Quo vadis Turfdeutschland?

Quelle: Rennverein Hannover

Ist diese Fragestellung überhaupt richtig? Müßte sie nicht lauten, quo vadis Pferdeland Deutschland oder muß man nicht auch fragen, quo vadis Deutschland?

Fangen wir mal mit dem Reitsport an. Spricht man mit Reitstallbesitzern, dann sagen diese, daß langjährige Reiter sich kein neues Pferd mehr kaufen, wenn das Alte den Weg allen Irdischen gegangen ist. Die Kosten sind vielen zu hoch geworden. Wenn ich dann die Pensionspreise sehe, dann frage ich mich, wie die Ställe damit über die Runden kommen. Aber trotz dieser niedrigen Preise verzichten immer mehr auf das eigene Pferd.

Die Pferdehaltung ist die eine Seite, die andere bezieht sich auf das Sponsoring von Veranstaltungen und damit die Beschaffung finanzieller Mittel.

Neulich sprach ich mit einer Bekannten, die seit Jahren in Düsseldorf mit einem kleinen Verein ein Reitturnier organisiert. Kein Dorfturnier, etwas besser, mittlere regionale Klasse. Im Rennsport würde man sagen, ein normaler Mittwochrenntag in den guten Zeiten. Sie klagte über fehlende Sponsoren und daß immer weniger Firmen bereit sind, solche Veranstaltungen zu unterstützen. Sie hat es aber noch mal hin bekommen, ob es im nächsten Jahr auch noch klappt, wisse sie nicht. Im Reitsport sprechen wir bei kleineren Turnieren über wenige hundert Euro. Eine L-Dressur (Analog Agl III) kostet ca. 250 Euro, aber man braucht auch Geld für die Richter etc.. Am Ende kommen einige tausend Euro Kosten neben den Geldpreisen zusammen. Und dies kein Einzelfall.

In Mannheim wurde ein Dreisterne-Springturnier abgesagt, weil es keine Sponsoren gab. Da Aachen dieses Jahr die Weltmeisterschaft ausrichtet, sind alle Sponsoren dort anzutreffen und für Mannheim fehlten sie demzufolge. Also gibt es erstmals „seit ewig“ kein internationales Springturnier in Deutschland, und hier sprechen wir dann über Millionen.

Überall das gleiche Problem, egal ob Basis- oder Spitzensport: es fehlen Sponsoren.

Das gleiche Bild zeigt sich im Galoppsport: auch der Mannheimer Rennverein mit einem sehr engagierten und rührigen Vorstand mußte den Mai-Renntag ausfallen lassen, weil der Sponsor seine Zusage zurückziehen mußte.

Egal, wohin man schaut: Pferdesport wird wieder mehr zum Luxusport und immer weniger Menschen können oder wollen es sich leisten.

Wohin man guckt im Pferdeland Deutschland, es ist problematisch.

Zurück zum Rennsport

Deutschland war im Vergleich zu anderen Ländern in Europa immer ein Land mit niedrigen Rennpreisen – von den 1990ern und von der Kaiserzeit einmal abgesehen.

Frankreich hatte die letzte pauschale Rennpreiserhöhung 2006 und hat sie Ende 2025 in Teilen wieder kassiert. Früher wurden die Rennpreise in Frankreich alle ca 5 Jahre erhöht und jetzt wird gekürzt.
In Irland ist es differenzierter, weil die Rennpreise von Bahn zu Bahn und je nach Meeting schwanken, aber Gruppe 3 mit 60.000 Euro ist auch nicht der Burner. Allerdings gilt das Rennpreis-Niveau dort durch teilweise sehr gut dotierte Handicaps als allgemein recht gut.

Italien hat mächtige Abstriche machen müssen. Sieht man die alten Lira-Preise und rechnet sie in Euro um, damit die vielen Nullen verschwinden, dann waren das damals bei einem allgemein viel niedrigeren Kosten-Niveau exorbitant hohe Rennpreise. Aber das war einmal, viele gute italienische Trainer trainieren heute in Frankreich. Dort gibt es mehr Rennen, sichere Geldpreise und nicht die italienischen Unwägbarkeiten.

In Skandinavien – insbesondere Schweden – ist der Galoppsport stabil. Dort hat man einen breit aufgestellten Toto für eine gesunde finanzielle Basis und stabile Rennpreise. Der Sport ist klein, aber fein und gesund.

Bleibt England, Britannien, das Mutterland des Sports: der Sport verlor 2022 seine größte Werbe-Ikone. Jene Markenbotschafterin, die ohne jedes Salär mehr erreichte, als jede noch so teure Werbekampagne hätte erreichen können. Der Nachfolger hat nicht ansatzweise die gleiche Popularität und ist im Sport auch nicht so engagiert, wie seine Mutter es war. Jüngst hat er Point of Law, eine veritable Leger-Hoffnung an Australier verkauft. Eher hätte die Mutter trocken Brot gegessen und wäre barfuß gegangen, als daß sie einen Anwärter für einen klassischen Sieg egal für welches Geld verkauft hätte.

Aber trotzdem – England ist das Maß aller Dinge. Nirgendwo sonst in Europa werden so viele Gruppe-1 Rennen gelaufen und nirgendwo sonst ist im Spitzensport das Niveau so hoch, wie in England. Inzwischen sind die dortigen Rennpreise die höchsten in Europa.

In den Basis-Rennen mag das teilweise noch anders aussehen, aber ab den Listenrennen ist viel Geld unterwegs, wobei die Dotierungen zwischen den Bahnen deutlich schwanken. York hat viel Geld und in Epsom ist außer zu den drei Gruppe-1 Rennen das Preis-Niveau eher gering. In Doncaster hatten sich Trainer über die Dotierung von Listen-Rennen letztes oder vorletztes Jahr sehr abfällig geäußert.

Für umfangreiche Statistiken fehlt mir gerade die Zeit, deswegen nur wenige Zahlen. Die Durchschnittsdotierung der Gruppe-1 Rennen in Frankreich und England sieht wie folgt aus:

Daten 2025 Anzahl GR 1 Dot-Gesamt Dot-Schnitt
England (GBP) 38 Rennen 26.261.280 691.086
Frankreich (EUR) 28 Rennen 18.030.000 643.929
Frankreich Arc* 28 Rennen 14.030.000 501.071

Im zweiten Frankreich-Wert habe ich den Arc mit 1.000.000 Euro statt der echten „leicht überdimensionierten“ Dotierung von 5.000.000 bewertet (Arc*). Vielleicht etwas knapp, aber so sei es. Für die anderen Bereiche gilt das in gleicher Weise und dann muß für Britannien noch die großen Handicaps nehmen, die es in dieser Form anderswo nicht gibt und teilweise mit Dotierungen, die einem Gruppe-1 Rennen entsprechen.

Die Währungen habe ich nicht umgerechnet, weil die Kosten ja auch in Landeswährung zu zahlen sind.

Natürlich müßte man auch die Kosten vergleichen, aber für die Ermittlung ist der Aufwand erheblich und das lasse ich deshalb außen vor. Ich möchte nicht wissen, was der Unterhalt der Trainingsanlagen von Newmarket und Chantilly kostet. Außerdem trainieren viele Trainer in England auf eigener Scholle oder einem privaten Anwesen, wo nicht nur die Pferde sondern auch die Anlagen gepflegt werden müssen.

Vergleicht man die Besitzerstrukturen auf dem Kontinent, so sind sie in den verschiedenen Ländern ähnlich.
Überall gibt es viele kleine Besitzer, die teilweise über Generationen einen Rennstall unterhalten und gelegentliche Newcomer. Frankreich ist etwas privilegiert, weil der Nimbus und die in der Breite interessanten Rennpreise internationale Besitzer anziehen. Es gibt eine merkliche Zahl von Owner-Breedern, die auch große Rennställe unterhalten, zB die Gebrüder Wertheimer, der Aga Khan und noch andere bekannte Farben, die schon vor 100 Jahren Pferde hatten.
In Deutschland ist das ähnlich, aber viel kleiner, und das internationale Publikum in den Rennställen ist nur sehr vereinzelt zu finden.

England ist ganz anders, in allem!
In England gibt es sehr viele Besitzergemeinschaften mit teilweise beträchtlicher Größe, sowohl was die Zahl der Mitglieder als auch was das Budget und die Zahl der Pferde betrifft.
Lars Wilhelm Baumgarten und Nicole Siepmann sind in Deutschland sehr mutig einen ähnlichen Weg gegangen. Hier ist deren Liberty Racing eine merkliche Größe im Sport – in England wären sie eine der Kleineren.
Aber egal – Liberty-Racing hat in Deutschland etwas bewegt, das muß man sehr hoch anrechnen. Und hoffentlich findet es Nachahmer.

Dann lebt in England der Rennsport vor allem von Petro-Dollars – sowohl bei den Besitzern als auch beim Sponsoring. Angenommen, die Scheichs würden morgen dem Rennsport in England den Rücken kehren. Wie viel würde der Sport schrumpfen? 20%, 30% oder mehr? Ich weiß es nicht, aber es wäre einschneidend!
Natürlich gibt es in England uralte Farben, die seit Anbeginn des Rennsports vertreten sind, aber sie sind heute selten geworden. Ich weiß nicht, wann mir das letzte mal ein Pferd des Lord Derby oder anderer alter Namen aufgefallen ist. Auch gibt es in Britannien die klassischen Besitzer,  die seit alters her einen Rennstall unterhalten. Aber im Vergleich zu den Scheichs und den Besitzergemeinschaften ist die Gesamtzahl der Pferde in diesem Bereich eher gering.

Ein paar Petro-Dollars gibt es auch in Frankreich und in Irland. Man will die Pferde verteilen, damit sie nicht zu viel gegeneinander laufen, aber der Großteil steht in England. Sieht man von Jaber Abdullah ab, der früher bei Bruno Schütz und Andreas Wöhler Pferde hatte und jetzt noch in Ravensberg und in Frankreich bei Andreas Schütz auf der Trainingsliste steht, haben wir hier kaum Besitzer aus Arabien. Selbst in den goldenen 1990ern fanden die Scheichs nicht den Weg nach Deutschland.

Soweit ein kleiner Parforce-Ritt durch den Rennsport in Europa und der Versuch eines kleinen Zustandsberichts.

Und Deutschland? Der Rennsport muß sich als Teil des Wirtschaftsgeschehens betrachten und das ist in DE nicht gut. Wir haben eine Dekade Stagnation hinter uns, auch wegen Corona und dem Überfall Rußlands auf die Ukraine. Aber davon waren andere Länder auch betroffen. In einem OECD-Vergleich von Q4 2019 zu Q1 2026 ist Deutschland Schlußlicht. Es sind eben mehr Fehler gemacht worden, als in anderen Ländern.

Und wenn es nicht einige sehr deutliche Korrekturen gibt, dann kommen wir nicht nur aus einer Dekade der Stagnation, sondern haben eine solche noch vor uns!

Und diese Korrektur besteht nicht in einem Sondervermögen, das für echte und vermeintliche Infrastruktur-Projekte zum Fenster raus gehauen wird, als wenn es kein Morgen mehr gibt, und das Geld kostenlos auf der Straße liegt und man es nur aufheben muß.
In dieser sehr kritischen Situation haben wir eine Regierung ohne echte Führung, die kleinstteilige Reförmchen als großen Wurf feiert und dazu einen Finanzminister, der von seinem Metier genauso wenig Ahnung hat, wie der Vater der Energiewende. Jener hat uns erklärt, daß die Energiewende uns alle nur den Gegenwert einer Kugel Eis im Monat kosten wird und uns heute noch erklären will, wie richtig seine Entscheidungen doch gewesen seien. Es ist eben das Ergebnis, wenn ein Sozialwissenschaftler ohne physikalisches und technisches Grundwissen die Energieversorgung einer der größten Volkswirtschaften der Erde vollkommen umkrempelt und elementare Grundsätze wie den Energieerhaltungssatz für nicht relevant erklärt.

Aber was heißt das für den Galoppsport? Simpel gesagt, der Sport muß versuchen, in diesen schlechten Rahmenbedingungen das Beste für sich heraus zu holen. Hat man das in den vergangenen Jahren versucht?

Auch wenn es eine vollkommen andere Liga (Sportart) ist, schafft es der Fußball ja auch, trotzdem weiterhin Sponsoren zu gewinnen, die Millionen dafür zahlen, daß die Vereine einzelnen Balltretern Millionengehälter zahlen können. Die Preisentwicklung im Fußball ist enorm. Als Klaus Allofs 1981 für eine Millionen D-Mark von Düsseldorf nach Köln wechselte, war das ein sensationeller Preis, fast an der Grenze der Seriosität, heute bekommt man für eine Mio Euro vielleicht einen Wasserträger aus der zweiten Liga, aber keinen Stürmer-Star. Oder anders : mit dem Gehalt eines heutigen Bayern-Stars konnte man vor 30 Jahren das Budget des schon immer etwas hochpreisigen FC-Bayern bestreiten.

Und der Rennsport in Deutschland – ich sehe den mal zweigeteilt. Die Rennvereine machen im Rahmen des Möglichen einen ziemlich guten Job. Sie bekommen die Geldpreise und die Veranstaltungen „irgendwie“ finanziert. Aber der Rennsport mit seinen weniger als 1000 Rennen pro Jahr wird allgemein kaum noch wahrgenommen. In den 1990ern mit über 3000 Rennen war man überall präsent. Wann war das letzte Rennen im öffentlichen TV zu sehen? Ich weiß es nicht mehr! Vom Derby einmal abgesehen.
Neulich war in der RP oder auch in der Deutschen Rennsportpresse zu lesen, daß in Britannien der Instagram-Post eines B-Promis in den sozialen Medien an einem Tag 1 Mio Klicks erzielt hat, weil er vom Sieg seines Pferdes gepostet hat. Selbst eine Null weniger ließe sich in DE nicht erreichen. Während sich in England und Frankreich die Promi auf der Rennbahn die Hand geben, haben wir einen echten Influencer-Mangel.

Insgesamt lebt man im Galoppsport vor sich hin und weiß nicht, wie es besser werden soll. Man hofft, daß es nicht noch schlechter wird. Wir haben kaum noch Außenwirkung und niemand weiß, wie es besser werden soll.

Es wäre die Stunde Kölns, der Zentrale des Galoppsports, einen Masterplan auszuarbeiten, wie man die Schwachstellen des Sports beseitigen will, wie man Anlagen und Struktur ertüchtigen will und vor alle, wie man wieder in den Medien präsent wird und neue Kundengruppen aktivieren kann. Denn wenn der Sport wieder allgemeines Thema wird/ist, wollen wieder mehr Menschen dabei sein. Aber eine Sportveranstaltung, über die kaum gesprochen wird, zieht eben auch kein Publikum an.

Mit einem derart ausgearbeiteten Masterplan müssen dann in der Wirtschaft Klinken geputzt werden. Es ist ja nicht so, daß es in DE keine Unternehmen gibt, die noch ordentliches Geld verdienen.
Man muß halt etwas tiefer graben und wenn man fündig ist, muß man sich in der Flanke festkrallen, bis man die GF davon überzeugt hat, in den Galoppsport zu investieren, als Sponsoring für Marketing, Werbung, Strukturverbesserung, nicht für die Rennpreise.

Das ist kein Spaziergang, das ist hartes Brot, aber es muß etwas geschehen, es muß sich etwas bewegen, und wenn es nicht aus der Zentrale kommt, wo soll es sonst herkommen? Und es muß bald geschehen, viel Zeit bleibt nicht mehr.

Eine Nachbemerkung – Winfried Engelbrecht-Bresges ist seit Jahrzehnten Geschäftsführer/Vorstand des (Royal) Hongkong Jockey Club. In Hongkong werden Zahlen geschrieben, die würden den FC Bayern erblassen lassen und mit dem Wettumsatz eines Tages könnte man dem Rennsport in DE eine richtige Frischzellenkur verpassen. Für diese Erfolgsgeschichte ist „EB“ seit rund 30 Jahren verantwortlich.

Sein neustes Projekt: Hongkong goes Festland. In Conghua 180 km nördlich von Hongkong und in der Nähe der Großstadt Guangzhou wird eine neue Rennbahn eröffnet. Die erste in China, zumindest seit dem WK II. Die Eröffnung erfolgt am 31. Oktober 2026 vor geladenen Gästen, der erste Renntag für das allgemeine Publikum ist im November 2026.

Hongkong goes Festland

Ich verlinke die dazu gemachten Veröffentlichungen. „EB“ hat dazu eine sehr wesentliche Bemerkung gemacht: wenn es dem Galoppsport nicht gelingt, die junge Generation zu begeistern, ist der Galoppsport in 20 Jahren tot.

Ein Satz, der den Offiziellen in DE zu denken geben oder vielleicht die Alarmglocken schrillen lassen sollte.

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41 Antworten auf Quo vadis Turfdeutschland?

  1. Theo Epping sagt:

    Das ist jetzt auch eine Unmenge an Text aber ohne diese;

    Mit dem nackte Finger auf angezogene Leute zeigen Mentalität.
    Was sich ja bekanntlich nicht gehört.

    Für mich heißt das ganze,
    die Spreu vom Weizen trennen und das gute Korn tut was es kann, so gut es kann.

  2. Un Coeur B sagt:

    Eine Momentaufnahme, in einigen Jahren sieht dann alles wieder anders aus, je nachdem.

  3. Un Coeur B sagt:

    Galoppsport in 20 Jahren tot, Alarmglocken schrillen, danach dann aber alles wieder gut, bei den Offiziellen und bei den Verantwortlichen.

  4. h.schmelz sagt:

    Eine Fleißarbeit, in der der entscheidende Aspekt fehlt. Er wird gar nicht erwähnt. Der Aspekt ist der Tierschutz. Von dem geht nicht einmal die Rede. Obwohl er sogar nach Erkenntnisssen des DVR der wesentlichte ist, was das negative Image des Galopprennsports betrifft. Vor allen anderen Aspekten. Tierschutz. Als Ausformung einer gesellschaftlichen Entwicklung, die nach vorne geht, und nicht nach hinten. Früher durften Lehrer Schüler schlagen, und Eltern ihre Kinder. Man sagte dann, das hat mir damals auch nicht geschadet. Damit findet man heute kein Gehör mehr. Nicht vor Gericht. Der Tierschutz ist in Gesetzen verankert, als Anwort auf die Gesellschaft. Die will keine Dressur mehr, die will keine Zoos mehr. Keine Circusnummern mit Seelöwen, die lustige Lieder tuten.

    Solange es geht, wird es immer Leute geben, die Rennsport mitmachen, in dem sie ein Pferd unterhalten. Und wenn es nicht mehr in GER geht, dann fahren sie nach FR. In GER wird die kritische Masse an Leuten mit Geld und Engagement immer schmaler und kleiner; Sparflamme. Das ist es, was man beklagen kann, und bedauern, aber man kann es nicht ändern.

    Engelbrecht-Bresges mag ein guter Manager in Hongkong sein. Dort findet er die berühmten Traumbedingungen vor, da läuft das Geschäft von alleine. Zocker qua DNA und ein Staat, der den Weg ebnet (nämlich zurück in die Kassen des Sozialstaats, wo die Wetteinnahmen 25%des Budgets ausmachen). Insofern ist das kein Eideshelfer für die Situation in GER.

    • Blücher sagt:

      Nein, den Tierschutz habe ich nicht vergessen. Der wird in Kürze (hoffentlich) in einem eigenen Blogbeitrag behandelt.
      Allerdings bin ich bekanntermaßen kein Vertreter der Wattebällefraktion und das werde ich auch ausformulieren. Tierschutz heißt nicht, daß man nix mehr darf.

      “In GER wird die kritische Masse an Leuten mit Geld und Engagement immer schmaler und kleiner; Sparflamme.”
      Ja, das ist leider so. Das sind die Rahmenbedingungen, die die Politik macht und sie macht sie von Jahr zu Jahr schlechter. Aber aktuell sind sie so schlecht, wie sie eigentlich erst 2040 sein dürften!

    • Theo Epping sagt:

      Engelbrecht – Bresges hat immer nur sich selber geholfen. Warum führt er wohl noch immer das “Bresges” in seinem Namen, obwohl er seine Familie schon vor vielen Jahren, für Geld und Macht, hat sitzen lassen.

  5. Lindenau sagt:

    Ihr Vergleiche hinken fundamental und sind auch symptomatisch für die Betriebsblindheit der Entscheider in dieser Branche: Reitsport, Fußball, England, Hong Kong, gesamtwirtschaftliche Lage – das sind alles sehr verschiedene Paar Schuhe und dort liegt auch nicht die Formel für die Rettung des deutschen Galopprennsports.

    Reitsport: Gerade wieder in Aachen gewesen: Massen, Geld, Söders Schwiegersohn auf dem Pferd, von der Leyen, Ministerpräsident sowieso. Zugegeben, auch dieser Vergleich hinkt allein schon wegen seiner Dimensionen. Auch der Reitsport unterliegt einem Rückgang, aber beim Galopp müssen wir von einem Niedergang reden – wer das beschönigt, macht sich daran mitschuldig.

    Andere Länder: Hier besteht eine völlig andere Wettkultur und in der Regel eine viel größere Überlappung mit anderen Reitsportdisziplinen und damit ein breiterer Zugang und gesellschaftliche Akzeptanz.

    Wirtschaftliche Lage: gerade bei spiegel gelesen, dass die Freizeitausgaben der Deutschen seit Jahren kontinuierlich steigen. Man gibt gibt sein Geld eben für andere Dinge aus. “Sport der Kumpel und Könige” in einem Land in dem es beides (bzw. ihre moderngesellschaftlichen Pendants) nicht mehr gibt.

    Es benötigt viel fundamentalere neue Denkansätze um Galopprennsport- und Vollblutzucht in irgendeiner Form in diesem Land weiterbestehen zu lassen. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich meine Gedanken gern dazu zum Besten geben.

    Bis dahin fremdschäme mich weiter für die Rohrkrepierer der im verzweifelten Köln aus der Taufe gehoben wird: neue(alte) Kombiwetten, Stiftung Deutscher Galopp, Turfmatch…

    • Blücher sagt:

      Nein, meine Vergleiche hinken nicht, Aachen hat im Reitsport eine Sonderstellung, was man auch am Promi-Auflauf erkennen kann. Aachen ist wie Ascot und früher vielleicht Baden Baden. Mannheim hat doch gezeigt, daß man in DE für ein Grand-Prix-Turnier Sponsoren nicht mehr so einfach findet.
      Der Fußball ist trotz der Wirtschaftsprobleme in DE immer noch auf der Sonnenseite zu Hause, offensichtlich hat er sich von den normalen Regeln des Marktes abgekoppelt.
      Und der Blick in andere Länder sollte einfach nur Zeigen, daß es dort auch sehr unterschiedlich ist.
      Was die Sanierung des Galoppsports in DE betrifft, bin ich wahrscheinlich mit Ihnen in vielen Punkten einer Meinung. Aber das bekommen Sie nur umgesetzt, wenn Sie den Finanzier dafür mitbringen.
      Ohne Kohle kein Gejohle

    • Frank J. Richter sagt:

      “Es benötigt viel fundamentalere neue Denkansätze um Galopprennsport- und Vollblutzucht in irgendeiner Form in diesem Land weiterbestehen zu lassen.”

      Endlich sagt es Jemand!

      Blücher hat den “Masterplan” schon vor 20 Jahren gefordert, Richter damals sein “Gesamtkonzept”, was ziemlich das Gleiche ist. Dazu konnten sich “die hohen Herren” nicht durchringen, weil es erstens einmal echte Managementleistung erfordert und zweitens, dass Orientierungen definiert werden, mit denen die Leistung der Verbandsführung und ihrer nachgeordneten Institutionen beim Umsetzungsfortschritt nachhaltbar würden.

      Heute sehe ich die heimische Galoppsportzukunft eher im “Insolvenzplanverfahren”.

      Seit Jahren wird von Saison zu Saison rumgewurschtelt, zu echten Maßnahmen fehlt es überall an Geld – wie der BV-Präside neulich noch in seiner Online-Sprechstunde sagte. Aber mit der Killerphrase “es fehlt an Geld” kann man jeden Ideenansatz zertrümmern und die gegenwärtigen “hohen Herren” können weiterhin uninspiriert und uninspirierend die ruhige Kugel vor sich herschieben – bis sie endlich ins schwarze Loch kullert.

      Wir haben einen Onlinestream der Rennen (wunderbar!) mit einer Moderation des klamaukigen, animierten Emotionsspektakels fürs Volk, sprich den Rennbahnerstbesuchern. Dem bietet man dann aber Wettungetüme wie V4, V7, Quintett, die wg. der prohibitiven Abzüge nur den RVs nutzen. Es liegen z.B. seit einen guten Jahr meinerseits Vorschläge vor, wie Basiswetten (Sieg und Platz) für Anfänger und auch für Großwetter attraktiver gemacht werden können. Dabei geht es selbstverständlich nicht ums simple Kürzen der Abzüge. Es mag noch Besseres geben, wenn man einmal intensiver drüber nachdenkt – aber solange überhaupt nicht nachgedacht wird (von denen, denen die Vorschläge vorliegen), gibt es nichts Besseres. Doch still ruht der Turf …

  6. h.schmelz sagt:

    Es ist nicht entscheidend, was Blüchoff denkt, sondern was der deutsche Bürger denkt, der 1. ein Pferd unterhalten soll und 2., der wetten soll. Und zwar mehr als das bisher tun. Nur dann gäbe es einen Weg nach vorne. Der Sport braucht mehr Besitzer/Züchter und mehr Wetter. Das ist ganz einfach. Aber er will nicht. Weil das Sentiment nicht mehr stimmt. Und das ist wiederum eine Gesamtgesellschftliche Konstellation.

    Denn siehe, jede Investitionsentscheidung ist eine ganz persönliche, und keine Mannschaftsleistung. Rumstich, muß entscheiden, 2 fuffzich zu wetten, Schmelz muß entscheiden, 2 fuffzich zu wetten. Jedesmal aufs neu. Da hat Köln nichts mit zu tun.

    Und es ist nun einfach so, daß Tierschutz und Pferdesport nicht gut zusammen gehen, jedenfalls nicht in einem Satz. Und des halb treffen immer weniger Rumstichs und Schmelzens eine Investitionsentscheidung pro Rennsport. Im Kleinen, und im Großen.

    • Lindenau sagt:

      So isset.

    • Blücher sagt:

      WIDERPSRUCH – Tierschutz und Rennsport gehen sehr gut zusammen, einschließlich Gebrauch der Peitsche. Keine andere Pferdesportart kommt dem Galoppsport darin gleich.
      Der Galoppsport ähnelt dem Leben der Pferde in der Steppe am meisten – und das Überleben in der Steppe ist auch durch Härten und Widrigkeiten geprägt. Die sogenannten Tierschützer blenden diese natürlichen Widrigkeiten des Lebens in der freien Wildbahn aus und betrachten Tierschutz als dauernde Kuschelrunden mit den armen Tierchen!
      Das kann und darf es nicht sein, denn am Ende dieser Kuschelorgie steht dann ein degeneriertes, zu nichts mehr zu gebrauchendes Pferd!

      • Theo Epping sagt:

        So isset!

        • Theo Epping sagt:

          Und wen der doofe Stallknecht Tepping sagt: wir müssen Gesundschrumpfen und alle Parasiten und Mitesser die es sich nicht leisten können, gehören selektiert, weil der Sport und vor allem die Zucht eine sehr kostspielige Angelegenheit sind, dann ist das ja nur das auf den Punkt gebrachte Gerede eines Untermenschen. Ich rede nicht davon kleine Züchter und Rennpferde Besitzer auszusondern, ich rede davon Größenwahnsinnige auszusortieren, die sich übernehmen, die Gruppe 1 wollen und höchstens Ausgleich können.
          Pferdesport ist, war und wird nie ein Breitensport.

          • Racingman sagt:

            Mit Ausdrücken wie “Parasiten” machen Sie sich die NSDAP-Denke zu eigen. Shame on you!
            Und was soll “Größenwahnsinnige auszusortieren, die sich übernehmen” KONKRET bedeuten? Das wissen Sie doch selber nicht.

          • Blücher sagt:

            Leute, könnt ihr euch bitte eines gepflegten Umgangstons bemächtigen. Wir haben weder Parasiten noch Untermenschen!!
            Solche Postings werden zukünftig ohne Vorwarnung gelöscht!
            Ansonsten ist es falsch, daß Reitsport nie Breitensport war. In Teilen ist er es auch heute noch. Der Rennsport braucht dafür Besitzergemeinschaften, im Reitsport gibt es dafür Reitbeteiligungen und den Schulbetrieb!

          • Theo Epping sagt:

            Die Natur hat mich gerade geweckt und bei der Gelegenheit lese ich Ihre Zurechweisung unter, wiedermal, meinem Beitrag.

            Almälich fällt es mir schwer, mich nicht von Ihnen diskriminiert zu fühlen, Herr Blücher, was Rennäuschen und Konsorten nie erreichen könnten, obwohl die mich seit Jahren nicht gerade schonen.

            Den Begriff Breitensport sollten Sie sich noch mal durch den Kopf gehen lassen.
            Die Reitbeteiligungen und Besitzergemeinschaften gibt es, weil die breite Masse sich den Reitsport nicht leisten kann.

            Angenehme Nachtruhe!

          • Blücher sagt:

            Nun kommen Sie mal wieder runter. Es gibt Begriffe, die ich nicht leiden kann und wenn ich sie lese. dann moniere ich das. Andernorts habe ich schon ganze Postings gelöscht, weil mir die Sprache und Inhalt mißfallen hat.

            Breitensport im Reitsport sind für mich die Freizeitreiter, die ohne Sportambitionen zum Vergnügen reiten. Reitbeteiligungen gibt es auch, weil man nicht sieben Tage die Woche zum Pferd kann. Das ist einmal eine Kostenbeteiligung, in vielen Fällen aber auch eine Zeitbeteiligung. Und im Rennsport mit einer Gruppe Gleichgesinnter 3-5 Pferde zu halten, verspricht mehr Erfolg als als Einzelkämpfer alle Hoffnung auf ein Pferd zu setzen.

          • Theo Epping sagt:

            Ich bin noch gar nicht hochgegangen, habe lediglich meinen Eindruck wiedergegeben.

          • kassandro sagt:

            Man soll sich über so etwas nicht künstlich aufregen. Didi Hallervorden hat erst vor ein paar Tagen AfD-Wähler indirekt als Schädlinge bezeichnet:
            https://www.youtube.com/watch?v=A_gslGlfn-U
            Mit 90 ist er noch erstaunlich gut drauf und ich nehme ihm das nicht übel. Es steckt auch eine gewisse satirische Qualität hinter seiner Äußerung.
            Ganz anders ist die Sachlage in den Fällen Bosetti und Grönemeyer. Bösetti benutzte die Sprache des NS-Arztes Fritz Klein, von Juden auf Ungeimpfte umgemünzt, die sie als Blinddarm bezeichnete, den man abschneiden könne. Auch das würde mich nicht sonderlich jucken, wenn sie nicht dafür mit Zwangsgebühren bezahlt werden würde. Sie hat sich auch nie von dem Blinddarm-Vergleich distanziert, bekam beim ZDF danach eine eigene Show und wurde auch noch dafür mit dem Grimme-Preis belohnt. Grönemeyer sprach im Zusammenhang mit der AfD von “Rechten Ratten, die man in ihre Löcher zurücktreiben müsse”. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren, das selbstverständlich eingestellt werden wird, weil er die richtige Gesinnung hat. Herr Höcke wurde dagegen wegen einer harmlosen patriotischen Phrase bestraft, die viele vor ihm und einige nach ihm, unter anderem das Sturmgeschütz der Demokratie, völlig straflos benutzen durften. Als Mensch mit der falschen Gesinnung darf ich diese harmlose Phrase nicht einmal straflos zitieren. Ich kann sie momentan noch als das Gegenteil von “Nichts für Deutschland”, der Handlungsdevise der Altparteien, umschreiben.

            Wir haben hier einen in diesem Blog sehr aktiven Menschen, der andere gern verklagt und denunziert. Da muss man sich dann leider schon ein bisschen in Acht nehmen. Das zeigt, wie tief wir gefallen sind, und wir werden noch viel tiefer fallen.

          • Blücher sagt:

            “Grönemeyer sprach im Zusammenhang mit der AfD von “Rechten Ratten, die man in ihre Löcher zurücktreiben müsse”. ”

            Ein ähnliches Zitat ohne Nennung einer Partei gab es von dem großartigen Franz-Josef Strauß. Allerdings sagte er daß es mutige Bürger brauche, die die linken Ratten dahin jagen, wo sie hingehören, in ihre Löcher.

            Sollte aufgrund der offenen und auch kontroversen Diskussion hier jemand auf die Idee kommen, straf- oder zivilrechtliche Schritte einzuleiten, werde ich das nach Kenntnis sofort öffentlich machen.

  7. kassandro sagt:

    Wer ist der “gefährlichste Mann Deutschlands”? Das Sturmgeschütz der Demokratie beantwortet diese Frage und wird vom Rückstoß umgehauen:
    https://harz-photo.xobor.de/t602f12-Eigentore.html#msg3836

    • Blücher sagt:

      Jaja, der Spiegel. Früher sprachen böse Zungen von der Außenstelle der Prawda in Hamburg. Trotzdem war die Kritik an der Politik sehr pointiert und oft treffend!

      Und heute dank solch “besonderer” Journalisten wie Claas Relotius und Melanie Amann ein Magazin mit rapider Schwindsucht auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

  8. Racingman sagt:

    BETHKE-JAENICKE ÜBER DIE PRÄSIDENTENWAHL

    Ich habe Alexander Bethke-Jaenicke (ABJ), dem heimlichen Herrscher im Direktorium, per E-Mail nach Düsseldorf meinen konkreten Personalvorschlag für die Position des neuen Präsidenten von Deutscher Galopp geschrieben. Der Turf als Club der alten weißen Männer ist für mich so was von gestern. Mein Vorschlag als Totalreformer geht deshalb in eine ganz andere Richtung, nämlich von „jünger“, „weiblicher“ und „dynamischer“. Eine Frau, die deutlich unter 40 Jahre alt ist und die wirklich erstklassig aussieht. Ihre Vorteile für den Deutschen Galopp sind aber beruflich-fachlicher Art, obwohl sie bisher mit dem Turf gar nichts zu tun hat. An einer Wettbörse hätte absolut niemand sie auf dem Schirm. Mit meinem Vorschlag an ABJ wollte ich einfach mal psychologisch austesten, wie jemand aus dem konservativen Weidenpescher Zirkel auf eine ganz innovative Idee reagiert. Teil meines Vorschlags ist in dem speziellen Fall auch eine neue Art der Finanzierung ihres Präsidentinnengehalts. Und wie hat ABJ reagiert? Erstaunlich positiv, jedenfalls nicht mit einem abwehrenden Sound „so etwas haben wir ja noch nie gemacht“. Ich hatte meine Mail am Montagabend geschickt und hatte bereits zwei Stunden später seine Reaktion. Ich gebe die Antwort hier gekürzt wieder:

    „… Das wäre – von außen betrachtet – ohne Frage eine Idealbesetzung. Ich versuche gern mit ihr in Kontakt zu treten, kann aber nicht versprechen, ob mir das gelingt und ob das für Frau …… überhaupt eine ernst zu nehmende Option sein kann. …. Aber: Ich versuche gern in Kontakt zu treten bzw. über Dritte einen Kontakt herzustellen.“

    Schaun mer mal. Mit so einer Person an der Spitze wäre Deutscher Galopp sicher eine andere Organisation. Gegenwärtig sitzt im achtköpfigen DG-Vorstand mit Nastasja Volz-Degel nur eine Frau. Es spricht nichts dagegen, dass dieser Anteil künftig erhöht wird. An der Wettbörse würde ich meinem Personalvorschlag allerdings nur eine hohe Außenseiter-Quote einräumen.

    • Blücher sagt:

      Eine gutaussehende, attraktive Frau mit Management-Qualitäten und dazu noch galoppaffin. Superwoman?

      • Racingman sagt:

        Galoppsport-affin ist die Dame bisher leider noch nicht, aber sie ist sehr Pferde-affin, und sie kann reiten. (Gab es überhaupt schon mal einen Präsidenten des deutschen Galopper-Dachverbandes, der reiten konnte? Eine Frage für die Statistiker.) Ein Foto von ihr im Jockey-Dress auf einem Galopper könnte man sicher problemlos in die nächste Ausgabe der BUNTE bringen („Frau Präsidentin reitet voran“). Jochen Borchert und Michael Vesper wussten zu Beginn ihres Präsidentenamts auch noch wenig vom Rennsport.

        Durch so eine Verpflichtung würde man die vielen internen Probleme des Rennsports nicht beseitigen, da hat der Martin recht. Aber für die Außendarstellung und die Vermarktung des Galopprennsports würde sich einiges ändern. Die Schwierigkeit besteht darin, die Dame von einer Tätigkeit im Turf zu überzeugen. Es müsste mit ihrer jetzigen beruflichen Tätigkeit kompatibel sein, und dazu habe ich ABJ einen Vorschlag gemacht.

        Für Donald Trump ist Wirtschaft ein Nullsummenspiel, d.h. eine Seite gewinnt und die andere verliert. Für mich dagegen sind gute Deals solche, von denen beide Seiten langfristig profitieren. Mein Vorschlag hat eine Win-Win-Regelung für Deutscher Galopp und die Kandidatin angestrebt. Falls die kölschen Galopper die Idee geschickt rüberbringen, könnte es trotz der Außenseiter-Odds klappen. Sollte das der Fall sein, könnte Blücher für sich reklamieren, dass die Diskussion in seinem Blog das Thema und die Idee überhaupt erst angestoßen haben.

        • Theo Epping sagt:

          Das hört sich ja gerade so an, als wollten Sie den Ritterschlag wieder einführen.

          • Racingman sagt:

            Das nicht gerade, aber ich weiß ja, dass es für Blücher nichts Wichtigeres im Leben gibt als Anerkennung im Galopprennsport.

          • Blücher sagt:

            Das ist nicht richtig. Wenn ich die Situation im Galopprennsport an der einen oder anderen Stelle merklich verbessern könnte, wäre das schön. Schulterklopfen ist nicht wichtig, ich bin doch kein Politiker.

          • Theo Epping sagt:

            Dann klopfen sie sich doch gegenseitig auf die Schulter.

          • Racingman sagt:

            Bei Blücher sieht das Schulterklopfen aber so aus, dass er meine Beiträge willkürlich löscht und mir obendrein noch die Pöbeleien anderer Teilnehmer anlastet.

          • Theo Epping sagt:

            Ja ja Rennmaus,
            wenn zwei das Gleiche tun,
            ist es doch trotzdem nie das Nämliche…

        • Blücher sagt:

          Also sie kann reiten, Dressur oder Springen oder ist sie im Busch unterwegs oder sprechen Sie von einer Freizeitreiterin?
          Die Perspektive könnte in der Tat interessant sein. Aber selbst eine Vorzeigepräsidentin ist nicht alles.
          Ein sehr erfolgreicher Präsident der einer großen IHK in Deutschland meinte einmal daß er zwar einige Dinge angestoßen habe, aber im, wesentlichen habe er den “seinen” Erfolg der sehr guten Arbeit seines Hauptgeschäftsführers zu verdanken.
          Und es braucht eines wirklich tragfähigen Konzepts.

          • Racingman sagt:

            Die reiterlichen Kenntnisse der Dame sind für Deutscher Galopp nicht wichtig, sondern ihre berufliche Seite, und, ja, unter uns Klosterschwestern, auch ihr Privatleben. Mehr will ich hier aber nicht verraten. Wie gesagt, an den strukturellen Problemen im deutschen Turf würde sich nichts ändern, aber medial würde man sich erheblich verbessern.

          • Blücher sagt:

            Die reiterlichen Kenntnissen könnten aber den Kreis ein wenig einschränken. Nun ja, schaun wir mal.

  9. martin sagt:

    alles egal,wennman nicht fähig ist,einen rel grossen renntag auf eine andere bahn zu verlegen. geteiltes risiko,zumal ein präsident 2 pferde im hauptrennen hat. hier hätte er den schaden mal begrenzen könne

  10. Frank J. Richter sagt:

    … um mal wieder an das Leitmotiv dieses Threads (“quo vadis …”) anzuschließen:

    „Ich liebe diesen Sport viel zu sehr, um den Mund zu halten. Ich habe 20 Jahre lang dafür gekämpft, und ich habe es satt, zuzusehen, wie sich immer dieselben Insider gegenseitig schützen, während die Leute, die diesen Sport finanzieren, wie Trottel behandelt werden.“

    https://galopponline.de/international/daten-skandal-erschuettert-den-us-rennsport/

    In der Galoppsport-Redaktion des DSV lebt es sich gemeinhin ziemlich wohl, wenn man sich an den alten Schweinchen-Dick-Leitsatz hält: “…. und immer schon fröhlich bleiben!”

    Manchmal aber brechen die DSV-Redakteure (ungewollt?) aus und zeigen dann, wie weltumspannend der Galoppsport auch in seinem Krisen und mit seinen Problemchen ist. Gut so!

  11. h.schmelz sagt:

    Der Punkt an dieser angeblich heißen Story ist nicht der angebliche Bruch in das System, sondern die Tatsache, daß sich ein Marktteilnehmer bessere Informationen über die Pferde verschafft hat, die er dann geclaimt hat. Gesundheitsdaten. Die sollten jedermann zur Verfügung stehen. Das ist der Skandal.

  12. h.schmelz sagt:

    Der Mann heißt Marshall Gramm und ist mit seinem Coup der wahrgewordene Albtraum aller Bookies. Ein Wetter, der bessere Infamationen hat als die Buchmacher.

    “By nearly all accounts, Gramm is a very likable person. And there is no question that he is one of the sharpest people betting on horses. An economics professor at Rhodes College in Memphis, Tenn., Gramm has upgraded the stereotype of a horseplayer – from a cigar-chomping wise guy to a sophisticated, computer-savvy gambler who uses statistical models and proprietary software to craft his plays and send in his bets.”

    Soweit Ray Paulick, der auch einer der besten Kenner der Szene ist.

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