gegeben, die große Rennen mit ganz anderem Vorsprung gewonnen haben, aber der Ton machte die Musik. Und das war einfach genial. Nach dem Rennen machte der Pharoah auch nicht den Eindruck, als wenn er sich in irgendeiner Form angestrengt habe.

Einziger europäischer Vertreter im Classic war Gleneagles aus Ballydoyle. Der Hengst ist erklärter Gegner von weichem Boden, den mag er noch weniger als Golden Horn und er würde wahrscheinlich am liebsten auf der Autobahn laufen. Der Sand schmeckte dem Galileo-Sohn gar nicht und Ryan Moore mußte ihn früh anschieben. Eigentlich war er aus der Maschine heraus geschlagen und endete deutlich hinter den Pferden auf dem letzten Platz.

Zwischen dem Pharoah und dem Iren reihten sich die anderen sechs Kandidaten auf. Zweiter wurde Effinex zu der eigentlich sehr langen Quote von 340:10, seinen dritten Platz im Jockey Club Gold Cup scheinen die Wetter schlichtweg ignoriert zu haben. Dritter wurde Honor Code vor Keen Ice, der American Pharoah diesmal mit gebührendem Abstand über die Linie folgte.

Es war halt das Rennen und der Tag eines großen und großartigen Pferdes!

American Pharoah

Found

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Schafft Golden Horn das Doppel?

Noch nie ist es einem Pferd gelungen, den Arc und den Breeders’ Cup Turf zu gewinnen, nicht im gleichen Jahr und auch nicht in verschiedenen Jahren.

Bester in beiden Rennen war bisher Pilsudski, der 1996 Zweiter im Arc wurde und danach den Breeders Cup gewann. 2002 gewann der Arc-Dritte High Caparral den  Breeders’ Cup Turf und 2005 wurde Baron Georg v. Ullmanns Shirocco als Arc-Vierter Sieger im Breeders’ Cup Turf. Trempolino als Arc-Sieger wurde 1987 Zweiter im “Turf” und das ist fast 30 Jahre her.

Ob Golden Horn das Doppel gelingt? Er braucht für seine Bestform guten Boden, in Keeneland hat es diese Woche viel geregnet, am Freitag wurde die Grasbahn offiziell mit “klebrig” angegeben. Wenn es nicht mehr regnet, könnte der Boden passen.

Das andere groß Fragezeichen ist die Bahn. In den USA sind die Rennbahnen viel kleiner, als Golden Horn es gewohnt ist. 2400m sind für ihn gerade Linien mit einem Bogen. In den USA sind es zwei Bögen. Er hat den Vorteil, daß er vorne gehen kann und sich das Rennen auch selbst machen kann, aber er ist im Pulk nicht ganz einfach und ging in Longchamp erst mal außen von den Pferden, bis Frankie Dettori ihn an der Strippe hatte. In den USA ist schnell der erste Bogen da und mit solchen Extra-Touren geht er einige Meter mehr.

Und die Gegner? Founded aus dem Ballydoyle-Quartier war im Arc geschlagen. Nach dem Arc war sie Zweite in den Champion Stakes von Ascot. Eine mehr als gute Empfehlung, aber die Startfolge ist auch nicht ohne. Arc – Champion Stakes – Breeders’ Cup. Drei große Rennen in 4 Wochen muß eine Stute erst mal verkraften und dieses Mal geht es wieder über 2400m und das scheint für die Stute ein wenig weit.

Von den Amerikanern droht die größte Gefahr wohl von Big Blue Kitten, frischer Sieger in den Joe Hirsch Stakes, davor Zweiter mit Hals geschlagen in der Arlington Million und Pizza Man, zuletzt Zweiter in der Shadwell Turf Mile in Keeneland und davor Sieger in der Arlington Million. Aber kommen sie über den Weg? Oder  kommen die Gegner eher aus der amerikanischen “zweiten  Reihe”.  z. B. Da Big Hoss, frischer Sieger über 2400 in Kentucky in  einem Gruppe 3 Rennen auf Gras, oder Big John B, frischer Sieger in Gruppe 2 in Del Mar über 2200m?

Nicht ungefährlich erscheint mir Argentinier Ordak Dan. Die Formen sind schwer einzuschätzen, aber die Südamerikaner haben eine gute Zucht und er kann die 2400 stehen.

Ich drücke Golden Horn jedenfalls die Daumen – auf daß er Ehre für die “Alte Welt” einlegt!

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Zum Tode von Sandra Eichenhofer

Gott behüte mich davor in einen Himmel
zu kommen, in dem es keine Pferde gibt.
(nach  R.B. Cunningham-Graham)

Leider habe ich Sandra Eichenhofer nicht wirklich kennen gelernt, außer daß ich sie mal habe reiten gesehen. Eine Vollblutenthusiastin, der ein sehr fröhliches, offenes und gewinnbringendes Wesen nachgesagt wird. Nach der Lehre bei Markus Klug wurde sie von Röttgen übernommen. Sie war aktiv bei German Racing Next Generation. Es war für sie nicht einfach ein Job, sie lebte diesen wunderbaren Sport und war um seine Popularität bemüht.

55 Ritte hatte sie in diesem Jahr, sechs Sieger. Gleich der erste Ritt mit Angreifer war ein Siegritt und der Trainer führte sie persönlich zur Waage zurück. Wem wird diese Ehre schon zuteil. Und welcher Nachwuchsreiter darf schon die berühmten 4711-Farben des Gestüts Röttgen tragen. Ein Sieg mit dem Just4Turf-Pferd Humor war ein Traum, den sie sich früh erfüllen konnte.

Es war der Beginn einer Karriere, die eine gute Zukunft versprach. Der Rennsport in Deutschland ist international und so ist auch die Ausbildung der Nachwuchsreiter international. Wem Gott will eine rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt. Die Deutsche Jockey Schule organisiert den internationalen Austausch. Zuletzt waren die Nachwuchsreiter in Frankreich und haben dort geritten und jetzt war es ein Trip in Brasiliens Wirtschaftsmetropole, nach Sao Paulo. Ein internationales Nachwuchsreiten stand auf dem Programm. Was gibt es Schöneres für einen jungen Menschen als an internationalen Wettkämpfen teilnehmen zu können? Aber leider stand der Ritt von Sandra Eichenhofer unter keinem guten Stern. Das Pferd ging gegen eine Absperrung, mit der eine andere Linienführung gesperrt war. Soweit man es im Rennfilm erkennen kann, war es kein schlimmer Sturz, aber sie wurde wohl vom Pferd mit den Beinen getroffen, als sie zu Boden ging.

Nichts Schlimmes, so schien es zuerst. Ein paar gebrochene Rippen, aber das haut doch einen Vollblutprofi nicht um. Innere Verletzungen hatten die Ärzte bei der Untersuchung nicht festgestellt. Und so wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen und fuhr ins Hotel. Offensichtlich hatte es neben den gebrochenen Rippen noch eine innere Verletzung gegeben, obwohl die Untersuchung keinen Befund hatte. Am folgenden Tag fühlte sie sich zunehmend schlechter, bekam einen Atemstillstand und wurde mit dem Rettungswagen sehr schnell ins Krankenhaus gebracht, aber dort kam sie nicht mehr an, sie verstarb auf dem Weg dorthin.

Schon der Unfalltod eines so jungen Menschen ist schlimm, aber die Umstände bei Sandra Eichenhofer sind noch schlimmer. Es war nicht der Tod auf dem grünen Rasen, es waren ein paar Blessuren und sie konnte auf eigenen Beinen das Krankenhaus verlassen und wußte nichts vom schleichenden Tod, der sie befallen hatte. Der Tod hat sie auf leisen Sohlen ereilt. Die Frage, ob es hätte anders gehen können, ist sicher berechtigt, ändert aber leider nichts mehr. Der Sport mit den Pferden ist der schönste Sport überhaupt, Rennen reiten ist einfach wunderbar und  - aber manchmal ist der Sport so grausam, daß man es nicht in Worte fassen kann.

Der Familie und ihren Freunden meine aufrichtige Anteilnahme.

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Baut der DFB die Akademie mit Schwarzgeld?

Um die Finanzen und Zahlungsströme des DFB gibt es seit den Veröffentlichungen des Spiegel  heiße Diskussionen. Noch ist nicht bewiesen, daß die Austragung der WM 2006 gekauft wurde, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch recht hoch. Inzwischen kümmtert sich auch die Staatsanwaltschaft um den Fall.

Das Organisations-Komitee für die Weltmeisterschaft 2006, kurz OK, hatte sich bei dem Adidas-Manager Robert Louis-Dreyfus, kurz RLD, rund 10 Mio DM geliehen. Das Geld ging aber nicht auf die offiziellen Konten des OK, denn damit sollten Geschäfte betrieben werden, die nach dem Strafgesetzbuch verboten sind.

Dann wollte RLD wider erwarten das Geld zurück haben und das war problematisch, denn offiziell existierte das Geld ja gar nicht. Deswegen wurde Geld an die Fifa überwiesen, angeblich für eine Kulturveranstaltung, die dann doch nicht stattgefunden hat. Damit besteht in der offiziellen Bilanz des DFB eine Ausgabe ohne Wert über 6,7 Mio EUR. Die sind “hintenrum” an RLD weiter gegangen, aber eben nicht offiziell. Offziellen hätte der DFB die 6,7 Mio EUR wegen der ausgefallenen Veranstaltung auch zurück fordern müssen, was aus inoffiziellen Gründen aber nicht ging.

Jetzt soll in Frankfurt auf der Rennbahn die Akademie gebaut werden. Ob sie das tatsächlich wird, steht ja noch in den Sternen und heute viel mehr als vor drei Monaten. Und dann liest man auf der Webseite des DFB, daß diese Akademie mit 7,6 Mio EUR von der Fifa bezuschußt wird. Ja mei, ist denn schon wieder Weihnachten, daß der Blatter Sepp so großzügig ist und dem DFB mit ein paar Millionen für das Akademie-Projekt unter die Arme greift?

Oder ist das gar kein Zuschuß, sondern nur die Rückzahlung des gewaschenen Schwarzgelds von RLD? Endlich eine Möglichkeit, das Geld für die ausgefallene Kulturveranstaltung zurück zu holen.  Sind diese 7,6 Mio Zuschuß für die Akademie am Ende vielleicht die 6,7 Mio zuzüglich Zinsen, die jetzt wieder an den DFB zurück fließen? Schwarzgeld, in Zürich weiß gewaschen?

Es bleibt spannend um den DFB und seine Akademie!

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Der DFB, die Moral und die Rennbahn

Zwei, die scheinbar große Sympathien füreinander haben

Bei der im Fußball allmächtigen Fifa brennt die Korruptionsflamme inzwischen lichterloh. Es sind nicht mehr nur Delegierte aus fernen Ländern betroffen, inzwischen steht der allmächtige Sepp Blatter und sein designierter Nachfolger, Michel Platini unter Korruptionsverdacht, weil der eine dem anderen 2 Millionen überwiesen hat und niemand so genau weiß, wofür Platini das Geld bekommen hat. Jetzt sind Beide für 90 Tage suspendiert und dürfen die Fifa-Zentrale nicht mehr betreten. Der “Chef” darf also “sein” Haus nicht mehr betreten.

Interessant auch, daß nach der Verhaftung von einigen Fifa-Funktionären im Mai  2015 das amerikanische FBI festgestellt hat, daß es sich bei der Fifa um einen Verband mit stark mafiösen Strukturen handelt. Der DFB ist also Mitglied einer Organisation mit mafiösen Strukturen und weiß von all dem nichts.

Vollkommen überrascht und fassungslos war DFB-Präsident Niersbach, als er davon erfahren habe. Es mutet schon sonderbar an, wenn der Präsident des weltgrößten Fußballverbands davon überrascht ist. Die deutschen Funktionäre scheinen die Kunst des intensiven Wegguckens in Perfektion zu beherrschen. Das hat schon die “Lichtgestalt” des Deutschen Fußballs schlechthin, Franz Beckenbauer bewiesen, als er von den unhaltbaren Zuständen auf den Stadion-Baustellen nichts mit bekommen haben will. Sein Statement dazu ist bei YouTube zu finden und eigentlich an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. Ebenso scheint DFB-Präsident Niersbach immer besonders intensiv wegzugucken, wenn es um das Geschäftsgebaren der Fifa geht.

Bis neulich war der DFB in diesem Fifa-Skandal nur Zuschauer, aber wenn die Berichte des Spiegels stimmen, dann ist der DFB jetzt nicht mehr nur Zuschauer, sondern mittendrin im Korruptionssumpf der Fifa angekommen. Und Präsident Niersbach ist nicht mehr nur ein wegguckender Beobachter sondern ein zentraler Player in dem schmutzigen Geschäft des Verkaufs von WM-Veranstaltungen.

Die WM soll mit Hilfe des damaligen Adidas-Chefs für rund 13 Mio Mark “gekauft” worden sein. Mit dem Geld seien asiatische Funktionäre bestochen worden, damit sie Deutschland ihre Stimme für die Austragung der WM 2006 geben, wie der Spiegel berichtet. Das war am Wochenende Stand der Dinge.

Inzwischen überschlagen sich die Ereignisse.  Erst seit einigen Tagen und nicht bereits seit Sommer beschäftigt sich die Kanzlei Freshfields Bruckhaus mit der Aufklärung. Auf einer Donnerstag abgehaltenen Pressekonferenz erzählt Präsident Niersbach, daß man diese 6,7 Mio Euro hätte zahlen müssen, um einen Zuschuß von 170 Mio Euro von der Fifa zu erhalten. Dann muß der Mittelzugang ja auch verbucht sein und dann könnte Präsident Niersbach das ja einfach nachweisen. Auch wenn bei der Fifa vieles möglich scheint, erinnert mich dieses “Geschäft” eher an die Nigeria-Connection als an die Fifa. Hat Präsident Niersbach dahin vielleicht auch Geschäftsbeziehungen? Das hat mit einem Sommermärchen nun gar nichts mehr zu tun.

Ich habe noch die Worte von DFB-Generalsekretär Sandrock im Ohr, der sich über die Plakate von Pro-Rennbahn bei der Veranstaltung der Frankfurter Rundschau vor dem Referendum zur Rennbahn schwer beleidigt äußerte. Herr Niersbach sein die Seriosität in Person und ihn neben Blatter (auf einem Werbeplakat) zu stellen, sei eine Unverschämtheit. Sandrock stellt Niersbach im Juni 2015 in einem ausführlichen Statement fast auf den Heiligensockel – alles Geschichte aus der Welt der Gebrüder Grimm, denn die Realität hat wohl auch diesen Fußballfunktionär eingeholt. Dessen Seriosität war eben auch nur ein Märchen. Nach dem Sommermärchen 2006 wird beim DFB 2015 das Märchen vom seriösen Wolfgang gegeben.

Provokant könnte man sagen, wo Fußball ist, ist Korruption, aber Gott sei Dank ist nicht überall Fußball.

Soweit die politische Großwetterlagen. Und eigentlich spielt das alles für diesen Blog keine Rolle, denn es hat eigentlich nichts mit Galopprennsport und Vollblutzucht zu tun. Eigentlich – wenn da nicht der Griff des DFB nach der Rennbahn in Frankfurt wäre. Hier prallen zwei Sportarten, die sonst eher wenige Berührungspunkte haben, mit voller Wucht aufeinander.

Zur Erinnerung: Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat angeblich dem DFB die Rennbahn angeboten, weil er den Rennsport nicht mehr als Geschäftspartner haben wollte. Und dafür hat er einen unglaublich günstigen Preis gemacht, der aus vielen Gründen nicht nachvollziehbar ist.

Die schwarzgrüne Stadtregierung hat ein Filetstück verschleudert. Es wurden Verträge gemacht, obwohl es auf dem Gelände mehrere gültige Pachtverträge mit teilweise langen Laufzeiten gibt. Der Betreiber der Golfanlage hat z. B. einen bis 2039 laufenden Vertrag.
Und langsam muß man bei der Gemengelage im Großen die Frage stellen, wie das denn mit der Rennbahn im kleinen gelaufen ist. Der Pachtpreis ist genial für den Erbpächter und desaströs für den Pachtgeber. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung war die Stadt gar nicht im Besitz des Grundstücks und jetzt laufen Prozesse mit den Pächtern mit ungewissem Ausgang – und die Stadt hat einen neuen Partner der ganz offensichtlich in einen großen Korruptionsskandal verwickelt ist.

Könnte es nicht auch sein, daß der DFB dem einen oder anderen Verantwortlichen ein paar nette Gefälligkeiten erwiesen hat. Es wäre nur eine konsequente Anwendung der wohl gängigen Geschäftsprinzipien des DFB. Das sind natürlich nur Spekulationen und eine Klärung kann nur durch staatsanwaltliche Ermittlungen erfolgen. Würde das FBI in der Sache ermitteln, würde man sich vielleicht in der gleichen Weise über den DFB äußern, in der man sich bereits über die Fifa geäußert hat.

Es bleibt jedenfalls spannend mit der Rennbahn und sie wird im Wahlkampf für die Kommunalwahl eine Rolle spielen. Denn bis dahin wird es in den Vertragsfragen kein endgültiges Urteil geben!

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Der Arc, die Familie Head und Golden Horn

94 mal wurde der Prix de l’Arc de Triomphe gelaufen. Neunmal wurde der Sieger von der Familie Head trainiert, zweimal William Head, dreimal Alec Head und viermal Christiane Head-Maarek. Einmal gewann das Familienpferd Three Troikas, im Besitz von Mme Alec Head, trainiert von Christiane Head und geritten von Freddy Head. Der komplette Familientriumpf. Viermal gewann Freddy Head als Reiter den Arc, dreimal für seinen Vater oder seine Schwester als Trainer, zweimal wurde der Sieger von der Familie Head gezüchtet. Die zahlreichen Plazierungen lassen wir hier außen vor.

Wohl nirgendwo auf der Welt, hat eine Familie einem der größten Rennen der Welt derart den Stempel aufgedrückt, wie eben die Heads dem Arc. Trainer – Reiter – Besitzer – Züchter. Das hat noch nicht einmal der große Federico Tesio zu seinen Glanzzeiten in Italien geschafft, denn kein Tesio hat als Reiter jemals ein großes Rennen gewonnen und Tesio war ein Genie, aber ohne Vorgänger und Nachfolger in der Familie – und der Rennsport in Italien konnte auch in seinen großen Zeiten nicht mit dem Arc verglichen werden.

Und 2015 sollte die Krönungsmesse gelesen werden. Erstmals sollte ein Pferd den Arc dreimal gewinnen und den Rekord von Marcel Boussacs Wunderstute Corrida brechen. Während Treve im letzten Jahr nach langen Rückenproblemen erst zum Herbst in Form kam, mit einem vierten Platz im Prix Vermeille im Arc an den Start ging und ihn zum zweiten Mal gewann, war dieses Jahr die Form makellos. Drei Starts, drei Siege, darunter ein überaus leichter Sieg im Prix Vermeille.  Was sollte einer erfolgreichen “Operation Arc” im Wege stehen?

D-Day am 4. Oktober 2015. Treve wirkte vor der Maschine ein wenig nervös, was bei ihr aber fast normal ist. Sie hatte einen Pacemaker im Rennen, der vom Start weg für eine zügige Pace aber nicht für ein überschnelles Rennen sorgte. Treve wurde strikt auf Warten geritten, war im zweiten Drittel des Feldes zu sehen. Golden Horn, ihr aus meiner Sicht größter Widersacher ging erst außen von den Pferden und ziemlich kopfschief. Frankie Dettori hatte alle Hände voll zu tun, den Tatendrang von Golden Horn ein wenig zu zügeln. So erschien Golden Horn schon Ende Gegenüber hinter dem Pacemaker an zweiter Stelle. Frankie Dettori stand immer noch massiv auf der Bremse, sonst wäre Golden Horn vor den Pferden durch den großen Bogen von Longchamp gegangen, ob es dann gereicht hätte….?

Eingangs der Geraden war Golden Horn zur Stelle und stiefelte frisch vor den Pferden. Während er in Irland in den Champion Stakes stark gegen die Peitsche drückte, ging er heute perfekt geradeaus und marschierte souverän zum Pfosten. Zwei Längen Vorsprung waren es am Ende auf das Fabre-Duo Flintshire und New Bay. Der brave Flintshire mußte sich wie 2014 wieder mit dem Ehrenplatz zufrieden geben. Treve kam aus den hinteren Reihen noch mächtig in Fahrt, wirkte aber nie so zwingend wie in den Jahren zuvor. Man könnte auch sagen, daß sich Thierry Jarnet zu sicher war, zu lange im hinteren Teil des Feldes ritt und die Stute zu spät in die Entscheidung brachte. Ein wenig drängt sich ein Vergleich mit Camelot und dem Ritt von Joseph O’Brien im englischen St. Leger 2012 auf. Auch er galt als unschlagbar und sein Jockey brachte ihn zu spät in die Entscheidung, so daß er nur Zweiter wurde. Freddy Head hat später gegenüber DRF erwähnt, daß Treve anfangs hektisch galoppierte und die Energie verbraucht hat, die sie eigentlich für den Speed auf der Zielgeraden gebraucht hätte.

Am Ende war es eine Nase, die Treve vom dritten Platz und New Bay trennte. Dann hätte sie wenigstens mit Corrida gleichgezogen, die dreijährig im Arc Dritte wurde und danach zweimal gewann. Schade für Treve, die Umgebung und die vielen Fans.
Trotz aller Treve-Mania hat mit Golden Horn ein echtes Klassepferd den Arc gewonnen.
- Er ist der siebte Arc-Sieger, der im gleichen Jahr das Englische Derby gewonnen hat,
- er fünfte Arc-Sieger, der zuvor die irischen Champion Stakes gewonnen hat,
- der 59. dreijährige Sieger (35mal gewannen die Älteren),
- der 14. Sieg für Großbritannien.

Für Frankie Dettori, der im Moment seinen zweiten Frühling erlebt und in perfekter Form reitet, war es der vierte Arc-Sieger. Trainer John Gosden sattelte seinen ersten Arc-Sieger, ebenso für Anthony Oppenheimer als Besitzer. Er hat Golden Horn selbst gezogen und die Freude über diesen Erfolg stand ihm sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Glückwunsch an das Team!

Prix de l’Arc de Triomphe 2015

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Ein Memorial für Silvia Göldner

Vor einem Jahr, im September 2014 ist die Hamburgerin Silvia Göldner viel zu früh nach schwerer Krankheit verstorben.

Vergangenen Sonntag wurde in Hannover das Hannoversche Auktionsrennen als Memorial für Silvia Göldner gelaufen. Der Präsident des Hannoverschen Rennvereins hat wohl bewußt ihr zu Ehren auf einen Titelsponsoren für das nicht gerade preiswerte Rennen verzichtet und Susanne Born hat alles organisiert. Es zeugt auch von großem Respekt und Anerkennung, der man der Verstorbenen in Hannover entgegen bringt.

Catrin Nack hatte ein Tisch reserviert, an dem sich alle, die sich an Silvia Göldner erinnern wollten, treffen konnten.

Mit Kincsem.de hat sie lange vor Galopp-Sieger eine Seite über den Galopprennsport und die Geschichte großer Pferde im Internet gehabt. Mir wird Silvia Göldner immer als eine Vollblutftrau in Erinnerung bleiben, die den “Königlichen Sport” der Allgemeinheit zugänglich machen wollte, die ihn polpulär machen wollte. Nicht die Analyse der Rennen, die Frage nach einem guten oder schlechtem Ritt oder die Diskussion über die perfekte Anpaarung waren ihre Welt. Sie schrieb stattdessen die Geschichte und Geschichten des Rennsports auf und hatte dazu immer wieder geniale Marketing-Ideen, den Rennsport populär zu machen.

Gewonnen hat Waky Sol aus dem Stall des DVR-Präsidenten Albrecht Woeste.

Silvia Göldner Gedächtnisrennen

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