Das Derby 2026

Die USA feiern 250 Jahre Declaration of Independance. Vor 50 Jahren zum 200sten fiel das Jubiläum auf einen Sonntag und in Hamburg gewann Stuyvesant mit Ralf Suerland in der zweiten Schlenderhaner Farbe in 2:29,1, drei Zehntel langsamer als der Rekord von Nereide 1936 und Athenagoras 1973 in etwa zu der Zeit, als Präsident Gerald Ford eine historische Glocke dreizehnmal zur Erinnerung an die 13 Gründerstaaten der USA schlug. Es war ein heißer und sehr trockener Sommer und die Bahn in Hamburg war nicht ganz „knüppelharte Piste“ aber auch nicht weit davon entfernt.

Der Name des Siegers paßte zum großen Ereignis auf der anderen Seite des Teichs. Peter oder Petrus Stuyvesant war Direktor der Niederländischen Westindien-Kompanie (W. I. C.) und verwaltete die Nieuw Nederland mit Sitz in Nieuw Amsterdam (heute New York), bevor diese 1664 von England in Besitz genommen wurde.

2026 ist alles anders die große Parade in Washington muß wegen großer Hitze ausfallen, in Deutschland ist die Hitzewelle abgeklungen und der Regen hat den Boden in Horn weich gemacht. Das Derby war einen Tag nach der Declaration, ein Schlenderhaner war nicht am Start und einen Starter mit historischen Bezug zu jenem 4. Juli gab es auch nicht.

Dardanos heißt der Sieger des 157. IDEE Deutsches Derby und er ist mit 84,8:1 der längste Außenseiter, der jemals das Derby in Deutschland gewonnen hat. Der bisherige Rekordhalter war Ako, der Sieger von 1982 mit einer Quote von 608:10, gefolgt von Temporal 1991 mit 384:10. Die Dreierwette war mit 43.221,5:1 ebenfalls ein neuer Rekord. Die bisherige Rekord-Dreierwette mit einer Quote von 368.228:10 wurde im Derby 1971 getroffen, als Lauscher mit Dave Richardson im Sattel in den damals sehr populären Rösler Farben und trainiert von Herbert Cohn das Rennen vor Madruzzo und der Stute Quisquis gewann. Damals war die kleinste Wette 2,5 DM und wer so einen krummen Einlauf treffen wollte, der mußte schon ein paar mehr Wetten schreiben und so kam dann auch das Geld in den Quoten-Topf.

Dardanos ging als Letzter in die Startbox und kam ziemlich als erster wieder raus – eine kleine Parallele zu Stuyvesant, der aber Start geklaut hatte. Das erste mal am Ziel vorbei lag er in Führung, die er dann an Chiefland abgab. Er lag immer im Vordertreffen und kam mit einer guten Position in die Geraden. Vor ihm galoppierten drei Pferde von Liberty Racing, Englishman galoppierte zusammen mit Gostam im vorderen Mittelfeld. Bei Pferde wirkten aber nie zwingend. Der englische Gast Bay of Brilliance kam aus dem hinteren Mittelfeld nie weg. Er versuchte es mehrfach, machte einige Positionen gut und fiel dann wieder zurück.
Wie gut der Jahrgang in Deutschland ist, werden wir später im Jahr wissen. Über den englischen Gast sollte man keine Elle ziehen, frei nach dem Motto, Vierter in Epsom und geschlagen in Deutschland, unsere Pferde sind besser als die Engländer. Das wäre dann ein Fall von Größenwahn.

Am Ende gewann Dardanos mit sicher mit einer Länge, dahinter auf den Plätzen 2-3-4 Baumgartens Kavallerie in der Reihenfolge Chiefland, Salitos und Kairos. Man muß dem Liberty-Team, Lars-Wilhelm Baumgarten und Nadine Siepmann, ein großes Kompliment für den Erfolg der Pferde machen. Noch nie hat es im Deutschen Derby einen Besitzer gegeben, der zwar nicht gewonnen hat, aber die Plätze 2-3-4 belegt hat, auch 1-2-3 war in der Historie im Derby kein Besitzer.

Englishman wurde Sechster, und Gostam Zehnter, zwingend waren sie beide nie. Sehr stark lief Quitos, der als Fünfter einkam. Toto-Favorit war Bay of Brilliance, der mit einem vierten Platz im Epsom Derby als Empfehlung angereist war, aber nie wirklich im Rennen war und als Vorletzter einkam. Letzte wurde Iron Trumpf für die Neutrainerin Stefanie Koyuncu, die den Stall von Ihrem Vater übernommen hat.

Dardanos ist von dem inzwischen abgetretenen Soldier Hollow aus der aus Frankreich stammenden Delegation gezogen. Für seinen Vater war er der dritte Derbysieger. Seine Mutter wurde von Jürgen Albrecht in der Tschechei trainiert, lief aber überwiegend in Frankreich. France Galop nennt 30 Starts, 3 Siege und 11 Plazierungen und eine Gewinnsumme ohne Inländerprämie von von 55.150 Euro. 2022 brachte sie nach Best Solution Delgardo, der auch in den Farben des Stalles Bergholz läuft und Listensieger sowie Gruppe-plaziert ist.

Die zweite Mutter Delta Diva ist nicht gelaufen. Sie hat sechs Pferde auf der Bahn und Delegation ist dabei mit Abstand beste Produkt.

Den Stall Bergholz gibt es seit 20 Jahren. Dahinter stehen zwei Juristen, Dr. Hans-Wilhelm Jaeckel aus Hamburg und Friedrich v. Lenthe aus Hannover., Der Sieg war der größte Erfolgt des kleinen Unternehmens. Aber wenn die großen Gestüte gar nicht mehr antreten, dann gewinnen die Kleinen. Gezogen wurde Dardanos in Auenquelle, in dem sein Vater als Deckhengst wirkte und es ist der erste Derby-Sieger für das an Erfolgen nicht arme Gestüt. Für den Trainer Andreas Wöhler war es der sechste Derbysieg und für Wladimir Panow der erste Sieg im Derby und der erste richtig große Sieg.

Der Hamburger Rennklub war mit dem geschäftlichen Teil zufrieden. 22.400 Besucher waren am Sonntag auf der Bahn. Das ist deutlich weniger als zu den Hochzeiten in den 90ern, aber trotzdem eine sehr respektable Zahl. Und welcher andere Veranstalter kann so einen Zuspruch bieten? Der Umsatz am Sonntag in Deutschland betrug 1.086.548 Euro, davon rund die Hälfte auf der Bahn. Über den World Pool wurden 19,9 Mio gewettet. Für deutsche Verhältnisse unglaublich, was in anderen Ländern auf Pferderennen gewettet wird. Der deutsche Jahresumsatz an einem Tag!

Dardanos stammt aus der griechischen Mythologie und ist ein Sohn des Göttervaters Zeus.

Wikipedia schreibt dazu: Dardanos ist nach der griechischen Mythologie ein Sohn des Zeus und der Atlantide (Tochter des Atlas) Elektra. Er gründete in der Troas an den Dardanellen die sagenhafte Stadt Dardania oder Dardanos und gilt als der mythische Stammvater und Eponymos ebenso der troischen Dardaner wie der aus diesen hervorgegangenen Trojaner, schließlich durch Aeneas auch der Römer. Sein Heimatland war Arkadien, wo er mit seiner ersten Gattin Chryse, die bei ihrer Vermählung von Pallas Athene das Palladion und die Heiligtümer (sacra) der großen Götter als Mitgift erhalten hatte, den Deimas und Idaios gezeugt haben soll.

Er ist neben Deukalion und Ogygos einer der griechischen Fluthelden, welche jeweils eine große Sintflut überlebt haben sollen.

Derby 2026

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92 Antworten auf Das Derby 2026

  1. h.schmelz sagt:

    Sie dürfen alles glauben, was der Veranstalter zur Zuschauer Zahl schreibt. Aber sie sollten diese Zahlen nicht weiter geben. Es waren niemals 22.400 Leute auf der Bahn.

    Es gibt ein paar Eckpunkte, an denen man diese Bahn und die Zuschauermenge ablesen kann. Parkplatz Husaren Denkmal, keine Sperre der Rennbahnstraße, Platz am Führring vor dem Derby ohne Probleme, relatives Aufkommen auf den Wegen im Innenraum, Platz vor der Tribüne beim Aufgalopp und zum Rennen. Und nach 53 Jahren en suite kann ich ich sagen, es waren so um und bei 12-15.000. Was schon ganz gut ist in diesen mageren Zeiten. Es gab schon deutlich schlimmere Jahre.

    Aber niemals 22.400.

  2. martillo sagt:

    schlenderhan verkleinert sich ,die Anzeige müsste Zieverich sein ,Deckstation wird wohl aufgelöst

  3. martillo sagt:

    Auszug aus der Sportwelt bei galopponline

  4. Un Coeur B sagt:

    Gut geschrieben, der Autor scheint mit den Jahren immer besser zu werden, selbst bekäme man einen derartigen Tatsachenbericht nicht so hin, aber egal.

    Fundiert, weil interessiert, sehr fundiert, weil sehr interessiert.

    So kommt es einem vor, heute, am Freitag nach dem Rennen, the eagle fly on friday, was Blues Sänger A.King damit meint, eher im Dunkeln.

  5. Un Coeur B sagt:

    Etwas schlau gemacht, the eagle flies on Friday, amerikanische Slang Sprache, übersetzt in etwa Zahltag, Zahltag immer freitags, der Adler als Symbol auf der Rückseite der Geldstücke, the eagle flies on Friday, Assoziation Adlerflug, der Derby Sieger heißt Ad ler flug ! : M.Chapman, zuweilen auch richtig gute Derby Sieger, anfangs saß auf Adlerflug doch der Jockey, der später 14x auf Frankel saß, oder?

  6. h.schmelz sagt:

    Vor 25 Jahren gewann Proudwings in Newmarket die Falmouth Stakes. Damals noch Gruppe II. Gestern liefen sie in Newmarket wieder über die Meile, und diesmal Guppe I.
    Proudwings war von Herrn Wilhelms gezogen, der auch als Besitzer antrat, und von Yutaka Take geritten. Trainer war Ralph Suerland. Eine Dashing Blade Tochter, die sehr viel galoppieren konnte. Ich habe das Rennen immer im Internet gesucht, weil ich mich gerne an das Rennen erinnert habe, also das, was man beim Buchmacher Fernseh sehen konnte. Damals waren solche Erfolge genauso rar wie heute, und diese Kombi aus GER mit japanischem Einschlag war das beste, was Europa über die Meile an dreijährigen Stuten zu bieten hatte. Das konnte man einige Wochen später in Deauville nochmal sehen. Da gewann die Stute mit dem damals sehr sehr jungen Christof Soumillon fast Start Ziel gegen die Gegner im Prix Jaques le Marois, dem besten Meilen Rennen Kontinentaleuropas, was vor ihr auch Lirung mit Steve Cauthen geschafft hatte, Jahre vorher und ebenfalls Start Ziel.

    Da Dumme war nur, daß sie auf den letzten Platz gesetzt wurde, weil sie fast allen Gegnern deutlich in die Spur gelaufen war. Von außen nach innen ging der Weg, ohne daß der junger Reiter eingegriffen hätte. Ich war damals in Düsseldorf, weil eines der Manfred Hofer Syndikat Pferde lief, ein 3. jähriger, an dessen Namen ich mich nicht erninnere. Andrasch Starke war obendrauf und ganz angetan von des Leistung. Wir sind dann an einen Bildschirm geeilt um Deauville zu kucken, und wurden also Zeugen dieser zunehmend bestürzenden Ereignisse in der Normandie. Sie gewann völlig überlegen, und eigentlich wurde niemand ernsthaft behindert. Aber, in FR gelten strenge Regeln, und ich werde nie vergessen, wie der Trainer bittere Tränen vergossen hat, als das Ergebnis verkündet wurde.

    Produwings war eine europäische Top Meilerin, nach Lirung die beste in diesem Fach. Wer einen Link zum Prix Jaques le Marois 2001 hat, bitte verlinken. Ansonsten hier die Falmouth Stakes aus dem gleichen Jahr:

    https://www.youtube.com/watch?v=gb_PgE8PoIc

    • Blücher sagt:

      Das war ein beeindruckender Sieg. Danach lief sie in Japan in einem Einladungsrennen ohne Status und hat gewonnen.
      Leider hat Sie in der Zucht keine Spuren hinterlassen. Sie hatte einige Fohlen, die auch in der Zucht verwendet wurden, aber laufen konnten die Nachkommen leider nicht.

      Und Yutaka Take kommt bei mir in der Datenbank seit 1987 vor und er reitet immer noch.

  7. Racingman sagt:

    Folgende E-Mail habe ich an den Ersten Bürgermeister in Hamburch geschickt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Tschentscher,
    als früherer Unternehmensberater mit Erfahrung im Pferderennsport möchte ich Ihnen einige Fakten zu der von Ihnen nach wie vor unterstützen Doppelrennbahn in Horn schreiben.

    Sie haben die Bundesregierung kürzlich kritisiert, dass diese sich mit “Steuergeschenken aus der Gießkanne” handlungsunfähig mache. Genau das tut der Hamburger Senat aber auch, wenn er weiterhin 33 Millionen Euro aus der Staatskasse für die Horner Doppelrennbahn ausgeben will. Eigentlich sollte in Bahrenfeld der letzte Renntag am 20. Dezember stattfinden, doch nun zeichnet sich ab, dass die Traber wohl auch noch zumindest bis Sommer 2027 in Bahrenfeld rennen dürfen. Unglaublich, wie sich die Politik von den hanseatischen Rennsportlern über Jahrzehnte immer wieder an der Nase herumführen lässt.

    Das Projekt einer Doppelrennbahn hat keinerlei Chance auf wirtschaftlichen Erfolg, da der Trabrennsport in Norddeutschland jetzt bereits so gut wie tot ist. Nach Aussage eines Traber-Fachmanns werden derzeit in ganz Norddeutschland nur noch 81 startfertige Traber trainiert. Die Hälfte der Bahrenfelder Starter reist aus NRW und den Niederlanden an, und weil die häufig auch nicht kommen, muss rund die Hälfte der Bahrenfelder Renntage kurzfristig abgesagt werden. Und wenn tatsächlich ein Renntag in Bahrenfeld stattfindet, dann im Durchschnitt nur mit sieben Startern pro Rennen. Und Sie wollen 33 Millionen Euro Steuergelder investieren, um Traberbesitzern in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden Startmöglichkeiten in Hamburg-Horn zu eröffnen? Das wird nach der Elbphilharmonie, HSH-Nordbank und Warburg der nächste Steuer-GAU in Hamburg.

    Bei den Hamburger Galoppern, die offenbar bei Albert Darboven hoch verschuldet sind, sieht die Lage kaum besser aus, wie der Branchendienst TURF-TIMES schreibt: “Das Meeting war trotz eines angenehmen Derbytags, bei dem sich das Catering allerdings komplett überfordert zeigte, nicht unbedingt dazu angetan, das angekratzte Image von Hamburg-Horn zu verbessern. Und wenn das Renn-Club-Beiratsmitglied Olaf Steinbiss, in der Branche eine eher unbekannte Größe, behauptet, das Meeting hätte den deutschen Rennsport „noch mehr zusammengeschweißt“, ist das eine kühne Behauptung. … Hamburg-Horn benötigt in vielen Bereichen mehr Professionalität. Sonst wird das Deutsche Derby 2029 wirklich woanders gelaufen.”

    Der Hamburger Senat bemüht sich hier mit dirigistisch-sozialistischen Mitteln, eine Branche künstlich über Wasser zu halten, die in Hamburg wirtschaftlich keine Überlebenschance mehr hat. Bitte werden Sie endlich Ihrer Verantwortung als Regierungschef gerecht.

    Mit vielen Grüßen
    Frank Henschker
    E-Mail: bolgheri@gmx.net

    • Theo Epping sagt:

      Sie armer Wicht, haben doch den Knall nicht gehört.

      Knallköppe wie Sie, tuen und können nichts anderes als stören, egal wo oder wie Sie auftreten.

      Sie sind eine Witzfigur, leider ist unser System so ausgelegt, dass man sich mit Ihrem Schwachsinn, der aus lauter nutzlosigkeit entspringt, beschäftigen muss.

      • Racingman sagt:

        Wenn Sie mangels Fachwissen nichts zur finanziellen Situation des Rennsports in Hamburg sagen können, dann erzählen Sie doch über sich selbst. Erinnern wir uns: Kaum war Jung-Theo zeugungsfähig, hatte er auch schon zwei Söhne und damit die finanzielle Verantwortung für eine vierköpfige Familie. Wie aber will ein junger Gestütsmitarbeiter von seinem bescheidenen Lohn eine vierköpfige Familie ernähren, hm?

    • Blücher sagt:

      Pardon, aber der Brief ist unterste Schublade!!

      Es gibt andere Bereiche, die mit ganz anderen Summen subventioniert werden. Dagegen sind Galopp-Subventionen Pfennigsbeträge!

      • Racingman sagt:

        Es ist ein großer Unterschied, ob ein Mensch sein eigenes Geld verbrennt oder ob ein Politiker Steuergelder verschwendet. Nehmen wir als Beispiel den Geschäftsmann Blücher (der am heutigen Montag übrigens 65 Jahre alt wird): Die blüchersche Software-Firma in der niederrheinischen Kleinstadt Kaarst wurde im Juli 2012 im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss eingetragen. Keine zwei Jahre später, im Mai 2014, wurde sie bereits wegen Vermögenslosigkeit von Amts wegen gelöscht. Dieses unternehmerische Gebaren ist nicht zu beanstanden, solange jemand nur sein eigenes Geld verbrennt. Ein Politiker hat bei Steuergeldern jedoch eine andere Verantwortung, egal, ob es dabei um zehn Euro oder um eine Milliarde geht. Da kann man doch nicht sagen, 33 Millionen Euro seien Peanuts und die können weg. Fakt ist, dass die Hamburger Rennsportler es auch nach Jahrzehnten bisher nicht geschafft haben, einen Business Plan vorzulegen, der die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Doppelrennbahn-Projekts glaubhaft macht. Der Mäzen Atti Darboven (90) finanziert das Derby von Jahr zu Jahr, aber ohne langfristige schriftliche Zusage. Mit anderen Worten: Für das Derby 2027 liegt noch keine gesicherte Finanzierung vor. Was wäre denn, falls der Senior plötzlich versterben würde? Derby 2027 fällt kurzfristig aus?

        Demokratie bedeutet, aus dem Griechischen übersetzt, die Herrschaft des Volkes. Dies funktioniert aber nur, wenn das Volk seine Meinung auch ausdrückt. Dies tue ich im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten beim Thema Doppelrennbahn. Mein Eindruck ist, dass die Hamburger Politiker einfach nicht ausreichend informiert sind, wie hoffnungslos die wirtschaftliche Lage im hanseatischen Rennsport ist. Eine Kopie meiner E-Mail an den Ersten Bürgermeister ging an den zuständigen Journalisten beim Hamburger Abendblatt.

        • Theo Epping sagt:

          Ist er nicht – ist er nicht! – ein hehrener Journalist, dieser gelangweilte, kleine Schmierfink.

        • Blücher sagt:

          Was jene Firma in Kaarst betrifft, so habe ich da in der Tat nicht aufgepaßt, was ein Partner dort getrieben hat.
          Ansonsten ist es eine Frage, wo Politiker Geld ausgeben. Wenn ich die Entwicklung der Öffentlichen Haushalte in den letzten Jahren sehe, dann ist dort überall sehr viel Geld verbraten worden, was keinerlei Mehrwert generiert hat.
          Der Galoppsport hat in der Tat einige Probleme, die zum Teil hausgemacht sind und zum Teil aus einer Gesetzgebung heraus entstanden sind, die man durchaus als “fesselnd” betrachten kann. Aber das sind inzwischen Bedingungen, unter denen Deutschland insgesamt leidet.
          Im Vergleich zu anderen Verschwendungen im Haushalt sind 50 Mio für eine Doppelrennbahn geradezu Peanuts.

          • Theo Epping sagt:

            In China fällt ein Reissack um,
            Racingman schreit “Varantwortung”!

          • Racingman sagt:

            Um es unmissverständlich auszudrücken: Ich glaube Blücher und Theo kein Wort. Ein Teenager-Pferdewirt, der eine vierköpfige Familie ernährt haben will. Ein echtes Finanzgenie.

          • Theo Epping sagt:

            Um es völlig klar und unmissverständlich zu sagen:
            Das interessiert kein … niemanden,
            will ja keine unschuldigen Tiere verunglimpfen.

  8. Un Coeur B sagt:

    Es gibt sonne und sonne Derbysieger, Ako damals, sicher nicht der beste, auf der anderen Seite Königsstuhl, Adlerflug, Acatenango – Herold, Alchimist, Ticino, Neckar und auch Orsini vor meiner Zeit, natürlich Nereide und Schwarzgold, auch Asterblüte mit einem gewissen Standing, Stall Asterblüte, eher Lando als Luciano oder Shirocco, Sea the Moon fällt einem noch ein, und Surumu aus der Surama und Acatenangos Vater, Walter J. Jacobs bezeichnete Surama als sein Lieblingspferd, der beste Derbysieger ?, eine generelle Objektivität gibt es wahrscheinlich ebenso wenig wie den freien Willen, alles nur subjektiv, the eagle flies on Friday, der Adler fliegt immer freitags.

    • Blücher sagt:

      Es ist verdammt schwer, Sieger über Epochen zu vergleichen. Der einzelne Sieg ist es nicht, entscheidend ist, wer den Jahrgang beherrscht. Surumu war nach dem Derby Zweiter zu Wladimir im Aral-Pokal (man achte auf Wladimir, sagte Micky Liffers morgens beim verladen).
      Aber als Deckhengst hat Surumu Geschichte geschrieben! Der erste internationale Stallion nach Ticino und seinen Söhnen.

    • Un Coeur B sagt:

      Orsini gewann das Derby 1957, 5 Jahre alt damals, man wurde zum Galopp immer mitgeschleppt, Neckar, Ticino waren Begriffe, die man in Wambel zu der Zeit irgendwie aufschnappte, in Dortmund ließen sie sich wohl nicht sehen, eher die Bundespräsidenten, Heuss, Lübcke usw. , Wiesenklee, Fant, Geck noch in Erinnerung, wohl die zweite Garnitur, auch Bilder aus dem Führring wenn großer Renntag war, die Hüte der Damen, Mia achtete auch immer auf die engen Hosen der Jockeys, die Hintern der Jockeys für Mia eigentlich etwas zu klein, die Rennbahn Dortmund Wambel für Kinder irgendwie sehr beschaulich und einnehmend, irgendwie eine heile Welt in die man gerne abtauchte inklusive Schreib Kasse, Mett Brötchen, Sport-Welt usw. usf. , man wurde geprägt auf Rennen und Pferde, später dann viel Trab, Dinslaken, Recklinghausen, Gelsenkirchen, aber dort nicht mehr dieser enge Bezug, bei Trab einfach nur das Drum und Dran, am liebsten die Abendveranstaltungen, mit dem VW Käfer montags abends zumeist nach Dinslaken, alles irgendwie wie ein kleines Idyll, die persönlichen Probleme von daheim und zuhause wie weggefegt, dann immer noch zurück Richtung Autobahnkreuz Oberhausen, zurück nach Dortmund, da wo die Probleme am nächsten Tag sich wieder offenbarten, Galopp ein vielschichtiges Phänomen, selbst, dann die anderen, Besitzer, Trainer, Pferde, Sachverstand und sein Gegenteil, alles mögliche, viele Möglichkeiten, Galopp auch heute noch, Trab eigentlich sehr nebensächlich, Heinz Jentzsch bei youtube mit Lando in Japan, so etwas noch kribbelnd und ein Erlebnis, Jentzsch wirklich top, bei Trab eigentlich nur Johannes Frömming, so ungefähr.

      • Theo Epping sagt:

        Meine ersten Erinnerungen an die Pferde, sind deutlich schlichter, aber nicht weniger prägend. Sie waren, aus meiner Sicht damals, riesige Wesen, voller Kraft und gelassener Anmut, die mir Knirps, zum entsetzen der Großen, keine Angst machten.
        Ihre Namen waren nicht Nereide – Oleander – Schwarzgold oder Ticino, sondern Profos, ein Belgier Deckhengst, zu dem mein Vater, als junger Pferdeknecht, eine besondere Beziehung hatte – Max, Walter, Liesel oder Minka, meine erste große Liebe.
        Die Männer trugen keine engen, weißen Hosen, sondern “Manchester” Hosen und die Frauen Kopftücher, statt tolle Hüte.
        Auf den größeren Höfen gab es noch ein paar Rassemänner, wie die leichteren Warmblüter bei uns genannt wurden.
        Mein erster Vollblüter war eine Traberstute, sie hieß Resi, ich weiß nicht ob sich der Name so schrieb? Sie soll in den 50zigern ein erfolgreiches Rennpferd gewesen sein.

      • Un Coeur B sagt:

        Auf jeden Fall alles und jedes deutlich über der Qualität eines Racingman, hatte Letzterer nicht auch Rennbahnverbot damals in Riem, mir kommt es fast so vor.

  9. Racingman sagt:

    Die fehlende Rechtstreue der Blücher Blogger zu den Werten unseres Grundgesetzes erschreckt mich immer wieder aufs Neue. Der Staatsbürger Heinz Jakobs scheint es okay zu finden, wenn ein Rennverein einen Investigativjournalisten willkürlich ohne schriftliche Begründung aussperrt, damit der keine weiteren Straftaten aufdecken kann. Und der Staatsbürger Norbert Rumstich scheint es akzeptabel zu finden, dass der Staat Summen unterhalb von 50 Millionen Euro verplempert, weil die unwichtig seien. Erschreckend ist ferner, dass Anilin, der Frankfurter und Co. diese Ansichten offenbar teilen, weil sie nicht widersprechen. Mit solchen Menschen als Basis darf der deutsche Galopprennsport wirklich nicht auf das Wohlwollen der Bevölkerungsmehrheit hoffen.

    • Theo Epping sagt:

      Mich erscheckt es immerwieder aufs Neue, wie Sie ständig mit Begriffen um sich werfen, die Sie zwar sehr schön schreiben können, nur leider nicht mit Inhalt füllen.

    • Un Coeur B sagt:

      Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, dem Staatsbürger vielleicht auch.

    • Racingman sagt:

      Der deutsche Turf ist für mich eine Ansammlung jämmerlicher Feiglinge, die die Demokratie nicht verdient haben. Meine Aussage lautet: “Ich, Frank Henschker, bin hundertprozentig gegen die AfD, weil ich sie für eine gefährliche verfassungsfeindliche Partei halte.” Zeigen Sie mir mal irgend jemand im deutschen Turf, der das öffentlich und namentlich so sagt.

      • Theo Epping sagt:

        Ich, Theo Epping, stimme Ihnen, Herr Frank Henschker, vollumfänglich, wie E.M.L. es ausdrücken würde und setze noch einen drauf;
        Für mich ist Die Linke und desgleichen, genauso gefährlich für die Demokratie.
        Das heißt aber nicht, dass unsere Demokratie solche Gefahren nicht aushalten kann, dazu zählen auch solche Figuren wie Sie, Herr Henschker oder unser ex Bundeskanzler Schröder und der amtierende …

      • Un Coeur B sagt:

        Da war schon mal Demokratie, dann was anderes, dann wieder Demokratie, und nun wollen sie sie uns wieder nehmen, die Little Boy und Fat Man salonfähig machten, dann lieber Salonrolle oder Salontasche.

  10. h.schmelz sagt:

    Goldbube war das Zauberwort, also der Name des Pferdes, mit welchem ich mich oft beschäftigt habe. Ich habe mir gedacht, da muß doch was faul sein, der ist doch eine Marionette, dieser Goldbube, fast eine Chimäre, wenn man so sagen will. Goldbube war aber echt. Er kam dicht hinter der Spitze, also hinter Luciano, aber besser als Little Sheik und Precious Days war er schon. Buchmacher Bohn hatte mit diesen beiden Heroen seine ausprachlichen Mühen, wie auch mit Galaxor und Honduras, die er beide vehement auf der ersten Silbe betonte. Na ja, ein Hannoveraner Buchmacher mit Kassenbrille und verfliztem Strickpullunder. Goldbube, das war mein erster Hinkucker in der Sportschau. Schöner Name.

    • Theo Epping sagt:

      Goldbube habe ich nicht gekannt, persönlich.

      Gin schon, er war ein recht schwieriger Zeitgenosse.

      Gauklerin und einige ihrer Kinder auch, gekannt und

      Giny war auch eine ganz nette,
      Glenmore war als Fohlen bei uns.

  11. Racingman sagt:

    Vor zweieinhalb Jahren nahm die Debatte um rechtsradikale Äußerungen im deutschen Turf ein derartiges Ausmaß an, dass sich schließlich auch der Vorstand von Deutscher Galopp genötigt sah, etwas Larifari zu veröffentlichen (siehe Text unten). Aus diesem Text kann man Alles und Jedes herauslesen. Die Worte “Rechtsradikalismus” und “AfD” kommen darin nicht einmal vor. Der Text hätte sich auch gegen die Pflicht zur religiösen Vollverschleierung in Schulgebäuden richten können, so wachsweich ist er. Andere Unternehmer wie Uli Hoeneß und Michael Otto wenden sich glasklar gegen die AfD, während ich von Gregor Baum so etwas noch nie gelesen habe.

    *************************************

    Deutscher Galopp e.V.
    Stellungnahme zum Thema Demokratie und Menschenrechte
    Köln 7. Februar 2024

    Wir bekennen uns selbstverständlich zu den Werten des Grundgesetzes, allen voran der Garantie der Menschenwürde, und wenden uns gegen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Wir begrüßen, dass in zahlreichen Demonstrationen mittlerweile weit über eine Million Bürgerinnen und Bürger diese Haltung zum Ausdruck gebracht haben.

    Vollblutzucht und Galoppsport sind international. Wir kooperieren mit Ländern aus allen Kontinenten. In unseren Gestüten, Rennställen und Rennvereinen arbeiten viele Menschen, die oder deren Familie eine Einwanderungsgeschichte haben. Wir treten allen Bestrebungen entgegen, unsere Gesellschaft zu entsolidarisieren und Menschen mit Wurzeln in anderen Ländern auszugrenzen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, ganz gleich, wo er oder seine Vorfahren herkommen, welchen kulturellen oder religiösen Hintergrund er hat.

    Wie Wirtschaft und Gesellschaft haben auch Deutscher Galopp, unsere Besitzer und Züchter, unsere Rennvereine, unsere Aktiven die Folgen von Corona, Inflation und Krieg zu bewältigen. Das führt uns aber keinesfalls in eine pauschale Systemkritik; wir hüten uns davor, den Sündenbock für alle Probleme in „der Politik“ zu sehen. Streit und sachliche Kritik gehören zur demokratischen Auseinandersetzung, sie sind legitim und erforderlich. Hass und Hetze allerdings haben dabei keinen Platz.

    Denen, die versuchen, die Prinzipien unseres Zusammenlebens auszuhöhlen und Fundamente unseres Gemeinwesens zu zerstören, dürfen und werden wir nicht das Feld überlassen. Demokratie und Menschenrechte brauchen Bürgerinnen und Bürger, die für sie kämpfen. Wir gehören dazu.

    • Theo Epping sagt:

      Liebes Racingmänlein!

      Im Gegensatz zu Ihrem Geschwafel, wird eine Dachverband möglicherweise ernst genommen und von den Gemeinten als Bedrohung angesehen.
      Sie werden jetzt sagen, darum geht es doch, klar, ABER

      So eine Auseinandersetzung kann ein sehr kostspieliges Vergnügen werden und wer wüste besser als Sie, dass der Deutsche Galopp nicht auf Rosen gebettet ist.

      Kann Ihr verwirrter Geist das nachvollziehen…
      Sie Finanzschanier.

    • Un Coeur B sagt:

      stets unbeirrt durch das, was andere sagen

      • Racingman sagt:

        Wenn Sie abends von der ellenlangen Schützenstraße zurück ins Dortmunder Zentrum streben und dort Ihre Eigentumswohnung suchen, wie lange dauert die Suche angesichts Ihrer geistigen Verfassung? Und ist Brigitte, die olle Schreckschraube, endlich in den ewigen Jagdgründen?

        • Theo Epping sagt:

          Sie lassen keine Gelegenheit aus…

        • kassandro sagt:

          Geht’s noch geschmackloser?

        • Un Coeur B sagt:

          Was soll man dazu sagen.

        • Racingman sagt:

          Ausgerechnet die schlimmen Jungs beklagen sich über fehlendes Taktgefühl, ts ts ts…
          Die Wasserstandsberichte über die obernervige Tante aus der Nordstadt hatten früher immerhin etwas Unterhaltungswert. Wann gibt’s denn hier mal wieder Neues aus der Schützenstraße? Brigitte gehörte doch zum Blücher Blog Cast wie “der Fonsi von der KTU” bei den Rosenheim Cops, der auch nie im Bild zu sehen war.

          • Theo Epping sagt:

            Da steht “Geschmacklos” nicht Taktlos, leider ist das Zeug nicht geruchlos.

          • Racingman sagt:

            Hier im Sudelforum wäre Taktgefühl genauso angebracht wie Gottvertrauen, wenn man seine Hand in einen Korb voller Klapperschlangen hält.

  12. Theo Epping sagt:

    Die beißen auch nicht alles.

  13. Racingman sagt:

    Na gut, wenn der eumelige Heinz mauert, steige ich halt in die Bütt. Falls der Heinz seinen Kumpel Theodor im nahen Rhynern besuchen möchte, könnte er ja seinen Dortmunder Blogkollegen Old Vollblut fragen, ob der sich als Chauffeur zur Verfügung stellt.

    Zur persönlichen Erbauung von Kassandro erzähle ich hier ein Histörchen, wie ich mich vor einiger Zeit als Privatanleger an einer Investition beteiligt hatte, die von zwei kassandrischen Rechtsaußen (einer davon ein prominenter AfD-Mann) geleitet wird. Meine Entscheidungen als Privatanleger treffe ich nie nach Sympathie, politischer Meinung oder Gutmenschentum, sondern immer nach kaufmännischen Kriterien. Ich hatte allerdings wegen meiner weltanschaulichen Bauchschmerzen sehr lange gezögert, mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten und im familiären Kreis auch heftige Kritik eingesteckt, aber es war einfach wirtschaftlich zu vielversprechend und ist 2026 tatsächlich bisher mein Investment mit den besten Steigerungsraten. Meine Brandmauer zu Kassandro bleibt aber intakt.

    Nicht nur für den Theodor hier etwas Geschichtsunterricht. Er ist leider nicht der Einzige, der die AfD und die Links-Partei auf eine Stufe stellt, aber das ist extrem riskant, weil die Gefährlichkeit der AfD eine ganz andere ist. Geschichte wiederholt sich nie, aber sie reimt sich. Trotz diverser Unterschiede gibt es eine Reihe von Parallelen zur Weimarer Republik vor hundert Jahren. Am Ende der Weimarer Republik gab es dann Straßenschlachten zwischen Nazis und Kommunisten. Die Kommunisten waren ein eher chaotischer Haufen, während die NSDAP straffer durchorganisiert war mit ihren Schlägertrupps, die andere Meinungen wegprügelten. Bei den Wahlen 1928 war die NSDAP noch eine Splitterpartei unter drei Prozent, doch durch die Wirtschaftskrise stieg sie bis Ende Januar 1933 zur Kanzlerpartei auf. Wenn der Kühlschrank leer ist, sind die Menschen verzweifelt und zu Allem bereit. Man sollte aber nicht darauf vertrauen, dass es nach vier Jahren Rechtsradikalismus dann noch freie und demokratische Wahlen gibt. 1933 haben die Nazis die Demokratie bereits in den ersten Monaten völlig rasiert und gleich das erste KZ in Dachau bei München eröffnet. So etwas muss lange vorher geplant gewesen sein. Wird es nach vier Jahren AfD im Reichskanzleramt in den 2030er Jahren noch freie Wahlen geben? Das halte ich für naiv zu glauben.

  14. Lindenau sagt:

    Leider bin ich in letzter Zeit nicht mehr so richtig dazu gekommen, hier mitzulesen – evtl. hole ich das in der kommenden Urlaubszeit (die für mich im Gegensatz zu den meisten Teilnehmern hier noch relevant ist) mal nach.

    Trotzdem ist es mir ein Bedürfnis mich an dieser Stelle als „Team Racingman“ zu positionieren. Die einzige wirklich unabhängige hörbare Stimme im Galopprennsport – weiter so und nicht entmutigen lassen.

    Was den Rechtsdrall der Galopperszene betrifft, hoffe ich, dass dieser Eindruck durch die sozialen Medien verzerrt wird und nicht, wie es die primitiven user-based-collaborative-filtering Algorithmen von Facebook & Co. glauben machen wollen, dass Vollblut- und Rennsportenthusiast gleich (==) Afd-Wähler / Querdenker / Klimaleugner / Fremdenfeind / Impfgegner / Putinversteher / einfach nur doof ist.

    Gleiches gilt für die Subventionierung der Hamburger Rennbahnen. Natürlich ist es widersinnig, den dem Untergang geweihten Galopp- und Trabrennsport noch Steuergelder hinterherzuschmeißen. Die Befürworter sind ja nicht einmal in der Lage gesellschaftspolitische Argumente zu liefern sondern setzen die Scheuklappen auf und beharren auf ihren Pfründen.

    Dass man sich den Derbystandort Hamburg überhaupt noch antut, ist nur ein weiterer Beweis für die Planlosigkeit des Dachverbands.

    • Theo Epping sagt:

      Jeder P… pott hat irgendwo einen Deckel, ist nicht Schicksal, eher Schitte…

    • Blücher sagt:

      Pardon, aus Zeitgründen grätsche ich nur kurz dazwischen, auch wenn die große Grätsche angemessen wäre.
      Was heißt hier Rechtsdrall? Diese Merkel hat die CDU konsequent nach links geführt und wenn es jetzt einen wuchtigen Ruck nach Rechts gäbe, wäre die CDU noch lange nicht da wieder angekommen, wo sie und dem großartigen FJS gestanden hat.
      Fremdenfeindlichkeit kommt dann, wenn man die Bürger mit Migration überfordert. Emotional, sicherheitstechnisch und kostenmäßig. Die Zahlen dazu spare ich mal aus.
      Klimaleugner. Niemand leugnet einen gewissen Klimawandel, die Frage ist der Einfluß des Menschen. Und wer AKW abschaltet, mit denen 60.000.000 CO2 bei der Stromerzeugung eingespart werden könnten, hat für mich jedes Recht verloren, von der Bevölkerung Einsparung zu verlangen.
      Außerdem gucke man sich einmal an, wie enorm der CO2-Ausstoß in China gestiegen ist., Wenn wir morgen alles abschalten, haben die Chinesen dass in einer Woche kompensiert.
      Querdenker – das sind die Menschen, die gegen den Strom schwimmen und Veränderungen erreichen. Einstein war so ein Querdenker.
      Impfgegner – inzwischen werden die Nebenwirkung viel mehr thematisiert und die Umstände der Bestellung durch die Blondine aus Brüssel.
      Putinversteher – Deutschlands größter Kanzler, der Fürst von Bismarck stellte einmal fest, daß man einen dauerhaften Frieden nur erreichen kann, wenn man auch die Interessen des Gegners berücksichtigt. Ich stimme Ihnen allerdings zu, daß man das Verständnis für die russischen Positionen eher gering halten sollte.
      Das hohe Lied der Linken wird in diesem Blog NICHT gesungen.

    • Blücher sagt:

      Was den Standort Hamburg für den angeblich dem Untergang geweihtem Galoppsport betrifft, so gibt es für die Probleme drei Gründe.
      1. Staatliche Reglementierung
      2. Allgemeine wirtschaftliche Lage
      3. Interna des Rennsports
      Die Reihenfolge kann man gerne drehen.
      Und Gott erschuf im Zorn die Galopprennbahn von Hamburg Horn, hat es schon zur Kaiserzeit geheißen, vor 30 Jahren hätte man wohl eine tolle neue Bahn vor der Stadt bekommen. Wodran es gescheitert ist, weiß ich nicht mehr.

      Und was die Kosten betrifft. Der Hamburger Kulturbetrieb bekommt jedes Jahr mehr Förderung, als die Neugestaltung der Rennbahn kosten würde.

      • Racingman sagt:

        SIE betreiben doch hier die ober-sozialistische Politik. Sie wollen Steuergelder ohne Sinn und Verstand rausschmeißen, nur weil der Rennsport Ihr Hobby ist. Wenn Sie Fan der Rhönradgymnastik wären, würden Sie wollen, dass der Staat dies fördert und die dämlichen Pferderennen vergisst. Mit anderen Worten: Sie verlangen, dass der Bäckermeister aus Barmbek Ihr Hobby finanziert.
        Im Hoofworldforum habe ich gerade gelesen, wie schlimm es um die deutschen Traber insgesamt steht. In diesem Jahr wurden in Deutschland nur noch 87 Traberfohlen geboren. In der DDR hat der Staat tote Unternehmen künstlich am Leben erhalten, aber in einer Marktwirtschaft geht das nicht.

        • Theo Epping sagt:

          Sie werden es nie begreifen… wollen.
          Der Bäckermeister aus Barmbek finanziert sein eigenes Hobby, Sandflöherennen z.B.
          Hobbys aus Spaß an der Freud wird es noch geben, wenn Sie schon lange Kompost waren.

  15. Racingman sagt:

    Der Turf-Rentner Racingman ist im Rennsport genauso bedeutungslos wie der Blücher Blog an sich. Leider sind viele Turfmedien in den letzten zwanzig Jahren weggebrochen. Für Turfnachrichten früher schreiben zu dürfen, war paradiesisch, weil man schreiben durfte, was man wollte. So etwas gab es ansonsten nicht. Ich hab mir damals gedacht: Angenommen, eine gute Fee würde den SPORT-WELT-Redakteur Peter Scheid fragen: “Lieber Peter, du hast die Wahl zwischen diesen beiden Goodies – entweder darfst du eine Nacht mit Jessica Alba verbringen oder aber du darfst in einer Ausgabe der SPORT-WELT schreiben, was du willst, ohne Nachteile befürchten zu müssen.” Wofür hätte sich der Scheid wohl entschieden? Ich glaube, für das sanktionslose Schreiben, weil es der feuchte Traum jedes deutschen Turfjournalisten ist.

    Deutscher Galopp schrieb in seiner Pressemitteilung zum Rechtsradikalismus: “Demokratie und Menschenrechte brauchen Bürgerinnen und Bürger, die für sie kämpfen. Wir gehören dazu.” Wo kann ich kämpferische Statements von Gregor Baum lesen, die auch Ross und Reiter nennen?

    Zur Doppelrennbahn: Die milliardenschwere Traberfamilie Herz vom Gestüt Lasbek hätte die von der Politik geforderte Bürgschaft für den Rennbetrieb der Doppelrennbahn für die nächsten zehn Jahre easy peasy bereitstellen können, dann hätten wir die Doppelrennbahn schon seit Langem. Wollen sie aber anscheinend nicht. Wenn die Rennsportler nicht einmal selber an den finanziellen Erfolg der Doppelrennbahn glauben, warum sollen die Steuerzahler dann blechen müssen? Der Journalist vom Hamburger Abendblatt hatte mir ja in einer E-Mail mitgeteilt, im Hamburger Rathaus habe man Hemmungen, eine etablierte Traditionssportart sterben zu lassen. Mit anderen Worten: Die Politiker haben Schiss und wollen sich nicht unbeliebt machen. Zu den Renntagen auf der properen Trabrennbahn Bahrenfeld kommen aber nur noch gut fünfhundert Hansel, auf der Behelfspiste in Horn wären es künftig sicher noch weniger. Vor wem hat die Politik da Angst?

    Das Hamburger Abendblatt hat auch einen Artikel geschrieben, in dem die Rennbahnen aufgezählt werden, die als Derby-Standorte ab 2029 in Frage kommen. Hinter den Kulissen kreisen die Geier schon, hi hi… aber nach außen ist (wie immer) natürlich Friede Freude Eierkuchen im Potemkinschen Turf-Dorf.

  16. h.schmelz sagt:

    “Was haben Ahmet Dener und Guido Schmitt gemeinsam? Richtig, sie wünschen keinen Widerspruch. Jedenfalls, soweit sie bei Facebook schreiben. Schmitt hat mich früher geblockt, Dener heute, und Dener hat mich mal aus dem Arnoldschen Forum rausgeschmissen. Die beiden Herren wissen also, was Zensur bedeutet. Zensur bedeutet, daß Widerspruch bei Bedarf ausgeschaltet wird. Warum? Weil man – Dener und Schmitt – es kann!

    Also sind die Tränen, die beide heute über Deners Kolumnen Schicksal vergießen, unecht und zu tiefst verlogen. Davon abgesehen ist es fast rührig, wie sich eine Reaktion im Netz zusammen findet, die darin gipfelt, man könne ja mal gemeinschaftlich die Sportwelt nicht mehr kaufen, zumindest einmal im Monat. Ja, das ist eine großmächtige und machtvolle Demonstration gegen die da Oben.

    Und Schmitt spinnt seine Gedanken weiter; er raunt, es fänden bereits Untersuchungen statt, wer das alles zu vertreten habe, geheime Untersuchungen, man habe schon erste Hinweise auf die Täter, mon dieu. Inspector Clouseau ermittelt. Dabei bekenne ich mich durchaus schuldig, zumindest den Anstoß gegeben zu haben, die ganze Chose ins Rollen gebracht zu haben, schon damals, als Vesper dann mit der etwas verquasten Miteilung heraus kam. Also, mea culpa, Herr Schmitt! Mea culpa! Aber, weil man sich meine Person betreffend ein Schweigegelübde auferlegt hat – nicht soll genannt werden sein Name – wird munter rumgeiert und um den Brei herum gelabert. Es ist alles sehr einfach, Herr Dener schreibt und verlinkt schlimme Sachen, und ich helfe ihm dabei, das weiter zu verbreiten und gleich noch zu kommentieren für die, die es nicht wissen oder nicht verstehen.

    Abgesehen davon hat Dener nun selbst erklärt, um wen es sich bei dem Kontrahenten handelt. Mehr nicht, also keine Begründung. Nun ist es so, daß Herr Ahmet Dener bestimmt kein Angestellter des Sportverlags war, sondern ein Honorarschreiber auf ad hoc Basis. Und da gilt dann auch, daß niemand gezwungen werden kann, seine Kolumne abzudrucken. Oder zu bezahlen. Vertragsfreiheit gilt auch hier, wie im Fall der Dame Weidel. Mit anderen Worten, es steht nicht die Demokratie zur Disposition, oder die Redefreiheit des Dener, sondern die Freiheit des Verlages, sich seine Zulieferer selbst auszusuchen.

    Womit sich der Kreis der Schmittschen und Denerschen Praxis von Zensur ganz von alleine und dialektisch schließt.”

    Das habe ich andernorts am 25.Januar 2025 geschrieben. Nachdem ich auch Vesper und Bücheler angeschrieben habe, unter Beifügung der Schriften des Herrn Dener.

    • h.schmelz sagt:

      Das zum extrem albern vorgetragenen Lamento, es gäbe keinen Widerspruch im deutschen Rennsport. Ich z.B. habe immer widerprochen, mit meinem Namen, als Mitglied und Vorstand in der BV, im HRC, als Mitglied im Ordnungsausschuß. Herr Racingman ist nur ein Putzerfisch, der irgendwie mitmachen will, ohne sich zu engagieren. Für solche Leute ist der Rennsport dann doch gut genug. Na ja, was solls. Ist eigentlich auch egal.

      • Theo Epping sagt:

        Der will nicht mitmachen, denn er ist des “mit” und des “machens” schon gar nicht, mächtig.

    • Theo Epping sagt:

      Schade, wie so oft, kann ich den Bezug zum Blog Thema nicht finden, noch mehr Schitte

    • Racingman sagt:

      Für überzeugte Nicht-Facebooker ist es unmöglich, dazu Stellung zu nehmen. Ich dachte, Amelie sei die Chefin des Facebook-Forums.

  17. Racingman sagt:

    Wenn es im Blücher Blog ausnahmsweise mal etwas Positives festzustellen gibt, sollte man das tun. In den letzten Wochen hat Daily Impact hier zwei wichtige Themen eingeführt, die ansonsten unberücksichtigt geblieben wären:
    * die skandalöse Entscheidung der Epsom-Rennleitung, nach dem Passieren des Ziels ein Derby-Pferd abhängig vom Rennergebnis(!!!) zum Nichtstarter zu erklären;
    * den Artikel des Hamburger Abendblatts über die Neuigkeiten von der Doppelrennbahn.
    Beides hat einen informatorischen Mehrwert geschaffen. Man kann die Zeitdiebe Heinz und Theo leider nicht löschen, aber man kann sie durch Qualitätsdebatten etwas im Ton runterdrehen.

    • Theo Epping sagt:

      Und wann fangen Sie endlich damit an? Sie…. das darf ich nicht schreiben.

    • Racingman sagt:

      Ich bin heilsfroh, dass ich schon vor einem halben Jahrhundert für mich selber die lebenslange Devise festgelegt habe: “keine Freundschaften mit Menschen aus dem deutschen Galopprennsport”.

      • Theo Epping sagt:

        Da sind Sie aber gewaltig übers Ziel hinausgeschossen.

      • Racingman sagt:

        Um in einer Schweinebranche wie dem deutschen Turf ohne Magengeschwür rauszukommen, muss man immer die nötige Beinfreiheit behalten. Dazu muss man sowohl finanziell als auch emotional (Freundschaft) von dem Sujet unabhängig sein. Nur deshalb konnte ich mir eine eigene kritische Meinung öffentlich erlauben.

        • Theo Epping sagt:

          Da liegen Sie wieder mal weit daneben, Ihre Meinung konnten und können Sie sich erlauben, weil sich, fast, keiner für Sie interessiert.
          Wie man, Sie, in den Wald…
          Sie wissen schon.

          • Racingman sagt:

            Sie sind völlig ahnungslos. Turffunktionäre im In- und Ausland haben mich wegen internetter Äußerungen bei Gerichten in Wien und München verklagt (gewonnen hat keiner gegen mich). Und die willfährige SPORT-WELT beschrieb mich in einem Leitartikel des Chefredakteurs mit dem Titel “Der größte Lump…” als Denunzianten. Fakt ist, der rückfällige Kriminelle im Strafprozess wurde rechtskräftig verurteilt. Nix Denunziantentum. Chefredakteur Delius verlor später seinen Job bei der SPORT-WELT. Und der deutsche Turf kassierte in der Süddeutschen Zeitung diese Beschreibung: “Das Münchner Amtsgericht hat den Fall abgeschlossen mit dem Seitenhieb, der Galopprennsport sei ein ‘Biotop, wo man meint, an Gesetze nicht gebunden zu sein.’”

  18. Racingman sagt:

    Daily Impact, ich glaube Ihnen gerne, dass Sie sich gegen rechtsradikale Umtriebe im deutschen Turf wenden. Nur: Es kriegt leider niemand mit, weil die Verhältnisse im deutschen Turf eben so sind, wie sie sind. Der Deutsche Sportverlag kontrolliert mit seinen Medien das Geschehen. Damit können Martin & Martillo nach Belieben gelenkt werden.

    Ich war früher als Consultant auch einige Jahre Gast-Autor bei der SPORT-WELT. Am 15. Oktober 2003 erhielt ich dann vom damaligen Chefredakteur Daniel Delius folgende E-Mail: “Wegen eines harten Sparkurses im Haus habe ich im Moment nicht mehr die Mittel, um Artikel von Korrespondenten zu bezahlen. Ich habe aber in den nächsten Tagen noch einmal ein Gespräch mit Verleger-Seite, möglicherweise ändert sich noch etwas.” So etwas muss man akzeptieren, ohne rumzujammern, Lebbe geht weider. Für mich waren die ganzseitigen Reportagen in der SPORT-WELT eine perfekte Eigen-PR für das Beratungsgeschäft, besser als jede Werbung.

    • Theo Epping sagt:

      Wer soviel Weihrauch für sich selber verschwendet, muss einen sehr penetranten Eigengeruch haben.

  19. Un Coeur B sagt:

    Ein Gedicht von Jakob von Hoddis
    Weltende
    Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
    In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
    Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
    Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.
    Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
    An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
    Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
    Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

    Plötzlich war der erste Satz wieder da, irgendwo aus den Tiefen des Unterbewußtseins,
    so wie Goldbube, wie konnte man Letzteren nur vergessen, bei Fant und Geck, Goldbube war doch mal eine feste Größe in Wambel, vergessen hatte man ihn nicht, ein kurzer Wink und zakk war er wieder da und präsent, Goldbube von Orsini aus Erlenhof, T.Epping in Erlenhof, da scheint sich der Kreis zu schließen, Buchmacher waren keine Goldbuben, Jockeys eigentlich auch, Peter Remmert, das Eisenarm, hatte später mal bitter drunter leiden müssen, nicht wirklich ein Goldbube zu sein, Goldbube mit acht Jahren noch Dritter im Großen Preis von Dortmund, Distanz 2400 Meter, später reduziert auf unter 2000.

  20. Racingman sagt:

    Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Reddit ist das weltgrößte Forum, und da gibt es sogar einen Sub-reddit mit dem Titel “PferdeSindKacke”. Blücher würde einen Herzkasper kriegen. Es gibt außerdem sogar noch eine spezielle Rubrik zur Hamburger Doppelrennbahn, jawoll! Und einer der Teilnehmer scheint wirklich Ahnung zu haben, denn er bringt das Thema genau auf den Punkt:

    “Der Hinweis auf das “vernünftige” Betreiberkonzept ist doch genau der elegante Weg, mit dem sich die Politik da gerade herausschleicht. Es gibt nämlich keins. Weder Trab- noch Galoppbahn tragen sich irgendwie. Die leben u. a. aus der Privatschatulle einiger Menschen, die bereits ziemlich graue Haare haben. Es kommen zu wenige Menschen, gewettet wird an allen möglichen Orten, aber nicht mehr unbedingt auf der Rennbahn, und das ganze rechnet sich nur, wenn man die Fläche auch für andere Dinge kommerziell nutzen kann. Allerdings geht das in Horn nur beschränkt, weil die Rennbahn mitten im Wohngebiet liegt und die Konzerte aus Bahrenfeld nicht einfach umziehen können. Also wartet die Politik darauf, dass sich das ganze mehr oder weniger in Luft auflöst, die alten Herren sich komplett zerstreiten (da sind sie in Horn nämlich gerade bei) das Derby nach Hoppegarten umzieht (oder noch besser: gar nicht mehr stattfindet), sich aber niemand sagen lassen muss, er habe als Bürgermeister dieser Tradition den Stöpsel gezogen.”

    • Blücher sagt:

      Wo hoch ist das Defizit der Neuen Philharmonie in HH – in Summa und je Platz?

  21. h.schmelz sagt:

    Der Kontext zu diesen Betrachtungen des Rennsports ist einfach; man muß genügend Geld haben, um sich das Ganze leisten zu können. Das konnte am Anfang nur die Ruling Class, also König und Nobelmänner. Später dann Industrielle und korrupte Staatsmänner. Also Leute, die an diesem Status Quo und dessen Erhalt Interesse hatten und haben. Erben großer Vermögen, zum Beispiel. Ostermann ganz vorne. Jacobs. Ullman. Finck. Steigenberger. Darboven. Herz.Und Frau Und viele andere. Margit von Batthyánye. Damit ist der konservative Grundton gesetzt, weil es folgerichtig ist. Always follow the money.

    Was nicht gesetzt ist, ist Kompetenz in Dingen des täglichen Lebens, speziell im Umgang mit der niederen Klassen.

    Insofern ist es folgerichtig, wie sich der Sport präsentiert. Er ist Ich bezogen, extrem, und kein Mannschaftssport. Man reguliert, um das Minimum zu gewährleisten, nicht das beste, was für Tier und Mensch möglich wäre. Dazu bedarf es regelmäßig Anstößen von Außen, weil sich die Gesellschaft weiter entwickelt. Früher durfte Mann die Frau und die Kinder schlagen, heute darf man immerhin noch die Tiere schlagen, aber nur mit wattierten Schlägern und innerhalb enger Grenzen. Das hat immer zu erheblichem Widerstand bei den Besitzern geführt, was ich mehrmals bei der BV Versammlung in BB erleben durfte.

    In dieser Gemengelage fallen also Leute wie der ehemalige Sport-Welt Kolumnist Ahmet Dener nicht weiter auf. Wer sich mit dessen publizistischem Wirken hingegen intensiver beschäftig, dem stehen alsbald die Haare zu Berge. Man lernt den Bsgriff Biodeutscher kennen, mal lernt was über kleine Pashas und ihrem Haarem, man lernt was über schwarzbraune Horden, die unser Vaterland bedrohen. Also die Apokalypse.

    Man lernt auch was über den Osten und seine Bewohner, wenn man in die Welt des Trainers Frank Fuhrmann, Trainer von Vollblütern in Moser bei Magdeburg, eintaucht Das ist ein starmmer Russland Freund und ein strammer AfD Freund, was ansich schon eine brisante Mischung ist. Man lernt auch die Welt des Herrn Jochen Stargardt kennen, der sich ebenfalls als Fan von Frau Weidel und ihrer kruden Welt zu erkennen gibt. Immerhin, der Mann war mal auch im Vorstand der BV.

    Daß Herr Vesper sich, nach mehrmaligem Hinweis, zu dieser generellen Aussage hinreißen ließ, war nicht nobel, sondern überfällig. Ditto der Deutsche Sportverlag, als er sich dann endlich endlich vom völkischen Sportbeobachter Dener getrennt hat.

    • Racingman sagt:

      Jochen Stargardt war sogar mal Akademie-Leiter von Deutscher Galopp, also quasi der Personalentwickler des Galopper-Dachverbandes.

    • Racingman sagt:

      Thorsten Castle plaudert mit Frank Fuhrmann im Führring immer so locker, als wären beide zusammen Mitglieder derselben Skatrunde.

  22. h.schmelz sagt:

    Schade, daß man nicht korrigieren kann. Herr Rumstich, das prangere ich an!

    • Blücher sagt:

      Läßt sich mit dem System leider nicht darstellen. Mailen Sie mir einfach den geänderten Text und ich ersetze ihn. (Bitte nur in Ausnahmefällen, nicht als Dauereinrichtung

    • Racingman sagt:

      Zustimmung.

  23. h.schmelz sagt:

    Es geht um Rechtschfreiverller, wie immer.

  24. Racingman sagt:

    @Lindenau
    Vor geraumer Zeit hatte ich Ihnen abgeraten von Ihrem Plan, ein offenes Galopperforum zu eröffnen. Was Sie sich damit erspart haben, möchte ich Ihnen hier einmal mit einer aktuellen Antwort von Forums-Chef Andi Gruber an den User Frascati nebenan im Hoofworldforum demonstrieren:
    (O-Ton, nicht redigiert von mir)
    “Sie haben gerne jederzeit die Möglichkeit ein Forum zu eröffnen und sich mit den Befindlichkeiten von knapp 2.000 Lesern zu befassen. Interessiert sie aber gar nicht. Macht ja Arbeit und kostet sehr viel Freizeit. Und bringt mehr Ärger als sonst irgendwas. Alexander wurde genau einmal gesperrt, als einen strafrechtlichen Beitrag verfasst hatte. Aber, wird man doch mal sagen dürfen. Haftbar bin ja auch erst einmal ich. Und wenn sie es als Mobbing betrachten, wenn ich Alexanders fachlich völlig falschen Aussagen den Tatsachen gegenüberstelle, dann beneide ich sie wahrlich nicht.”

    Blücher durchschaut das alles juristisch nicht, weil er in seinem imperialen Paralleluniversum lebt. Sie, Lindenau, könnten es sich kommoder machen, indem Sie einfach ein Privatforum eröffnen. Dann hätten Sie tatsächlich die rechtlichen Freiheiten, die Blücher mit seinem offenen Forum zu haben glaubt. In einen Lindenau-Privatclub können Sie einladen, wen Sie wollen, und auch rausschmeißen, wann Sie wollen. Sie könnten ein Thema selber setzen, und Ihre Schäfchen zu Kommentaren einladen. Ich würde mich da inhaltlich beteiligen, Daily Impact ganz sicher auch. Wenn Sie erst einmal ein halbes Dutzend Leute haben, die thematisch wirklich etwas mitzuteilen haben, werden sich Viele an der Tür drängeln, um in den Club reinzukommen. Dann müssen Sie standhaft bleiben: Kein Epping, kein Fuhrmann, kein Dener-macht-schöner.

    • Theo Epping sagt:

      Wissen Sie Hampelmännchen, die schlimmsten Feinde der Demokratie, sind Typen wie Sie, die sich einbilden, sie wüsten was für andere besser ist oder gar wüsten was sie brauchen.

  25. Racingman sagt:

    Bedingt eine geringe Intelligenz einen miesen Charakter? Nein, natürlich nicht, zumindest genetisch nicht. Wie aber kommt es dann, dass viele dumme Menschen wie Manto, Theo usw. sich so als destruktive Typen entpuppen? Das ist eine Folge ihrer negativen frühkindlichen Erfahrungen. In der Grundschule gibt es drei Gruppen von Schülern: eine kleine Gruppe von intelligenten; eine große Gruppe von Normalverbrauchern; und eine kleine Gruppe von Nullcheckern. Letztere (die Theo-Fraktion) ist das Problem. Die arme Lehrerin muss sich immer bemühen, möglichst allen gerecht zu werden, und das ist ja unmöglich. Also richtet sie den Unterricht an der größten Gruppe, den Normalverbrauchern, aus. Die Nullchecker können aber auch bei diesem bescheidenen Standard dem Unterricht nicht folgen und entwickeln Frust. Um irgendwie Aufmerksamkeit zu bekommen, haben sie nur zwei Wahlmöglichkeiten: entweder den Clown geben oder den Krakeeler. Für einen Clown fehlt Theo der Humor, also bleibt der Krakeeler. Das tut er hier reichlich.

    Falls Lindenau wirklich ein eigenes Forum umsetzen wollte (was ich nicht glaube), ist es unbedingt nötig, die rein destruktiven Typen, die inhaltlich nichts leisten, konsequent raus zu halten. Für Theo wäre es natürlich eine Horrorvorstellung, sich die Nase an der Scheibe plattzudrücken, während dahinter die Fachkompetenten ohne ihn diskutieren.

    • Theo Epping sagt:

      Danke, lieber Schmierfink, dass Sie mich nochmal daran erinnern, natürlich entscheidet der Übermensch Racingman, wer wertvoll ist und wer weg kann.

      • Racingman sagt:

        Nein, das wäre Lindenau, der entscheidet. Ergibt sich ja aus den obigen Texten.

        • Theo Epping sagt:

          Oh nein, Sie armseliger Feigling, Sie spucken ständig die großen Töne und geben ungefragte Ratschläge und Anregungen, für die Sie Würmchen selber viel zu unfähig sind. Sie Großmaul haben nicht annähernd meine Lebensleistung vorzuweisen, auch wenn Sie noch so auf die Kacke hauen.

    • kassandro sagt:

      Ja, sie wollen einen Safespace haben, wo ihnen keiner widersprechen kann, Das wollten sie auch in diesem Blog haben, und haben dann für ein paar Sekunden die beleidigte Leberwurst gespielt, sind aber mangels Alternativen wieder reumütig zurückgekehrt. Ihre Gesinnungsgenossen sind ja vor kurzem aus ähnlichen Gründen von X geflüchtet. Ihr Linken könnt einfach nicht andere Meinungen aushalten. Als ich sie scherzhaft der Urheberschaft der Anzeige wegen Selbstbetruges gegen Herrn Woeste bezichtigte, wollten sie mich gleich verklagen. Ich hab noch nie jemanden wegen irgendwelcher Äußerungen mit Klagen gedroht noch mich bei irgendjemanden darüber beschwert. Sie sind ein ziemlich humorloser, intoleranter Mensch mit Hang zu geschmacklosen Tiefschlägen. Kein Wunder, dass sie auch zu denen gehören, die 20-30% der Wähler verbieten wollen, den zu wählen, den sie wählen wollen, und sich dann auch noch als Retter der Demokratie aufspielen. Es frägt sich nur, welche Demokratie das dann ist.

  26. Racingman sagt:

    Bei der AfD in Nordrhein-Westfallen herrscht dicke Luft. ntv-de schreibt dazu:
    “Hintergrund ist ein massiver Streit in der Landes-AfD zwischen zwei Gruppen: den für AfD-Verhältnisse Gemäßigten um Vincentz und dem völkisch-nationalistischen Lager um den Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich, “das freundliche Gesicht des Nationalsozialismus”, wie er sich selbst, angeblich ironisch, mal nannte. Helferich ist, wie das völkisch-nationalistische Lager bundesweit, mit Weidel verbündet.”

    So weit sind wir also schon. Hundert Jahre nach der Endphase der Weimarer Republik vertritt das neue freundliche Gesicht des Nationalsozialismus die AfD, die stärkste Partei in allen Umfragen. Gutgläubiger Old Vollblut, bitte endlich aufwachen! Und der Akademie-Leiter von Deutscher Galopp war bis vor einiger Zeit ein (laut Daily Impact) Anhänger von Alice Weidel. Ich würde Daily Impact wirklich wünschen, dass er dank Lindenau eine passende Bühne erhält, um seine politische Mission zu führen. Bisher bekommen Jürgen Imm, Peter Schiergen und Sascha Multerer davon nichts mit.

  27. Blücher sagt:

    Dieser Thread wird nicht nur zu politisch sondern auch zu persönlich.

    Ich mache hier jetzt zu!