Die Sau ist los in Düsseldorf

In Düsseldorf auf der Rennbahn ist die Sau los. Wildschweine haben das Geläuf derart verwüstet, daß der Sparkassen-Renntag am Sonntag abgesagt werden mußte.

Wenn ich die in der Rheinischen Post veröffentlichten Bilder von Frau Höngesberg sehe, dann sieht das eher so aus, als wenn es einige Tage länger dauern wird, bis das Geläuf wieder praktikabel ist. Boden aufbereiten und einsähen geht ja schnell, aber bis da eine belastbare Grasnarbe gewachsen ist, wird das einige Tage mehr in Anspruch nehmen.

Früher wäre der Renntag auf die nächste Bahn im Umkreis verlegt worden. Heute ist sowas nicht mehr möglich. Nach GOL werden  zwei Rennen von München übernommen.  Es ist Dunkel in Rennsportdeutschland. Der Sparkassenrenntag war immer ein gut finanzierter Renntag durch den Sponsor, wenn so ein Renntag ausfällt, ist das ein Loch in der Bilanz des Rennvereins.

Im Wildpark neben der Rennbahn ist ein Wildschweingehege, aber die leben eben im Gehege und sind ungefährlich. Bisher hat es in Düsseldorf Ost bzw Nordost noch keine Vorfälle mit Wildschweinen gegeben. Wenn die Rotte nicht konsequent bejagdt wird, war das nicht der letzte Angriff auf das Geläuf.

Foto: Andrea Höngesberg

Foto: Andrea Höngesberg

Foto: Andrea Höngesberg

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59 Antworten auf Die Sau ist los in Düsseldorf

  1. Theo Epping sagt:

    Wenn das Gelände nicht als Jagdrevier verpachtet ist, hoffe ich, dass es wenigstens gegen Wildschaden versichert ist, sonst oh oh.
    So eine Rotte legt auf der Suche nach Futter, bei Bedarf, auch schon mal 30 km in einer Nacht zurück. Da kann keiner sagen: Nanu wo kommen die denn her, hier gab es noch nie Schweine.

    Der Sommer ist heiß und trocken, das Futter ist knapp.

    • Blücher sagt:

      Da haben Sie natürlich recht, die Viecher sind gut zu Fuß.
      Ich meine, daß die Bahn zu einem Jagdrevier gehört, ganz sicher bin ich nicht.

  2. Un Coeur B sagt:

    Damals während des Renntags Kastaniensammler unterwegs, nun, wohl im Schutz der Dunkelheit, Wildschweine.

    • Blücher sagt:

      Stimmt, an die Kastaniensammler kann ich mich auch noch erinnern. Sie waren ganz konsterniert, daß das Sammeln während des Renntags nicht erlaubt ist. :-)

  3. Racingman sagt:

    Der Grafenberg ist auch nicht die erste Rennbahn, deren Geläuf von Wildschweinen verwüstet wurde. Nach meiner Erinnerung musste Haßloch schon mal „Wildschwein-Pause“ einlegen, und für das badische Meißenheim, eine sympathische kleine Rennbahn in den Rheinauen, waren die Wildschweine sogar der Sargnagel als Hippodrom, weil die Reparaturen zu teuer wurden. In Magdeburg waren die Viecher auch schon mal aktiv.

    • Blücher sagt:

      Stimmt, Haßloch war vor zwei oder drei Jahren auch mal den Schweinen zum Opfer gefallen.

    • Racingman sagt:

      Im badischen Meißenheim waren die Wildschweine nicht nur einmal, und das konnte der rührige Reit-und Rennverein dann finanziell nicht mehr verkraften. Wieder starb eine Rennbahn einen lautlosen Tod, schade.

  4. Racingman sagt:

    Düsseldorf hat in dieser Saison noch zwei Renntage: Am Sonntag 13. September und am Sonntag 4. Oktober ist der Grafenberg jeweils Alleinveranstalter, an beiden Tagen mit hochdotierten Prüfungen, dem BBAG-Rennen und dem Düdorf Grand Prix. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bis dahin wieder eine belastbare Grasnarbe vorhanden ist. Also wäre es von Seiten des Dachverbands zweckmäßig, jetzt schon Umplanungen vorzunehmen.

  5. Racingman sagt:

    Vor genau fünf Jahren musste auch auf der Galopprennbahn Halle (Saale) ein Renntag wegen Wildschwein-Attacken kurzfristig abgesagt werden. Düsseldorf muss jetzt wohl oder übel in einen Wildschweinzaun investieren, ansonsten steht der nächste Angriff früher oder später bevor.

    Die NRZ schreibt zum Thema:
    „Es ist nicht das erste Mal, dass Wildschweine im Düsseldorfer Osten Schäden anrichten. Zu Beginn des Jahres haben die Tiere auf dem Waldfriedhof in Gerresheim immer wieder den Zaun beschädigt und Gräber, Wege und Grünflächen verwüstet. Zunächst hatte die Verwaltung versucht, die Wildschweine mithilfe von Duftstoffen zu vertreiben – jedoch ohne den gewünschten Erfolg. Im Frühjahr wurde deshalb ein neuer Schutzzaun rund um den Friedhof errichtet. Zudem wurden die Zugangstore umgerüstet: Sie öffnen nun ausschließlich nach außen und schließen selbstständig.“

    • Blücher sagt:

      Stimmt, am Friedhof war was ….
      Die Wildschweine werden immer frecher, ob bei diversen Rennbahnattacken oder in den Berliner Vororten, wo es eine massive Wildschweinplage gab oder noch gibt.
      Nicht, daß es die vermeintlichen Tierschützer sind, die die Schweine transportieren um die schlimmen Galopprennen zu verhindern. Honi soit qui mal y pense

  6. Racingman sagt:

    In seiner Pressemitteilung klingt der Düsseldorfer Rennveranstalter erstaunlich zuversichtlich, was die weiteren Renntermine angeht:

    “Ausblick: Die nächste Galoppveranstaltung auf dem Grafenberg findet am Sonntag, den 13. September, mit dem Gourmet-Renntag statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann der Große Preis von BRATA, ein Auktionsrennen dotiert mit 55.000 Euro Preisgeld. Der Saison-Abschluss erfolgt dann am 4. Oktober 2026 mit dem Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf.”

  7. Racingman sagt:

    STRESS IN CHICAGO

    Im Großraum Chicago gibt es derzeit Stress auf zwei nicht mehr aktiven Galopprennbahnen. Die Rennbahn Hawthorne ging dieses Jahr pleite, wurde an Immo-Entwickler verkauft, doch es leben immer noch Menschen und Rennpferde im Stallgelände auf der Gegengeraden. Die weigern sich zu gehen, jedenfalls die Menschen. Einige hoffen vergeblich, dass der Rennbetrieb 2027 irgendwie weitergehen wird, andere finden einfach keine neue Bleibe. Der Rennbahnbetreiber droht diesen Bewohnern jetzt mit dem Rauswurf durch den Gerichtsvollzieher, sollten sie nicht umgehend das Rennbahngelände verlassen. Der entscheidende Punkt: Sollte das Gelände nicht bis zum Monatsende geräumt sein, kann der Erwerber vom Kaufvertrag zurücktreten.

    Die bekanntere Rennbahn war Arlington Park. Blücher hat diese zwar in seiner Datenbank, aber die Suche nach Rennen dort wirft keinerlei Ergebnisse aus, obwohl dort mehrere Gruppe 1-Rennen mit deutscher Beteiligung stattfanden. So gewann der von Andreas Wöhler trainierte Fährhofer Silvano im Jahre 2001 die „Arlington Million“ mit Andreas Suborics im Sattel. Die Arlington Million war das bekannteste Rennen dieses Hippodroms. Vor mehreren Jahren wurde Arlington an das NFL-Football Team der Chicago Bears verkauft, die auf dem Rennbahngelände ihr neues Stadion bauen wollten (so wie in Los Angeles jetzt das NFL-Stadion der Rams und Chargers auf dem Gelände der Ex-Rennbahn Hollywood Park steht).

    Aber auch nach mehreren Jahren steht dort das Stadion immer noch nicht, denn es ist ein Wettstreit zwischen den Bundesstaaten Illinois und Indiana entstanden. Chicago liegt auf dem Territorium von Illinois, kurz dahinter verläuft die Staatsgrenze von Indiana. Und der Staat Indiana versucht die Bears nun mit Subventionen und Steuervergünstigungen über die Grenze zu ziehen, denn ein NFL-Team ist für alle Gemeinden das Größte. Mein Eindruck ist, dass die Bears gerne in Arlington bauen würden, aber sie pokern halt um die besten finanziellen Bedingungen. In Deutschland wäre es ja undenkbar, dass die Bundesländer Hessen und Bayern sich einen Subventionswettlauf darum liefern, ob eine neue Galopprennbahn nun im hessischen Hanau oder ein paar Kilometer weiter im bayerischen Aschaffenburg gebaut wird.

    • Theo Epping sagt:

      Ein Hoch auf das alwissende Internet, man kann (ab)schreiben bis die Finger bluten.

    • Blücher sagt:

      Wie meinen, bei GS gibt es keine Rennen aus Chicago?
      Gehen Sie einfach mal in die Rubrik “Sieger großer Rennen,
      dort auf den Menüpunkt “Welt”
      dann wählen Sie bei “Land” USA aus und rollen ein wenig nach unten, dann finden Sie die Rennen, die Ihre Heimat in Arlington/Chicago haben.
      Sie können natürlich auch nach Siegern für ein Jahr suchen, dann das Land “USA” auswählen und danach die Rennbahn Arlington, Chicago.
      Und wenn Sie den Rennrekord von Silvano aufrufen, finden Sie dort selbstverständlich auch dessen Formen aus Chicago.

      Alles total easy und leicht zu finden! Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man das nicht finden kann.

      • Racingman sagt:

        Ich hatte unter dem Header “Sieger großer Rennen” dann “Arlington, Chicago” auf der Liste ausgewählt und auf “Anzeigen” geklickt. Es kommt: nichts.

    • Blücher sagt:

      Rennbahnen als Bauland.
      Wie war das mit IBM, die auf der Bult mal einen Büropark bauen wollten? Das Hotel an der Frankfurter Rennbahn ist jetzt eine Investitionsruine, weil der Ausblick weg ist. Ich habe damals den Investor mit Engelszungen versucht, seine Muttergesellschaft dazu zu bewegen, sich für den Erhalt der Rennbahn zu engagieren.
      Hat man abgelehnt und die Änderung spiele für die Investitionsentscheidung keine Rolle. Sieht man heute.
      Und jetzt ist Arlington/Chicago die nächste Investitionsruine und dann wird in Bahrenfeld auch nicht gebaut.
      Was soll man da noch sagen?

      • Racingman sagt:

        Auf der Großen (Alten) Bult sollte mein Vater als Architekt für IBM bauen. Eine große Enttäuschung für ihn, als das gecancelt wurde.

      • Racingman sagt:

        Es gibt noch mehr Investitionsruinen, in Italien gleich zwei: zwei Trabrennbahnen, die völlig unnötig geopfert wurden. Die römische Trabrennbahn Tor di Valle wurde an einen amerikanischen Investor verkauft, der dort das neue Stadion für den Fußballclub AS Rom bauen wollte. Ist bis heute nicht passiert. Die römischen Traber sind jetzt auf der Galopprennbahn Capannelle zu Hause, die damit zur Doppelrennbahn wurde. Ähnliches Szenario in Florenz. Die Trabrennbahn Mulina wurde geopfert, doch es passierte dort nichts. Die Traber sind jetzt auf der nahen Galopprennbahn im Stadtpark untergekrochen, somit eine weitere Doppelrennbahn.

        • Blücher sagt:

          Wo Sie von Italien sprechen, wie war das eigentlich mit der Rennbahn von Turin. Das letzte Rennen dort habe ich 2007. Und dann kam nix mehr.
          Angeblich wurde da gebaut.

          • Racingman sagt:

            Absolut richtig, leider. Auf dem Gelände der ehemaligen Turiner Galopprennbahn steht schon seit etlichen Jahren das Trainingszentrum des berühmten Fußballclubs Juventus Turin. Direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich die Trabrennbahn, die vom Immo-Rausch bisher noch verschont wurde.
            Es muss im Sommer 2000 gewesen sein, da war ich bei einem Renntag auf der Turiner Galopprennbahn, wo ein in Pisa für einen deutschen Besitzer trainiertes Pferd lief. Am selben Abend fand das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft mit italienischer Beteiligung statt. Der Trainer des deutschen Pferdes hatte mich auf sein Familiengestüt in der Emilia-Romagna eingeladen, wo ich dann mit einer ganzen Truppe von Italienern das Endspiel im Fernsehen geschaut habe und anschließend dort auch übernachtet habe. Italienische Gastfreundschaft.

            Das ist meine persönliche Erinnerung an die Turiner Galopprennbahn. Ich war schon auf unzähligen deutschen und italienischen Rennbahnen, die es heute leider nicht mehr gibt. Das wäre ja nicht schlimm, wenn es entsprechend viele neue Rennbahnen gegeben hätte, aber das ist leider nicht der Fall.

  8. Racingman sagt:

    Von der Website von Deutscher Galopp über die Saisonpremiere 2025 der Saarbrücker Galopprennbahn:

    „Kein Saisonstart ohne Überraschungen. Im vergangenen Jahr hatte der Rennclub mit dem Pfingsthochwasser zu kämpfen. In diesem Frühjahr haben Wildschweine und Maulwürfe die Rennbahn entdeckt. Die dadurch entstandenen Schäden sind beseitigt – endlich können wir in die neue Saison 2025 starten. Auf unseren Wunsch beurteilte die Rennbahnprüfungskommission am vergangenen Montag die Bahn erneut und stellt fest, dass der Durchführung des Renntags am 15.08.2025 nichts entgegen steht!“
    *********************
    Also: Wildschweine und Maulwürfe im Frühjahr, Saisonpremiere dann erst Mitte August! Die Beseitigung der Schäden dauert also ihre Zeit. Düsseldorf dagegen hat den nächsten Renntag bereits in zweieinhalb Wochen und will den durchziehen. Nun ja.

  9. Un Coeur B sagt:

    Vielschreiberei warum keine Ahnung

  10. Racingman sagt:

    ABJ als Düsseldorfer Präsident sagt über die Wildschweinschäden bei GaloppOnline:

    „Es wird alles andere als trivial, bis zum nächsten Renntag im September eine Situation zu schaffen, die möglichst so ist, es hätte es die Wildschweine auf der Bahn nie gegeben. Genau darauf konzentrieren wir uns jetzt und Sie können sich sicher sein, dass unser Greenkeeper-Team rund um Frederic Böhm alles tun wird, um genau das zu erreichen. Der Boden an den beschädigten Stellen wurde mittlerweile großflächig abgetragen. Die Arbeiten zur Revitalisierung des Geläufes wurden bereits planmäßig initiiert. Ich bin wirklich stolz auf unsere Greenkeeper, weil hier schon viel geleistet wurde. Mit diesem Engagement werden wir es bis zum Gourmet-Renntag schaffen. Und an dem gibt es dann vielleicht sogar einen Stand mit Wildschweinbraten.“

  11. Un Coeur B sagt:

    John F. Kennedy, Theo M. Loch, Henryk M. Broder, Dr. Buntschuh, Dr. Adenauer usw. , etwas für die Galerie ist immer gut, auch wenn es etwas später kommt.

  12. h.schmelz sagt:

    Wildschweine und eine Staatsaffaire. Wildschweine haben die Düsseldorfer Rennbahn umgegraben, und damit den Renntag am Sonntag verhindert. Das ist ägerlich, aber war nicht zu verhindern. Kommt vor, war auch mal vor Jahren in Hoppegarten ein Thema. Natur, nicht wahr?

    Nun hat sich Galopponline des Themas breitflächig angenommen, und den Präsidenten des örtlichen Rennvereins befragt, und der hat geliefert und ein Communiqué herausgegeben, in welchem er minutiös schildert, – um den Schaden wenn schon nicht zu verhindern, was ja nun leider nicht mehr möglich war, – aber zumindest haarklein zu erläutern, wer genau was genau wann genau gemacht hat. Post mortem. Nach dem Motto: Die Task Force Wilde Sau hat bestens funktioniert. Es ist dermaßen aufgeplustert und albern, daß man an eine Rheinische Karnevalsaktion denken könnte. Eine konzertierte Aktion der beiden Rheinischen Institutionen RV und Sportwelt, als außerplanmäßiger Karnevalsscherzkeks, damit das Publikum wenigstens was zu lachen hat. Der Scherz ist gelungen.

    • Racingman sagt:

      Es geht um den wirtschaftlichen Schaden für den Rennverein und den Dachverband, ähnlich der Absage eines Konzertveranstalters bei einem geplanten Auftritt von Helene Fischer. Lesen wir, was TURF-TIMES dazu schreibt:
      „Erst war es zu heiß (Krefeld), dann konnte die Bahn nicht bewässert werden (Halle) oder es fehlten Starter (Dortmund). Jetzt waren es marodierende Wildschweine aus dem nahgelegenen Aaper Wald, die in Grafenberg zur Absage für den kommenden Sonntag geführt haben. Was kommt denn bitte noch? … Festzuhalten bleibt allerdings, dass keiner der aufgeführten Renntage wiederholt oder verlegt wurde, offensichtlich aus finanziellen oder terminlichen Gründen. Eine vorgesehene zweistellige Anzahl von Rennen ist also ersatzlos weggefallen. An vier aufeinanderfolgenden Wochenenden gibt es keine Rennen in Nordrhein-Westfalen, was im Sommer seit Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen sein dürfte.“ 

      Das, Kollege Schmelz, ist das große Bild im deutschen Turf. Deshalb hat das nichts mit lustigem Karneval zu tun, sondern mit einer echten Notlage.

      • martin sagt:

        das traurige ist nur,dass kein rennverein willens war diesen gut besetzten renntag zu üernehmen. mr president schickt seine pferde lieber nach münchen,als in dortmund zu veranstalten. jetzt sinds nur noch 7 starter mit zweifelhaften umsatzaussichten

      • h.schmelz sagt:

        Ja und? Was ändert das an der Situation und den Wildschweinen? Und dem Rasen in Düsseldorf, um den es in dieser Schnulze geht?

    • Blücher sagt:

      Wie Kollege Racingman richtig geschildert hat, ist der Ausfall in Düsseldorf ein weiterer Ausfall in NRW. Vier Wochen keine Rennen – im Sommer.
      Ich kenne noch die Zeit, da war in NRW ab ca Merz bis ca November Mittwoch-Samstag-Sonntag Rennen, im Sommer teilweise zusätzlich am Freitag. Die meisten RV in NRW hatten jeder über 20 Renntage. Und heute?

      Ich sprach auch von der Wahrnehmung des Sports in der Öffentlichkeit. Wie wird ein Sport wahrgenommen, der im bevölkerungsreichsten Bundesland vier Wochen keine Veranstaltung hat. Er wird gar nicht mehr wahrgenommen.

      Eigentlich hätte man diesen voll finanzierten Renntag “irgendwie” nach Köln portieren müssen, auch wenn das mit dem Regionalprinzip der Sparkassen nicht einfach ist.

  13. Racingman sagt:

    Die Absagen der Rennveranstaltungen in Halle und Düsseldorf hätten wohl vermieden werden können, wenn das Renngeläuf keine Grasbahn, sondern eine Sandbahn gewesen wäre. Ich sage das ganz wertfrei und mit dem Hinweis, dass mir persönlich Galopprennen auf Gras viel lieber sind als auf Sand. In zehn Jahren wird sich diese Frage wohl dahingehend gelöst haben, dass die Rennvereine „freiwillig“ auf Sandbahnen umrüsten, weil die Wasserrechnungen für die Bewässerung des Grasgeläufs einfach unbezahlbar werden.

    • Blücher sagt:

      Gegen zu hohe Wasserrechnungen helfen Wasserspeicher auf der Anlage..

      Sie gehen von weiteren trocken-warmen Sommern aus. Ich sage, das Klima atmet, mal in die eine, mal in die andere Richtung. Sie denken bitte mal an die römische Warmzeit und an das sogenannte Klimaoptimum um das Jahr 1000.

      Wenn wegen der Wasserrechnung Grasbahnen nicht mehr bewässert werden können, haben wir noch ganz andere Probleme!

      • Theo Epping sagt:

        Man muss viel weiß- sagen, um auch mal ins Schwarze zu treffen…

      • Frank J. Richter sagt:

        Zwischendurch gab’s die “Kleine Eiszeit” im 17. Jhr. – doch sind solche Jahrhundert-Zyklen von Naturphänomenen von Relevanz für einen (dt.) Galoppsport, der wohl nur noch von Saison zu Saison und in schnellen Deals denkt und nicht mehr wie einst in Generationen – (ein weiteres Jahr des durchgewurschtelten Überlebens)?

        Und denken wir mal, wie gut sich die ausgefallenen Basisrennen im DG-Jahresbericht machen: Wieder einmal und trotz des insg. mißlichen Umfelds konnte das Durchschnittspreisgeld pro Rennen und pro gelaufenes Pferd gesteigert werden! Die Gewinnaussichten für Aktive haben sich also ein weiteres Mal verbessert! Trara-trara!

        (Bitte um Entschuldigung für den Zynismus und Sarkasmus.)

        • h.schmelz sagt:

          Nun was, welchen Honig soll man aus diesem Facit saugen? Wer soll es wie richten, Herr Richter? Welchen Masterplan soll wer verfolgen? Nehmen Sie ihr Geld in die Hannd in BB und erwerben sie Jährlinge? Mehrere gar?

          • Frank J. Richter sagt:

            Gutes Geld schlechtem nachwerfen? Ein System alimentieren und am Leben halten, das grundlegend verändert werden muss, damit es wieder lebensfähig und eine verstärkte Teilnahme attraktiv erscheint?

            Warum in BB kaufen, wo die besonders gerne verkaufen, deren Erfolgs-Stichtag nicht mehr der 1. Juli-Sonntag, wenn man deren Pferde kaum sieht, sondern der 1. September-Freitag, 22 Monate früher, ist?

            Man kennt inzwischen seine Pappenheimer – Sie doch auch, Herr Schmelz. So groß sind m.E. Ihre Investments im Sport und in BB auch nicht mehr – aber ich lasse mich diesbezüglich gerne eines Besseren belehren. Man kann nicht alles wissen / für wissenswert halten.

            Was den seit 30 Jahren fehlenden Masterplan angeht – die, die ihn längst hätten machen und umsetzen müssen, können und wollen es nicht. Soll man mit solchen Leuten Geschäfte machen und ihnen Spielgeld in die Hand reichen, damit sie “ihr Spiel” weiter so machen können wie bisher?

  14. Racingman sagt:

    GaloppOnline ist zu langsam. Um Punkt 14 Uhr stand dort noch nichts über die neue Entwicklung auf dem Grafenberg; bei Hoofworld war dagegen schon eine Stunde vorher die Pressemitteilung der Düdorfer auf dem Sender. Beim letzten Renntag am 4. Oktober soll ein Teil des Halligalli-Rahmenprogramms der Sparkasse und ein Sparkassenrennen nachgeholt werden.

    • Racingman sagt:

      Früher in der Zeit vor dem Internet war der Freitag als Wochentag immer der Day Off für die SPORT-WELT-Redaktion. Am Donnerstagnachmittag war Redaktionsschluss für die Sonntag-Ausgabe, am Freitag blieb die Küche kalt in der Redaktion, und am Samstag mussten Scheid oder Bayer wieder auf die Rennbahn.

  15. h.schmelz sagt:

    Lieber Herr Richter,

    ich nehme auch kein Geld mehr in die Hand, aber nach all den Jahren brauch ich das nicht mehr. Ich habe genug erlebt, es hat Spaß gemacht. Und zukucken geht immer noch, speziell die besseren Rennen in ENG und FR und IRE.

    Ich erkenne aber nach all den Jahren, was diese Gesellschaft bei uns generell will, und was nicht. Pferderennen gehört in letzte Kategorie. Und das wirkt sich aus, auf vielen Ebenen. Dazu kommt die föderale Struktur des Rennsports – RV in vielen Bndesländern, PMU als Mehrheitsgesellschafterin von Wettstar – , die so ist wie sie ist. Ich habe das selbst erlebt, als es anfang der 2010er Jahre um die Verteilung der Totogelder ging, als es nur um BV gegen BGG ging, ohne PMU, aber genauso verbissen, mit Forndran und Schönigh auf der anderen Seite. Stundelang, unerbittlich.

    Köln ist das schwächste Glied in dieser Struktur. Das immer wieder zu leugnen, macht es nicht anders.

    Das Thema Wildschweine ist ein Paradebeispiel. Das DVR kann keinen RV zwingen, den Renntag zu übernehmen. Zumindest kurzfristig. Das müssen die Herren Sauren und der Mann in Düsseldorf selbst unter sich ausmachen.

  16. Un Coeur B sagt:

    Man hat sich diese Galaxie nicht ausgesucht, seine Genetik auch nicht, man muß sich so nehmen wie man ist, oder auch nicht, Letzteres dann etwas schwieriger, wen soll man groß verantwortlich machen, es kam wie es kommen sollte, ziemlich nah dran auch an Traber und vor allem Galopper, es wurde einem irgendwie schmackhaft gemacht, ein Rädchen schien ins andere zu greifen, dann am Horizont das Internet, und man dachte, Oh Oh Oh, das wird auf Dauer nicht gut gehen, alles dann nicht mehr so wie es war, was tun?, Herrn Krischbin ahnte man noch nicht, auch nicht das, was nach ihm kam, dieses große Bla Bla als Geräusch Kulisse, es kam wie es kommen sollte, aber was tun?

    Dann lege ich alles aufs Eis, je länger desto besser, irgendwo auf Seite weiß nicht wo, ungefähr vor zehn Tagen geschrieben, morgens, als sie noch am schlummern war.

    Theodor Epping scheint hier der einzige zu sein, der mit Pferden umzugehen weiß, die hier den Mund voll nehmen wären letztlich alle kläglich gescheitert, die Ausnahme vielleicht der Blog Eigner, der auch ziemlich nah an den Pferden war, zu sein schien, was hätte Herrn Epping Mathematik oder das schwache Gesetz der großen Zahl der Statistik genutzt, so gut wie gar nichts, auch Kassandras Bruder wäre im Umgang mit den Pferden wohl voll auf dem falschen Fuß erwischt, worden, Theodor Epping hier der einzige, der Pferde richtig und gut einschätzen kann und konnte.

    • Theo Epping sagt:

      Danke, sehr freundlich, aber Sie wissen ja, diese Superlativen, Größte, Schnellste, Einzige mag ich gar nicht.

    • Un Coeur B sagt:

      Sie mag Herbert Knebels Affentheater, wo Knebel nur kann, benutzt er das Wort einzigste/Einzigste, das hört sie dann sofort und lacht leise vor sich hin, mein Bruder arbeitete bei Hoesch und später Thyssen in der Computerabteilung und echauffierte sich des öfteren: Und wenn die Doktoren dann von der Universität kommen mit ihrem das einzigste/Einzigste dann hätte er schon …usw.usf. – was im Alter aber noch Spaß macht, das falsche Schreiben und das falsche Sprechen.

  17. Un Coeur B sagt:

    Was ist Demokratie, Trump bzw. die, die ihn hochgespült haben, überall dieses rechte Sammelsurium, AFD, in Frankreich, in Italien, in Kanada, wenn nicht Trump gewesen wäre – ansonsten Russland, China, Türkei usw. usf., überall das Mensch, unberechenbar, den Nietzsche letztlich unter die Tiere zurückstellte, Partnerin: das Tier der bessere Mensch, Trump der einzige US Präsident, der einen Galopper erwähnte, Secretariat, Galopp über Demokratie, alle strebend leidend irrend…5 Punkte geht auch.

  18. Racingman sagt:

    Das, was Blücher und ich hier befürchtet hatten, ist nun eingetreten: Der Düsseldorfer Rennverein hat auch den Renntag am 13. September abgesagt, weil die Trittfestigkeit des Geläufs nach dem Wildschweinschaden noch nicht ausreichend wiederhergestellt ist. Den letzten Renntag am 4. Oktober will man aber unbedingt durchführen. Der Grafenberg hat sicher ein wesentlich professionelleres Greenkeeper-Team als die kleineren Rennbahnen, auf denen die Behebung von Wildschwein-Schäden Monate dauerte. Also Hals und Bein.

    • Racingman sagt:

      Nach der neuerlichen Düsseldorfer Absage ist nun die Situation entstanden, dass Sonntag 13.9. rennfrei ist. Eine unschöne Sache. Im Umfeld dieses Sonntags gibt es noch mehrere geplante Veranstaltungen: Freitag Köln, Samstag Magdeburg, Montag München. Könnte man eine dieser Veranstaltungen nicht einfach auf den freien Sonntag schieben? Weder Köln noch Magdeburg noch München scheinen PMU-Termine zu sein, insofern dürfte es gehen Es scheitert vermutlich an Sponsorenvereinbarungen oder anderen logistischen Gründen wegen der Kurzfristigkeit. Schade.

      • martin sagt:

        die kurzfristigkeit musste nicht sein, das war absehbar in der kurzen zeit. solidarität wohl ein fremdwort

        • Racingman sagt:

          Mit dem von mir vorgeschlagenen einheitlichen Management für die fünf NRW-Rennbahnen wäre die Chance größer, solche Situationen zu entschärfen.

          • Racingman sagt:

            Angesichts der wenigen Renntermine in NRW sollte Andrea Höngesberg vom Grafenberg aus als Managerin alle fünf Rennplätze leiten, das Gehalt für die anderen Geschäftsführer kann man sich dann sparen.

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