Quo vadis Turfdeutschland?

Quelle: Rennverein Hannover

Ist diese Fragestellung überhaupt richtig? Müßte sie nicht lauten, quo vadis Pferdeland Deutschland oder muß man nicht auch fragen, quo vadis Deutschland?

Fangen wir mal mit dem Reitsport an. Spricht man mit Reitstallbesitzern, dann sagen diese, daß langjährige Reiter sich kein neues Pferd mehr kaufen, wenn das Alte den Weg allen Irdischen gegangen ist. Die Kosten sind vielen zu hoch geworden. Wenn ich dann die Pensionspreise sehe, dann frage ich mich, wie die Ställe damit über die Runden kommen. Aber trotz dieser niedrigen Preise verzichten immer mehr auf das eigene Pferd.

Die Pferdehaltung ist die eine Seite, die andere bezieht sich auf das Sponsoring von Veranstaltungen und damit die Beschaffung finanzieller Mittel.

Neulich sprach ich mit einer Bekannten, die seit Jahren in Düsseldorf mit einem kleinen Verein ein Reitturnier organisiert. Kein Dorfturnier, etwas besser, mittlere regionale Klasse. Im Rennsport würde man sagen, ein normaler Mittwochrenntag in den guten Zeiten. Sie klagte über fehlende Sponsoren und daß immer weniger Firmen bereit sind, solche Veranstaltungen zu unterstützen. Sie hat es aber noch mal hin bekommen, ob es im nächsten Jahr auch noch klappt, wisse sie nicht. Im Reitsport sprechen wir bei kleineren Turnieren über wenige hundert Euro. Eine L-Dressur (Analog Agl III) kostet ca. 250 Euro, aber man braucht auch Geld für die Richter etc.. Am Ende kommen einige tausend Euro Kosten neben den Geldpreisen zusammen. Und dies kein Einzelfall.

In Mannheim wurde ein Dreisterne-Springturnier abgesagt, weil es keine Sponsoren gab. Da Aachen dieses Jahr die Weltmeisterschaft ausrichtet, sind alle Sponsoren dort anzutreffen und für Mannheim fehlten sie demzufolge. Also gibt es erstmals „seit ewig“ kein internationales Springturnier in Deutschland, und hier sprechen wir dann über Millionen.

Überall das gleiche Problem, egal ob Basis- oder Spitzensport: es fehlen Sponsoren.

Das gleiche Bild zeigt sich im Galoppsport: auch der Mannheimer Rennverein mit einem sehr engagierten und rührigen Vorstand mußte den Mai-Renntag ausfallen lassen, weil der Sponsor seine Zusage zurückziehen mußte.

Egal, wohin man schaut: Pferdesport wird wieder mehr zum Luxusport und immer weniger Menschen können oder wollen es sich leisten.

Wohin man guckt im Pferdeland Deutschland, es ist problematisch.

Zurück zum Rennsport

Deutschland war im Vergleich zu anderen Ländern in Europa immer ein Land mit niedrigen Rennpreisen – von den 1990ern und von der Kaiserzeit einmal abgesehen.

Frankreich hatte die letzte pauschale Rennpreiserhöhung 2006 und hat sie Ende 2025 in Teilen wieder kassiert. Früher wurden die Rennpreise in Frankreich alle ca 5 Jahre erhöht und jetzt wird gekürzt.
In Irland ist es differenzierter, weil die Rennpreise von Bahn zu Bahn und je nach Meeting schwanken, aber Gruppe 3 mit 60.000 Euro ist auch nicht der Burner. Allerdings gilt das Rennpreis-Niveau dort durch teilweise sehr gut dotierte Handicaps als allgemein recht gut.

Italien hat mächtige Abstriche machen müssen. Sieht man die alten Lira-Preise und rechnet sie in Euro um, damit die vielen Nullen verschwinden, dann waren das damals bei einem allgemein viel niedrigeren Kosten-Niveau exorbitant hohe Rennpreise. Aber das war einmal, viele gute italienische Trainer trainieren heute in Frankreich. Dort gibt es mehr Rennen, sichere Geldpreise und nicht die italienischen Unwägbarkeiten.

In Skandinavien – insbesondere Schweden – ist der Galoppsport stabil. Dort hat man einen breit aufgestellten Toto für eine gesunde finanzielle Basis und stabile Rennpreise. Der Sport ist klein, aber fein und gesund.

Bleibt England, Britannien, das Mutterland des Sports: der Sport verlor 2022 seine größte Werbe-Ikone. Jene Markenbotschafterin, die ohne jedes Salär mehr erreichte, als jede noch so teure Werbekampagne hätte erreichen können. Der Nachfolger hat nicht ansatzweise die gleiche Popularität und ist im Sport auch nicht so engagiert, wie seine Mutter es war. Jüngst hat er Point of Law, eine veritable Leger-Hoffnung an Australier verkauft. Eher hätte die Mutter trocken Brot gegessen und wäre barfuß gegangen, als daß sie einen Anwärter für einen klassischen Sieg egal für welches Geld verkauft hätte.

Aber trotzdem – England ist das Maß aller Dinge. Nirgendwo sonst in Europa werden so viele Gruppe-1 Rennen gelaufen und nirgendwo sonst ist im Spitzensport das Niveau so hoch, wie in England. Inzwischen sind die dortigen Rennpreise die höchsten in Europa.

In den Basis-Rennen mag das teilweise noch anders aussehen, aber ab den Listenrennen ist viel Geld unterwegs, wobei die Dotierungen zwischen den Bahnen deutlich schwanken. York hat viel Geld und in Epsom ist außer zu den drei Gruppe-1 Rennen das Preis-Niveau eher gering. In Doncaster hatten sich Trainer über die Dotierung von Listen-Rennen letztes oder vorletztes Jahr sehr abfällig geäußert.

Für umfangreiche Statistiken fehlt mir gerade die Zeit, deswegen nur wenige Zahlen. Die Durchschnittsdotierung der Gruppe-1 Rennen in Frankreich und England sieht wie folgt aus:

Daten 2025 Anzahl GR 1 Dot-Gesamt Dot-Schnitt
England (GBP) 38 Rennen 26.261.280 691.086
Frankreich (EUR) 28 Rennen 18.030.000 643.929
Frankreich Arc* 28 Rennen 14.030.000 501.071

Im zweiten Frankreich-Wert habe ich den Arc mit 1.000.000 Euro statt der echten „leicht überdimensionierten“ Dotierung von 5.000.000 bewertet (Arc*). Vielleicht etwas knapp, aber so sei es. Für die anderen Bereiche gilt das in gleicher Weise und dann muß für Britannien noch die großen Handicaps nehmen, die es in dieser Form anderswo nicht gibt und teilweise mit Dotierungen, die einem Gruppe-1 Rennen entsprechen.

Die Währungen habe ich nicht umgerechnet, weil die Kosten ja auch in Landeswährung zu zahlen sind.

Natürlich müßte man auch die Kosten vergleichen, aber für die Ermittlung ist der Aufwand erheblich und das lasse ich deshalb außen vor. Ich möchte nicht wissen, was der Unterhalt der Trainingsanlagen von Newmarket und Chantilly kostet. Außerdem trainieren viele Trainer in England auf eigener Scholle oder einem privaten Anwesen, wo nicht nur die Pferde sondern auch die Anlagen gepflegt werden müssen.

Vergleicht man die Besitzerstrukturen auf dem Kontinent, so sind sie in den verschiedenen Ländern ähnlich.
Überall gibt es viele kleine Besitzer, die teilweise über Generationen einen Rennstall unterhalten und gelegentliche Newcomer. Frankreich ist etwas privilegiert, weil der Nimbus und die in der Breite interessanten Rennpreise internationale Besitzer anziehen. Es gibt eine merkliche Zahl von Owner-Breedern, die auch große Rennställe unterhalten, zB die Gebrüder Wertheimer, der Aga Khan und noch andere bekannte Farben, die schon vor 100 Jahren Pferde hatten.
In Deutschland ist das ähnlich, aber viel kleiner, und das internationale Publikum in den Rennställen ist nur sehr vereinzelt zu finden.

England ist ganz anders, in allem!
In England gibt es sehr viele Besitzergemeinschaften mit teilweise beträchtlicher Größe, sowohl was die Zahl der Mitglieder als auch was das Budget und die Zahl der Pferde betrifft.
Lars Wilhelm Baumgarten und Nicole Siepmann sind in Deutschland sehr mutig einen ähnlichen Weg gegangen. Hier ist deren Liberty Racing eine merkliche Größe im Sport – in England wären sie eine der Kleineren.
Aber egal – Liberty-Racing hat in Deutschland etwas bewegt, das muß man sehr hoch anrechnen. Und hoffentlich findet es Nachahmer.

Dann lebt in England der Rennsport vor allem von Petro-Dollars – sowohl bei den Besitzern als auch beim Sponsoring. Angenommen, die Scheichs würden morgen dem Rennsport in England den Rücken kehren. Wie viel würde der Sport schrumpfen? 20%, 30% oder mehr? Ich weiß es nicht, aber es wäre einschneidend!
Natürlich gibt es in England uralte Farben, die seit Anbeginn des Rennsports vertreten sind, aber sie sind heute selten geworden. Ich weiß nicht, wann mir das letzte mal ein Pferd des Lord Derby oder anderer alter Namen aufgefallen ist. Auch gibt es in Britannien die klassischen Besitzer,  die seit alters her einen Rennstall unterhalten. Aber im Vergleich zu den Scheichs und den Besitzergemeinschaften ist die Gesamtzahl der Pferde in diesem Bereich eher gering.

Ein paar Petro-Dollars gibt es auch in Frankreich und in Irland. Man will die Pferde verteilen, damit sie nicht zu viel gegeneinander laufen, aber der Großteil steht in England. Sieht man von Jaber Abdullah ab, der früher bei Bruno Schütz und Andreas Wöhler Pferde hatte und jetzt noch in Ravensberg und in Frankreich bei Andreas Schütz auf der Trainingsliste steht, haben wir hier kaum Besitzer aus Arabien. Selbst in den goldenen 1990ern fanden die Scheichs nicht den Weg nach Deutschland.

Soweit ein kleiner Parforce-Ritt durch den Rennsport in Europa und der Versuch eines kleinen Zustandsberichts.

Und Deutschland? Der Rennsport muß sich als Teil des Wirtschaftsgeschehens betrachten und das ist in DE nicht gut. Wir haben eine Dekade Stagnation hinter uns, auch wegen Corona und dem Überfall Rußlands auf die Ukraine. Aber davon waren andere Länder auch betroffen. In einem OECD-Vergleich von Q4 2019 zu Q1 2026 ist Deutschland Schlußlicht. Es sind eben mehr Fehler gemacht worden, als in anderen Ländern.

Und wenn es nicht einige sehr deutliche Korrekturen gibt, dann kommen wir nicht nur aus einer Dekade der Stagnation, sondern haben eine solche noch vor uns!

Und diese Korrektur besteht nicht in einem Sondervermögen, das für echte und vermeintliche Infrastruktur-Projekte zum Fenster raus gehauen wird, als wenn es kein Morgen mehr gibt, und das Geld kostenlos auf der Straße liegt und man es nur aufheben muß.
In dieser sehr kritischen Situation haben wir eine Regierung ohne echte Führung, die kleinstteilige Reförmchen als großen Wurf feiert und dazu einen Finanzminister, der von seinem Metier genauso wenig Ahnung hat, wie der Vater der Energiewende. Jener hat uns erklärt, daß die Energiewende uns alle nur den Gegenwert einer Kugel Eis im Monat kosten wird und uns heute noch erklären will, wie richtig seine Entscheidungen doch gewesen seien. Es ist eben das Ergebnis, wenn ein Sozialwissenschaftler ohne physikalisches und technisches Grundwissen die Energieversorgung einer der größten Volkswirtschaften der Erde vollkommen umkrempelt und elementare Grundsätze wie den Energieerhaltungssatz für nicht relevant erklärt.

Aber was heißt das für den Galoppsport? Simpel gesagt, der Sport muß versuchen, in diesen schlechten Rahmenbedingungen das Beste für sich heraus zu holen. Hat man das in den vergangenen Jahren versucht?

Auch wenn es eine vollkommen andere Liga (Sportart) ist, schafft es der Fußball ja auch, trotzdem weiterhin Sponsoren zu gewinnen, die Millionen dafür zahlen, daß die Vereine einzelnen Balltretern Millionengehälter zahlen können. Die Preisentwicklung im Fußball ist enorm. Als Klaus Allofs 1981 für eine Millionen D-Mark von Düsseldorf nach Köln wechselte, war das ein sensationeller Preis, fast an der Grenze der Seriosität, heute bekommt man für eine Mio Euro vielleicht einen Wasserträger aus der zweiten Liga, aber keinen Stürmer-Star. Oder anders : mit dem Gehalt eines heutigen Bayern-Stars konnte man vor 30 Jahren das Budget des schon immer etwas hochpreisigen FC-Bayern bestreiten.

Und der Rennsport in Deutschland – ich sehe den mal zweigeteilt. Die Rennvereine machen im Rahmen des Möglichen einen ziemlich guten Job. Sie bekommen die Geldpreise und die Veranstaltungen „irgendwie“ finanziert. Aber der Rennsport mit seinen weniger als 1000 Rennen pro Jahr wird allgemein kaum noch wahrgenommen. In den 1990ern mit über 3000 Rennen war man überall präsent. Wann war das letzte Rennen im öffentlichen TV zu sehen? Ich weiß es nicht mehr! Vom Derby einmal abgesehen.
Neulich war in der RP oder auch in der Deutschen Rennsportpresse zu lesen, daß in Britannien der Instagram-Post eines B-Promis in den sozialen Medien an einem Tag 1 Mio Klicks erzielt hat, weil er vom Sieg seines Pferdes gepostet hat. Selbst eine Null weniger ließe sich in DE nicht erreichen. Während sich in England und Frankreich die Promi auf der Rennbahn die Hand geben, haben wir einen echten Influencer-Mangel.

Insgesamt lebt man im Galoppsport vor sich hin und weiß nicht, wie es besser werden soll. Man hofft, daß es nicht noch schlechter wird. Wir haben kaum noch Außenwirkung und niemand weiß, wie es besser werden soll.

Es wäre die Stunde Kölns, der Zentrale des Galoppsports, einen Masterplan auszuarbeiten, wie man die Schwachstellen des Sports beseitigen will, wie man Anlagen und Struktur ertüchtigen will und vor alle, wie man wieder in den Medien präsent wird und neue Kundengruppen aktivieren kann. Denn wenn der Sport wieder allgemeines Thema wird/ist, wollen wieder mehr Menschen dabei sein. Aber eine Sportveranstaltung, über die kaum gesprochen wird, zieht eben auch kein Publikum an.

Mit einem derart ausgearbeiteten Masterplan müssen dann in der Wirtschaft Klinken geputzt werden. Es ist ja nicht so, daß es in DE keine Unternehmen gibt, die noch ordentliches Geld verdienen.
Man muß halt etwas tiefer graben und wenn man fündig ist, muß man sich in der Flanke festkrallen, bis man die GF davon überzeugt hat, in den Galoppsport zu investieren, als Sponsoring für Marketing, Werbung, Strukturverbesserung, nicht für die Rennpreise.

Das ist kein Spaziergang, das ist hartes Brot, aber es muß etwas geschehen, es muß sich etwas bewegen, und wenn es nicht aus der Zentrale kommt, wo soll es sonst herkommen? Und es muß bald geschehen, viel Zeit bleibt nicht mehr.

Eine Nachbemerkung – Winfried Engelbrecht-Bresges ist seit Jahrzehnten Geschäftsführer/Vorstand des (Royal) Hongkong Jockey Club. In Hongkong werden Zahlen geschrieben, die würden den FC Bayern erblassen lassen und mit dem Wettumsatz eines Tages könnte man dem Rennsport in DE eine richtige Frischzellenkur verpassen. Für diese Erfolgsgeschichte ist „EB“ seit rund 30 Jahren verantwortlich.

Sein neustes Projekt: Hongkong goes Festland. In Conghua 180 km nördlich von Hongkong und in der Nähe der Großstadt Guangzhou wird eine neue Rennbahn eröffnet. Die erste in China, zumindest seit dem WK II. Die Eröffnung erfolgt am 31. Oktober 2026 vor geladenen Gästen, der erste Renntag für das allgemeine Publikum ist im November 2026.

Hongkong goes Festland

Ich verlinke die dazu gemachten Veröffentlichungen. „EB“ hat dazu eine sehr wesentliche Bemerkung gemacht: wenn es dem Galoppsport nicht gelingt, die junge Generation zu begeistern, ist der Galoppsport in 20 Jahren tot.

Ein Satz, der den Offiziellen in DE zu denken geben oder vielleicht die Alarmglocken schrillen lassen sollte.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

289 Antworten auf Quo vadis Turfdeutschland?

  1. Theo Epping sagt:

    Das ist jetzt auch eine Unmenge an Text aber ohne diese;

    Mit dem nackte Finger auf angezogene Leute zeigen Mentalität.
    Was sich ja bekanntlich nicht gehört.

    Für mich heißt das ganze,
    die Spreu vom Weizen trennen und das gute Korn tut was es kann, so gut es kann.

  2. Un Coeur B sagt:

    Eine Momentaufnahme, in einigen Jahren sieht dann alles wieder anders aus, je nachdem.

  3. Un Coeur B sagt:

    Galoppsport in 20 Jahren tot, Alarmglocken schrillen, danach dann aber alles wieder gut, bei den Offiziellen und bei den Verantwortlichen.

  4. h.schmelz sagt:

    Eine Fleißarbeit, in der der entscheidende Aspekt fehlt. Er wird gar nicht erwähnt. Der Aspekt ist der Tierschutz. Von dem geht nicht einmal die Rede. Obwohl er sogar nach Erkenntnisssen des DVR der wesentlichte ist, was das negative Image des Galopprennsports betrifft. Vor allen anderen Aspekten. Tierschutz. Als Ausformung einer gesellschaftlichen Entwicklung, die nach vorne geht, und nicht nach hinten. Früher durften Lehrer Schüler schlagen, und Eltern ihre Kinder. Man sagte dann, das hat mir damals auch nicht geschadet. Damit findet man heute kein Gehör mehr. Nicht vor Gericht. Der Tierschutz ist in Gesetzen verankert, als Anwort auf die Gesellschaft. Die will keine Dressur mehr, die will keine Zoos mehr. Keine Circusnummern mit Seelöwen, die lustige Lieder tuten.

    Solange es geht, wird es immer Leute geben, die Rennsport mitmachen, in dem sie ein Pferd unterhalten. Und wenn es nicht mehr in GER geht, dann fahren sie nach FR. In GER wird die kritische Masse an Leuten mit Geld und Engagement immer schmaler und kleiner; Sparflamme. Das ist es, was man beklagen kann, und bedauern, aber man kann es nicht ändern.

    Engelbrecht-Bresges mag ein guter Manager in Hongkong sein. Dort findet er die berühmten Traumbedingungen vor, da läuft das Geschäft von alleine. Zocker qua DNA und ein Staat, der den Weg ebnet (nämlich zurück in die Kassen des Sozialstaats, wo die Wetteinnahmen 25%des Budgets ausmachen). Insofern ist das kein Eideshelfer für die Situation in GER.

    • Blücher sagt:

      Nein, den Tierschutz habe ich nicht vergessen. Der wird in Kürze (hoffentlich) in einem eigenen Blogbeitrag behandelt.
      Allerdings bin ich bekanntermaßen kein Vertreter der Wattebällefraktion und das werde ich auch ausformulieren. Tierschutz heißt nicht, daß man nix mehr darf.

      “In GER wird die kritische Masse an Leuten mit Geld und Engagement immer schmaler und kleiner; Sparflamme.”
      Ja, das ist leider so. Das sind die Rahmenbedingungen, die die Politik macht und sie macht sie von Jahr zu Jahr schlechter. Aber aktuell sind sie so schlecht, wie sie eigentlich erst 2040 sein dürften!

    • Theo Epping sagt:

      Engelbrecht – Bresges hat immer nur sich selber geholfen. Warum führt er wohl noch immer das “Bresges” in seinem Namen, obwohl er seine Familie schon vor vielen Jahren, für Geld und Macht, hat sitzen lassen.

  5. Lindenau sagt:

    Ihr Vergleiche hinken fundamental und sind auch symptomatisch für die Betriebsblindheit der Entscheider in dieser Branche: Reitsport, Fußball, England, Hong Kong, gesamtwirtschaftliche Lage – das sind alles sehr verschiedene Paar Schuhe und dort liegt auch nicht die Formel für die Rettung des deutschen Galopprennsports.

    Reitsport: Gerade wieder in Aachen gewesen: Massen, Geld, Söders Schwiegersohn auf dem Pferd, von der Leyen, Ministerpräsident sowieso. Zugegeben, auch dieser Vergleich hinkt allein schon wegen seiner Dimensionen. Auch der Reitsport unterliegt einem Rückgang, aber beim Galopp müssen wir von einem Niedergang reden – wer das beschönigt, macht sich daran mitschuldig.

    Andere Länder: Hier besteht eine völlig andere Wettkultur und in der Regel eine viel größere Überlappung mit anderen Reitsportdisziplinen und damit ein breiterer Zugang und gesellschaftliche Akzeptanz.

    Wirtschaftliche Lage: gerade bei spiegel gelesen, dass die Freizeitausgaben der Deutschen seit Jahren kontinuierlich steigen. Man gibt gibt sein Geld eben für andere Dinge aus. “Sport der Kumpel und Könige” in einem Land in dem es beides (bzw. ihre moderngesellschaftlichen Pendants) nicht mehr gibt.

    Es benötigt viel fundamentalere neue Denkansätze um Galopprennsport- und Vollblutzucht in irgendeiner Form in diesem Land weiterbestehen zu lassen. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich meine Gedanken gern dazu zum Besten geben.

    Bis dahin fremdschäme mich weiter für die Rohrkrepierer der im verzweifelten Köln aus der Taufe gehoben wird: neue(alte) Kombiwetten, Stiftung Deutscher Galopp, Turfmatch…

    • Blücher sagt:

      Nein, meine Vergleiche hinken nicht, Aachen hat im Reitsport eine Sonderstellung, was man auch am Promi-Auflauf erkennen kann. Aachen ist wie Ascot und früher vielleicht Baden Baden. Mannheim hat doch gezeigt, daß man in DE für ein Grand-Prix-Turnier Sponsoren nicht mehr so einfach findet.
      Der Fußball ist trotz der Wirtschaftsprobleme in DE immer noch auf der Sonnenseite zu Hause, offensichtlich hat er sich von den normalen Regeln des Marktes abgekoppelt.
      Und der Blick in andere Länder sollte einfach nur Zeigen, daß es dort auch sehr unterschiedlich ist.
      Was die Sanierung des Galoppsports in DE betrifft, bin ich wahrscheinlich mit Ihnen in vielen Punkten einer Meinung. Aber das bekommen Sie nur umgesetzt, wenn Sie den Finanzier dafür mitbringen.
      Ohne Kohle kein Gejohle

    • Frank J. Richter sagt:

      “Es benötigt viel fundamentalere neue Denkansätze um Galopprennsport- und Vollblutzucht in irgendeiner Form in diesem Land weiterbestehen zu lassen.”

      Endlich sagt es Jemand!

      Blücher hat den “Masterplan” schon vor 20 Jahren gefordert, Richter damals sein “Gesamtkonzept”, was ziemlich das Gleiche ist. Dazu konnten sich “die hohen Herren” nicht durchringen, weil es erstens einmal echte Managementleistung erfordert und zweitens, dass Orientierungen definiert werden, mit denen die Leistung der Verbandsführung und ihrer nachgeordneten Institutionen beim Umsetzungsfortschritt nachhaltbar würden.

      Heute sehe ich die heimische Galoppsportzukunft eher im “Insolvenzplanverfahren”.

      Seit Jahren wird von Saison zu Saison rumgewurschtelt, zu echten Maßnahmen fehlt es überall an Geld – wie der BV-Präside neulich noch in seiner Online-Sprechstunde sagte. Aber mit der Killerphrase “es fehlt an Geld” kann man jeden Ideenansatz zertrümmern und die gegenwärtigen “hohen Herren” können weiterhin uninspiriert und uninspirierend die ruhige Kugel vor sich herschieben – bis sie endlich ins schwarze Loch kullert.

      Wir haben einen Onlinestream der Rennen (wunderbar!) mit einer Moderation des klamaukigen, animierten Emotionsspektakels fürs Volk, sprich den Rennbahnerstbesuchern. Dem bietet man dann aber Wettungetüme wie V4, V7, Quintett, die wg. der prohibitiven Abzüge nur den RVs nutzen. Es liegen z.B. seit einen guten Jahr meinerseits Vorschläge vor, wie Basiswetten (Sieg und Platz) für Anfänger und auch für Großwetter attraktiver gemacht werden können. Dabei geht es selbstverständlich nicht ums simple Kürzen der Abzüge. Es mag noch Besseres geben, wenn man einmal intensiver drüber nachdenkt – aber solange überhaupt nicht nachgedacht wird (von denen, denen die Vorschläge vorliegen), gibt es nichts Besseres. Doch still ruht der Turf …

  6. h.schmelz sagt:

    Es ist nicht entscheidend, was Blüchoff denkt, sondern was der deutsche Bürger denkt, der 1. ein Pferd unterhalten soll und 2., der wetten soll. Und zwar mehr als das bisher tun. Nur dann gäbe es einen Weg nach vorne. Der Sport braucht mehr Besitzer/Züchter und mehr Wetter. Das ist ganz einfach. Aber er will nicht. Weil das Sentiment nicht mehr stimmt. Und das ist wiederum eine Gesamtgesellschftliche Konstellation.

    Denn siehe, jede Investitionsentscheidung ist eine ganz persönliche, und keine Mannschaftsleistung. Rumstich, muß entscheiden, 2 fuffzich zu wetten, Schmelz muß entscheiden, 2 fuffzich zu wetten. Jedesmal aufs neu. Da hat Köln nichts mit zu tun.

    Und es ist nun einfach so, daß Tierschutz und Pferdesport nicht gut zusammen gehen, jedenfalls nicht in einem Satz. Und des halb treffen immer weniger Rumstichs und Schmelzens eine Investitionsentscheidung pro Rennsport. Im Kleinen, und im Großen.

    • Lindenau sagt:

      So isset.

    • Blücher sagt:

      WIDERPSRUCH – Tierschutz und Rennsport gehen sehr gut zusammen, einschließlich Gebrauch der Peitsche. Keine andere Pferdesportart kommt dem Galoppsport darin gleich.
      Der Galoppsport ähnelt dem Leben der Pferde in der Steppe am meisten – und das Überleben in der Steppe ist auch durch Härten und Widrigkeiten geprägt. Die sogenannten Tierschützer blenden diese natürlichen Widrigkeiten des Lebens in der freien Wildbahn aus und betrachten Tierschutz als dauernde Kuschelrunden mit den armen Tierchen!
      Das kann und darf es nicht sein, denn am Ende dieser Kuschelorgie steht dann ein degeneriertes, zu nichts mehr zu gebrauchendes Pferd!

      • Theo Epping sagt:

        So isset!

        • Theo Epping sagt:

          Und wen der doofe Stallknecht Tepping sagt: wir müssen Gesundschrumpfen und alle Parasiten und Mitesser die es sich nicht leisten können, gehören selektiert, weil der Sport und vor allem die Zucht eine sehr kostspielige Angelegenheit sind, dann ist das ja nur das auf den Punkt gebrachte Gerede eines Untermenschen. Ich rede nicht davon kleine Züchter und Rennpferde Besitzer auszusondern, ich rede davon Größenwahnsinnige auszusortieren, die sich übernehmen, die Gruppe 1 wollen und höchstens Ausgleich können.
          Pferdesport ist, war und wird nie ein Breitensport.

          • Racingman sagt:

            Mit Ausdrücken wie “Parasiten” machen Sie sich die NSDAP-Denke zu eigen. Shame on you!
            Und was soll “Größenwahnsinnige auszusortieren, die sich übernehmen” KONKRET bedeuten? Das wissen Sie doch selber nicht.

          • Blücher sagt:

            Leute, könnt ihr euch bitte eines gepflegten Umgangstons bemächtigen. Wir haben weder Parasiten noch Untermenschen!!
            Solche Postings werden zukünftig ohne Vorwarnung gelöscht!
            Ansonsten ist es falsch, daß Reitsport nie Breitensport war. In Teilen ist er es auch heute noch. Der Rennsport braucht dafür Besitzergemeinschaften, im Reitsport gibt es dafür Reitbeteiligungen und den Schulbetrieb!

          • Theo Epping sagt:

            Die Natur hat mich gerade geweckt und bei der Gelegenheit lese ich Ihre Zurechweisung unter, wiedermal, meinem Beitrag.

            Almälich fällt es mir schwer, mich nicht von Ihnen diskriminiert zu fühlen, Herr Blücher, was Rennäuschen und Konsorten nie erreichen könnten, obwohl die mich seit Jahren nicht gerade schonen.

            Den Begriff Breitensport sollten Sie sich noch mal durch den Kopf gehen lassen.
            Die Reitbeteiligungen und Besitzergemeinschaften gibt es, weil die breite Masse sich den Reitsport nicht leisten kann.

            Angenehme Nachtruhe!

          • Blücher sagt:

            Nun kommen Sie mal wieder runter. Es gibt Begriffe, die ich nicht leiden kann und wenn ich sie lese. dann moniere ich das. Andernorts habe ich schon ganze Postings gelöscht, weil mir die Sprache und Inhalt mißfallen hat.

            Breitensport im Reitsport sind für mich die Freizeitreiter, die ohne Sportambitionen zum Vergnügen reiten. Reitbeteiligungen gibt es auch, weil man nicht sieben Tage die Woche zum Pferd kann. Das ist einmal eine Kostenbeteiligung, in vielen Fällen aber auch eine Zeitbeteiligung. Und im Rennsport mit einer Gruppe Gleichgesinnter 3-5 Pferde zu halten, verspricht mehr Erfolg als als Einzelkämpfer alle Hoffnung auf ein Pferd zu setzen.

          • Theo Epping sagt:

            Ich bin noch gar nicht hochgegangen, habe lediglich meinen Eindruck wiedergegeben.

          • kassandro sagt:

            Man soll sich über so etwas nicht künstlich aufregen. Didi Hallervorden hat erst vor ein paar Tagen AfD-Wähler indirekt als Schädlinge bezeichnet:
            https://www.youtube.com/watch?v=A_gslGlfn-U
            Mit 90 ist er noch erstaunlich gut drauf und ich nehme ihm das nicht übel. Es steckt auch eine gewisse satirische Qualität hinter seiner Äußerung.
            Ganz anders ist die Sachlage in den Fällen Bosetti und Grönemeyer. Bösetti benutzte die Sprache des NS-Arztes Fritz Klein, von Juden auf Ungeimpfte umgemünzt, die sie als Blinddarm bezeichnete, den man abschneiden könne. Auch das würde mich nicht sonderlich jucken, wenn sie nicht dafür mit Zwangsgebühren bezahlt werden würde. Sie hat sich auch nie von dem Blinddarm-Vergleich distanziert, bekam beim ZDF danach eine eigene Show und wurde auch noch dafür mit dem Grimme-Preis belohnt. Grönemeyer sprach im Zusammenhang mit der AfD von “Rechten Ratten, die man in ihre Löcher zurücktreiben müsse”. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren, das selbstverständlich eingestellt werden wird, weil er die richtige Gesinnung hat. Herr Höcke wurde dagegen wegen einer harmlosen patriotischen Phrase bestraft, die viele vor ihm und einige nach ihm, unter anderem das Sturmgeschütz der Demokratie, völlig straflos benutzen durften. Als Mensch mit der falschen Gesinnung darf ich diese harmlose Phrase nicht einmal straflos zitieren. Ich kann sie momentan noch als das Gegenteil von “Nichts für Deutschland”, der Handlungsdevise der Altparteien, umschreiben.

            Wir haben hier einen in diesem Blog sehr aktiven Menschen, der andere gern verklagt und denunziert. Da muss man sich dann leider schon ein bisschen in Acht nehmen. Das zeigt, wie tief wir gefallen sind, und wir werden noch viel tiefer fallen.

          • Blücher sagt:

            “Grönemeyer sprach im Zusammenhang mit der AfD von “Rechten Ratten, die man in ihre Löcher zurücktreiben müsse”. ”

            Ein ähnliches Zitat ohne Nennung einer Partei gab es von dem großartigen Franz-Josef Strauß. Allerdings sagte er daß es mutige Bürger brauche, die die linken Ratten dahin jagen, wo sie hingehören, in ihre Löcher.

            Sollte aufgrund der offenen und auch kontroversen Diskussion hier jemand auf die Idee kommen, straf- oder zivilrechtliche Schritte einzuleiten, werde ich das nach Kenntnis sofort öffentlich machen.

  7. kassandro sagt:

    Wer ist der “gefährlichste Mann Deutschlands”? Das Sturmgeschütz der Demokratie beantwortet diese Frage und wird vom Rückstoß umgehauen:
    https://harz-photo.xobor.de/t602f12-Eigentore.html#msg3836

    • Blücher sagt:

      Jaja, der Spiegel. Früher sprachen böse Zungen von der Außenstelle der Prawda in Hamburg. Trotzdem war die Kritik an der Politik sehr pointiert und oft treffend!

      Und heute dank solch “besonderer” Journalisten wie Claas Relotius und Melanie Amann ein Magazin mit rapider Schwindsucht auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

  8. Racingman sagt:

    BETHKE-JAENICKE ÜBER DIE PRÄSIDENTENWAHL

    Ich habe Alexander Bethke-Jaenicke (ABJ), dem heimlichen Herrscher im Direktorium, per E-Mail nach Düsseldorf meinen konkreten Personalvorschlag für die Position des neuen Präsidenten von Deutscher Galopp geschrieben. Der Turf als Club der alten weißen Männer ist für mich so was von gestern. Mein Vorschlag als Totalreformer geht deshalb in eine ganz andere Richtung, nämlich von „jünger“, „weiblicher“ und „dynamischer“. Eine Frau, die deutlich unter 40 Jahre alt ist und die wirklich erstklassig aussieht. Ihre Vorteile für den Deutschen Galopp sind aber beruflich-fachlicher Art, obwohl sie bisher mit dem Turf gar nichts zu tun hat. An einer Wettbörse hätte absolut niemand sie auf dem Schirm. Mit meinem Vorschlag an ABJ wollte ich einfach mal psychologisch austesten, wie jemand aus dem konservativen Weidenpescher Zirkel auf eine ganz innovative Idee reagiert. Teil meines Vorschlags ist in dem speziellen Fall auch eine neue Art der Finanzierung ihres Präsidentinnengehalts. Und wie hat ABJ reagiert? Erstaunlich positiv, jedenfalls nicht mit einem abwehrenden Sound „so etwas haben wir ja noch nie gemacht“. Ich hatte meine Mail am Montagabend geschickt und hatte bereits zwei Stunden später seine Reaktion. Ich gebe die Antwort hier gekürzt wieder:

    „… Das wäre – von außen betrachtet – ohne Frage eine Idealbesetzung. Ich versuche gern mit ihr in Kontakt zu treten, kann aber nicht versprechen, ob mir das gelingt und ob das für Frau …… überhaupt eine ernst zu nehmende Option sein kann. …. Aber: Ich versuche gern in Kontakt zu treten bzw. über Dritte einen Kontakt herzustellen.“

    Schaun mer mal. Mit so einer Person an der Spitze wäre Deutscher Galopp sicher eine andere Organisation. Gegenwärtig sitzt im achtköpfigen DG-Vorstand mit Nastasja Volz-Degel nur eine Frau. Es spricht nichts dagegen, dass dieser Anteil künftig erhöht wird. An der Wettbörse würde ich meinem Personalvorschlag allerdings nur eine hohe Außenseiter-Quote einräumen.

    • Blücher sagt:

      Eine gutaussehende, attraktive Frau mit Management-Qualitäten und dazu noch galoppaffin. Superwoman?

      • Racingman sagt:

        Galoppsport-affin ist die Dame bisher leider noch nicht, aber sie ist sehr Pferde-affin, und sie kann reiten. (Gab es überhaupt schon mal einen Präsidenten des deutschen Galopper-Dachverbandes, der reiten konnte? Eine Frage für die Statistiker.) Ein Foto von ihr im Jockey-Dress auf einem Galopper könnte man sicher problemlos in die nächste Ausgabe der BUNTE bringen („Frau Präsidentin reitet voran“). Jochen Borchert und Michael Vesper wussten zu Beginn ihres Präsidentenamts auch noch wenig vom Rennsport.

        Durch so eine Verpflichtung würde man die vielen internen Probleme des Rennsports nicht beseitigen, da hat der Martin recht. Aber für die Außendarstellung und die Vermarktung des Galopprennsports würde sich einiges ändern. Die Schwierigkeit besteht darin, die Dame von einer Tätigkeit im Turf zu überzeugen. Es müsste mit ihrer jetzigen beruflichen Tätigkeit kompatibel sein, und dazu habe ich ABJ einen Vorschlag gemacht.

        Für Donald Trump ist Wirtschaft ein Nullsummenspiel, d.h. eine Seite gewinnt und die andere verliert. Für mich dagegen sind gute Deals solche, von denen beide Seiten langfristig profitieren. Mein Vorschlag hat eine Win-Win-Regelung für Deutscher Galopp und die Kandidatin angestrebt. Falls die kölschen Galopper die Idee geschickt rüberbringen, könnte es trotz der Außenseiter-Odds klappen. Sollte das der Fall sein, könnte Blücher für sich reklamieren, dass die Diskussion in seinem Blog das Thema und die Idee überhaupt erst angestoßen haben.

        • Theo Epping sagt:

          Das hört sich ja gerade so an, als wollten Sie den Ritterschlag wieder einführen.

          • Racingman sagt:

            Das nicht gerade, aber ich weiß ja, dass es für Blücher nichts Wichtigeres im Leben gibt als Anerkennung im Galopprennsport.

          • Blücher sagt:

            Das ist nicht richtig. Wenn ich die Situation im Galopprennsport an der einen oder anderen Stelle merklich verbessern könnte, wäre das schön. Schulterklopfen ist nicht wichtig, ich bin doch kein Politiker.

          • Theo Epping sagt:

            Dann klopfen sie sich doch gegenseitig auf die Schulter.

          • Racingman sagt:

            Bei Blücher sieht das Schulterklopfen aber so aus, dass er meine Beiträge willkürlich löscht und mir obendrein noch die Pöbeleien anderer Teilnehmer anlastet.

          • Theo Epping sagt:

            Ja ja Rennmaus,
            wenn zwei das Gleiche tun,
            ist es doch trotzdem nie das Nämliche…

        • Blücher sagt:

          Also sie kann reiten, Dressur oder Springen oder ist sie im Busch unterwegs oder sprechen Sie von einer Freizeitreiterin?
          Die Perspektive könnte in der Tat interessant sein. Aber selbst eine Vorzeigepräsidentin ist nicht alles.
          Ein sehr erfolgreicher Präsident der einer großen IHK in Deutschland meinte einmal daß er zwar einige Dinge angestoßen habe, aber im, wesentlichen habe er den “seinen” Erfolg der sehr guten Arbeit seines Hauptgeschäftsführers zu verdanken.
          Und es braucht eines wirklich tragfähigen Konzepts.

          • Racingman sagt:

            Die reiterlichen Kenntnisse der Dame sind für Deutscher Galopp nicht wichtig, sondern ihre berufliche Seite, und, ja, unter uns Klosterschwestern, auch ihr Privatleben. Mehr will ich hier aber nicht verraten. Wie gesagt, an den strukturellen Problemen im deutschen Turf würde sich nichts ändern, aber medial würde man sich erheblich verbessern.

          • Blücher sagt:

            Die reiterlichen Kenntnissen könnten aber den Kreis ein wenig einschränken. Nun ja, schaun wir mal.

          • Racingman sagt:

            Onkel Blücher, um Sie etwas zu necken, kann ich Ihnen noch sagen, dass Ihre Traumfrau Andrea Nahles nicht meine Kandidatin ist. Ich gebe aber zu, dass ich ernsthaft über sie nachgedacht habe. Sie ist Reiterin, kennt sich in der Politik aus, und ihre mittelrheinische Heimat ist nicht weit von Kölle entfernt. Meine Kandidatin ist jedoch vom Aussehen her das Gegenteil. Nicht „gutaussehend“ (Typ Andrea Höngesberg), sondern optisch eine Zehn (die Liga von Sylvie Meis, nur jünger und wesentlich intelligenter). Eine reitende jüngere Beauty, die den deutschen Galoppsport repräsentiert, das wäre schon eine echte Innovation. Und Innovationen umzusetzen ist generell bei mir das, was mich im Leben als Motivation immer antreibt, auch früher im Rennsport.

            ABJ als Grafenberger Präsident hat aber jetzt sicher andere (Wildschwein-)Prioritäten als eine ferne Präsidentenwahl. Sein Kollege Ecki Sauren von der Kölner Rennbahn hat Glück, denn in Weidenpesch gibt es keine Wildschweine, jedenfalls keine vierbeinigen. Angesichts der vielen Wildschwein-Zwischenfälle auf deutschen Rennbahnen mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen muss sich wohl auch der Galopper-Dachverband mit dem Thema beschäftigen, etwa mit der Finanzierung von Wildschweinzäunen und mit Prozeduren bei der örtlichen Verlegung von Rennen. France Galop ist ja nicht nur Dachverband, sondern selber auch Rennbahnbetreiber und kann problemlos eine Veranstaltung von Saint-Cloud nach Deauville verlegen. In Frankreich funktioniert das auch jenseits von France Galop bei örtlichen Rennvereinen. Als neulich bei dem großen Waldbrand bei Bordeaux die Rennbahn von La Teste nicht veranstalten konnte, hat ein anderer Rennverein in der Region sofort das Programm übernommen.

          • martin sagt:

            hoffentlich ist die dame ledig oder geschieden,damit sich die hohen herren ordentlich balzen können

          • Theo Epping sagt:

            Also wenn ich lese, wie hier über Frauen schwadroniert wird, kommen mir die leichtbekleideten Damen aus der Autowerbung in den Sinn, aber keine zukünftige DG Präsidentin.

            Und Sie regen sich über einen Untermenschen auf, der sich selber so betitelt.

          • Racingman sagt:

            Früher während meiner Zeit im Turf konnte ich durch meine eigenen Aktivitäten immer selber beeinflussen, ob Innovationen in die Tat umgesetzt werden konnten, wie etwa das Wintertraining in Pisa als Vorbereitung für Dubai. In mehreren Berufen war es immer meine Spezialität, andere, anfangs skeptische Menschen von etwas (Neuem) zu überzeugen. Meine Wunschkandidatin für das DG-Präsidentenamt kann ich jetzt aber leider nicht selber bearbeiten, sondern muss darauf vertrauen, dass die kölschen Jungs das geschickt anfangen. Und derzeit gibt es eine ganze Reihe von eiligeren und wichtigeren Themen, so dass es auch schnell in Vergessenheit geraten könnte. Über den Rennsport bin ich als Rentner längst nicht mehr gut informiert. Erst vor wenigen Tagen habe ich durch Zufall erfahren, dass Lars-Wilhelm Baumgarten und seine Nadine schon seit Dezember 2025 in Baden-Baden zu Hause sind. War dieser Fakt allgemein im Rennsport bekannt oder nur Insidern?

          • Racingman sagt:

            Dass die Vorstandsherren von Deutscher Galopp etwas an den Strukturen ändern wollen, glaube ich nicht, sondern erst dann, wenn ich es sehe. Im Jahre 2008(?) gab es schon mal eine so genannte „Strukturreform“, aber das war eine reine Mogelpackung, um Geld von den Branchenleuten einzusammeln. Die Strukturen blieben die gleichen wie vorher.

          • Blücher sagt:

            Die Politik des Rennsports unterscheidet sich da nicht von der Politik im Allgemeinen. Man spricht von Reformen und am Ende wird mehr Geld eingesammelt.

  9. martin sagt:

    alles egal,wennman nicht fähig ist,einen rel grossen renntag auf eine andere bahn zu verlegen. geteiltes risiko,zumal ein präsident 2 pferde im hauptrennen hat. hier hätte er den schaden mal begrenzen könne

  10. Frank J. Richter sagt:

    … um mal wieder an das Leitmotiv dieses Threads (“quo vadis …”) anzuschließen:

    „Ich liebe diesen Sport viel zu sehr, um den Mund zu halten. Ich habe 20 Jahre lang dafür gekämpft, und ich habe es satt, zuzusehen, wie sich immer dieselben Insider gegenseitig schützen, während die Leute, die diesen Sport finanzieren, wie Trottel behandelt werden.“

    https://galopponline.de/international/daten-skandal-erschuettert-den-us-rennsport/

    In der Galoppsport-Redaktion des DSV lebt es sich gemeinhin ziemlich wohl, wenn man sich an den alten Schweinchen-Dick-Leitsatz hält: “…. und immer schon fröhlich bleiben!”

    Manchmal aber brechen die DSV-Redakteure (ungewollt?) aus und zeigen dann, wie weltumspannend der Galoppsport auch in seinem Krisen und mit seinen Problemchen ist. Gut so!

  11. h.schmelz sagt:

    Der Punkt an dieser angeblich heißen Story ist nicht der angebliche Bruch in das System, sondern die Tatsache, daß sich ein Marktteilnehmer bessere Informationen über die Pferde verschafft hat, die er dann geclaimt hat. Gesundheitsdaten. Die sollten jedermann zur Verfügung stehen. Das ist der Skandal.

  12. h.schmelz sagt:

    Der Mann heißt Marshall Gramm und ist mit seinem Coup der wahrgewordene Albtraum aller Bookies. Ein Wetter, der bessere Infamationen hat als die Buchmacher.

    “By nearly all accounts, Gramm is a very likable person. And there is no question that he is one of the sharpest people betting on horses. An economics professor at Rhodes College in Memphis, Tenn., Gramm has upgraded the stereotype of a horseplayer – from a cigar-chomping wise guy to a sophisticated, computer-savvy gambler who uses statistical models and proprietary software to craft his plays and send in his bets.”

    Soweit Ray Paulick, der auch einer der besten Kenner der Szene ist.

  13. h.schmelz sagt:

    Ansonsten lernt man immer wieder, daß simple Sachverhalte nicht verstanden werden wollen. So auch hier, in dieser Abteilung.

    Das DVR hat keinerlei Zugriff auf die beiden einzigen echten Einnahmequellen des Rennsports, nämlich die Besitzer und Unterhalter der Pferde, und die Rennbahnen und deren BGG als Geschellschafterin des Vermarktungs Organ Wettstar.

    Das ganze Gequatsche von selbsternannten Rennmännern reißt schon die erste Hürde, den Probesprung. Und gallopiert dann munter weiter, obwohl längst aus dem Wettbewerb.

    Das DVR hütet die Rennordnung und das Zuchtbuch an deren Annexe. Kommissionen und Ausschüsse, die nur organisatorische und regulatorische Aufgaben erfüllen. Das Geld für das DVR kommt von den Rennbahnen und den Besitzern. Nicht umgekehrt.

  14. Frank J. Richter sagt:

    Nein, an den “Strukturen” will niemand in der jetzigen Verbandsführung etwas ändern – warum auch? Es lebt sich immer noch ganz gut dort.

    Wie an anderer Stelle bereits zitiert: “… es ist Alles gut und schön und richtig, so wie es zzt. im dt. Galopp läuft. Deshalb besteht absolut keine Notwendigkeit für irgendwelche Veränderungen!” (Zitat: Mai 2022 – Stand wohl auch heute?)

    Und seitdem ist ja auch nix passiert, mal davon abgesehen, dass die Betriebs-Kennzahlen immer schlechter werden und weiterhin niemand da ist, den das ernsthaft stört. Die Leute, die es / etwas stört, verlassen halt den dt. Galoppsport. Warum noch gutes Geld schlechtem geld hinterherwerfen?

    Die Amnesie liegt in der BV, wo man entscheidend mitreden will, aber die im Sport miteinander konkurrierenden Herren haben inzwischen genug damit zu tun, das eigene Gestüt (inter-) national wettbewerbsfähig zu halten / zu bekommen. Was angesichts der Resultate allein in den heimischen G1-Rennen offensichtlcih baw. nicht gelingen will. Da bleibt dann selbstverständlich keine Zeit und Energie übrig um einmal ruhig und objektiv zu überlegen, wo denn tatsächlich der Schuh drückt. Es könnte ja sein, dass durch Restrukturierungen eigene Wettbewerbsvorteile verloren gehen, weil evtl. das Gemeinwohl des Sports dem Einzelwohl einiger Aktiver entgegensteht.

    Während einer Unternehmensrestrukturierung in einem MDAX-nahen Hause und dt. Mitmarktführer, das etwa 80- bis 100-mal so groß war und ist als der gesamte dt. Rennsport, sagte mir einst ein begleitender, aber resignierender UB: “Mit solchen Generälen zieht man nicht in den Krieg – da kann man nur verlieren.” Zudem “Teile des Problems können niemals Teil einer funktionierenden Problemlösung sein.” – dies wohl in Anlehnung an ein Albert-Einstein-Zitat, das hier im Blog bereits rumgeistert.

    Ein (besser) funktionierender dt. Galoppsport erfordert einen starken autonomen Dachverband, der die markt-orientierten Ziele und seine zielführenden Maßnahmen vorgibt und überwacht. Da können Unterorganisationen wie BV und BGG bestenfalls beratende und initierende Funktionen besetzen. Den Betrieb führen dann Spitzenkräfte und keine Dilettanten-Manager, die ihr Hobby zum Beruf machen durften.

  15. Frank J. Richter sagt:

    Damit es hier nicht langweilig wird:

    Kennt niemand in Turfdeutschland das exakte Geburtsdatum von Nereide (1933) v. Laland o. Graf Isolani?

    Hintergrund dieser Frage: In der SW 89/2026 v. 14.08. gibt es einen Artikel über Geburtsdaten von Diana-Siegerinnen. Doch für eine der bedeutendsten fehlt eben dieses. Es wird doch nicht das “verbrannte” Datum sein (30.01.)?

    Auch hier scheint es ein strukturelles Problem beim Informationsfluß zu geben: Wie weit ist der Weg von der SW-Redaktion in Rennbahnstr. 154 zur DG-Zuchtabteilung im selben Hause mit all seinen ADGBs?

    • kassandro sagt:

      Ja mei, Herr Dr. Richter. mit dem Geburtstag kann ich leider auch nicht dienen. Den kennt nicht mal die KI. Ich kann jedoch mit einem bemerkenswerten Video der Wunderstute und ihres Gestütes dienen:
      https://www.youtube.com/watch?v=aHCKUxbjWt4
      In dem Video sieht man auch ihr Stallschild, auf dem aber üblicherweise nur ihr Geburtsjahr erwähnt wird.

      • Theo Epping sagt:

        Als ich 40 Jahre später dort zuhause war, sah alles noch genau wie in dem Film aus, heute ist es nur noch eine Puppenkiste.
        Rothenberger sei dank.

  16. Racingman sagt:

    Der Wildschwein-Überfall auf dem Grafenberg ist auch Thema nebenan im Hoofworld-Forum. Lothar Brauckmann aus der bekannten ruhrpöttischen Galopp-Familie fragt wie der Martin: „Warum wird der Renntag nicht auf eine andere Bahn verlegt?“ Und der Wiener Bookie-Mitarbeiter Killer Queen antwortet ihm: „damit die dann nicht sagen können ‚Schwein gehabt‘!“

  17. Racingman sagt:

    Ich finde es sehr erfreulich, dass sich jetzt hier zunehmend eine lebhafte inhaltliche Debatte mit mehreren Teilnehmern entwickelt. Für meinen Geschmack dürften es gern noch mehr Leute sein.

    An die Adresse von Daily Impact: Ich habe Ihnen früher schon mehrfach erklärt, wie die Finanzierung einer Rennveranstaltung erfolgt, auch mithilfe eines netterweise von Heinz Baltus gelieferten Magdeburger Zahlenbeispiels. Mein Bohren dicker Bretter scheint erste Früchte zu tragen, denn der Kollege Schmelz nähert sich scheibchenweise langsam der kaufmännischen Realität an.

    An die Adresse von Parlo: Sie sind der Einzige hier außer mir, der sich Gedanken über Strukturen und Organisation des Rennsports macht. Das ist wertvoll. Dass der NATO-Mann dafür nicht empfänglich ist, sollte Sie nicht entmutigen. ABJ als der wichtigste Meinungsmacher im Dachverband ist kein rennsportlicher „Altstalinist“ und für neue Ideen durchaus aufgeschlossen. Die Diskussion im britischen Rennsport zeigt ja, dass es unterschiedliche inhaltliche Ansätze gibt, und diese in einem fairen Wettstreit der Meinungen zu besprechen, finde ich auch für den deutschen Rennsport nützlich. Da ist allerdings Blücher gefordert. So wie der Blog jetzt aufgebaut ist, wird er niemals eine publizistische Bedeutung im Turf erlangen können. Da ist ein völlig neuer technischer Aufbau gefragt.

    • Frank J. Richter sagt:

      Ich (ver-) traue momentan nur 3 Personen zu, die m.E. die fachliche und charakterliche Kompetenz haben, “vernünftig” über grundsätzliche strukturelle Aspekte und Belange eines nachhaltig gesundenden dt. Galoppsports zu diskutieren mit der Aussicht auf ein praktikables Konzept / Masterplan für eine baldige Neuausrichtung.

      ABJ ist mir persönlich bisher nicht bekannt, aber eine 4. Stimme / Meinung wird in so einer Runde eher nutzen.

      Alle anderen bekannten “üblichen Verdächtigen” sehe ich zzt. als verbrannt / verbraucht / gefangen und erstarrt in ihren wohl zu engen Grenzen. Wir werden ja alle nicht jünger … die Zeit läuft unaufhaltsam. … und 23:55 Uhr war es schon vor 20 Jahren.

  18. Racingman sagt:

    Was den neuen technischen Aufbau eines Blücher Blog-Forums angeht, folgender Vorschlag an die Adresse von EDV-Mann Lindenau, der mit seinen geschätzten 55 Jahren so etwas wie das Küken des Blogs ist. Statt Ihres Vorhabens eines eigenen Forums könnten Sie ja auch mit Blücher zusammenarbeiten und ihn zeitlich entlasten. Auf der Galopp-Sieger-Website könnten Sie den IT-Aufbau eines durchstrukturierten echten Forums übernehmen, so wie beim GOL-Forum, bei Amelie oder bei Hoofworld.

    • Blücher sagt:

      Ein Forum und ein Blog sind grundsätzlich unterschiedlich. Sollte eigentlich klar sein.

      In Amelies Forum hat es heiße und fruchtbare Diskussionen gegeben – die am Ende nichts bewirkt haben. Änderungen erreicht nur der richtige Mann zur richtigen Zeit an den richtigen Hebeln!

      • Racingman sagt:

        Wozu dient dann ein Turf-Forum? Nur für Langeweile-Bekämpfung von ein paar Rentnern? Das wäre mir zu wenig.

        • Blücher sagt:

          Ich habe derzeit einen mehr als vollen Schreibtisch, auf dem auch Galopp-Sachen liegen. Das muß erst mal abgearbeitet werden.

  19. Racingman sagt:

    Anders als im Galoppsport wird im deutschen Profifußball über neue Strukturen nachgedacht, zumindest der Rentner Uli Hoeneß tut das. Er findet die Verbandsstruktur beim DFB nicht mehr zeitgemäß:
    „Ich bin sowieso der Meinung, dass der DFB die Nationalmannschaften, die Frauen, die Männer, die U23 und die U19 ausgliedern müsste. In eine GmbH, die eine eigene Geschäftsführung hat mit einem Gewinnabführungsvertrag für den DFB. Es kann doch nicht sein, dass Landesfürsten darüber entscheiden sollen, wer Bundestrainer wird. Die haben ja keine Ahnung davon. Der Fußball ist so hochprofessionell, da müssen Profis ran. Ich rate dem DFB also dringend, darüber nachzudenken, die Nationalmannschaften auszugliedern. Dann könnte ich mir vorstellen, kriegen wir eine neue Ära.“

  20. h.schmelz sagt:

    Man sollte skin in the game haben. Keine Sandkasten Strategen. Oder Monday Morning Quarterbacks. Echtes Engagement, echtes Geld. Alles andere ist second hand, bestenfalls.

  21. Racingman sagt:

    GGR in Frankreich minus 5%

    Die Nachrichten für den französischen Pferderennsport und den PMU sind wirklich nicht ermutigend. In dieser Rennsaison ist bis Mitte August das GGR bei den Franzmännern um 5% gefallen. Das GGR (Gross Gaming Revenue = Bruttospielertrag) ist die wichtigste Kennzahl im Glücksspielbereich, die die Wetteinnahmen abzüglich der Auszahlungen an die Zocker misst. Wenn der Franco-Turf für den PMU um 5% weniger rentabel ist, wird sich das in der Saison 2027 negativ auf die Rennpreise der Galopper und Traber niederschlagen. Es sei denn, dass es bis Silvester noch einen Aufwärtstrend gibt. Da der Turf im Nachbarland eine wichtige Rolle für viele deutsche Rennställe spielt, wird die weitere Entwicklung auch hierzulande interessieren.

  22. Racingman sagt:

    Früher gab es in NRW sieben Galopprennbahnen, nach dem Wegfall von Gelsenkirchen und Neuss sind es jetzt nur noch fünf, in der Regel mit sehr wenigen Veranstaltungen. Trotzdem leistet sich jede Rennbahn weiterhin einen eigenen Geschäftsführer, einen eigenen (ehrenamtlichen) Rennvereinsvorstand und Personal. Das kann doch nicht wirtschaftlich sein. Die Bosse vom Deutschen Galopp und ihr NATO-Mann sollte da mal über Reformen nachdenken. Sinnvoll wäre eine einheitliche Organisation, die alle fünf NRW-Hippodrome managed mit einem einzigen Geschäftsführer und einem gemeinsamen Büro, am besten im Raum Düsseldorf/Neuss wegen der zentralen Lage.
    Nahe beieinanderliegende Rennplätze wie Düsseldorf/Krefeld/Mülheim könnten vielleicht auch von einem einzigen Rennbahnverwalter mit seinem Bodenpersonal betreut werden. Zumindest sollte man diese Option prüfen.
    Da der Rennsport bei der Sponsoren-Akquise (leider) auf lokale/regionale Sponsoren angewiesen ist, braucht man eine gut vernetzte Person vor Ort. Das muss aber kein hauptberuflicher Geschäftsführer sein, sondern kann auch ein ehrenamtlicher Rennbahn-Präsident sein.
    Mit einer einheitlichen Organisation wären kurzfristig notwendig werdende Verlegungen von Renntagen nach dem Vorbild von France Galop sicher einfacher als jetzt.

  23. Racingman sagt:

    DER OSTEN SCHMIERT AB

    Welche Zukunft hat der Galopprennsport in Ostdeutschland zu erwarten? Das wird zum großen Teil von den Rahmenbedingungen in Wirtschaft, Politik und Demografie abhängen. Und die sind im Osten nicht einheitlich.

    Die Rennbahnen in Gotha und Bad Doberan sind bereits auf Nimmerwiedersehen verschwunden, und künftig sehe ich vor allem Halle und Magdeburg in Sachsen-Anhalt, dem deutschen Schlusslicht, gefährdet. Egal wie die Landtagswahlen dort in zwei Wochen ausgehen werden, es wird der Zukunft und der Wirtschaft im Lande nicht förderlich sein. Die beiden Rennbahnen werden das früher oder später merken. Die sächsische Großstadt Dresden hingegen ist eine boomende Wirtschaftsmetropole, so dass dort die Voraussetzungen für den Turf günstiger sind.

    Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat Berechnungen angestellt, über die ntv.de schreibt: „Die demografische Krise im Osten spitzt sich zu: Immer mehr potenzielle Arbeitskräfte wandern ab – die Gesellschaft überaltert. Migration wirkt der Entwicklung entgegen, doch die AfD pocht bekanntlich auf Rückführungen. Jetzt warnen Wirtschaftsexperten vor spürbaren Folgen für die Bevölkerung.“

    Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter im Osten ist in den letzten dreißig Jahren dramatisch gefallen, gleichzeitig ist die Zahl der Rentner stark gestiegen. Durch Zuwanderung konnten in den letzten fünfzehn Jahren zwar die Zahlen verbessert werden, aber genau da will die AfD in Sachsen-Anhalt den Schalter in die andere Richtung umlegen. Hoffentlich muss Heinz Baltus nicht bald ins Krankenhaus Magdeburg. Die haben noch keine humanoiden Roboter, die die mazedonischen und philippinischen Krankenschwestern ersetzen können.

  24. Racingman sagt:

    NEWMARKET SITZT AUF DEM TROCKENEN

    Wenn Wissenschaftler es nicht schaffen, Blücher und Kassandro vom menschengemachten Klimawandel zu überzeugen, wird mir das auch nicht gelingen. Also konzentriere ich mich ganz einfach darauf zu beschreiben, was in diesem Sommer 2026 im britischen Galopprennsport wassermäßig los ist. Nämlich ein Notstand, und das trotz der von Blücher propagierten Wasserbecken!

    Newmarket Heath, das große Trainingsgelände des britischen Turf-Mekkas, leidet an akutem Wassermangel, und das greift ganz praktisch in die Arbeit der Trainer ein. Die 1800 m lange schnurgerade bewässerte Gras-Trainierbahn wurde Mitte Juli auf eine Länge von nur noch 1200 m plus 200 m Auslaufstrecke verkürzt. Zu mehr reicht das Wasser nicht. Vor vier Jahren war es noch schlimmer: Da musste diese Trainierbahn komplett gesperrt werden wegen des Wassermangels. Es gibt ein Reservoir, also ein Wasserbecken, aber das muss auch für die Bewässerung der beiden Rennbahnen von Newmarket dienen. Würde man die Trainierbahn wie gewohnt bewässern, wäre das Wasserbecken im kommenden Jahr völlig trocken. Und an die Adresse von Blücher: Das britische Wetteramt sagt, dass sehr hohe Temperaturen ab jetzt das „new normal“, also der Normalzustand, sein werden. Es gibt in Newmarket noch andere Grasbahnen speziell für trockenes Wetter, aber selbst diese sind nicht mehr praktikabel und darum gesperrt. Die Trainer müssen dann notgedrungen auf Sand bzw. Allwettergeläufen arbeiten.

    Die Trockenheit ist nicht auf Newmarket beschränkt, sondern erfasst drei Viertel von England. Ich habe auch ein Foto von der schottischen Hindernisrennbahn Kelso gesehen, das ein halbleeres Wasserbecken zeigte. Im britischen Rennsport wird derzeit über die Gefahr durch NEUBs (non-essential use bans) diskutiert, also Verbote, Wasser zu verbrauchen, das nicht unbedingt nötig ist, etwa zum Befüllen des eigenen Schwimmbeckens. Die Rennsportverbände glauben nicht, dass die Galopprennbahnen jetzt schon Ziele von NEUBs werden, aber das könnte sich in den kommenden Jahren ändern, falls die Wassersituation noch kritischer wird.

  25. Racingman sagt:

    Sehr beeindruckend, welche lebhaften rennsportlichen Debatten sich hier auch ohne die Fachbeiträge von Racingman entwickeln, ähm… Na, dann will ich mal wieder caritativ tätig werden:

    HOSENSCHEISSER STATT GALOPP

    In einem Beitrag weiter oben hatte ich dafür geworben, die fünf NRW-Galopprennbahnen in einer einzigen Organisation zu vereinen. Dasselbe möchte ich auch für die beiden Nachbarrennbahnen Halle und Leipzig vorschlagen. Beide haben jeweils nur wenige Renntage: Leipzig vier, Halle drei (inkl. der Absage am 15. August). Das ist lächerlich wenig. Immerhin war der Partyrenntag am letzten Wochenende im Scheibenholz ein Erfolg mit richtig schön Halligalli. Leipzig und Halle würde ich ohnehin nicht rennsportlich vergleichen wollen, denn Halle hat für mich das schlechteste Management in Deutschland. Genau genommen haben sie gar kein Management, denn der ehrenamtliche Vorstand wuppt alles. Die Mitgliedschaft besteht auch nur aus einem Dutzend alter weißer Männer plus einer Quotendame. Man vergleiche dies einmal mit der Kleinstadt Bad Harzburg und ihren 800 Mitgliedern im Rennverein, darunter auswärtiges Jungvolk wie Miss Horny vom Deutschen Galopp in Kölle. Eine andere Welt.

    Halle musste den letzten Renntag absagen, weil man nicht mehr genügend Wasser hatte, um die Grasbahn zu bewässern. Klimawandel Anno 2026 in Deutschland. Nach einer Überschwemmung blieb die Rennbahn mehrere Jahre geschlossen, wurde dann mit Millionenaufwand durch Steuergelder wieder renntauglich gemacht. Und dies, obwohl zur damaligen Zeit nicht einmal ein handlungsfähiger Rennverein gegeben war. Der angefragte neue Präsident hatte sich zu der Zeit nämlich noch gar nicht entschieden, und falls er Nein gesagt hätte, hätte Halle zwar eine niegelnagelneue Rennbahn, aber keinen Rennveranstalter gehabt. Ein Beispiel dafür, wie leichtfertig Steuergelder in Deutschland verplempert werden. Ein einheitliches Management für die Rennplätze Halle und Leipzig unter der neuen Firmierung „Rennclub Saxonia e.V.“ würde sicherlich in Halle mehr Professionalisierung bringen.

    Leipzig beschäftigt mit „Bookie“ Alexander Leip einen Geschäftsführer und mit der jungen Franziska Margalle eine Mitarbeiterin für Sponsoring/Marketing/Öffentlichkeitsarbeit/Events. Nach Schweizer Vorbild gibt es den „Scheibenholz Business-Club“, der an Renntagen Treffpunkt von Wirtschaft und Politik sein soll. Er bietet Partnern der Leipziger Renntage einen lockeren Rahmen zum Netzwerken und Austausch, wobei der Zutritt ausschließlich den Sponsoren und Werbepartnern vorbehalten ist. In Halle gibt es immerhin VIP-Karten für die „enerix Vollblut Lounge“, wo man sich vom gewöhnlichen Pöbel separieren kann. Neben Galopprennen bietet die Rennbahn auch andere Vergnügungen. Am 12. September gleich zwei Events auf einmal auf dem Rennbahngelände: den Ladyfashion-Flohmarkt und den Hosenscheißer-Flohmarkt, also Einkaufsmöglichkeiten für Mutter und Kind sozusagen.

  26. KurfürstFW sagt:

    Hallo Racingman,

    damit Sie sich nicht ständig mit sich selber unterhalten müssen bzw., auch als kleines Dankeschön für die viele Mühe die Sie sich geben dem Auditorium ein wenig Unterhaltung zu bieten, mal eine kurze Antwort zu Ihrem Thema.
    Ich bin mir sicher das sicher Rennsportfreunde die einleitende Frage gestellt hat und unterschiedliche Antworten weiß. Nur das allein wird zu nichts führen.
    Schlaue Sprüche kosten nichts. Und wie schon Herr schmelz dazu sagt: eigenes Geld und eigene Pferde”. Das ist doch schon mal was. Es gibt doch jetzt eine Vielzahl neuer Besitzergemeinschaften für kleines oder großes Geld.
    Und zur Zusammenlegung von Bahnen. Klingt gut und nach der reinen BW-Lehre, aber ist doch völlig praxisfremd.
    Schon die Diskussion der einzelnen Rennbahnen, wer wann welchen Termin besetzen darf. Sie glauben doch nicht das das zentral zu steuern wäre.
    Und damit sind wir bei Leipzig und Halle. Am 1.Mai könnten wir Esel starten lassen und die Bahn wäre voll. Diesen Tag braucht Leip (und jeder andere vorherige und späterer Betreiber) wie Wasser zum Leben. Herr Leip ist übrigens nicht nur GF sondern der “Besitzer” der Bahn. Und bei viel Lob für sein Engagement und das seiner Truppe, es gibt dort keinen Einzigen der vom PFERD als Sport Ahnung hat, maximal “wie betreibe ich eine Eventarena”. Neue Galoppsportenthusiasten werden so auch nicht geboren.
    Bei der Steuerverschwendung HALLE haben Sie leider Recht. Für das Geld wurde aber wirklich eine Superlocation gebaut. Auch die Bahn ist (mit Wasser) eine sehr faire Bahn. Alles leider an der falschen Stelle.
    Und wie soll es bei derartigen Strukturen (Privatbetreiber ./. Ehrenamt) zu einem vernünftigen Zusammenschluss kommen, völlig unrealistisch.
    PS: Ich weiß von was ich rede.

    • Theo Epping sagt:

      Mit Realität hat er es nicht so.
      Geistiger Überflieger… Kuckucksnest?

    • Racingman sagt:

      Erst einmal vielen Dank für Ihr inhaltliches Statement. Genau das brauchen wir für ein Forum, das den Namen verdient. Schön wäre es gewesen, wenn Sie sich zu Ihrer Identität bekannt hätten, denn dann könnte man Ihre Vorstellungen besser im Tableau des deutschen Turfs einordnen. Ich selber arbeite mit offenem Visier und vertrete meine Meinungen im Internet und notfalls auch vor Gericht. Ich sehe auch keine Gründe, warum ich an meinem obigen Vortrag etwas ändern sollte. Mein eigentlicher Vorschlag für den deutschen Turf ist bekanntlich ein Hybrid-Turf nach dem Vorbild des deutschen Eishockeys mit einer Franchisingstruktur für die sechs Premiumbahnen und einer gemeinnützigen Organisation für die übrigen Bahnen.

      Da diese Lösung derzeit nicht durchsetzbar ist, besteht meine Zwischenlösung darin, die fünf NRW-Bahnen zu einer gemeinsamen Organisation zusammenzufassen, und für Leipzig/Halle dito. Derzeit ist die Rennbahn Leipzig eine Kombi aus e.V. plus Kapitalgesellschaft, so wie Hoppegarten und Baden-Baden. Diese Konstruktion steht einer Vereinigung mit Halle keineswegs entgegen. Der derzeitige Rennclub Halle ist schlicht überflüssig, Leip-Leipzig könnte beide Rennplätze übernehmen. Dann hätte Herr Leip auch mehr Spielraum, jenseits des Rennsports mehr Geld zu verdienen. Darauf wird es nämlich hinauslaufen müssen, wenn die Chose eine wirtschaftliche Zukunft haben soll. Mit ein paar zusätzlichen Pferdebesitzern allein wird das nichts. Die Drittveranstaltungen müssen die Pferderennen quersubventionieren. Deshalb braucht es mehr Halligalli in Halle.

      Ich glaube nicht, dass man den deutschen Rennsport reformieren kann mit einer Gruppe von alten Männern, die zu allem Neuem Nein sagen. Deshalb bin ich unbedingt dafür, auf junge, unverbrauchte Leute von außen zu setzen, die noch nicht vom Morbus Weidenpesch befallen sind.

    • Racingman sagt:

      Wenn ich darauf wetten müsste, welche von den größeren Rennbahnen als nächste das Zeitliche segnet, würde ich auf Halle tippen, weil da die nötige Manpower fehlt.
      Ich selber würde aus zwei Gründen keinen Cent in den deutschen Turf stecken:
      1. weil ich nicht an den wirtschaftlichen Erfolg glaube.
      2. weil ich die Leute, die mich früher mundtot machen wollten, jetzt nicht finanziell fördern will.
      Parlo Richter hängt mit Herzblut am deutschen Turf, ich nicht. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, und Galopprennen gibt es auch woanders.

      • Theo Epping sagt:

        Und Racingmänner gibt es an jeder Ecke im Sixpack.

        • Theo Epping sagt:

          Kurfürst,
          Racingman findet es schade Ihren sogenannten Klarnamen nicht zu kennen. Lindenau, der Ihm die Stange hält, hat er das noch nie gefragt.

          • Racingman sagt:

            Es besteht ein großer Unterschied zwischen reinen Privatleuten und Turffunktionären: Bei Ersteren ist der Klarname egal (weil den sowieso niemand kennt), bei Turffunktionären und anderen Branchenleuten (so wie bei mir als ehemaligem Berater) hingegen will man wissen, mit wem man es zu tun hat. Beim Kurfürst besteht der konkrete Verdacht, dass er auf sein Anonymat besteht, um nicht seine persönliche Leistungsbilanz im Rennverein offenbaren zu müssen. Es könnte ja sein, dass er nur deshalb gegen Reformen ist, um seine gesellschaftliche Stellung im Turf nicht zu gefährden.

          • Theo Epping sagt:

            Das glauben Sie doch selber nicht, Lindenau ist garantiert kein 0815ner, wie ich zB..

          • Racingman sagt:

            Einverstanden, dann soll Lindenau mal die Hosen runterlassen. Ich war bisher davon ausgegangen, dass er ein EDV-Mann und Hobbyzuschauer ist, der nichts mit der Branche zu tun hat. Sollten da tatsächlich Verbandelungen bestehen, sollte er das offenbaren.

  27. KurfürstFW sagt:

    Mein Name tut hier nichts zur Sache, weil unsere ganze Diskussion nichts zur Sache tut. Wir können hier von goldenen Zeiten träumen und Zusammenschlüssen und vom Derbysieg. alles irrelevant.
    Es gibt keine Zentralisierung und keine Zusammenschlüsse.
    Und die Rennbahn – Betreiberkonstrukte sind auch nur sehr begrenzt vergleichbar.
    Einen “e.V.” braucht jede Rennbahn, völlig unabhängig vom Betreiber. das liegt im Totalisatorrecht begründet.
    Es geht um die Eigentumsverhältnisse auf der Bahn und um das finanzielle Risiko eines Renntages. Und dort ist die Grenze gezogen für irgendwelche Vereinigungen.

    • Theo Epping sagt:

      Meine Rede,
      Leute die nichts zur Sache tun, reden über Dinge, die nichts zur Sache tun.
      Das ist keine kreative Diskussion,
      das ist nicht mal,
      in alten Zeiten schwelgen,
      das ist Geschwafel.

    • Racingman sagt:

      Sie sind leider ein anonymer selbsternannter Kurfürst, der nicht für seine Meinung öffentlich einstehen will. Die Blockierer im deutschen Turf haben aber kein eigenes Konzept. Egal in welcher Konstruktion, ich glaube nicht an den Erfolg der Rennbahnen Halle und Leipzig, denn mit nur drei und vier Renntagen im Jahr macht das keinen Sinn auf solchen großen Anlagen. Der deutsche Rennsport wird leider nicht darum herumkommen, auch über die Schließung von Rennbahnen nachzudenken.

      • Blücher sagt:

        Kurfürst war Olympiasieger in der Military Mannschaftswertung 1936, das Pferd des Freiherrn v. Wangenheim. Bei GS gibt es für ihn sogar eine Form.

  28. Racingman sagt:

    Der deutsche Trabrennsport bereitet sich derzeit auf die Mitgliederversammlung seines Dachverbandes HVT am 11. September vor. Nebenan im Hoofworld-Forum ist das ein Thema, und wenn man sich die Zustände bei den Trabern anschaut, muss man konstatieren, dass der Deutsche Galopp noch ein Inbegriff von Professionalität ist. Ich erwähne dieses Thema hier, weil Günther Lühring einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht hat: die Vereinigung der Traber mit dem Deutschen Galopp!

    Günther Lühring (Forumsname „Zaungast“) ist ein Turnschuh-fitter verdienstvoller alter Sack, der bis ins hohe Alter Trabrennen gefahren ist. Er war Vorsitzender des Hooksieler Rennvereins, der früher auch Galopprennen veranstaltet hat. Von daher kennt Herr Lühring beide Fakultäten. In Italien werden Galopper und Traber seit jeher von einer Stelle gemanaged: früher vom Pferdesportverband UNIRE, heute vom Landwirtschaftsministerium. In Italien gibt es allerdings auch eine stolze Anzahl von Doppelrennbahnen, so dass durchaus eine gewisse Berechtigung dafür gegeben ist.

    In Deutschland sehe ich dafür keine Basis, einfach weil die Traber schon so gut wie tot sind – sie wissen es nur noch nicht. Die Galopper würden sich mit einer Allianz einen Klotz ans Bein binden, der ihre ohnehin schon schwierige Lage noch aussichtsloser machen würde. Von Daniel dem Krügeren und dem DG-Vorstand würde ich einen Masterplan für die nächsten zehn Jahre erwarten, eine „Agenda 2035“, wie der deutsche Rennsport dann aufgestellt sein soll. Ein Schiff, das kein konkretes Ziel ansteuert, kommt nirgendwo an.

    Angenommen, der deutsche Galopprennsport würde noch gar nicht bestehen, sondern man würde ihn jetzt von Null an aufbauen: Wie würde man dann den Rennsport strukturieren? Würde man große, vom Unterhalt her teure Rennbahnen in Halle und Leipzig bauen, auf denen dann nur drei oder vier Renntage pro Jahr stattfinden? Das kann ich mir nicht vorstellen. Also, für jeden, der sich seine eigenen kreativen Gedanken machen will, lohnt es sich, im Kopf den Zeiger auf Null zu stellen und so zu tun, als gäbe es bisher gar keinen Galopprennsport in Deutschland. Wie würde man dann den Turf aufstellen?

  29. martin sagt:

    viel interessanter ist doch nebenan,wie auf einen ihrer mitstreiter drauf gehauen wird,incl ihm lizenzentzug androhen,u.a. seiner besitzertrainerlizenz für rennpferde, auch karin mommert ist gut dabei.

  30. kassandro sagt:

    Über die Meldung bin ich heute Morgen eher zufällig gestolpert:
    https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-08/69399072-eqs-adhoc-pferdewetten-de-ag-pferdewetten-de-ag-beschliesst-kapitalerhoehung-mit-bezugsrecht-der-aktionaere-022.htm
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich bei dem Großaktionär, der die Kapitalerhöhung nicht mitmachen will oder kann, um die Beteiligungsgesellschaft von Deutscher Galopp handelt.

  31. h.schmelz sagt:

    Damit liegen Sie ausnahmweise mal richtig.

  32. Racingman sagt:

    Mal wieder `ne Kapitalerhöhung, könnte man scherzhaft sagen. Die Zahlen des Unternehmens sehen unter dem neuen Boss Christian Gruber aber wesentlich besser aus, sowohl bei der Pferdewette als auch bei der Sportwette. Gruber lockt nicht nur Martin & Martillo, sondern auch Hasan und Ibrahim das Geld aus der Tasche.

    Im Direx ist festzuhalten, dass die seit geraumer Zeit im Mutterschutz befindliche Janine Knautz zwar im Organigramm weiterhin als Controllerin geführt wird, doch als Co-Geschäftsführerin von Daniel dem Krügeren wurde sie gestrichen. Der NATO-Mann ist also jetzt wieder alleiniger Boss. Die Anlage-Entscheidungen beeinflusste früher das Vorstandsmitglied Lars-Wilhelm Baumgarten maßgeblich, aber der ist nicht mehr dabei.

    • h.schmelz sagt:

      Ihre putzigen Sprachbilder sind noch wesentlich alberner als die Rechtschreibfehler des Herrn Epping. Der verschreibt sich nur; Sie hingegen handeln vorsätzlich bescheuert. Aus Überzeugung. Sie erninnern stark an D.Trump, ohne dessen Virtuosität zu erreichen. Das bewegt sich bestenfalls auf Bild Zeitungs Niveau.

      • Theo Epping sagt:

        Das Sie meine Rechtschreibschwäche als das hinnehmen, was es, auch für mich, ist, ein lästiges Übel, ist ja erstmal Dank wert, dass Sie mich mit Racingmanchen in einem Satz nennen, eher nicht.

      • Racingman sagt:

        Ich bin das exakte Gegenteil von Donald John Trump und Hubertus Joachim Schmelz, denn ich habe immer eine inhaltliche Agenda, die ich verfolge. Narzisstisch geprägte Persönlichkeiten wie Trump/Schmelz geht es dagegen immer nur um die Bauchpinseleien, während mir die Galoppermischpoke menschlich völlig wurscht ist.
        Erinnern wir uns an die Mogelpackung „Strukturreform“ zu Ende des ersten Jahrzehnts. Als Beobachter wusste man in puncto Schmelz nicht mehr, wo man dran war, so wie bei Trump heute. Wenn ich mir die beruflichen Schmelz-Stationen anschaue, wirkt das auf mich wie eine Ansammlung von Verzweiflungstaten, ohne jeden roten Faden. Deshalb nenne ich Schmelz auch „der Mann ohne Agenda“.

  33. Un Coeur B sagt:

    quo vadis, man nutzt die Phrase oft als skeptischen oder besorgten Ausruf bei unklaren Entwicklungen, soweit ein Teil der KI

  34. martin sagt:

    quo vadis turfdeutschland, trainieren fremder pferde,sowas aber auch. dem ronny seine neue trainerin pferde aus ungarn im training,ohne angemeldet zu sein.oh oh. für jeden scheiss gibts bewährung , peitsche am start,doping fälle wiederholt, jetzt wollte der reims mal seine strenge seite zeigen. aber noch gibts berufungsmöglichkeiten, zum glück isser schon alt,der herr reims. der kaputtmacher

  35. martillo sagt:

    ist herr reims noch bei klaren verstand , sollten die Kontrolleure alle überprüfen würden auf einen schlag mindestens 25-30 Pferde fehlen ,grosse finanzkräftige Gestüte haben ihre Rennpferde drastisch reduziert ins Ausland verkaufen fördert nicht den deutschen Rennsport

    • Blücher sagt:

      Waren die Pferde nicht verpachtet oder ist diese Regel abgeschafft?

      Der TuJV ist natürlich hinterher, daß Besitzertrainer wirklich nur eigene Pferde trainieren. In Frankreich darf ein Besitzertrainer übrigens nur fünf eigene Pferde trainieren. Hat er ein größeres Lot, braucht er eine Trainerlizenz.

  36. martin sagt:

    diese fälle gabs immer schon und hat nie jemanden gestört,gerade heute bei dem zurückgehendem pferdebestand ist die aktion von opa reims schädlch ohne worte. eigentlich wird jeder starter gebraucht, siehe verkäufe und starts im ausland, die abwicklung deutscher galopp könnte man einfacher haben

  37. Racingman sagt:

    Die Position von Martin & Martillo bedeutet zu Ende gedacht, dass die Ausbildung als Berufstrainer völlig überflüssig und wertlos wird. Warum sollte sich dann noch jemand dieser Mühe unterziehen, wenn es auch einfacher und billiger geht? Die Ausbildung eines Berufstrainers ist eine ganz andere Liga als der Schmalspurkurs für Besitzertrainer. Und weil der deutsche Turf jedes Pferd so dringend braucht: Soll demnächst auch das Freischwimmerzeugnis ausreichen, um fremde Pferde trainieren zu dürfen?

    Der „Timpelmann“ hätte ja die Chance gehabt, die Berufstrainer-Lizenz zu erwerben. Warum hat er’s nicht getan? Früher war er einige Jahre in Portugal ansässig, aber nicht im Norden des Landes, wo der Galopprennsport zu Hause ist, sondern im Süden an der Algarve. Was er da gemacht hat, weiß ich nicht, aber vermutlich etwas mit Pferden.

    • Racingman sagt:

      Schon der RTL-Dschungelkönig Marc Terenzi wusste: „De Regels are de Regels and we mussen them halten!“ (so oder ähnlich gesagt)

    • Racingman sagt:

      Ganz in der Nähe von Theo gibt es einen Reitverein mit einer eigenen Galoppierbahn. Dort könnte Trainer Epping Galopprennpferde des Gestüts Ittlingen auf Rennen vorbereiten, ausgestattet mit einer M&M-Lizenz (Martin & Martillo).

      • Theo Epping sagt:

        M.O. mag ich nicht, das ginge in die Buxe, außerdem, jeden Tag 1,5 Std. hin und wieder 1,5 Std. zurück fahren, ist mir dann doch zu stressig.

    • martin sagt:

      hat er gemacht,aber dummerweise nicht beantragt. jetzt ärgerlich.. was aber stimmt, es ist ausgeartet,dann aber rundumschlag. und dann erst mal bewährung und maß halten,es gibt schlimmeres,siehe die bewussten dopingfälle,die kaum geahndet wurden

      • Racingman sagt:

        Habe ich das richtig verstanden: Marc Timpelan hat die Berufstrainer-Prüfung bestanden, hat aber lediglich „vergessen“, die Lizenz zu beantragen (vielleicht, um sich die Zahlung der Gebühr zu sparen?)? In dem Fall wäre es wirklich ein minder schweres Vergehen, das milder geahndet werden könnte. Ich wusste gar nicht, dass der ewige Gottfried überhaupt noch am Leben ist. Geht er schon auf die 100 zu?

        • martin sagt:

          vergessen wohl nicht,einfach nicht eingereicht, der ewige gottfried tst zumindest geistig über 100,aber für pferd in frankreich reichts noch. aber neues problem in diesem unserem turflande, 2 hindernisrennen in quakenbrück,aber keine reiter,weil keiner mit mehr als 10 siegen. pavel v. speckt schon ab,uli W. hat grässere probleme. blücher fehlen die siege,.bradik könnte an mehr als scheitern. grandiose vorstellung, mit herzblut vorwärts

  38. Racingman sagt:

    Martin, Sie beschäftigen sich ja viel intensiver mit dem deutschen Turf als ich und wissen deshalb besser Bescheid. Darum hier der Fakten-Check bezüglich Ronny Eckelmann:
    * Betreiber des Rennstalls Elbflorenz mit Trainerin Carmen Bocskai in Dresden-Seidnitz
    * Timpelan-Kunde (in Magdeburg oder wo?)
    * Vorstandsmitglied des Dresdner Rennvereins
    * Betreiber eines Palettenhandels
    * Mitbetreiber einer Spielhallen-Gesellschaft
    * Mitbetreiber eines mobilen Pfandleihhauses (kommt zum Kunden)
    * sonst?
    Ist das richtig soweit? Scheint ja ein ziemlich bunter Vogel zu sein. Wenn ein Vorstandsmitglied eines Rennvereins wegen Umgehung von Vorschriften der Rennordnung sanktioniert wird, ist das keine gute Werbung für den Dresdner Rennverein.

    • martin sagt:

      soll kein guter sein. allein die vielen ungarn,für irgendwelche forschungen, 3 sind mittlerweile offiziell auf der trainingsliste, der rest ?? versteckt ? also genauso obskur wie die jetzige geschickte.

  39. Racingman sagt:

    Der gebürtige Magdeburger Marc Timpelan (48) hat früher im Magdeburger Herrenkrug trainiert, seit ein paar Monaten jedoch nahe der niedersächsischen Kleinstadt Gifhorn, die bei Wolfsburg liegt.

    Die Magdeburger Volksstimme schrieb im Mai 2014 über ihn:
    „Im August 2007 bestritt Timpelan offiziell sein letztes Rennen. Er stieg zwar am 1. Juli 2011 noch einmal aufs Pferd, doch dabei handelte es sich um ein Veteranen-Rennen von Ex-Aktiven in Hamburg. Dann ging`s für ein Jahr als Trainer nach Portugal, anschließend machte Timpelan eine Umschulung zum Kaufmann im Großhandel und versuchte sich auch in der Modebranche.“
    2014 ritt er wieder als Amateur in Deutschland. Zum anderen war der geschiedene Timpelan wieder bereit für eine neue Beziehung: „Himmelfahrt bin ich ja erneut am Start. Da sollten sich die netten Damen nicht scheuen, mich anzusprechen.“

    Im Jahre 2019 berichtete die Volksstimme über eine Schlägerei auf der Magdeburger Rennbahn mit zwei beteiligten Trainern, Kurz und Timpelan:
    https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/rivalen-der-rennbahn-1985023

  40. martillo sagt:

    jede Diskussion wegen Eigenleistung der Stuten ist unnötig,waldfee wurde wegen ihrer Fehlstellung verschenkt brachte Walderbe und jetzt teueren Jährling bei arqana
    mit guten blaketyp Stuten ist es natürlich leichter bessere Deckkonditionen zubekommen und daher leichter zuverkaufen

    • Theo Epping sagt:

      Ich schreibe jetzt mal etwas ganz unverblümt, das sich vielleicht für manchen nicht sehr nett anhört, ist aber das Gegenteil.

      Wittekindshof, eins der erfolgreichsten Gestüte der letzten 30 Jahre, ist auf lauter “Schrott”, aus topp Linien aufgebaut. Die meisten top “Rennpferde” stammen erst aus selbstgezogenen Stuten, ein – zwei Generationen nach dem Ankauf.
      Elektrant und Mandelbaum waren Ausnahmen.

      Herr Miebach hat bewiesen, dass es so auch geht, dauert nur länger und ist letztendlich sicher auch nicht preiswerter.

      • Blücher sagt:

        Ja, “Schrott” aus Topp-Linien. Ich würde nicht von Schrott sprechen, sondern von Zweiter Wahl. Da sind wir dann wieder beim Thema und eine der Kernfragen der Vollblutzucht. Ist es die Stute, die das Pferd macht oder ist es die Familie der Stute.

        Elektrant als Deckhengst war eigentlich eine Sünde, aber wie war das mit den Schlechten in den Pedigrees aller Guten. Dank Mandelauge reichen seine Gene bis nach Japan.

    • Blücher sagt:

      Waldfee stammt aus einer Topp-Familie und wie Kollege Epping beschrieben hat, kann man mit schlechten Stuten aus erstklassigen Familien eine gute Zucht aufbauen.
      Wobei Waldfee genau einen Erwähnenswerten gebracht hat. Ob noch was kommt, wer weiß …. Und natürlich findet ein blindes Huhn auch mal ein Korn.

      Aber wollen Sie ernsthaft sagen, daß es das gleiche ist, wenn ich ein Produkt von Ketchup aus der Dürrgemüse habe oder von Galileo aus der Kind?

  41. martillo sagt:

    novellist hat tuttllinger im pedigree
    ein Walderbe ist mehr wert was Lindenhof,helenenhof ,Heyman,Ohlerweiher Hof und Lünzen je erträumen werden

    • kassandro sagt:

      Das ist natürlich ein Quatsch. Ohlweilerhof hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Mit Isfahan hat man einen selber profilierten Hengst und mit Rubaiyat könnte dasselbe passieren. Die Große Woche könnte für ihn den Durchbruch als Frühreife-Vererber bringen. Die eigene Stutenherde hat bislang noch wenig gezeigt, aber das kann sich ja noch ändern..

  42. martillo sagt:

    elektrant hat wohl mit wenigen Produkten sogar einen Listensieger aus einer beschaulichen aufzuchtstätte erzeugt

    • Theo Epping sagt:

      Um das Wort Schrott doch noch mal zu benutzen…

      Schrott ist Schrott, egal ob Galileo mit einer Gr. 1 Siegerin oder
      Elektrant mit einer 50 kg Stute, der Unterschied sind die Produktionskosten.

      Um es mal als Eurofuchser zu sehen:

      Wenn Galileo für eine “Privat” Taxe ein Gr. 3 Pferd zeugt, ist das kein profitables Geschäft.
      Wenn Elektrant für die Pansionskosten einen Listensieger zeugt, kann Herr Neu von dem Erlöss ein paar Jahre so weiter machen.

    • Blücher sagt:

      Hat er, einfach den Link klicken, da steht Schützenkönig ganz oben.

  43. Un Coeur B sagt:

    Blücher eher ein wenig der Buchhalter, h.schmelz der Künstler, der einige Jahre auf Paris Straßen in den Tonnen nach Knochen suchend Talent zu viel größerem gehabt hätte, T.Epping der sehr nah an den Pferden dran Mann, horseman, warum nicht, Herr Richter der späte Doktor mit sattsam bekannten akademischen Scheuklappen und J. für die Galerie, bis hin zu dem Herrn aus dem Oberharz, wo schon vor Jahren so viele Bäume umfielen.

  44. Un Coeur B sagt:

    Goldene Peitsche, gehst du zum Pferd, vergiss die Peitsche nicht, das Gold ist so teuer geworden, können wir da nicht Katzengold nehmen, nur wenn der Präsident sein okay gibt, er sagt ja, eine weise und präsidiale Entscheidung, quo vadis Deutschland.

  45. h.schmelz sagt:

    Es nennt sich TurfMatch, Ansprechpartner werden genannt. Man kann sich an Pferden beteiligen; für kleines Geld, für ganz kleines Geld, und für etwas größeres Geld. Es gibt eine Seite im Internet unter diesem Namen mit de. Kennung. Und vielen Verbindungen und Querverbindungen und Rückverbindungen. Gestaltet von der Agentur Figge&Schuster AG. Veranstalter der Dachverband in Köln. Es werden neue Besitzer gesucht, man will 2-3 Millionen mehr im Jahr an Rennpreisen ausschütten. Sagt Herr Baum von der BV. Herr Buchner von der BGG sagt, das müsse finanziert werden. Hart stoßen sich im Raume die Dinge.

    • Blücher sagt:

      Wir machen uns Gedanken über die Erhöhung der Rennpreise (Mittelverwendung), aber nicht um die Mittelherkunft. Seit 20 Jahren kommt dazu wenig bis nichts aus der Zentrale.

      • h.schmelz sagt:

        Die Rennpeise werden von den Rennvereinen ausgezahlt. Nicht vom DVR. Die BGG ist zuständig, was die Zahlen von Wettstar und der jeweiligen RV betrifft. Deren Zahlenwerke sind zuständig.

  46. Racingman sagt:

    SOMMER 2027 ff.

    Das Fehlen einer langfristigen Planung ist bekanntlich eines der Merkmale des deutschen Galopprennsports, und dies betrifft auch die Klima-bedingte Zeitplanung im Sommer. In Italien ist es so, dass im Sommer die Galopprennbahnen in den Bergen (Meran in den Alpen, Tagliacozzo in den Abruzzen) am Sonntag zur späten Nachmittagszeit beginnen, während die anderen Rennbahnen im Flachland generell am späteren Abend unter Flutlicht veranstalten. Sollte nicht auch der deutsche Turf beizeiten eine langfristige Planung entwickeln, anstatt immer nur eilige Notmaßnahmen zu beschließen?

    Nicht nur für Blücher hier der Ausblick eines Klima-Forschers. Fazit: Der zu Ende gehende Sommer 2026 war der zweitwärmste der bisherigen Historie, doch künftig wird es noch heißer werden und dies vor allem im kommenden Sommer 2027, weil dann noch das Wetterphänomen El Niño dazukommt:
    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wissen/2026-wird-eher-einer-der-kuehleren-Sommer-sein-id31249681.html

    Was spricht für die Randzeiten am Sonntagvormittag oder Sonntagabend auf der Rennbahn? Zunächst einmal ist es ja so, dass der deutsche Turf gern aus Umsatzgründen im PMU-Programm vertreten ist. Am Sonntagnachmittag ist das schwierig, weil es zu dieser Zeit in Frankreich selbst genügend Veranstaltungen gibt. Am Sonntagvormittag früh zu beginnen, könnte für die aus der Region am selben Tag anreisenden Rennställe schwierig sein. Ich glaube, sowohl für die Rennställe als auch für das Publikum würde am Sonntag der Abend besser passen als der frühe Vormittag. Normalerweise sind dem Rennbahnpublikum Rennen am frühen Sonntagnachmittag sicher lieber als am Abend. Diese Wertung gilt bei gemäßigten Temperaturen, aber nicht für Bullenhitze. Gründe des Tierschutzes und des Jockey-Schutzes sprechen gegen Rennen am frühen Nachmittag in der prallen Hitze. Eine Ausnahme von den Abendrennen sollte man nur für das Duhner Wattrennen in Cuxhaven wegen der Gezeiten machen.

    Früher gab es immer das Argument, dass die Hauptrennen am Sonntag vor 17 Uhr stattfinden mussten, um in die TV-Sportsendungen zu kommen und um vor dem Redaktionsschluss der Zeitungen fertig zu sein. Inzwischen spielen diese Überlegungen kaum noch eine Rolle. Online-Medien können auch nach 17 Uhr über Sportereignisse berichten. Deshalb mein Vorschlag: In den Sommermonaten Juni/Juli/August sollten die Galoppveranstaltungen in Deutschland in der Zeit von 17 Uhr bis 21 Uhr stattfinden. Wird die Kurfürst-Fraktion auch dagegen etwas haben? Wahrscheinlich ja, aber dann wäre ein eigenes Konzept mal eine gute Idee.

    • Blücher sagt:

      Den Klimaprognostikern traue ich nicht wirklich, ist aber egal!
      Um 17 Uhr war es diesen Sommer viel zu warm, dann lieber Vormittags, bevor die Hitze kommt.

      • kassandro sagt:

        Ihr Misstrauen ist mehr als gerechtfertigt. Ich war die letzten 10 Tage im ganzen Land unterwegs, und nur in Mainz gab es nachhaltig braunes Grass gesehen. Der Rhein war aber keineswegs trockengefallen und es verkehrten dort auch viele Schiffe, vielleicht mit etwas weniger Tiefgang. Ich war an der Mainspitze, wo der Main in den Rhein mündet. In Würzburg war noch die Wiese auf dem Bahnhofsvorplatz braun. Je weiter man nach Osten kam desto praller wurde die Natur. Auch in Blankenese war ich bei den Cyclassics. Dort wuchert alles zu. Die Cyclassics starteten in Buxtehude. Auch dort alles wunderbar und der Mais schießt ins Kraut. In Süddeutschland war die Natur nicht ganz so prall, aber ihr ging es offensichtlich sehr gut. Im Bayerischen Rundfunk beklagte sich ein Hopfenbauer aus der Hallertau über einen 50%-igen Ernte-Ausfall. Ich fuhr mit dem München-Nürnberg-Express durch die Hallertau. Ich bin zwar kein Hopfen-Experte, aber für mich sah der Hopfen entlang der Bahnstrecke bombig aus. Der Mais war dort und in Franken deutlich kleiner als in Buxtehude oder gar der Hildesheimer Börde. Im Bayerischen Oberland war der Mais dann schon deutlich größer, nicht so groß wie im Norden aber auch nicht so mickrig wie in Franken.
        Leute, ihr seid schon in der Pandemenz auf “Die Wissenschaft” hereingefallen. Beim Klimaschwindel ist die Sache viel einfacher. Ihr braucht nur die Augen aufzumachen, um den Klimaschwindel als solchen zu erkennen. Wir den nicht einmal den Hauch den einer Klimakrise sondern eher das Gegenteil. Schon gar nicht haben wir einen Wassernotstand, wie in der frisch gewählte Münchner Oberquälmeister über die Stadt verhängt hat. München hat die beste Trinkwasserversorgung aller deutschen Großstädte. Der Terror geschieht den Münchnern allerdings recht, vielleicht lernen sie dazu und orientieren sich bei den nächsten Wahlen mehr an der Intelligenz der Wähler aus Sachsen-Anhalt.

      • kassandro sagt:

        Unser Blog-König ist ein ganz typischer Klimaschwindler. Er beklagt sich über die unerträgliche Hitze, verbringt aber einen erheblichen Teil seines Lebens auf de iberischen Halbinsel, wo es noch wesentlich wärmer und trockener. In Spanien herrscht im Gegensatz zu Deutschland seit jeher eine gewisse Wasserknappheit, die sich durch den zunehmenden Bedarf der Landwirtschaft aber nicht durch den Klimaschwindel verschärft hat. So verlogen wie Racingman sind fast alle Klimaschwindler. Sie fliegen nicht etwas ins kühle Spitzbergen sondern in heiße Regionen, wo sie vor Regen sicher sind.

        Gerade eben habe ich zu diesem Video der Schande der Physik
        https://www.youtube.com/shorts/4RQ40L10cUo
        folgenden Kommentar geschrieben, der seine ganze Realitätsverweigerunaufzeigt:
        “Die Schande der Physik vermischt hier den Diesel-Skandal von 2015 mit VWs katastrophalen Einstieg in die E-Mobilität. Tatsächlich sind die Wolfsburrger ideologie-Knechte vie zu stark in die E-Mobilität eingestiegen und haben Werke ausschließlich für Stromer gebaut, für die es keinen ausreichenden Markt gab. Jetzt müssen diese Werke zumindest teilweise wieder stilgelegt werden. BMW hat sich viel flexibler aufgestellt und im Gegensatz zu VW eben keine Werke ausschließlich für Stromer gebaut. Je nach Bedarf kann man jetzt zwischen Produktion von Benziner und Stromer umschalten. Auch BMW wird durch die Trump-Zölle und die außerordentliche Schwäche des chinesischen Marktes stark belastet, aber sonst steht BMW sehr gut da, und braucht nicht um seine Existenz zu fürchten. Bei Porsche ist der unsterbliche 911 der einzige verbliebene Gewinnbringer. Lesch stellt nun die irrwitzige Forderung auf, dass VW sich noch radikaler auf E-Mobilität hätte umstellen sollen. Dann würde VW genauso untergehen wie Jaguar. die genau das gemacht haben.”

        Leute glaubt nicht wie in der Pandemenz der sogenannten Wissenschaft, glaub auch nicht mir, sondern öffnet eure Augen und macht euch euer eigenes Bild. Das ist beim Klimaschwindel viel einfacher als in der Pandemenz.

        • Theo Epping sagt:

          In einem Punkt stimme ich Ihnen zu, außer dem was das Mäuschen angeht, ein E – Auto kommt mir nicht auf den Hof bzw. vor die Haustür, da müssten “DIE” mich schon zwingen.

          • kassandro sagt:

            Ich bin da anderer Meinung. Wenn ich noch einmal ein Auto anschaffe, dann wird es ein kleines E-Mobil sein. Das ist einfach daran, dass ich auf meinem 700qm großen Gartengrundstück den jetzigen Urwald teilweise mit billigen Solarpanels wegpflastern will. Solche standardisierte Panels mit 450-500 Wp Leistung kriegt man oft schon für 50-60€. Die Montageständer sind fast schon teurer. Auf meinem Grundstück gibt es leider sehr viel Schatten durch benachbarte Häuser, so dass die Stromausbeute wahrscheinlich nur 50-60% vom maximal möglichen sein wird. Aber trotzdem macht das Sinn, wenn man überhaupt keinen normalen Stromanschluss hat. Schon jetzt nutze ich ein großes faltbares 200Wp-Panel zum Aufladen kleiner Akkus. Auf nach Süden gerichteten Hausdächern machen Solar-Panels bei den heutigen irren Strompreisen sehr viel Sinn, zumal auch die Akkus im Preis stark gefallen und in der Qualität stark gestiegen sind. Einen Akku mit einer Leistung von 1 KWh bekommt man mittlerweile schon für 200-300€. Da haben die Chinesen wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Mit diesem Solarstrom kann man dann so einen Stromer kostenlos aufladen. Da schlägt das Geizherz höher! Leider hat bislang die Industrie noch nicht meine Idee vom Rollakku implementiert. Der Stromer wird dann so umkonzipiert, dass man seine große und teure Batterie nicht nur aufladen kann, sondern auch zur Stromversorgung des eigenen Hauses verwenden kann. Man braucht dann zwei Rollakkus. Einer ist mit der Solar-Anlage und dem Haus verbunden und der andere wird für die Mobilität verwandt, bis er leer ist. Dann wechselt man die Rollakkus und so geht das immer weiter. Auf dem Land hat man im Gegensatz zu den Städten dafür genügend Platz, und die ländlichen Regionen könnten dadurch eine echte Renaissance gegenüber den Städten erfahren.

          • Theo Epping sagt:

            Kassandro, Sie kluger Geizhals, nicht der Strom ist mein Grund gegen die Stromfahrzeuge, sondern die Akkuproduktion und Entsorgung. Wenn Ihnen das keine Sorgen bereitet, dann…

            Mein Haus hat eine Ladestation für E-Autos und auch eine kleine Solaranlage.

      • Racingman sagt:

        Ich wäre durchaus für Meinungsumfragen unter dem Rennbahnpublikum und den Aktiven um herauszufinden, was sie lieber möchten. Rennveranstaltungen am Vormittag sind bei den Aktiven aber extrem unbeliebt, einerseits weil sie zeitlich mit der Morgenarbeit kollidieren, und andererseits, weil die Anreise der Pferde und Aktiven zu den Rennplätzen ja auch noch bewältigt werden muss.
        Was das Publikum angeht, weiß jeder Rennbahnmanager seit Jahrzehnten, dass ein mittleres Wetter optimal für den Rennbahnbesuch ist. Wird es zu heiß, gehen die Leute lieber ins Schwimmbad oder in einen schattigen Biergarten.

      • Kassendro sagt:

        Der neue Münchner Oberquälmeister will jetzt auch das Oktoberfest terrorisieren:
        https://youtube.com/shorts/p129IiBef_c
        Der Mann ist einfach unersättlich. Die Münchner werden noch viel Freude mit ihm haben und haben sich diese redlich verdient.

      • kassandro sagt:

        In München sucht man krampfhaft nach Ideen, um die Bürger zu terrorisieren. Jetzt ist der besonders bunte Stadtteil Milbertshofen dran:
        https://x.com/Raeubertochtah/status/2095571939548877286

  47. Un Coeur B sagt:

    Jenseits von gut und böse, jenseits von gut oder böse, das bringt das Alter bzw. die Zeit so mit sich, egal wer letztlich Präsident ist, einen Präsidenten wird es immer geben, zur Zeit wohl Herr Baum, oder, Herr Baum wollte die eine Arc Siegerin nicht haben, es ist aber auch schwer die Pferde vorab richtig einzuschätzen, der Blick nach innen schwerer als der nach außen, Exterieur kann im grunde jeder, da muss man nicht unbedingt Fachmann sein, ansonsten sieht man Herrn Baum noch an einen vorbeirauschen, wie damals Herrn Ullmann, Baron Ullmann, der einem fast auf die Schuhe getreten wäre, als Persian Storm in Wambel lief und vor dem Start im Führring umfiel wie die Bäume im Oberharz, alles schon wieder sehr lange her, viele groß Besitzer dann irgendwann einmal auch Präsident des ganzen, Ostermann, man denkt an Ostermann und sein Techtelmechtel mit Wewerings erster Frau, aber auch Politiker in vorderer Linie, Walter Scheel, gott hab ihn selig, irgendein CDU Politiker prominent, Herr Vesper von den Grünen, zum Erbrechen das ganze, aber letztlich wird es weitergehen mit einem geht so, bis zum Ende oder auch nicht Ende, irgendwann dann Schluss oder auch nicht, egal – die innere Stimme sagt, jetzt nur nicht Enter drücken, nur nicht als Kommentar abschicken, und dann tut man es doch.

  48. Racingman sagt:

    Bei der obigen Diskussion über die Zeitplanung der Renntage hat sich wieder einmal gezeigt, dass die alten Männer keine eigenen Ideen beisteuern können.

    DIE ZIELE DER BESITZERVEREINIGUNG

    Gregor Baum und seine Besitzervereinigung haben fünf Punkte identifiziert, die die Lobbygruppe bei den Verhandlungen im Deutschen Galopp bevorzugt behandeln will.

    1) BESITZERGEWINNUNG
    Man will die Zahl der Rennpferdbesitzer steigern, ein richtiges und notwendiges Ziel. Besitzergemeinschaften sind dazu sicher ein probates Mittel, und deshalb sind auch Initiativen wie TurfMatch und Liberty Racing zu begrüßen. Letzten Endes hängt die Zahl der Pferdebesitzer aber an den Rennpreisen. Erst wenn die merklich steigen, wird der Pferdebesitz für mehr Menschen vertretbar und erschwinglich sein.

    2) RENNPREISERHÖHUNG
    Die BV will die Rennpreise anheben, natürlich ebenfalls ein wünschenswertes Ziel. In einem Zeitraum von drei Jahren sollen es zwischen zehn und zwanzig Prozent sein. Angesichts der zu erwartenden Inflation würden zehn Prozent allerdings gerade einmal den Kaufkraftverlust ausgleichen, und es ist auch (zumindest für uns Außenstehende) gar nicht klar, wie das gegenfinanziert werden soll. Man möchte die Blacktype-Rennen konkurrenzfähig im Vergleich mit dem Ausland halten; ich kann mir nicht vorstellen, dass das Geld dafür reicht.

    3) ZÜCHTERPRÄMIEN
    Züchterprämien sind eine sehr sinnvolle Sache – wenn man sie sich leisten kann. Angeblich wollen 80% der deutschen Züchter ihre Zucht aufgeben oder einschränken, falls die Prämie wegfiele. Dies ist natürlich ein Argument. In ihrer gegenwärtigen Form sind die Prämien allerdings leistungsfeindlich, denn das Gestüt Lindenhof bekommt für einen Ausgleich IV-Sieg in Haßloch Prämie und das Gestüt Brümmerhof für einen Triumph im Arc de Triomphe nicht. Ein solches System ist sinnlos. Früher liefen deutsch gezogene Pferd fast nur im Inland, da blieben auch die Züchterprämien im Lande. Der französische Rennsport kann es sich leisten, Züchterprämien auch für Auslandserfolge zu zahlen. Der deutsche Rennsport kann das nicht. Solange das Geld im deutschen Turf so knapp ist, würde ich es nicht auf zwei Töpfe (Rennpreise/Züchterprämien) verteilen, sondern alles auf die Renndotierungen setzen. Die Zahl der Züchter würde sicherlich stark zurückgehen, aber das wären wohl vorrangig solche mit wenig Geld, die schlechte Pferde züchten. Für den deutschen Turf müssten dann mehr Vollblüter aus dem Ausland zugekauft werden.

    4) TIERWOHL
    Man will sich um das Tierwohl kümmern. Wer könnte dagegen etwas haben? Niemand.

    5) WERTSCHÄTZUNG FÜR BESITZER
    Pferdebesitzer sollen mehr wertgeschätzt werden. Auch dagegen kann niemand etwas haben. Die Premium-Renntage sollen erhalten bleiben, doch die sind eine klare Vermögensumverteilung von den kleinen Rennbahnen zu den großen. Die großen Hippodrome bekommen komplette Premium-Renntage, einige mittlere Rennbahnen immerhin als „Ausgleich“ einzelne Premium-Rennen, und die kleinen Plätze bekommen gar nichts. Wenn man nur noch die großen Rennbahnen will, sollte man dies im Direx ehrlicherweise auch so sagen.

    FAZIT
    In der Besitzervereinigung möchte man die frühere Größe des deutschen Turfs irgendwie zementieren, aber das wird nach meiner Einschätzung nicht gelingen, weil in den nächsten zehn Jahren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen extrem turffeindlich sein werden. Zumindest einen Basis-Turf zu erhalten, wäre da schon ein Erfolg.

  49. martillo sagt:

    um die Rennpreise zu erhöhen könnten doch Züchter freiwillig auf züchterprämie verzichten, ob die grossen das wollen währe mal interessant zu erfahren

    • Theo Epping sagt:

      Also mal ehrlich Martillo, ich verorte Sie mal nicht als einer von den Großen.

      Meiner Überzeugung nach währen es nicht die Großen, die löhnen müssten. Es sind höchstwahrscheinlich die Großen die das meiste Geld bekommen, aber es sind die kleinen Züchter, die auf die Züchterprämie angewiesen sind.
      Kleine Züchter verkaufen ihre Produkte meistens unter den produktions Kosten und die einzige Chance ein wenig Geld zurück zu bekommen, ist die Züchterprämie, um weiterhin Geld für die Zucht von Vollblütern ausgeben zu können.

  50. martin sagt:

    mein vorschlag zur güte wäre, züchterprämien auf geschlossen 10% runter. die grossen werdens kaum merken, weil sowieso für ältere schon so. und 80% aufhörer ist gut erfunden, weil dann bleibt kaum was über. dann bleiben nur 150 stuten der grossen über,die werden wohl nicht alle aufhören

  51. Racingman sagt:

    France Galop hat ein sinnvolles Konzept für Züchterprämien und hat auch die finanziellen Mittel, dies umzusetzen. Deutscher Galopp hat beides nicht. Was ist der Sinn einer Züchterprämie? Die Züchterprämie soll gute züchterische Arbeit belohnen. Die Züchterprämie soll aber nicht eine Art Vollblut-Hartz IV für erfolglose Züchter sein. Und was ist die Realität? Die schlechten deutschen Pferde laufen im Inland und bekommen Züchterprämie. Die wettbewerbsfähigen deutschen Vollblüter laufen in Frankreich, und deren Züchter gehen bei der Prämie leer aus. Das Ziel der Züchterprämie, zur Verbesserung der Vollblutzucht beizutragen, wird auf diese Weise nicht erreicht.

    • Racingman sagt:

      Noch eine Ergänzung: Anders als früher werden inzwischen viele deutsche Vollblüter über die BBAG oder über Vollblutagenten ins Ausland verkauft und bewährend sich dort. Auch diese deutschen Züchter gehen bei der Züchterprämie leer aus. Die Zeiten von Micky Starosta und Ossi Langner sind im deutschen Turf vorbei, und wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, muss man auch Veränderungen bei der Züchterprämie vornehmen.

  52. Racingman sagt:

    WAREGEM KOERSE

    Weiter oben hatten wir von Gregor Baum und seiner Besitzervereinigung gelesen, dass sie dem Tierwohl künftig größere Beachtung schenken wollen. Sicher auch, um das stärker werdende Feuer der Tierschützer zu vermeiden. Auch im Ausland ist man sich dessen bewusst. Im belgischen Waregem findet jedes Jahr Ende August/Anfang September immer an einem Dienstag das berühmte Event „Waregem Koerse“ (= Rennen) mit Galopp und Trab statt, also heute. Früher war ich mehrfach live vor Ort, jetzt habe ich es auf zwei Computern nebeneinander angeschaut. Auf dem einen beim französischen Equidia TV, auf dem anderen beim Regional-TV von Westflandern. Beides sollte live sein, aber tatsächlich war die belgische Übertragung ungefähr eine Minute hinter den Franzosen zurück.

    Dafür hatte das belgische Fernsehen aber wie immer eine anderthalb Stunden lange Sendung mit viel Drumherum gestrickt. Diverse Interviews, Gespräche mit Damen mit unglaublichen Hutkreationen, und es wurden auch zwei neue Hindernisse der Jagdrennbahn gezeigt, die zwei bewährte Sprünge abgelöst haben. Mit dem Zweck, künftig schwere Unfälle zu vermeiden. Das bisherige beliebte „Irische Bankett“ gibt es nun nicht mehr. Das ähnelte etwas dem Großen Wall beim Springreit-Derby in Hamburg-Klein Flottbek: Die Pferde springen auf einen Hügel, machen ein paar Galoppsprünge, und hüpfen dann wieder hinunter. Blöd nur, dass es diesmal ausgerechnet bei dem entschärften Sprung zu einem Sturz kam.

    Auf dem Programm stand auch ein Araber-Rennen auf der Flachbahn, das von Christophe Soumillon gewonnen wurde und das mit einer Viertelmillion Euro dotiert war. Wer im Rheinland zu Hause ist, sollte sich dieses flämische Aintree unbedingt einmal bei einem Tagesausflug anschauen. Normale Renntage der Galopper oder Traber dort sind jedoch eher trostlos und mit dem Halligalli-Renntag „Waregem Koerse“ nicht zu vergleichen, weil dann Zusatztribünen aufgebaut werden und es rappelvoll ist, auch im Innenraum der Rennbahn. Vor und nach dem Renntag ist Musik mit DJ angesagt. Die Website dieses speziellen Events (nicht die der Rennbahn Waregem) wird auf Niederländisch, Französisch und Englisch angeboten. Die Englisch-sprachige Version ist hier:
    https://www.waregemkoerse.be/en/

  53. h.schmelz sagt:

    „Ohne neue Besitzer ist der Sport nicht zu retten“

    So Gregor Baum, der Präsident der Besitzervereinigung. Das stimmt, und zwar auch als Kontrast zu der BGG, die implizit immer so tut, als wären die Rennbahnen das A und das O des Sports. Und Wettstar. Als Vermarktungsarm der Rennbahnen. Das stimmt aber nur insofern, als es die Totalisator Genehmigungen nur für die Rennvereine gibt, die jedoch nur das Geld der Wetter durch- und umleiten. Sie erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung, zu Recht. Aber nicht mehr.

    Ohne Besitzer gäbe es keine Rennpferde. Die Besitzer der Pferde bezahlen alle Kosten des Unterhalts, jeden Monat, ohne Unterbrechung. Es gäbe auch keine nennenswerte Zucht, also die staatlich erwünschte Zucht als Ausdruck einer Kultur der Pferde. Ein ideelles Kulturgut, etwas, an welchem sich der Mensch einfach so erfreuen soll. “In pursuit of happines”, wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung deklariert.
    Besitzer sind die wichtigsten Akteure. Ohne sie gäbe es keine Zucht und keine Rennen.

    Anders sieht das Herr Schönigh, der Betreiber der Hoppegartener Rennbahn in Brandenburg. Er hat mal das schöne, aber falsche Bild vom Operhaus geprägt, wo er als Intendant den Spielplan erstelle und die Gagen an die Schauspieler, also die Preisgelder, zahle. Das ist grober Unfug. Den Unterhalt der Schauspieler – equine und humane – zahlen die Besitzer. Und niemand sonst. Ich weiß das, weil ich jahrelang die Rechnungen erhalten habe. Herr Schönigh hat noch nie eine Rechnung unserer Pferde bezahlt.

    Man kann es auch so beschreiben: Zuerst kamen die Pferde, dann die Rennbahnen. Nicht umgekehrt. Daran hat sich bis heute nicht das Geringste geändert.
    Ohne Besitzer ist der Sport nicht zu retten. So ist es.

    • Racingman sagt:

      Oh Gott, oh Gott, das ist ja ein Rückfall in alte Zeiten von Ihnen. Ich hatte Ihnen doch an einem von Heinz Baltus gelieferten Zahlenbeispiel aus Magdeburg vorgerechnet, wie Rennveranstaltungen finanziert werden. Neulich hatte ich den Eindruck, dass Sie es langsam begreifen würden, aber Ihnen ist kaufmännisch wirklich nicht zu helfen.

    • Theo Epping sagt:

      Die Besitzer und damit meinen Sie natürlich ihresgleichen, sind der Untergang des Rennsportes. Weil Sie sich die Rosinen rauspicken und die Produktion Ihres teuren Hobbys Anderen aufhalsen.
      Bilden Sie sich echt ein, zwei Guppe 1 Sieger könnte man mit Ihren paar Kröten Einlage produzieren?

  54. h.schmelz sagt:

    Wenn sich zwei Top Koryphäen des Rennsports einig sind, kann der Beitrag, auf den sie sich beide beziehen, nicht ganz falsch sein. Realsatire im Duett.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn Sie nicht so herablassend daher kämen, würde sich ja vielleicht mal jemand mit Ihnen unterhalten.
      Das bezieht sich nicht nur auf Sie, es treiben noch andere Unfehlbare ihr Unwesen, die allesamt nichts zu melden haben.

  55. h.schmelz sagt:

    Zum Punkt, der das Faß zum Überlaufen gebracht hat, ist anzumerken, daß es sich um die ewige Debatte handelt, wer den Rennsport nach Außen vertritt. Also, wer die Deutungshoheit hat, was Rennsport ist und wie er der Öffentlichkeit medial vermittelt werden soll.

    Dieser Punkt war die Anbindung an PMU durch die BGG im Jahre 2015. Da hat sich die PMU mit 50%+ an Wettstar beteiligt, also mehrheitlich. Damit und seitdem wird der deutsche Rennsport de facto und de jure aus Neustadt am Rübenberge und Paris gelenkt, was diesen wichtigen Aspekt der Darstellung des hiesigen Rennsports betrifft. Was man am Bildschirm sieht, sind daher die von Wettstar produzierten und kuratierten Bilder und Töne der Veranstaltungen. Damit verbunden ist die exklusive Hoheit der RV/Wettstar über die Toto Erlöse, also deren Verwendung. Abzüge aller Art, Löhne und Gehälter, Rennpreise. Die Besitzer können sich melden, werden gehört, aber entschieden wird woanders.

    • Racingman sagt:

      In Hongkong ist das ganz normal. Da müssen die Besitzer-Aspiranten sich brav in die Warteschlange einreihen und darauf warten, dass sie vom Jockey Club die Erlaubnis bekommen, sich ein Rennpferd kaufen zu dürfen. In den USA führen die Rennbahnbetreiber „Tarifverhandlungen“ mit den Horsemen-Organisationen, in denen die Pferdebesitzer und Trainer zusammen vertreten sind. In diesen Verhandlungen geht es dann um die Höhe der Rennpreise. Als Kaufleute haben die Rennbahnen ein Interesse, die Startpferde möglichst preiswert einzukaufen, also niedrige Rennpreise zu zahlen. Besitzer/Trainer haben das gegenteilige Interesse.

      Dass die Pferdebesitzer für den Rennsport unverzichtbar sind, ist unbestritten. Es geht nur um die Rolle, die man ihnen im Turf-Tableau einräumt. Sollen die Schauspieler im Theater die Macht haben? Wenn der Rennsport ein Amateursport ist, dann Ja. Ist er Profisport, dann Nein. Deshalb ist diese Abgrenzung so wichtig. Im deutschen Rennsport fehlt die klare Abgrenzung der Rollen wie in Hongkong oder Amerika. Bei uns ist Gregor Baum Chef der Besitzervereinigung, gleichzeitig ist er in Hannover Rennbahnbetreiber, und drittens ist er auch noch Vizepräsident im Dachverband Deutscher Galopp. Also eine Dreifachrolle. Wie aber sollte der Triple Baum mit sich selbst Tarifverhandlungen führen? Das System im deutschen Turf ist ein Management nach Gutsherrenart.

      Übrigens: Am kommenden Freitag soll der Rennbetrieb auf der römischen Doppelrennbahn Capannelle wieder losgehen. Seit Dezember 2025 gab es dort keine Rennen mehr, weil man keinen Rennveranstalter hatte. Gleichzeitig standen dort Hunderte von Galoppern und Trabern rennfertig mit den Hufen scharrend in ihren Boxen. In einem Profirennsport haben die Pferdebesitzer eine Funktion als Zulieferer, so wie ein Produzent von Autobatterien dem Kfz-Hersteller Volkswagen die Batterien liefert. Ohne die lebenswichtigen Batterien läuft nix, aber der Kfz-Hersteller bleibt trotzdem Volkswagen.

  56. Un Coeur B sagt:

    Kassandro und Racingman geben sich im grunde nicht viel, anderen eigentlich auch nichts, oder.

  57. Racingman sagt:

    Im Traber-Dachverband HVT gibt es eine ganz interessante neue Entwicklung. Seit gestern geht man nämlich, erst einmal, ohne einen Geschäftsführer die weitere Arbeit an!

    Der frühere Bauernverbandslobbyist Dr. Stefan Völl war zuletzt mit einem auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag als Geschäftsführer tätig. Dieser Arbeitsvertrag endete am 31. August. Seit dem 1. September bleibt der Doktor auf seinem Stuhl, aber nun in einer Funktion als „Strategischer Berater“ des Dachverbands. Für die alltägliche Büro-Organisation soll nach der Pressemitteilung nun die kaufmännische Abteilung zuständig sein. Witzig: Im Organigramm des HVT gibt es gar keine kaufmännische Abteilung… Selbst bei der Buchhaltung ist das Organigramm ohne einen Namen derzeit leer. Ob ein neuer Geschäftsführer eingestellt wird, will man beim HVT später entscheiden. Für mich sieht das nach einer reinen Sparmaßnahme aus. Ob sich Daniel der Krügere im Deutschen Galopp Gedanken machen muss…?

  58. Racingman sagt:

    In der Pressemitteilung der Besitzervereinigung nach der jüngsten Mitgliederversammlung heißt es zum Schluss: „Die Besitzervereinigung wird ihren Kurs in den kommenden Monaten konsequent fortsetzen: mehr Besitzer gewinnen, Rennpreise stärken, Tierwohl sichern und gemeinsam mit allen Beteiligten die Zukunft des deutschen Galopprennsports aktiv gestalten.“

    Interessant ist das Foto von der Mitgliederversammlung: Man sieht das Auditorium zwar nur von hinten mit ihrer Rückansicht, aber es wird dennoch deutlich, dass es sich um eine Gruppe betagter Herrschaften handelt.

  59. Un Coeur B sagt:

    Damals, lange Zeit vor Internet

    Es ist angerichtet und sehr schön, einladend, vorbereitet, Kassenhäuschen besetzt, Kartenabreißer an ihrer zugewiesenen Stelle und Position, Rennprogramme die verkauft werden wollen, die Fachzeitung aus dem Hause Stoof, die sie nach deren Erwerb wie das Gewehr bei Fuß auf dem Rennplatz herumtragen, Mettbrötchen mit sehr fein geschnittenen Zwiebelringen in den Auslagen, Kaffee und Kuchen, das Totopersonal, das auf das erste Geld wartet, das Toilettenpersonal auch bereit und guter Hoffnung auf gutes Trinkgeld, Rennpferde trudeln ganz langsam ein, mit ihren Betreuern und zuweilen mit einem kleinen Ziegen oder Schafsbock, Jockeys, Trainer, Funktionäre, alle in und mit leichter Erregung, Anspannung, Wettmaschinen, die schon mit den Hufen zu scharren scheinen, Vorfreude auf den Rennkommentator und den Mann am Mikrofon, der die Rennen, den Renntag, zu zelebrieren scheint, das alles nur ein kleiner Ausschnitt für und um das große Geld, es geht nicht um mich, es geht um das Geld in meinen Taschen, um das Geld, das für die Wettkassen bestimmt ist, deshalb alles so schön, links, rechts, vorn und hinten, die Leute vom Fach scheinen zu wissen, was man dem Wettpublikum zu bieten hat.

    Ohne Besitzer von Rennpferden geht es aber auch nicht, Pferde wollen auch gezüchtet werden bzw. die, die auf Rennpferde wetten wollen, Züchter und Besitzer, Vollblut Zucht und Rennen, das Personal auf den Gestüten, ein Kopf oder auch Köpfe, die nach den Rennen alles zusammenzählen und unter die Lupe nehmen, so vieles und so viele beim Galopprennsport zu beachten, Greenkeeper, Auktionspersonal, Funktionäre oder ein wenig was anderes?, die Kommentare der Sport-Welt, war indisponiert, war überall vorn nur nicht im Ziel, das gefiel allen, ein wenig.

    Am Anfang war da nur Lord Derby und Lord Dingens, das Pferd des einen gegen das Pferd des anderen, vielleicht will alles wieder zurück zum Anfang, weiß nicht, keine Ahnung.

    Jemand, der auf Pferde zockt und wettet, will nicht Besitzer oder Züchter sein, will sich die 90% Blut, Schweiß und Tränen ersparen, aber er ist auch ein Faktor, den Technokraten und sog. Insider nicht wirklich zu verstehen scheinen.

    Heinz Jentzsch züchtete nach Karriere Ende Tauben, wie mein Vater, Pferde waren für ihn da etwas tabu.

  60. Racingman sagt:

    Auch nebenan im Hoofworldforum wird über die Frage „Quo vadis, Turfdeutschland“ diskutiert. Ausgangspunkt ist eine Entscheidung des Vorstands von Deutscher Galopp vom 29. Juli, den Mindesteinsatz bei der neuen Fünferwette QUINTETT auf 10 Cent zu senken.

    Gunni ist desillusioniert: „Verlässlichkeit gegenüber dem Kunden? Bei Galoppern und Trabern scheint das inzwischen wohl als völlig überbewertetes Luxusgut zu gelten. Man darf sich als Kunde offenbar über alles freuen, was überhaupt noch funktioniert – und bloß keine Erwartungen haben.“

    Deutschlands Top-Wetter und Mathe-As „High Roller“ (David Bechtel): „Genau deshalb gehören (bin schon Bergprediger) bestimmte Abläufe zentralisiert und professionell betrieben. Ehrenamt und Wettgeschäft gehören einfach nicht zusammen.“

    Forumsbetreiber Andi Gruber wendet sich scharf gegen die ewigen Blockierer von der Kurfürst-Fraktion: „Die Leute, die mit Geld kommen, die sind hier schon immer etwas argwöhnisch angesehen worden. Aber egal, sie haben ja einen vollen Geldbeutel. Also lässt man sie mitspielen. Und ich habe auch schon viele Ideen gesehen, die von diesen komischen Menschen mit Geld vorgestellt worden sind. Aber diejenigen, die in diesem Sport schon seit Generationen dabei sind, haben eine absolute Allergie gegen Änderungen. Alles soll so bleiben wie es war. Dass dieses Geschäftsmodell schon seit Jahrzehnten nicht mehr funktioniert, will da niemand wahrhaben. Deswegen ändert man auch nicht das System, sondern ist immer auf der Suche nach neuen Geldquellen. Und die sollen bitte alle Geld bringen aber nur dann, wenn sich nichts ändert. Versuchen die Menschen oder andere etwas zu ändern, dann wird schon alles versucht um es zu verhindern. Ich möchte nicht wissen, wie viel Geld allein wegen diesem Es-muss-alles-bleiben-wie-es-ist-Wahn verbrannt wurde.“

    • martin sagt:

      passt vllt hierhin wegeg hoofworld. denn GOL hats noch nicht gemerkt. 2 englische spitzen jpckeys in quakenbrück. der zauberer aus weilerswist sorgt wieder für eine sensation. aus der dummheit von DG eine superlösung gemacht. ein erlebnis bradik gegen charle deutsch und jj burke!!!

    • martin sagt:

      wegen quintett mal HIGH ROLLER fragen,der war wohl bei der beerdigung

  61. Lindenau sagt:

    Baumscher Galopp e.V.

    Vorsitzender der Besitzervereinigung, Vizepräsident Dachverband, Rennbahnbetreiber, Großzüchter, Großbesitzer, Besitzer des wichtigsten Deckhengsts in Deutschland, eigener Trainingsstandort mit Tochter als Trainerin, Tochter Vorsitzende der Jungen BV. Um sein Hobby betreiben zu können, springt Gregor Baum (wahrscheinlich wider Willen) in jede Bresche und verwandelt den deutschen Galopp in eine One-Man-Show. Soll er machen, ist ja schließlich sein Geld. Sein Hauptantrieb dürfte allerdings die Erkenntnis sein, dass man Spielkameraden für sein Hobby braucht, das gilt für Völkerball genauso wie für Pferdewettlauf. Und in Frankreich oder GB in der 2. Liga mitzuhecheln machte wahrscheinlich auch keinen Spaß.

    Allerdings hat leider auch er keine Ideen und erst recht keinen Plan wie man an neue Mitspieler herankommt bzw. die vorhandenen ihre bedrohlich näher rückenden biologischen Grenzen überwinden lässt.

    Deswegen ist es mittlerweile müßig sich mit den zuletzt wieder formulierten Binsenweisheiten bzw. nicht unterlegten Wunschträumen im Kleide einer Ruck-Rede auseinanderzusetzen. Es hat bisher nichts gebracht und wird nichts bringen. Zu sehr ist man den alten Denkmustern verhaftet. Alle wesentlichen Punkte spiegeln ausschließlich die Perspektive der Großkopferten wider (Blacktype-Fetischismus, Züchterprämie usw.) – sagt ein kleiner aktiver Züchter (ich Irrer).

    Am Ende auch dieses Jahres werden alle wesentlichen Kennzahlen weiter gesunken sein – außer die künstlich hochgehaltenen Rennpreise.

    • martin sagt:

      lindenau,als kleiner irrer züchter mal gefragt,wieviel trägt denn die züchterprämie zum etat bei? und wären höhere rennpreise und dadurch bedingt evt bessere verkaufserlöse vllt kostendeckender

      • Racingman sagt:

        Gute Frage. Die Antwort dürfte allgemein interessieren.

      • Racingman sagt:

        Neben der Perspektive des Züchters Lindenau gibt es auch noch die Sichtweise von Deutscher Galopp. Der Dachverband muss entscheiden, wie sein Geld am sinnvollsten investiert ist: Alles in die Rennpreise oder lieber aufteilen in Rennpreise/Züchterprämien? Die Züchterprämie hat das Ziel, die Zucht zu verbessern. Die Frage ist also: Verbessern die Zuchtprodukte von Züchter Lindenau die deutsche Vollblutzucht? Das wäre nach meiner Meinung dann der Fall, wenn die letzten fünf Lindenau-Galopper ein Durchschnitts-GAG von mindestens 75 kg erreicht hätten. Ist das der Fall? Dann wäre die Investition von Deutscher Galopp in Lindenau gerechtfertigt. Ist das nicht der Fall? Dann wäre es verschmerzbar, wenn der Wettbewerber Lindenau im ungünstigsten Fall den Markt verlassen würde.

        • martillo sagt:

          im letzten jahr hatten wir 20 Züchter mit mehr als 100000 Gewinnsumme auch grosse im unteren Bereich ,viele verkaufen gute Jährlinge ins Ausland was hier dann zu minderer Qualität führt ,ein GAG von 75 ist nicht zuerreichen

          • Racingman sagt:

            Aber warum sollte der Dachverband Produzenten von Durchschnitt oder Hinterherläufern finanziell fördern? Wer als Besitzer nur Ausgleich IV-Pferde will, der kann ja über Frank Fuhrmann einen Schwung Billigmöhren auf irischen Auktionen kaufen.

          • Theo Epping sagt:

            Es ist erschreckend wie dumm und minder interlektuell Sie sind, Rennmannchen.

        • Lindenau sagt:

          Ich glaube, niemandes Zuchtprodukte schaffen es über 5 Jahre auch nur annähernd im Schnitt 75 kg zu erreichen :D . Aber das spielt auch gar keine Rolle, wenn die Quantität Null ist – und darauf steuert man hin.
          Zuchtfortschritt bei einer Mini-Population ist nicht möglich. Ohne züchterische Erfahrung, Linienpflege usw. kleinzureden: Eine ausreichend große Menge ist unverzichtbare Voraussetzung für Selektion. Dass die deutsche Vollblutzucht im internationalen Vergleich überdurchschnittlich erfolgreich sein soll, halte ich deshalb für eine statistisch nicht belegte Durchhalteparole.

          • martin sagt:

            über die resterampe schimpfen bringt nichts,ohne die wären schon einige rennen bzw renntage weniger

      • Lindenau sagt:

        Die Züchterprämie spielt bei meinen Erwägungen, zu züchten, KEINE Rolle.

        1. Über allem steht die Tatsache, dass der Wert einer Zucht und damit die Vermarktbarkeit der Produkte als Haupteinnahmequelle im Wesentlichen auf den sich hoffentlich nach und nach einstellenden sportlichen Erfolgen der Geschwister bzw. naher Verwandter beruht. Die Hürde, seine Jährlinge aber überhaupt in den Sport zu bringen, plus weitere erfolgsfördernde Faktoren zu erfüllen (guter Besitzer/Trainer/Management) ist für die meisten kleinen Züchter schon gar nicht mehr zu nehmen. Und dass es im mittleren und unteren Marktsegment kaum deutsche Käufer gibt, redet selbst die BBAG nicht mehr schön.

        2. Demzufolge laufen, wie in meinem Fall, die meisten Produkte gar nicht im Geltungsbereich der Züchterprämie: Frankreich, Kasachstan, Tschechien, England, Reitpferd – alles dabei. Ein Blick auf die BBAG-Herbstauktionen zeigt, zu welchen Preisen die Pferde wohin gehen.

        3. Staffelung der Prämie: Während die 2- und 3-Jährigen, die ja eher das Metier der Big Player sind, 30% einbringen, geht es bei den älteren, die eher aus kleineren Zuchten kommen, bis auf 10% runter. Aber auch das ist kaum noch relevant, da diese Rennen ohnehin meist mit 1.000-€-Importen von der Goffs-Resterampe besetzt sind.

        4. Eine weitere Gemeinheit ist folgende Klausel, die maßgeschneidert ist, um kleinere Züchter auszubooten:
        „…Und wenn er nur eine Zuchtstute hat, muss für diese mindestens in einem der letzten beiden aufeinanderfolgenden Jahre ein anerkannter Vollbluthengst der Paarungspartner gewesen sein.“ Ganz klar zum Nachteil kleiner Züchter, die sich nicht jedes Jahr leisten können ein paar Tausend Euro pro Jährling zu versenken.

        Alles in allem fällt die Züchterprämie, die ich bis jetzt erhalten habe, unter “macht den Kohl nicht fett”. Das ist ähnlich wie bei den Rennpreisen/Besitzerkosten: Niemand wird deswegen Besitzer, weil sein Hobby pro Jahr wegen höherer Rennpreise “nur noch” 24.000 € statt 25.000 € p.a. kostet…

        Wohin der Großteil der Züchterprämien geht, kann man ja anhand der Züchterranglisten abschätzen. Die oben zitierten “80%” rühren wahrscheinlich daher, dass man nur die Top-5-Gestüte befragt hat…

        Vielmehr sollte das Geld in die Unterstützung der Besitzer gehen, z.B. als Trainingskostenzuschuss, was aus Züchtersicht die Attraktivität hier gezogener Pferde erhöht, wovon letztlich aber alle in der Branche profitieren würden.

        • Racingman sagt:

          Danke, Lindenau, dass Sie sich hier so ausführlich in den fachlichen Diskurs eingebracht haben. Ich meine auch, dass das wenige Geld in die Rennpreise gesteckt werden sollte, weil der deutsche Turf sich aus finanziellen Gründen kein funktionierendes Züchterprämien-System wie in Frankreich erlauben kann. Wenn Sie über „Unterstützung für Besitzer“ sprechen, würde ich anstatt Subventionen für Trainingskosten (schafft nur zusätzliche Bürokratie beim Deutschen Galopp) lieber die Nenngelder reduzieren. Das hilft allen Besitzern im internationalen Vergleich mehr. Kleine Rennpreise plus hohe Nenngelder – das macht den deutschen Turf unattraktiv.

          Eine Bemerkung zum internationalen Erfolg der deutschen Vollblutzucht: Zu Beginn des Jahrtausends war es noch so, dass mehrere deutsche Vollblüter sich im Wintertraining in Pisa für die großen Dubai-Rennen Ende März vorbereiteten. Das ist heute kein Thema mehr; nicht nur, weil es in Ravensberg im Winter jetzt wärmer ist, sondern weil die deutschen Vollblüter einfach nicht mehr gut genug sind.

        • Racingman sagt:

          Schlechte und durchschnittliche Pferde kann man preiswerter auf Auktionen in Irland und England einkaufen als sie teuer in Deutschland zu produzieren und dafür auch noch Fördermittel in Form von Züchterprämien rauszuschmeißen. Der ehemalige Trigema-Chef Wolfgang Grupp sr. war immer entsetzt, wenn Unternehmen mit Verlusten auch noch Bonuszahlungen an ihre Manager geleistet haben.

    • kassandro sagt:

      Ehrlich gesagt, ich wollte schon öfters einen ähnlichen Beitrag über Gregor Baum übermächtige Position im Deutschen Galoppsport schreiben. Wahrscheinlich hat noch nie jemand auch nur annähernd eine solche Position eingenommen, und man muss beten, dass ihm nichts zustösst. Die KI nennt für ihn ein Alter von 68 Jahren, was offensichtlich falsch ist. Ich erinnere mich vage, dass mit dem Diana-Sieg seiner Stute Diamanta auch sein 50. Geburtstag gefeiert wurde. Demnach würde er jetzt 57 Jahre alt sein. Diesem Artikel von GOL folgend wäre er jetzt 60 Jahre alt:
      https://galopponline.de/rennen/north-america-baum-mit-tollem-geburtstagsgeschenk/
      Er ist moderat übergewichtig und offensichtlich kein Bewegungsmensch. Diabetis ist sicherlich eine Gefahr für ihn oder er hat ihn schon. Er hat sicherlich auch an DIE Wissenschaft geglaubt und ist deshalb gut durchgeimpft, was eine nicht einschätzbare Gefahr darstellt, die allerdings mit den Jahren abnehmen wird, sofern man diese überhaupt erlebt. Insgesamt würde ich seinen gesundheitlichen Zustand aus der Distanz mit der Note 3-4 für einen 60-Jährigen bewerten. Die Große Idee, die hier von Racingman, Dr. Richter und ähnlich großen Vordenkern seit Jahrzehnten unter dem Namen Masterplan, Strukurreform usw. ständig eingefordert wird, hat er genau so wenig wie diese großen Vordenker. Mir ist schon lange klar, dass es diese Große Idee überhaupt nicht gibt und man sich mit kleinen Ideen in der Hoffnung auf bessere Zeiten irgendwie durchschlagen muss. Auch unser Hubertus scheint mittlerweile zu einer ähnlichen Vernunfteinsicht gekommen zu sein. Diese kleine Ideen hatte Baum durchaus, etwa den familienfreundlichen Ausbau des Rahmenprogramm, insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Fussball. Dadurch wurde auch Turf-fremdes Publikum angezogen. Vor allem ist Baum kein Jammerer wie diese großen Vordenker.

      • Theo Epping sagt:

        57 kommt hin, als er in Iffezheim auftauchte, so um die 1990, war er Anfang Zwanzig und man erzählte sich:

        Papa hat ihm 5 Millionen zur Verfügung gestellt, wenn die alle sind ist Schluß mit dem Unsinn.
        Oder so in der Art.

      • Racingman sagt:

        Gregor Ludwig Baum wurde am 29. August 1966 geboren. Er wurde also vor Kurzem sechzig Jahre alt. Beeindruckend ist wieder der medizinische Röntgenblick seines Hausarztes Dr. Kassandro.

  62. Racingman sagt:

    Martin hat oben die Rennbahn Quakenbrück erwähnt – ein positives Beispiel, wie man aus wenig Potenzial erstaunlich viel Event machen kann. Genau wie Harzburg schafft es Quakenbrück mit ehrenamtlichen Kräften, jedes Jahr eine massentaugliche Veranstaltung für zehntausend Besucher auf die Beine zu stellen. Das verdient allergrößten Respekt.

    Wie wird der Rennsport im Jahre 2035 ausschauen? Falls man es schafft, in Turf-Deutschland eine Menge von Quakenbrücks zu schaffen, wäre das aus meiner Sicht schon ein Erfolg. Bei der Diskussion im Hoofworldforum wird auf die vielen Superreichen im Rennsport hingewiesen. Ja, aber die wollen kein nennenswertes eigenes Geld in den Rennsport pumpen, und das muss man akzeptieren. Was dann bleibt, ist ein Sport auf kleiner Flamme, und das bedeutet vor allem Rennplätze mit geringen Betriebskosten. Das Duhner Wattrennen zieht jeden Sommer Tausende an, und gerade war auch wieder der alljährliche Renntag am Stover Elbdeich bei Hamburg mit meist siebentausend Zuschauern und Trabrennen plus Galopprennen für Warmblüter. Das Video des stimmungsvollen Renntags dauert acht Stunden:
    https://www.stover-rennen.de/live-stream/

    Gregor Baum & Co. wollen die große Zeit des deutschen Turfs aus den 1980er Jahren festtackern, aber der Gang der Geschichte hat diese Ära längst hinter sich gelassen.

  63. h.schmelz sagt:

    Turf-Times hat sich sehr gemausert in den letzten Ausgaben. Was bisher aus einer etwas drögen Auflistung der Ahnentafeln und Ergebnissen bestand, ist jetzt zu teilweiser Kommentierung der Rennen nebst Zitaten und Photos geworden. Es sieht hübscher aus, und es macht inhaltlich mehr her. Herr Delius traut sich was, und ich hoffe, daß er auf diesem Weg weiter macht. Die Fachkenntnisse sind sein Pfund. Er möge damit wuchern.

    Er zitiert z.B. Gregor Baum anläßlich der BV Versammlung mit
    “ein gemeinsames Verständnis davon, wohin sich der deutsche Galopprennsport entwickeln soll”.

    Das ist in der Tat die große Frage – Tradition oder Klatschorgien und Fahnenschwenken. Die Verbindung von Wettstar/PMU und den Rechten an der Außendarstellung muß dringend verbessert werden. So, wie es ist, wird es nur ein weiter so geben, ein Vegetieren am Minimum. Wettstar hat nun 10 Jahre Zeit gehabt, ihre Vision eines hiesigen Rennsports via Bild und Ton unter die Leute zu bringen. Die Zahlen sprechen für sich. Vom guten Geschmack nicht zu reden. Man würde gerne mal sehen, was Wettstar an Personal Kosten verbrät bzw,. verbraten hat. Über diesen Zeitraum. Plus, was die BGG alles durch den Schornstein geraucht hat, für kreative neue Wettarten. Die alle nix gebracht haben – außer Spesen für sogenannte Wettfachleute. Wenn die das wirklich wären, würden sie selbst wetten, was das Zeug hält, und keine Rathschläge an andere für teuer Geld erteilen.

    Stattdessen hat man Vorschläge, das Thema Kulturerbe Sportpferd zu beackern, nicht ernst genommen. Das ist das einzige Pfund, mit dem der Rennsport in einer ansonsten mehrheitlich negativ gestimmten Öffentlichkeit punkten könnte. Es wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen, und dann weggelegt. Was macht Vesper?

    Frau Born hat neulich in der Vollblut ein fiktives Interview mit einer KI geführt, bezüglich was kann man machen? Da kamen interessante Sachen bei raus. Die KI hatte Zugriff auf alle möglichen Quellen zum Thema Rennsport/Zukunft/Öffentlichkeit, und man dachte sich, sieh an! Ich würde empfehlen, sich das mal durchzulesen. Da steht viel Richtiges drin.

    • Lindenau sagt:

      … und ist es nicht traurig oder beängstigend, dass so ein Sprachmodell mal eben aus dem Lameng fundiertere Analysen und realistischere Vorschläge erstellt als der gesamt Verband seit Jahren zusammen, geschweige denn die von vornherein sinnlosen und horrende teuren Gutachten?

    • martin sagt:

      aber es geht bergauf bei turftines, u a mit dem bestbesetzten zukunftsrennen aller zeiten. und das mit fünf 85 kilopferden

  64. Racingman sagt:

    In dem Bericht über die Jahreshauptversammlung der Besitzervereinigung hieß es bei GaloppOnline unter anderem:
    Punkte 2: „Die Rennpreise müssen sich deutlich entwickeln, über eine spürbare Erhöhung.“ Vor rund zwei Wochen habe man ein moderates und machbares Konzept vorgelegt, welches für die kommenden drei Jahre eine Steigerung von je zwischen 10 und 20 Prozent vorsehe. Es sei Grundlage der Ökonomie, dass eine Korrelation zwischen der Höhe der Rennpreise und der Anzahl der Besitzer bestehe. Vor allem sei es wichtig, Listen- und Gruppe-Rennen dem Standard anderer Länder zumindest anzunähern.

    *****************

    Diesen Text hatte ich zunächst nicht aufmerksam genug gelesen. Ich dachte, die zehnprozentige Rennpreissteigerung sei für den gesamten dreijährigen Zeitraum gedacht. Doch nein, es steht da das Wort „je“, also zehn Prozent pro Saison. Mit anderen Worten: Während der Saison 2029 soll das Rennpreisniveau um ein Drittel (Minimum) höher sein als jetzt, gerne auch doppelt soviel. Außerdem will man finanziell bei den Blacktype-Rennen gegen Franzosen und Engländer gegenanstinken können. Das erscheint mir völlig illusorisch.

    Wir erinnern uns an das Zeitungsinterview mit Philipp Hein vor einiger Zeit, das hier erwähnt wurde. Da musste der Weidenpescher Geschäftsführer einräumen, dass selbst Renntage mit ausverkauftem Haus nicht ganz zum plus-minus-null ausreichen. Der entscheidende Druck wird nach meiner festen Überzeugung in den kommenden zehn Jahren von außen kommen, d.h. von Wirtschaft und Finanzen. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass bei unveränderter Politik bereits im Jahre 2029 sämtliche Steuereinnahmen nur für drei Bereiche draufgehen würden: Bundeswehr, Soziales und die Schuldenzinsen. Für alles Andere wäre dann kein Geld mehr da. Natürlich müssen Lehrer und Polizisten auch weiterhin bezahlt werden, also muss die Schuldenbremse im Grundgesetz aufgehoben werden, und dann beginnt das hemmungslose Schuldenmachen. Zu den wenigen Gewinnern dieses Szenarios wird dann nur Kassandro mit seinen zwei Goldklöpsen im Bankschließfach gehören; der Rennsport wird dagegen dann sehr deutlich runtergefahren werden müssen.

  65. Racingman sagt:

    In der Nr. 149 b) der Rennordnung heißt es: „ Wenn kein anderer Empfangsberechtigter vorhanden ist, fließt die Züchterprämie dem Zuchtfonds von Deutscher Galopp zu.“

    Bei den Trabern ist es ähnlich. Dort hält sich das Gerücht, dass es dem Dachverband HVT durchaus ganz recht sein soll, wenn eine Züchterprämie nicht ausgezahlt werden muss, weil es sich um einen vierbeinigen Migranten handelt. Zahlen muss die Prämie in jedem Fall der veranstaltende Rennverein, und wenn das Geld bei einem Auslandszüchter nicht abgeliefert werden muss, fließt es halt in den Säckel des Dachverbandes. Money for nothing, sozusagen.

  66. Racingman sagt:

    Bei GaloppOnline Jubelarien über die BBAG-Auktion, auf der Website der ARD-Sportschau dagegen dies:

    Tote Rennpferde auf der Galopprennbahn Iffezheim
    Stand: 03.09.2026 • 13:39 Uhr

    Ein Rennpferd erlitt auf der Strecke einen Abriss einer Hauptschlagader und war auf der Stelle tot. Die anderen Pferde erlitten schwere Sturzverletzungen, die sie nicht überlebten. Zuletzt war im Jahr 2023 in Iffezheim ein Pferd tödlich verunglückt. Stephan Buchner von Baden-Galopp äußerte im SWR-Gespräch sein größtes Bedauern über die Vorfälle. Die Tierschutzorganisation PETA macht der Rennbahn in einer Pressemitteilung schwere tierschutzrechtliche Vorwürfe und fordert eine sofortige Absage der Rennen. Baden Galopp weist die Vorwürfe entschieden zurück.

    • Racingman sagt:

      Der SWR liefert auf seiner Website noch mehr Informationen dazu. PETA will Strafanzeige stellen. Das Landratsamt Rastatt will ebenfalls ermitteln:

      https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/galopprennbahn-iffezheim-unfall-tote-pferde-rennen-baden-galopp-100.html

    • Racingman sagt:

      Die fotokopierten Strafanzeigen von PETA haben keine Erfolgschancen, weil sie ohne Ansehen des Einzelfalles sind. Der Rennsport sollte aber selber ein Interesse daran haben, die Umstände der drei Einzelfälle aufzuklären.

      Im Facebook-Forum einer Tierschutz-Organisation geht es jedenfalls hoch her. Jede Menge Beiträge wie diese hier:
      Doris Tuerk: „Wann hört der ganze Zirkus auf? Wahrscheinlich erst wenn keine Zuschauer mehr hingehen.“
      Moni Thomi: „Wieder tote Pferde und wieder wird nichts passieren. Sind ja nur Pferde (Tiere)!!“
      Petra Gö: „Scheiss Tierquälerei….Schuld sind auch die die dort hingehen…“

      Interessanterweise alles Frauen, aber auch eine, die differenzierter schreibt. Carmen Spindler: „Dass zwei Pferde bei einer Rennveranstaltung sterben, ist schlimm und darf weder relativiert noch als „gehört eben dazu“ abgetan werden. Jeder solche Fall muss kritisch geprüft und aufgearbeitet werden. Kritisch sehe ich jedoch die pauschale Darstellung des gesamten Galopprennsports, als würden Pferde dort grundsätzlich nur für Geld „verheizt“. Das wird weder den Tieren noch den vielen Menschen gerecht, die täglich mit ihnen arbeiten und auf ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen achten. Rennpferde sind hochspezialisierte Athleten, werden gezielt trainiert und tierärztlich betreut. Viele zeigen eine große Laufbereitschaft und Leistungsfreude. Dennoch gilt: Wo wirtschaftliche Interessen mit Tieren verbunden sind, muss besonders genau hingeschaut werden. Verletzungen und Todesfälle müssen Anlass sein, Haltung, Training, Rennbedingungen und Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig zu überprüfen und zu verbessern. Diese differenzierte Auseinandersetzung wünsche ich mir auch von Tierschutzorganisationen. Zwei tragische Fälle rechtfertigen genaue Prüfung, sind aber kein Beleg dafür, den gesamten Sport und alle Beteiligten pauschal als Tierausbeutung darzustellen.“

      Drei tote Pferde in Iffze in nur einer Saison sind wirklich ziemlich viel. Dass die Leute das alles aus turffremden Medien erfahren müssen, schürt natürlich das Misstrauen gegen die Branche. Wäre ich noch Kunde des deutschen Turfs, würde ich mich von denen verarscht fühlen.

    • Racingman sagt:

      In TURF TIMES beschreibt Daniel Delius, wie er seinen Düsseldorfer Zugnachbarn über die Öffentlichkeitsarbeit des deutschen Galoppsports befragte:
      „Wie werden wir nach außen hin wahrgenommen? „Gar nicht“, ist die Antwort. In der Tat ist bei der Öffentlichkeitsarbeit der Institutionen eine gewisse resignative Haltung festzumachen. Der Dachverband etwa hat es dieses Jahr nicht fertiggebracht, ein einziges Mal die Medien um sich zu scharen. Auch die Rennvereine, mit löblichen Ausnahmen, scheinen Pressearbeit als lästiges Übel zu betrachten – inhaltlich oft mangelhaft, Veröffentlichungen zu teilweise unmöglichen Zeiten.“

      Ja, und unschöne Ereignisse wie tote Pferde werden nach Möglichkeit nicht groß thematisiert.

  67. Lindenau sagt:

    Auch wenn die BBAG wieder routinemäßig ein hervorragendes Resümee ziehen wird, hier ein paar ernüchternde Einschätzungen zur Jährlingsauktion:

    Von den 208 Angeboten stammten ca. nur gut 1/3 von in Deutschland stationierten Hengsten. Von den 9,3 Mio Umsatz fielen auf diese nur knapp 2,5 Mio, davon auf Torquator Tasso fast 1 Mio. Soviel zum Thema teutsche Zucht.

    Geschätzt auch nur gut 1/3 der Verkäufe ging an deutsche Käufer bei entsprechendem Umsatz. Auf geht’s Deutscher Galopp.

    Der einzige USP der BBAG ist mittlerweile, dass man hier das gleiche Material bekommt wie auf der Insel, nur eben billiger.

    Und damit die obige Aufzählung der Ämter Gregor Baums nicht unvollständig bleibt – er ist natürlich auch stellvertretender Vorsitzender der BBAG.

    • Racingman sagt:

      Ich schätze mal, dass ein Vollblüter einen Schlachtpreis von ungefähr 300 Euro hat. Bei der BBAG werden Vollblüter schon für 1.000 Euro verkauft.

    • Racingman sagt:

      Wenn ein Züchter ein selbstgezogenes Pferd in eigenen Farben laufen lässt und daraus einen emotionalen Gewinn zieht, ist das eine Sichtweise, die ich nachvollziehen kann. Was ich noch nicht verstehe, ist die Perspektive eines kleinen Züchters mit wenig Geld, der seinen Jährling bei der BBAG mit großem Verlust verkauft und sein Pferd dann nie wiedersieht, weil er es in Polen oder Serbien aus den Augen verliert.

    • Racingman sagt:

      Die Top-Angebote der jüngsten BBAG-Auktion nehmen allesamt den Weg ins Ausland, so dass deren deutsche Züchter künftig bei der Verteilung der Züchterprämien leer ausgehen werden. Ein Beweis mehr, dass das System der deutschen Züchterprämien im Laufe der Zeit durch veränderte Rahmenbedingungen zweckfrei und sogar leistungsfeindlich geworden ist.

      • martin sagt:

        immerhin bekommen die nächst besseren auch was vom kuchen ab

      • kassandro sagt:

        Im Gegensatz zu Lindenau und Racingman halte ich die Züchterprämie für eine sehr wichtige Sache. Ich spreche gelegentlich mit kleineren Züchtern. Die können sich das Training ihres Pferdes nicht leisten, und müssen es deshalb verkaufen oder an Besitzergemeinschaften verpachten, an denen sie selber sich dann oft beteiligen. Die Züchterprämie ist die große Hoffnung für solch kleine Besitzer. Ohne diese Hoffnung würden sie nicht mehr züchten. Eine Abschaffung der Züchterprämie käme einen Kahlschlag bei den kleinen Züchtern gleich. So etwas, was Lindenau daherredet, habe ich von einem kleinen Züchter noch nie gehört. In einem hat er Recht. Die Regelung, dass kleine Züchter keine Züchterprämie für ihre bereits laufenden Pferde bekommen, wenn sie ihre Stute (vorübergehend) aus der Zucht nehmen, ist eine hinterfotzige Schweinerei und gehört schleunigst abgeschafft, wenn man kleine Züchter haben will. Kleine Züchter sind von den großen Gestüten wie Auenquelle oder Etzean aber nur dann gern gesehen, wenn diese ihre Stuten bei ihnen unterstellen. Nicht erwünscht sind die Bauerhof-Züchter, die ihre Stuten kostengünstig auf die eigene Wiese stellen. Kurioserweise hat Ellerbracke selber als ein solch kleiner Bauernhof-Züchter angefangen.
        Das Prinzip Hoffnung steckt auch hinter den Auktions-Rennen mit denen man die Züchter zu den Auktionen lockt. In gewisser Hinsicht sind Züchter auch Zocker, was die Bedeutung des Prinzips Hoffnung über das Rationale hinaussteigert.
        Neben der von Dr. Richter gibt es eine weitere obskure Dissertation zum Thema Galoppsport, die von unserem Racingman ständig hoch gepriesen wird. Wie die Richter-Dissertation ist auch diese als Buch erschienen und kann auszugsweise auf Google-Books gelesen werden:
        https://books.google.de/books?id=f-n-DwAAQBAJ&hl=de&redir_esc=y
        Auch diese Dame begreift das Prinzip Hoffnung, das weit über den Galoppsport hinausgeht, nicht und erwähnt es nicht bei den Zucht-Motiven. Dadurch und nicht nur dadurch entlarvt sich diese Publikation als akademisiertes Geschwafel. Allerdings ist fast alles, was heute unter dem Titel “Wissenschaft” läuft, nur akademisch aufgeblassener Dummschwatz.

        • Racingman sagt:

          Im Gegensatz zu Ihnen habe ich das Buch gekauft und gelesen. Nach meiner Meinung hätte Albrecht Woeste die beiden High Potentials Janina Müller und Jochen Drepper unbedingt für den deutschen Turf verpflichten müssen. Als das nicht geschah, war für mich klar, dass der deutsche Galoppsport mit den alten Kurfürsten über die Wupper geht.

          • Racingman sagt:

            Übrigens, Jochen Drepper hat es in die Geschäftsleitung eines der Lafrentz-Unternehmen geschafft. Der würde jetzt bestimmt nicht mehr in eine Pleitebranche wie den deutschen Turf wechseln.

        • Racingman sagt:

          Wenn diese kleinen Züchter finanziell auf dem letzten Loch pfeifen und wirklich auf die Züchterprämie angewiesen sind, sollten sie die Vollblutzucht lieber aufgeben und stattdessen mit ihrer Frau eine schöne Reise machen. Diese Züchter werden den deutschen Rennsport bestimmt nicht leistungsmäßig verbessern, und die dann fehlenden Vollblüter kann man im Ausland preiswerter einkaufen.

        • Racingman sagt:

          Lindenau als kleiner Züchter hatte hier zwischen den Zeilen deutlich gemacht, dass er mit roundabout tausend Euro Züchterprämie pro Jahr kalkuliert und dass diese Peanuts für ihn keine Rolle spielen. Das ist eine sinnvolle Betrachtungsweise, anders als die von Kassandro zitierten Kleinzüchter, die es von tausend Euro mehr oder weniger in der Kasse abhängig machen wollen, ob sie weiterzüchten oder aufgeben. Ist das hier Brieftaubenzucht?

          • Theo Epping sagt:

            Sie beweisen wie immer punktgenau wie unfähig Sie sind. Brieftaubenzucht im großen Stil, ist heute auch ein überteuertes Vergnügen, zudem geht es eher um rund 5000€ und damit kann ein Kleiner Züchter auf eigenem Boden durchaus einen Jährling aufziehen.
            Woher soll ein Pupser wie Sie das wissen?

          • Racingman sagt:

            Der große Hippologe T. Epping will einen Vollblüter von der Decktaxe bis zur Jährlingsauktion für nur 5.000 Euro produzieren? Warum tun Sie’s dann nicht, wenn es so spottbillig ist? Da wäre ich auf die Meinung von Lindenau gespannt.

          • Theo Epping sagt:

            Sie Doofkopf können nicht mal lesen, vom verstehen ganz zu schweigen. Da steht eindeutig Aufziehen und sollte Herr Lindenau tatsächlich mit max 1000€ Züchterprämie pro Jahr rechnen, ist er wirklich nur ein kleinst Züchter.

          • Racingman sagt:

            Für die Produktion eines Jährlings gehört aber betriebswirtschaftlich alles dazu, gerade auch die Decktaxe.

          • Theo Epping sagt:

            Aufzucht, Dummbeutel…

  68. Un Coeur B sagt:

    Wolken am Himmel, Wolken im Himmel, Sonnenstrahlen hin und wieder, dazwischen Gedanken, Theodor Epping, Hubertus Schmelz, Plattform Galopp Sieger de, Letztere muß man dem Eigner zugute halten, Blick Richtung Osten in die Mallinckrodt Straße, etwas weiter soll mal John Mayall aufgetreten sein, bei Oma Plüsch oder im Fantasio, John Mayall Jahrgang 1933, Willie Nelson auch 1933, da aber nicht so sicher, Time to say good bye.

    Gestern morgen, Schützenstraße.

  69. h.schmelz sagt:

    John Mayall. Turning Point, 1969. Kein Schlagzeug. “So hard to share”, wohl Xdutzende Male gehört. Bis heute. Ein turning point indeed.

  70. Un Coeur B sagt:

    Sie wollte in den letzten Wochen immer wieder die DVD John Mayall and the Bluesbreakers sehen und hören, und die DVD Muddy Waters mit den Rolling Stones, Mick Jagger der einzige Störfaktor für sie auf der DVD, Junior Wells hatte es ihr besonders angetan, Junior Wells und Buddy Guy auf beiden DVDs, Muddy Waters immer wieder gut auf der einen, Albert King auf der anderen, 1981 Muddy Waters, 1982 John Mayall, für sie alle gut, außer Jagger…so wie beim Galopp auch der eine oder andere etwas aufstößt, oder hier in Blüchers Blog, das gleiche und dasselbe.

  71. Racingman sagt:

    Schweden ist eine der wichtigen Bastionen des internationalen Trabrennsports. Der dortige Dachverband hat nun für 2027 einschneidende Kürzungen des Rennkalenders beschlossen: 49 Renntage mit 600 Rennen weniger! Der Grund dafür liegt darin, dass der Bestand der in Schweden geborenen Traber in den Jahren von 2022 bis 2025 um 27% gesunken ist. Also: Kleinerer Pferdebestand = weniger Rennen. Der Unterschied zum deutschen Galopprennsport besteht wohl darin, dass hierzulande keine Steuerung stattfindet und es jeder Rennbahn selbst überlassen bleibt, wie viele Rennen sie anbietet. Und wenn dann ein Renntag kurzfristig wegen Startermangels abgesagt werden muss, sagt man einfach: shit happens.

  72. Un Coeur B sagt:

    Als Außenstehender würde man sagen, dass die Baums, Ostermanns, Ullmanns etc. , die Alteingesessenen, die mehr als ein, zwei, drei Pferde haben, überhaupt kein Interesse daran haben, dass es dem Galopprennsport an die Substanz geht, an irgendetwas Abträglichem, je besser, umso besser, jeder im Rahmen seiner intellektuellen und materiellen Möglichkeiten, niemand von ihnen möchte sich ins eigene Fleisch schneiden, solange die Eingeborenen aus dem Oberharz oder die Zugewanderten aus Spanien/Österreich nicht das Sagen haben, solange ist das Beste erreicht, das Beste vielleicht nicht, aber irgendwie das Machbare, irgendwie das, was derzeit am plausibelsten erscheint, Miebach, Ostermann, Röttgen, Schlenderhan, Etzean, auch Herr Baum. sollten sich von den Eingeborenen aus dem Oberharz und den hier hinlänglich bekannten Dummschwätzern nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.

    Und das werden sie auch nicht.

    Wenn offensichtliche Scheiße an die Macht kommt, damals 33 oder zur Zeit USA, man sieht und weiß wohin das führt.

    Elizabeth die Zweite erfreute sich an dem Klang der Hufe bzw. konnte Pferde am Klang der Hufe ziemlich gut einschätzen.

    Damals der Eigner des Stalles Nordpol, der Lester Piggott einfliegen ließ, meinte, dass Galopprennsport eine ziemlich einfache Sache wäre, alles nur eine Sache des Inputs, irgendwann merkte er dann dass dem nicht so ist.

  73. Theo Epping sagt:

    Es ist ganz einfach, der Mann hatte völlig recht!
    Voraussetzung ist, dass man sich an die drei großen G’s hält.

    Fehlt eins oder ist aufgebraucht, war es das!!!

    Ohne Moss, Ausdauer und eine Portion Masel, geht nix.

    Und noch eins, einen Masterplan gibt es nicht, dieser ganze Firlefanz ist nur für die Absahner.

  74. Racingman sagt:

    Wer von den Blücher Bloggern hat denn schon einen oder mehrere Business Pläne geschrieben? Wahrscheinlich keiner außer mir. Deshalb hier der Hinweis: Ein ausführlicher schriftlicher Business Plan ist für jedes Unternehmen nützlich, nicht nur für Start-ups. Weil das schriftliche Niederlegen der Einzelheiten der Unternehmensplanung zu gedanklicher Genauigkeit zwingt. Und weil zum Text auch die Zahlen mit Rentabilitätsvorschau und Liquiditätsplanung dazu kommen müssen. Da wird dann deutlich, ob das System passt oder nicht.

    Wenn etwa ein großer Veranstalter wie der Kölner Rennverein nicht einmal mit ausverkaufter Hütte mit plus-minus-null rauskommt, ist das ein Alarmzeichen, das auch den Dachverband besorgen müsste. Da kann man dann nicht einfach so weiterwurschteln, wie Kassandro und Theo das befürworten. Gregor und Co. müssen die Stakeholder (Pferdebesitzer, Rennbahnen, Rennsponsoren) mit einem Zehn-Jahres-Konzept überzeugen, wie und mit welchen Angeboten der deutsche Turf Geld verdienen will. Das fehlt bisher völlig.

  75. Racingman sagt:

    Was hat der deutsche Galopprennsport mit den Parteien CDU und SPD gemeinsam? Alle drei stützen sich bei ihrer Kernkundschaft nur noch auf alte Leute.

    • Theo Epping sagt:

      Herzlich willkommen, alter Mann.

      • Theo Epping sagt:

        Tut mir leid Blücher, aber der… ist schlimmer alles alle sogenannten Tierschützer zusammen. Der Kerl ist einfach nur dumm und widerwertig.

      • Racingman sagt:

        Auf dem Personalausweis bin ich gerade mal zwei Jahre jünger als Sie, aber im Kopf bin ich mindestens dreißig bis vierzig Jahre frischer als Sie.

        • Theo Epping sagt:

          Was Sie Vergleichsweise als Grünschnabel ausweist.

        • Racingman sagt:

          Ich bin immer aufgeschlossen für neue Themen, anders als die Leute im Blücher Blog. Ich war 2013 als einer der ersten Nicht-Nerds beim Bitcoin dabei, Kassandro beschäftigte sich zwei Jahre später damit, erkannte aber (auch als Mathematiker) das Potenzial der Halving-Zyklen nicht. Weil er ein erzkonservativ festgetackerter Typ ist.

          • Theo Epping sagt:

            Und was ist bei Euch angetackert, großer Bwaner??

          • kassandro sagt:

            Na ja, wenn sie schon 2013 in Bitcoin investiert hätten, dann müssten sie sich jetzt nicht mit Theo herumschlagen. Ich hab am 28.12.2017 dieses Bitcoin-Video veröffentlicht:
            https://youtu.be/SR4xENwMuMM
            Damals hatte der Bitcoin einen Wert von knapp 20.000$. Heute steht er bei 80.000$. Ich hab mit Gold fast dieselbe Performance erzielt. Allerdings begann dieses Investment 2 Jahre früher. Ich war nie in Bitcoin investiert und kann mir auch nicht vorstellen, dass ich das jemals sein werde. Mit Gold schlafe ich auf jeden Fall viel besser.

          • Racingman sagt:

            Was sollen denn die Themen Theo und Bitcoin miteinander zu tun haben?

            Bitcoin und Gold sind keine Gegner, sondern Brüder im Geiste gegen die Fiatwährungen.

  76. Racingman sagt:

    Im Grand Prix von Baden belegten die Ausländer die Plätze eins, zwei und vier. Ein Ausdruck der „Stärke“ des deutschen Turfs. Aber da alle sieben Starter Preisgeld abbekamen, erhielt sogar der Turf-Adel noch 6.000 Euro, obwohl er 26 Längen hinter dem fünftplatzierten Pferd ins Ziel eintrudelte. Eine deutsche Züchterprämie gibt es nur für den Röttgener auf Platz 5. Die deutschen Gruppe 1-Rennen werden zu einer Witzveranstaltung.

    • Racingman sagt:

      Es ist offensichtlich, dass das Geld im deutschen Turf falsch investiert wird. Die Konsequenz kann nur lauten:
      * Rennen der Europa-Gruppe 1 und 2 abschaffen, weil Deutschland nicht mehr international konkurrenzfähig ist.
      * Die Züchterprämie abschaffen, weil sie ihr Ziel verfehlt.
      * Das eingesparte Geld in einen solideren Normalsport mit besseren Rennpreisen investieren.

      • kassandro sagt:

        Nichts wie Kahlschlag im Kopf, der Arme mit den vielen schwachsinnigen Hochschulabschlüssen.
        Am verheerendsten wäre die Abschaffung der Züchterprämie. Gehen wir diesen Irrsinn mal an Hand des Derby-Siegers Dardanos durch, den ich ja schon als noch namenloser Jährling auf dem Gestüt Auenquelle kennenlernen durfte. Seine Aufzucht bis zum Verkauf dürfte der Züchterin einschliesslich Auktionskosten etwa 30.000€ gekostet haben. Bekommen hat sie aber bei der Auktion nur 10.000€. Grund soll laut Turf-Times eine Verletzung auf der Koppel gewesen sein. Der Käufer hat überhaupt nur zugegriffen, weil er so billig war und man mit zwei Halbgeschwistern schon positive Erfahrungen gemacht hat. Für diese Geschwister hat die Züchterin jeweils über 40.000€ bekommen, also einen durchaus auskömmlichen Preis, zumal auch die Hengstkosten deutlich niedriger waren. Während sie für den vielfachen Champion-Hengst trotz Stammkunden-Rabatts einiges bezahlen musste, dürfte sie den Freshman Best Solution, den Auenquelle mit allen Mitteln pushte, fast umsonst bekommen haben. Hinzu kam einiges an Züchterprämie, auf die sie auch bei Dardanos hoffen konnte. Ohne die Züchterprämie hätte sie Dardanos mit einem herben Verlust von 20.000€ abschreiben müssen. So aber blieb ihr die Hoffnung, dass das Zucht-Fiasko vielleicht doch nicht so schlimm ausfallen wird. Der Dardanos-Käufer wollte nicht viel in den Billig-Jährling investieren, und hat ihn deshalb statt zum Teuer-Trainer Wöhler zur Billig-Trainerin Janina Reese gegeben, was natürlich ihre Hoffnungen dämpfte. Bei Reese entwickelte sich der Jährling solide aber nicht überragend, und sie durfte dreijährig realistisch auf etwa 5000-10.000€ Züchterprämie hoffen. Da ich ihn aus obigen Gründen genau beobachtete, schätzte ich ihn damals Agl III und mit viel Glück als Agl II Pferd. Da Mutter und Vater hart geprüft wurden und sehr nachhaltige Pferde waren, durfte man hoffen, dass er bis zum 7. oder 8 Lebensjahr als Wallach noch ordentlich Geld verdient, und so das Auktionsdesaster noch ein einigermaßen akzeptables Ende nimmt. Diese Hoffnung verdankte sie allein der Züchterprämie. Nachdem Janina Reese frustriert den Trainer-Job aufgab, entschlossen sich die Besitzer den Billig-Jährling doch noch zu Wöhler zu geben, wo er sich sehr positiv entwickelte. Der Rest ist Geschichte. Die Züchterin machte im Derby Dank der Züchterprämie noch einen Riesenreibach. Ohne die Züchterprämie wäre sie dagegen noch viel frustrierter geworden: Ich mache einen Riesenverlust und der Käufer macht mit “meinem” Pferd einen Riesengewinn. Da hätte sie wohl völlig frustriert die Zucht aufgegeben. Auf Grund solcher Erfahrungen würden kleine Züchter wohl ihre Pferde zu solch teuren Auktionen schicken. Also auch das Auktions-Geschäft und die Auktionsrennen hängen ganz entscheidend an der Züchterprämie. Ihre Abschaffung wäre fatal, auch wenn das Racingman und die Dame mit der Schwachsinns-Dissertation in ihrer akadamischen Beschränktheit nicht begreifen können. Wir brauchen eine BESSERE und fairere Züchterprämie. Jeder Züchter in Deutschland sollte sie bekommen, unabhängig davon was nach der Zucht mit der Mutterstute passiert. Weniger Züchterprämie für Zwei- und Dreijährige, dafür mehr für ältere Pferde in die Handicaps. So könnte man die Zabl der kleineren Züchtern nachhaltig steigern, wenn man dies wirklich möchte.

        • Theo Epping sagt:

          Da sind wir mal einer Meinung, Sie können sie nur viel umfangreicher in Worte fassen.

        • martillo sagt:

          wollen sie etwa einen Züchter wie elsur unterstützen der sich einen Hengst holt der schon abgehalftert ist anscheinend hat der mann garkeine Ahnung ,wenn man Jährlinge auf der Herbstauktion sieht die wohl gerade von der Koppel kamen wenn sie welche haben sollten aufhören zu züchten

          • Theo Epping sagt:

            Martillo,
            wenn Sie einen faulen Apfel finden, schmeißen Sie dann die ganze Stiege weg, sehr vernünftig ist das …

        • Racingman sagt:

          Kassandro, ein Dardanos von „Babsele“ (so nennt Jürgen Albrecht seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter seiner Tochter Julia) ist eine einsame Stecknadel im Heuhaufen, die Sie da gefunden haben, aber dies ändert die grundsätzliche Betrachtung nicht. Deutschland ist nicht Frankreich. Für eine „bessere und fairere Züchterprämie“ (d.h. unter Einbeziehung der Auslandserfolge) hat Deutschland einfach nicht das Geld. Warum wollen Sie unbedingt kleine Züchter mit schlechten Pferden künstlich am Leben erhalten? Das ist kein marktwirtschaftliches Denken. Wer als kapitalschwacher Züchter von der Züchterprämie finanziell abhängig ist, sollte in seinem eigenen Interesse vom Markt verschwinden. Um die Durchschnittsrennen mit Startern vollzumachen, kann man auch die entsprechenden Vollblüter im Ausland preiswerter einkaufen. In einer globalisierten Welt macht ein nationalstaatliches Denken wirtschaftlich keinen Sinn. Sollte die Bundesregierung die inländische Produktion von Zahnstochern mit Subventionen fördern? Nein, weil Bangladesch das immer viel billiger herstellen kann.

          Aber keine Angst, die Gewohnheitstiere beim Deutschen Galopp sind wie die Gewohnheitstiere im Blücher Blog, also immer business as usual.

          • Theo Epping sagt:

            Da Sie von der Vollblutzucht noch weniger verstehen, als von anderen Dingen, haben Sie auch keine Vorstellung wie wichtig die kleinen, unbedeutenden, Züchter für den geschlossenen Genpool in der Zucht sind.

            Die Vollblutzucht ist eine Pyramide, aus deren Fundament, die Elite immerwieder nach oben steigt.

            Wie soll einer wie Sie, das wissen…

          • Racingman sagt:

            Der wunderbarste Genpool nützt nichts, wenn die Basics nicht vorhanden sind. Das Gestüt Lindenhof züchtet keine guten Pferde, weil die Voraussetzungen fehlen: finanziell, personell und logistisch. Der Lindevolker sollte in Rente gehen.

          • Theo Epping sagt:

            Sie Schlauberger wissen nicht mal was ein Genpool ist .

          • kassandro sagt:

            Dardanos ist sicherlich ein extremes Beispiel, aber an gerade so einem kann man eben Sachverhalte oft gut illustrieren. Letztlich steckt hinter der Züchterprämie das Prinzip Hoffnung, dem der Philosoph Ernst Bloch sein ganzes Lebenswerk gewidmet hat:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Prinzip_Hoffnung
            Ich bin mir nicht sicher, ob Bloch überhaupt etwas ähnliches gemeint hat wie ich, und auch der obige Wikipedia-Artikel macht mich da nicht schlauer, Immerhin benutzen Bloch und ich dieselben Worte, wenngleich wir möglicherweise damit verschiedenes meinen. Für mich ist die Hoffnung eine weitgehend abstrakte Handlungssmotivation, die sich in unzähligen Dingen wie z.B. der Züchterprämie konkretisiert. Die andere große, abstrakte Handlungsmotivation, die Bloch überhaupt nicht anspricht, ist die Angst. Hoffnung und Angst treiben uns an, wobei auch die Angst durchaus etwas positives sein kann, indem sie uns vor schädlichem Tun bewahrt. Schädlich wird die Angst erst dann, wenn sie missbraucht wird. Das haben wir in einem ganz extremen Fall in der Pandemenz gesehen, wo ein relativ harmloser Virus von einer angeblichen Wissenschaft zu einem Monster aufgeblassen wurde, so dass sich die meisten Leute von einer Horde quälsüchtiger Bestien willig terrorisieren liesen. Beim Klimaschwindel ist es ähnlich, nicht annähernd so extrem, dafür zieht er sich aber fast ewig hin. Bei jedem ein bisschen extremen Wetterereignis geht Hetze los. Auch hier versucht man den Leuten mit einer angeblichen Wissenschaft Angst einzujagen, so dass sie sich willig quälen lassen. Der Klimaschwindel ist viel leichter zu durchschauen als so ein unsichtbarer Virus. Man braucht eigentlich nur die Augen aufzumachen, um zu sehen, dass wir nicht einmal den Hauch einer Klimakrise haben.

          • Theo Epping sagt:

            Und täglich grüßt das Murmeltier!

            Die ganze Bevölkerung als dumme Irre hinzustellen und ein paar Irre, als das Maß aller Dinge, so definiere ich

            IRRE!

  77. martillo sagt:

    in der stiege sind leider zuviele faule Äpfel habe ich mal an anderer stelle erwähnt

    • Theo Epping sagt:

      Selbstredend sind zu viele faule Äpfel in der Stiege, jeder faule Apfel ist zu viel, aber deshalb kann man doch nicht alle guten mit bestrafen, die sind nämlich die stille Mehrheit.

  78. Racingman sagt:

    Ich habe ein Konzept und ich gebe auch konkrete Handlungsempfehlungen. Im Gegensatz dazu sind weder der DG-Vorstand noch die Blücher Blogger dazu in der Lage.

  79. Frank J. Richter sagt:

    „Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben …“
    … und nun wollen die Blücher-Blog-Geister auch nach ihrem Willen leben …

    Da ist man für einige Tage mit subjektiv wichtigeren und wohl auch interessanteren Dingen beschäftigt, kommt eher zufällig an diesen Hotspot des virtuellen Turfseins zurück – UND IST ENTSETZT!

    Neue Tiefen wurden inzwischen hierselbst ausgelotet und der Boden des schwarzen Loches vermutlich immer noch nicht erreicht.

    Dabei spricht der vielgescholtene racingman durchaus diskussionswürdige Themen an, doch da ist niemand, der ihm konstruktiv und informativ, evtl. gar weiterführend zu neueren / besseren allgemeinen Erkenntnissen führend erwidern kann.

    Tepping – Thepping? The Ping? – ist eine längst ausgequetschte Zitrone. Unverständlich, dass an ihr immer noch genuckelt wird. Da er im Rahmen seiner Möglichkeiten und in der absoluten Überzeugtheit in die Richtigkeit seines Artikulierens (immerhin geistiger Schöpfer des Wortes „inter-lekt“- sic!)! den hier früher bereits angeführten Dunning-Kruger-Effekt paradebeispielhaft personifiziert, schlage ich vor und werde dies selbst zukünftig bei Bedarf tun, vom „Dunning-Kruger-Tepping-Effekt“ zu sprechen und zu schreiben.

    Ansonsten sollte man keinen Aufwand mehr mit ihm betreiben oder gar Beachtung schenken. Egal wie heftig seine Verbalinjurien noch sein mögen – was kümmert den Löwen das Gekläff des Hundes oder die Eiche, wenn sich die Wildsau dran scheuert? Die MANTOs kommen und gehen in den A-Sozialmedien wie erneute Sichtungen von Nessie in jedem Sommerloch der Pressemedien -mögen sie wie weiland Weller heißen oder nun halt Epping. Gibt es nur ein Online-Forum, in dem sie sich noch nicht parasitär angesiedelt haben? Friede ihrer Asche!

    Ärger und gemeingefährlicher ist der Sachverhalt wiederum, wenn Individuen mit mutmaßlich und nach Selbstbekunden qualifizierter (Aus-) Bildung – sei es der juristischen oder gar der mathematischen Fakultät – die ihnen eigene toxisch-egomane, narzisstisch gestörte Weltanschauung, neumodisch auch gerne rechts-populistisch konnotiert, als allein wahr und gültig herausposaunen. Dabei selbstverständlich ihnen unliebsame Personen diffamierend verleumden und in Abrede stellen: „… und da beschloss ich, ein Donald zu werden!“.

    Auch auf diese wäre „Dunning-Kruger“ übertragbar. Wahrscheinlich sind aber andere mentale Defekte und Verzerrungen der Realitätswahrnehmung stärker greifend, die einer professionellen Therapie zum Versuch einer Resozialisierung bedürften. Aber um die zu beurteilen, fehlt mir die Fachkenntnis und diesen (bedauernswerten?) Individuen die selbstreflektierte / selbstreflektierende Einsicht – ganz Herrenmensch und vermeintlich alles überragender Genius eo ipso und somit nicht an sich selbst leidend. Landläufig spricht man hierbei vereinfachend auch vom Geisterfahrer-Syndrom.

    • kassandro sagt:

      Ich muss schon bitten, liebes Doktörchen. Schauen sie sich doch meine Erwiderung zu Racingmans primitiven Kahlschlag-Vorschlag in Sachen Züchterprämie an. Wenn das nicht “konstruktiv und informativ, evtl. gar weiterführend zu neueren / besseren allgemeinen Erkenntnissen führend” ist, was dann. Woher kommt diese hohe Meinung über unseren Racingman? Die Antwort findet man hier:
      http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/17/starterzahl-im-robert-papin/#comment-185241
      Man braucht unserem Doktörchen nur ein bisschen Honig um den Mund zu schmieren, und schon schmiert er zurück. So führt Schmeichel-Geschmatze zum Realitätsverlust.

      • Racingman sagt:

        Es ist ja bekannt, dass ich dem DG-Vize ABJ eine bestimmte Dame als neue Präsidentin vorgeschlagen habe. Über eine Kampfkandidatur von Parlo würde ich mich trotz seiner Chancenlosigkeit freuen, einfach um den trüben Laden inhaltlich etwas aufzumischen. Egal, wer kandidiert, er/sie sollte ein Wahlprogramm vorlegen müssen – also keine Katze im Sack kaufen wie bisher immer. In der Praxis sehe ich weder Parlo noch die Dame auf dem Chefsessel, sondern den Frontrunner Gregor Baum als Repräsentanten der rennsportlichen Nomenklatura.

    • Racingman sagt:

      Meine Vorschläge sind ohne jede Turfromantik nur von kaufmännischem Realismus geprägt. Bei den deutschen Trabern spricht niemand mehr vom Genpool, denn die Zahl der Fohlengeburten ist auf 85 gesunken, und in ein paar Jahren ist ganz Schluss. Davon sind die Galopper noch ein ganzes Stück entfernt, aber die Richtung ist dieselbe. Wenn es in zehn Jahren nur noch Kirmesrennen in Quakenbrück und Sonsbeck gibt, kann man die auch mit achtjährigen Importwallachen von Besitzertrainern bestreiten.

      • Theo Epping sagt:

        Wie gesagt, Sie wissen nicht mal was der Genpool ist…

        Bei den Trabern gibt es nicht nur eine Zuchtrichtung und oder Rasse, haben Sie, Kaufmann, auch noch nie von gehört.

  80. Frank J. Richter sagt:

    Für die übrigen mehr oder weniger schlichten Gemüter unter uns bzw. die „Noch-Normalos“, bietet womöglich Nachfolgendes eine pragmatische Orientierung:

    „Antworte dem Toren nicht nach seiner Torheit, dass du ihm nicht gleich wirst.“ — Luther-Bibel, Sprüche 26,4

    „Sprich nicht vor den Ohren des Toren; denn er verachtet die Klugheit deiner Rede.“ — Luther-Bibel, Sprüche 23,9

    Oder von zeitgenössischen Stimmen, die man hier bisher noch nicht gehört hat:
    „Diskutiere / Streite niemals mit dummen Leuten. Sie werden dich auf ihr Level runterziehen und dich dort mit Erfahrung schlagen.“ — Mark Twain

    „Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ — Heinrich Heine

    „Vernunft muss sich jeder selbst erwerben, nur die Dummheit pflanzt sich gratis fort.“ — Erich Kästner

    Woran erkennt man nun aber dumme Menschen, die aus Gründen sozialer Hygiene und der Ansteckungsgefahr und in Verfolgung des eigenen Lebensglücks tunlichst zu meiden sind? Google-KI nennt einige häufige und prägnante Merkmale für entsprechendes Verhalten:

    • Ständige Überzeugung, (allein!) Recht zu haben: Betroffene beharren stur auf ihrer Meinung, selbst wenn klare Beweise dagegensprechen.
    • Schuldzuweisungen: Sie geben anderen die Schuld für eigene Fehler, statt Verantwortung zu übernehmen.
    • Mangelnde Selbstreflexion: Sie hinterfragen eigenes Handeln kaum und lernen nicht aus Fehlern.
    • Schwarz-Weiß-Denken: Komplexe Probleme werden stark vereinfacht in „richtig“ oder „falsch“ eingeteilt.
    • Fehlende Empathie: Die Gefühle, Bedürfnisse oder Argumente von Mitmenschen werden ignoriert oder abgewertet.

    Fazit-1: Höre auf mit Individuen zu diskutieren, denen die Wahrheit egal ist.
    Fazit-2: Meide die Niederungen des sich selbst so hoch lobenden Galoppsports – dort findest du viel zu viele überspannte Individuen mit den typischen Merkmalen und Verhaltensweisen dummer Menschen! Denn wo die Sonne niedrig über dem Horizont steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.

    Fazit-3: Der Blücher-Blog und insb. seine Kommentarfunktion bietet auf mehr oder weniger amüsante und lehrsame Weise entsprechendes Anschauungsmaterial, bis zum Überdruss sozusagen!

    Und so hat also auch hier jedes schlechte Ding letztlich doch auch sein Gutes, fernab von Goethe, Schopenhauer, Nietzsche, Henry Miller oder Charles Bukowski – allerdings wären wir damit zu der beliebigen, egalitären Weltsicht vom Blogger und Hobby-Philosophen Un Coeur B in der Blüte seines hohen Alters und auf dem Gipfel seiner Erkenntnis zurückgekehrt. Was leider auch kein Trost ist.

  81. h.schmelz sagt:

    Zerrungen und Wirrungen, Konzepte und Konfekt.

    Der organisierte Rennsport ist KEINE Mannschaftsleistung. Daran scheitert alles herumdoktern. Man betreibt ihn als Einzelkämpfer, als Besitzer von Rennpferden, und man kann jederzeit mit dem Anhänger zum Trainer fahren und die Schlußrechnung bezahlen. Dagegen gibt es keine Satzung und keinen Zwang zu Weitermachen. Wer was anderes glaubt, soll es beweisen.

    Man kann auch Pferde in GER halten und traineren lassen und niemals in GER starten, oder nur in FR, oder gar nicht. Oder in Ungarn. Man kann auch bei Tattersalls kaufen, Book 1. Oder bei Goffs. Oder nur bei Arcana. Und nie in BB. Und trotzdem niemals in FR starten, oder niemals in GER, aber überall sonstwo, sogar in Kentucky Downs.

    Rennsport ist urkapitalistisch und elitär; einzig die Handicaps sind eine sozialistische Beruhigungspille, die aber nur weiter unten im Formspiegel spiegelt. Oben scheint die Sonne brutal. Coolmore, Godolphin, Aga Khan. So geht Rennsport seit einigen Jahrhunderten weltweit. In der DRR nicht ganz so. Aber das war auch nur Ausgl. III Niveau.

    • Theo Epping sagt:

      Sie wissen wie und worum es geht, ich übrigens auch, bin nur leider nicht so wendig an der Tastatur.

      • Racingman sagt:

        Tepping zu Schmelz: “Sie wissen wie und worum es geht, ich übrigens auch.” Comedy pur. Herrlich.

        • Theo Epping sagt:

          Sie haben wenigstens Ihren Spaß an uns, was ja wenigstens mal einen gesunden Moment in Ihren trüben Tag bringt.

          Sie hingegen verursachen nichts als Trübsinn und Unbehagen, selbst über Ihre Witze kann, außer Ihnen, keiner lachen.

          Sie sind ein Ärgernis, ein zutiefst bedauernswertes.

          • Racingman sagt:

            Ich glaube nicht, dass Ihre Ex-Nachbarn in Rhynern Ihre destruktiven Beiträge im Blücher Blog kennen. Insofern kennen die nicht den wahren Tepping.

          • Racingman sagt:

            Sie verspritzen Ihr destruktives Gift ja nur aus der sicheren Deckung heraus. Von Angesicht zu Angesicht in Ihrem „Altersheim“ bei Kamp-Lintfort zu diskutieren, das würden Sie sich ja nicht trauen.

          • Theo Epping sagt:

            Sie haben ja keine Ahnung, wie schön es in Kloster Kamp ist, auch mit Racingman im Blog.

            Was das sich trauen angeht, da bin ich im laufe meines langen Lebens oft zu maßlos.

            Nie kennt man sie ganz!

  82. Racingman sagt:

    Bereits Ende Juli sagte die Galopprennbahn Magdeburg den geplanten Trabrenntag am 17. Oktober ab, und zwar mit dieser Begründung: „In den vergangenen Wochen haben sich verschiedene wirtschaftliche, finanzielle und organisatorische Rahmenbedingungen verändert. Insbesondere die weiterhin gestiegenen Kosten für die Vorbereitung und Durchführung einer Rennveranstaltung sowie eine derzeit nicht ausreichend verlässlich darstellbare Finanzierung machen es dem Verein leider unmöglich, den Renntag in der vorgesehenen Form verantwortungsvoll auszurichten.“

    In dieselbe Richtung zielt auch das düstere Fazit des Trabrennvereins in Straubing auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung. Hier einige Statements des Vorsitzenden Josef Schachtner, übrigens ein guter Bekannter und Parteifreund unseres Landwirtschaftsministers. „Wir schieben nicht nur ein negatives Vereinsergebnis aus der Corona-Zeit vor uns her, sondern müssen uns auch mit steigenden Betriebskosten auseinandersetzen,“ sagte Schachtner bei der Vorstellung des Geschäftsberichts. Die Möglichkeit, eine signifikante Anzahl von PMU-Renntagen im Jahreskalender einzubauen, sowie die Umsätze aus der Wettannahmestelle ermöglichen den laufenden Betrieb der Rennbahn in der bisherigen Form aufrecht zu erhalten. Auch die Einnahmen aus der Vermietung des Rennbahnareals für Großveranstaltungen wie den Flohmärkten oder Reitturnieren federn das Defizit ab.

    „Es steht außer Frage: Wir brauchen in naher Zukunft nennenswerte staatliche Unterstützung, ansonsten wird es schwierig, der staatlichen Aufgabe, Leistungsprüfungen zu organisieren und abzuhalten, weiterhin nachzukommen“, sagte Schachtner. Er verwies auf aktuell laufende Gespräche um die Frage, wie eine derartige staatliche Förderung finanziert und ausgestaltet werden könnte. Und er sehe den Staat auch in der Pflicht, schließlich sei mit Zulassung der Sportwette das einstige Privileg der Rennveranstalter auf ihre Rennen Pferdewetten anzubieten de facto wertlos. „Der Staat nimmt im Gegenzug Millionensummen aus Sportwettsteuer ein. Diese Einnahmen sind erst durch die Entwertung des Pferdewettprivilegs zustande gekommen. Zugleich fällt Rennwettsteuer auf ausländische Pferdewetten an, die von deutschen Kunden bewettet werden. Von diesen Mehreinnahmen für den Staat brauchen wir einen Rückfluss.“

    Egal, ob Galopp- oder Trabrennbahn, überall ist von steigenden Betriebskosten die Rede. Die Hoffnung auf Hilfe durch den Staat in wirtschaftlichen Zeiten wie diesen ist schon sehr optimistisch.

  83. Un Coeur B sagt:

    Ich glaube, Lektoren können ihren Arsch nicht von ihrem Ellbogen unterscheiden. Seite 53

    Etwas überspitzt, aber dem einen oder anderen Akademiker mangelt es letztlich doch etwas an ausreichender Urteilskraft, aber nicht weiter schlimm, siehe oben und später weiter unten, zuweilen der Doktorvater bzw. die Doktormutter noch beschränkter und eingeengter als die Probanden und Probandinnen.

    Alles wird gut, was den Galopprennsport betrifft, wenn nicht, dann ebend nicht.

    • Theo Epping sagt:

      Sie haben vollkommen recht, alles wird gut und wenn nicht,
      das großartigste und talentierteste Pferd der Welt, ist nicht darauf angewiesen, im Kreis zu laufen.

  84. Frank J. Richter sagt:

    „Breed the Best to the Best!” – gilt als traditionelle Leitmaxime der Zucht Englischer Vollblüter und impliziert die Förderung des Leistungsprinzips aller sich aktiv Beteiligenden. So schön, so gut. Ähnlich kennt der einst sog. „Leibessport“ das Olympische Prinzip des „Schneller, höher, weiter!“ – formuliert von Pierre de Coubertin zu Zeiten des eskalierenden Imperialismus, der die „Jugend der Welt“ im friedlich sportlich-fairen Wettkampf zusammenbringen wollte, vll. um Schlimmeres zu vermeiden – was sich aber schnell als Utopie erwies (1. Olympische Spiele der Neuzeit in 1886, Beginn des WKI in 1914, die OS 1916 sollten übrigens in Berlin stattfinden).

    Das Zuchtziel des Englischen Vollblüters wurde in guter dt. Bürokratenordnung ehemals in der Zuchtbuchordnung als Teil der Rennordnung, neuerdings dann im eigenständigen Regelwerk „Zuchtprogramm“ definiert:

    „Das Zuchtziel ist ein auf Gesundheit, Schnelligkeit, Ausdauer, Härte und Einsatzbereitschaft für höchste Leistungen gezüchtetes Vollblutpferd mit Adel und genügend Substanz, welches darüber hinaus aufgrund seines Charakters, seiner Harmonie im Exterieur und seines natürlichen Bewegungsablaufes auch für die Verwendung in der Landespferdezucht sowie als Reitpferd geeignet ist.“

    Als „Zuchtwert“ reicht allerdings zur pragmatischen Vereinfachung des zuvor genannten komplexen hehren Zieles das zuerkannte Jahres-GAG als relativer Gütegrad-Maßstab für renngeprüfte Vollblüter. Ungeprüfte Vollblüter hätten logisch konsequent somit keinen Zuchtwert = Zuchtwert von Null (z.B. die Mütter von Danedream und Protectionist).

    Züchter, die erfolgreich einen Vollblüter gezogen haben, der das definierte Zuchtziel gemäß den gegebenen Kriterien erreicht hat, sollten entsprechend des Zielerreichungsgrades und dem Galoppsport innewohnende strenge Leistungsprinzip eine Prämie = Züchterprämie erhalten.

    Aber das denkt sich nur das vom Glanz / vom Schein / vom Glamour geblendete Kleine Fritzchen und seine Schwester, das Lieschen Müller!

    Der Züchterprämie widmet DG eine leicht zugängliche Internetseite:

    https://www.deutscher-galopp.de/gr/vollblutzucht/zuechterpraemie.php

    Da heißt es unmissverständlich: Nicht die züchterische Leistung wird honoriert, sondern ein Anreiz gegeben „Vollblutzucht zu beginnen oder der Vollblutzucht weiterhin als aktiver Züchter treu zu bleiben“!

    Prämien-relevante Kriterien sind jetzt nicht mehr die des Zuchtziels, sondern nur noch das Alter des im Rennen erfolgreichen Vollblüters (junge Pferde werden klar bevorzugt) und seine errungene Leistungsvergütung via inländisches Preisgeld, das immerhin mit der Höhe der Rennklasse und der relativen Qualität der unterlegenen Konkurrenten („leistungsadäquat“?) korreliert.

    Man muss kein großer Hippologe sein, um zu erkennen: Eine leistungsorientierte Züchterprämienregelung sollte / müsste anders aussehen und sich z.B. am über das zuerkannte Jahres-GAG = „Zuchtwert“ orientieren und somit auch das bestehende Regelwerk in sich logisch schlüssiger gestalten.

    Hier ist reichlich zielansteuernder Regelspielraum, wie im hoheitlichen Steuersystem der Phantasie kaum Grenzen gesetzt; z.B. keine Züchterprämie mehr für ältere Pferde, die nicht bestimmte Mindest-Jahres-GAGs erreichen, dafür aber Züchterprämien ähnlich zu denen 2j.-3j. Pferde, wenn ältere Pferde vorgegebene Mindest-Jahres-GAGs übertreffen (über 80 / … / über 95 kg JGAG), immerhin genügen gerade diese Pferde den formulierten Zuchtzielkriterien „Gesundheit, Härte und Einsatzbereitschaft“.
    Beginnende Vollblutzüchter können frühestens nach 4 Jahren mit ersten zufließenden Züchterprämien rechnen – tatsächlich gewollte Förderung junger Zuchtbetriebe sollte früher greifen durch andere Maßnahmen!

    Für den laufenden Betrieb etablierter Züchter / Zuchtstätten ist die gegenwärtige Züchterprämien-Regelung vor allem eine risiko- und kostenlose Refinanzierungsquelle: man verkauft sein Pferd ca. 18 Monate nach seiner Geburt, hat keine weiteren Unterhaltskosten mehr und wenn das Pferd sich auf Kosten nachfolgender Besitzer als erfolgreich erweisen sollte, gibt es ein schönes Zusatzeinkommen.

    Gutes Beispiel hierfür ist Danedream – für 9.000 € vom Züchter verkauft (überliefertes Originalzitat: „Mehr war die Stute damals nicht wert!“) und für die (nur inländischen) Preisgelder von Danedream 116.900 € Züchterprämie erhalten = 13-mal der Verkaufspreis zusätzlich. Da kann man sich kaum beklagen – ein schöner Lotteriegewinn, auch wenn die Produktionskosten des Züchters zum Zeitpunkt des Verkaufs deutlich über 9.000 € lagen.

    Kein Wunder also, dass für größere laufende Zuchtbetriebe, die vornehmlich „für den Markt“ züchten, die Züchterprämie im gegenwärtigen Ausschüttungsmodus einen nicht unbedeutenden Posten in der Planung des Betriebs-Jahresbudgets ausmacht.

    Warum z.B. erhalten Züchter, die selbst-gezogene Pferde im Rennbetrieb auf eigene Rechnung laufen lassen, keine höheren prozentualen Züchterprämiensätze? Da sollte auch jenen Zuchtbetrieben gefallen, die nur die von ihnen gezogenen Stuten behalten und ihre Hengste / Wallache verkaufen!

    Noch etwas von Bedeutung: Die Züchterprämie wird aus dem Zuchtfonds gespeist, dieser wiederum von 16 % der ausgeschütteten Rennpreise der RV inkl. einbehaltener Züchterprämien auf Rennpreise von nicht züchterprämien-berechtigten Pferden. Das erfreut klammheimlich die Verwalter des Zuchtfonds, wenn im Ausland gezogene Pferde große inländische Rennen bzw. hohe Preisgelder gewinnen. So wie jetzt beim GP v. Baden: 48 Tsd. € vom RV erhaltene Züchterprämie, davon ausgezahlt für das einzige inl. prämienberechtigte Pferd: 3.000 €. So gewinnen die „Herren über den Zuchtfonds“ (etwa die BV?) Dispositionsmasse für eigenes Gutdünken, zumal über Zu- und Abgänge und Bestand des Zuchtfonds keine öffentliche Rechenschaftslegung erfolgt.

  85. Frank J. Richter sagt:

    So funktioniert Vollblutzucht im real-existierenden Turfdeutschland bei mangelnder Transparenz!

    Selbstverständlich ist das Thema „Züchterprämie“ nur ein kleiner Unterpunkt in einem wünschenswerten und m.E. seit spätestens 2004 überfälligen Gesamtkonzept / Masterplan zur Restrukturierung zum nachhaltigen Erhalt eines Galoppsports in Deutschland, in dem andere Themen größere Relevanz und Priorität haben sollten. Aber da ist ja Niemand erkennbar, der so etwas kann oder gar ernsthaft, ehrlich und aus innerer Überzeugung will. „Man“ will ja nicht die eigene Machtposition verlieren, schon gar nicht ein „auskömmliches“ Gehalt bei bisher wenig Eigenleistung.

    Bei den beiden Unternehmens-Reorganisationen, die ich selbst als „kleiner Angestellter“ miterlebt habe in Häusern, die 80- bis 100-mal so groß waren wie der gesamte dt. Galoppsport, haben die Führungskräfte, die diese langwierigen und schwierigen Restrukturierungen mit Elan und Überzeugung begonnen hatten, diese selbst nicht überlebt. So würde es wohl auch im dt. Galoppsport geschehen, wo seit vielen Jahren und immer noch m.E. überwiegend weniger talentierte und qualifizierte Personen Führungspersonal sein dürfen, die für den allg. und ungebremsten Niedergang seitdem Mitverantwortung tragen.

    Wer Teil des Problems ist, wird kaum Teil einer funktionierenden Lösung sein! – um das zu verstehen, muss man nicht Mathematik studiert haben; da reicht der vielzitierte “gesunde Menschenverstand”, den selbst intellektuell schlicht-gestrickte Menschen gerne für sich selbst beanspruchen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>