Auf GOL wird berichtet, daß drei Starter im Robert Papin in diesem Jahr die niedrigste Starterzahl seit 1983 sei.
Das ist so nicht richtig. 1983 liefen fünf Pferde, aber 2020 hab es vier Starter und 1998 ebenfalls. 2011 und 2015 gab es ebenfalls fünf Starter. Ich weiß nicht welcher Quellen man sich dort bedient.
Der neue Vorsitzende des Magdeburger Rennvereins ist der junge Maxi Leonhardt, ein Versicherungshöker bei der Allianz-Versicherung. Die Allianz-Versicherung hat bei mir für immer verschissen und kriegt nie wieder einen Vertrag. Vor Jahrzehnten hatte mir ein örtlicher Allianz-Vertreter eine mündliche Zusage gemacht, die die Allianz-Zentrale später mit Hinweis auf die AGB (mündliche Zusagen der Vertreter sind nicht bindend) nicht honoriert hat. Wer mich einmal über den Tisch gezogen hat, kann das tun, bekommt dann aber bis zu meinem Lebensende nie wieder eine zweite Chance.
Die arme Allianz!
Ja, das ist kaufmännisch äußerst dumm von der Allianz, weil sie einen Stammkunden verloren hat, der ansonsten noch mehrere Jahrzehnte brav seine Beiträge gezahlt hätte.
Über Magdeburgs Ex-Präsident Heinz Baltus kann ich nur sagen: Hoffentlich wird er mal so alt, wie er jetzt schon aussieht. Sein Nachfolger Maximilian Leonhardt ist nicht einmal halb so alt, aber absolut kein heuriger Hase im Herrenkrug. Er war bisher schon als Vizepräsident aktiv und rückt nun auf. Bei der Kreissparkasse Börde Oschersleben gab es im Jahre 2011 mal einen Lehrling namens Maximilian Leonhardt, der dort gerade die Banklehre begonnen hatte. Vielleicht ist es ja derselbe Leonhardt. Maxi Leonhardts interessantestes Feature ist “sein” Club, der Rennclub H4, ansässig im Herrenkrug. Maxi ist dort eines der drei Vorstandsmitglieder. Der Rennclub H4 ist ein Unternehmernetzwerk, also in etwa vergleichbar mit den Business Clubs auf Schweizer Rennbahnen. Das ist eine sehr nützliche Aktivität, die ich schon lange propagiere im Rennsport. Leonhardt verbindet dabei sein Agentur-Geschäft in effektiver Weise mit der Tätigkeit als Obermotz im Herrenkrug – Synergie pur. Auf der Rennbahn dürften bei den Unternehmern etliche Neukunden für die Allianz-Versicherung abfallen.
Letztlich wird er hier alles zumüllen wollen, mit seinem andressierten akademischen Wissen scheint er irgendwie nicht klar zu kommen.
Die Leute bilden sich immer so viel auf ihre Intelligenz ein, dabei besagt die nur ob man lernfähig ist und wie leicht oder schwer es fällt.
Sie ist Null Beweis dafür, dass man etwas gelernt hat und es auch benutzen kann…
Ich bilde mir gar nichts auf meine Intelligenz ein. Ich war als Jugendlicher der Meinung, dass ich überdurchschnittlich intelligent, aber nicht hochbegabt bin, und dass mein IQ deshalb wahrscheinlich in der Range zwischen 110 und 120 liegen müsste. Ein halbes Jahrhundert Lebenserfahrung später bin ich noch derselben Meinung, also kann es nicht so schlecht gewesen sein.
Bei der Intelligenz kommt es ja immer auf den Vergleichsmaßstab an. Peter Schiergen wäre beim Vergleich mit Heinz und Theo sicher eine intellektuelle Lichtgestalt.
Wer sich den Schuh anzieht, dem wird er, mit seinem Überinterlekt, wohl auch passen.
Zwei Starter im Prix Robert Papin ginge auch noch, 1 Starter würde etwas langweilig.
hat alson nicht auch mal ein 2starter rennen gewonnen nichts neues in Frankreich
Criterium International 2jährig.
Ich habe gerade in den Stammtaffeln nach Ottilie gesehen, die war 2jährig im Festa Rennen Dritte zu Donna Roberta als zweite. Da steht
Donna Lydia v. Hyperion, das ist die Falsche, die gemeinte war von Orsini. Nur als Info.
Danke für den Hinweis, hab es korrigiert. Das Pedigree ist auf Orsini verlinkt, wie Hyperion da rein kam, weiß ich auch nicht.
Theo, wenn Sie in Finnland aufgewachsen wären, wäre aus Ihnen mit Sicherheit ein wesentlich glücklicherer Mensch geworden. Finnland liegt ja beim alljährlichen Glücksatlas immer weit vorne. Das hat verschiedene Gründe. Ein wichtiger Grund ist das ganz anders strukturierte Schulsystem dort. Es zielt vor allem darauf ab, Misserfolgskarrieren wie in Deutschland zu vermeiden. In deutschen Schulen erleben die Theos dieser Welt zehn Jahre Misserfolgserlebnisse und sicher auch ein Maß an Erniedrigung durch die Mitschüler, denn Kids können auch grausam sein. Am Anfang entwickelt sich bei den leidenden Betroffenen die Erkenntnis “ich bin als Schüler nicht gut genug” und irgendwann geht das über in “ich bin als Mensch nicht gut genug”. Im Ergebnis steht dann ein sehr geringes Selbstwertgefühl. Und wenn ein Theo dann auf jemand völlig Gegensätzlichen wie Racingman trifft, ist das für ihn wie das rote Tuch, das ein Torero vor dem Stier hin und her schwenkt – da muss er mit seinen Hörnern einfach drauf gehen, weil es ihn fuchsig macht. Mein Selbstbewusstsein ist aber lediglich das Normalnull, das für jeden gesunden Menschen der Standard sein sollte. Sie sollten positive Dinge tun, die Ihr Selbstwertgefühl stärken. Was Sie tun, ist jedoch das genaue Gegenteil. Sie laufen im Blücher Blog den ganzen Tag dem ollen Racingman wie ein Pudel hinterher und versuchen krampfhaft, etwas Stänkeriges zu schreiben. Damit ziehen Sie sich nur psychologisch selber runter.
Das passt, wie die Faust auf Ihr Auge.
Wird langsam lästig, immer der Klügere sein zu müssen, Herr Schiedsrichter!
Können wir die persönlichen Stänkereien mal ganz schnell wieder einstellen!
Werde es versuchen, wird eh allmählich öde…
Spectacular Bid. “The greatest horse to ever look through a bridle.” Wenn man seinem Trainer Bud Delp Glauben schenkt. Da war was dran. Einmal geschlagen, in den Belmont Stakes, als es um die Triple Crown ging, weil sein Jockey Ronny Franklin zu unerfahren war. Ansonsten makellose Bilanz . Weltrekord über 2 Kilometer, 1 Minute 57+ Sekunden. Sein letztes Rennen waren die Woodward Stakes, am 20.September 1980 in Belmont Park. Ein Walkover. Mit Bill Shoemaker.
https://www.youtube.com/watch?v=b9JYygqNfgE
Spectacular Bid war ein überschätztes Pferd. Er wurde insgesamt 4 mal geschlagen. Die zwei Niederlagen als Zweijähriger kann man vergessen. Für die Niederlage in den Belmont Stakes gibt es gleich zwei Gründe. Einmal gab man dem Jockey die Schuld und zum anderen hatte er sich eine Nadel im Huf eingetreten. Keine echten Ausreden gab es jedoch bei dieser Niederlage:
https://www.youtube.com/watch?v=pSBV25QzS-E
Es war sicherlich nicht der intelligenteste Ritt von Bill Shoemaker. Beide Niederlagen waren über 1,5 Meilen im Belmont Park, was wohl etwas zu weit für ihn war. Spectacular Bid gewann niemals über eine Distanz von mehr als 2000 Metern und man vermied die weiteren Distanzen dann auch. Spectacular Bid blieb vierjährig ungeschlagen, insgesamt bestritt er 30 Rennen, von denen er 26 gewann. Eine eindrucksvolle Bilanz.
Daß der Trainer einen Guten aus dem eigenen Stall immer über den grünen Klee loben muß, ist doch normal.
Damals waren die 1:57 für 2011 Weltrekord. Heute hält ihn Equinox mit 1:55,2 im Kaiser-Preis (Herbst) 2023 und ein paar andere waren auch noch schneller., Aber damals auf jeden Fall beeindruckend.
Zuviele nackte, trockene Mathematik, das interessiert keinen ernstzunehmenden Züchter.
Natürlich nicht. Ernstzunehmende Züchter wie sie, die keine Bahnen besuchen und keine Rennen sehen und keine Formen lesen können und kein englisch können. Also rennsportliche Troglodyten.
Sie haben kein einziges Ihrer Rennpferde-Anteile selber gezüchtet, kommen Sie runter von Ihrem Hohen-Ross, Sie brauchen mich und meines Gleichen und ich brauchte Ihresgleichen auch, aber ich komme vor Ihnen.
Die deutsche Vollblutzucht kommt seit 1994 sehr gut ohne die Maloche von T. Epping aus. Die größten Erfolge der deutschen Vollblutzucht kamen sogar erst, als T. Epping weg war.
Vorbereitung ist alles
Ich lebe sogar noch vor Ihnen unter einem Dach…
Aus der Nacht der Bewußtlosigkeit zum Leben erwacht findet sich der Mensch in einer end und grenzenlosen Welt, unter zahllosen anderen Individuen, alle strebend, leidend, irrend; und wie durch einen bangen Traum eilt er zurück zur alten Bewußtlosigkeit.
Am Ende von Leben geht es dann nicht mehr so sehr um Geld sondern um die Wurst, so wie bei einem Pferderennen es am Ende quasi auch um die Wurst geht – Galopp irgendwie jetzt auch ausgelutscht, Trab schon seit langem, das was man aufschnappte, aufgeschnappt hatte, alles irgendwie durchdacht, und wenn man auch nur einen Bruchteil Galopp Wissen im Kopf hatte, im Kopf hat, was soll’s letzten Endes, auch bei anderen geht es mittlerweile um die Wurst, Jagger, Dylan usw. auch mittlerweile über 80….man meint schon mal ein Rennen mit einem Starter gesehen zu haben, aber dafür die Hand ins Feuer legen…auch nicht, aber scheiß drauf, T.Epping noch eine kleine Lichtgestalt zu anderen sogenannten Koryphäen, mit ihren Lackschuhen und auf die Stirn gezogenen Sonnenbrillen, Jentzsch, Bollow, Frömming, Gutschow, mit auf die Stirn gezogenen Sonnenbrillen, nie und nimmer.
Ein Stratege wie Federico Tesio war eine Lichtgestalt, aber körperlich schuftende Stallknechte im Gestüt sind beliebig austauschbare Lohnsklaven.
Scheiss auf Herrn Tesio und scheiss auch auf Herrn Dingens mit seinem Rennbahnverbot in Riem.
Vielleicht etwas viel Schei… am frühen Morgen, ich bin es ja gewohnt, aus meinem Lohnverhältnis.
3 Starter heute im Papin. Das hat der Blog Betreiber thematisiert. Ich habe den vermeintlichen Ball aufgenommen und auf ein prominentes Beispiel der Historie hingewiesen, auf Spectacular Bid und den Walkover in den Woodward Stakes. Also nach dem Motto, das ist ja noch gar nichts, es gab sogar mal einen solch prominenten Fall, vor fast 50 Jahren. Um die Güte zu demonstrieren, habe ich eine wichtige Wegmarke von meinem Beispiel genannt, 1 Minute 57+ Sekunden über 2.000 Meter. Das führte dann u.a. zu diesem vorzüglichen Beitrag:
“Zuviele nackte, trockene Mathematik, das interessiert keinen ernstzunehmenden Züchter.”
Aha. Man weiß gar nicht, wo anfangen und wo aufhören. Was treibt diese Bemerkung an, die so offenkundig blödsinnig ist? Statt sich mit dem Ausgangsfall der wenigen Starter zu beschäftigen, also den möglichen Gründen oder Zufällen oder den mangelnden Rennpreisen oder dem Boden oder allem oder einer Kombination von einigen der genannten Faktoren, stattdessen wird schlicht Blödsinn verzapft. Um irgendwas zu schreiben. Was Antagonistisches, was von höhertrabender züchterischer Warte. Ich meine, der Schreiber mag das nicht weiter wichtig nehmen, hat mutmaßlich noch nie von Spectacular Bid gehört, kennt die Distanzen nicht, die in USA wichtig sind, also die 2 Kilometer Distanz des Kentucky Derbys und anderer wichtiger Rennen dorten; er kann also mutmaßlich diese spezielle Zeit gar nicht einordnen. Die auch im richtigen Beitrag von Herrn Rumstich genannt wird. Aber er kann so tun, als wenn das alles gar nicht weiter wichtig sei, denn: ernstzunehmende Züchter interessiert das nicht.
Für den uninteressierten Topzüchter noch der Hinweis, daß man im englischen Sprachraum ein 1 Pferde Rennen als Walkover bezeichnet, also eine contradictio in objecto. Das wollte ich dezent zum Ausdruck bringen. Ganz am Ende.
Ich habe Sie vor Jahren mal um eine juristische Aufklärung, mehrfach, geradrzu angebettelt, was kam war schweigen im Walde, ich war Ihnen, auf Ihrem hohen Schaukelpferchen, nicht mal ein, das darf ich hier nicht beantworten, wert.
Vielen Dank für Ihre freundlichen Herablassungen.
Ganz ehrlich, mir war nicht bewußt, daß das Rennen ein Walk Over war. Die Zeit war für damalige Verhältnisse sehr gut, bei einem Walk Over muß man das noch mal ganz anders bewerten.
Er spielte zuerst mit den Leuten immer etwas Ping Pong, um intellektuellen Gesprächen vorzubeugen, mit Brigitte, so oft schon tot gesagt, kann man intellektuell auch nicht zu Potte kommen, und das ist eigentlich ganz schön, zur Zeit möchte sie immer die beiden DVDs mit Muddy Waters und die mit Albert King, Junior Wells, Buddy Guy und John Mayall und die Bluesbreakers sehen, Mick Jagger sei auf der DVD mit Muddy Waters der einzige Störfaktor, Letzteres stimmt.
In 45 Minuten der Prix Robert Papin in Chantilly, immer noch drei Vorausstarter, je mehr Starter desto kniffliger.
In der ARD gab es die Lindenstraße, in Dortmund gibt es die Schützenstraße. Alle Schützenstraßen-Fans wissen: Der kultige Heinz mag nur Frauen, die dünn und doof sind. Wir freuen uns schon auf die neue Staffel der Schützenstraße-Serie. Folge 1: „Warum Brigitte für Olli Sauer schwärmt“.
Der Investigativ Journalist aus Riem, der jeden Stein umdrehen möchte, es könnte ja etwas drunter sein, ist nun schon länger mit T.Epping beschäftigt, einige Daten fehlen noch für einen fundierten Lebenslauf, aber auch die Schützenstraße in Dortmund für ihn ein interessantes Pflaster, Langeweile kommt da so schnell nicht auf und hoch.
Ich bin da anderer Meinung, der Schmierfink hat nichts anderes, in seinem unbedeutendem Dasein.
Kein Schwein ruf Ihn an…
Jungs, nett wie ich bin, erkläre ich es Euch. Früher in meiner aktiven Zeit im Turf habe ich mit der investigativen Recherche auch Geld verdient, denn es gibt in dieser hinterfotzigen Branche genug Leute, die etwas (gern Belastendes) über Andere herausfinden möchten.
Mein Erfolg als Privatanleger beruht weder auf Intelligenz noch auf Fachwissen, sondern auf größtmöglichem Realismus beim Urteilsvermögen. Mit anderen Worten: Ich brauche eine möglichst hohe Trefferquote bei der Beurteilung von Menschen, Situationen und Entwicklungen. So etwas muss man immer wieder trainieren und die eigene Performance kritisch hinterfragen. Dabei hilft mir auch der Blücher Blog.
Heute als Rentner besteht der einzige Reiz des Blücher Blogs für mich darin, mein Urteilsvermögen bei der Einschätzung mir persönlich unbekannter Menschen zu trainieren. Sozusagen ein psychologischer Trainingsplatz. Im Idealfall bekomme ich genug Material zusammen, um von einem Probanden ein Persönlichkeitsprofil zu entwickeln. Es bleiben hin und wieder einige offene Fragen, die ich mir als Laie nicht erklären kann. Diese Fragen sammle ich und werde später einen Psychologen engagieren, der sie mir hoffentlich erklären kann.
Frage an Öng Kör Bee: Was war damals der entscheidende Grund, dass Sie bei Ihrem Leben in Innsbruck menschlich gescheitert sind? Kann es Ihre fehlende interkulturelle Kompetenz gewesen sein, d.h. sind Sie als stieseliger Piefke aufgetreten und dann bei den Eingeborenen aufgelaufen? Erzählen Sie doch mal über Innsbruck.
Ich bin ehrlich beeindruckt, hatte ja keine Ahnung, wie kreativ Ihr Verstand ist, ganz ehrlich. Bis zu der Stelle, wo der Psychologe ins Spiel kommt.
Sie sollten es sich doch noch mal gut überlegen ob Sie sich freiwillig in die Nähe eines Seelenklämptners begeben, bei Ihrer raffinierten Geistesgröße ist die Wahrscheinlichkeit einer Zwangseinweisung Ihrer Person nicht auszuschließen, das ist doch eine Zumutung für alle Insassen.
Die EU hatte Anfang der 1990er Jahre das Prinzip des Life-long Learning ausgerufen, aber für mich war das ohnehin schon immer mein ganzes Leben lang Programm. Bei Polizei und mehr noch den Nachrichtendiensten spielt das Thema Psychologie eine Rolle, bei mir ebenfalls. Meinem französischen Jockey-Schützling hatte ich eine Psychologin zwecks Mentaltraining empfohlen, bei der ich früher auch schon zur Beratung war. In meinem Fall ging es u.a um die Frage, wie man gute Entscheidungen im Leben trifft, und das sind solche, die für einen selber passen.
Bei der Gelegenheit war ich auch mit für mich ganz neuen Themen in Berührung gekommen. Die Psychologin war eine Anhängerin des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) und hat mir dazu Fachlektüre empfohlen. Wegen einer einschlägig interessierten Freundin habe ich auch im alternativen/esoterischen Bereich sehr viele neue Erfahrungen gemacht, von Rückführungen bis zu Familienaufstellungen.
Man muss eben immer offen sein für Neues, wenn man sich als Persönlichkeit weiterentwickeln will. Der deutsche Turf mit seinen extrem erzkonservativen festgetackerten Ansichten ist natürlich das genaue Gegenteil von einem Totalreformer wie mir, und deshalb passt diese Allianz menschlich auch nicht.
Diese Allianz wird nie passen, menschlich schon gar nicht.
Danke für Ihren wertvollen fachlichen Input. Aber erzählen Sie mir lieber was über Innsbruck. Ich war hier im Blog schon so frei, etwas über meine missglückte Penis-Operation zu erzählen. Da darf ich ja wohl erwarten, dass Sie im Gegenzug wenigstens etwas über Ihr Schicksal in Innsbruck berichten.
CLAUDIA BARSIG UND DIE POLITIK
Vor langer Zeit hatte die damalige Dresdner Galopptrainerin Claudia Barsig in einem SPORT-WELT-Interview kundgetan, dass sie sich nicht für Politik interessiere. Das ist auch okay so, aber niemand von uns kann sich auf diesem Planeten von den Auswirkungen der Politik und der Wirtschaft freimachen.
Der Ausgangspunkt für die große Finanzkrise 2008, die um ein Haar zu einem Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems geführt hätte, lag ursprünglich in Problemen des amerikanischen Immobilienmarkts. Viele amerikanische Häuslekäufer hatten schlicht kein Geld mehr, um ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und um ihre Hypotheken zu bedienen. Findige Typen der Finanzbranche hatten diese Hypotheken aber in Wertpapiere verpackt, schön garniert und mit Schleifchen drum erst in den USA und anschließend in die Welt hinaus verkauft. Die Käufer der Papiere, obwohl Profis der Finanzbranche, wussten gar nicht im Detail, was da eigentlich drinsteckte, und von den Geldproblemen der amerikanischen Häuslekäufer wussten sie auch nichts.
In Deutschland zählte die Sächsische Landesbank, ein staatliches Geldhaus, zu den Instituten, die sich mit diesen Papieren vollgesogen hatten. Die Sächsische Landesbank stand schließlich an einem Freitag kurz vor der Pleite. Allen war klar, wenn die Bank am Montagmorgen die Türen aufmacht, ist sie zahlungsunfähig. Claudia Barsig hätte dann als sächsische Steuerzahlerin in einer milliardenschweren Haftung mit dringesteckt. Am Wochenende wurde hektisch ein Käufer für die marode Bank gesucht, und am Sonntag gelang es tatsächlich auf den letzten Drücker, die Bank nach Baden-Württemberg zu verkaufen. Claudia Barsig war vom Haken. Sie weiß bestimmt bis heute nicht, was damals hinter den Kulissen eigentlich los war.
Regeln nützen dem Talent, sie schaden dem Genie.
Nein, Claudia Barsig hätte niemals für die Schieflage der Sächsischen geradestehen müssen. Zunächst haftet mal der Freistaat Sachsen für seine Landesbank. Wenn dann auch der Freistaat nicht mehr zahlungsfähig ist, muss der Bund für den Freistaat haften. Durch diese Staatshaftung hatten alle Landesbanken ein AAA-Rating, die höchste Bonität überhaupt. Dadurch konnten sie sich billig Geld leihen, mit dem sie dann diese als Anleihen verbrieften Schrott-Hypotheken kauften. Mit dieser Zinsspanne verdienten sie dann auf einfachste Art und Weise eine Menge Geld, bis das System zusammenbrach. Eigentlich ist die Verbriefung von Krediten und Versicherungsrisiken eine sehr vernünftige Sache, an der auch risikobewusste Kleinanleger teilhaben sollten, weil dadurch Kredit- und Versicherungsrisiken breiter gestreut werden, aber die Emittenten solcher Anleihen sollten immer einen signifikanten Eigenanteil an dem Risiko-Portfolio halten müssen, damit nicht solch unseriösen Zustände einreißen können, wie sie dann zur Finanzkrise von 2008 führten. Für mich war die Finanzkrise eine äußerst lukrative Sache, weil man insbesondere Bank-Aktien zu Schrottpreisen weit unter deren Eigenkapital kaufen konnte. Man musste allerdings sehr viel Geduld haben und Jahre lang gab es bei den meisten Banken nicht mal Dividende. Die europäischen und ganz besonders die deutschen Banken konnten sich wegen der Negativzinsen, die die Banken nur sehr bedingt an ihre Kunden weiterreichen konnten, einfach nicht richtig erholen. Erst durch die Pandemenz und den Ukraine-Krieg wurden die Zinsen wieder positiv und die Kurse der Bank-Aktien schnellten nach oben. Ich hab im letzten Jahr rund 40% meines gigantischen Banken-Portfolios verkauft und will in den nächsten Jahren noch mal dieselbe Menge verkaufen, um den Anteil der Banken an meinen Kapitalanlagen auf ein Normalmaß zurückzuführen.
“Gigantisch” fängt, Umgangssprachlich im Finanzwesen, ab der 7 Stelle vor dem Komma an.
Nur als Eselsbrücke, damit wir einordnen können, wovon die Rede ist.
Sie fordern hier allen Ernstes Zahlen von Kassandros letztem Kontoauszug ein, wollen aber selber über Ihre eigenen Finanzen natürlich nichts sagen. Lassen Sie mich raten: Sie haben ein Sparbuch von der Sparkasse Hamm und sonst nix, richtig?
Natürlich hätte Claudia Barsig keinen Bescheid von Finanzamt Dresden ins Haus geschickt bekommen, um für eine Bankenpleite direkt zu löhnen, aber sie hätte als Bürgerin bluten müssen. Bei einer Haftung des Freistaates Sachsen hätte der Freistaat alles an Leistungen für Bürger und Unternehmen kürzen müssen, was rechtlich möglich gewesen wäre. Auch die Finanzmittel für die Kommunen; das Problem wäre dann eine Stufe weiter nach unten gewandert. Die Stadt Dresden hätte dann Freibäder oder Bibliotheken geschlossen und die Zahl der Straßenbahn-Linien reduziert. Wenn der Staat pleite geht, geht nicht er pleite, sondern seine Bürger. Die heißen ja Bürger, weil sie für den Staat bürgen müssen. Auch Claudia Barsig.
O-Ton Kassandro: “Eigentlich ist die Verbriefung von Krediten und Versicherungsrisiken eine sehr vernünftige Sache, an der auch risikobewusste Kleinanleger teilhaben sollten”.
Wollen Sie das allen Ernstes einem Theodor Epping schmackhaft machen? Max Otte, der das Reinheitsgebot bei der Finanzanlage vertritt, würde da sicherlich von Rattengift auf Steroiden sprechen. Selbst Profis der Finanzbranche können da doch gar nicht im Detail eruieren, welche Risiken in der Wundertüte schlummern.
Würden Sie diesen Dämelack bitte über den Inhalt meines Beitrages aufklären, danke!
Dann können Sie ihm auch gleich erklären, wovon sich das Wort Bürger ableitet, nämlich von dem Wort
Burg, also Schutz beschützen und/oder bergen.
Witze müssen immer auf Wahrheit beruhen, ansonsten sind sie nur dummes Geschwafel.
Nein, das war bei weitem nicht so viel, ein kleiner 6-stelliger Betrag. Gigantisch bezog sich auf den prozentuellem Anteil am gesamten Portfolio + liquide Mittel. Der lag bei über 20% und liegt auch heute noch so hoch wegen der überproportional gestiegenen Kurse. Der Bankenanteil sollte deutlich unter 10% liegen und das strebe ich auch langfristig an. Momentan habe ich hauptsächlich durch den Verkauf von Bank-Aktien einen sehr hohen Bargeldbestand, fast 30%, und der nächste Crash kann eigentlich kommen. Ich dachte, der Iran-Krieg würde einen solchen auslösen, aber das erwies sich als erstaunlicher Irrtum. Die Aktien sind offenbar immer noch zu billig.
Die macht des Wortes!
So leicht läßt sich die Wahrnehmung beeinflussen.
Für meine Analyse der Kassandro-Persönlichkeit würde ich gern wissen: Wie hoch ist der “Home Bias” in Ihrem Aktien-Portfolio, also der Prozentsatz deutscher Aktien?
Wenn ich bei Kalshi oder Polymarket mitwetten dürfte, wer der Auslöser für die nächste große weltweite Finanzkrise (The Big One) sein wird, würde ich mal spekulativ auf JAPAN tippen. Das haben hier nur Wenige auf der Rechnung, weil es so weit weg ist.
Man hat das Gefühl, T.Epping hat in seinem Leben so ziemlich alles richtig gemacht, im Gegensatz zu dem einen oder anderen Schlaumeier, hier.
Der Begriff “Schlaumeier” ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Person, die sich gerne klüger gibt, als sie ist, ungefragt Ratschläge erteilt oder immer alles besser weiß…..irgendwo bei google.
T.Epping jahrelang mit und für Pferde, professionell, als Profession, als Profi, nicht Amateur, wie so viele hier, mehr für die Pferde, als für deren Eigner mit ihren teilweise sehr speziellen Schrullen.
Andere fingen in einer Garage an, begannen in einer Garage, im Silicon Valley oder in Norddeutschland, wie H.Gutschow, andere hat das Schicksal mit seinem Geschick woanders hingeführt, T.Epping kam auf Zoppenbroich oder auf Erlenhof mit seinem Charakter gut klar, solange man ihn nicht in die Enge treiben wollte, T.Epping mit einem ehrlichen Charakter, mit Charakter, der einen toucht und berührt.
Wenn man jahrelang auf großen Gestüten gearbeitet hat, dann kennt man sie auch fast alle, verständlich, dass man da auch nicht mehr auf Rennbahn will, man kennt die Gesichter und Visagen, wenn sie von Waage zum Sattelplatz eilen, alle irgendwie, als hätten sie Skl. , auf, nicht sehen und nicht gesehen werden, wie damals A.Schütz, der dann nach Hongkong flüchtete.
Ach, Heinz, Ihre Kenntnis des Rennsports beschränkt sich doch auf das Wettlokal von Buchmacher Schickle. Und selbst nach jahrelanger Lektüre des Blücher Blogs sind Sie der Meinung, dass T. Epping eine ehrliche Haut ist…
Lieber Un Coure B,
ob Sie recht haben oder nicht,
beantwortet T. Epping ganz sicher nicht… nicht mal wenn er könnte.
UCB, Sie glauben, dass ein Teenager-Pferdewirt von seinem kargen Slavenlohn eine vierköpfige Familie ernähren kann. Sie glauben ferner, dass ein gewöhnlicher Pferdewirt den Kauf eines großen Grundstücks nebst eines großen Hauses selber bezahlen kann, auch wenn er bereits im Alter von 38 Jahren in den Sack gehaut hat. Für mich sind das ziemlich dreiste Lügen.
Sie wären das ideale Opfer für Finanzbetrüger und politische Demagogen. Wie geht so ein Betrüger vor? Er seift sein Opfer mit der öligen Geschmeidigkeit eines Rennbahnkommentators ein, und dann verkauft er ihm ein 24-bändiges Lexikon oder schrottige Finanzderivate. In der Politik dito: Der skrupellose Opportunist Nigel Farage hat die Briten mit Lügen zum Brexit überredet, und jetzt merkt die Bevölkerungsmehrheit, dass das Schwachsinn war. Und was passiert mit Nigel Farage? Anstatt ihn zum Teufel zu jagen, ist er mit seiner neu gegründeten Partei in England jetzt wieder am beliebtesten. Unfassbar! Aber es zeigt, dass die Bevölkerungsmehrheit in allen Ländern immer blöd ist. Die Deutschen haben Adolf Hitler gewählt, die Brasilianer Jair Bolsonaro, die Amerikaner zweimal Donald Trump, die Italiener sogar mehrfach Silvio Berlusconi, usw. Das wird sich auch nie ändern, leider.
Nigel Farage ist so ziemlich das Gegenteil eines Opportunisten. Er war finanziell unabhängig bevor er in die Politik ging und hat die EU-Abgeordneten ständig für ihre Gier verhöhnt, aus dem EU-Selbstbedienungssystem so viel wie möglich herauszuholen. Die EU-Abgeordneten waren echt froh, als sie ihn durch den Brexit loswurden. Danach hat sich Farage für einige Jahre aus der Politik zurückgezogen. Als er aber sah, wie unter den Regierungen von Johnson bis Starmer alles den Bach hinunterging, wurde er regelrecht zu einer Alternative für Britannien gezwungen. Seine Reform UK Partei führt momentan in den Umfragen. Wegen des Mehrheitswahlrechts ist dort die Situation sehr instabil, Es kann sein, dass Reform UK die absolute Mehrheit erringt und die Konservativen verschwinden, aber es ist ebenso gut möglich, dass die Reform Party bis zu den nächsten Wahlen wieder verschwindet.
Trotz schlechter Regierungen und Brexit hat sich die britische Wirtschaft deutlich besser entwickelt als die deutsche. Wenn Farage zur Macht kommt, wird es wieder Krieg mit der EU-Krake gaben. Langfristig wird sich aber die britische Wirtschaft gerade wegen des Brexits wesentlich besser entwickeln als die Deutschlands und der EU, allein deswegen, weil Großbritannien dann komplett aus dem Klimaschwindel aussteigt und die Zuwanderung in die Sozialsysteme reduziert, wobei der Klimaschwindel in Großbritannien schon heute nicht annähernd so fortgeschritten ist wie bei uns. Auch wir werden zwangsweise aus dieser Verbrecherideologie aussteigen müssen, es frägt sich nur wann. Die Alternative wäre der Untergang, und gegen den wird sich das Volk wären, ob mit AfD oder ohne.
Farage hätte momentan sogar Anspruch auf die deutsche Staatsbürgerschaft, weil er mit einer Deutschen verheiratet ist, von der er allerdings seit langem getrennt lebt. Laut KI hat er aber nur rudimentäre Deutsch-Kenntnisse, so dass er wohl kaum in der deutschen Politik aktiv werden könnte.
Beim Thema Farage werden wir sicher nicht auf einen Nenner kommen. Für mich ist er eine extreme Form eines Opportunisten und Demagogen. Im EU-Parlament hat er sich jahrelang als Abgeordneter die Taschen vollgemacht, obwohl er total gegen die EU ist. Sehr glaubhaft.
Was bin ich doch ein Glückspils, dass ich in Deutschland lebe, wo Sie von allem was Ihnen gefällt überzeugt sein dürfen und ich trotzdem tun und erreichen kann, was Sie mir nicht zugestehen wollen und das Beste, das juckt nur Sie.
GLÜCKSPILS – nomen est omen…
Und wie RACINGMAN
Der Name RACINGMAN ist nicht annähernd so lustig und selbstironisch wie GLÜCKSPILS. Darf ich dem Glückspils eine persönliche Frage stellen: Wie viele Tage ohne Alkohol haben Sie im Jahre 2025 geschafft?
Gegenfrage, wie viele Stunden am Tag schaffen Sie ohne Ihr Umfeld zu verpesten?
Dass Kassandro hier so freimütig über seine Finanzen spricht, finde ich ausgesprochen positiv. Daran kann man auch erkennen, dass er doch zumindest ein wenig durch sein Leben in Amerika beeinflusst wurde. Die Deutschen im Blücher Blog ticken da völlig anders. Anilin und der Frankfurter würden sich bestimmt eher selbst eine Hand abhacken, als dass sie etwas über ihre Finanzen offenbaren würden.
Ein Forum lebt bekanntlich vom Geben und Nehmen. Ein Forum, das nur aus dem Quartett Heinz/Theo/Martin/Martillo besteht, wäre nicht existenzfähig, weil die inhaltliche Substanz fehlen würde. Martin & Martillo sind zu faul, und die beiden kleinen Leute Heinz und Theo möchten lieber aus dem sicheren Gebüsch heraus ein paar Giftpfeile auf die Erwachsenen abschießen.
Der Galopprennsport hängt als Branche des Freizeitsektors extrem von der wirtschaftlichen Lage ab. Wie sieht die Lage der Kunden des Galopprennsports aus? Dazu müssen wir die deutsche Gesellschaft in drei große Gruppen unterteilen: das obere/mittlere/untere Segment.
Das untere Segment macht mittlerweile ungefähr 40% der Bevölkerung aus. Dieser Teil des Volkes hat durch die bisherige Entwicklung keine nennenswerten Ersparnisse mehr. Kommt eine etwas höhere Rechnung (zweitausend Euro) vom Zahnarzt oder von der Kfz-Werkstatt, ist man sofort im Dispo. Es ist nicht zu erwarten, dass sich für sie in den nächsten fünf Jahren etwas verbessern wird. Der deutsche Staat muss massiv in die Bundeswehr und als Hauptzahler für die Ukraine löhnen. Deshalb wird dem Finanzminister gar nichts anderes übrig bleiben, als die Schraube anzuziehen in allen Bereichen. Viel Geld für den Rennsport wird diese Klientel nicht zur Verfügung haben.
Das mittlere Segment sind die eigentlichen Leistungsträger der Gesellschaft, denn sie löhnen fleißig über Steuern und Sozialabgaben. Das untere Segment zahlt ja nur wenig Einkommensteuer. Der Mittelstand ist in Deutschland innerhalb der letzten Jahrzehnte leider enorm geschrumpft; es hat sich nach oben und vor allem nach unten verlagert. Im oberen Segment befinden sich die Habenden, also alle, die finanzielle Mittel frei haben, um sie am Kapitalmarkt zu investieren. Durch den Zinseszins-Effekt kommt eine enorme Hebelwirkung zustande, weil die Erträge sofort thesaurierend wieder neu investiert werden und dadurch das Geld immer mehr wird. Während die Mittelschicht hauptsächlich von ihrem Arbeitseinkommen lebt und dabei im Einkommensteuer-Hochsteuerland Deutschland über Steuern und Sozialbeiträge kräftig abgemolken wird, profitiert die Oberschicht vom Steuerparadies Deutschland beim Kapitaleinkommen, auf das nur wenig oder teilweise auch gar keine Steuern gezahlt werden müssen. Auf diese Weise geht die Schere zwischen einem Andreas Jacobs oben und einem Werner Glanz in der Mitte immer mehr auseinander. Aber nicht nur die Milliardärsfamilie Jacobs profitiert davon, sondern auch Privatanleger wie Kassandro und ich.
Muss man deswegen ein schlechtes Gewissen haben? Das kommt darauf an. Wenn man sehr ethisch ist, dann ja, aber ich hatte auch schon in Belgien von einem speziellen Ausländer-Steuerregime profitiert, das mir der belgische Staat angeboten hatte. Wenn man legalerweise ein unfaires System ausnützt, ist man dann ein Charakterschwein? Auf die Steuervorteile als Einzelner freiwillig verzichten zu wollen, fände ich aber doch etwas zu viel verlangt. Da wäre es eher die Aufgabe des Staates, hier Korrekturen durchzuführen. Ich finde, dies ist auch notwendig, weil sonst die Mittelschicht als Leistungsträger der Gesellschaft irgendwann finanziell zusammenbrechen wird. Für den deutschen Galopprennsport sehe ich im Bereich der Oberschicht noch Potenzial. Aus diesem Segment könnte man mit entsprechendem Marketing als Pferdebesitzer sicher noch mehr herausholen. Etwa die geltungssüchtigen kölschen Proleten, die Geissens, könnte man anbaggern, um ihnen Statusgewinn durch Rennpferdbesitz schmackhaft zu machen.
In den USA wird das ungerechte Finanzsystem noch extremer ausgelebt. Da kommt es vor, dass in Konzernen die Sekretärin mehr Steuern zahlt als der Boss. Die Oligarchen der großen Tech-Konzerne haben dieses System perfektioniert. Sie zahlen sich selbst nur ein lächerlich niedriges Alibi-Gehalt als Geschäftsführer und nehmen wegen des enormen Börsenwerts ihres Aktien-Portfolios hohe Kredite bei Banken auf und finanzieren dadurch ihren luxuriösen Lebensstil. Brauchen sie Geldnachschub, verkaufen sie einfach ein paar Aktien. Die finanzielle Situation der normalen Amerikaner wird hingegen immer schwieriger. Ewig kann eine Gesellschaft so nicht weitermachen.
Wo bekommt man um die Zeit noch solche Mengen Unrat her? Den ganzen Müll haben Sie doch schon ewig rumliegen, den kann keiner mal eben aus der Tasche ziehen.
Doch, ich schon. Das habe ich spontan in die Tasten getippt, weil es in meinem Kopf schon alles präsent war. Wer sich nicht nur für Rennergebnisse interessiert, kann so etwas easy.
Können Sie bitte die allgemeine Politik in den dafür passenden Foren posten. Hier nervt das langsam!
Ich habe hier analysiert, auf welches Segment der Bevölkerung sich das Marketing des deutschen Turfs konzentrieren sollte, nämlich die Oberschicht, weil da noch viel Musike drinsteckt. Unten ist alles platt.
Und dafür hat Er drei Studiengänge gebraucht, das hat der Lohnsklave schon als Stift gesagt:
Hat mein Chef kein Geld, habe ich schon lange keins mehr.
Trotzdem ist Ihre Analyse nicht richtig.
Ohne stabiles Fundament, kippt jede Pyramide um.
Die Masse bringt es.
Einer nackten Familie kann der Daniel Krüger aber nicht in die Tasche greifen…
“Ohne stabiles Fundament, kippt jede Pyramide um” (T. Epping) … stimmt zwar, ist aber ein allgemeiner Spruch aus Ihrer Philosophie-Fibel, der in der konkreten Anwendung für den deutschen Galopprennsport aktuell nichts bringt. Der Vorstand von Deutscher Galopp muss strategisch planen, welche Zielgruppen man nicht in zehn Jahren, sondern jetzt anzapfen will. Die unteren 40% können beim besten Willen nichts leisten, auch wenn sie die größten Turffans sind. Die immer kleiner werdende Mittelschicht muss sich überlegen: eine Woche Turf in Baden-Baden oder nicht lieber den Urlaub auf Rhodos etwas länger? Durch die Vermögensumverteilung von unten nach oben gäbe es bei den Reichen für den Rennsport richtig was zu holen. Speziell reiche Menschen ohne akademische Bildung sind für den Galoppsport die ideale Zielgruppe, weil sie durch den Statusgewinn mit Rennpferdbesitz ihren Minderwertigkeitskomplex kompensieren können.
Schade, dass Sie nicht mehr reich sind, Sie sind das ideale Opfer.
Wenn Sie in Ihrer Geistesnot, nicht immer so einen stupiden Schwachsinn redeten.
Theo, ich erzähle Ihnen mal ein Histörchen aus meiner Familie: Mein Onkel mütterlicherseits war als selbständiger Werbegrafiker wirtschaftlich sehr erfolgreich, aber er hat ganz offen zugegeben, dass er als einziger Nicht-Akademiker in einer Akademikerfamilie sich gefühlsmäßig sehr schwertut (obwohl ihm niemand in der Familie irgendeine Geringschätzung entgegengebracht hätte). Diese Aussage hatte ich als Jugendlicher immer im Hinterkopf, als es um die Zukunftsplanung ging. Ich wollte unbedingt studieren, egal was, just in case, um für alle Fälle einem möglichen späteren Minderwertigkeitskomplex rechtzeitig vorzubeugen. Deutschland ist halt ein brutales Land, in dem es sehr auf Diplome und andere schriftliche Nachweise von Können ankommt. Wer das nicht vorweisen kann, wird immer als zweitklassig angesehen. In meiner Tätigkeit im Turf habe ich aberwitzige Klimmzüge von Menschen erlebt, die sich als Pferdebesitzer Statusgewinn erkaufen wollten.
Als akademische Lusche wird man dann aber schnell drittklassig.
Wer einem Minderwertigkeitskomplex vorbeugen will, hat den Zeitpunkt längst verpasst.
Sehen Sie mich Dumpfbacke als Vergleich, nicht mal ein Scharnier wie Sie, kann mich einschüchtern, das haben schon echte Kaliber nicht fertig gebracht.
Als Achtzehnjähriger weiß man aber noch nicht, wie man sich später als Vierzigjähriger mal fühlen könnte. Aus heutiger Sicht würde ich mich wieder für ein Studium entscheiden, aber nicht für Jura und nicht für das viel zu Theorie-lastige Deutschland.
Auf das wesentliche gehen Sie nie ein.
Als 18-jähriger saß der Komplex Ihnen längst fest im Nacken und da sitzt er noch jetzt und pick und pick immer auf die selbe Stelle und das böse Teufelchen sitzt auf der Schulter daneben und flüstert und flüstert… hau um dich, wehr dich, oder lass es, du kannst es ja doch nicht…
Was für ein Scheiß…
Lustig, T. Epping als Psychologe… Wo Racingman draufsteht, ist auch Racingman drin. Ihre Ausführungen dagegen sind ständiges Rumeiern und Geschwurbel, während meine Aussagen immer inhaltlich präzise sind. Beispiel meine Schätzung für meinen IQ 110 bis 120; Normalverbraucher Volker Linde 100; T. Epping unter 90. So gläsern-transparent wie ich ist doch noch nie jemand im deutschen Turf gewesen, weil das fast alles Angthasen sind, so wie Heinz und Theo.
Apropos Jura. Juristen sind leider noch unverzichtbar. Mit der Profilierung der KI kam mir die Idee, Juristen durch KI-Agenten zu ersetzen, und das sollte auch gut funktionieren. Die KI saugt unzählige, Gesetze und Urteile auf, mehr als jeder Mensch dies kann. Darin liegt genau der Vorteil der KI. Menschen spielen dann in so einem Prozess nur noch als Fakten-Verifizierer eine Rolle. Sie argumentieren jedoch nicht mehr und fällen auch keine Urteile mehr. Das macht alles die KI. Der Hauptvorteil liegt natürlich in den deutlich niedrigeren Kosten. Der zweite Vorteil liegt darin, dass die Urteile von menschlicher Subjektivität befreit sind.
Politische Neutralität darf man zumindest bei ChatGPT nicht erwarten.
Ich hab ChatGPT die folgende Frage vorgelegt:
Der Linken-Politiker Sascha Stanicic sagte auf dem letzten Linken Parteitag: “Ich will Sozialräubern den Garaus machen”. War das ein Mordaufruf? ChatGPT antwortete mit nein, denn Stanicic hat damit keine Personen gemeint sondern nur das System des Sozialabbaus kritisiert. Es handelte sich also nur um eine Systemkritik.
OK hab ich geantwortet. Was wäre denn, wenn Alice Weidel denselben Satz äußeren würde. Dann wäre es ein Mordaufruf, antwortete die ChatGPT. Warum? Stanicic und Weidel verstehen unter “Sozialräuber” etwas völlig verschiedenes. antwortete die KI. Für Stanicic sind Sozialräuber Politiker, die Sozialleistungen drücken. Für Weidel sind es hingegen Menschen, die sich Sozialleistungen erschleichen. Aber, so antwortete ich. Weidel übt doch dann auch nur Systemkritik. Sie will keinen konkreten Personen den Garaus machen, sondern dem System, das das erschleichen von Sozialleistungen ermöglicht, wie z.B. das Bürgergeld. Die KI geht aber nie KO, und die labert dann so lange herum, bis du aufgibst, also selber KO gehst. Das ist ein schönes Spielchen mit dem man Stunden verjuxen kann. Ich werde denselben Fragen-Komplex noch anderen KI-Systemen vorlegen. Mal sehen, ob dann die dieselbe Gesinnungsjustiz herauskommt.
https://www.youtube.com/watch?v=gpVuTgMMKas
Ich warte immer noch auf Innsbruck.
… gläsern- transparent oder auch krankhafte entblösungs Sucht, exhibitionistisch ist der Fachausdruck dafür.
Eine weitere Möglichkeit ist
hinterhältige Bauernfängerei.
Ich möchte halt austesten, wie Menschen auf bestimmte gesetzte Reize reagieren (auch eine Nicht-Reaktion ist eine Reaktion).
Ihre Reaktion ist auch eine und in Ihrem Fall immer die selbe, hinterher rausreden und das Gegenteil behaupten.
Meine Aussagen sind immer inhaltlich präzise, im Gegensatz zu Ihrem allgemeinen Gelaber.
Reaktion, nicht Aussage, wie immer alles, nur nichts brauchbares.
Kassandro und Un Coeur B rücken nicht einmal damit raus, was sie früher beruflich gemacht haben, aber von dem gläsernen Racingman weiß man sogar, dass er sich früher mit Stasi-Agenten in Ost und West getroffen hat. Ein kleiner Unterschied in Sachen Transparenz.
Und ich erzähle sogar Sachen, die unvorteilhaft für mich sind. Lange vor meiner Zeit im Rennsport saß ich mal im Büro eines Rechtsanwalts, der meine Interessen in einer zivilrechtlichen Angelegenheit vertreten sollte. Stattdessen schmiss er mich ganz plötzlich aus der Kanzlei und beendete das Mandat, weil er der Meinung war, dass meine Methoden zu erpresserisch seien. Mein Motto: Wenn man mit Mistkäfern zu tun hat, helfen eben keine Wattebäusche. Vielleicht kennt jemand die amerikanische TV-Anwaltsserie, in der die Briten-Prinzessin Meghan Markle eine Anwaltsgehilfin spielt. Was in der Anwaltsfirma für rustikale Methoden benutzt werden, ist noch ganz andere Ware als bei mir.
Immer nach dem Motto:
Der Zweg heiligt die Mittel.
Oder; haut sie,…
Erzählen Sie doch lieber was über Ihre (angebliche) Tätigkeit als Speditionskaufmann! Neun Jahre lang waren Sie im Blog der Ex-Stallmann und dann plötzlich Speditionskaufmann…
Ich habe nie behauptet, als Spedi tätig gewesen zu sein, wie so oft ist lesen und begreifen nicht Ihr Ding, meine Aussage war, ich habe eine Spedi Ausbildung. Versuch es ruhig weiter,
Schmierfink
Welche Spedition stellt einen Lehrling ein, der strunzdumm ist und der mit der deutschen Sprache und mit Mathe kämpft? Bei der Firma würde ich gern mal anrufen und mich erkundigen.
Und wieder machen Sie deutlich, dass SIE die Weisheit mit dem Schaumlöffel gefressen haben.
Sie einen Mistkäfer zu nennen, wäre eine unverzeiliche Beleidigung für die Spezies
aber SIE sind ein typisches Beispiel für die unterste Stufe des menschlichen Abgrundes.
Er vertrat als einer der ersten Philosophen im deutschsprachigen Raum die Überzeugung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liegt.
Ja, iss wohl so, tut wohl so sein, vor kurzem Dardanos im Derby, Trump in USA schon etwas länger, und und und, irrational hoch zwei dieser Racingman, man glaubt es ja nicht.
Es kommt einem nur so vor, dass das Bewußtsein den neuronalen Prozessen vorrangig ist, was soll man machen, was soll man tun, einen Vollblüter kaufen, irgendwie auch nicht die Lösung.
Zu meiner beruflichen Laufbahn gibt es wenig zu sagen. Ich hab, wie bekannt sein dürfte, Mathematik studiert und dann eine akademische Karriere angestrebt. Das hat dann aber nicht geklappt, und so habe ich freiberuflich dann als Programmierer C und C++ gearbeitet. Da ich immer sparsam gelebt habe, hat sich ein substantielles Vermögen angehäuft. Schon während meines Studiums habe ich durch diverse Stipendien, unter anderem von der Studienstiftung, und diversen Jobs als Hiwi mehr Geld verdient, als ich verbraucht habe. Warum ist meine akademische Karriere gescheitert? Wissenschaftlich war ich meiner Meinung nach überdurchschnittlich, aber ich hatte wie schon auf der Schule ein zu loses Mundwerk. Ich wäre auch kein guter Lehrer geworden, obwohl das nicht entscheidend war. Rückblickend muss ich allerdings sagen, das es für die Allgemeinheit gut war, dass ich kein Professor wurde. Den mittellosen Titel eines Professors hätte ich leicht noch erwerben können. Ich hätte nur noch ein paar Jahre 2 Stunden in der Woche eine kleine Vorlesung abhalten müsssen. Dann hätte man mich zum Außerplanmäßigen Professor ernannt. Tatsächlich gilt mein Sprichwort: 90% aller Apl-Profs sind Mediziner und 90% aller Medizin-Professoren sind nur Apl-Profs. Für Mediziner ist solch ein Titel sehr nützlich, aber letztlich reine Aufschneiderei und richtet durch eine Unmenge von Trash-Forschung auch noch Schaden an. Die Programmiererei habe ich mittlerweile aufgeben und hat sich auch grundlegend hin zu fetten Systemen entwickelt, was nicht mein Metier ist. So ein Handy hat heute grob geschätzt die tausendfache Rechenpower eines riesigen Mainframe-Computers, auf dem ich Mitte der 70er Jahre noch mit Lochkarten das Programmieren angefangen habe. So ein Mainframe der 70er Jahre füllte damals ein ganzen Saal aus und musste mit Wasser gekühlt werden. Er versorgte mit seiner geringen Rechenleistung eine ganze Universität mit damals so 15000 Studenten. Das klappte, weil die Systeme damals sehr schlank waren. und auch keine Rechenpower fressende Benutzeroberfläche hatten. Das war ein weiter Weg von den Lochkarten hin zu Handy und Notebook. In den letzten Jahren habe ich mich dann wieder der Mathematik zugewandt und da könnte noch einiges von mir kommen.
Dank Ihnen, Kassandro, hat der Onaniefleck der Natur, eine erfolgreiche Grühstückslektüre.
Ich hätte noch eine Nachfrage zur Kundenakquise des Programmierers Kassandro.
Kassandro ist/war als Selbständiger und als Solo-Selbständiger tätig, alles Andere hätte mich auch gewundert. Bei der Kundenakquise macht es einen großen Unterschied, ob es um einen Produktverkäufer oder um einen Dienstleister geht. Der Produktverkäufer kann Kaufinteressenten sein Produkt, den Staubsauger Heinzelmann oder den Lamborghini, direkt vorführen. Für den Interessenten steht das Produkt im Vordergrund; die Person des Verkäufers ist für den Kunden dabei weniger wichtig. Bei einem Dienstleister, zum Beispiel einem Galopptrainer, ist das anders.
Der Dienstleister Galopptrainer ist sein eigenes Produkt, das der potenzielle Kunde attraktiv finden muss. Der Pferdebesitzer muss den Trainer in erster Linie als fachkompetent empfinden, daneben auch als einigermaßen sympathisch. Die weichen Faktoren spielen eine entscheidende Rolle. Gerade die österreichischen Trainer wie Mario Hofer und Werner Glanz haben beim Training der Pferdebesitzer viel mit ihrer Persönlichkeit und dem Ösi-Schmäh gearbeitet. Kassandro würde ich eher so als des exakte Gegenteil eines Mario Hofer einstufen. Wie kommt so jemand zu Kunden, zumal wenn er auf einem abgelegenen Hochsitz im Oberharz zu Hause ist? Das ist die spannende Frage beim Kundenmarketing. Ich würde mal vermuten, dass der Kundenfang nicht auf der 1:1-Ebene im persönlichen Gespräch abgelaufen ist.
Gegenfrage:
Wie und wo verabredet und trifft sich ein Fleck in der Landschaft mit Kunden?
Ich habe Kassandro gefragt und nicht Sie. Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Sendepause.
Alle reden von unserem großen Bruder Kuchen, kaum jemand von uns Krümel ABER
Wer liegt noch immer unterm Tisch, wenn der Kuchen längst gefuttert ist…
Professor oder Selbständiger? Das muss jeder individuell je nach Lebenssituation selbst entscheiden. Mein Vater war erst Selbständiger, dann im fortgeschrittenen Alter Professor. Genau genommen wurde er Professor, um dort die Schulden abzuarbeiten, die er vorher als Unternehmer hatte. Das Professorenleben in Österreich ist eigentlich ein Traum: 14 Monatsgehälter, keinerlei finanzielles Risiko, keine aufreibenden Geschäftsreisen, kein Unternehmer-Stress mit Gewerkschaften bei der Entlassung von Arbeitnehmern, und die Ehefrau bekommt später noch eine großzügige Witwenrente. Tu felix Austria.
Na dann, husch husch ins Mutterkuchen Land.
Wahl, freier Wille oder im Gegenteil Determination und Determinismus?
Was mich betrifft, interessiert mich dabei besonders ein Unterschied: im Englischen ist das Wort für >>Schicksal<< fate…Wie heißt das auf französisch?
Sort – Geschick. das lateinische fatum.
Geschick, ja. Das ist es. Und was ich jetzt wissen möchte: Gibt es Ihrer Meinung nach einen Unterschied zwischen Schicksal und Geschick, oder besteht da, sagen wir, nur eine Nuance?
Für mich heißt Geschick sehr viel mehr als Zufall. Das Schicksal bezeichnet einen gelenkten Zufall.
Ja, genau.
Doch keineswegs vom Menschen gelenkt. Wenn der Mensch sich einmischt, haben wir die Bestimmung: eine zusammengesetzte und zusammensetzende Kraft…die Resultante aus der Beugung des Willens und dem Maß freier Entscheidung über das Geschick und das Schicksal.
Wenn der Mensch nicht seinem Schicksal folgt, zieht ihn das Geschick am Schwanz…
Seite 86 G,Belmont/H.Miller
Vor lauter Racingman nun mal wieder etwas schönes, noch schöner damals auf Rennbahn die Traber und Galopper, wenn Un Coeur B die Rennbahn betrat, ging einem das Herz auf.
Traber, Galopper, Kalt-Warm- Vollblut, von 40 cm bis 240 cm, sie sind alle Pferde und das Herz geht immer auf und das kann weder das Schicksal, das Geschick, noch das Geschwafel eines Schmierfinken ändern.
Ja.
Was wäre für junge Leute, die Vermögen aufbauen wollen, sehr aufschlussreich? Ein „Kassandro Chart“ mit zwei Kurven – eine für das Arbeitseinkommen von Kassandro, die andere für sein Kapitaleinkommen. Was würde man daraus erkennen können? Ziemlich sicher Folgendes: Die Kurve für das Arbeitseinkommen steigt gemächlich linear an. Bei der Kurve des Kapitaleinkommens ist es eine exponentiell steigende Kurve, die wegen des Hebeleffekts der Thesaurierung genau so rauf geht wie im negativen Sinne das Chart mit den amerikanischen Staatsschulden. Fazit: Es ist wesentlich einfacher, mit Kapitaleinkommen Geld zu verdienen als mit Arbeitseinkommen.
Kassandro könnte aufklären, wann genau auf seinem Chart die Kapitaleinkommen-Kurve merklich nach oben gegangen ist. Das ist wichtig für den Durchhaltewillen der jungen Leute. Für junge Leute ist es sinnvoll, in den jüngeren Jahren kassandrisch geizig zu sein und jeden Penny in die Investitionen zu stecken. Später allerdings dürfte man sich durchaus auch mal was gönnen, denn ewig so zu leben wieder der Asket Kassandro ist auch nicht so prickelnd, aber das muss Jeder selbst entscheiden.
Dümmer geht’s nimmer.
Man kann auch von einem Dummkopf etwas lernen, besonders, was man nicht tun soll.
Ha ha ha! Die beiden Minderbegabten des Blücher Blogs haben ja nicht einmal begriffen, was ich geschrieben habe. Sie Beide verstehen von den Nachrichten der ARD-Tagesschau auch nur die Hälfte…
Mal sehen ob ich es nach 6 Std. Dillierium schon wieder drauf habe? Also da steh:
He Kassandro, Du falscher Akademiker, komm geh dem goßen Bwana auf seinen Süßholzraspel Leim und zeige all den Minder… hier in dem doofen Blücher Blog, wie großartig Rudi Rennmaus doch ist.
Kommt das in etwa hin…
bin ja gerade erst wieder halbwegs nüchtern.
Um Gottes Willen! Sie begreifen mit und ohne Alkohol wirklich gar nichts. Meine Aussage lautete: Kassandros Methode, Vermögen aufzubauen, ist absolut die effektivste für junge Leute. Sie ist aber auch mental die radikalste und nur für Menschen durchzuhalten, die das asketische Wesen von Mönch Kassandro haben. Wenn man lieber ein paar Jahre das Geld für ein teures Luxusweibchen ausgibt, kann man zwar nichts sparen, hat aber dafür mehr Spaß als Kassandro. Er hat sich ja nicht einmal einen alten Gebrauchtwagen gegönnt, obwohl er am Arsch der Heide wohnt. Das Fach Finanzbildung wird in einigen Schulen gelehrt, aber leider noch nicht flächendeckend in Deutschland. Dieses Wissen wäre für junge Leute aber viel relevanter für ihr Leben als der Kram, der bisher in deutschen Schulen gelehrt wird.
Der “Kassandro-Chart” von Finanz-Professor Kassandro mit zwei unterschiedlichen Kurven für Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen soll auch älteren Menschen zeigen, dass Kapitaleinkommen langfristig viel effektiver Vermögen generiert als Arbeitseinkommen. Das Problem nur: Die unteren 40% der Bevölkerung haben gar nicht die Chance dafür, weil sie kein Geld zum Sparen und Investieren übrig haben.
So da bin ich wieder, immer diese Störungen.
Sie sind der Dummkopf,
weder Dillierium, noch nüchtern sein haben zwingend mit Alkohol zu tun.Das Sie da reflexartig eine Verbindung herstellen, was sagt uns das über Sie?
Wie wichtig das Fach Finanzbildung in der Schule gewesen wäre, habe ich in negativer Hinsicht bei meinen Eltern erlebt. Die waren in einem extrem zyklischen Geschäft (nur Großbauten wie Fabriken und Fußballstadien) tätig und haben den unternehmerischen Fehler begangen, in den wirtschaftlich guten Zeiten viel zu hohe Privatentnahmen vorzunehmen. Da wäre es unbedingt notwendig gewesen, sehr große Finanzpolster anzulegen, anstatt der Ehefrau einen Nerzmantel zu kaufen.
Wer anderen eine Grube gräbt…
“Wer anderen eine Grube gräbt…”- was Sie mit dieser Bemerkung meinen, wissen Sie wohl selbst nicht. Wer soll denn da eine Grube gegraben haben und für wen, hm?
Bad Harzburg ist eine nette Veranstaltung, wo schon die Hinfahrt Freude macht, wenn man hinter Braunschweig gen Süden braust und nach Wolfenbüttel der Brocken am Horizont auftaucht. Am Sonntag ist aber München dran, mit dem Dallmayer Preis, Guppe I über 2.000 Meter. Von allen Teilnehmern aus GER, IRE und ENG hat nur einer bewiesenes Gruppe I Format. Das ist Silawi. Der hat letztes Jahr in Woodbine die Canadian International Stakes gewonnen. Gegen Nations Pride. Alle anderen sind Pferde mit unter 120 Rating. Das Rennen ist sehr offen für meinen Geschmack, jeder kann wenn alles stimmt gewinnen. Dazu Murphy, Doyle und Daniel Tudhope im Sattel. Lange nicht so ein jetzt schon spannendes Rennen in GER erlebt. Ich hoffe auf das immer super präparierte Geläuf in München, wo alle eine Chance haben, weil die Gerade lang und breit ist. Man muß nur tüchtig galoppieren, dann funktioniert es auch.
Morgen in Ascot die King George IV Stakes über 2.400 Meter. Endlich wieder echte Klasse, mit Calandagan und Bevenuto Cellini, dem Irish Derby Sieger, und mit Masquerade Ball aus dem fernen Japan. Und mit Goliath und mit Kaplana und mit Minnie Hauk. Das nenne ich Qualität, im Ranking eine ganze Klasse besser als München, aber beides Gruppe I. In Ascot ist es der Berg am Schluß, um den es geht. Man sieht den kaum im Fernseh, aber auf der Bahn sieht man ihn deutlich. Es wird ein langer und zäher Weg zum Ziel, schätze ich, nicht so wie Novellist, der eine Prozession daraus machte. Vor Jahren. Und dann erst lange nach dem Ziel erst zur Ruhe kam. Eine der allerbesten Leistungen eines in GER trainierten Pferdes. Vielleicht die Beste.
Wenigstens einer, der sich ans Thema hält.
Aber Sie selber liefern hier natürlich ständig Galopp-News ab…
King George VI natürlich, nicht 4. Das meine ich mit Korrekturlesen.
Was ist denn an Greater Munich für Sie die größere Attraktion: der Dallmayr-Preis (ohne „e“) oder das Skat spielen beim roten Jerry? Ich habe früher ganz in seiner Nähe gewohnt, aber ich kann nicht Skat spielen. Ist mir irgendwie zu piefig-deutsch.
Piefig deutsch, ist leider sehr reizvoll für überflüssige Ösis.
Das österreichische Bundesheer ist wesentlich mehr auf Draht als die deutsche Bundeswehr. Letztere waren Trottel, zum Glück für mich. Sie haben mich gehen lassen, weil ich gesagt habe, dass ich nach dem Abitur in Hamburg zu meinen Eltern nach Innsbruck übersiedle. Auf bloße Absichten kommt es aber nicht an, sondern auf den tatsächlichen Aufenthaltsort. Absichten gibt es viele: Theo wollte Papst werden, Martin wollte Mittelstürmer von Borussia Dortmund werden, usw. Das Ösi-Heer hat morgens um acht Uhr bei den Nachbarn(!) meiner Eltern in Innsbruck angerufen, um meinen Verbleib auszuforschen. Aber da war ich schon in Westberlin, bis 1990 eine entmilitarisierte Zone.
Mit anderen Worten,
ein Schmarotzer und Drückeberger und jetzt auch noch ein Schmierfink…
Das unterscheidet uns: Ich stehe auch zu den für mich unvorteilhaften Tatsachen, während Sie hier eine Show abziehen.
…und der Schmarotzer sind Sie, weil Sie sich hier im Blog nur immer am Wirtstier festsaugen, ohne selbst zu liefern.
lieber doppelkopf mit martillo und dem schwarzen graf. uwe war auch dabei
Wird Daily Impact einen abgewichsten Spielerberater, der früher für den FC Bayern gekickt hat, beim Skat rasieren? Im Blücher Blog werden wir es erfahren.
Sehr starkes Feld jetzt gleich im King George. Calandagan mit einer Quote von 1,6 momentan der haushohe Favorit, aber er ist heuer nicht so stark wie vor einem Jahr. Goliath ist dagegen wieder stärker geworden und hat eine einladende Quote. Unberechenbar die Japaner. Wenn sie mit den
Boden zurecht kommen, können sie gewinnen. Der zweite Japaner, Wurttemberg ist zwar schon 6 Jahre alt, hat aber bislang nur eine Gruppe -Platzierung. Die hat es allerdings in sich.Im Tenno Sho Spring stürmte er vom letzten Platz noch fast zum Sieg. Ich würde eine Außenseiter-Wette auf ihn abgeben. Also
Wurttemberg – Calandagan – Kalpana
Kalpana die Siegerin, Siegquote 75:10, angesagt mit lohnender Quote, eine der Großmütter von Kalpana Wind In Her Hair, damals Siegerin im Aral Pokal.
Quid pro quo…. Ein Forum ist ja Geben und Nehmen, Theo. Ich erzähle Ihnen hier mal eine lustige Geschichte, wo ich mich richtig zum Affen gemacht habe, und Sie erzählen mir anschließend im Gegenzug, wie oft Ihr Vater Ihre Mutter geschlagen hat. Also, meine putzige Geschichte geht so: In Brüssel wohnte in der Wohnung über mir eine junge französischsprachige Belgierin, die ebenfalls bei der EU arbeitete. Eines Abends klingelte sie bei mir und wollte sich einen Gegenstand ausleihen. So weit hatte ich das mit meinem nicht ganz wasserdichten Französisch noch richtig verstanden, den Rest aber nicht. Tatsächlich war es so, dass sie Gäste hatte und sich einen Korkenzieher ausleihen wollte, um eine Weinflasche zu öffnen. Ich suchte dann das vermeintlich Gewünschte und womit ich zurückkam, war … ein Pümpel!… Ähm, ja. (Korkenzieher bedeutet auf Französisch „tire-bouchon“. Ich hatte aber nur „bouchon“ verstanden, was ein Pfropfen bei einer Verstopfung ist. Den richtigen französischen Ausdruck für Pümpel kenne ich übrigens bis heute nicht.)
Und jetzt, Theo, erzählen Sie mir die Geschichte von Ihrem Vater.
Mein Vater hätte gesagt;
Mein lieber Junge, ich sehe hier nur ein Rindvieh und das bist Du.
Ich weiß ja nicht wie es in Ihrer Familie zuging aber in meiner 9-köpfigen gab es keine Gewalt, nicht mal unter uns Geschwistern, mein Vater sagte immer zu uns;
Kinder, Ihr dürft nie einen Streit anfangen aber Ihr dürft Euch zur Wehr setzen.
Der Mann war nur einer von ganz unten, hat mit 19 Jahren wegen einem Östereicher Größenwahnsinnigen sein rechtes Bein verlohren, mit seiner genauso Minderbegabten Frau 7 Kinder auf- und erzogen, ein 2 Familien Haus auf 2500 m² Grundstück gebaut und hatte mehr Weisheit und Güte als Sie und ich und 100 wie wir zusammen.
Noch Fragen Sie armes Männeken.
Früher war bei Ihnen von acht Geschwistern (inkl. Theo) die Rede, jetzt von sieben.
Armselig wie zu erwarten
TRANSPARENZ IM TURF
Fußballfans wissen ziemlich gut über die Aktiven der Branche Bescheid, was auf der breiten Berichterstattung der Medien beruht. Im deutschen Galopprennsport ist das anders. Machen wir einmal einen ziemlich schrägen Vergleich: Angenommen, ein Turffan hätte seit fast dreißig Jahren alles von und über den offenherzigen Nie-Funktionär Racingman gelesen, dann wüsste er über ihn und sein Leben jetzt ziemlich genau Bescheid. Über bekannte Rennsportler wie Andrasch Starke und Henk Grewe weiß der Turffan hingegen leider nur sehr wenig. Eigentlich unglaublich, denn die rennsportlichen Protagonisten sind ja viel wichtiger und interessanter als der im Hintergrund arbeitende Racingman.
Ein konkreter Fall: Über die Geliebte von Peter Schiergen vor gut zwanzig Jahren wussten zwar die Insider der Branche Bescheid, doch die breite Turf-Öffentlichkeit wurde konsequent herausgehalten. Daniel Delius damals zu mir: „Nur über meine Leiche!“ Über die Taten von Blüchers platonischer Turf-Freundin wurde der Mantel des Schweigens gedeckt und der Schaden privat beglichen. Im Fußball wäre das alles undenkbar, weil einfach zu viele Medien an den Themen dran sind. Die Bosse des Rennsports denken, die Wettkunden seien wie Automaten, bei denen man nur auf einen Knopf zu drücken brauche, und dann sprudeln die Wetteinnahmen. Ohne griffige Personality Stories in den Medien kommt der Rennsport aber als sexy Thema nicht an. Er wird schlicht langweilig. Als Marketing-Manager des Turfs würde ich gezielt ein weibliches Boxenluder aussuchen und medial aufbauen, das für Stories und Skandälchen sorgt. So wie Katie Price seinerzeit in der Formel 1 beim Rennstall von Eddie Jordan. Die Jordan-Autos waren zwar nicht die schnellsten, aber beim Marketing war Eddie Jordan ein Ass.
Es sind die aktuellen, sportlichen Erfolge:
Boris Becker – Steffi Graff – Michael Schuhmacher!
Tonnenweise nacktes Fleisch lockt auf Dauer bestenfalls
noch einen Rennmäuserich aus sein Loch
Ja, es sind die aktuellen sportlichen Erfolge, die Aufmerksamkeit erzeugen. Das allein reicht aber nicht. Der Jockey Peter Schiergen war sogar Europarekordler und in den Nachrichten, aber der Turf konnte das medial nicht nutzen, weil Schiergen eben kein Typ wie Jürgen Klopp ist. Evelyn Burdecki ist doof und kann gar nichts, aber durch ihr unterhaltsames Wesen hat sie Karriere gemacht und viel verdient. Eine reine Fleischbeschau reicht dafür nicht, es muss mehr sein.
Schreiben Sie mal etwas zu dem morgigen Rennen, Gruppe1 in Riem, irgendetwas aus der Vergangenheit, und nicht nur einen Satz, etwas länger sollte es schon sein, München und sein Galopp, und nicht wieder auf die billige Schweinskopfsülze mit Röstkartoffeln kommen, DM 2,80, mit einem großen Glas Bier dann teurer im Wienerwald, in der Wienerwald-Kette, nicht Schweinskopfsülze, nicht Brotzeit Teller und auch nicht Trab aus Daglfing mit dem diversen Glockengeläut, wenn Start oder disqualifiziert, H.Obermeier, Rolf Luff und Richard Haslbeck, das interessiert heute 2026 niemandem mehr, auch nicht T.Mundry wie er vor Jahren seinem Pflegebefohlenem Gruppe1 Sieger Richtung Ziellinie hinterherschmunzelte, mit einem Lachen im Gesicht, auf dem Gesicht, das ist jetzt auch schon lange her, fast Schnee von gestern, und nicht auf Innsbruck kommen, mit seinen Touristen und seinem Patscherkofel, wo in Innsbruck die Zeitung gelesen mit den Rennergebnissen aus Daglfing, Ilsebill, die großrahmige hellbraune Stute, die den Alltagssport zu beherrschen schien, sowas nicht, einfach nur morgen Gruppe1 mit viel Kaffee drum herum, das reicht, und fangen Sie nicht wieder mit Mokka an, dem Agl.1 und höher Pferd, bitte nicht.
Mein Beritt sind die sportpolitischen und wirtschaftlichen Aspekte des Turfs, und meine Zielgruppe sind die intelligenten und fachlich versierten Leser, die mit meinen Texten auch etwas anfangen können. Für Sie, Heinz, ist der Theo Ihr zuständiger Lieferant von Smalltalk.
Ich bin in meiner Münchner Wohnung für den Dallmayr-Preis morgen, aber mit den Gedanken eher in Madrid bei den um die Stadt herum wütenden Feuern. Der Rauch zieht auch bei uns in der Innenstadt schon durch die Klimaanlage der Wohnung. In Südwestfrankreich ist es ebenfalls ganz brenzlig.
Noch etwas Smalltalk für Heinz, weil ich in Gönnerlaune bin: Die deutsche Pop-Sängerin Sandra, die in den 1980er Jahren mit dem Hit „Maria Magdalena“ weltberühmt wurde, lebte seit 35 Jahren auf der Insel Ibiza. Im letzten Jahr wurde es ihr dort klimatisch zu heiß, und sie übersiedelte nach München, wo sie eine Dachgeschosswohnung hat. Dort hat sie kürzlich 43 Grad gemessen. Sandra ist bedient von Deutschland…
Thorsten Mundry schmunzelnd war die Sache wert. Albert Darboven als Beitzer eines unplatzierten Pferdes bei der Siegerehrung im Clubhaus war auch die Sache wert. Drollig und unauslotbar. Der Hanseat aus Darmstadt.
Es gibt diese illustrierte Vollblut Fachzeitung Vollblut-Rennsport-Zucht. Da steht in der aktuellen Ausgabe ein Interview mit einer künstlichen Intelligenz drin, welches Frau Born geführt hat. Interessant. Hier ein paar Auszüge aus den Beiträgen der KI:
“Gut besuchte Renntage mit Foodständen, Hüten, Familien Programm und Dauerbeschallung beweisen noch keine Stabilität. Und Tierwohlkritik schwindet nicht, weil man sagt, daß man Pferde liebt. Ein voller Biergarten ist keine Strategie. Applaus ist keine Bindung. Unterhaltung ist keine Zukunft.”
Was es alles so gibt, abseits der Jubelperser von Galopponline. Und noch eine sehr spezielle Antwort zum Thema Tierwohl: “Wer die Debatte nicht selbst eröffnet, bekommt sie von außen geöffnet – meistens im schlechtesten Moment.” Schreibt die KI.
Da ganze ist eine sehr unverhoffte Bilanz, die man als Kenner der Materie selbst seit einem halben Jahrhundert kennt. Leider können sich die Besitzer und die Rennbahnen nicht auf grundlegende Dinge einigen. Always follow the money.
Ohne Moos nix los,
das gilt ganz besonders für das Vergnügen Vollblutzucht und Sport.
Ich habe schon immer gesagt, wer Pferde hält sollte/muss das Geld dafür übrig haben. Mit Pferden kann man kein Geld verdienen… außer, man hat sowieso zuviel davon.
Mokka von Lombard… richtig?
Aber Lombard war Ihnen doch etwas suspekt?
Nein, er war ein Scheißbock,
selbst als Rennpferd hat der nichts getaugt, vorne weg laufen konnte er, damals, wie kaum einer, aber wenn einer mitgegangen ist, Alpenkönig im Derby, Cortez im Preis von Europa, dann war er – Zweiter Sieger- wie Herr Haasler es nannte. In der Zucht hatte der alle Möglichkeiten und wie ein Elektrant, eine Zuchtstute hinterlassen.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Meine Meinung, andere sagen anderes.
Aber ohne Lombard sähe die Turf Welt heute ziemlich anders aus, schlechter? , vielleicht – vielleicht auch nicht.
Sie haben ja recht, hat wohl auch mit Sympathie oder so, zu tun.
Ich bin ziemlich sicher, im Ausland sagt man nicht:
Ohne Lombard…, sondern:
Trotz Lombard….
Lombard-Allegretta. Urban Sea. Sea The Stars. Galileo. Eine Ahnengalerie. Epping, eine 1 Mann Ahungslosen Galerie. Eine Scheißbock Galerie? Nein, nur ein ahnungsloser zweibeiniger Spinner.
Kalpana hat gewonnen, die beiden Japaner outmatched. Völlig, wie man sehen konnte. Da hilft auch der wunderhübsche Name Wurttemberg nix. Kalpana und Colin Keane, eine sehr ansprechende Kombination, trotz der Bodens und der 4 Starter von Coolmore. Eine glatte 100+ Kilo Leistung.
Sie haben ja keine Ahnung vom Umgang mit Pferden, sogar sein Trainer war heilfroh, als der Mistbock ins Gestüt gegangen ist und die Nachkommen waren auch nicht gerade Kuscheltierchen.
Zweibeiniger Sesselpupser
Die KI interessiert sich einfach nicht genug für den Galoppsport. Deswegen bekommt man dort oft falsche Antworten. Heute habe ich ChatGPT nach dem Nennungsschluss für den Prix Niel gefragt, weil dies ein interessantes Rennen für unseren Derby-Sieger wäre, und ich bekomme diese absurde Antwort:
“Der Nennungsschluss für den Prix Niel ist nicht öffentlich eindeutig datiert – die France‑Galop veröffentlicht die engagement deadlines für alle Arc‑Probeläufe (Prix Niel, Prix Vermeille, Prix Foy) jeweils in den Ausschreibungen des Jahreskalenders. In den öffentlich zugänglichen Quellen aus der Suche taucht kein spezifisches Datum für den Prix Niel auf. ”
Schon einige Zeit her, fragte ich die KI nach den Söhnen von Galileo, die das irische Derby gewonnen haben. Insgesamt 6 Namen nannte die KI. Drei davon, darunter Camelot und Trading Leather waren aber gar nicht von Galileo. Camelot hat Galileo nicht einmal im Pedigree. Beim Epsom Derby lieferte die KI die richtige Antwort. Galileo. Galileo hat insgesamt die Rekordzahl von 5 Derby-Siegern. Mit vier Derby-Siegern folgen Blandford, der einst dem Gestüt Graditz angeboten wurde, Cyllene und Montjeu auf den Plätzen. Hier machte die KI alles richtig. Sie ist offenbar über das Epsom Derby wesentlich besser informiert als über das Irische.
Sehr gut kennt sich die KI in Finanzfragen aus, beispielsweise in den Bilanzen von Unternehmen. Da vertraue ich ihr mittlerweile blind, weil es einfach viel zu zeitraubend ist, das ganze zusammenzusuchen.
Am Anfang wurden die Computerprogramme bezüglich Schachspiel auch nicht ganz ernst genommen, dato kann kein menschliches Gehirn den Maschinen noch Paroli bieten, KI auch erst noch in den Kinder Schuhen, später dann wohl omnipräsent, eigenes Denken entfällt dann völlig, Liebe KI kannst Du mir ein Buch schreiben nur für mich, alles kein Problem, was bleibt das Daumen Drehen unter Palmen, die KI übernimmt letztendlich auch den Vorsitz eines Rennvereins, eine KI kann das, was hier der Blog Eigner macht viel besser, beste und optimale Vollblut Zucht Auswahl, alles kein Problem dann mehr, dank KI und Algorithmen.
Ich baue auf die Handwerkerweisheit:
Nach fest, kommt ab!
Und, dass ich das nicht mehr erlebe…
Der Favorit heute im Großen Dallmayr Preis doch auf sehr wackligen Beinen.
Ist doch gut für die Wetter und vieleicht einen mutigen Aussenseiter.
BALTUS WECH – AUCH DIE TRABER?
Der letzte Magdeburger Renntag des Jahres am 17. Oktober sollte eigentlich ein reiner Traberrenntag ohne Vollblüter sein. (Die Ossi-Galopper laufen an jenem Samstag in Leipzig.) So war es vom früheren Präsidenten Heinz Baltus jedenfalls geplant, und der Ruhrpott-Heinz ist bekanntermaßen ein absoluter Traberfan. Inzwischen wurde dieser Traberrenntag vom neuen Vereinsvorstand um Versicherungshöker Maxi Leonhardt aber ersatzlos gestrichen.
Baltus ist nun weg im Herrenkrug – und mit ihm auch komplett die Trabrennen? Das werden wir spätestens im nächsten Jahr mit dem Terminkalender 2027 erfahren. Ich glaube aber JA, weil die anderen Herren im Vorstand doch wohl eher Galopper sind. Und der Rennverein war ja einst auch als Veranstalter von Galopprennen gegründet worden. Dass ein Präsident sein persönliches Hobby da durchdrückt, habe ich immer kritisch gesehen. Was wäre denn gewesen, wenn ein Präsident übernommen hätte, der ein Fan von Kamelrennen und Windhundrennen ist?
Ui, ui, ui, nebenan im Hoofworld-Forum schlägt das Thema Magdeburg hohe Wellen, zumal Heinz Baltus dort auch Mitglied im Forum ist. Baltus zählt bei den Hoofworldlern als eine Art Gottheit, weil er es geschafft hat, Trabrennen im Herrenkrug zu etablieren. Davon sind die 99% Traber im Forum natürlich hellauf begeistert. Mittlerweile wird klar: Mit dem neuen Vorstand sind Trabrennen im Herrenkrug endgültig Geschichte. Heinz Baltus himself meint dazu:
„Mir kommt es so vor, als hätte ich 16 Jahre nur Müll produziert. Sie werden Himmelfahrt keine Trabrennen veranstalten. Zu teuer!? Im nächsten Jahr an Himmelfahrt nur Dortmund und MD. Also nur Galopprennen. Und später, wenn Baden-Baden wieder Lust auf Himmelfahrt hat, oder Hoppegarten? Keine Weitsicht und kleinkariert. Mal sehen wieviele Trainer dort noch Pferde hinschicken.“
Zur Klarstellung muss man festhalten: Es ist keine Bande von Revoluzzern, die den Herrenkrug übernommen hat, sondern der neue Präsident war zuvor Vizepräsident, und das ist ein sinnvoller organischer Übergang. So sollte es eigentlich auch sein. Dass die neuen alten Leute nun andere inhaltliche Vorstellungen als der Ex-Leitwolf entwickeln, zeigt, dass bisher wegen der alles dominierenden Natur des Alphatiers einiges unter der Oberfläche geköchelt hat, das sich nun Bahn bricht. Heinz Baltus ist ein empfindlicher Typ, der seine Streicheleinheiten braucht, und auf Kritik reagiert er allergisch. Schade, dass die Sache im Herrenkrug nun so Rosenkrieg-mäßig auseinandergeht, denn die Verdienste von Baltus sind unbestritten. Der neue Vorstand muss jetzt galoppmäßig liefern, um sich von Baltus zu emanzipieren.
Das gedruckte Trabermagazin „TrabInside“ gibt es schon seit dem Herbst 2025 nicht mehr, dennoch tritt man als Forumsmitglied nach wie vor in Erscheinung. Niemals geht man so ganz… Jetzt schrieb man zur Causa Baltus, der im Traberlager eine riesige treue Fangemeinde hat:
„Die Mitgliedschaft unseres Mit-Herausgebers im Magdeburger Rennverein wurde aufgrund der aus unserer Sicht verfehlten neuen Politik mit sofortiger Wirkung beendet. Wie schon vor Wochen privat geschehen, danken wir Heinz Baltus für die jahrelange, auch über TrabInside hinausgehende Zusammenarbeit im geschäftlichen wie persönlichen Bereich. Alles Gute!“
Die SPORT-WELT kostet mittlerweile bereits fünf Euro im Einzelverkauf. Ist sie das wert? Die Hintergründe des Geschehens hinter den Kulissen im Magdeburger Herrenkrug erfährt der gemeine Turffan nur aus kostenlosen Internetforen.
MOTSCHI’S MEINUNG
Kürzlich schickten die beiden blauen Jungs einige Fragen per E-Mail an Michael Motschmann, den Präsidenten des Münchner Rennvereins, die dieser auch brav beantwortete.
So wollten Frank & Marco wissen, was früher besser oder schlechter gewesen sei im deutschen Galopprennsport. MM dazu: „Viele der ehemals glamourösen Besitzer und Pferdeverrückten sind uns verloren gegangen, es fehlt in der Breite an passionierten Pferdebesitzern und Züchtern. … Früher waren die Meetings in Baden-Baden ein gesellschaftliches Highlight, dies ist verloren gegangen mit dem Ausscheiden vieler dieser ehemaligen Besitzer.“
Wie betrachtet er die Entwicklung des Rennsports in Deutschland und Frankreich? „Sicherlich werden auch in Frankreich einige Rennbahnen geschlossen werden und möglicherweise weniger Rennen durchgeführt, jedoch ist all dies nicht mit dem Status und der Herausforderung in Deutschland zu vergleichen, da das Durchführen unserer Rennveranstaltungen mittlerweile bei weitem nicht mehr durch Wettumsätze getragen werden kann. Es sind Deckungsbeiträge durch Sponsoreneinnahmen, Unterstützung von staatlicher beziehungsweise städtischer Seite, Eintrittsgelder und alternative Nutzung der Rennbahngelände, die wir zum Überleben brauchen.“ Um es meinerseits mit dem Lieblingssatz von Sascha Multerer auszudrücken: Ganz genau so ist es.
Und weil der Galopprennsport heutzutage wie die Fußball-Bundesliga ein wirtschaftlicher Player der Freizeit- und Unterhaltungsbranche mit einer Kombination aus Sport und Entertainment ist, beschäftigt der Münchner Rennverein mit Lisa Birnstiel auch eine eigene Mitarbeiterin, die sich um Events und Marketing kümmert. Ja, so soll es sein.
Deauville sehen und sterben
Im deutschen Rennbahnfernsehen lief heute ein Werbespot für das Sommermeeting in Deauville im August. Wie das deprimierende gastronomische Angebot auf der Rennbahn von Deauville aussieht, beschreibt Susi Born auf ihrer Seite „Salut la France!“. Sie berichtet von einem Trainer, der bei einem Renntag nach einer Flasche Champagner gefragt hatte. Da sei ihm sinngemäß beschieden worden: Wenn er Durst habe, gebe es einen Wasserspender. Nun ja, so wird man keine neuen Interessenten für die Deauville-Rennen gewinnen können, aber vielleicht bessert sich was beim demnächst beginnenden Meeting.
Die blauen Jungs widmeten der Retrospektive des Hamburger Derby-Meetings eine ganze Seite. Ihr Fazit: „Der Hamburger Rennclub blickt in eine ungewisse Zukunft.“ Na ja, das wussten wir schon. Neu war für mich jedoch folgende Information: „Die erste Beobachtung: hier steht der Präsident, in diesem Falle Volker Linde, persönlich am Eingang und scannt Tickets.“ hi hi hi, einfach göttlich. Daran kann man erkennen, wie sich der HRC seit den Zeiten eines Franz-Günther von Gaertner verändert hat. Der hätte sicherlich niemals Tickets gescannt, wenn es das damals schon gegeben hätte…
Der Olaf kommt. Da sage noch einer, Polit-Promis interessieren sich nicht für den Galopprennsport. Am 9. August in Cuxhaven wird Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies die Siegerehrung des sechsten Rennens beim Duhner Wattrennen vornehmen.
Alles wird gut, trotz KI. Auch Galopp scheint wieder auf dem Vormarsch. Zu sein. Oder alles nur Propaganda. Schön Färberei. Man steckt nicht mehr drin. In Materie. Galopp. Nur noch scheiß Fernseh Programm. Promis unter Palmen. Promis auf den Bäumen. Promis die eh keiner kennt. Das könnte dem Galopp zu pass kommen. Und schlussletztendlich auch dem Trab. First we take T.Epping, then we take KI. Nee. KI dann immer noch nicht.
Alles wird nicht gut, vielleicht könnte KI helfen, Galopp einen Schritt voran, dann wieder zwei Schritte zurück, so wie seit Jahren, Fernsehen hin, und Fernsehen her, wem es gefällt, dem Galopp kommt eigentlich nie etwas zu pass, da kann auch T.Epping nichts dran ändern, die KI vielleicht, vielleicht auch nicht.
Das dumme an der KI ist, noch jedenfalls, dass die nichts weiß und kann, was die, die sie füttern nicht auch schon weiß und kann.
Wissen und können
ein schöner artikel bei GOL über ALLENO der 3 wochen nach hamburg wegeen der schlechten bahn ausgeschieden ist. vllt sollte mal eineumfrage gestarter werden , ob noch mehr starter betroffen sind. an der aussenkante wirds nicht liegen,das ist in hannover ,köln,iffeze und diverse andere genauso.
Es wundert mich immer wieder, wie ein Mann, der so viel dummes Zeugs verzapft wie Herr Ostermann, so erfolgreich sein kann. Er scheint auch nicht aus Schaden klug zu werden, und will jetzt offenbar eine Neuauflage des Derby-Putsches von vor etwa 15 Jahren. Wenn Hamburg das Derby verliert, dann ist dort Schluss und es geht eine Menge Geld von Sponsoren, Wettern und der öffentlichen Hand für den Galoppsport verloren. Und wer soll das Derby mit seinem hohen Preisgeld übernehmen? Dass in Hamburg nicht alles in Butter ist, weiß ein jeder, aber anders als in der Politik gibt es beim Derby KEINE Alternative. Das sollte auch Herr Ostermann einsehen. Es kommt häufig vor, dass der Favorit beim Derby verliert, und man sollte dann nicht auch noch ein schlechter Verlierer werden. Mir wurde berichtet, dass es beim gesamten Meeting überhaupt keine schweren Verletzungen gab. Jetzt muss Alleno leider seine Karriere beenden. So etwas kommt bedauerlicherweise immer wieder vor. Damit muss man umgehen können, und nicht krampfhaft einen Schuldigen suchen.
Atti Darboven ist 90 Jahre alt und könnte somit jeden Moment den Löffel abgeben. Die Finanzierungszusage für das Derby des kommenden Jahres gibt er immer erst eine Weile nach der letzten Austragung. Gegenwärtig gibt es noch keine Finanzierung für das Derby 2027. Was wäre denn, wenn er jetzt seine Meinung ändern würde und sagen würde „nö, ich will nicht mehr“. Dann steht der HRC für 2027 blank da. Es steht ja auch nicht im Grundgesetz, dass das Derby unbedingt mit einer Monsterdotierung ausgetragen werden muss. Dann eben nur mit 250.000 Euro in Hoppegarten als Wettstar-Derby. Der deutsche Turf muss sich langsam daran gewöhnen, dass man ohnehin nicht mehr in der Champions League spielen kann. Viel wichtiger wäre es, den Basissport ordentlich zu dotieren, damit man überhaupt noch Starterfelder zusammenbekommt. In Spanien ist das bescheidenere Preisgeldniveau zwischen Toprennen und Basisrennen viel gerechter austariert. In Deutschland hat selbst eine Erfolgsbahn wie Harzburg schon Schwierigkeiten, genügend Starter zu vereinen.
Falls die Bodenverhältnisse in Horn sind wie von Herrn Ostermann beschrieben, finde ich seine Kritik nur allzu berechtigt. In Horn gibt’s leider das „Außenbahn-Derby“. Und in Horn scannt der Präsident höchstpersönlich die Eintrittskarten, das sagt doch alles über diese Provinzpiste. Ein Derby-Meeting, das nur von Ehrenamtlichen organisiert wird. Wie in Hooksiel.
HARZBURG: ECHT GEIL
Möchten Sie gern „Günther Geil“ heißen? Auf Englisch bedeutet geil „horny“. Und beim Deutschen Galopp arbeitet in der Renntechnik eine junge Leipzigerin, die Anne Horny heißt. Wahrscheinlich wurden über sie bereits alle nur denkbaren Witze gemacht, so dass wir nun zum sachlichen Teil des Beitrags übergehen können. Anne Horny stand nämlich gerade aus besonderem Grunde im Rampenlicht. Sie ist ganz neu das 800. Mitglied des Harzburger Rennvereins, der ein Jahr zuvor erst das 700. Mitglied aufnehmen konnte. Damit ist dieser Rennverein der mitgliederstärkste in ganz Deutschland. Echt geil! Der Harzburger Rennverein hat sogar mehr Mitglieder, als die Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld Zuschauer pro Renntag hat…
Und am Super Saturday hatte man im Nordharz mit 12.000 Zuschauern genau so viele Besucher wie Hamburg-Horn am Derby-Tag. Wieder echt geil! Trotz kleiner Starterfelder kam man auf einen gesteigerten Wettumsatz. Woher kommt dieser Erfolg? Erfolg ist meist 10% Inspiration und 90% Transpiration. Wahrscheinlich ist der Fleiß von Präsident Stephan Ahrens und seinem Team der entscheidende Faktor. Vor Jahren wurde einmal bekannt, dass Ahrens auch in Schweden auf Akquisitionstour für Starter in seinen Hindernisrennen aktiv war. Ahrens geht die Extrameile.
Schon lange gibt es die Geschichte von Franco Foda bei seinem Debut in der Nationalmannschaft in Brasilien. Da gab es Riesen-Applaus, denn sein Name besagt auf Portugiesisch “Gratis-Sex”:
https://www.laola1.at/de/red/fussball/oefb-nationalteam/a-team/news/gratis-geschlechtsverkehr–als-brasilien-ueber-foda-lachte/
Der Bad Harzburger Rennverein hat sich auch in diesem Jahr mit dem Lucky Pick wieder eine besondere Aktion für seine Besucher einfallen lassen. Für jeden Renntag konnten Rennsportfans ausgewählte Wetten im Gesamtwert von 10 Euro erwerben – bequem zusammengestellt vom Harzburger Lucky-Pick-Experten und ganz ohne eigenen Tippaufwand. Einer der Wettkunden gewann dadurch über 4.300 Euro. Deshalb steht bereits fest: 2027 geht der Lucky Pick in die zweite Runde. Die Anzahl der Lucky-Pick-Wetttüten wird auch im kommenden Jahr wieder begrenzt sein.
Sie hat den Spitz Namen Ente, Enten können irgendwie nicht untergehen, im Wasser, heute gebrauchte sie den Begriff Entenfurz, bei mir dann die Assoziation Quantenfurz, sie meinte, das ginge so, Quantenfurz, schwer zu sagen, ob eine KI mit dem Begriff etwas anfangen kann und könnte, würde man sich mit ihr auf einer Gala der Lackschuh und Sonnenbrillen auf die Stirn gezogen Aspiranten mit ihr blamieren, gut möglich, aber Mia im hohen Alter noch, und das mit Recht, denn alles was entsteht ist wert dass es zugrunde geht, ein Lachkrampf auf einer Gala bei ihr nicht ausgeschlossen – T.Epping könnte recht haben, dass ohne Lombard, ohne Urban Sea
Galileo Sea the Stars Frankel usw. alles noch viel besser gelaufen wäre, wer weiß das schon, eine KI wahrscheinlich auch noch nicht.
g
Das habe ich nie gesagt, natürlich war dieser Mistbock ein Rätchen im Getriebe, das ändert aber nichts…
Da fällt mir gerade etwas ein/auf:
Waldgeist hat mit der deutschen Vollblutzucht, nach Aussage eines Experten, nichts zu tun, zu weit weg.
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
Egal.
Im Schatten junger Mädchenblüte, der Titel aus Prousts langatmiger Buch Serie irgendwie entfallen, und nun muß ich Herrn Epping etwas vor den Kopf stoßen: Wenn wählen, dann Die Linke, Frau Reichinek oder wie sie heißt, die immer so schön daher plappert, mit einem Engagement, das man bei selbst jetzt völlig vermißt, Alt Kommunist Heinrich Wopker, Brieftaubenzüchter, erzählte einem damals als noch Kind, wie die sog. Geistlichen die Kanonen segneten, dass der Rote, Pastor Frühauf, doch die gleichen Klöten hätte wie jeder andere auch, ja, Pastor Frühauf, er muß wohl auch gesoffen haben, ob er ein Verhältnis mit seiner Haushälterin hatte, vielleicht, vielleicht auch nicht, er mußte sich auf jeden Fall an das Zölibat halten, Alt Kommunist Heinrich Wopker, im ersten Weltkrieg irgendwo in den Gräben in Frankreich unterwegs, erzählte einem alles, klärte über die Hintergründe auf, war eigentlich ziemlich aktuell, wenn man jetzt nach Musk oder Thiel in die USA guckt, Heinrich Wopker war kein Moral Apostel, offen, freundlich, immer ansprechbar, eigentlich das Gegenteil von einem selbst 2026, später war man dann im RAF Umfeld, hier Leibnizstraße 15 stand immer der Verfassungsschutz im Schutz der Dunkelheit, saß im Auto nahe der Haustür, aber sie bemerkten das nicht, blauäugig wie sie waren, der meist gesuchte sog. Terrorist Deutschlands soll hier in der Baumstraße untergetaucht gewesen sein, ob das stimmt, keine Ahnung, Brose hatte immer dieses Buch von Mao Tse Tung auf dem Tisch liegen, Titel: Was tun?, das was tun? kam oft zurück, wenn Probleme kamen, zuletzt hatte Brose Volkers Frau noch zwei Kinder gemacht und in Wambel auf der Rennbahn sein Geld so ziemlich verspielt, für 50000 DM hatte Volker sein Haus verkauft, wollte Revolution machen und saß später beidbeinig beinamputiert im Rollstuhl, Brose fiel beim Fußballspielen mit seinem Sohn 2006 tot um, seine Tochter wohnt jetzt in Brigittes Haus, so einfach ist alles, einen Großteil des ihm anvertrauten Geldes auf der Rennbahn verspielt, so soll es sein, amen…Frau Reichinek würde einen auch in den Schlaf quatschen, so kommt es einem vor.
Das mit dem “vor den Kopf stoßen”, ist, was mich angeht, nicht so einfach.
Für mich ist jeder zunächst mal ein guter, bis er/sie mich vom Gegenteil überzeugt. Nur weil jemand mal die falsche Wahl trifft, muss jemand nicht grundsätzlich verkehrt sein.
Einmal ist kein Mal…
bezüglich Herrn Ostermanns Kritik hat er schon viele racingmanager gewechselt vielleicht ist ein Trainer manchmal nicht ehrlich weil der schaden zu spät erkannt wird
kann nicht sein. schon michael holm wusste; trainer lügen nicht
DERBY 2029
Es ist für mich überraschend, dass ein deutscher Galoppveranstalter, der Renntage mit internationaler Ausrichtung inklusive World-Pool durchführen will, von Seiten des Dachverbands keine Anforderungen hinsichtlich seiner personellen Infrastruktur erfüllen muss. Beim HRC soll es ausreichen, wenn eine Truppe von Ehrenamtlichen, die alle keine wirtschaftliche Haftung übernehmen (müssen), ein Ereignis des internationalen Spitzensports organisieren. In anderen Wirtschaftsbranchen sieht das völlig anders aus.
Zum Vergleich hier Architekturbüros wie das meiner Eltern früher. Bei Großaufträgen findet in der Regel ein Ausschreibungsverfahren statt, bei dem die teilnehmenden Architekturbüros vor dem Zug nachweisen müssen, dass sie über eine ausreichende Personalstärke verfügen, um Großprojekte wie die Fabrik eines Weltkonzerns oder ein Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft personell händeln können. Mit anderen Worten: Die Architekturbüros müssen Personal auf bloßen Verdacht beschäftigen. Und bei Ausschreibungsverfahren ist es wie beim Pferderennen: Mal gewinnt man, mal verliert man. In letzterem Fall dreht das Personal am Schreibtisch Däumchen, weil man die Betreffenden wegen der starren deutschen Arbeitszeitgesetzgebung nur schlecht wieder los wird. Es ist also wirtschaftlich sehr riskant.
Bei der Zusage für die Derbies ab 2029 hat der Deutsche Galopp nun die Chance, Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Das bedeutet nicht nur, das Deutsche Derby endlich an einen fähigen Rennveranstalter zu vergeben, sondern generell die Strategie zu ändern. Wer einen großen Furz lassen will, braucht auch das entsprechende Hinterteil dazu. Der deutsche Turf hat dazu aber nicht mehr den Arsch in der Hose. Spitzensport ist nur möglich, wenn auch das nötige Geld da ist. In einer Marktwirtschaft ist es nicht möglich, dauerhaft einen Wirtschaftsteilnehmer künstlich am Leben zu erhalten, wie den Standort Hamburg. Um bei Gruppe-Rennen (zumindest der Gruppe 1) mitzuhalten, hat der deutsche Turf nicht mehr die finanziellen Mittel. Die Ausländer, die im Dallmayr-Preis vorne waren, mussten nicht allererste Ware sein, um das Preisgeld über die Grenze zu holen.
Der Vorstand von Deutscher Galopp sollte sich vielmehr Gedanken machen, wie der Alltagssport am Leben erhalten werden kann. Das geht nur über bessere Dotierungen bei den normalen Rennen. In den Spitzenrennen werden die hohen Dotierungen zunehmend verschenkt, weil die Ausländer sie nach Frankreich und England mitnehmen. Die Besitzer und Trainer, die den deutschen Galoppsport am Laufen erhalten, haben davon nichts. Also lieber spannende Wettrennen für die Masse organisieren als ein paar sauteuere Monsterperlen. Ich glaube aber nicht, dass die wertkonservativ Festgetackerten beim Deutschen Galopp so einen Schwenk tatsächlich vollziehen werden.
Oben muss es “Arbeitsgesetzgebung” statt “Arbeitszeitgesetzgebung” heißen.
mit ca 600 fohlen im jahr können wir mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten. nur im unteren Segment rennen veranstalten hat der Sport keine Überlebenschance
Es soll ja auch weiterhin einige bessere Rennen geben, nur nicht mehr so unnötig exzessiv hoch dotiert. Beim großen Renntag in Madrid am 18. Oktober ist ein Maidenrennen mit 8.500 Euro dotiert und der Gran Premio mit 68.000 Euro. Dieses Eins-zu-Acht-Verhältnis scheint mir ganz vernünftig zu sein. Wäre das Hauptrennen mit 100.000 Euro ausgeschrieben, würden wohl auch keine Ausländer anreisen, und bei 200.000 Euro würde das Preisgeld ins Ausland wandern und wäre für die heimischen Aktiven verloren. Es kommt immer darauf an, wie man das Geld am effektivsten einsetzt.
Beim Dallmayr-Renntag konnte man erleben, was (kostenlose) Gewinnmöglichkeiten beim Publikum auslösen, obwohl es da nur um Popelkram ging. Wenn man stattdessen auf einer deutschen Rennbahn drei Krügerrand-Goldmünzen im Publikum ohne zusätzlichen Einsatz verlosen würde (Kosten für den Rennverein/Sponsor zusammen etwas mehr als 10.000 Euro), wäre die Hütte sicher voll, und es würde dann auch bestimmt mehr gewettet. Die Güte der Pferde im Hauptrennen wäre dann zweitrangig.
Die deutschen Traber sind in ihrer negativen Entwicklung den Galoppern schon weit voraus. Keine 100 Fohlengeburten mehr im Jahr, und die früher sechsstelligen Dotierungen der Toprennen haben heute eine Null weniger.
wie gross ist die vbzucht in Spanien
Laut Landwirtschaftsministerium 70 – 100 Fohlen im Jahr.
Klein, sehr klein. Zahlen habe ich keine im Kopf. Die meisten Gestüte befinden sich im Norden, wo das Gras noch grüner ist. In der Gegend, wo jetzt die Feuer toben, lag das früher vor Jahrzehnten führende Gestüt. Das wichtigste Gestüt aktuell befindet sich nicht im Norden, sondern nordwestlich von Madrid (aber hinter dem Gebirge, der Sierra de Guadarrama) mit zwei Standorten dort. Hoffentlich werden die von den Waldbränden verschont. Wer sich mit dem französischen Galopprennsport auskennt, wird dieses Gestüt (Yeguada) Centurion kennen, denn der lateinamerikanische Gestütsbesitzer lässt auch in Chantilly trainieren. Dieser Typ ist als Kaufmann eine echte Rakete, viel kompetenter als Elon Musk. Musk ist ein Chaot, der nur deshalb Erfolg hat, weil er eine geniale Chefmanagerin hat, die seine wirren Pläne umsetzt.
die grossen deutschen Fußballmannschaften ohne internationalen Stars währen nur noch zweitklassig und die Stadien halbvoll oder leer
Die großen Bundesliga-Mannschaften (außer FC Bayern) SIND international zweitklassig, deren Stadien aber trotzdem voll. Beim FC Schalke letzte Saison sogar in der Zweiten Bundesliga.
Beim Galopprennen kommt es dem Publikum nur auf die Gewinnmöglichkeiten an, alles andere interessiert nur am Rande. Ich schlage mal folgenden Test vor: Vor dem Dallmayr-Preis 2027 tauschen wir die Grand-Prix-Galopper gegen Ausgleich IV-Pferde aus. Ich behaupte: Das Publikum wird es nicht merken. Und wenn der Heizdeckenverkäufer dem Publikum dann vorschwärmt, dass hier die edelsten Rösser des Kontinents im hehren Wettstreit laufen, sind alle glücklich. Übrigens: Ein bekannter deutscher Rennpferdbesitzer hat im vertraulichen Gespräch mit mir mal freimütig eingeräumt, dass er seine eigenen Pferde im Training nicht erkennt.
… das er seine eigenen Pferde nicht erkennt.
Na und, haben Sie auch mal was Neues zu berichten.
Ob der Ostermanni in der SPORT-WELT einräumen würde, dass er seine Pferde nicht erkennt? (nur um Missverständnisse zu vermeiden: er war nicht mein Gesprächspartner). Das traut sich doch kein Besitzer zuzugeben.
Müssen sie gar nicht, wenn man täglich mit ihnen zu tun hat.
Wieder mal F.L., er kannte die Stammbäume bis zu den feinsten Wurzeln aber die meisten Pferde erkannte er nicht mal, wenn sie auf seinem Fuß standen.
Das glaube ich Ihnen ohne Weiteres, aber der Ferdi hätte das bestimmt nicht in der Rennzeitung bestätigt, weil es seinem Renommee geschadet hätte.
Warum sollte das jemand an die Glocke hängen, ist doch total uninteressant.
Heute beginnt “Glorious Goodwood”, fünf tolle Tage in Sussex. Rolls Royce in Chichester, Goodwood Racetrack oben auf dem Berg. Eine traumhafte Anlage inmitten der Landschaft, ondulierte Rennbahn mit rauf und runter und Steinbegrenzungen am Rande. Grüne Rasenflächen, alte Gemäuer. Morgen die Sussex Stakes über die Meile, das wichtigste Rennen des Meetings. Mein eindrücklichstes Erlebnis im Rennsport; als John Gosden Kingman vor dem Rennen 2014 präpariert hat. Eine lebendige Statue, an der sich ein Mann mit sparsamsten Mitteln zu schaffen machte. Jede Note nötig, und keine zuviel. So soll es sein.
Zu Ostermann muß man sagen, daß man seine Ausführungen gar nicht sinnvoll kommentieren kann. Wirres Zeug, ohne Bezug zur Realität. Gut, daß der Mann weg ist, soweit die Spitze der BV betroffen ist. Seinen Laden kann er führen, wie er will.
Aus gegebenem Anlass müssen wir das Thema Blücher zur Sprache bringen. Ich habe eine E-Mail von Parlo bekommen, in der er mir von einem geplanten Beitrag hier im Blog berichtet, der aber nicht veröffentlicht wurde, weil er erst noch „moderiert“ werden müsse. Leider war dies auch nicht der erste Fall eines Parlo-Beitrags im Blog, der im Bermuda-Dreieck von Blücher unterging.
Im Gegensatz zu Kassandro bin ich ein ganz nüchterner Jurist, der nichts als Tatsache annimmt, sondern der alles für möglich hält.
Möglichkeit A: Es war keine böse Ansicht von Blücher, sondern der fehlenden Organisation seines Blogs geschuldet. Auch bei meinen Beiträgen ist das mit dem „Moderieren“ schon der Fall gewesen, etwa wenn ich zwei Internet-Links in einem Beitrag erwähnt hatte. In dem Fall scheint „Moderieren“ bei Blücher aber in der Praxis zu bedeuten, dass das Ganze auf Nimmerwiedersehen verschwindet, weil Blücher einfach nicht die nötige Zeit hat, sich um den Blog zu kümmern.
Möglichkeit B: Blücher ghostet gezielt die Beiträge seines Ex-Kollegen Parlo. Das wäre in meinen Augen ziemlich schäbig. Er sollte dann wenigstens den Anstand haben, Parlo direkt mitzuteilen, dass seine Beiträge hier nicht erwünscht sind.
Ich fände es sehr wünschenswert, wenn hier intelligente und rennkundige Menschen schreiben und nicht solche, die inhaltlich nichts mitzuteilen haben. Egal, ob Möglichkeit A oder B zutrifft, Blücher schadet sich selbst.
Oder doch eher Racingman,
der immer denkt er hätte was zu sagen, in jederlei Hinsicht.
Ich bin mir sicher, dass Lindenau hier lieber etwas von Parlo lesen möchte als von Heinz/Theo. Blücher setzt wieder auf die falschen Pferde.
DENER MACHT SCHÖNER
Ahmet Refii Dener („Euer ARD“) lebt noch und schreibt weiter. In der SPORT-WELT wurde er zwar ge-x’t, aber auf seiner Website PRO GALOPP gibt es auch weiterhin seine Meinungen zum Galopprennsport. Hier gleich ein Zitat. Sie könnten sich dabei denken: Kriecht da etwa NATO-Generalsekretär Mark Rutte in das Hinterteil von US-Präsident Donald Trump? Nein, es ist Ahmet Dener über den westfälisch-bayerischen Kosakenzipfel:
„Und dann ist da noch Christian Sundermann. Mein Freund, Münchner, groß gewachsen, immer mit Hut, ein Loriot-Fan durch und durch. Wer die Siegerfotos aus München kennt, hat ihn schon gesehen. Auf den Fotos macht er den Eindruck, dass ihm das Rennbahngelände gehört. Charisma pur der Mann. Wäre er ein Pferd, wäre er unschlagbar.“
Dass Dener und Sundermann miteinander befreundet sind, ist für mich keine Überraschung. Wenn ich Personen im Rennsport analysiere, schaue ich mir immer die persönlichen Beziehungen an: Wer sind seine Partner? Wer sind seine Freunde? Was sind seine Projekte? usw. Das ergibt ein relativ zutreffendes Bild der Persönlichkeit. Sicher, jeder kann mal ausnahmsweise daneben liegen, aber wenn das ein konstantes Muster ist, bedeutet dies ein zuverlässiges Indiz, wie ein Mensch psychologisch tickt. Seriöse Menschen wollen eben privat und beruflich mit anderen Menschen zusammen sein, die ähnlich ticken, und umgekehrt ist es bei Dunkelmännern genauso. Gleich und Gleich zieht sich an.
Und wenn man diese Parameter auf Racingman anwendet, oh oh, der arme Tropf…
Ein Autodidakt, auch wenn er ungeschult ist, kann sich eine große Erfahrung erwerben und reagiert oft intuitiv besser auf Ereignisse und komplizierte Probleme als ein geschulter Theoretiker.
Der Autodidakt reagiert häufig richtig, ohne zu wissen warum, nur aufgrund seiner Erfahrungen.
Das Leben ist die beste Schule
Ein bisken Grips schadet auch nicht
Jetzt fehlt nur noch folgender Spruch aus Ihrer Philosophie-Fibel:
“Ich, Theodor Epping, bin auch Akademiker. Ich bin auf die Universität des Lebens gegangen!”
Auf der Schule waren Sie doch, ich bin rein gegangen…
Ja, aber Theo war nie Taxifahrer in Bielefeld; er war nie Straßenmusikant im Montmartre; und er war nie Rausschmeißer im P1. Alles, was er an Lebenserfahrung hat, waren zwanzig Jahre der ewig gleiche Stalldienst im Gestüt. Das ist sehr einseitig/wenig als Lebenserfahrung.
Da haben Sie völlig richtig aber ich bin seit Jahren im Blücher Blog und lerne da VOM BESTEN.
Also von Un Coeur B, der wie niemand sonst den gedanklichen Sprung von Marcel Proust über Howard Carpendale zum Derbysieger Dardanos schafft.
Bescheidenheit steht Ihnen nicht… zu
Als gottesgläubiger Mensch bin ich ein demütiger Typ, der weiß, dass wir Menschen unwichtig sind, weil die Natur uns nicht braucht (umgekehrt aber schon). Sie, Theo, haben hier mit Ihrer angeblichen Lebensleistung geprahlt, ohne aber zu sagen, worin die bestehen soll. Ich bin mit meiner Lebensleistung gar nicht zufrieden, weil die einfach ungenügend ist. Mein einziger Trost ist der, dass diese negative Wertung für alle Menschen in den Industriestaaten gilt. Wir Menschen fahren den Planeten sowohl ökologisch als auch ökonomisch gegen die Wand. Der Earth Day ist mittlerweile schon im Monat Juli angekommen, so dass wir die Erde in der zweiten Jahreshälfte umweltmäßig auf Verschleiß fahren. Ökonomisch treiben wir die Staatsverschuldung so hoch, bis der Luftballon in ein paar Jahren mit einem Knall platzen wird. Und das Allerschlimmste ist aber, dass hundert Jahre nach dem Ende der Weimarer Republik eine rechtsradikale Partei wieder die klare Nr. 1 in Deutschland ist und dass wir Demokraten das nicht verhindern konnten. Wer da noch mit seiner Lebensleistung zufrieden ist, dem kann man nicht helfen.
Wie gesagt: Bescheidenheit…
Gottesfürchtig, ich habe es geahnt, das erklärt natürlich vieles.
Gottesgläubig, nicht gottesfürchtig.
Sie selber betrachten es schon als Ihre Lebensleistung, dass Sie niemanden ermordet haben.
Oh Du armer dreifach Akademiker, ich habe versucht Dir eine Eselsbrücke zu bauen aber wie jeder Esel, der was auf sich hält, bist Du zu stur rüber zu gehen.
Selbst ich unterbegabter Dorfkasper weiß, wo dieses Wort herkommt. Solltes Du die Möglischkeit haben schlag doch mal im Duden oder Geschichtsbuch nach, notfalls einfach googlen.
PS. freue mich schon auf die Richtigstellung
Was sollte ich denn richtigstellen, Sie Knalltüte? Erzählen Sie doch lieber mal, auf welche angebliche Lebensleistung Sie so stolz sind.
Wie immer, keine Antwort, wenn er erwischt wird.
Auf jeden Fall darauf, anders als Racingman zu sein…
Für den Schließfachkunden Kassandro hier ein Update: Gerade wurden mal wieder Schließfächer einer Sparkassen-Filiale geknackt, diesmal in Mönchengladbach. Von den 1.700 Fächern aber nur 29, dafür allerdings während der Öffnungszeit der Sparkasse.
Schade, der Rosenkrieg in Magdeburg. Heinz Baltus verteidigt sich nebenan jetzt so: „Nur zur Klarstellung, der Präsident des RV MD arbeitet ehrenamtlich. 16 Jahre Geld mitgebracht.“
Natürlich hat ein Präsident Geld mitzubringen, und natürlich bestimmt derjenige, der die Musik bezahlt (mehr oder weniger autokratisch) was gespielt wird. Dass bei solchen unplanmäßigen Wechseln dann erst einmal dreckige Wäsche gewaschen wird, ist ja die Regel.
Letztlich ist Wohltäter Baltus aber auch ein Beispiel dafür, dass der Aufbau Ost auch ein Konjunkturprogramm West war. In Wirtschaft, Politik und Verwaltung gab es von West Richtung Ost steile Karrieremöglichkeiten (am besten noch mit Ostzulage). Und mit dem Elbehochwasser dürfte sein Wasserbauunternehmen sicherlich auch keinen Verlust eingefahren haben.
Thema „Geld mitbringen“: Ich finde, der Präsident eines Rennvereins sollte vor allem seine Tatkraft und Ideen mitbringen, zusammen mit Kontakten in Wirtschaft und Politik. Wenn er dann auch noch zusätzlich eigenes Geld mit reinsteckt, umso besser, aber zur Voraussetzung machen sollte man dies nicht. Ansonsten hätte man nur noch reiche Senioren auf dem Präsidentenstuhl, und das ist nicht der Rennsport, der mir vorschwebt. Vielleicht hätte sich dann auch niemand gefunden, der Heinz Baltus im Herrenkrug nachgefolgt wäre.
Thema „Baltus’ Motivation“: Nach meinem Eindruck war das entscheidende Motiv für sein Engagement im Herrenkrug die Aussicht, sich gesellschaftliche Anerkennung zu erarbeiten. Etwa, wenn er mit Gattin Linda beim Magdeburger Soundso-Ball auf dem gesellschaftlichen Parkett glänzen kann. Das ist auch legitim so.
Thema „Aufbau Ost“: Die Besten des bundesdeutschen Volkes haben sich ab 1990 von ihren wichtigen Verpflichtungen im Westen spontan freigemacht, um den Brüdern und Schwestern im Osten in uneigennütziger Weise beim Aufbau ihres Gemeinwesens zu helfen, etwa bei der Treuhand die beiden späteren Forums“freunde“ Ostseemeeting und Daily Impact.
Auf dem Horner Moor hat der Vize Atti Darboven jahrelang Geld in den Verein reingepumpt, und was hat es gebracht? Gar nichts, das Elend wurde nur verlängert, ohne dass sich die Strukturen professionalisiert hätten. Es ist Galoppern und Trabern nicht gelungen, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln, und dann muss man am Ende auch so realistisch sein, dass man den Laden dichtmacht. Oder wie weit will man die Vereinsverbindlichkeiten bei Darboven noch hinauftreiben? Der Lindevolker und die windige Cathi werden das bestimmt nicht bezahlen.
Schon mal daran gedacht, dass das auch nie vorgesehen war. Nicht jeder ist doof, nur weil er nicht so geldgeil ist wie Racingman.
Finden Sie es etwa honorig, wenn die HRC-Vorstände den gutwilligen Darboven zahlen lassen, obwohl sie doch wissen müssen, dass sie die Darlehensmillion+ niemals zurückzahlen können. Und trotzdem immer weiter so? Theo, Sie reden sich hier um Kopf und Kragen und realisieren das wegen Ihres IQ nicht mal.
Sie sind erschreckend einfältig, mein Lieber Racingman, nie vorgesehen umfasst alle Beteiligten, auch den “Spender”!
Linde & Co. vertrauen wohl darauf, dass sie das Darlehen nicht zurückzahlen müssen, aber das macht es menschlich nicht seriöser. Und für mich sieht es so aus, als wollten sie die Schuldenorgie immer weiter treiben.
Menschlich und seriös aus Ihrem Mund ist schon komisch.
Einem Pfennigfuchser wie Ihnen fällt es natürlich schwer zu verstehen, dass manche Menschen ihr Geld, auch viel davon, zu ihrem Spaß verpraßen und dafür auch schon mal das ein oder andere Risiko eingehen.
Linde & Co. verprassen aber das Geld fremder Leute, wann begreifen Sie das endlich.
Sie sind nicht nur dumm, Sie stinken auch nach Maggi, wie ein alter Freund immer sagte.
Sie verpraßen ihr eigenes Geld, nicht fremdes, das tun Ihres gleichen.
Wie alt sind die Leser der SPORT-WELT? Das weiß ich leider nicht, aber dafür kenne ich die Zahlen der Leserschaft der britischen RACING POST. Fast drei Viertel der Leser sind „Ü54“.
Hier die genauen Zahlen:
18-25 Jahre: 2,6%
26-34 Jahre: 4,2%
35-44 Jahre: 7,9%
45-54 Jahre: 13,5%
55-64 Jahre: 33,1%
65-74 Jahre: 28,4%
+ 74 Jahre: 10,3%
Das nächste Gruppe 1 Rennen, auch da wieder die Favoritin auf sehr wackligen Beinen, in vier Rennen ungeschlagen, aber nur der letzte Sieg in einem Gruppe Rennen bei sechs Startern auf weichem bis schwerem Boden ließ etwas aufhorchen, eigentlich zu wenig für die Favoritenrolle am Sonntag auf dem Grafenberg, in Frankreich Waldbrände aufgrund der dortigen Hitze, der sehr spezielle Kurs in Düsseldorf, der Trainer auch alles andere als outstanding, alle 15 Starterinnen muß die 27:10 Vorausfavoritin in Schach halten, kein leichtes Unterfangen, 1000 Euro Sieg auf Lapotheose, deren Name etwas an Arthrose erinnert, man hätte kein gutes Gefühl bei einer derartigen Siegwette.
Etwas falsch gedacht, Barberot wohl nicht in Mittel oder Südfrankreich, Barberot wohl oben an der Küste in Deauville, Waldbrände und Hitze wohl nicht so relevant, aber trotzdem, Pferde sind keine Maschinen, gerade mal drei Jahre alt, da könnte es für so ein junges Pferd schon mal die eine oder andere Aufregung geben, etwas weg von der heimatlichen Umgebung, damals auch bei Mondrian, in GB bei einem renommierten Trainer, in der Vorstellung der Verantwortlichen ganz andere Ware als Stoltefuß, und nichts kam dann mehr von Mondrian, Tiere sind keine Maschinen, die Mutterlinie, Salonrolle und Salontasche fiel noch etwas auf, auch Nella da Gubbio ganz unten, was man wohl Mutterlinie nennt, den Chromosomen ist es letztlich gleich wann sie wieder zuschlagen, nach hundert Jahren oder nach zehn Jahren, bei Nella da Gubbio denkt man an Nearco, Nereide oder Neckar, Nachteule könnte die gleichen und dieselben Wurzeln haben wie Night Breath, aber Nachteule irgendwie kein schöner Name, dann lieber Lapotheose, aus dem Alt Griechischen Vergottung.
Für meinen treuen Follower aus Westfalen, der sich zeitlebens jedweder Form von persönlicher Weiterbildung verweigert hat, hier in der mir eigenen Bescheidenheit ein Histörchen aus meinen jüngeren Jahren. Mitte der 1980er Jahre (also vor rund vierzig Jahren) habe ich bei der Berliner Volkshochschule einen Kurs im Autogenen Training belegt. Mit dabei waren als Teilnehmer: Zwanzig Frauen plus der Quotenmann Racingman. Die Männers waren damals im Kopf einfach noch nicht so weit. Im deutschen Turf laufen die Männers der Entwicklung gedanklich ja auch immer noch weit hinterher.
“And then he motored home”
Das war 100 Meter vor dem Ziel, als Billy Loughnane den Stock ganz unaufgeregt nach links wechselte, und Bow Echo im Stil von Kingman nochmal entscheidend zulegte, was man kaum für möglich halten wollte, nach dem Gstaad schon aussah wie der nicht mehr zu schlagende Sieger in den Sussex Stakes. Bis dahin war es ein unruhiges und temporeiches Rennen, und Bow Echo sah immer irgendwie auf der Suche nach Platz aus, wie schon in Ascot, und man mußte sich Sorgen machen, ob sich die nötigen Lücken auftun würden, mit den 3 Coolmore Pferden und Opera Bello von Godolphin und dem Sieger aus dem letzten Jahr und allgemein den besten Meilern aus IRL und ENG derzeit.
Es war eine bemerkenswerte Leistung von Roß und Reiter, abgeklärt und konfident, und das Pferd ist ein ganz großes Talent, und der Reiter auch. Sowas braucht der Sport, sowas können auch Laien erkennen, das Besondere und Herausragende, und wer dabei war, wird sich sein Leben lang daran erinnern. Die Sonne schien über Goodwood heute nachmittag.
https://www.youtube.com/watch?v=3FFC6HqJ9HI
Ein guter Ritt war das nicht von Billy Loughnane. Ein Favorit versteckt sich nicht im Feld. Um so stärker die Leistung des Pferdes. Bow Echo hat das Zeug zum Jahrhundert-Meiler wie Frankel oder der Brigardier, der natürlich ebenfalls das Triple bestehend aus 2000 Guineas, den St. James’s Palace Stakes und den Sussex Stakes gewonnen hatte, und von GOL vergessen wurde.
TURF-KLIMA
Wer sich im Rennsport auskennt, weiß auch, wer die IFHA ist. Für alle Anderen: Es ist im Galoppsport das, was beim Fußball die FIFA ist. Der Weltverband der Branche. Und das Gute daran: Bei der IFHA gibt es keinen Gianni Infantino… Vor Kurzem haben sich 50 Delegierte der IFHA im Norden von Portugal in der Großstadt Porto getroffen. Der Zweck des Treffens: Ein Klimagipfel für den Galopprennsport. Es wurde darüber diskutiert, wie sich der menschengemachte Klimawandel auf den Rennsport auswirkt und was man dagegen tun kann. Dieser erste Klimagipfel soll der Beginn einer andauernden Zusammenarbeit im internationalen Galoppsport in dieser Materie sein.
In Frankreich und Spanien geht es derzeit ganz konkret darum, wie sich der Turf angesichts der Waldbrände verhalten soll. In Madrid fand am letzten Samstag ein Abendrenntag auf der Galopprennbahn statt, obwohl die Stadtverwaltung die Bevölkerung gebeten hatte, zu Hause zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. Wer in der Madrider Innenstadt dennoch das Fenster öffnete, dem kam ein rauchiger Gestank wie bei einem Barbecue entgegen. Immerhin ist in Madrid das Feuer noch etliche Kilometer weg von der Rennbahn.
Schwieriger sieht es im Südwesten Frankreichs westlich der Großstadt Bordeaux aus. Dort sind gleich zwei Feuer aktiv und die Rennbahn nebst großem Trainingszentrum dazwischen. Im Sommer laufen die Bordeaux-Galopper auf der Rennbahn La Teste am südlichen Ufer des Bassin von Arcachon; das ist eine große Bucht, die tief ins Landesinnere hineinragt. Eine Urlaubsregion, die auch bei deutschen Touristen sehr beliebt ist. Nördlich der Bucht ist ein riesiges Gebiet vom Feuer betroffen, südlich der Bucht ist es zwar noch etliche Kilometer von La Teste entfernt, aber das kann sich mit aufkommendem Wind und neuer Hitzewelle schnell ändern. Vor vier Jahren hatte La Teste schon mal einen schlimmen Waldbrand vor der Haustür erlebt, und nun tobt er in der Nähe. Im Trainingszentrum stehen das ganze Jahr über 350 Galopper. Hoffen wir das Beste. Der am letzten Sonntag in La Teste vorgesehene Renntag wurde auf eine andere Rennbahn verlegt.
Auch in dem riesigen Wald um die Schloss-Stadt Fontainebleau südlich von Paris ist ein Waldbrand wieder aufgeflammt, der schon vor zwei Wochen ausgebrochen war. Die sehr schöne im Wald gelegene Rennbahn dürfte aber nicht gefährdet sein. Sie liegt nördlich der Stadt, während das Feuer zwei Kilometer westlich der Stadt aktiv ist.
Die wirklichen Waldbrand-Zahlen sehen bis einschließlich der 30. Woche anders aus:
https://ourworldindata.org/wildfires
Tatsächlich haben wir heuer bislang ein besonders Waldbrand-armes Jahr. Es wird klar, warum man diese Ideologie gemeinhin als Klimaschwindel bezeichnet. Die andauernde Hitze-Hetze in diesem Jahr führt dazu, dass ständig mir Bekannte klagen, dass sie die Hitze nicht mehr aushalten. Meine knapp 93 Jahre alte Mutter dreht regelrecht durch und will jetzt unbedingt eine Klimaanlage in ihrem Altenheim-Appartment. Mein Ratschlag an alle Klima-Geschädigten: Wenn ihr diese Propaganda nicht einordnen könnt, dann schaltet diese dämliche Glotze und informiert euch bei den Alternativen Medien. Noch gibt es diese, obwohl die Verteidiger ihrer Demokratie hart an deren Abschaffung arbeiten. Tatsächlich haben wir im Sommer sogar eine Untersterblichkeit und im Winter die höchste Sterblichkeit. Das liegt wohl daran, dass Hitze eine Blutdruck senkende Wirkung hat und die meisten Menschen auf Grund ihres Lebensstils eher einen zu hohen Blutdruck. Würden Bluthochdruck-Patienten die Dosis der sowieso umstrittenen Blutdrucksenker-Medikamente kontrolliert (Blutdruck überwachen) reduzieren, so wäre die Sterblichkeit im Sommer noch geringer. Die ganze Geschichte darf natürlich in Gesundheitssendungen nicht thematisiert werden, sonst bekämen diese Ärger mit der Klimaschwindel-Mafia. Ich selber habe einen unterdurchschnittlichen Blutdruck und sollte bei Hitze deshalb mehr Probleme haben als die Hochdruckler, aber ich schalte dann eben 1-2 Gänge zurück und dann geht das schon, obwohl es keinen Spaß macht. Ich bin halt eher ein Wintermensch. Hauptsächlich deshalb bin ich auch nicht in den USA geblieben und hab Anfang der 80er Jahre ein sehr gutes Angebot aus Singapur ausgeschlagen, obwohl ich wusste, dass der enorme Aufstieg Singapurs damals erst am Anfang stand.
Tatsächlich gehe auch ich von einer moderaten globalen Erwärmung aus, welche Ursachen die auch immer hat. Diese Erwärmung ist jedoch summa summarum eher positiv als negativ. Wir haben das GEGENTEIL einer Klimakrise, heuer sogar einen neune weltweiten Vegetationsrekord. Schaut statt der Ideologie-Glotze euch nur mal in der euch umgebenden Natur um. Seht ihr irgendwo eine eigentlich im Sommer ganz normale braune Grasnarbe? Selbst im Gleisbett der Bahn, wo die Bedingungen besonders ungünstig sind, wuchert das Gras. Mein Gartengrundstück im nördlichen Harzvorland gilt als Schandfleck des kleinen Ortes, weil ich 90% der Fläche einfach sich selbst überlasse. Wenn mich die Leute auf meinen heuer besonders undurchdringlichen Urwald ansprechen, dann antworte ich, dass ich damit nur demonstrieren will, das wir das Gegenteil einer Klimakrise haben, eine regelrechte Vegetationsexplosion. Schaut auf eure Umgebung statt in die Hetzglotze! Woran liegt das? Höhere Temperaturen bewirken eine höhere Wasserverdunstung und damit auch eine Zunahme der Niederschläge, die wiederum ein Indiz für höhere Temperaturen sind. Zusammen mit dem Anstieg des CO2-Gehaltes und den moderat erhöhten Temperaturen führt das zu dem Vegetationsanstieg. CO2 ist eben nicht giftig oder schädlich, wie die Klimaschwindler den Kindern in der Schule einzubläuen versuchen. Es ist zusammen mit dem Wasser der Grundstoff der Photosynthese und damit des Lebens. All die fossilen Brennstoffen, die wir heute verbrennen, sind über Jahrmillionen durch Photosynthese entstanden. Mit dem durch Verbrennung entstehenden CO2 geben wir der Natur nur das zurück, was wir ihr über Jahrmillionen entnommen haben. Das ist eine endliche Menge und solange es wirtschaftlich ist, wird dieses CO2-Recycling weitergehen. Wenn wir das nicht machen, dann es werden es andere tun und uns auslachen, was heute schon geschieht. Über die deutsche Energie-Politik lacht die ganze Welt. Wir müssen nicht den Klimawandel sondern den Klimaschwindel bekämpfen. Die einzige Partei in unserem Lande, die das macht, ist Deutschlands Groß(artig)e Alternative.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
In meinem Teil der Welt, sind Ihre grünen Auen und explodierende Vegetation nicht einfach nur ein Märchen, sondern eine dumm- dreiste Lüge, ähnlich der, über die ach so tollen Elektrofahrzeuge…
Ich komm am Samstag zum Libori nach Paderborn, Dann werden wir ja sehen, ob es dort anders aussieht als bei uns, und dann werde ich dies auch durch Photos belegen.
Das Padabornerland ist sehr schön und reizvoll, Sie scheinen es mit mir, meinem Teil der Welt, in Verbindung zu bringen…
Warum?
Dass jetzt auch die Galopper-Dachverbände international zusammenarbeiten wollen, um sich Gedanken darüber zu machen, was Rennbahnen gegen die Folgen des menschengemachten Klimawandels tun können, ist unbedingt notwendig. In vielen wärmeren und trockeneren Turfländern (Dubai vor allem, aber auch Madrid und die Doppelrennbahn Siracusa auf Sizilien) sollten die Grasbahnen verschwinden. Zum Vergleich: Ein einziger Golfplatz verbraucht so viel Wasser wie eine ganze Kleinstadt. Die Galopprennbahnen in Marokko sind alles Sandpisten. Weil ein Appell zur Freiwilligkeit nichts bewirkt hatte, hat die Stadt München vor zwei Wochen ein Bewässerungsverbot für bestimmte Zeiten erlassen (Strafen bis zu 50.000 Euro); die Riemer Galopprennbahn als gewerbliche Fläche wird es aber sicher nicht betreffen.
Wenn es um wissenschaftliche Themen wie die Covid-Pandemie oder den Klimawandel geht, steht auf der einen Seite des Spektrums immer die versammelte Wissenschaft, auf der anderen Seite dagegen nur Exoten wie Donald Trump, Alexander Gauland und Kassandro aufgrund ihrer weltanschaulichen Verpeiltheit. Bei Kassandro gibt es nur einen Bereich, der von dieser Denke ausgenommen ist. Nämlich wenn es um Geld geht – aber nur sein eigenes Geld, nicht das des Staates. Bei Anlageentscheidungen muss der Privatanleger Kassandro nolens volens realistisch entscheiden, denn sonst wäre sein Geld irgendwann weg.
Ohweiowei, ich stelle mich also gegen die “versammelte Wissenschaft”. Tatsächlich bestreite ich sogar, dass es DIE Wissenschaft überhaupt gibt. Es gibt höchstene einzelne Wissenschaften und ich muss leider sagen, dass die Medizin meinen Kriterien an eine Wissenschaft nicht mehr genügt. Überhaupt hat die Pandemenz das Wort “Wissenschaft” so in Misskredit gebracht, dass man als Mathematiker, Physiker oder Chemiker damit überhaupt nicht mehr in Verbindungen gebracht werden möchte. Wir haben das auch überhaupt nicht nötig. Unsere Wissenschaften haben ein solch enormes Ansehen, dass man dieses Prädikat überhaupt nicht braucht. Brauchen tun dies die Antiwissenschaften, um dadurch eine Aussagequalität vorzutäuschen, die nur den “echten” Wissenschaften zukommt. Hätten die Corona-Terroristen einfach nur gesagt “Die Medizin sag das und das”, dann wären sie nicht ernstgenommen worden. Sie mussten sich hinter DER Wissenschaft verschanzen, um Autorität beim Volk zu erhaschen. Beim Klimaschwindel ist es genauso. Die Klimaschwindler sagen nicht etwa “Die Klimawissenschaft sagt das und das” sondern “DIE Wissenschaft sagt das und das”. Durch das ständige Verschanzen der Antiwissenschaften hinter DER Wissenschaft ist der Wissenschaftsbegriff zu einer Farce geworden. Ich möchte auch nicht mit dem Akademiker-Müll, der diese Antiwissenschaften studiert, in einen Topf geschmissen werden. Diese Antiwissenschaftler würden in einem leistungsorientierten Bildungssystem kaum das Abitur schaffen und sollten es auch nicht schaffen. Hätten wir ein seriöses Abitur, dann gäbe es diese akademische Mülllawine überhaupt nicht.
Ich würde aber behaupten, dass Mojib Latif und Harald Lesch beim Thema Klimawandel kompetenter sind als Alexander Gauland und Kassandro.
Apropos Harald Lesch. Die Schande der Physik hat vor ein paar Tagen ein kleines Video zum Thema Klimaschwindel publiziert:
https://www.youtube.com/shorts/0BV2y24iQ5o
Dazu hab ich dann folgenden Kommentar geschrieben:
“Natürlich sind das Schattentemperaturen und solche gab es auch schon vor 50 Jahren, nur wurden die damals nicht für Hetze missbraucht. Man kann es auf Google Scholar nachvollziehen: Dieser Mann hat in der Physik nichts nennenswertes geleistet, wurde trotzdem Professor. Letztlich wurde er dann Claqueur und in dieser Funktion hat er für die Impfung und den gesamten Corona-Terror gehetzt, um die Quälsucht der Politiker wissenschaftlich zu rechtfertigen. Jetzt ist der Klimaschwindel dran, und wieder will er die Leute überzeugen, dass sie sich quälen lassen müssen.”
Ich muss mich mal wieder gegen “DIE versammelte Wissenschaft” stellen. München hat einen neuen Oberbürgermeister und Racingman ist begeistert. Begeistert vor allem über den kürzlich von diesem ausgerufenen Wassernotstand. “Sitzt München bald auf dem Trockenen?” fragt entsetzt die Alpenprawda. Noch vor kurzen erklärten die Münchner Stadtwerke die Quellen des Münchner Trinkwassers am Alpenrand für unerschöpflich und nun müssen sie ihren in den Erklärungsnotstand geratenen Oberquälmeister zu Hilfe eilen, wie einst das Robert-Koch-Institut den Corona-Terroristen. Ja ja, quälen ist halt so saugeil. Da darf man sich auch von der Realität davon abhalten lassen. Traut vor allem euren Augen nicht und lasst euch nicht von der ins Kraut schießenden Natur blenden. Das ist alles nur Nazi-Propaganda. Wir brauchen nicht nur eine Medien- sondern auch eine Sehzensur. Wir müssen diesen elenden Nazis endlich das Wasser abgraben, damit diese noch schlimmer dürsten als die armen Münchner. Es lebe der Wassernotstand!
Kein Problem mit dem Wassernotstand hat offenbar der Grüne Transfluencer Avelo. Die selbsternannte „biologische Schlampe“ ist sogar „feucht“ im Bundestag:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/trans-influencer-ist-im-bundestag-feucht-und-sinniert-ueber-schwaenze/
Sein Auftritt muss als eine der Sternstunden dieser Quatschbude angesehen werden.
Wenn Sie recht haben, gibt es doch gar keinen Grund für Ihr Gemoser, der Natur geht es gut und die Doofen schränken sich Grundlos etwas ein.
Aber den Kassandros und Racingmäusen und co. geht es ja nicht um das Wohl anderer, sondern nur um Ihre Quertreiberei.
Ja, Letzteres kann man so sagen und es ist auch wohl so.
Hin zu kommt noch eine geistige, wie soll man es ausdrücken, ein heilloses Kraut und Rüben Durcheinander.
Kassandro, Sie hätten keine Chance, eine Ausbildung als Rechtsreferendar erfolgreich zu absolvieren, weil Sie Tatsachen und Meinungen nicht auseinander halten können.
heute ist der Bruder von dardanos in sandown gelaufen, war letztes jähr einer der teuersten Torquator Tasso in Baden schwache Vorstellung
Flüchtig gelesen, ohne zu wollen, dass Mutter von Herrn K. aus dem Oberen Harz 93 Jahre alt, Letzterer überm Daumen so alt wie selbst, eigene Mutter schon 50 Jahre tot, 1976 tot und gestorben, in welchem Monat damals, nicht mehr präsent, so die Relationen, der andere aus München mit endlos angelesensem Wissen, selbst denken für ihn irgendwie ein Fremdwort, lesen lesen lesen, mit anderen Köpfen denken, bei selbst gedacht schon die eine oder andere kleine Katastrophe, warum seinen Scheiß sich auch noch rein tun, in Kopf und Gehirn, Klimakrise isso, vor zig tausend Jahren die Arktis schon einmal vom Eise befreit, wieder auf dem Weg dahin, isso und was soll’s.
Für Martillo hier ein paar aktuelle Zahlen aus der Welt des Fußballs:
* Die Bundesliga und 2. Bundesliga haben in der abgelaufenen Saison 2025/2026 einen Ticketrekord aufgestellt.
* Die Begeisterung für den deutschen Profifußball hält an: Bei den 36 Profiklubs betrug der Zuschauerschnitt fast 35.000 pro Spiel – so hoch wie noch nie.
* Die durchschnittliche Auslastung der Stadien lag in der Bundesliga bei 96 Prozent.
* Selbst in der 2. Liga lagen die Zuschauerzahlen pro Spiel nur knapp unter denen der obersten Ligen in Spanien und Italien!
* Der Preis einer Eintrittskarte für ein Bundesliga-Spiel betrug durchschnittlich 31 Euro, in der 2. Bundesliga bei 24 Euro.
Fazit: Deutschland ist ein absolut fußballverrücktes Land, obwohl das Produkt Bundesliga sportlich in Europa nur zweitklassig ist. Außer dem FC Bayern München gibt es keinen Club, der sportlich international auf Top-Niveau mithalten kann.
Die Erkenntnis aus den Fußballzahlen in Bezug auf den Galopprennsport lautet, dass man auch mit einem sportlich zweitklassigen Produkt ein sehr großes Interesse bei der Kundschaft hervorrufen kann. In der Bundesliga wäre sogar noch viel mehr möglich, wenn man sie ausgeglichener und damit sportlich spannender machen würde nach dem Vorbild der amerikanischen Sport-Ligen. Im Vergleich dazu wird der deutsche Galopprennsport einfach todlangweilig vermarktet. Welche politische Partei wählt Henk Grewe und warum? In welches Urlaubsland reist Sybille Vogt am liebsten? Was wurde aus dem Autoreifenhandel von Alex Pietsch? usw. usw. Man weiß nichts über die Protagonisten, die deswegen quasi zu seelenlosen Rennrobotern werden. Man muss spannende Narrative um die interessanten Turfpersönlichkeiten stricken, doch das Direktorium kann das gar nicht.
um hochklassischen Sport zubetreiben brauchen wir Stars sonst läuft das Interesse aus dem ruder deshalb brauchen wir viele Ausländer mit Format
im galoppsport werden die Stars verkauft egal aus welchen gründen und der Schrott wird im Ausland gekauft
Es bringt nichts, sich an eine Vergangenheit zu klammern, die längst vorbei ist.
Wie ich hier weiter oben erläutert hatte, hat der deutsche Turf immer weniger Geld zur Verfügung und nicht mehr die finanziellen Mittel für hochklassigen Sport. Bye bye Blacktype, zumindest Gruppe 1.
Heinz Baltus hatte im Magdeburger Herrenkrug schon zum zweiten Mal das Deutsche Dackel-Derby ausgetragen. Da geht noch mehr. Das neue Team könnte etwa ein „Friseusen-Rennen“ ins Leben rufen. Zehn (fast) nackte Friseusen jonglieren (unter der musikalischen Begleitung durch den Hit von Mickie Krause) ein Tablett mit einem Glas Bier über eine Strecke von hundert Metern. Das Publikum wettet mit kostenlosen Gutscheinen aus dem Programmheft mit, und drei glückliche Gewinner bei der Verlosung erhalten jeweils eine kostenlose einjährige Privathaftpflichtversicherung von der Allianz-Agentur von Präsident Leonhardt. Das wäre Riesen-Halligalli für kleines Geld. Die zehn Friseusen müssten natürlich auch irgendeine Belohnung bekommen, etwa Gratis-Eintritt für ihre Entourage mit Verpflegung.
ich hatte mal ein trabreiten wettbewerb vorgeschlgen. 10 weibliche jockeys gegen 10 trabreiterinnen. in 2 oder 4 läufen,natürlich andere pferde. evt mit miss-wahl vorweg. bildzeitung mit im sattel. aber kein i n t e re s s e !! die marketing abteilung schläft lieber.
So etwas wäre eine gute Idee gewesen! Genau das meine ich. Der Rennsport muss schauen, wie er mit vergleichsweise kleinem Budget trotzdem Veranstaltungen zustande bringt, die Publikum anziehen. In der heutigen Zeit gibt es ja viel mehr Freizeitangebote als zur Zeit meiner Eltern. Vor allem muss das Publikum mehr in Kontakt mit den Aktiven gebracht werden. Vorschlag: Nach der Siegerehrung dürfen die Zuschauer zwei Minuten lang Fragen an den Siegjockey oder Trainer stellen. Diese Idee kostet kein Geld und nur zwei Minuten Zeit, aber der Fan fühlt sich seinen Idolen näher.
If you can look into the seeds of time,
And say which grain will grow and which will not,
Speak then to me.
Das wüßte Shakespeare gerne schon in Macbeth, und das wüßten gerne auch die heutigen Physiker und Zocker gleichermaßen. Wie geht die Zukunft aus? Immerhin wissen manche Leute heute schon die Sterne rückwärts zu deuten, als Prophezeiung ex post, post factum, oder hinterher ist man immer schlauer. Ansonsten müht sich die Wissenschaft mehr redlich und mühselig, mit Abschweifungen und Umkehrungen, in die Irreführungen und Im-Kreis-drehen. Das Higgs Teilchen, lange postuliert, endlich endlich im CERN gefunden, mit Anlauf und viel Getöse. Der guten Mutter reicht eine Klimaanlage, dem Sohn sogar ein simpler Hodeneichelschutz aus Rehleder beim weihnachtlichen Anstieg zum Torfhaus und nach Braunlage. So sieht gelebte Wissenschaft heute aus.
Vor langer Zeit war ich mal zu einer Sitzung bei Deutschlands damaligem Top-Astrologen Winfried Noé in München. Ich war nicht an einer Vorhersage für die nächsten drei Monate interessiert (ist aus meiner Sicht nutzlos), sondern auf das Horoskop mit der Geburtskonstellation gespannt, d. h. mit den Eigenschaften, die mich als Menschen ausmachen. Man könnte sagen: Ich wollte mich als Mensch genauer kennenlernen. Daraus kann man dann Schlussfolgerungen für das eigene Verhalten in der Zukunft ziehen.
Niemand kann die Zukunft präzise vorhersagen, aber man kann durchaus aus Daten der Vergangenheit und Gegenwart Rückschlüsse für die Zukunft ziehen. Wer eine Fettleber hat und nichts dagegen unternimmt, hat eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass er später irgendwelche Probleme bekommt. Eine andere Vorhersage von mir: Kassandro hat ziemlich wahrscheinlich mit seinem Kauf von zwei Kilo Gold vor elf Jahren eine zukunftsweisende Investition getroffen. Die chinesische Regierung ersetzt ganz langsam amerikanische Staatsanleihen durch Gold und baut Shanghai und Hongkong als Handelsplätze für physische Goldbarren auf, die von New York und London (wo vorzugsweise Gold-Papierkontrakte getradet werden) das Gold sukzessive von West nach Ost verlagern. Die Seifenblase des Papierhandels wird dann platzen. Meine Prognose: Irgendwann wird Kassandro, etwas übertrieben sicherlich, in der Lage sein, den gesamten Harz aufzukaufen.
Im Frühjahr 1978 lernte ich K.-H.K. kennen, damals sozusagen „Kanzleramtsminister“ im HHvL-DVR. Man sprach die gleiche Sprache und es entwickelten sich vertrauensvolle Gespräche. So erfuhr ich die ersten Interna des Galoppsports. Einmal meinte er: „… das ist auch so einer, der permanent versucht, höher zu pinkeln als der Druck reicht.“ Ich weiß nicht mehr, wenn er damals konkret meinte, er relativierte auch selbst umgehend: „… ‚höher pinkeln als der Druck reicht‘ ist die hervorragendste Qualität sehr Vieler im Sport, auch unter Denen, die heute das Sagen haben im Sport.“
Ja, das große Wort führen, im Wolkenkuckucksheim weilen und die späten Früchte der schon vergangenen Wirtschaftswunderjahre genießen, fernab der Realitäten, die schon damals eher bescheiden, aber gemütlich provinziell waren („Freizeit für Kumpel und Könige“ war das treffliche Motto). Die goldenen Jahre des dt. Turfs zwischen 1984 und 1994 lagen noch in der Zukunft und überraschten dann wohl selbst die „verantwortlichen hohen Herren“, wie sie damals vom Turfvolk genannt wurden.
Schon damals war man sich vor allem selbst genug, wenn man „Jemand“ im Sport war. … und selbstverständlich hatten alle Anderen keine Ahnung. „Wer nicht mindestens 20 Jahre lang intensiv den Galoppsport studiert hat, der weiß ja nicht einmal, wie man ‚Galopprennen‘ und ‚Vollblutzucht‘ buchstabiert!“, beschied König Ferdy der Omnipräsente eventuell vorlaute Frager, gar Kritiker?
Kannte ich damals schon das Bonmot des Aphoristikers Eugen Roth? „Ein Mensch – und das ist gar nicht selten, der selbst nichts, gilt lässt selbst nichts gelten!“ Wohl nicht, obwohl viele meiner Real- und Gymnasialschullehrer in den noch spießigen 1960er und 1970er-Jahren diesem Menschenbild voll genügten. Auch auf der Rennbahn traf man – trifft man immer noch – diese schadenfrohen Typen, die hinterher immer schon alles vorher gewusst haben woll(t)en – weil sie eben „Turfexperten“ waren und die Anderen halt nur bedauernswerte kleine Fritzchen, vll. auch Ließchen Müller, die immerhin zum Wettgewinn des allweisen Ahnunghabers beitrugen.
In späten Studienjahren an der Uni war irgendwann „Entscheidungslehre“ Lehrstoff. Das war wirklich spannend! Bevor es dabei ins Eingemachte ging, erhielt man eine ausführliche Vorstellung der sog. „mentalen, kognitiven Wahrnehmungsverzerrungen“, die einen Jeden von uns und nicht zuletzt die vielen Mitglieder der „großen Familie der Galoppsportfreunde“ – ob dumm oder schlau, ob gelehrt oder unbelehrbar, ob wagemutig oder risikoscheu – mehr oder weniger im täglichen Leben begleiten und uns – verflixt nochmal – immer wieder hindern, vernünftige / rationale Entscheidungen zu treffen: unzureichender Informationsstand, Selbstüberschätzung, Kontrollillusion, Streben nach kognitiver Dissonanzfreiheit, Voreingenommenheit / Vorurteile, Vertauschen von Ursache und Auswirkung, sich-selbst-erfüllende Prophezeiungen, nur Sehen, was man sehen will, … es gibt weitere kognitive Beschränkungen.
Und das Alles schon lange bevor das Internet und seine (Turf-) Foren erfunden wurden – die heute wie probate, leicht zugängliche Freiübungswiesen für (Galoppsport-) Geistesgrößen jedweder Art und Provenienz, persönlicher Reife und intellektueller Qualität, gar Charakter- und Herzensbildung daherkommen! Manchmal zur kurzweiligen Erbauung, deutlich öfter zur Erregung anwidernder Abscheu des Beobachters. Sic gloria mundi.
Übrigens: Eugen Roths weiser Sinnspruch hat sich inzwischen zum sog. „Dunning-Kruger-Effekt“ (sic!) weiterentwickelt – der besagt: „Je inkompetenter im intellektuellen und charakterlichen Auftreten ein menschliches Sein daherkommt, desto zweifelsfreier ist dieses überzeugt, dass nur es allein die einzig richtige, gültige und allein wahre Ansicht über ein Vorkommnis, einen Diskussionsgegenstand oder eine Person besitzt. Somit nur ihm allein eine Beurteilung zusteht!“ Es lebe die sich selbstermächtigende Autokratie!
Aber was sind schon dieser universalgeniale, aufmerksamkeits-heischende Graf Kassandrula aus dem mitteldeutschen Transsilvanien oder gar dieser Tepping, wenn der „mächtigste Mann der Welt“ – oder wer immer sich dafür hält – täglich einen Wortschatz und eine geistig-sittliche Qualität offenbart, mit denen man an „meiner“ ehemaligen Realschule anno 1972 wohl nicht das Abschlusszeugnis erhalten hätte. Jeder blamiert sich halt, so gut er kann – mit allem selbstgewissen Elan und wohin auch immer es führen mag!
Was im Übrigen das hierorts hochgelobte Studium der Mathematik angeht – schon B.Pascal, I.Newton, K.F.Gauss galten überlieferten Quellen zufolge ihren Zeitgenossen als im täglichen Umgang eher unangenehm, um es gelinge auszudrücken. Derjenige, der vor noch nicht allzu langer Zeit „Fermats letzten Satz“ bewies, an dem sich jahrhundertelang selbst „große Mathematiker“ vergeblich versuchten, ist darüber zumindest zeitweise geisteskrank geworden. Ob er sich seitdem völlig erholt hat?
Egomanie, Soziopathie, Autismus, vermeintliche Genialität – die Übergänge erscheinen fließend.
Kassandrusch ist, nebenbei bemerkt, nicht einmal der einzige selbstgerechte, sich allwissend-gehabende Rappelkopf, der sich auf ein Mathematik-Studium beruft und dem ich in den vergangenen 55 Jahren im heimeligen Turfmilieu begegnet bin. Offenbar hat jede Familie ihre schwarzen Schafe. Doch nun Friede ihrer Asche.
Trotz Allem wollen wir uns von denen nicht die Lebensfreude verderben lassen, auch wenn es ohne sie schöner wäre!
Es ist mal wieder Zeit für einen Tepping Spruch:
Selig sind die Bekloppten, den sie kommen in den Himmel.
Wo immer das ist..
Ach ja, die kultigen alten Zeiten. Mir hatte mal ein Mitarbeiter erzählt, wie man früher beim Blick aus dem Bürofenster den Kallifen und seine spätere Frau (damals noch beide anderweitig liiert) auf dem Parkplatz beim Sex beobachten konnte. Und dann der Glücksspiel-Typ, der sich bei den Indianern Geld zum Zocken borgte. Tempi passati. Heute gibt’s nur noch einen Ich-war-bei-der NATO-Mann. Wenn man vom Brüsseler Flughafen mit dem Bus in die Innenstadt fährt, kommt man beim NATO-Hauptquartier vorbei. Also könnte ich jetzt auch behaupten: „Ich war bei der NATO“…
Der Himmel ist im Himmel, oder bei der Nato, fernab der Vollblüter.
Die (gute?) Nachricht zuerst: Tepping gibt es wirklich!
Wie mir zum Diana-Tag in D‘dorf ein einstiger Weggefährte von T. bestätigte. Bisher dachte ich, es sei ein KI-gesteuertes Fake-Profil, das einer unser mit allen Wassern gewaschenen, omnikompetent-allweisen und stets Recht habenden Egomanen zu ihrem gar luschtigen Schabernack ersonnen haben. Wieder mal falsch gedacht – Graf Kassandrula von Dunning-Kruger y mtl.-dt.-Transsilvanien wäre dies selbstredend nicht passiert. Der ist nämlich nicht so naiv … aber wem sag‘ ich das? Es irrt der Mensch, solang‘ er lebt – zuweilen treibt dies den sog. „wissenschaftlichen Fortschritt“, den es allerdings in der Hoch-Kassandrologie nicht geben kann / mag.
Als der Galoppsport noch als illustrer, eleganter, vornehmer und fairer Gentleman-Sport galt und er sich anheimelnd als „Freizeit für Kumpel und Könige“ präsentierte – also während meiner Galoppsport-Prägejahre als Teen, hörte ich die „alte Turfweisheit“ „… Gib‘ Dein Pferd immer nur in die schlechteste Klasse – da kann es vll. gewinnen. Begib‘ Du Dich aber immer nur in die beste Klasse, denn nur da kannst Du gewinnen!“
Nun, Kumpels gibt es nicht mehr und was da an Königen (im Realen?) noch existiert? Was da öfters aus ihren Palästen kolportiert wird, klingt allzu oft wie von den Hempels von nebenan. Sei’s drum. Das sind wohl auch nur Fake-News der neidischen, volksverdummenden Lügenpresse. Fragen’s den US-MAGA-Donald, der andere Menschen – am liebsten solche, die vermeintlich etwas mehr unter der Mütze haben als himself – in Volksgerichtshof-Freisler-Manier diskreditieren kann wie im Blücher-Blog nur der Graf Kassandrula. Der selige Michel Blau hätte angesichts solcher Vorkommnisse wohl diagnostiziert: „… den hab‘n Se als Kind missbraucht!“
Und ob man gerade im Turfmilieu, jener vielbeschworenen „großen Familie“ die „beste Klasse“ finden kann? Bei den Teppings?
Nun ist das Großkotzige, das Gernegroße, das Engstirnige, das vermentlich Besserwisserische, das Verbissene und Verbiesterte, das Tunichtgute und Taugenichtsige, das Selbstgerechte und -gefällige zum Maßstab der Galoppsport-Kompetenz und des -Charakters geworden – von vor- und überlaut lärmenden Selbstdarstellern, Blendern, Posern, Opportunisten, Ex-NATO-Beschäftigten, servile oder sich dominant gehabende Karikaturen ihrer selbst.
Und die wenigen noch verbliebenen Aufgeschlossenen / Anständigen / Gebildeten / Kultivierten / Liebenswürdigen – ja, es gibt sie (noch) – einige von ihnen sind mir wohlbekannt! – wenden sich angewidert ab.
Who makes Turfdeutschland great again? Die Teppinge?
Was ist eigentlich mit der Inteligenz-Elite los, dass die Klugscheißer sich im Rudel auf eine unterklassige Stallratte stürzen müssen?
Erfolglos, wie es bisher aussieht.
Ich hätte auch vermutet, dass Tepping ein von Blücher gesteuerter Computer-Bot ist, um den Blücher Blog noch irgendwie am Leben zu erhalten.
Tepping war nur bis 1994 in der Vollblutzucht aktiv. Viele Überlebende (außer Karl Jörg), die das Fossil noch kennen, dürfte es da nicht mehr geben.
Karl Jörg – Gebhard Apelt – Ulrike Castle – Günther Schmidt – Thomas Grote
Na Mäuserich, gefällt Dir die Antwort mal wieder nicht, oder warum stürzt Du Dich nicht auf diese Spastis?
Weiß Sherlock Apelt, dass Sie ihn Spasti nennen?
Im Gegensatz zu Ihnen, kennt er mich.
Und er nimmt den “Spasti” mit Humor?
Selbst der Frichter fährt auf dem Tepping ab, und sieht sich mit seiner bitteren Weltsicht zum Einschreiten genötigt. Ja ja, wir Mathematiker sind schon ein arrogantes Völkchen, das nicht gerne andere gelten lässt. Das ist gut so, denn so stoßen wir manchen von seinem hohen Roß herunter. Ein bißchen an der Mathematik hat auch unser Frichter geschnuppert und hat damit sogar einen Doktor-Titel erworben. Und dieses Licht stellt er gern über den Scheffel. Unvergessen, wie er einst seinen Intimfeind, den Experten beim Thema Lord of England damit in die Schranken weisen wollte. In der Gewissheit, dass sowieso keiner durchblickt, rechnete er im Galopper-Forum vor, dass dieser ein Underperformer ist. In Wirklichkeit zeigten aber seine eigene Rechnung, dass der Lord ein klarer Outperformer war. Der Rest war dann Schweigen, bis heute.
Im Gegensatz zur Rennmaus, kann Gebhard Apelt das Wort Ironie nicht nur schreiben.
WACKEN vs. GALOPP
Aktuell findet in Schleswig-Holstein wieder einmal das „Wacken Open Air“, ein Festival mit Heavy Metal-Musik, statt. Was hat Wacken mit dem Blücher Blog gemeinsam? Beide sind sozusagen ein Club der alten weißen Männer. Im Blog findet sich die Gemeinde der rennsportlichen Turf-Romantiker zusammen, für die der Rennsport immer noch so ist wie zu Zeiten von Hans-Heinrich von Loeper, als die Betreffenden den Galoppsport neu für sich entdeckten. Auch das Wacken Open Air begann einmal ganz klein auf einer Wiese, wo ein bisschen Musik gemacht wurde. Doch die beiden Gründer haben die Mehrheit der Gesellschaftsanteile längst verkauft. Knapp 70% von Wacken Open Air gehören jetzt dem durchaus umstrittenen amerikanischen Finanzinvestor KKR, und der will natürlich Rendite. Die Fläche des Festivals wurde enorm vergrößert und die gesamte Infrastruktur professionalisiert. Es gibt sogar einen Sonderzug, den Metal Train, der im schweizerischen Zürich beginnt und der in mehreren deutschen Städten Station macht und die Fans nach Wacken bringt. Eines ist ganz klar: Wacken setzt voll auf Kommerzialisierung. Es gibt sogar eine eigene Biersorte, das Wacken Premium Pils. Die Fans lieben Wacken: Ausverkauft.
Wacken kann man gut finden oder nicht, aber es ist jedenfalls ein klares unternehmerisches Konzept zu erkennen. Im deutschen Galopprennsport ist das nicht der Fall, sondern man wurschtelt einfach so weiter wie bisher. Nicht aus Überzeugung, sondern weil niemand im Vorstand von Deutscher Galopp einen Plan hat.
Mein Konzept ist seit fast dreißig Jahren ein Hybrid-Turf nach dem Vorbild des deutschen Eishockeys: Oben eine Top Galopp GmbH als Franchising-Betrieb mit den sechs großen kommerziellen Rennveranstaltern in Berlin, Hannover, Düsseldorf, Köln, Baden-Baden, München, und darunter ein gemeinnütziger Turf mit den kleinen Rennvereinen. Der Vorstand von Deutscher Galopp ist aber nicht in der Lage, ein eigenes Konzept dagegen zu setzen.
Das Wacken Open Air hat sich aus kleinsten Anfängen von einer Hobby-Gaudi auf einer Wiese in der holsteinischen Provinz zu einem Big Business Event durch einen amerikanischen Finanzinvestor gemausert. Beim deutschen Galopprennsport ging die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten dagegen abwärts. Bereits im September 1972 gewann der Schlenderhaner Lombard den Olympia-Preis in Riem, dotiert mit 250.000 DM, umgerechnet heute 125.000 Euro. Zu berücksichtigen ist dabei die Inflation innerhalb des letzten halben Jahrhunderts.
Hallo Racinman,
ich habe Zahnschmerzen und kann nicht schlafen, deshalb mal ein Beitrag von mir.
Wer soll den in Ihrem Konzept “Galopp GmbH als Franchising-Betrieb mit den sechs großen kommerziellen Rennveranstaltern” das Äquivalent zu den Spielern der Eishockeyclubs sein?
Die Besitzer der Pferde?
Man kann sicher viel zum Thema “gesamtdeutsche” Vermarktung beim Pferderennsport sagen, aber das Modell ist völlig an der Realität aus Zucht, Besitz, Training und Rennen vorbei.
Und wenn man es will, findet man auch genug Zeichen für Verbesserungen. Und Erfolge. Gerne genommen..Bad Harzburg
Endlich spricht mal ein gehoben Gebildeter Akademiker aus, was ich schon seit Jahren sage;
Mit Pferden und besonders im Rennsport, kann man kein Geld verdienen, die sind einfach zu teuer und unberechenbar. Sportler sind erst teuer, wenn einigermaßen klar ist, dass sie es können, Rennpferde kosten schon viel Geld, bevor sie überhaupt geboren sind.
Und dann kommen noch die vielen menschlichen (Ab)Gründe dazu.
Warum sollte die Frage, wer das Äquivalent zu den Spielern der DEL sein soll, relevant sein? Und zur besseren Erläuterung des Franchisingmodells: Rechte und Pflichten sollten zweckmäßigerweise fair zwischen Franchisinggeber (Zentrale) und Franchisingnehmer (Rennbahn) aufgeteilt sein. Für lokale Sponsoren wäre der Franchisingnehmer vor Ort zuständig, für die Großsponsoren die Zentrale. Es geht darum, eine Marke mit vergleichbarem Standard zu etablieren. Das funktioniert nicht, solange Billigheim und Iffezheim in derselben Liga spielen.
Mein Modell habe ich zum ersten Mal im Jahre 1998 auf der Turfkönig-Website von Maike Hanneck, die es neben dem Forum gab, vorgestellt. Damals waren die Voraussetzungen im deutschen Turf noch wesentlich günstiger, doch leider hat man die Themen Internet und Sportwetten ziemlich verpennt. Mittlerweile sind die Pferdewetten allein keine Existenzgrundlage mehr, so dass der Rennsport langfristig nur noch eine Chance hat, wenn man auf großen multifunktionalen Anlagen durch andere Aktivitäten quersubventioniert. Mehrere Rennbahnen bemühen sich darum. Es werden aber erhebliche Geldmittel dafür benötigt, die im gegenwärtigen System nicht zur Verfügung stehen. In einem Franchising-Unternehmen wie der Eishockey-DEL gibt es wie in den amerikanischen Sportligen NFL/NBA/MLB/NHL eine Eintrittsgebühr.
Wenn Michael Vesper ein Leader mit inhaltlichem Konzept wäre, würde er den reichen Galoppern sagen: „Leute, Ihre müsst euch jetzt entscheiden. Hopp oder topp. Entweder wir fahren den deutschen Galoppsport auf Amateurstatus zurück oder aber ihr reichen Säcke haut da richtig die Kohle rein. Auch auf die große Gefahr hin, dass sie später weg ist.“ Es sind zweifellos gewaltige Investitionen nötig, um diese neuen Unterhaltungszentren zu bauen, aber das Geld wäre vorhanden. Allein der Jacobs- Clan ist mehr als fünf Milliarden schwer.
Die Galopperfürsten wollen aber nicht mal Kleingeld investieren, weil sie selber nicht an den Erfolg glauben. Das kann ich nachvollziehen, denn ich glaube auch nicht an den Erfolg, zumindest in Deutschland nicht. In dem Fall sollten die Galopper so ehrlich zu sich selbst sein und den Rennsport gleich auf Amateurstatus downsizen, denn was jetzt passiert, ist, dass man dem schlechten Geld noch gutes hinterher wirft. Ein Tod auf Raten. Selbst Harzburg als „Rennbahn der Herzen“ bekommt ja keine ausreichenden Starterzahlen mehr zusammen. Dieser Trend wird sich analog zu den Trabern fortsetzen. Wenn wir uns in fünf Jahren wieder über das Thema unterhalten, wird es ganz trostlos aussehen.
„Zeichen für Verbesserungen“ laut Kurfürst? In Harzburg wohl eher nicht. Die Zahl der Renntage ist zurückgegangen, die Zahl der Hindernisrennen auch, die Zahl der Startpferde dito. Nur das ehrenwerte Engagement von Stephan Ahrens hält den Laden am Laufen, aber auch er kann den Lauf der Zeit nicht ewig aufhalten.
Noch ein Beispiel, warum man Billigheim und Iffezheim nicht in einer Liga mit denselben Regeln spielen lassen darf: Das neue in Köln beschlossene Erfordernis, dass die Rennen mit mindestens 5.000 Euro dotiert sein müssen, hat so einigen kleinen Veranstaltern wie etwa Sonsbeck den Stecker gezogen. Es war „Weidenpesch“, das den Galoppsport in Sonsbeck beendet hat – sicherlich ohne darüber nachzudenken, denn Michael Vesper war noch nie in Sonsbeck oder Billigheim. Wegen der grundverschiedenen Startbedingungen braucht man eine Zweiteilung des Turfs mit unterschiedlichen Vorschriften. Man könnte auch nicht „Tepping“ (so nennt ein treuer Blog-Leser den Theodor) und Racingman in derselben Schulklasse unterrichten, weil die Voraussetzungen dafür einfach zu unterschiedlich sind. Genau wie im deutschen Galopprennsport.
Bescheidenheit ist eine Zier, doch Racinmaus lebt ohne ihr.
Ich habe noch keinen getroffen, mit dem ich nicht hätte, angeregt, reden können. Sie haben das mit der Intelligenz offensichtlich nach, wie vor nicht begriffen.
Der visionäre Unternehmer Walther J. Jacobs hatte bereits 1972 das vorausgesehen, was die Scheuklappenträger heute anno 2026 immer noch nicht einsehen wollen. In einem vom Kölner Direktorium herausgegebenen Turf-Buch schrieb er in seinem Beitrag mit dem Titel „Rennsport im Jahre 2000“ unter Anderem dies:
* „In etwa 30 Jahren wird sich eine Konzentration auf deutsche Großbahnen ergeben haben, von denen im Westen vielleicht nur drei, im Süden etwa zwei und im Norden wohl ebenfalls nur zwei Bahnen wirtschaftlich existenzfähig arbeiten werden.“
* „Vielleicht wird es in einigen Jahrzehnten neben gesunden, wirtschaftlich geführten Rennvereinen auch Gesellschaften geben, die gewinnorientiert ausgerichtet und betrieben werden.“
* „Neben den zu erwartenden großen Rennplätzen wird es kleine Plätze geben müssen, die dem Leistungsgrad der Pferde entsprechend kleinere und geringer dotierte Rennen ausschreiben und damit insbesondere unserem Reiternachwuchs eine Chance einräumen.“
* „Eine weitere kommerzielle Ausnutzung der Großbahnen ist denkbar und sicherlich auch erforderlich. Hier denke ich insbesondere an erweiterte Restauration für die Stimulanz und Motivation des Publikums. Hotels, Schwimmbäder, Eisbahnen und Autokinos würden weiteren finanziellen Rückhalt bieten. Die Rennbahn als Freizeitzentrum einer Großstadt wird das Publikum ansprechen und aufnehmen, dass sie für ihr Fortbestehen braucht.“
Leider wurde diese wirtschaftliche Jacobs-Philosophie im deutschen Rennsport nicht gelebt, so dass wir heute da stehen, wo wir eben stehen. An eine Änderung glaube ich mit dem bestehenden Personal nicht.
Höflichkeit, diese chinesische Kardinaltugend, so sekundär wie Sauberkeit, Pünktlichkeit usw. , irgendwo würde es auch aufhören, wenn irgend jemand morgen Nachteule vorbei ließe, nur dass Letztere ihre weiße Weste behielte, Nacht Eule irgendwie tut ihr Name einem nicht gefallen, tun.
Letzte Meldung: Stall Nizzas Nachteule raus aus der Diana, was immer das heißen mag.
Nachteule Stall Nizza dann dürfte ja wohl Night Tiny von Platini ihre ur ur Großmutter gewesen sein.
Höflichkeit ist nicht nur in China eine Tugend, doch wie die Zier nicht für jeden…
Und zu Night Teeny hatten Sie einen etwas engeren Kontakt.
Höflichkeit hat man einfach oder auch nicht.
Nur bei Besuchen in Wittekindshof, sie ist nach 94 geboren, ihre Mütter, bis zu Nigeria habe ich gut gekannt.
Gestern Abend kam es westlich von Neapel beim Supervulkan in den Phlegräischen Feldern zu einem deutlichen Erdbeben (4,7) mit erheblichen Schäden wie zerbeulten Autos, die von herabfallenden Gegenständen getroffen wurden. Im Stadtteil Agnano, wo sich die Doppelrennbahn befindet, knickte ein Hochspannungsmast ein. In den Phlegräischen Feldern hat es in der letzten Zeit schon mehrfach kleinere Erdbeben gegeben, und Geologen messen da unterirdisch eine erhebliche Aktivität.
TURF-TIMES schreibt aktuell über die inländische Beteiligung an Gruppe 1-Rennen dies: „Das gilt noch mehr für den Großen Preis von Baden. In Deutschlands wichtigstem Grand Prix sind beim jüngsten Streichungstermin nur noch neun einheimische Galopper startberechtigt geblieben, die teilweise wegen ihrer Klasse nicht einmal ernst zu nehmen sind. Neu ist diese Ausgangslage leider nicht.“
Die Martillo-Argumentation lautet, dass wir starke Ausländer in solchen Rennen brauchen, um das Rating für den Gruppe 1-Status hoch zu halten. Das ist sportlich gesehen richtig, aber eben nur die sportliche Seite der Medaille. Daneben gibt es die finanzielle Seite. Aber auch rein sportlich gesehen haut die Argumentation immer weniger hin, weil die Ausländer wissen, dass sie gar nicht die erste Garde nach Deutschland schicken müssen, um hier das Preisgeld abzugreifen. Gruppe 1-Rennen in Italien sind längst Geschichte und dies völlig zu Recht, und auch in Deutschland wird es in diese Richtung gehen. Finanziell wäre das Geld effektiver investiert, wenn die rennsportliche Basis gestärkt würde. Janina Reese gibt es nicht mehr, jedenfalls nicht als Profi-Trainerin, aus rein finanziellen Gründen. Die fachliche Eignung als Trainerin hatte sie ja nachgewiesen.
Eine Info für Mama Wittmann (93): Es ist völlig normal, dass die steinalte Mutter von Graf Kassandrula unter der Hitze leidet. Meiner Mutter hatte im mittleren Lebensalter die enorme Hitze in Südspanien nichts ausgemacht, aber dann im höheren Alter haben ihr die vergleichsweise moderaten Temperaturen in Österreich und Deutschland schon ziemlich zugesetzt. Das Problem betrifft offenbar vor allem ältere Frauen/Menschen.
Wer hätte das gedacht,
Frauen sind auch Menschen.
Man würde den Diana Sieg morgen H.H.Miebach gönnen, Night Breath, auch die Linie bis hin zu Nigeria, Nigeria Gestüt Erlenhof, aber auch bei Soreanga hatte H.H.Miebach mit Salonrolle und Salontasche seine Finger im Spiel, wie alt mag er jetzt sein, 90 vielleicht, damals als Kind an der Dorstfelder Brücke mit dem Zug immer an der Leuchtschrift Miebach vorbei zum HBF. , von Dorstfeld nach HBF. , zum HBF. , wie alt mag H.H.Miebach damals gewesen sein, so um die 25, ob morgen noch andere Protagonisten seiner Couleur starten, keine Lust jetzt nachzugucken, H.H.Miebach zB ganz andere Ware als Herr Dingens aus dem Süden, auch seine Pferde ganz andere Ware inkl. derjenigen aus Erlenhof usw. , bei allen geht einem das Herz auf, während bei Herrn Dingens Herz und Kopf zugehen, Nightrockette oder Salontasche zwei Qualitäten besser als Dingens, Nella da Gubbio zwei bis drei Qualitäten besser, er hätte damals in Spanien bzw. Österreich bleiben sollen, das wäre für den hiesigen Blog besser gewesen, soll morgen Night Breath gewinnen, wenn nicht Night Breath, dann die Nachfahrin von Salonrolle und Salontasche.
Jahrgang 1934.
In den Medien ist gerade die marokkanische Flüchtlingswelle in die spanische Exklave Ceuta das große Thema. Dabei fällt mir ein, dass ich als Kind oder Jugendlicher mal mit der Familie einen Tagesausflug vom spanischen Festland rüber nach Ceuta gemacht habe. Die Meerenge von Gibraltar ist ja nur 14 km breit, so dass man ratzfatz in Afrika ist. Weil es in Ceuta aber keinen Pferderennsport gibt, will ich hier ein anderes Medienthema aufgreifen.
Der Fall HUNTER VALLEY
Im französischen Rennsport ist derzeit der Fall des Stalles Hunter Valley ein spannendes Thema, weil dem Pferdebesitzer die Zulassung sowohl für den Trabrennsport als auch für den Galopprennsport entzogen wurde. Der Stall Hunter Valley darf also vorerst keine Rennpferde mehr an den Start bringen. Dieses Verbot wurde nicht von den Dachverbänden der Galopper und Traber, sondern vom Innenministerium in Paris ausgesprochen. Das wäre in Deutschland natürlich völlig anders, aber: Andere Länder, andere Sitten. Ein weiterer Unterschied zu uns ist die intensive Beteiligung der Glücksspielpolizei, auf die das Verbot entscheidend zurückgeht. Es ist wirklich völlig anders als bei uns, wie sehr die Pferdebesitzer in Frankreich auf Integrität gecheckt werden.
Der Stall Hunter Valley betreibt einen großen Rennstall und Gestüt für Traber in der Normandie und scheint hauptsächlich davon zu leben, dass man Traberjährlinge mit guter Abstammung in Anteilen verkauft. Dem Eigner von Hunter Valley wird offenbar eine unzutreffende Steuererklärung vorgeworfen, die mit der Insolvenz seiner Holding im Frühjahr in Verbindung zu stehen scheint. Er hat Jeden, der etwas Unzutreffendes schreibt, mit juristischer Verfolgung gedroht, also heißt es medienrechtlich aufmerksam zu sein. Man darf ihn aber wohl als bunten Vogel beschreiben, der schon verschiedene Unternehmen an den Start brachte, etwa eine Firma für Handy-Recycling und eine Diskothek. Sein neuestes Projekt, das er im Februar 2025 bei Equidia-TV vorstellte, bestand darin, dass er dem PMU Wetten mit Kryptowährungen schmackhaft zu machen versuchte.
Er erinnert mich an einen bestimmten Tausendsassa im deutschen Pferderennsport, der schon mit diversen, ähm, pfiffigen Ideen als Geschäftsmann auffiel. In manchen Dingen ähnelt sich der Rennsport in Deutschland und Frankreich also doch. Auch die unterstützende Reaktion seiner vielen gutgläubigen Fans auf der Facebook-Seite von Paris-Turf, die klingen, als wären sie alle Verwandte von Un Coeur B.
Zum Vergleich mit dem deutschen Galopprennsport: Deutscher Galopp hatte nichts dagegen, dass Putin’s Best Buddy, der tschetschenische Kriegsverbrecher Ramzan Kadyrov, ein gutklassiges Pferd in Weidenpesch vom „Ex-Sowjet“ Waldemar Hickst trainieren ließ. Auch sonst störte das damals niemanden im deutschen Turf.
Wenn Sie doch nicht ständig so dumm – dreist lügen würden…
Im deutschen Galopprennsport ist meines Wissens noch nie ein neuer Besitzer wegen seines Leumunds zurückgewiesen worden. In Frankreich ist das anders. Es haben schon einige Personen den Fehler gemacht, sich zunächst Galopper zu kaufen und erst hinterher die Zulassung beim Dachverband zu beantragen. Auch der Schauspieler Alain Delon war einer von ihnen. Nachdem er bei den Galoppern nicht landen konnte, ging er zu den Trabern, wo die Regeln laxer waren. Mit dem Traber Equileo gewann er sogar die Traber-Weltmeisterschaft, doch nach etlichen Erfolgen verlor er irgendwann den Spaß am Rennsport wieder.
Ich bin sicher, hier kennt noch jeder die Geschichte von und um Zazou, nur der Oberstaatsanwald Racingmäuserich nicht…
Was wollen Sie mit Ihrem Politiker-Geschwurbel denn ausdrücken? Von mir gibt es immer inhaltlich glasklare Aussagen, von Ihnen dagegen nur Halbgares. Zazou war mal ein Rennpferd von Ramzan Kadyrov, und was wollen Sie damit sagen? Los, Butter bei die Fische!
Jeder weiß es, nur Sie Luftnummer nicht, Sie haben einen PC, guck selber nach.
Typisch Tepping. In Amerika heißt TACO „Trump always chickens out“, bei uns „Tepping always chickens out.“
Klartext-Profi Racingman sagt es nochmals:
Ich finde es skandalös, dass der Galopper-Dachverband einen Kriegsverbrecher als Besitzer willkommen hieß, und ich finde es ebenfalls skandalös, dass ein in Deutschland tätiger Trainer so jemanden als Kunden akzeptierte. Dass ein Tepping an der Sache offenbar nichts Anrüchiges findet, wundert mich nicht.
Ich kenne keinen, der in so kurzer Zeit, so viel Stuss absondert ohne sich selbst zu bekotzen.
Sie Oberstaatsanwald reden sich um Kopf und Kragen. Sie verteidigen die Existenz von Kriegsverbrechern im deutschen Turf. Lernen Sie erst einmal Deutsch!
Jetzt siezt der Spin… sich auch noch selber, oh Racingmäuschen
Der Blücher Blog liefert immer zuverlässig Munition gegen den deutschen Turf. Tepping hilft fleißig dabei.
Der Blog ist gut, nur die Blogger haben teilweise den Schuss nicht gehört. Insbesondere dieser Racingflop hat ein Problem mit Munition die ihm in der Buxe explodieren…
wo er recht hat,hat er recht.aber wir brauchen alle. darum wede aucg die gebühren immer weiter erhöht,damit die ordentlichen abspringen
Wenn alles stimmt, gewinnt die Beste leicht und locker. Eddie hat zum Glück Glück gehabt mit der Startnummer, und das beste draus gemacht, als es zur ersten Ecke in Düsseldorf ging, und er sich nicht auf ein Rennen auf Biegen und Brechen einließ. Sondern sich etwas zurückhielt. Dahinter wurden viele Rennen bereits verloren, weil sich die Pferde gegenseitig aus der Kurve trugen. Es wurde viel Sprit verbraucht, später, bei der vergeblichen Aufholjagd den Berg rauf.
Die Siegerin Soleanga ging innen immer locker an der Wandlang, den Berg rauf, und nur am Übergang eingangs der Geraden sah es kurz etwas holperig aus. Da stutzen viele Pferde und versuchen teilweise, rüber zu hüpfen. Aber das war schnell erledigt, und dann war sie frei und ging leicht und locker weg. Überlegen. Nicht hoch, aber immer überlegen.
Wie schön für Eddie, auf seine alten Tage, sowas noch mal vortragen zu können, mit aller Routine und Delikatesse, trotz neuer Hüften. Vor versammelter Mannnschaft in Düsseldorf, in der Diana. Wir haben Soleanga bei etwas mehr als dem Derby Sieger Dardanos, aber das spielt eigentlich keine Rolle. Dardanos, Soleanga, Gostam. Allein diese drei legen Zeugnis ab vom Trainer Andreas Wöhler und seiner Truppe bei Gütersloh.
Mit Martessa hat er seinen ersten internationalen Erfolg auf höchstem Parkett gehabt. In Longchamp, im Prix Opera. Das ist doch ein Zeichen!
Soreanga. Nicht Soleanga.
WHISTLEBLOWER
Auf der Website der Madrider Galopprennbahn La Zarzuela habe ich ein Feature entdeckt, das ich so vorher noch nie im Turf erlebt hatte: einen Whistleblower Channel für Angestellte, die etwas mitteilen möchten. Warum aber nur für Angestellte? Diese Frage bleibt offen. Der Mitteilende kann anonym oder mit Kontaktdaten tätig werden und er hat die Wahl, ob er auf Spanisch oder Englisch schreiben möchte. Der Mitteilende kann Sachen schreiben, die unethisch, illegal oder gegen interne Vorschriften sind. Der Whistleblower Channel soll Schweinereien zu Tage fördern, die ansonsten unentdeckt bleiben würden.
H.H.Miebachs Stutenlinie Salonrolle Salontasche letztlich doch zu stark für die Konkurrenz inkl. der aus dem Ausland, so einfach ist es dann doch nicht in Doitschland zu gewinnen, irgendwie haben sie jetzt Wettpools eingerichtet, die bis nach Hongkong und weiter reichen, es kommt einem so vor, dass nicht was gewettet wird wichtig ist, sondern dass gewettet wird, gut für den einen oder anderen, Gruppe1 in HH, Gruppe1 in München, Gruppe1 in Düsseldorf, kurz vor Start immer Schüppen Geld auf die Favoriten, die dann irgendwie scheitern, das Favoriten Geld scheint irgendwie zu beruhigen und sorglos zu machen, bei so viel Preisgeld kann sich Favoriten Geld doch in der Regel nicht irren, Finanzmärkte sind ein Hort der Rationalität und Anleger kühle Rechner, die ihren Nutzen maximieren, die Wirklichkeit sieht anders aus, die Geschichte von Börse und Geschichte der Pferde Wetterei ist eine von Obsessionen, Irrtümern und Übertreibungen, je nachdem, wie man geschlafen hat oder wie man sich fühlt, Algorithmen helfen da auch nicht viel weiter, oder, keine Ahnung, weiß nicht, man lernt nur dann und wann etwas, und man vergisst den ganzen Tag, ein Dieb der wertvollen Zeit, die einen am Nasenring herumführt, alle und alles strebend, leidend, irrend – wenn da nicht Salonrolle und Salontasche wären.
Plaudertasche paßt auch in diese sehr ambitionierte Namengebung des Herrn Miebach, nämlich vorzüglich verkörpert in der Person des Herrn Torsten Castle. Der hat gestern wieder alle Register seiner Kunst gezogen, fast mehr, wie meine Mutter gerne sagte – der Schelm, der mehr bringt als er hat. Er hat die Veranstaltung des Düsseldorfer Rennvereins akustisch dominiert vom Start bis zum Ziel, mit Weile, wie man im Rennsport weiß.
Als Vorbild dient ihm unüberhör- und sichtbar Peter Alexander, der ewige Clown aus Zuckerwatte und Schmalz, der unsterbliche Schwiegermutter Erreger und Schwarm, der seifigste und öligste unter der falschen Sonne der Lampen über der Bühne.
Den Jubelperser Einpeitscher gab er gestern den ganzen Renntag. Dampfplauderer hinter der Startmaschine zusätzlich und seit Hamburg neu im Programm des Gesalbten, eine schmierlappige sogenannte Livereportage über schwitzende Pferdedamen und Kinkerlitzchen sondergleichen, die keiner braucht und keiner will. Eine Usurpation des Geschehens, des natürlichen Ablaufs der Dinge, eine aufgedrängte Bereicherung gegenüber einer anonymen Zuhörerschaft, die sich nicht wehren kann. So schnell kann man gar nicht den Ton austellen. In Hamburg fing es an, in Düsseldorf ging es schamlos weiter.
Dieser Mann ist seit Jahren dabei, das Drama Rennsport zu kapern, und sich selbst an die Spitze der Veranstaltung zu setzen. Er macht den Maitre du plaisier, er setzt den Ton, er schreibt das Drehbuch. Und keiner hält ihn auf. Das Kulturgut geht unter, im BlaBla und Huch und Hach der immer sehr verehrten Damen und Herren. Gipfelnd im Tadel des Düsseldorfer Publikums, das könne man jetzt aber besser; nämlich, noch besinnungsloser Klatschen und Jubeln. Schmierig und cringeworthy, um es englisch zu sagen.
Plaudertasche hätte es tatsächlich geben können.
Wir hatten mal eine
Proving Flight,
Prestissimo v. Presto war ihr einziges besseres Pferd, war für seinen Besitzer und Züchter Dr. Springorum, bei Sauer in Training.
plaudertasche hätte von PLANTEUR sein könn,leider nicht gut genug
Früher und damals war noch alles schön, ruhig, nur das absolut notwendigste kam aus den Lautsprechern, da war ein Tag auf der Rennbahn noch ein Erlebnis, noch nach Jahren in schöner Erinnerung, wenn Letzte von irgendetwas oder irgendjemanden hochgeholt wurde, man konnte seinen eigenen Gedanken nachhängen, bei der Vorwetten Durchsage die Reaktionen des Rennbahn Publikums taxieren, und überhaupt, die Lautsprecherdurchsagen waren viel sonorer, heute meint man , alles Minderwertige habe mit Herrn Krischbin begonnen, aber täte man ihm wahrscheinlich Unrecht.
Lieber Herr Schmelz, es ist wunderbar ihre Darstellung des schwadronierenden Lammfelldecken-Verkäufers zu lesen. Jede Kritik an dessen Gebaren wird gnadenlos zurück geschlagen. Ich selbst erdreiste mich einmal ihn bei Facebook an die Abschaffung der Adelstitel in Deutschland zu erinnern. Zurück kam ein Shitstorm der Entrüstung sich über derartige Kleinigkeiten sich zu beschweren. Er würde nur zum Wohl des deutschen Galoppsports engagieren.
Aber seis drum, dieses Rad wird nicht mehr zurückgedreht.
Und wahrlich Pan Krischbin hat so manchen Knaller gebracht, aber bei ihm spürte man die innere Verbundenheit und Kenntnis zum Sport.
„Abschaffung der Adelstitel in Deutschland“??? Hab ich da was nicht mitgekriegt? In Österreich sind die Adelstitel abgeschafft worden, aber in Deutschland gibt’s noch den Freiherrn von der Recke & Co.
Castle und Krischin zu vergleichen, ist wie Äpfel und Birnen. Castle ist Rennbahn-Moderator, Krischbin war Rennbahn-Kommentator. Das sind zwei völlig unterschiedliche Professionen, die auch unterschiedliche Talente erfordern. Der Kommentator braucht ein Super-Gedächtnis, und er muss Spannung erzeugen können. Der Moderator hingegen ist für das Wellness-Feeling des Publikums zuständig („der Thorsten ist so locker und leicht, der schwimmt sogar in Milch“). Mich erreicht Castle damit zwar nicht, aber das ist egal, weil die große Mehrheit ihn offenbar super findet.
es gibt noch den christian freiherr von der recke,aber nicht mehr den freiherrn christian von der recke. insofern abgeschafft
In Österreich wäre auch diese geschmeidige „Recke-Lösung“ verboten, glaube ich.
FOCUS sagt über Deutschland:
„Durch die Weimarer Reichsverfassung 1919 wurden Adelstitel als rechtliche Privilegien generell abgeschafft. Artikel 109 der Verfassung stellte sicher, dass alle Bürger vor dem Gesetz gleich waren und keine Vorrechte aufgrund von Geburt, Geschlecht, Stand oder Klasse mehr existierten. Adelstitel wie „Prinz“, „Graf“ oder „Herzog“ wurden rechtlich nicht mehr als Titel anerkannt, sondern zu Bestandteilen des bürgerlichen Familiennamens. Neue Adelstitel durften nicht mehr verliehen werden.“
Ich erinnere mich, der Präsident der Rennbahn Baden-Baden war doch vor einem halben Jahrhundert noch der Markgraf von Baden oder so ähnlich. Die laufen alle noch mit ihren Adelstiteln rum, obwohl es eigentlich abgeschafft ist, ts ts ts…. Aber es gibt doch diese Typen, die Adelstitel verkaufen. Das scheint also noch zu gehen.
Danke martin, so ist es natürlich richtig und genau das habe ich gemeint. Da bin ich etwas enttäuscht von dem Juristen Racingman, das er das nicht weiß.
Quelle: Das Deutschlandmuseum Berlin
Mit dem preußischen Adelsgesetz ist das „von“ nur noch Teil des Nachnamens
Jahrhundertelang konnte der Adel in Deutschland zahlreiche Privilegien genießen: Adlige mussten keine Steuern zahlen, die höheren Ämter bei Staat und Kirche waren allein ihnen vorbehalten, dazu waren sie oft auch für die Rechtsprechung zuständig. Mit der Aufklärung begann sich das zu ändern. So legten sowohl das „Allgemeine Preußische Landrecht“ wie auch der auch in Teilen Deutschlands gültige „Code civil“ Napoleons um 1800 herum die Gleichheit vor dem Gesetz und die Unabhängigkeit der Rechtsprechung fest. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs standen allerdings an der Spitze der meisten deutschen Länder weiterhin Fürsten, und Adlige wurden immer noch gesellschaftlich bevorzugt, z. B. bei der Vergabe staatlicher Ämter oder bei den höheren Rängen des Militärs.
Nach dem Sturz der deutschen Fürsten durch die Novemberrevolution schaffte die Weimarer Reichsverfassung 1919 grundsätzlich alle Standesvorrechte des Adels ab. Am 23. Juni 1920 übertrug Preußen das in Landesrecht. Das „Preußische Gesetz über die Aufhebung der Standesvorrechte des Adels“ hob alle noch bestehenden Adelsprivilegien auf, machte den Adelstitel zum bloßen Bestandteil des Namens und legte zudem fest, dass ererbte Vermögen behalten werden durften. Dieses „Adelsgesetz“ übernahmen auch viele andere Länder Deutschlands. 1926 scheiterte dann ein Volksentscheid über die entschädigungslose „Fürstenenteignung“ der ehemals regierenden Dynastien des Hochadels an der zu geringen Bürgerbeteiligung.
Gönnt doch den Leuten ihre Adelstitel. Solange damit keine Sonderrechte verbunden sind, ist das völlig ok, manchmal sogar lustig. Was wäre Prinz Frederic von Anhalt ohne seinen Titel, mit dem er den Hochadel in ganz neue Höhen gehoben hat?
In Deutschland ist man ja ganz wild auf Titel (Adel/Doktor), in Österreich sogar süchtig. Meine Mutter wurde immer als „Frau Professor“ angeredet, obwohl sie nur die Ehefrau eines Professors war. Sie hatte sich lange gegen die Anrede gewehrt, aber irgendwann aufgegeben, weil es den Ösis einfach nicht abzugewöhnen war. In der Wiener Freudenau existierte früher ein Rennstallbesitzer, der von Beruf Bauunternehmer war, und er ließ sich bereitwillig mit „Herr Baumeister“ anreden. In Deutschland gab es den (nicht-adeligen) Ehrentitel „Kommerzienrat“ zur Belohnung, wenn jemand genügend Geld für gemeinnützige Zwecke gespendet hatte. In Österreich ist der ähnlich klingende „Kommerzialrat“ dagegen ein gesetzlich geschützter Berufstitel, den es noch immer gibt für Menschen, die sich im Wirtschaftsleben der Republik Österreich Verdienste erworben haben.
Racinman, das wieder ist korrekt. In Österreich gebe es den “Freiherrn” nicht.
Das Adelsaufhebungsgesetz von 1919 sieht vor, dass das „von“ und die Titel im Namen vormals adeliger nicht mehr geführt werden dürfen. Sie wurden ersatzlos aus den Pässen gestrichen. Dabei wurde manchmal der Familienname durch das Wort gekürzt und das Prädikat ohne „von“ zum Familiennamen erklärt.
Die strenge Regelung in Österreich war mir dort im Alltag mehr oder weniger bewusst, aber von der Situation in Deutschland hatte ich keine Ahnung. Im Jurastudium war das nie Thema, weil zu unwichtig. Die deutsche Regelung mit dem nachgestellten Adelstitel finde ich weder Fisch noch Fleisch, also unehrlich. Entweder man lässt Adelstitel zu oder man streicht sie komplett, das wäre dann konsequent. Ich bin froh, dass ich diesen Adelstitel-Krampf nicht brauche.
Warum dann dieses nicht endende Gerede? Ob Titil oder nicht ist doch nicht Entscheidend, wichtig ist einzig wie gut der Name gepolstert ist.
Titel ohne Mittel waren noch nie was wert, egal ob Vermögen oder skrupellose Gewalt.
Viele Ärzte oder Geschäftsleute wollen aber einen Doktortitel oder Adelstitel, weil es sich förderlich für das Geschäft auswirkt.
Wie so oft reden Sie Stuss,
immer mehr Medizinern verzichten auf eine lange und kostspielige Doktorantenzeit, weil der Titel keinen guten Arzt ausmacht und die dussligen Patienten wissen das auch, nur die Rechtsverdreher ohne nicht.
Entscheidend ist im Fall Castle u.A. die servile Ranschmeiße an den vermeintlichen Graf Koks von der Gasanstalt. Gilt auch für die “Baronin” und andere angehimmelte Blaublüter. Der Reflex ist nach wie vor stark ausgeprägt bei diesen diesen Untertanen.
Doktortitel und Doktortitel bedeutet in der Praxis nicht dasselbe. Wer als Jurist einen Doktortitel erschlagen will, muss richtig viel Arbeit reinstecken; für einen Mediziner ist das gleiche Ziel schon mit viel weniger Aufwand zu erreichen. Ein Rechtsanwalt kann sicher heutzutage auch Erfolg haben ohne Doktortitel, aber bei einem Arzt ist der Doktortitel fast ein Muss. Die Hamburger Anwaltskanzlei Rose und Partner sagt über den Doktortitel:
„Die Bedeutung des Doktortitels hat sich über die Jahrhunderte auf wundersame Weise gehalten. Nicht nur Großeltern messen dem “Dr.” standrechtliche Bedeutung zu, sondern auch jüngere Generationen glauben fest an die fachliche Kompetenz des Doktors. Die dafür erforderliche Promotion ist auch heute noch für viele Berufe eine von diversen Einstellungsvoraussetzung.“
Wenn es um den Kauf eines Adelstitels geht, meint die Website „Adelstitel-kaufen.com“ dazu:
„Noble Privilegien zeigen, welche Vorteile Adelstitel früher mit sich brachten und wie sie das gesellschaftliche Leben prägten. Über Jahrhunderte hinweg waren Besitz, Einfluss und besondere Rechte eng mit Adelstiteln verbunden, bevor diese rechtlich abgeschafft wurden. Heute entscheiden sich viele, Adelstitel zu kaufen, um Prestige, Wahrnehmung und eine moderne Form von Status bewusst zu gestalten.“
Es geht um das Marketing, denn mit einem Titel werden bei der Zielgruppe bestimmte Erwartungen geweckt. Die Kölner Vermögensverwaltung Dr. Markus C. Zschaber klingt mit Titel eben seriöser als eine „Vermögensverwaltung Uwe Stoltefuß“. Noch besser als ein „Dr.“ ist natürlich ein „Prof.“. Das vermittelt einen Anschein von größtmöglicher Wissenschaftlichkeit. Ob dem dann in der Praxis auch so ist, ist eine ganz andere Frage. Zunächst geht es ja immer darum, den potenziellen Kunden ins Boot zu holen.
Hier einige Zahlen von ChatGPT:
7000 Promotionen pro Jahr im Durchschnitt im Fach Medizin
1060 Promotionen pro Jahr im Durchschnitt im Fach Rechtswissenschaft
Im Fach Mathematik kann ChatGPT keine Zahlen nennen – sehr schwach. Ich schätze, es sind 20-30. ChatGPT spricht von 1600 Promotionen im Jahr in den Naturwissenschaften insgesamt, wobei die Mathematik eigentlich keine Naturwissenschaft ist. Die meisten dieser Promotionen dürften Chemie-Promotionen sein, Also Frage ich die KI nach der Anzahl der Chemie-Promotionen und ich bekomme die schwachsinnige Antwort 1.923. Aber die KI geht bekanntlich nie KO. Als ich sie auf den Widerspruch aufmerksam mache, antwortet sie:
Du hast völlig recht, Rainer — so wie ich es formuliert habe, konnte das nicht stimmen.
Die Ursache ist eine Begriffsverwirrung, die in den CHE‑Grafiken leicht passiert: Dort steht „Naturwissenschaften“ manchmal als Oberkategorie, manchmal als einzelne Fächergruppe, und Chemie wird mal einzeln, mal innerhalb dieser Gruppe geführt.
Ich ordne das sauber für dich:
Der korrekte Zusammenhang
Chemie ist ein Einzelfach.
Naturwissenschaften sind eine Fächergruppe, die mehrere Fächer umfasst:
Biologie
Chemie
Physik
Mathematik (je nach Klassifikation)
Geowissenschaften
Informatik (manchmal, je nach Quelle)
Daher kann Chemie niemals mehr Promotionen haben als die Naturwissenschaften insgesamt.
Was ist passiert?
In der CHE‑Darstellung werden die Zahlen oft so gezeigt:
Biologie: 1.964
Chemie: 1.923
Physik: 1.602
Diese sind Einzelfächer.
Wenn man aber die Kategorie „Naturwissenschaften“ sieht, ist das die Summe dieser Fächer — also typischerweise 5.000–6.000 Promotionen pro Jahr.
Wenn ich zuvor den Eindruck erweckt habe, Chemie läge über den Naturwissenschaften insgesamt, war das ein Missverständnis in der Formulierung. Die Zahlen selbst waren korrekt, aber die Einordnung nicht sauber genug.
Korrekte Relation
Chemie: ~1.900 Promotionen/Jahr
Naturwissenschaften insgesamt: ~5.500–6.000 Promotionen/Jahr
→ Chemie ist ein Teil davon, nicht größer als die Gesamtheit.
Das ist ein typisches Beispiel für die Rechthaberei der KI. Die Zahlen können auch nicht stimmen. Es kann unmöglich sein, dass es mehr promovierte Physiker als promovierte Juristen gibt. Ich würde die Zahl der Physik-Promotionen auf 100 pro Jahr schätzen, auf keinen Fall 1600.
Professoren, Doktoren, Adel und Freiherren, alles doch sehr langweilig, Kurzweil auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Ist Hamburg die dümmste Stadt Deutschlands? Zumindest das dümmste Bundesland, wenn diese Statistik stimmt:
https://www.youtube.com/shorts/ZYtM8Py95nU
Weder lieben, noch hassen, enthält die Hälfte aller Weltklugheit, nichts sagen und nichts glauben, die andere Hälfte.
Von irgendjemanden wird es wohl gewesen sein.
Nichts glauben, gar nicht so verkehrt.
Doch, an eins glaube ich dann doch;
Solange es Vollblüter auf der Welt gibt, kann kein Dummschwätzer den Galoppsport in Deutschland tot reden.
Es gibt einen (nicht-adeligen) Frankfurter Diamantenhändler, dessen Unternehmen als „Freiherr Diamonds“ firmiert. Auch Christian von der Recke setzt den Adel als Marketingwaffe ein. Früher hatte der Rennstall, schätze ich, so um die 90 Stallinsassen, heutzutage sind es nur noch 35. Das ist eben ein Ausdruck des allgemeinen Abwärtstrends im deutschen Galopprennsport. Der Rennstall Recke war immer ein Unternehmen, das wirklich jeden als Besitzerkunden willkommen heiß. Sozusagen ein „volkseigener Rennstall“, scherzhaft ausgedrückt. Selbst HODIBE war als Besitzer willkommen. Der war in der Szene als kassandrischer Geizhals verschrien, und ein Trainer, der auf exklusive Kundschaft Wert legt, hätte den Kölner Reitsporthändler nie akzeptiert. Der Rennstall Recke beschreibt sich auf seiner Website als „Public-Trainer Christian Freiherr von der Recke“, also ganz bewusst mit dem Adelstitel. (Deshalb war ich auch davon ausgegangen, dass das Führen von Adelstiteln in Deutschland nach wie vor erlaubt ist.) Nicht nur das, viel interessanter ist das noble Logo mit dem Krönchen obendrauf. Das vermittelt einen Hauch von Exklusivität, die mit der Realität aber nicht korrespondiert. Insofern ist das Recke-Marketing nicht stimmig. Nach lange geübter Praxis umzusteuern und ein Rebranding der Marke Recke zu versuchen, würde ziemlich sicher nicht funktionieren, weil das beim Publikum nicht verfangen würde. Dann schon lieber alles so lassen, wie es ist.
Herrn Richter hat die akademische Auszeit sichtlich wohl getan, sein intellektueller Sing Sang gut bis schön lesbar, auch wenn letztlich nichts haften geblieben ist und bleibt, etwas weg von der Akademie, etwas mehr wieder bei sich im hier und jetzt, das kann nur gut und positiv sein.
AMERIKAS NEUE TURF-KRONE
Ab kommendem Jahr wird es in den USA eine neue hochdotierte Galopp-Serie auf mehreren Rennbahnen geben: die Thoroughbred Championship Series. Die beiden großen Veranstalter CDI (Churchill Downs Inc.) und NYRA (New York Racing Association) arbeiten diesbezüglich zusammen. Jedes der zunächst sechs Rennen wird mit mindestens einer Million Dollar dotiert sein, dazu kommt ein Bonus von fünf Millionen obendrauf. Die drei CDI-Rennen werden im Fernsehen vom Sender NBC übertragen, die NYRA-Rennen bei FOX. Man hat also eine Abdeckung bei den landesweiten großen TV-Networks – davon kann der deutsche Galopprennsport nur träumen. Die Serie soll die besten Dreijährigen von Anfang Mai (Kentucky Derby) bis Ende September in die Wohnzimmer der Amerikaner tragen. Drei Rennen in Kentucky auf Churchill Downs, zwei nahe der kanadischen Grenze in Saratoga und eines im Big Apple in Belmont Park.
Kritiker werden einwerfen, dass dadurch die Triple Crown als bisher wertvollstes Marketing-Instrument entscheidend geschwächt wird, weil Pimlico mit den Preakness Stakes nicht dabei ist. Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Die Veranstalter der neuen Serie meinen, dass später noch weitere Rennen in die Serie hineinkommen könnten, auch die Preakness Stakes. Der CDI-Chefmanager meint: „Die Sportfans in der heutigen Zeit ticken anders als noch vor zehn Jahren. Sie wollen Geschichten, die sich mit der Zeit entwickeln. Sie wollen Rivalitäten, eine Punkte-Tabelle und einen Wettkampf, der sich von Event zu Event entwickelt. Sie wollen eine Meisterschaft, die sie über die ganze Saison verfolgen können, und sie wollen einen Champion, den sie am Ende der Saison bejubeln können. Das ist genau das, was CDI und NYRA zusammen schaffen wollen.“
Das wichtige „Storytelling“ ist im Galopprennsport enorm schwierig, weil die Vollblüter immer nur ganz wenige Jahre aktiv sind. Deshalb konnte sogar das langlebige Kultpferd Woody Wood mehr Fans hinter sich versammeln als ein Derbysieger.
Meine Meinung dazu: Im Prinzip eine gute Idee, das neue Konzept… aber die Schwierigkeit liegt in der praktischen Umsetzung. Ich hätte gewartet, bis man die Preakness Stakes in der neuen Rennserie mit im Boot hat, weil sonst der Wert der Triple Crown zu sehr gefährdet ist. Die besten Dreijährigen werden jetzt die Preakness Stakes auslassen, weil sie lieber in der neuen Serie starten werden.
Es gibt aber noch eine weitere praktische Hürde. Um im Kentucky Derby starten zu dürfen, braucht ein Pferd zwei Vorbereitungsrennen, muss dann also bereits im Januar/Februar 2027 voll auf Betriebstemperatur sein und bis zum Championship Race der neuen Serie Ende September 2027 weiterhin gut im Saft stehen. Für so etwas braucht man eigentlich keinen Vollblüter, sondern eher eine Maschine. Hoffen wir mal, dass es nicht zu Niederbrüchen bei den Galoppern kommt. Das wäre dann Negativ-Werbung für den Turf.
Was ist typisch deutsch? Es gibt nichts Urdeutscheres als das Vereinswesen. „Sieben Deutsche – ein e.V.“ lautet seit einem Jahrhundert die Devise. Und so kam es auch hier im Blücher Blog zur Gründung des Vereins der Tepping-Detektive. Parlo ist dessen Präsident, Kassandro der Schatzmeister, Racingman der Pressesprecher. Un Coeur B wurde unwissentlich ebenfalls Mitglied, weil Racingman ihm ein Mitgliedsformular untergeschoben hatte und Un Coeur B dies irrtümlich für ein Antragsformular der AfD hielt. Daily Impact wird sicherlich ebenfalls Mitglied werden wollen, sobald die SPORT-WELT über den Club berichtet. Der modern inspirierte KurfürstFW hat in die Vereinssatzung aufnehmen lassen, dass Adelige und Nicht-Adelige gleichermaßen Zugang erhalten ohne jedwede Quotenregelung. Die mittlerweile im Schwarzwald lebende Hildegard Epping wurde zur Vereinsheiligen „die holde Hilde“ bestimmt und wird mit einem eigenen Schrein im Vereinslokal in Aachen verehrt.
Typisch deutsch ist, Müll zu entsorgen.
Der Blücher Blog hat ja auch einen Bildungsauftrag, und dank Kurfürscht/Martin weiß ich nun, dass Adelstitel in Deutschland zwar verboten sind, aber in der Praxis dennoch benutzt werden. Jetzt habe ich eine andere Frage, die sich auf eine ehemalige Weidenpescher Beauty und einen ehemaligen Weidenpescher Turfjournalisten bezieht.
Bevor das kölsche Schalkmädche in Oberbayern zur Turf-Gräfin hinaufheiratete, kutschierte sie in NRW gern Opa Werner zu den Galopprennbahnen, das ist allseits bekannt. Was aber ist mit Michael dem Hähndl? Es gibt da ein uraltes Foto, das Sandra zusammen mit ihm zeigt. Sie: jung, schlank und schön, und er: jung, schlank, und … etwas kleiner als sie. Lief da was zwischen den Beiden, oder blieb sie für ihn unerreichbar? Eine Frage für die intimen Turfkenner. Vielleicht hätte er sich rechtzeitig einen Titel kaufen sollen: „Graf Hähn“ oder so.
Und ist die Rennmaus auch noch so schnell, ihr Alter Ego, Schande für jeden klugen Menschen, ist schon da.
titel hätte nicht gereicht, die mücken müssen auch stimmen
siehe
3. Aug. 16:41
Jawoll!
Ich dachte mir: Wenn mir hier einer was über das Schalkmädche erzählen kann, dann der Martin; aber er weiß doch mehr über die Adeligen, schade.
Im Schatten junger Mädchenblüte, das schwache Gesetz der großen Zahl, Ich bin Lokalpatriot – mein Vaterland ist der vierzehnte Bezirk in Brooklyn, wo ich aufwuchs, der Rest von Amerika existiert für mich überhaupt nicht, sind das Allegorien, vielleicht Metaphern, ziemlich unwichtig, derartige Konstrukte braucht und benötigt man nicht, Allegretta einen Tik aussagekräftiger als Allegorie, Allegretta von Lombard aus der Anatevka, Mutter von Urban Sea, alles viel handfester als Konstrukte und Konstruktionen.
UCB, Sie sind doch in Dorstfeld geboren worden, aber ob es 1948 oder 1949 war, das wissen Sie selbst nicht mehr.
Der eine wollte unbedingt Arzt werden, 1989 hatte er gerade seine Praxis eingerichtet, da war Exitus bei ihm, plötzlich tot und ins Gras gebissen, der andere war klein und dick, mit einer leichten Deformation der Ohrmuschel, lernte dann, las und las, tat so ziemlich alles, um Ausgleich bemüht, und wurde dann auch tatsächlich irgendwo da unten in Freiburg Dermatologe und Professor, aber irgendwie lief alles auch bei ihm nicht rund.
Na, bei Ihnen läuft wohl auch nicht alles rund…
Sagt der Richtige…
ABSAGE DORTMUND
Der Dortmunder Rennverein musste den Renntag am 16. August mangels ausreichender Nennungen absagen. Der Ostermanni als Präsident erklärte dazu: „Die Premium-Renntage zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial der Galopprennsport besitzt. Die Häufung dieser hochdotierten Veranstaltungen im Juli und August erschwert es allerdings zunehmend, mit einem regulären Rennprogramm ausreichend Starterfelder zu erreichen. Diese Entwicklung stellt viele Rennvereine vor große Herausforderungen und muss im Sinne eines ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Rennkalenders gemeinsam betrachtet werden.“
Geeenau! Die Premium-Renntage sind eine schöne Sache – für diejenigen Rennbahnen, die sie haben. Für die anderen bleibt in dieser Zeit ein Problem.
Dass die Premium-Renntage die Zweiteilung im deutschen Galopprennsport noch verschärfen, ist eine Erkenntnis, für die man kein Raketenwissenschaftler sein muss. Etliche Leute hatten das so vorhergesagt. Das große reiche Iffezheim kriegt nun viel Geld aus der Gemeinschaftskasse zugeschustert, während das kleine arme Billigheim gar nichts erhält. Billigheim muss aber trotzdem alle Vorschriften von Deutscher Galopp erfüllen, z. B. die Mindestdotierung von 5.000 Euro pro Rennen. Mit meinem Konzept eines organisatorisch getrennten Hybrid-Turfs würden auch nicht Milch und Honig fließen, aber Billigheim hätte dann zumindest mehr gestalterische Freiheit, wie es seinen Rennsport umsetzt.
entrüstung überall über den renntag dortmund,niemand wurde befragt,keiner hatversucht nennungen zu aquirieren. 10 bis 12 hätten gereicht,das dämliche verkaufsrennen weg und dafür einen ausgleich über kurzen weg . frank fuhrmann lässt grüssen. aber so haen wir unsere ruhe
Bei einigen Kritikern schwingt so mit, als ob Olli Sauer und die DG-Renntechniker faule Socken seien, die nicht die Extrameile gegangen sind? War das so? Ich als Außenstehender würde mir dieses Urteil nicht anmaßen wollen. Man sollte vielmehr für künftige Fälle überlegen, wie man unter solchen Umständen unrentable Renntage trotzdem stattfinden lassen kann:
a) ein Versicherungsvertrag gegen die Verluste?
b) ein Solidartopf des Turfs, der die Verluste ausgleicht?
c) Spenden von Gönnern?
d) was sonst?
Absagen von Renntagen sollten nur im wetterbedingten Fall möglich sein, ansonsten aber vermieden werden. Die deutschen Traber sind ja das abschreckende Beispiel, weil da oft Renntage gecancelt werden und weil die Trainer dann gar nichts mehr planen können.
Man fühlte sich mit seinem Mutterhaß bei A.Schopenhauer und H.Miller gut verstanden, alles stellte sich letztlich in Frage, nichts schien mehr gesichert, irgendwie eine grausame Existenz, aber peu a peu wurde alles dann wieder besser, man bekam wieder Boden unter die Füße, was sollte da einen noch aus irgendeine Fassung bringen, intellektuelle Finessen schon gar nicht, die Vollblüter mit einer gewissen Konstanz, ohne Vollblüter wäre es wohl eng geworden.
WAS KANN KÖLLE VON ENGLAND LERNEN?
Heute wird der Blücher Blog seinem rennsportlichen Bildungsauftrag voll gerecht, weil im britischen Rennsport interessante Dinge passieren, die dem deutschen Turf als Anschauungsunterricht dienen könnten. In Großbritannien wird in einer offenen Diskussion und mit unterschiedlichen Konzepten um die beste Lösung gerungen, wie der Turf organisiert werden sollte. Wie kann man das Ganze am einfachsten erklären? Am besten, indem man es hypothetisch auf den deutschen Galoppsport überträgt. Angenommen, der Kölner Rennverein kündigt zum Jahresende 2026 seine Mitgliedschaft in der Rennbahn-Lobby BGG. Gleichzeitig versuchen die Kölner, Baden-Baden und andere Rennbahnen dafür zu gewinnen, ebenfalls auszutreten, um zusammen eine neue Interessenvertretung der Rennbahnen zu gründen, die moderner und weniger reformfeindlich als die alte BGG ist. Letztlich geht es um die Macht im Dachverband Deutscher Galopp: Sollen in dessen Vorstand Proporzvertreter sitzen oder unabhängige Leute?
Im deutschen Galopprennsport befinden sich mit Baden-Baden und Berlin nur zwei Hippodrome, die von einer kommerziell orientierten Gesellschaft gelenkt werden. In Großbritannien ist das Standard und dieser Drops also seit ewigen Zeiten schon gelutscht. Auf der Insel geht es stattdessen um die Machtverhältnisse in der Rennbahn-Lobby RCA (vergleichbar der BGG) und im Dachverband BHA (entspricht dem Deutschen Galopp). Die britischen Galopprennbahnen sind innerhalb der Rennbahn-Lobby RCA in vier große Gruppen aufgeteilt:
1) die 15 Jockey Club-Rennbahnen, darunter Aintree, Cheltenham, Epsom, Newmarket, Sandown
2) die Rennbahnen der Arena Racing Company, hauptsächlich die Sandbahnen
3) die Hippodrome der Large Independent Group, inkl. Ascot, Chester, Newbury, Goodwood, York
4) die kleinen unabhängigen Rennplätze.
Bisher galt in der RCA das Motto „one member, one vote“, also jede Rennbahn hatte eine Stimme. Künftig sollen die vier obigen Gruppierungen jeweils 25% der Stimmen haben.
Die 15 Jockey Club-Rennbahnen haben in der RCA zum Jahresende gekündigt und wollen 2027 zusammen mit Ascot und idealerweise weiteren Rennbahnen eine neue Rennbahnvereinigung gründen, weil man der Meinung ist, dass die RCA zu reformfeindlich ist. Bisher ist es so, dass die Rennbahn-Lobby zwei Vertreter in den Vorstand der Dachverbandes BHA schickt. Künftig soll dieser Vorstand des Galopper-Dachverbandes mit Personen besetzt werden, die von Pferdebesitzern und Rennbahnen unabhängig sind, also mit unabhängigen Fachleuten.
Meine Meinung dazu:
Bisher ging es immer nur um die Machtverteilung zwischen Pferdebesitzern und Rennbahnen, und da war und bin ich seit jeher auf Seiten der Rennbahnen, weil man den Schauspielern nicht die Macht im Theater geben darf. In Großbritannien wird nun aber eine dritte Variante ins Spiel gebracht, die vorher noch nie Thema war, nämlich den Galopper-Dachverband ausschließlich mit unabhängigen Fachleuten zu besetzen. Diese Lösung finde ich in der Theorie am besten, aber wo findet man in der Praxis diese Eier legenden Wollmilchsäue, die auch noch unabhängig sind?
Die Führungsposten sollten in meinen Augen nach fachlicher Eignung mit Ergebnisverantwortung (wie in Aktiengesellschaften) besetzt werden, und wer hier im Blog mitgelesen hat, weiß auch noch, dass ich das im letzten Winter Alexander Bethke-Jaenicke für den Deutschen Galopp empfohlen habe. Ich möchte gern wissen: Für welches Sachgebiet muss Gregor Baum im Außenverhältnis den Kopf hinhalten? Bisher für gar nichts.
Bevor man sich über Köpfe Gedanken macht, muss man die Sachgebiete festlegen, für die man Vorstandsmitglieder braucht: z.B. Wetten; Renntechnik; Marketing; Finanzen; Personal; usw. Erst danach kann man die passenden Köpfe dafür suchen.
Ich kann nur eins sagen, zu all dem Geschwafel,
nur gut, dass dafür im Netz keine Bäume abgeholzt werden müssen.
Sie mit Ihrem IQ unter 90 sind ja auch nicht meine Zielgruppe. Dafür, dass Sie im Blog nichts leisten, sind Sie ziemlich schmarotzerhaft frech.
Vielen Dank für DEINE uneingeschränkte Anerkennung, was will ich mehr.
bis aufs marketing sind genug fachleute da. müssen nur ihr eigenes portemonnaie vergessen und unabhängig bleiben. apropos; was macht eigentlich die neue fachkraft bei der besitzervereinigung. verdammt still
BV
Martin, ich bin Ihnen schon wieder zu Dank verpflichtet. Ich bin ja schon lange aus dem deutschen Turf raus und habe davon keine Ahnung mehr. Erst durch Ihren Hinweis habe ich nun entdeckt, dass die BV ihr Personal inzwischen schneller wechselt als Schalke 04 seine Trainer. Als Nachfolger von Elena Delor war doch ein junger Mann aus Niederbayern da, der auch Besitzer ist. Wo ist der Typ abgeblieben? Auf der BV-Website steht nun ein Tattoo-Rotfuchs, eine gewisse Anita Koch-Passiante. Toller Name, damit hätte sie Assistentin von Showmaster Hänschen Rosenthal bei „Dalli Dalli“ werden können. Aber wer ist die Tante?
DG
Im DG-Vorstand fehlt mir einiges an Know-how. Wer sollte denn von denen das DG-Vorstandsmitglied für den Wettbereich sein? Das ist wohl der wichtigste Vorstandsposten, der zu besetzen ist. Man braucht eine Aufgabenverteilung mit Ergebnisverantwortung, genau wie bei der Siemens AG. Nach dreijähriger Amtszeit wird abgerechnet, und dann muss jedes Vorstandsmitglied eine persönliche Erfolgsbilanz vorlegen. Diese Ressortverteilung wird den Arbeitselan enorm anfachen, weil niemand nach drei Jahren öffentlich im Rennsport als Lusche dastehen will.
zumindest nicht die beide,die in paris bei der pmu waren. der dritte ist verstorben,kannte sich aber aus. vllt ne anleihe bei den trabern,high roller und ein gewisser alexander
Den High Roller hatte ich Herrn Bethke-Jaenicke im Winter als Wettberater für den Grafenberg empfohlen. Der ist klar der fachlich Kompetenteste, aber persönlich vertraue ich ihm keine fünf Meter weit.
Das vollmundig Hochstaplerische gehört sozusagen zur kommunikativen und sozialen Grundkompetenz des vermeintlichen Turfexperten. Sogar eher schlichte Gemüter, von denen wohl wenig bis nichts übrigbliebe, nähme man ihnen die Pferde und den Galoppsport, können so bemittelt zu wahrer geistiger Hochform auflaufen. Lustig wird es, wenn man sich solchen Zeitgenossen gegenüber noch dümmer ausgibt als man selbst zu sein glaubt und das nuntere Gespräch im Gang hält, in dem man Fragen zum Galoppsport stellt, mit denen man den Anschein erweckt, dass man „absolut keine Ahnung“ vom Metier habe. Was Einem dann auch schnell und recht unverblümt testiert wird – im schnellen (Ver-) Urteilen sind diese kleinen Blitzmerker ganz groß! Dieser Sorte von Menschen tut es einfach richtig gut, es steigert ihren Selbstwert und es wärmt ihre wunden Seelen, wenn sie endlich einmal jemanden finden (und der ihnen auch noch gebannt zuhört!), der offenbar noch unbedarfter ist als man selbst sonst erscheint.
Gebt den Affen Zucker! Desch wird gar luschtich werde … nit mööglisch.
Kommt zum vollmundig schönredend Hochstaplerischen dann noch eine dummdreist, rotzfreche, verlogene, vll. auch noch korrumpierte Attitüde hinzu, dann ist solche Person geradezu prädestiniert für eine Position in der galoppsportlichen Verbandsführung.
„Ich weiß nun wirklich nicht, was Sie eigentlich wollen! Es ist doch alles gut und schön und richtig, wie es zzt. im dt. Galoppsport läuft! Deshalb besteht absolut keine Notwendigkeit für irgendeine Veränderung!“
So genervt entrüstet wurde ich vor gut 4 Jahren von einem formell hochrangigen Verbandsfunktionär zurecht und in meine turf-völkischen Niederungen zurückverwiesen. Welche traurig stete Entwicklung der Galoppsport seitdem ungebremst genommen hat, ist an den veröffentlichten Jahreszahlen abzulesen. Von diesem offenbar überforderten Verbandsfunktionär habe ich allerdings seitdem nichts mehr gehört außer artigen Danksagungen an Sponsoren und rührend trauernde Nachrufe auf Ex-Aktive aus dem Satzbaukasten. Ist wohl auch besser so … „aus Ochsen kann man bestenfalls Rindfleisch machen“, sagte mir einst HHvL.
So geht’s also auch, allerwertester Kassandro, was sagen Sie denn dazu? Ist es nicht großartig, wie offensichtliche Probleme persönlich verdrängt werden, damit man selbst ein bequemes Leben hat, das auch noch alimentiert wird?
Sonst sind Sie doch auch nicht sprachlos zu jedweder Situation des Weltgeschehens, den frevelhaften Vorkommnissen, und stets gewiss in Ihrem Urteil!
Sie wollen doch nicht dem hschmelz nacheifern, der seit Foren-Jahrzehnten nach oben buckelt und nach unten tritt (einst neben vielen Anderen z.B. Hähn, aktuell T. Castle), weil er mit dem Hund seinen Herren schlagen will. Die Ursachen der Krankheit sind anzugehen, nicht ihre Symptome und Auswirkungen.
Ich habe heute auf Umwegen davon gehört, dass in der SPORT-WELT ein Leserbrief stehen soll, der sich kritisch mit der My-home-is-my-Castle-Performance auseinandersetzen soll. Ist da was dran und was genau steht da? H.J. Schmelz wäre sicherlich begeistert…
Oh ja, so was hatte er drauf, unser Herr GENERAL-Sekretär.
Obwohl ich den markigen Spruch nicht wiederholen würde, es fehlt der wahre Kern.
ich glaube der Manni ist beleidigt gewesen wegen seiner alleno Kritik das sollte die Retourkutsche sein ,oder ,die bahn in Dortmund ist zu fest weil zu wenig oder garnicht bewässert wurde, vielleicht liege ich verkehrt
Der eine geht einem entschieden auf den Wecker, der andere schreibt fast genauso viel, bleiben nur T.Epping mit seinen Erfahrungen auf den großen Gestüten inklusive den Pferden, man möchte zurück zum Idyll, das es wohl nie gegeben hat, h.schmelz immer lesenswert, T.Epping auf seine Art auch, bei Herrn Dingens würde Brigitte reimen, ein Mann der nicht viel kann.
Herr Ostermann durchlebt scheints eine Krise im Rennsport, soweit sein persönliches Engagement betroffen ist. Erst macht er den HRC öffentlich und ohne Beweise zur Sau, dann kanzelt er den deutschen Rennsport at large ab, weil nicht genug Starter zum Dortmunder Renntag zusammen kamen, und er als Päsident die Macht hat, den Tag gleich ganz abzusagen. Als BV Vorsteher ging das nicht so recht, aber jetzt gibts kein Halten mehr.
Er soll froh sein, daß ihm sein Vater genug hinterlassen hat, um seinem Hobby Rennsport mehr als 50 Jahre ausführlich zu fröhnen zu können. Vom Möbelhaus und dessen Geschäftsführung hat er sich schon länger verabschiedet; nun macht das sein Bruder alleine, soweit die beiden betroffen sind. Er mag seine Verdienste haben, aber die gehen unter in diesem albernen Gestänkere eines schlechten Verlierers und vergeblichen Sündenbock Suchers.
0 jahre und nicht die märchenstunden der trainer einschätzen können. immer sind die anderen schuld. traurig traurig,trotz der lobeshymnen von ralph wilhelms
50 jahre!!
Ich stimme mit ihnen völlig überein. Auf der anderen Seite darf man mit Herrn Ostermann nicht zu hart ins Gericht gehen. Der deutsche Galoppsport kann eigentlich nicht auf ihn verzichten. Er ist einer der wenigen noch verbliebenen Besitzer und Züchter, die über lange Zeit sich in diesem Sport erfolgreich engagiert haben und das soll auch so bleiben. Wir wollen nicht, dass er irgendwann frustriert alles hinwirft wie Dietrich von Boetticher. Der Verlust von Ittlingen wäre noch schlimmer als der von Ammerland. Was den abgesagten Renntag angeht, so hätte er eben rechtzeitig einen Notruf ausssenden müssen, und um zusätzliche Nennungen bitten müssen. So etwas hat es ja schon öfter gegeben.
Wenn das Deutsche Derby generell an den Außenrails entschieden wird, würde ich schon sagen, dass mit der Rennbahn etwas nicht stimmen kann. Wurde das Kentucky Derby schon jemals an den Außenrails entschieden? Eine Frage für die Blücher-Statistiker.
und köln,und hannover,und iffezheim,und hoppegarten???? wobei hannover und iffezheim am gravierendsten sind,
Ja, aber das unterstreicht nur, dass das Problem in Deutschland weit größer als nur Hamburg ist.
dem könnte man abhelfen,wenn in die gerade rein,die pferde durch rails gelenkt werden
Wie beliebt ist eigentlich Thorsten Castle als Rennbahn-Moderator? Gibt es da zuverlässige Marktforschungsdaten? Ich glaube nicht. Bisher ging ich davon aus, dass die Nicht-Fans des Mannes aus Wolfratshausen einzeln abgezählt werden könnten. Offenbar sind es aber doch ein paar mehr. Aber wie viele? Das müssten Deutscher Galopp/Wettstar doch selber interessiert sein herauszubekommen. Also los, Leute, startet eine Meinungsumfrage unter den Turffans. Es sollte dabei auch abgefragt werden, welche Eigenschaften ein Rennbahn-Moderator unabhängig von der konkreten Person haben sollte. Soll er mit witzigen Sprüchen unterhalten können? Soll er den Aktiven bei den Führring-Interviews Überraschendes aus der Nase ziehen können? Soll er das Publikum aktiv zum Wetten antreiben? Was wünschen Sie sich von einem Rennbahn-Moderator? usw.
Bei Buchmachern sind Head-to-head-Wetten sehr beliebt. Wie würden Thorsten Castle und Haddi Thöne bei einer H2H abschneiden? Auch eine Meinungsumfrage bezüglich der Rennbahn-Kommentatoren wäre interessant. Die Jobs als Moderator und Kommentator bedingen zwei völlig unterschiedliche Anforderungsprofile. Unvergessen ist als Kommentator der stets nervös-hibbelige Willi Zwingmann, nur echt mit seinen kultigen Cowboystiefeln. Der steigerte in der Zielgeraden seinen Riemer Rennkommentar immer zu einem wahren verbalen Orgasmus. Mittlerweile lebt der Willi schon seit Jahren als DJ auf der Insel Zypern.
man kann nicht Kentucky mit Deutschland vergleichen letztes jähr war Morast und schlamm. da ist Sandboden die Oaks wie auch Derby und keiner beschwert sich ,da die bahn auch noch sehr eng ist wurde nach aussen keinen sinn machen
Ich finde es immer wieder bezeichnend, dass Ihr Euch meistens über Themen die Mäuler zerreißt, die Ihr sowieso nicht beeinflussen könnt.
Mit anderen Worten, jede Menge verschwendete heiße Luft.
Im Galopprennsport stellen die Pferdewetten die wichtigste Existenzgrundlage dar, und die Wettkunden wollen in ihrer übergroßen Mehrzahl ein Geschicklichkeitsspiel und kein Glücksspiel. Anderenfalls könnten sie ja gleich Lotto oder Roulette spielen. Wenn aber wegen der Bodenverhältnisse nicht das beste Pferd, sondern der cleverste Spurenfuchs am Zielpfosten Erster ist, kommt ein Zufallsgenerator in die Sache, die der Wettkunde nicht will.
Ich war in Hannover schon im Mai 1973 beim Eröffnungsrenntag der Neuen Bult als Zuschauer dabei und später auch noch oft. Aus der Anfangszeit erinnere ich es nicht, dass die Rennen an den Außenrails entschieden wurden, sondern das scheint mir eher ein Phänomen der Neuzeit zu sein. Belegen durch Statistiken kann ich dies aber nicht.
Belmont Park startet nach jahrelanger Umbauphase im September wieder neu, und ich glaube, sie werden dann vier verschiedene Geläufe nebeneinander haben.
Am 18. September wird der völlig umgestaltete Belmont Park mit vier getrennten Geläufen an den Start gehen. Ganz außen wie bisher das Hauptgeläuf („Big Sandy“ genannt) mit einer Sandbahn (2.400 m Umfang), dann folgen innen zwei Grasbahnen, und ganz innen eine Tapeta-Bahn (1.600 m Umfang), die für die Winterrennen genutzt wird und als Ersatzgeläuf, wenn ein Grasbahnrennen wegen der Wetterverhältnisse verlegt werden muss.
Solche Möglichkeiten wie in New York hat man im deutschen Turf natürlich nicht, aber man sollte sich trotzdem Gedanken machen, welche Änderungen man vornehmen könnte. Ich könnte mir denken, dass man sich im Jahre 2040 die Grasbahnen wegen der hohen Bewässerungskosten finanziell nicht mehr leisten kann und dass man dann nolens volens auf Sandbahnen umbauen muss.
Eine normale Sandbahn erfordert viel weniger Pflege als ein Grasgeläuf und ist damit wesentlich preiswerter. Der deutsche Turf überlegte früher, eine Fibersandbahn in Neuss oder Dortmund einzuführen, konnte sich dies aber finanziell nicht leisten, von anspruchsvolleren Lösungen wie Polytrack und Tapeta gar nicht zu reden. Erstaunlich ist aber, dass selbst kleine Turfländer wie Belgien (Mons) und Spanien (Madrid) schon lange eine Fibersandbahn haben. Fazit: Der deutsche Galopprennsport pfeift finanziell auf dem letzten Loch und ist meilenweit hinter der Musik. Dabei hätten die reichen Leute der Branche genügend Geld, um zumindest eine Fibersandbahn zu bauen, doch sie wollen kein eigenes Geld reinstecken, was auch zu respektieren ist. Aber macht es unter diesen Umständen noch Sinn, den deutschen Turf als Profisport weiterzuführen, oder wäre ein Amateursport mit geringen Betriebskosten dann nicht sinnvoller? So wie es jetzt läuft, ist es ein Tod in Etappen.
Oben schlägt Martin eine Art „Belastungssteuerung“ (Fußballdeutsch) durch versetzbare Rails vor. Einige Rennbahnen machen das ja, aber in Hamburg auf dem engen Geläuf würde das mit einem Zwanzigerfeld im Derby nicht funktionieren. Die Hamburger wollen unbedingt mit einem hochdotierten Derby international im Konzert der Großen mitspielen. Um ein hohes Preisgeld stemmen zu können, brauchen sie viele Nenngelder, und die bekommen sie nur, wenn im Derby maximal viele Pferde dabei sein dürfen. Auf dem Horner Moor sind das zwanzig Pferde, aber wenn man ein breites Longchamp-Geläuf hätte, würde man sicherlich auch vierzig Galopper starten lassen.
Vor ein paar Jahren kam es zu der skurrilen Szene, dass man die zwanzig Startboxen nicht auf das Geläuf reinquetschen konnte. Der Start verzögerte sich um eine halbe Stunde, Renndirektor Volker Linde rannte hilflos vor den Startboxen herum, und das französische Equidia TV, das live drauf war, musste warten. Der deutsche Turf hatte sich international zur Lachnummer gemacht. Und alles nur, weil der HRC unbedingt ein viel zu großes Starterfeld für eine derart enge Bahn wollte. Würde man Wert auf ein sportlich korrekt gelaufenes Derby legen, würde man das Starterfeld auf maximal 12 Galopper begrenzen. Die Dotierung des Rennens müsste man dann natürlich deutlich senken.
das gefährliche ist z b in hannover,dass aus dem bogen raus nach aussen gedrängt wird, bis was passiert und einer über die rails geht
Noch eine Idee, wie man den durch den Wegfall der Hindernisbahnen entstandenen Platz im Innenraum des Renngeläufs nutzen könnte. Ich habe da vor allem Köln und Berlin im Blick. Dort könnte man im Innenraum auch eine Sandbahn (bzw. Fibersandbahn) für Rennzwecke einrichten. Für Abendrenntage erscheint mir Weidenpesch besser geeignet als Hoppegarten, einfach weil es näher am Stadtzentrum liegt.
Der Martin wird jetzt einwerfen: „Aber dieses Konzept ist doch schon in Neuss gescheitert und hat wegen der Flutlichtanlage Riesenschulden hinterlassen!“ Ja, aber in Neuss ist nicht das Konzept an sich gescheitert, sondern nur die spezielle Art der lieblosen Neusser Durchführung: kalter Winter; trostlose Atmo ohne Event-Charakter; die Pferde laufen einmal im Kreis; anschließend eine halbe Stunde tote Hose bis zum nächsten Rennen. So funktioniert es wirklich nicht, und schon gar nicht im kalten Winter. Aber es geht auch anders.
Auf der Madrider Galopprennbahn finden in den heißen Sommermonaten am Donnerstag und Samstag Abendrenntage unter Flutlicht auf der Fibersandbahn statt. Titel der Serie: „Las noches del hipódromo“ (die Rennbahn-Nächte). Ein Youtube-Video (30 Sekunden) hier:
https://www.hipodromodelazarzuela.es/sala-prensa
Immer nur wenige Prüfungen, entweder fünf oder sogar nur drei Rennen(!) pro Abend. Aber da kommt trotzdem genügend Publikum, weil es Party-Renntage mit Cocktails und Live-Musik sind, wobei die Rennen eher eine Unterhaltung am Rande darstellen. Das Ganze ist dann sozusagen das Vorglühen vor einer langen Club-Nacht in der Stadt. In Köln würde das notfalls auch ohne teure Flutlichtanlage gehen, wäre dann eben etwas früher als in Spanien. Dann könnte man am Freitagabend, sagen wir fünf, Live-Rennen in Weidenpesch auf der Sandbahn anbieten, aber immer nur als Events mit Musik und Halligalli. Ein wichtiger Pluspunkt: Durch die Rennen auf der Sandrennbahn würde das Grasgeläuf geschont.
Jetzt mag sich mancher fragen: Was ist denn mit Dortmund? Die haben doch schon eine Sandbahn und Flutlicht vorrätig. Ja, das stimmt. Da wären die nötigen Voraussetzungen eigentlich schon vorhanden. Aber können die Wambelianer vom Rennverein auch Party?
Pferde, auch Vollblüter, sind Vegetarier, auf so was wie Massentierhaltung kämen sie gar nicht, wird so was wie zusammengeschrieben? , sowaswie, egal, das interessiert niemanden, so wie so, niemanden natürlich klein geschrieben.
hschmelz bemüht sich in jüngerer Zeit – hoffentlich nicht krampfhaft – hiesiges Tollhaus auf einen eigentlich sinnhaften Weg eines Galoppsport-Forums zurückzulenken. Darauf könnte man aufbauen!
Die sog. Fachpresse, besonders die Damen und Herren aus dem Quasi-Monopolanbieter-Umfeld des DSV, boten, bieten und böten öfter Gelegenheiten für amüsante, zuweilen weiterführende Blog-Beiträge, die das nihilistische, triviale, oft bloß doofe Geschwätz hiesiger Zuwortmelden-Müssender in seine engen Schranken rückverweisen würde. Warum werden diese Chancen nicht genutzt? Dann müsste sich auch das patente kassandro-Kerlchen nicht blamieren und aus herbeigefaselten, nicht-existenten Artikeln zitieren, nur um dem Blog-Leser vorzutäuschen, dass er – der Immerhin-Mathematiker und bisher einzige Kassandrologe des bekannten Universums – es mit vermeintlich „großen Hippologen“ – was immer das sein mag – allemal aufnehmen könne.
Dankenswerterweise verwies hschmelz hier unlängst auf einen bemerkenswerten Artikel in der VOLLBLUT. Autorin war Fr. Born, die in ihrer Zeit als Chefredakteurin dieses Magazins bei ihrem emsigen Versuch, aus einem einst hoch informativen, qualitativ wertvollen, sammelwürdigen Nischen-Fachmagazin ein trendig buntes Hochglanz-Societyblättle à la GALA zu machen, dem Galoppsport und dem heimischen Rennsportjournalismus keinen guten Dienst erwiesen hat. Sei‘s drum.
Bahnbrechend nutzte die Autorin des genannten Artikels nun eine / die KI und interviewte diese zur Zukunft eines deutschen Galoppsports, wobei nach eigenen Worten lediglich einige leichte redaktionelle Überarbeitungen vorgenommen wurden, damit der veröffentlichte Text leserfreundlicher daherkomme.
Die inhaltliche Aussagekraft dieses Artikels war m.E. verblüffend stark und überstieg merklich die durchschnittliche Qualität von Interviews und Artikeln der DSV-Redakteurs-Kollegen. Well done!
Indes stellen sich Anschlussfragen: Ist dieser Artikel tatsächlich kein Fake und wurde das Interview einer Künstlichen Intelligenz nicht bloß vorgetäuscht? Was hat die DSV-Redakteure bisher gehemmt, solche Fragen führenden Verbandsfunktionären in persona direkt zu stellen? In ohnehin seltenen Interviews kommen diese zumeist vielsagend, doch nichtssagend, verhuscht oberflächlich vor, auch wenn sie vorgeben, ihren Wirkbereich voll im Griff zu haben.
(So in diesem Frühjahr z.B. Hr. Luiking, inzwischen „head of worldpool“: „… wir können alle Wettarten abbilden.“ Doch wo bleibt dann eine überfällige kundenfreundliche Überarbeitung der klassischen Basiswetten? Bei jeder Produktentwicklung werden heute in ordentlichen Unternehmen potenzielle Kunden und ihre Wünsche und Bedürfnisse früh einbezogen – warum dann nicht auch bei der Pferdewette, dieser spektakulären Nische des Finanzmarktes und wesentlichen Refinanzierungsquelle des Galoppsports?)
Bei eher ausweichend beantworteten Fragen wird von den braven DSV-Interviewern selten bis nie nachgehakt. Wie es seriöse Journalistenpflicht wäre. Oft scheint man auch gerade diejenigen Fragen und Problembereiche bewusst zu vermeiden, die Galoppsport-Interessierte besonders drängen, aber den Interviewten evtl. in Ausflüchte und Verlegenheit bringen könnten.
Bestätigt das KI-Interview von Fr. Born wohlmöglich, was viele Galoppsport-Interessierte, gar Turfexperten jedweder Couleur, schon lange ahnen? Nämlich, dass die aktuellen Inhaber von Verbandsführungspositionen weniger Intelligenz besitzen als „der Computer“ heute schon hat? Dies würde allerdings miterklären, warum es den „hohen Herren“ / „den Verantwortlichen“ in diesen Positionen seit 30 Jahren nicht gelingen will, endlich ein plausibles, in sich schlüssiges, mit abgestimmten Prioritäten versehenes praktikables Konzept zu erstellen und erfolgreich umzusetzen, um den desolaten Sanierungsfall „Deutscher Galoppsport“ wohlmöglich doch noch und wider Erwarten in ein nachhaltig aufstrebendes, blühendes Unternehmen zurückzuführen.
Ihre dankbare Aufgabe, allerwertester kassandro, der doch stets in seinen öffentlichen Äußerungen allein DER Wahrheit (und sei es nur der kassandrischen) verpflichtet ist, wäre es nun, mittels Ihrer hohen KI-Kompetenzen, von denen Sie uns berichtet haben, zu prüfen, ob Sie bei den gleichen Fragen aus den Born-Artikel die gleichen, zumindest sinngemäß ähnliche, Aussagen von der von Ihnen befragten KI bekommen? Inzwischen evtl. sogar bessere, weil “die” KI permanent dazulernt!
So erlangt man fehlende öffentliche Anerkennung, werter kassandro – durch originäre Eigenleistung, saubere Recherche und nicht bloß durch anmaßend autoritäres Schwafeln über Gott und den bösen Rest der Welt!
wer von den dsv schreiberlingen solls machen,abschreiben aus racingpost,paris turf u,
und facebook ist doch viel einfacher
Selbst wenn die SPORT-WELT-Redakteure es wollten und könnten, sie dürften niemals etwas Systemkritisches schreiben. In jedem Medienhaus bestimmt der Herausgeber die Redaktionslinie. Mit dem Kauf des maroden Deutschen Sportverlages hatte sich die Familie von Schubert die mediale Herrschaft über den deutschen Galopprennsport gesichert. Das war eine strategische Entscheidung. Früher gab es noch ein kleines gallisches Dorf wie Turfnachrichten, das wenigstens ab und zu mal ein Loch in die Mauer des Schweigens bohren konnte. Das ist lange vorbei. Jetzt können die Mächtigen ungestört durchregieren. Von der Mehrheit im Turf, der wertkonservativen „Kurfürst-Fraktion“, ist kein Widerstand zu erwarten, weil die aus reiner Bequemlichkeit alles so weiter laufen lassen will wie bisher.
Man muß verstehen, daß sich Leute wie Herr Luiking und Herr Multerer und Herr Castle um ihr eigenes Geld kümmern. Auch Pempi war nicht ehernamtlich tätig, sondern stand im Lohn von Wettstar. Seine Lebensleistung im Sport war die Verbindung mit der PMU, Mehrheitsgesellschafter bei Wettstar. Dadurch hat er die Hoheit der deutschen Rennen von Deutschland entkoppelt, wie auch die organisatorischen der Gesellschaft selbst. Die vorgenannten Herren tanzen nach einer französchen Pfeiffe. Und die Pariser lassen sie offenbar machen, mutmaßlich, weil sie auf dem nämlichen Ticket reiseen.
Eigentlich ist das Wetten auf Pferde eine ganz einfache Sache- wer zuerst im Ziel ist, hat gewonnen. Man kann es förmlich mit eigenen Augen sehen. Oft schon früher. Man weiß seit Uhrzeiten, daß die Leute am liebsten Sieg wetten, danach absteigend Platz und Einlauf und 3er Wette. Das hat sogar Galopponline erkannt und eine Untersuchung veranstaltet, wo das herauskam. Wer hätte das gedacht? Trotzdem werden seit Jahr und Tag angeblich pfiffige und neue Wettarten vorgestellt, mit TamTam und Trallalla, im Fernseh und im Internet, und in der Sportwelt. Von Multerer, von Castle, von Luiking. V7, 6 gewinnt, 3×5, Zwo zu aus 4. Dann wird wochenlang via Castle berichtet, dann schläft die neue Wette ganz leis wieder ein. Und eine neue Fake Wette erblickt das Licht der Welt.
Das ist nix anderes als ein selbstgeschaffener Arbeitsnachweis der Initiatoren, die vorgeblich rastlose Suche nach dem heiligen Gral der Pferdewette. Weil ja niemand sonst was davon versteht. Und Castle nennt sich head of worlwide racing oder so ähnlich. Ein Schmarrn ohne gleichen.
Der Sport als kulturelle Gesamtveranstaltung wird nach allen Regeln der PlasteKunst profanisiert, damit sich diese Putzerfische satt machen können. Das macht keinen Spaß mehr.
Jeder muss sich entscheiden, ob er Amateursport oder Profisport will. Wer ja zum Profisport sagt, muss dann auch akzeptieren, wenn es dort nach marktwirtschaftlichen Prinzipien zugeht. Egal ob Fußball oder Galopprennsport: Wo der große Dollar gedreht wird, geht es immer um die Knete, und natürlich wollen da Viele mitverdienen. Es ist das Gleiche wie in jeder anderen Wirtschaftsbranche. Im Automobilhandel und in der Lasertechnologie ist es auch nicht anrüchig, wenn jemand damit Geld verdienen will. Warum sollte es dann anrüchig im Fußball oder Galopprennsport sein? Das ist einfach Marktwirtschaft.
Wer Pferderennsport als echten Amateursport will, der sollte nach Portugal gehen.
Übrigens, auch Daily Impact war mal bei den „Putzerfischen“ im deutschen Turf mit dabei. 2005 ging Raze TV auf Sendung, ein Rennsportsender, der seine Kundschaft zum Wetten animierte. Dass H. J. Schmelz als Mitarbeiter neben den üblichen Verdächtigen mit Zock-TV Geld verdienen wollte, ist völlig legitim, denn wie ich oben gesagt hatte, gibt es in einem Profisport viele Jobs und damit auch viele Verdienstmöglichkeiten. Es ist also nichts Anrüchiges, wenn jemand dort einer erlaubten Tätigkeit nachgeht. So weit, so gut. Es war allerdings nicht übermäßig clever, bei Raze TV einzusteigen, denn für im Kopf wache Geister war die Totgeburt beizeiten absehbar. Auf der Suche nach Jobs war der Kollege Schmelz auch ansonsten in meinen Augen nicht besonders wählerisch.
Portugal auf der iberischen Halbinsel, links Portugal, rechts Spanien, oben und unten Portugal und Spanien, Thomas Bernhard mochte mehr Spanien mit seiner gewissen Schwere als das leichtlebige Italien, zwischen Italien und Spanien noch die Côte d’Azur, Thomas Bernhard mochte Österreich nicht, Österreich war ihm ein Graus, nur allzu verständlich, Thomas Bernhard in den Niederlanden geboren, 1931, bis 2031 noch ein paar Jahre hin, Österreicher lieben die Österreicher nicht, Spanier nicht die Portugiesen, Spanien möchte sich Portugal einverleiben, so wie Trump Grönland, in Grönland ist es kalt, in Spanien eine Ecke wärmer, Pferde und Vollblüter in all den Ländern mehr, und weniger, wo viel Küste da viele Vollblüter, Großbritannien, Irland, Frankreich, USA, Japan, Australien usw. , echter Pferderennamateursport eigentlich nur in Portugal.
In den 80ern, Schaupielhaus. “Ritter Dene Voss”, Gerd Voss spie furios wahrscheinlich Placeobo Teig Brocken und Stücke gegen die Zuschauer, Brrrrandteigkrapfen mit rollendem RRRRRR, dutzende Male, messerscharf illumiert von den Scheinwerfern, damit man genau sehen konnte, was da vor sich ging. Thomas Bernhard auf der Bühne zum Leben erweckt. Später Holzhacken, ebenso dramatisch. War es Peymann, oder Zadek, als Regisseur? Jedenfalls, Thomas Bernhard. Ein Östereicher.
Zadek hat Lulu von Wedekind inszeniert, ebenfalls am nämlichen Platze, mit Wildgruber und Susanne Lothar und dem Treppensturz. Wunderbar, echt und dramatisch und nicht gedoubelt. Bei Lulu und dem Personal ist hingegen kein Österreich bezug erkennbar.
Jedoch, es gibt von Karl Kraus eine Glosse “Der gestohlene Biberpelz”, abgedruckt in der Fackel, ich schätze so um und bei 1910. Da wird die Wiener Presse beleuchtet, die ihn, Kraus, zwar ständig als Satiriker unterschlug, aber in diesem Fall nicht, weil er das Opfer dieses Diebstahls war, und man sich daran ergötzte. So, und nun kommt’s, Kraus erzählt dann eine kleine Geschichte, die sich in einem Kaffeehaus abspielte, wo er gehört haben wollte, wie ein englischer!!! Pferdetrainer am Nebentisch so etwa sagte: “Einmal, man hat gestohlen mir eine Pferdedecke”. Da ist sowohl ein Österreich Bezug erkennbar, und, was es doppelt schön macht, ein Bezug zum Pferdesport, sogar zum Rennsport. Ob Trab oder Galopp ist leider nicht weiter bekannt. Da schweigt Karl Kraus.
Damit ist der Bogen von Thomas Bernhard hin zum Blücher Blog elegant geschlagen.
Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen.
Claus Peymann kauft sich keine Hose, geht aber mit essen.
Es ist immer bemerkenswert, wenn Individuen rückwärtsgewandt hinter aktuellen Entwicklungen her irrend olle Kamellen widerkauen. Ewig-Gestrige halt. Dabei fest glaubend, sie seien die Avantgarde eines allumfassenden Weltwissens, das sich bescheiden als „Kassadrologie“ zusammenfasst und mit missionarischem Eifer und simplen Parolen unter die Deppinge und das übrige Kroppzeuch der dieser natürlich unterlegenen Restwelt verbreitet wird.
Ja, so haben alle Diktatoren der bisherigen Weltgeschichte ganz klein und harmlos angefangen … früh isoliert und stets verkannt in einer Gesellschaft, die sie einfach nicht verstehen kann / will. … Aber wartet nur ein Weilchen und wehe euch, wenn sie plötzlich hoch gespült werden durch die schicksalhaften Wechselfälle des Lebens! Dieser große Geist vergisst niemals die Schmach und die Erniedrigungen, die ihm in seiner unglücklichen Reifezeit angetan wurden … nun, da er freimütig hemmungslos seine alternativlosen Alternativen offenbaren kann per Internet.
kassandro gehört zu jenen Typen, die beim Versuch, ihnen unliebsame Personen hintenherum ans Knie zu pinkeln, auch vor ganz ollen Kamellen nicht zurückscheuen, der US-Donald ist ihnen ein veritables Vorbild. Da erfindet und zitiert k. z.B. einen Artikel, den der vorgebliche Verfasser niemals erstellt hat. Jetzt erzählt er von einem mindestens 10 Jahre alten Posting in einem nicht mehr existenten Forum, der einen nicht mehr existenten Hengst zum Mittelpunkt hatte. Alles nur kassandrischer Strunz.
Albert Einstein hat zu solchen Anwürfen gesagt: „… von mir gibt es viele falsche Veröffentlichungen“ – denn er ruhte souverän in sich und hatte keine Angst, falsch zu liegen, wie uns eine aktuelle ARTE-Dokumentation über Einstein und Hawking berichtet. Das ist der Unterschied zwischen souveränem Wissen und miesepetriger, missgünstiger Besserwisserei.
Seit Menschengedenken funktioniert Wissenschaft und Bildung diesseits der Hohen Kassandrologie so einfach: eine logisch-begründbare Weltsicht wird durch eine nachfolgende, ebenfalls logisch-begründbare, in sich widerspruchsfreie, zudem reproduzierbare, zuweilen „bahnbrechende“, Beobachtung obsolet … bis auch diese neue Weltsicht irgendwann nicht mehr gültig sein wird, weil verbesserte Methoden, Messinstrumente und (Mess-) Daten, vll. sogar intelligentere und gebildetere Forscher diese widerlegen werden, die auf den Erkenntnissen ihrer Vorgänger aufbauen können und diese nicht erst selbst neu finden müssen. Das ist die Kulturgeschichte der Menschheit mittels sog. „wissenschaftlichen Fortschritt“, den es nur in der Kassandrologie nicht gibt, weil da schon immer alles drin war. War so, ist so, wird so sein und bleiben – aber das glaubt nur ER, der ewiglich Verkannte mit dem vorlauten Urteilsvermögen, allein!
Sogar F. J. Richter nutzt heute Methoden und größeren Datenbasen und berücksichtigt Erkenntnisse, über die er vor 15 – 20 Jahren noch nicht verfügte. Zuweilen relativiert dies bisher Erarbeitetes, das allerdings häufig notwendige Vorarbeit war zu dem, was heute ist und vll. in Zukunft noch werden wird. Also alles ganz normal … diesseits kassandrischer Gespinste, die allzu oft mentale Defizite in der kognitiven Weltwahrnehmung widerspiegeln (besonders selektive Wahrnehmung und leben wollen in kognitiver Dissonanzfreiheit).
Mein lieber Herr Dr. F.J. Richter, in meinem Alter ist noch niemand Diktator geworden, wenn er es nicht schon vorher war, auch der von ihnen so verehrte Donald T. nicht. Ich denke auch nicht daran, an diese Alterschranke etwas zu ändern.
Mit den ganz “ollen Kamellen” will ich doch nur ihre hippologischen Heldentaten für die Nachwelt retten, zumal sie das mit ihrem eigenen Erinnerungsvermögen offenbar selbst nicht schaffen.
Kassandro hatte mit der Wahl seines Jobs als Programmierer genau die richtige Entscheidung getroffen, weil er da vor einem Computerbildschirm sitzen konnte und mit Zahlen statt mit Menschen zu tun hatte. Wenn er sich dagegen in Menschenkenntnis versucht, endet das immer mit einem Griff ins Klo. Menschen sind einfach nicht sein Ding.
Sagt wiedermal der Richtige.
Konstruktiv richtungweisender als kassandro hingegen anerkannte Genien des Menschengeschlechts. Nehmen wir zum Bleistift einmal nur einige Zitate des vorerwähnten Albert Einstein:
„Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller.“
„Man muss vor allem kritisch gegen sich selbst sein.“
„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“
Selbst an den dt. Galopprennsport und seine eklatanten, ihm wohl bald den Todesstoß versetzenden Managementprobleme hat Einstein einige bisher ignorierte Maximen vorgedacht:
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
„Das Problem zu erkennen, ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung.“
„Wir können der Tatsache nicht ausweichen, dass jede einzelne Handlung, die wir tun, ihre Auswirkung auf das Ganze hat.“
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.“
„Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend.“
… und speziell unserem omni-kompetenten Grafen Kassandrula aus Tritratrulla hinterm Bergwalde schrieb Albert Einstein ins Stammbuch:
„Wer es in kleinen Dingen mit der Wahrheit nicht ernst nimmt, dem kann man auch in großen Dingen nicht vertrauen.“
… oder für unsere vornehmtuend wohlstandsverwahrlost daherkommenden Reisenden in Sachen Galopprennen aus Großkotzburg an der Elbe oder die versnobten Wichtigtuer aus der Turf-Hochburg Bad Mooorleiche hinter Rübenfelde:
„Ein Leben, das vor allem auf die Erfüllung persönlicher Bedürfnisse ausgerichtet ist, führt früher oder später zu bitterer Enttäuschung.“
Den dröge-konventionellen Wissenschaftlern jedweder Fakultät diesseits der Kassadrologie riet Alber Einstein allerdings u.a.:
„Jede Erkenntnis muss ich mir selbst erarbeiten. Alles muss ich neu durchdenken, von Grund auf, ohne Vorurteile.“
„Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher.“
„Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.“
Gibt es einen wahren großen Star in Wissenschaft, Kultur oder Sport, der seinem noch zuhörenden Publikum permanent erzählen muss, wie toll er doch in Wirklichkeit ist und was er alles weiß und kann? Nee, dat tuen nur die Blender, die Poser, die kleinen furchtsamen Jungs und Mädels, die im dunklen, ihnen unheimlich stillen Wald pfeifen und laut quatschen, um sich selbst Mut zu machen. kassandro weiß das in seinem tieftes Innern, darum agiert er hier so.
Ich bin immerwieder fasziniert, wie genau die meisten Menschen sich selber kennen und ihre Macken dann auf die anderen projizieren… hab’s gegoogelt, das schreibt man echt so
Phantasie ist wichtiger als Wissen, tut man noch von Einstein kennen, und dass er die Parerga und Paralipomenis so locker an einem, in einem Stück, gelesen hatte glaubt man Einstein nicht, aber dass Phantasie wichtiger als Wissen ist, das könnte wohl richtig sein.
KÖLLE ALAAF
Zum Jahresende wird Philipp Hein sein Amt als Geschäftsführer im Weidenpescher Park nach elf Jahren aufgeben.
Was etwas verwirrt, ist der offensichtlich falsche Eintrag in seinem XING-Profil. Da steht neben der Tätigkeit für den Kölner Rennverein auch noch sein vorheriger Job in Aachen so:
„Bis heute 14 Jahre und 9 Monate, seit Dez. 2011
Internationale TV-Rechte Vermarktung; Ticketmanagement & Ticketvertrieb
Aachener Reitturnier GmbH – CHIO Aachen“
Interessanter ist ein Interview, das er im September 2023 der Kölnischen Rundschau gab. Darin erklärte er u.a. über die Lage des Rennvereins: „Die Einnahmen reichen nicht, um die Kosten, die sich in den letzten Jahren deutlich erhöht haben, vollständig zu decken. Nur mit einem ausverkauften Haus könnten wir an einem Renntag annähernd schwarze Zahlen schreiben. Wenn man sich die Fixkosten über das ganze Jahr ansieht, ist es schwierig, Gewinne zu machen.“
Der Durchschnittsbesuch in Weidenpesch betrug im Jahre 2023 10.000 Besucher, und das reicht also nicht, um kostendeckend zu arbeiten. Das gibt wirklich zu denken, denn zehntausend Leute im Schnitt ist wirklich mehr als nur respektabel. Welche andere Rennbahn schafft das? So gesehen kann ich verstehen, dass Hein sich nach elf Jahren auf der Rennbahn nach anderen Perspektiven umschaut. Weiteres Steigerungspotenzial sieht er in Weidenpesch offenbar nicht mehr, und wer wollte ihm da widersprechen.
Ich wiederhole einen Satz aus dem Hein-Interview oben: “Nur mit einem ausverkauften Haus könnten wir an einem Renntag annähernd schwarze Zahlen schreiben.” d.h. selbst mit einer total vollen Hütte bleibt immer noch ein kleines Minus. Das ist frustrierend. Umso wichtiger wird es, mit anderen wirtschaftlichen Aktivitäten den Rennsport querzusubventionieren.
Bezüglich Philipp Hein bin ich auf seinen weiteren beruflichen Weg im Jahre 2027 gespannt. Die gleiche Frage kann man sich auch bei Elena Delor stellen, die bis Ende letzten Jahres die Geschäftsführerin der Besitzervereinigung in Weidenpesch war. Was macht die schöne Elena jetzt? Sie ist eine von mehreren Sales Managerinnen bei der Koelncongress GmbH, der Messegesellschaft in der Dom-Metropole. Sie hat also noch rechtzeitig den Absprung aus dem maroden Galopprennsport geschafft. Darum geht es jetzt auch für Philipp Hein.
Schon im Frühjahr 2019 sagte der damals neue GF der Rennbahn Hoppegarten, Michael Wrulich, in einem der zu selten guten SW-Interviews:
„Warum es seit Jahren nicht läuft im dt. Galoppsport? Es haben sich zu viele Personen in den Nischen des Sports komfortabel einnisten können. Die wollen da selbstverständlich nicht mehr raus und sabotieren deshalb jeden Ansatz eines Reformversuchs im Keim.“ Wahre Worte – konsequenzlos verhallt vor 7 ½ Jahren!
Hr. Wrulich ist m.W. nicht mehr im Sport, nun geht mit Hrn. Hein ein weiterer der Wenigen, die eine wohl positive Leistungsbilanz vorweisen können.
Der amtierende BV-Präside ist sich übrigens des Führungspersonal-Problems im Galoppsport durchaus bewusst. Als ich ihm gegenüber unlängst äußerte: „ … mit vielen der Leute, die sich im Galoppsport Leiter von … / Chef- … / gar GF von … nennen dürfen, aber in ordentlichen Unternehmen mangels Talents und Kompetenz nicht einmal eine Gruppen- oder Projektleiter-Position bekommen würden, können Sie in absehbarer Zeit keine erfolgreiche Wende umsetzen“, antwortete er mir unter Zeugen indirekt bestätigend: „Der Galoppsport ist zu arm, um sich Manager mit 200 Tsd.-€-Jahreseinkommen leisten zu können.“
Ja, viel ist versäumt und vertan worden seit 1994 … unter Ellerbrake, der den BBAG-Galoppsport erfand, bei dem auch Leute Geld mit und an nicht selbst gezogenen Pferden verdienen, der skurilen und höchst peinlichen Hellwig-Posse, im anschließenden Ostermann-Schnarchsaal und nun kurz vor Exitus unter Baum fehlt es plötzlich – oh Wunder – überall an notwendigen Mitteln.
Ob das Messegeschäft weniger marode als der Galoppsport ist, möchte ich bezweifeln. Mit der Deutsche Messe AG in Hannover geht es jedenfalls seit Jahren trotz 200.000€ Managern steil bergab. Ich bin ja jedes Jahr für 2-3 Tage auf der einst größten Messe der Welt und gehe jede Wette ein, dass dort die Lichter noch früher ausgehen als im Deutschen Galoppsport. Hier wie dort hat man strukturelle Probleme, gegen die es keine Patentrezepte gibt und man nur auf bessere Zeiten hoffen kann, auch wenn diese nicht in Sicht sind. Ich halte mich mit der Kritik an den Verantwortlichen zurück, und muss ihre Arbeit sogr positiv bewerten. Im Vergleich zu anderen Sportarten wie z.B. dem Springreiten hat man den Niedergang verhältnismäßig gut gebremst, aber natürlich nicht aufgehalten, nicht aufhalten können. Im Springreiten ist in unserer Region so ziemlich alles weggebrochen: Die ikonische Goldene Peitsche von Nörten-Hardenberg, die Löwen Classics in Braunschweig, Paul Schockemöhles Turnier in Bremen, alles weg, aus und vorbei. In Harzburg hat wir ein 2* Turnier für die Vielseitigkeitsreiter, bei dem die Weltklasse gerne ihre Nachwuchspferde testeten. Auch dieses Turnier ist Geschichte. Wenn man das so vergleicht, hat sich der Galoppsport erstaunlich gut gehalten.
Die konkrete Abwägung, die Elena Delor zu treffen hatte, lag zwischen der Besitzervereinigung und der Köln Messe. Ich glaube, dass sie sich richtig entschieden hat. Ihr Gehalt als Sales Managerin bei der Köln Messe ist bestimmt höher als im Weidenpescher Kabuff, und die Zukunftsaussichten sehe ich auch positiver bzw. weniger schlecht. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird es für Alle ganz brutal werden, sicher auch für Messegesellschaften. Aber Unternehmen aus der Freizeitbranche werden es wohl am allerschwersten haben.
Die Abschiede von Elena Delor und Sportökonom Philipp Hein wie auch vor Jahren von dem Hoppegartener Mike Wrulich, dem erfahrenen Sportmarketing-Mann aus der Bundesliga, müssen dem Beobachter zu denken geben. Und sie sind ein klares Signal für alle jüngeren Turf-Kräfte mit Potenzial, die jetzt noch auf dem sinkenden Schiff sind. Die vielen kleinen Rennbahnen segeln dabei oft unter dem Radar der Medien und der Öffentlichkeit, so dass ihr Verschwinden meist unbemerkt bleibt. Heinz und Theo wären nicht einmal in der Lage, die (Ex-)Rennbahnen Hooksiel, Herxheim, Meißenheim, Wildeshausen und Miesau auf der Landkarte zu zeigen.
Eins kann ich Ihnen aber zeigen, den Finger an der Stirn, Sie Dummschwätzer.
Who is hot and who is not?
Wer von den Mitarbeitern im deutschen Rennsport hätte noch berufliche Chancen außerhalb des Turfs und wer nicht?
Lisa Birnstiel, die Eventmanagerin des Münchner Rennvereins und dort auch für Marketing zuständig, ist ein jüngeres Baujahr und umtriebig bei Allem, was mit Pferden zu tun hat. Beim Poloturnier auf Schnee in Kitzbühel oder beim großen Reitturnier neben der Riemer Rennbahn etwa. Für sie sehe ich Chancen extern, aber sie darf sich nicht zu sehr aufstellen als nur „die Pferdetante“. Thorsten Castle ist als Moderator thematisch breiter aufgestellt.
Einer, der den hot-Zustand lange hinter sich hat, ist Frank Becker, ein älteres Semester. Er ist schon ewig im Rennsport tätig und daher eigentlich jedem (außer Heinz und Theo natürlich) ein Begriff. Früher war er sozusagen die Allzweckwaffe der Familie von Schubert. Überall, wo er in leitender Funktion gebraucht wurde, Bielefeld, Köln, Baden-Baden, Mr. Becker war da. Mit dem Managerstatus ist es jetzt allerdings vorbei. Er konnte wohl noch froh sein, dass er beim Münchner Rennverein nun im Büro für das Sekretariat und die Buchhaltung zuständig ist. Für ihn dürfte es außerhalb des Rennsports nicht mehr weitergehen. Also Augen zu und durch.
Das „Hippologische“ kommt hierorts zweifellos zu kurz. Was allerdings nicht weiter verwundert: Die Suche nach hippologischen Erkenntnissen erfordert genaue Beobachtung, peinliche Akribie bei der zeitlich aufwändigen Recherche in einer möglichst großen Datenbasis, die oft zunächst selbst zu schaffen ist. Zudem einen Forschungsgegenstand von (allgemeinem?) Interesse. Auch eine gewisse Frustrationstoleranz ist nötig, denn nicht selten ist der Erkenntnisgewinn kleiner / unbestimmter / unsicherer als anfänglich erhofft. Kurz gesagt: Das ist nix für sich allwissend gehabende Schwadroneure, jene wohlfeil fabulierenden Maulhuren beiderlei Geschlechts, die sich selbstbetrügend für Turf-Experten halten, aber eher arbeitsscheu sind – viel lieber dem Marketing und seiner bunt-heilen Welt frönen.
Graf Kassandrula hat es u.a. mit den „großen Hippologen“, jenen mythischen Gestalten aus Zeiten, da der Galoppsport noch glorios war und nicht zum emotional animierten Pferdehandel zwischen smarten Jungs degeneriert. Zu denen – also zu den großen Hippologen und / oder den smarten Jungs – gehört kassandro offensichtlich noch nicht. Es fehlt ihm halt an eigenzuleistenden, weiterführenden hippologischen Erkenntniswerten.
Doch er kann zu jenen „großen Hippologen“ aufschließen – zzt. ist die Gelegenheit dazu sogar recht günstig!
Im (vor-?) letzten Jahr erschien in der VOLLBLUT des DSV-Verlags, dessen Redakteure vor allem dem „gesunden Menschenverstand“ verpflichtet sind und dessen Chef-Redakteur in seinen Editorials so trefflich zwischen „gut so!“ und „völliger Blödsinn!“ zu urteilen vermag, ein Artikel über Inzuchten auf Allegretta. Sein Verfasser fand mit viel eigener Mühe, da ihm unterstützende Statistiken fehlten, etwa 780 Pferde mit diesem genealogischen Merkmal, wovon etwa 80 (rund 11 %) sog. „Blacktype-Performer“ waren. Wobei dem Leser verborgen blieb, ob es sich bei den „BT-Performern“ um Pferde handelt, die in Blacktype-Rennen (in GER, Europa, weltweit?) nur angetreten oder ob sie in diesen auch erfolgreich platziert gelaufen sind. Nach etlichen Seiten kommt der Verfasser zu seinem hippologischen sibyllinischen Fazit: „Inzuchten auf Allegretta erscheinen erfolgversprechend!“ Vorhang zu und alle Fragen offen … Nennt mir nur einen Züchter, der seiner Meinung nach nicht „erfolgversprechende Zuchtdispositionen“ trifft!
Selbstverständlich war dies keine gehaltvoll zitierfähige wissenschaftliche Studie, eher „ziemlicher Blödsinn“.
Hier nun ist kassandro gefordert, sozusagen als „Mittlere-Reife-Prüfung“ auf dem Weg zum „großen Hippologen“: Wie lauten die Vergleichswerte, die man benötigt, um nachvollziehbar beurteilen zu können, ob eine Inzucht auf Allegretta erfolgversprechend(er) als alternative Hypomatings ist? Wird kassandro diese liefern können und damit unser hippologisches Wissen dankenswerterweise fundiert bereichern?
Als „Abitur-Prüfung“ zum „großen Hippologen“ empfiehlt sich m.E. folgendes Problem:
Vor einigen Jahren veröffentlichte Harald Siemen in seinem Handicapper-Blog bei DG-Online einen Kriterienkatalog zu den Chancen von (Dt.) Derby-Startpferden. Er listete 10 Kriterien und vergab für jedes von einem Starter erfüllte Kriterium einen Punkt. Wer die meisten der maximal 10 Punkte sammelte, hatte vorab die besseren Chancen. Bis 2025 übernahm dann die SPORT-WELT diese Auswertung, in diesem Jahr allerdings nicht mehr (warum nicht?).
Frage an kassandro auf seinem schweren Wege zum allseits anerkannten „großen Hippologen“: Gibt es nur diese 10 Kriterien und nicht evtl. (viele) mehr? Welche sind das / könnten das sein? Sind alle bisher gelisteten Kriterien gleich wichtig und wertig? Wohl kaum, wenn z.B. die Höhe der bisherigen GAG-Einschätzung die Startnummer bestimmt und diese GAG-Einschätzung aus Erfolgen in besseren Derby-Vorprüfungen resultiert, … hier also implizit „Doppelzählungen“ und damit Verzerrungen im Wertungsmodus vorliegen.
Das wird nichts mit der mittleren Reife. Die Frage nach der Qualität von Allegretta-Inzucht erscheint mir wenig sinnvoll, denn ich kann kaum welche sehen. Es wird einmal sehr viel Inzucht auf Allegrettas Tochter Urban Sea, weil diese zwei Söhne hat, die als Deckhengste sehr erfolgreich sind, Galileo und Sea The Stars, aber auch das wird noch einige Jahre dauern. Es ist jedoch falsch eine Inzucht auf Urban Sea als Inzucht auf Allegretta zu bezeichnen. Würde man dies tun, so wären alle Inzuchten auf Northern Dancer auch Inzuchten auf dessen Mutter Natalma. Auch darf man Nachkommen von Inzucht-Pferden nicht als Inzuchten desselben Pferdes bezeichnen. So ist zwar Danehill ohne Zweifel eine Inzucht auf Natalma, aber man darf dann nicht alle Danehill-Nachkommen als Inzuchten auf Natalma bezeichnen. Die vielen sehr guten Danehill-Nachkommen werten natürlich Danehill als Inzucht auf Natalma gewaltig auf.
Durch diese zweifache Einschränkung des Inzucht-Begriffs bleiben bei Allegretta nicht mehr viele Inzucht-Pferde übrig. Allegrettas Sohn King’s Best, ein 3/4-Bruder zu Urban Sea, war ein guter, wenn auch nicht überragender Vererber. Paart man nun King’s Best Nachkommen mit Urban Sea Nachkommen, also z.B. Nachkommen von Galileo oder Sea The Stars, dann sind das alles echte Allegretta-Inzuchten. Über diese Inzucht-Schiene gibt es schon einige moderat erfolgreiche Produkte und es wird noch mehr geben, wenngleich der Inzuchtgrad dann natürlich abnimmt. Generell kennt man bei jedem Cross fast immer nur die Erfolge und fast nie die Misserfolge, was die Bewertung eines Crosses immer sehr zweifelhaft macht. King’s Best bester Sohn Workforce ist aus einer Tochter von Sadler’s Wells, dem Vater von Galileo. Das ist ein positives Indiz für einen Cross zwischen King’s Best und Galileo, eine Inzucht auf Allegretta. Insgesamt würde ich eine Inzucht auf Allegretta als moderat positiv bei schwacher Datenlage einstufen.
Der Debutsieg von Laveran für seinen Vater Torquator Tasso. Er fiel deutlich aus und Laveran stammt aus einer sieglosen Mutter, was natürlich die Vater-Leistung noch zusätzlich in einem besseren Licht erscheinen lässt. Die zweitplatzierte Stute, ebenfalls von Tasso, stammt dagegen aus einer sehr noblen Röttgener Linie und ist unter anderem 3/4-Schwester zu Wagnis, unter anderem gute Zweite im Preis der Diana, die allerdings bei ihrem Debut als Zweijährige auf Anhieb siegte, aber das Zweijährigen-Rennen in München war schon von einer überdurchschnittlichen Qualität. Die Stute sollte es beim zweiten Anlauf locker schaffen, die Maidenschaft abzulegen. Laveran dürfte aber jetzt einer der Favoriten für den Preis des Winterfavoriten sein. Warum bringe ich ihn ausgerechnet in einem Inzucht-Thread? Die Antwort ist ganz einfach: Laveran ist aus einer Soldier Hollow Mutter und damit eine 3×3 Inzucht auf In the Wings, den Vater von Soldier Hollow und Großvater von Torquator Tasso. Auenquelle und die auf dem Gestüt ansässigen Penmsionszüchter produzieren viele solcher Inzucht-Pferde und wenn der Cross selbst bei einer sieglosen Mutter klappt, dann ist das ein sehr gutes Vorzeichen , mehr allerdings noch nicht. Die bevorstehende BBAG-Auktion sollte allerdings durch die zwei ersten Siege wenigstens einigermaßen gerettet sein.
Die Minder-Achtung der Stuten, in der Vererbung, ist schon immer sehr verbreitet gewesen.
Torquator Tasso hat auch eine Mutter ohne Rennleistung, Orsini auch, unser hochgeschätzter Lombard ebenfalls, Nereide usw.
Das geht nicht speziell gegen Sie, Kassandro, ich wollte nur nochmal meine Meinung zu einem Thema sagen, von dem ich vielleicht doch ein wenig Ahnung habe.
Ich bin bei Stuten ohne Rennleistung immer skeptisch – auch wegen des fehlenden Gesundheitsnachweises.
Und was Nereide betrifft, so war ich dieser Tage selbst erstaunt. Nereide war die große Rennstute, die. hätte sie gedurft, nach der Form in München im Arc wahrscheinlich eine heiße Klinge geschlagen hätte. Nereide brachte zwei Deckhengste, einer war recht gut, hat mit Stani einen Stallion gebracht, der andere war durch politische Umstände an einer wahrscheinlich große Karriere gehindert worden. Die einzige Tochter ist bei mir als nicht gelaufen gekennzeichnet und hat keine Nachkommen.
Die Linienbegründerin für die Linie der Catnip in Deutschland war aber Nanon. Für die Stute habe ich keine Rennleistung, Graf Isolani war nicht unbedingt der Superhengst der damaligen Zeit. Sie brachte Nixe, die Mutter von Neckar etc.. Die Familie hat in Röttgen klassische Sieger gebracht, Novellist stammt aus dieser Linie und Magical Lagoon hat die irischen Oaks gewonnen.
Warum war die große Rennstute in der Zucht nur Mittelmaß und die kleine Schwester ohne oder mit geringer Rennleistung die große Linienbegründerin – eines der großen Geheimnisse der Vollblutzucht!
Nanon
Weil Graf Isolani , damals noch keinen Ruf als Vererber hatte und auch nie bekommen hat, hat man seinerzeit ihn vor Laland, als wahrscheinlichen Vater angegeben. Ein zuverlässiger Zeitzeuge hat mir versichert, dass Nereide zweifelsfrei von Laland war. Wer die Pferde kannte, wußte das auch.
Ihre Meinung zu ungeprüften oder wenig erfolgreichen Stuten ist nicht ganz falsch, glücklicherweise hält sich nicht jeder daran.
Für mich hat eine Stute, die drei – vier Jahre 70 + KG hatte, ihren Zuchtwert mehr bewiesen, als eine Dreijährige, die clever eingesetzt wurde und 90kg bekommen hat.
Bei Nereide war die Vaterschaft nicht eindeutig. Ich meinte aber Nanon, die wohl eindeutig von Graf Isolani abstammt.
Was die Bewertung von Stuten mit guter Leistung über mehrere Jahre gegen eine gute gemanagte Stute mit einem Rennjahr betrifft, da bin ich ganz Ihrer Meinung. Sehe ich bei Hengsten ähnlich!
Schon vor längerer Zeit habe ich im einstigen Galopper-Forum einen kleinen Beitrag zum Thema Inzucht geleistet, den ich an Hand einiger Beispiele illustrieren möchte. Er beruht auf den sogenannten Inzuchtlinien. In der Regel sind das nur zwei, eine auf der Vaterseite und ein auf der Mutterseite. Auf der Vaterseite von Laveran ist die eine Inzuchtlinie:
In the Wings -> Adlerflug -> Torquator Tasso -> Laveran
auf der Mutterseite:
In the Wings -> Soldier Hollow -> Linaria -> Laveran
Der -> steht für direkte Nachkommenschaft. Die Prinzipielle Aussage meines Beitrages lautet nun: Eine Inzucht ist gutartig, wenn auf jeder Inzuchtlinie mindestens ein Pferd von sehr guter Klasse zwischen dem Inzuchtpferd, im obigen Fall Laveran, und dem Pferd auf das ingezogen wird, im obigen Fall In the Wings, liegt. Im obigen Fall liegen auf der Vater-Inzuchtlinie die Spitzenpferde Adlerflug und Torquator Tasso, also nur absolute Toppferde. Das ist eigentlich immer der Fall, wenn die Vater-Inzuchtlinie identisch mit der Hengstlinie ist, was natürlich nicht immer der Fall sein muss. Auf der Mutter-Inzuchtlinie liegt mit Soldier Hollow ebenfalls ein absolutes Toppferd, so daß ich Laveran als gutartige 3×3 Inzucht auf In the Wings einstufe. Das ist gilt dann logischer Weise für alle Pferde von Torquator Tasso aus Soldier Hollow Töchtern. Während die Vater-Inzuchtlinie von maximaler Qualität ist, ist dies die Mutter-Inzuchtlinie NICHT. Sie enthält mit Linaria ein Pferd, das man in keinster Weise als Spitzenpferd bezeichnen kann. Spitzenpferde auf Inzuchtlinien filtrieren Negativ-Gene des Pferdes auf das ingezogen wird tedenziell heraus und lassen Positiv-Gene tendenziell stärker zum Inzucht–Pferd durch. Bei der möglichen Verdopplung negativer Gene handelt es sich um die negative Seite der Inzucht, bei der möglichen Verdopplung positiver Gene um deren positive Seite. Das ist der Grundgedanke meines Inzuchtbeitrages. Ich will diesen noch an Hand der berühmtesten 3×3 Inzucht der deutschen Vollblutzucht, dem Graditzer Alchimist, illustrieren, den Daniel Delius als Stempelhengst der Deutschen Vollblutzucht und ich auf Wikipedia etwas zurückhaltender als “einen der bedeutendsten Vererber der deutschen Vollblutzucht und vielleicht der einflussreichste überhaupt” bezeichne. Seine Vater-Inzuchtlinie lautet:
Ard Patrick -> Hornisse -> Herold -> Alchimist
und seine Mutter-Inzuichtlinie:
Ard Patrick -> Antwort -> Aversion -> Alchimist
Auf den Inzuchtlinien liegen ausschließlich Toppferde, insbesondere der de facto unschlagbare Graditzer Champion Herold, der allerdings ein einziges mal knapp geschlagen wurde, weil er ihm Jockey nicht einmal die Peitsche zeigte, was ihm auch die Triple Crown kostete. Insgesamt muss man bei Alchimist von einer 3×3 Inzucht von maximaler Qualität sprechen und er bestätigte diese Einstufung dann als Rennpferd und ganz besonders als Vererber. Die bereits angesprochene Allegretta ist nun 4×4 Inzucht auf Alchimist. Ihre Vater-Inzuchtlinie lautet:
Alchmist -> Aralia- > Agio -> Lombard -> Allegretta
und ihre Mutterinzuchtlinie:
Alchmist -> Birkhahn -> Almyra -> Anatevka -> Allegretta
Während die Vater-Inzuchtlinie von maximaler Qualität ist gibt es auf der Mutter-Inzuchtlinie mit Birkhahn nur ein Spitzenpferd, was allerdings ausreicht, um Allegretta als gutartige Inzucht auf Alchimist einzustufen. Außerdem ist der Inzuchtgrad relativ niedrig, so dass man hier keine Einwände erheben kann. 14 Jahre vor Allegretta testete Schlenderhan mit Aralina eine viel härtere 2×2 Inzucht auf Alchimist aus. Das muss man schon als brutale Inzucht einstufen, die aber denoch auch gutartig ist. Auf der Vaterseite:
Alchimist -> Birkhahn -> Aralina
und auf der Mutterseite:
Alchimist -> Aralia -> Aralina
Aralina war ein repektables Rennpferd und baute dann eine breite Mutterlinie auf. Kurioserweise trafen Birkhahn und Aralia auch auf der Rennbahn aufeinander. Sie gingen beide als ungeschlagene Favoriten ins Derby 1948. Birkhahn gewann und Aralia wurde Vierte. Die heute fast vergessene Aralia wurde dann zur wohl erfolgreichsten Schlenderhaner Mutterstute.
Kommen wir nun den bösartigen aber denoch erfolgreichen Inzuchten- Die bekannteste ist sicherlich die zweifache Arc-Siegerin Enable, eine 3×2 Inzucht auf Sadler’s Wells. Ihre väterliche Inzuchtlinie ist noch von maximaler Qualität:
Sadler’s Wells -> Galileo -> Nathaniel -> Enable
Etwas schlechter sieht es dann schon auf der Mutterseite aus:
Sadler’s Wells -> Concentric -> Enable.
Concentric war nun al Gruppe-platzierte Listensiegerin beileibe keine Krampe, aber ich möchte sie nicht als Toppferd bezeichnen. Insgesamt ist Enable fast eine gutartige Inzucht, aber der Inzuchtgrad ist sehr hoch.
Schlechter als bei Enable sieht de Sache bei Danehill, eine 3×3 Inzucht auf die Stute Natalma. Die Vater-Inzuchtlinie sieht so aus:
Natalma -> Northern Dancer -> Danzig -> Danehill
Auf seiner Mutter-Inzuchtlinie kann man keine Qualität finden:
Natalma-> Spring Adieu -> Razvana -> Danehill
Kurioserweise hatten bei Danehill weder die Mutter noch der Vater Blacktype. Die Mutter war gar sieglos. Das ist schon echter Wahnsinn.
Noch krasser ist der Fall Agamemnon, eine 1×3 Inzucht auf Herold. Herold deckte im hohen alter seine eigene Enkelin. So eine krasse Inzucht kann niemals gutartig sein. Dennoch war Agamemnon ein gutes Rennpferd, nach heutigen Maßstäben Gruppe-Sieger, und hinterlies über seine Tochter Prinzess Addi, die Mutter von Prince Ippi, sogar bleibende Spuren in der Vollblutzucht.
Wie kann ein Mensch alleine, so viel Quatsch verzapfen. Sie haben doch von Zucht und einigen anderen Dingen, keinen blassen Schimmer.
Zahlen lügen nicht, Mathematiker schon.
Ein deutliches Indiz für „Größe“ ist es allerdings erst, wenn jemand beginnt Fragen zu stellen, die offenbar noch niemand zuvor gestellt hat. So beginnen „bahnbrechende“ Grenzüberschreitungen und anschließende Erweiterungen des herkömmlichen Wissens.
Nachfolgendes Problem habe ich etwa im Laufe des letzten Jahres einigen mir bekannten und erfolgreichen Vollblutzüchtern sowie einigen Personen gestellt, die sich für Turf- / Zuchtexperten halten, m.E. auch sind. Die Reaktion war zuweilen verblüffend, bei dem einen oder anderen konnte man im Gesicht ablesen, dass es plötzlich „Klick“ gemacht hat – ein sog. „Geistesblitz“ eingeschlagen hatte.
Bei der Problemlösung bin ich aber noch nicht viel weiter gekommen, auch die bisher Befragten konnten leider nur wenig Nützliches beitragen.
Hier können Sie, kassandro, Ihre hohe Kompetenz und Expertise auch in Fragen des Galoppsports belegen, zumal das Problem strukturelle Aspekte hat, die m.E. mathematische Lösungsansätze nahelegen:
Lt. BV-Hengstbuch von Weihnachten 2025 ist nur einer der darin rund 45 aufgeführten, in Turfschland aktiven Hengste „frei von“ Northern Dancer. Und dieser Eine ist in dieser Woche verstorben.
Es ergibt sich im Anschluss daran für mich die Frage: Wie heißen die nach und neben Northern Dancer 10 – 15 – 20- … jüngsten Ahnen, die sämtliche (in Deutschland) in den letzten 5 Jahren geborenen Vollblüter gemeinsam haben? Bei Erweiterung der Fragestellung: Unterscheiden sich evtl. diese bedeutenden Vorfahren von denen in anderen Zuchtregionen? Sind dort evtl. andere namen zu nennen?
Diese Kenntnis könnte u.a. Pedigrees und ihre Analysen wesentlich verkürzen; Abstammungszweifel bei bedeutenden Vorfahren der Vergangenheit wie z.B. bei Galopin, Bend Or = Tadcaster, evtl. Eclipse, u.a., verlören an Relevanz, wenn man die Ahnenreihen erst bei solchen Vorfahren beginnen ließe und nicht bei Darley Arabian und Co.
Hilfestellung bei der Problemlösung: In der Zeit zwischen ca. 1875 und ca. 1910 scheint sich der engl. Vollblüter neu zu erfinden mit Pferden – später bedeutenden Ahnen – wie Bend Or, St. Simon / Galopin, Cyllene, Bay Ronald, Bayardo, … evtl. auch Stuten, wie z.B. Pretty Polly, Sceptre?, die bei den meisten / (fast?) allen Vollblütern der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit mindestens einmal auftreten.
Setzt man nun Northern Dancer als jüngsten omnipräsenten Vorfahren, wer ist dann der nächst-jüngere? Native Dancer, Hyperion oder eher dessen Mutter Selene, wer sonst wäre zu nennen …?
Zu beachten hierbei: Ahnen scheiden nicht automatisch aus dem Kreis der hier gesuchten Ahnen aus, weil sie auch schon bei einem zuvor identifizierten Ahnen anzutreffen waren und weil sie über andere Ahnenlinien in ein Pedigree gelangt sind. Die Reihenfolge der „jüngsten“ gemeinsamen Ahnen ergibt sich nach ihrem Geburtsjahr.
Viel Vergnügen beim Ausknobeln! Sicher finden Sie, kassandro, einen Algorithmus, mit dem sich dieses Problem in Gegenwart und Zukunft komfortabel ohne aufwändiges Zeitinvestment lösen lässt.
Mit diesem Forschungsbeitrag wären Sie, kassandro, m.E. mit gutem Gewissen und frei vom üblichen spöttischen Pathos als „großer Hippologe“ zu bezeichnen!
Also ich zB. habe nicht die geringste Ahnung, wovon Sie da schwafeln und das ist zum Glück auch die einzige Gemeinsamkeit zwischen uns.
PARLO FOR PRESIDENT
Schon seit Jahrzehnten wünsche ich dem leidenschaftlichen Parlo Richter, dass er das von ihm erstrebte Ziel einer Mitarbeit im deutschen Galopprennsport, insbesondere im Dachverband, erreichen möge. Niemand bringt so viel Herzblut für den deutschen Galopprennsport mit wie er. Ein Beispiel: Als ich die SPORT-WELT für berufliche Zwecke nicht mehr brauchte, habe ich das Abo aus alter Gewohnheit zunächst noch mehrere Jahre weiterlaufen lassen, aber dann eben doch gekündigt, weil mich der sportliche Teil nicht mehr interessierte. Parlo ist da ganz anders, er ist auch heute noch Abonnent und lässt keine Zeile aus. Ich sage mal scherzhaft: Im deutschen Turf gilt die Devise „der Letzte macht das Licht aus“, und das wird der Herzblut-Parlo sein. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der NATO-Mann dem Aficionado aus Aachen mal irgendeine Projektarbeit anvertrauen würde, um ihm eine Bewährungsprobe nach dem Motto „hic Rhodos, hic salta, Parlo“ zu geben. Aber umgekehrt könnte Parlo die Galopperbosse nun etwas herausfordern und ärgern.
Irgendwann in den kommenden Jahren (2028?) wird die Amtszeit des jetzigen DG-Präsidenten Michael Vesper enden, und für ihn ist dann Schluss. Wer wird der Nachfolger? Es stellt sich auch die Frage, WIE man eigentlich Präsident von Deutscher Galopp wird. Dazu hier ein Blick in Rennordnung und Satzung von DG. Erstes Fazit: Die Rennordnung gibt zu dem Thema gar nichts her, und die Satzung nur begrenzt. § 12 (Buchstabe c) der Satzung legt fest, dass die Präsidentenwahl mit Zweidrittelmehrheit erfolgt. § 16 der Satzung bezieht sich ausdrücklich auf die Position des Präsidenten: „Der Präsident repräsentiert den Verein und seine Mitglieder in ihrer Gesamtheit in der Öffentlichkeit. Er verkörpert in besonderem Maße die ideellen und gemeinnützigen Bestrebungen des Vereins und fördert diese gegenüber allen gesellschaftlich relevanten Gruppen.“
Das ist auch schon alles. Ansonsten regeln die detailversessenen Deutschen doch immer alles bis auf das kleinste Komma, aber der Galopp-Dachverband legt überhaupt nicht fest, wie der Cheffe gewählt wird. § 14 Abs. 1 besagt: „Die stellvertretenden Präsidenten werden jeweils auf Vorschlag des Mitglieds gem. § 5 (1) a. und der Mitglieder gem. § 5 (1) b. gewählt.“ Aha. Aber wer den Präsidenten vorschlägt, ist dort nicht geregelt. Könnte ein syrischer Staatsbürger, der nur Arabisch spricht, selber für das Präsidentenamt bei Deutscher Galopp kandidieren? Ich meine JA, weil in der Satzung nichts Gegenteiliges geregelt ist. Und was für einen Syrer gilt, muss für Parlo erst recht gelten. Er könnte als Präsident kandidieren und mit der Vorlage eines eigenen thematischen Wahlprogramms die Stimmberechtigten der DG-Mitgliederversamlung richtig in Zugzwang bringen. Natürlich hätte er keine realistische Chance, gewählt zu werden, aber allein der Fakt, dass es eine Kampfkandidatur gibt, würde für Unterhaltungswert sorgen. Und wie würde sich die SPORT-WELT verhalten? Würde sie Parlos Kandidatur huldvoll verschweigen? Der Volkskongress der chinesischen Einheitspartei und die DG-Mitgliederversammlung haben eines gemeinsam: Es gibt keine Kampfkandidatur für den Chefposten. Bis jetzt.
Einer… so schreibwütig wie der andere…
Als Parlos selbsternannter Strategie-Berater habe ich hier einen Vorschlag, wie er die DG-Mitgliederversammlung auch mit finanziellen Vorteilen für den deutschen Galopprennsport überzeugen könnte. Es geht um die Bezahlung des DG-Präsidenten. Michael Vesper soll da ja nicht schlecht verdienen, und anders hätte sich der Toskana-Grüne den Galopp-Job sicher auch nicht angetan. Schauen wir uns zunächst die rechtlichen Regelungen an.
In der DG-Satzung heißt es in § 4 Abs. 3 über Delegierte und Mitglieder: „Sie sind mit Ausnahme des Präsidenten ehrenamtlich tätig.“ Erstes Fazit: Der Präsident bekommt also ein Gehalt und nicht bloß eine Aufwandsentschädigung für seine Dienstreisen. § 4 Abs. 4 regelt weiter: „Der Vorstand entscheidet über die Festsetzung der Bezüge und die Erstattung von Auslagen des Präsidenten.“
§ 10 der DG-Satzung bestimmt, wer die Organe von Deutscher Galopp sind: „Organe des Vereins sind: (1) die Mitgliederversammlung, (2) der Vorstand.“ § 17 Abs. 1 bestimmt ferner: „Der Präsident und seine Stellvertreter sind Vorstand im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 26 BGB).“ Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist in § 27 Abs. 3 jedoch festgelegt: „Die Mitglieder des Vorstands sind unentgeltlich tätig.“ Huuuch, handelt der Deutsche Galopp nun rechtswidrig, weil er Michael Vesper ein fettes Gehalt bezahlt? Das wohl nicht, denn § 25 BGB besagt: „Die Verfassung eines rechtsfähigen Vereins wird, soweit sie nicht auf den nachfolgenden Vorschriften beruht, durch die Vereinssatzung bestimmt.“ Demnach scheint es also zulässig zu sein, Ausnahmen zu machen. Halten wir also fest: Der vom Gesetzgeber vorgesehene Regelfall für einen gemeinnützigen Verein ist es, dass die Vorstandsmitglieder kein Gehalt beziehen. Darauf könnte sich Parlo bei seiner Kandidatur berufen und ankündigen, dass er als gesetzestreuer Bürger und echter Galopp-Aficionado auf ein Gehalt verzichtet und nur eine Aufwandsentschädigung für seine Dienstreisen ab Aachen möchte. Dem klammen Galopper-Dachverband böte das gleich zwei handfeste Vorteile:
a) jedes Jahr eine massive finanzielle Ersparnis;
b) einen Herzblut-Präsidenten, der sich von Vorgängern wie Jochen Borchert und Michael Vesper deutlich unterscheidet.
Wenn die Stimnberechtigten in der DG-Mitgliederversammlung diese Vorteile leichtfertig wegwerfen, müssten sie später in ihren Organisationen den Mitgliedern erklären, warum.
Gegen wen müsste Parlo bei der Wahl wohl antreten? Ich sehe da nur Gregor Baum. Wiederum einen teuren Politiker einzukaufen, wird für Deutscher Galopp wohl finanziell nicht drin sein. Und der programmatische Leader Alexander Bethke-Jaenicke hatte auf meine Frage im letzten Winter hier im Blücher Blog ausgeschlossen, dass er antreten würde. Also bleibt nur der andere Vizepräsident, Gregor Baum. Baum vs. Parlo, das wäre „Erbe“ vs. „Basis“. Wir erinnern uns, Parlo war auch schon bei Blüchers Volkssturm, der Bremer Galopperbasis-Bewegung ca. 2008, dabei, aber nicht als Lautsprecher, weil er eben keine Rampensau wie Helmut Kappes oder Markus Söder ist, die auf eine Orangenkiste steigt und das Volk heißmachen kann. Aber es gibt viele Wege, die nach Rom führen können.
Was verdient eigentlich Michael Vesper als Präsident im Direx? Das weiß ich nicht. Lediglich aus den Zahlen der Vergangenheit lassen sich Spekulationen anstellen. Bis zum Beginn des Jahrtausends betrug das Salär des Präsidenten 100.000 DM. Das wurde dann im Jahre 2002 in Euro umgestellt. So viel ist bestätigt, aber alles Weitere ist Spekulation. Wenn man allein die schwindende Kaufkraft berücksichtigt, würde ich davon ausgehen, dass es bei Michael Vesper mindestens 100.000 Euro per annum sind. Aber auch bei 200.000 Euro wäre ich nicht überrascht, wenn man sich anschaut, wie Kölle die RaceBets-Millionen verplempert hat. Würde Gregor Baum der neue Präsident, könnte ich mir vorstellen, dass er auf das Gehalt ganz verzichtet angesichts der Situation des Dachverbandes. Man kann aber davon ausgehen, dass der Neue nicht mehr Dasselbe bekommen wird wie Michael Vesper.
Wie kommen Sie immer auf Gregor Baum? Warum sollte er sich so einen Posten ans Bein binden? Er ist Großbesitzer und vertritt im Rahmen seiner Ämter auch nur diese, seine Position. Dass er zwecks Ausübung seines Hobbys vielen Menschen in dieser Branche das tägliche Brot bezahlt, wird offensichtlich dahingehend missgedeutet, dass er darüber hinaus den Rest des Turfvolks repräsentieren könnte.
Jedenfalls sehe ich in seinen bisherigen Amtstätigkeiten nichts, was über Löcherstopfen hinausginge. Disruptive Ansätze, neue Strategien wären aber gefragt. Außerdem geht seine Reichweite nicht wirklich über die Galopper bzw. Hannover hinaus.
Mir fällt allerdings auch niemand ein, der für diesen Posten geeignet wäre. Auf jeden Fall nur ehrenamtlich. Stefan Aust?
Stefan Aust? Hat der irgendeine Verbindung zum Turf? Auf Gregor Baum bin ich gekommen im negativen Ausschlussprinzip der acht Vorstandsmitglieder. Irgendeiner muss sich am Ende ja “opfern”, und Baum wäre immerhin nicht auf das Gehalt angewiesen. Ecki Sauren sitzt auch im Vorstand, das wäre eine Alternative, aber seine Zeit im Vorstand des EffZeh war jetzt auch nicht so überzeugend… Fanschal um den Hals reicht nicht.
Stefan Aust betreibt eine kleine und sehr feine Warmblutzucht im Norddeutschen. Ein Pferdemann durch und durch!”
Ich hatte in Erinnerung, dass er dem Galopprennsport verbunden war und dass Thema auch hin und wieder in den Spiegel brachte. Aber ich verwechsle da vielleicht etwas. Nur mit wem?
Hatte der Martin hier nicht mal die Idee mit Wolfgang Bosbach? Den könnte ich mir vorstellen, aber er hat Krebs. Außerdem, falls er in Gelddingen so tickt wie seine Tochter, wäre das auch nicht so toll.
zuerst die Autoren, welche schreiben, ohne zu denken
zweitens solche, die während des Schreibens denken
drittens solche, die gedacht haben, ehe sie ans Schreiben gingen
Ich habe einen Trick gefunden, den die Surrealisten entdeckt haben, und der besteht einfach darin, dass man hinschreibt, was einem in den Sinn kommt – Unsinn, ohne Kommas, ohne Punkte, ohne irgendeinen Aufbau, bis das, was man sagen wollte, langsam rauskommt. Dann streicht man den ganzen vorausgehenden Ausschuß.
Seite 45, oder Seite 88, egal.
Irgendeinen Bezug zum Galopp wird es schon geben.
Hauptsache mal irgendetwas anderes als Bla Bla und Geplärre.
Aber das tun Sie doch schon seit Jahr und Tag! Erzählen Sie lieber mal die Geschichte, als Sie zusammen mit Doro Pesch den Goldstrand in Bulgarien rocken wollten.
GELÄUF UND TIERSCHUTZ
Blücher möchte sich gern demnächst mit dem Thema Tierschutz beschäftigen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Renngeläuf, insbesondere die verschiedenen Allwetterbahnen wie Fibersand, Polytrack und Tapeta. Aber es wäre kein geeignetes Thema für einen publizistischen Schnellschuss.
Ich hatte schon an anderer Stelle dieses Blogs geschrieben, dass die New Yorker Rennbahn Belmont nach dreijähriger Umbauphase am 18. September wieder neu startet, dann mit vier verschiedenen Renngeläufen, eines davon eine Tapeta-Bahn. Tapeta wurde vom ehemaligen Trainer Michael Dickinson entwickelt und ist mittlerweile schon weltweit als Geläuf für Renn- und Trainierbahnen im Einsatz. Es besteht aus Sand, Wachs und Fasern. Ende Juni durften die ersten Pferde im Belmont Park auf Tapeta trainieren. Deren Trainer kommentierte so: „Die Reiter waren zufrieden mit der Art, wie die Pferde galoppierten. Wie auf einer sehr weichen Wolke, so als wenn sie Luft unter sich hätten. Es ist nützlich, wenn wir für die Pferde im Kopf etwas Abwechslung bereithalten. Einen Tag auf Tapeta, ein anderer Tag auf dem Hauptgeläuf mit Dirt track, ein Tag auf der Trainierbahn, wieder ein anderer im Round pen.“ Auch Michael Dickinson beobachtete die ersten Galopps auf Tapeta in Belmont Park und meinte: „Wir sind zufrieden mit dem Geläuf. Die Vorteile von Tapeta sind Sicherheit und Gleichmäßigkeit. Das Geläuf ändert sich etwas mit dem Wetter, aber nicht so stark wie auf einer Grasbahn oder auf Dirt track. Als Trainer würde ich immer auf Tapeta arbeiten, weil man da weiß, was man bekommt.“
In den USA haben schon mehrere Rennbahnen mit den Geläufen hin und her experimentiert. Es ist eine Wissenschaft für sich und hängt auch von den klimatischen Bedingungen ab. In Santa Anita Park am Rande von Los Angeles ist das Wetter trocken und heiß, während es in Ohio im Winter teilweise sehr kalt ist und das Geläuf manchmal durch Regenfälle auch schlammig wird. Zur Abrundung des Themas kann ich noch meine erste Begegnung mit Allwettergeläufen berichten. Es war zu Beginn des Jahrtausends, als in Deutschland die Allwettergeläufe noch kein Begriff waren. Beim Riviera-Meeting in Cagnes fing man damals mit Fibersand an, später wurde auf Polytrack umgestellt. Nach dem letzten Rennen hatte ich etwas Fibersand in mitgebrachte Plastikbeutel getan, um sie als Anschauungsmaterial für meine deutschen Trainerkunden mitzubringen. Der Inhalt der Beutel veränderte sich jedoch mit dem Abtrocknen. Plötzlich waren es zwei verschiedene Häuflein: unten der trockene Sand, oben ein Knäuel aus Fasern. Bei den Allwetterbahnen scheint also die Pflege des Geläufs eine besondere Rolle zu spielen.
Wenn wir über Geläuf und Tierschutz sprechen, dann geht es erst mal um ein ordentlich gepflegtes Geläuf und keine Buckelpiste. Fibersand ist so eine Sache. Habe das ein paar mal in Deauville erlebt, daß die Pferde nach dem Rennen auf der dortigen AW-Bahn erstaunlich viel Husten.
Ansonsten darf ich daran erinnern, daß die erste Allwetterbahn in Europa in Dortmund gebaut wurde, in den späten 70ern, das genaue Jahr weiß ich gerade nicht. England und Frankreich kamen später.
Schreiben Sie lieber keinen Blog-Beitrag darüber, denn Sie haben nicht die nötige Zeit, sich damit vertraut zu machen. Dortmund ist eine stinknormale Steinzeit-Sandbahn, überhaupt nicht zu vergleichen mit den Kunstgeläufen wie Fibersand/Polytrack/Tapeta. Die Kunstgeläufe wurden ja gerade auch deswegen eingerichtet, weil das „Kickback“ (der aufwirbelnde Sand, den die Pferde schlucken) da geringer ist als auf einer herkömmlichen Sandbahn. Wenn die Leutchen im deutschen Turf ein bisschen Geld hätten, hätten sie in Dortmund oder früher in Neuss längst eine Fibersandbahn gebaut (Polytrack ist wesentlich teurer und auch wegen der Bestandteile umwelttechnisch schwieriger). Das war ja angedacht, aber es wollte und konnte niemand bezahlen.
In puncto Tierschutz war das Kunstgeläuf in Santa Anita vor ein paar Jahren wegen der vielen Niederbrüche ein großes Thema in den Medien. Das Geläuf wurde gewechselt, teilweise lag der Rennbetrieb vorübergehend wegen der vielen geschädigten Pferde ganz still. Die Ursache der Niederbrüche war aber nicht eindeutig zu ermitteln, glaube ich.
Okay, Dortmund ist eine Steinzeitsandbahn. Wie viel Prozent der amerikanischen Rennbahnen sind Steinzeitsandbahnen? Und diese gibt es in anderen Ländern vermutlich auch noch.
Und es gilt eben immer noch daß Geld, bevor es ausgegeben wird, erst mal verdient werden muß. Wir müssen uns erst mal und sehr dringend im Sport Gedanken über die Mittelbeschaffung machen. Dann können wir über Ausgaben nachdenken.
Der Fairness halber muss man erwähnen, dass in den USA einige Rennbahnen mit Kunstgeläuf später wieder zu einer Steinzeitsandbahn zurückgekehrt sind. Es ist wirklich ein schwieriges Thema. Dubai hat vor einigen Jahren aber auf eine Tapeta-Bahn umgestellt. Mir scheint, dass das wohl nach dem derzeitigen Stand die beste Lösung ist.
“Fatal injuries per 1,000 starts were 0.41 on synthetic, 0.99 on turf, 1.44 on dirt, according to the Equine Injury Database” (https://madbarn.com/synthetic-footing-in-horse-racing/)
Merci!
SPORTWETTEN GEGEN DIE INFLATION
Sollte der deutsche Galopprennsport versuchen, junge Leute von der Gen Z zu Pferdewetten zu ermuntern, um sich damit gegen die Inflation zu wappnen? Das klingt zunächst irre und ist auch sicherlich nicht im Sinne des ökonomischen Erfinders, aber es könnte funktionieren. In den USA tut es das; nicht mit Pferdewetten, aber mit Sportwetten.
Die Researcher von Bloomberg haben bei ihrer Marktforschung ganz erstaunliche Zahlen herausgefunden. Wer sieht in den USA Sportwetten als bewussten Teil seiner finanziellen Anlagestrategie an? Von den Boomers (also von den alten Säcken wie im Blücher Blog) ist das lediglich 1%, bei der Gen Z jedoch satte 26%, also ein Viertel der jungen Leute. Bei der Gesamtbevölkerung sind es immerhin 12%. Im letzten Jahr haben 52% der Gen Z in Amerika und damit die Hälfte aller jungen Leute mindestens einmal Geld, das sie für Anlagezwecke vorgesehen hatten, in Sportwetten gesteckt.
In Deutschland ist die Inflation bisher für derart verzweifelte Moves zu gering, aber der Kaufkraftverlust wird irgendwann die 20% und später auch 200% erreichen. Das ist dann der Moment, wo die Leute in Panik geraten werden und für alle möglichen Dinge ihr Geld ausgeben. Für Pferdewetten wohl eher nicht, aber für Sportwetten durchaus.