Die Hoffnung der Optimisten wurde leider enttäuscht und wie von den Realisten erwartet, fällt auch der Renntag am 13. September in Düsseldorf der Schweinerei vom August zum Opfer.
Das sind Dinge, die man kaum beeinflußen kann, denn warum soll man die Kosten für einen Wildschweinzaun aufwenden, wenn es bisher mit dem Schwarzwild kein Probleme gab. Weder dem Rennverein noch Dritten kann man da Vorwürfe machen!
Problematisch ist aber die Tatsache, daß der Renntag komplett ausfällt. Früher hätte Düsseldorf, in Köln, Krefeld oder Neuss als Gastveranstalter die Rennen abgehalten. Damals erfolgte die Finanzierung im wesentlichen über den Toto, heute braucht man Sponsoren, die oft lokal, manchmal regional engagiert sind. Würden Sie einen solchen Wechsel mitgehen oder stünde der Verein dann ganz alleine da?
Wie auch immer, das Wildschweindilemma von Düsseldorf zeigt bedrückend, wie sehr der Galopp-Rennsport inzwischen auf Kante genäht ist. Es gibt keine Rückfallinien mehr, keinen Plan B, den man im Problemfall aktivieren kann.
