Die Deutschen in Frankreich

Der Rennsport in Deutschland ist mau. Trocken Brot und Wasser statt Kaviar und Champagner lautet derzeit leider die Devise.

Dafür sind die Deutschen Erfolge in Frankreich mehr als bemerkenswert. Auch weil ein Rennen die „sehr wohlhabende“ Statistik in Frankreich sprengt. Mit seinem Sieg im Arc wurde Torquator Tasso mit einer Gewinnsumme von 2.857.000 Euro französischer Champion. Ein Sieg nbei einem Start genügte dafür. St Mark’s Basilica kam mit seinen Siegen in den „Poule und im Prix du Jockey Club und einer Gewinnsumme von 1.199.940 auf Platz zwei.

Bei den Besitzern stand der Aga Khan mit 3.077.697 Euro an der Spitze, zweiter wurde das Gestüt Auenquelle mit 2.879.560, wovon natürlich der Löwenanteil auf den Arc-Sieg fällt.

Bei den Trainern verlängerte André Fabre sein Abonnement auf das Championat erneut und hat mit 5.387.503 eine gute Saison. Jean-Claude Rouget aus der „Provinz“ wurde Vize mit einer runden Millionen weniger. Marcel Weiß als Trainer von Torquator Tasso wurde in dem nach Gewinnsumme entschiedenen Titel immerhin Vierter.

Siyouni gewann den Titel bei den Hengsten mit 3.712.120 Euro. Adlerflug fehlten 200.000 Euro für den Titelgewinn. 840 Rennen liefen die Nachkommen von Siyoni. Dabei gewannen sie 101 Rennen und wurden 372 mal plaziert. Bescheiden dagegen die Zahlen vom „Vize“ Adlerflug. 127 Starter mit 22 Siegen und 54 Plätzen. Wäre In Swoop gesund geblieben, hätte es das erste Championat eines deutschen Hengstes in Frankreich geben können. Hätte, wäre, wenn….

Bei den Stutenvätern gewann Galileo mit 3.895.775 Euro. Bemerkenswert der zweite Platz von Toylsome mit 2.857.000 Euro, also mit dem Arc-Sieg. 2007 gewann Toylsome am Arc-Tag den Prix de la Foret mit einer Riesenquote und weil ich ihn mit etwas Mumm gespielt hatte, hatte er unsere Hochzeitsreise zum Arc mehr als finanziert. Leider ist die Zahl seiner Produkte ziemlich übersichtlich geblieben.

Das Jockey-Championat wird nach Zahl der Siege ermittelt. Mickael Barzalona führt mit 192 Treffern vor Maxime Guyon mit 181 Treffern und Theo Bachelot mit 161 Erfolgen. Rene Piechulek erscheint auf Position 184 mit 3 Siegen nur wenig besser als Anna von den Troost. So ist das, wenn der Arc genauso viel zählt wie der Ausgleich IV.

Jenseits dieser Top-Plazierungen in den Statistiken war Frankreich wieder ein wichtiger Pfeiler für das Trainingsland Deutschland. Ohne die dortigen Dotierungen und Gewinne der in Deutschland trainierten Pferde sähe es bei uns wohl noch wesentlich trauriger aus. 60 Siege mit dem Trainingsland Deutschland habe ich bei mir protokolliert. Diese Zahl ist aber nicht vollständig, weil ich mir die kleinen Bahnen mit den sehr kleinen Rennen schenke. Inklusive dem Arc waren es zwei Gruppe-Rennen und fünf Listenrennen. Dazu kommen natürlich noch zahlreiche Plazierungen.

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292 Antworten auf Die Deutschen in Frankreich

  1. Martillo sagt:

    was nützt die Statistik von heute
    In Swoop verkauft
    beste Stuten und gutgezogene Jährlinge ebenfalls ins Ausland
    viele deutsche Gestüte im Greisenalter
    einige sogenannte Gestüte züchten jedes Jahr Schrott ohne es zu merken
    einige Hengste ohne wirklich Klasse
    4 oder 5jährig erstmalig Blacktype
    die Tophengste alt oder tot-was bleibt ist der Traum

  2. Martillo sagt:

    welche Gestüte haben wir noch als Hengstgestüt?
    Auenquelle natürlich
    Herr Ellerbracke war schwer erkrankt, hoffentlich erholt er sich wieder richtig

  3. Martillo sagt:

    ich habe laut FR.Statistik über 220 Siege gezählt
    alleine Hickst 24

    • Blücher sagt:

      Ja stimmt. Ich vergaß zu erwähnen, daß die Daten nur bis 20 Dezember geladen sind, der Rest fehlt noch. Sind auch ein paar Sieger und dann werden die Relcamer nicht geladen, weil diese ein anderes Daten-Format bei France Galop haben und das paßt nur mit Sonderbehandlung durch die Schnittstelle und das sind ja ein paar mehr Rennen und wie erwähnt, fehlen die Rennen auf den kleinen Bahnen in den meisten Fällen.

      Gruppe- und Listenrennen sind komplett, dazu Classe 1 (müßte komplett sein) und die “Grand Handicaps”.
      Für Frankreich sind insgesamt sind 537 Flachrennen und 142 Hindernisrennen geladen.

      Insgesamt sind es 2165 Rennen und es fehlen noch ein paar. Am Ende dürften es 2200 Rennen für 2021 sein.

  4. Martillo sagt:

    Sie brauche doch nur Statistik runterlesen -die ist immer aktuell

    • Blücher sagt:

      Jo, alles ganz einfach. 2200 Rennen in einem Jahr, macht 6 Rennen pro Tag, dazu die Ergänzung der Pedigrees etc etc. Die Ergänzung der BT-Rennen aus früheren Jahren muß noch dazu gerechnet werden. Macht sich alles fast von selbst.

      Außerdem ist es nicht meine Intention, Classe 4 Rennen in GS zu zeigen, das passiert nur in Ausnahmefällen. Sonst kann ich ja gleich alle dt. Rennen hochladen, dann wird auch kein Agl IV vergessen…. Oder wir laden gleich alle europäischen Rennen in die DB. Dann müssen die Schnittstellen angepaßt und vollständig automatisiert werden und selbst bei optimaler Automatisierung wäre es dann ein Vollzeit-Job.

      Mit GS will ich den Spitzensport abbilden und dazu dt. Auslandserfolge in guten Rennen. Aber dt. Starter in Classe 4 sind doch nur Folge des schlechten Rennpreisniveaus in Dtld und das ist jenseits der Idee der DB. Und irgendwo sind einfach mal Grenzen gesetzt

  5. Theo Epping sagt:

    Das hört sich irgendwie naseweis an.

  6. kassandro sagt:

    Der nach einigen schwachen Leistungen verramschte Kaspar ist wieder zurück:
    https://t.me/Galoppsport/19

  7. kassandro sagt:

    Der Queroyal-Skandal:
    https://t.me/Galoppsport/34

  8. kassandro sagt:

    Der Arc naht:
    https://t.me/Galoppsport/59
    Ich werde das Rennen heute auf der Neuen Bult erleben. Drucken wir unseren beiden Cracks die Daumen. Am Nachmittag soll es in Paris regnen. Frei galoppieren sollte man da nicht. Gegen den Regen zu laufen kostet sehr viel Kraft.

    • Theo Epping sagt:

      Wettervorhersage – Rennvorhersage,
      ich mache es wie immer, ich sehe aus dem Fenster.
      Manchmal stimmt es überein… meistens nicht.

    • Un Coeur B sagt:

      Du musst nicht immer investiert sein, einfach nur aus dem Fenster sehen, kann die beste Strategie sein.

    • Un Coeur B sagt:

      Und dann solange warten, bis irgendwo Geld in einer Ecke liegt, und man nur noch hingehen und es aufheben braucht, Frankel Tochter und obendrein Schimmel, das nähme sie sowieso, auch wenn Favorit, Alpinista – Vadeni – Torquator Tasso, ein Volkseinlauf.

      • Theo Epping sagt:

        Offensichtlich liegt immer irgendwo Geld in einer Ecke, der Herr Baron hat zugeschlagen,
        na ja… bekommen.
        Das Selbe ist es eben nie.

      • kassandro sagt:

        Bei einer Quote von 118:1 kann man nicht von einem Volkseinlauf sprechen, insbesondere wenn man selbst vage auf die Japaner gesetzt hat. Wettstar hatte zwar auch meine drei Kandidaten auf dem Zettel, dann aber zu Satzlicht noch Luxembourg und Titleholder. Leider habe ich selbst nicht auf meinem Tipp vom Samstag gewettet. Hätte ich da 100€ gesetzt, hätte die Wettstar-Zockerbude auf der Neuen Bult Liquiditätsprobleme bekommen. Genaueres kann man in einem Kommentar zu dem weiter oben verlinkten Telegram-Beitrag lesen.
        Für die Japaner war der Arc ein echtes Waterloo, wobei die Betonung auf “Water” liegt. Alpinista soll nun die Japaner auf deren eigenen Boden herausfordern und beim Japan Cup antreten. Dort hat seit ewigen Zeiten kein Ausländer mehr gewonnen. Noch nie hat ein Pferd den Arc und den Japan Cup gewonnen, schon gar nicht in einem Jahr. Alpinista könnte also große Geschichte schreiben.

        • Theo Epping sagt:

          Was hat die Quote mit dem Volkseinlaut zu tun?
          Forne waren die favorisieren Anwälter,
          die Quote kommt doch nur durch die Zusammenstellung des letztendlichen Einlaufs zustande, forne waren doch die favorisieren, Sie brüsten sich doch selbst damit,dass Ihre angesagten Pferde im Einlauf waren.
          Und das nennt man dann einen Volkseinlaut!
          Wenn jeder so oder ähnlich mit dem Ergebnis gerechnet hat.

      • Un Coeur B sagt:

        Alpinista könne den Boden nicht, das verunsicherte…nichts glauben die andere Hälfte der Weltklugheit…bei Vademi nur 1x Lombard im Pedigree, bei Torquator Tasso 2x Lombard, Alpinista mit Lombard und mit Caro Gen, das Caro Gen dann wohl zuviel für die beiden anderen, in Europa bald jedes Pedigree vom Lombard Gen durchtränkt, Frankel, Galileo, Sea the Stars mit Lombard Gen durch und durch, wenn dann noch Caro hinzukommt kratzt das schon mal am Arc, im Nachhinein, weil dann alles viel einfacher und logischer, Alpinista die logische Siegerin des Arc 22, Caro bei ihr wohl etwas dominanter als der Schlenderhaner, die Pedigrees in Europa bald nur noch ein Lombard Abklatsch, ohne Lombard ginge das alles nicht, wie es jetzt geht, Frankel, Galileo, Sea the Stars, mit Lombard, ja.

        Caro Jahrgang 1967, Lombard Jahrgang 1967, ganz hinten winkt fast überall The Tetrarch, das Spotted Wonder, ungeschlagen und nie besiegt.

  9. kassandro sagt:

    Wer holt sich die Vase?:
    https://t.me/Galoppsport/69

  10. Racingman sagt:

    Heinz & Theo können ihren Pingpong der Nichtigkeiten ja weiterhin im Weihnachts-Thread austragen, dann hat man hier wenigstens Ruhe vor destruktivem Störfeuer.

    DURCHSTECHEREIEN

    Kürzlich wurde bekannt, dass Informationen über bevorstehende Razzien im Reichsbürger-Milieu bereits zwei Wochen vorher bei Journalisten gelandet waren. Durchstechereien – ein Riesenproblem in der Justiz, früher auch mit Bezug zum Galopprennsport.

    Man muss dabei verschiedene Fallkonstellationen trennen: Im Laufe der letzten Jahre ist es zunehmend populärer geworden, dass die Verfahrensbeteiligten eines Strafprozesses die Medien aktiv benutzen, um auf diese Weise öffentlich Stimmung für ihre Causa zu machen. Wenn die Verteidigung Informationen an Journalisten lanciert, um damit die Öffentlichkeit in ihrem Sinne zu beeinflussen, fühlt sich manchmal auch die Staatsanwaltschaft bemüßigt, mit Durchstechereien gegenzuhalten, um in der Öffentlichkeit nicht wie die letzten Trottel dazustehen.

    Ein andere Konstellation ist es, wenn Journalisten aktiv Kontakt zu den Ermittlern aufnehmen. Sofort nach der ersten Razzia der Ermittler im Riemer Mikrokosmos hatte ich einen Telefonanruf von dort bekommen. Als sich etwas später die Kronzeugin der Anklage hilfesuchend an mich gewendet hatte, suchte ich den Chef der Ermittler in seiner Behörde auf. Da die Polizei nicht genügend Kräfte hatte, um die Zeugin zu schützen, bat er mich, zur Abschreckung etwas bei Turfnachrichten zu schreiben: „Beeilen Sie sich, und tragen Sie ruhig dick auf!“ Über alle weiteren Maßnahmen der Ermittler wusste ich sodann ohne deren Wissen immer über die Kronzeugin Bescheid, die ständig mit den Ermittlern konferierte. Und so war mir auch der Termin der zweiten Razzia am Vortag bekannt geworden. Am Vortag der Hauptverhandlung im Gericht bekam ich eine Kopie der Anklageschrift, diesmal über einen anderen Kanal. Dabei ist festzuhalten, dass ich keinen Beamten aufgefordert hatte, pflichtwidrig vertrauliche Informationen an mich zu geben.

    Es gehört zum Repertoire des journalistischen Geschäfts, nach vertraulichen Informationen zu graben. Letztlich liegt es aber an den Beamten der Ermittlungsbehörden selbst, die Vertraulichkeit des Strafverfahrens zu wahren.

    • kassandro sagt:

      Sie sind vielleicht naiv, lieber Racingman. Das war kein “Durchstechen” sondern eine breit angelegte Zusammenarbeit zwischen Justiz und Systemmedien. Das geben die Lügenstrolche auch offen zu:
      https://www.tagesschau.de/inland/reichsbuerger-razzia-medien-101.html
      Das war eine von langer Hand vorbereitete Propagandashow, für die man natürlich auch schöne Bilder brauchte. Dummerweise konnte man nur eine einzige Waffe aufgreifen und die war auch noch völlig legal zugelassen. Das war ein totaler Reinfall. Man hat offenbar den Prahlereien dieser greisen Spinner geglaubt, statt durch V-Leute einen ordentlichen Waffenberg heranzukarren, den man dann den Kameras hätte präsentieren können. Da war der Sturm auf den Reichstag des Jahres 2020 schon wesentlich besser organisiert. Dummerweise gab es bis heute fast keine Verurteilungen bei dieser großen Bedrohung der Demokratie, weil der eigentliche Sturmangriff vollständig von V-Leute des Verfassungsschutzes oder der Polizei betrieben wurde. Mir ist lediglich die Verurteilung eines 28-jährigen Gärtners und eines ehemaligen AfD-Landtagsabgeordneten bekannt, die Absperrzäune umgeworfen und zum Sturm aufgerufen haben sollen, aber nicht zum Reichstag vorgedrungen sind. Rein zufällig natürlich waren auch die Systemmedien vor Ort. Dafür waren nur drei Polizisten zur Bewachung des Reichstages abgestellt, um den Angriff überhaupt erst zu ermöglichen. Über solche Inszenierungen kann man nur lachen, aber es gibt tatsächlich noch viele Deppen, die so etwas ernst nehmen.

  11. Racingman sagt:

    SO’N PFERD IST JA AUCH NUR ‘N MENSCH

    Mendocino, Mendocino… So wie in dem Schlager wird es Sarah Steinberg in Hongkong wohl nicht zumute gewesen sein. Zusammen mit Rene Piechulek wollte sie nach der Rückkehr nach München nach den Ursachen der Startverweigerung forschen. Ich bin skeptisch, dass man nachträglich die Ursache der Startverweigerung herausfinden wird, denn die Originalbedingungen kann man ja nie wieder hinterher ein zweites Mal hinzaubern.

    Werner Glanz erzählte mir einst über ein enttäuschend verlaufenes Rennen einer seiner Stuten im Großen Preis von Varese, einer Rennbahn nahe Mailand. Die Stute war eigentlich ein gutes Reisepferd, doch in dem Rennen stand das Pferd irgendwie neben sich. Zum einen ist festzuhalten, dass die Startzeit des Hauptrennens bei diesem Sommerrenntag im August erst kurz vor Mitternacht lag. Dann war es stockdunkel mit gleißendem künstlichen Licht; auch das kannte die Stute bis dahin nicht. Drittens kamen noch erschwerend die Rahmenbedingungen hinzu. Bei diesem Höhepunkt der örtlichen Rennsaison war es auf dem kleinen, engen Rennplatz knallvoll mit enormer Lautstärke durch das Publikum. Ein weiterer Grund, was die Stute so vorher noch nie erlebt hatte. Woran es bei Mendocino lag, ist vielleicht etwas ganz Anderes.

    • Theo Epping sagt:

      Hätten Sie es nach dem ersten Satz gut sein lassen, hätte ich gesagt,

      Guter Mann.

      Aber nein, es geht nicht ohne einen Schwall heiße Luft.

      Schade

      Noch mal einen meiner Sprüche.

      In der Kürze liegt die Würze.

  12. Racingman sagt:

    Ich erzähle den Leuten seit jeher Dinge aus der rennsportlichen Praxis, die sie nicht aus der Rennzeitung erfahren. Und für Sie, Theo, die Bitte: Machen Sie’s wie Un Coeur und bleiben Sie im Weihnachts-Thread, wo Sie sich nach Herzenslust austoben können.

  13. Racingman sagt:

    TRAINER-RANKING: DER MURZA-FAKTOR

    Wie viel Prozent Einfluss hat der Jockey auf den Erfolg eines Galoppers? Auf eine Prozentzahl möchte ich mich da lieber nicht festlegen, aber anhand der Trainer-Statistik lässt sich deutlich ablesen, was ein Reiter für den Erfolg eines Stalles ausmacht. Darum hier einige Anmerkungen zur Hitliste 2022 der Coaches.

    Seitdem Burschi, der fliegende Kosake, äh, Kasache am Asterblüte-Quartier als Stalljockey tätig ist, flutscht es dort wieder richtig. Peter Schiergen ist auch heuer wieder mit großem Vorsprung die Numero Uno. Umgekehrt ist dagegen der Kollege Henk Grewe nur noch die Nr. 7 im Ranking, sicher auch, weil es in der Stalljockey-Frage nicht so gestimmt hat. Weil ich gern Hintergrund-Infos berichte, die nicht in der Rennzeitung stehen, hier noch etwas über die Erziehungsmethoden des Ehepaars Schiergen. Eine zuverlässige Quelle aus dem privaten Umfeld der Schiergens berichtete mir zu der Zeit, als die drei Schiergen-Jungs noch klein waren und die Eltern eine Schule für sie suchten, wie Peter und Gisela dabei Wert darauf legten, dass der Ausländer-Anteil nicht zu hoch sei. Niemals würde ich den Schiergens unterstellen, xenophob zu sein; es war vielmehr die elterliche Sorge, dem eigenen Nachwuchs die bestmögliche Erziehung angedeihen zu lassen. Auch ein engagierter AfD-Gegner wie ich muss leider zugeben, dass Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse das Lernniveau in der Klasse runterziehen.

    Eine kleine Überraschung in der Trainer-Statistik ist sicher der Platz 2 für Waldemar Hickst. Respekt für seine sportliche Leistung, aber beim Thema Hickst bin ich nicht neutral, weil er mal für den Kriegsverbrecher Ramsan Kadyrow trainiert hat. Natürlich darf sich jeder Unternehmer seine Kunden selbst aussuchen, aber es kann auch niemand gezwungen werden, eine solche Wahl gut zu finden.

    Was mich immer verblüfft, ist die Beständigkeit von Hannemann Blume. Nun Platz 16 – der Mann wird einfach nicht älter. Der Fairness halber muss man natürlich dazu sagen, dass er sein Blümchen an der Seite hat. Der Aufwand, den der Stall mit seiner Frankreich-Strategie fährt, bringt immer wieder Erfolge.

    Eher enttäuschend finde ich den Platz 18 von Marcel Weiß, sieggleich mit Mickey Figge, dem Spezialisten für junge Pferde. Richtig abgeschmiert ist dagegen sein Raffelberger Kollege Jean-Pierre Carvalho, was sich auch gleich im Pferdebestand bemerkbar macht.

    Was ich sehr überraschend finde, ist die Tatsache, dass Katja Gernreich sieggleich mit Sarah Steinberg abschneidet. Bei Karoly Kerekes hat mich gefreut, dass er sich auch als Trainer inzwischen auf zehn Siege und Platz 39 gesteigert hat. Ihn hatte ich einst einem Riemer Quartier als Stalljockey vorgeschlagen und nach dem grünen Licht sodann aus Ungarn geholt. Das Auffinden und Kontaktieren des jungen Reiters gestaltete sich damals ohne Kenntnisse der ungarischen Sprache am Telefon ziemlich schwierig. Es gab Leute, die hinterher naiv fragten, warum ich denn nicht Otto Gervai um Mithilfe gebeten hatte. Ganz einfach, weil die News dann eine halbe Stunde später im gesamten Riemer Mikrokosmos rumgegangen wäre. Und Racingman war als Schattenmann für sein diskretes Prozedere bekannt.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn Sie eins nicht sind, dann ist es diskret. Wie Sie in dieser ellenlangen Darstellung Ihrer subjektiven Meinung und Selbstbeweihräucherung
      bewiesen haben.

      Ich bin ein Quatschkopp,
      aber Sie sind ein Tratscher, der zu seinem Vorteil alles in die Welt pusaunt.

    • kassandro sagt:

      Meckpomms SPD-Ministerpäsidentin Manuela Schwesig schickte ihr Söhnchen sogar auf eine Privatschule, wo der Ausländeranteil noch viel niedriger als bei den Schiergen-Zöglingen sein wird:
      https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/manuela-schwesig-schickt-ihr-kind-auf-privatschule-a-1166267.html
      Im Gegensatz zu Frau Schwesig hat Peter Schiergen auch keinen Beitrag zur Ruinierung der Schulbildung geleistet. Das Abitur für alle hat enormen Schaden angerichtet. In der gegenwärtigen Bundesregierung kann ich keinen erkennen, der das Abitur in einem leistungorientierten Bildungssystem geschafft hätte. Solche verbildeten Gestalten von der Gestaltung unseres Landes fernzuhalten, ist eine der Aufgaben eines vernünftigen Bildungssystems sein. Statt des ewig dummen Geschwätzes von mehr Geld für die Bildung brauchen wir deshalb einen radikalen Kahlschlag, der die Zahl der Abiturienten auf 10% eines Jahrgangs und die Schulzeit auf 11 Jahre reduziert. Es ärgert mich noch heute, dass ich 13 Jahre in diesem schrottigen Schulsystem absitzen musste. Die Universitäten sollten auf Fächer mit Wertschätzung konzentriert werden. Das sind im wesentlichen die MINT-Fächer. Komplett abgeschafft gehören die Sozialwissenschaften. Das sind nicht nur durch und durch Antiwissenschaften, sondern sie erziehen regelrecht viele Menschen, die in einem vernünftigen Beruf durchaus auf ehrliche Weise gutes Geld verdienen, zu ideologischen Taugenichtsen, die dann als Politiker großen Schaden anrichten. Tatsächlich könnten aus diesen Leuten ohne diese Verbildung auch gute Poilitiker werden. Im gleichen Zug sollten handwerkliche Berufe deutlich aufgewertet werden.

      • kassandro sagt:

        Einen kleinen Bericht über meine Schulzeit habe ich auf Wikipedia hinterlassen:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Scheinfeld
        Nachdem das Gymnasium auf diese wenig schmeichelhafte Darstellung quasi eine Gegendarstellung veröffentlicht hat, werde ich irgendwann diesen Beitrag ergänzen und auch die Gegendarstellung verlinken.
        Schüler mit Migrationshintergrund gab es damals noch nicht, aber wir Schülerheimer waren ein guter Ersatz. Die Einheimischen warnten ihre Kinder eindringlich davor, sich mit uns verdorbenem Abschaum einzulassen, und im Gegensatz zu Racingman habe ich vollstes Veständnis, dass gute Eltern ihre Kinder von solchen Gesindel fernhalten möchten. Charakterlos finde ich dagegen das Verhalten des SPD-Blondis, das ihren Sohn um die Früchte ihrer ideologischen Niedertracht gebracht hat.

      • kassandro sagt:

        Hier noch ein lustiges Dolkument aus meiner Schulzeit:
        https://abload.de/browseGallery.php?gal=3lNdd4NA&img=verweise363.jpg
        Letztlich hat diese “dauernde Widersetzlichkeit” mir in mehrerlei Hinischt eine große Karriere gekostet. Sie hat mich aber auch vor großen Dummheiten wie z.B. der Impfung und der ganzen Pandemenz bewahrt. Naturwissenschaftliche Bildung reicht dazu nämlich nicht aus. So bin ich letztlich mit der Entwicklung der Dinge doch ziemloich zufrieden.

        • Theo Epping sagt:

          Wenn der Bauer nicht schwimmen kann,
          ist die Badehose schuld.

          Es sind immer die anderen Dummköpfe, wer denn sonst?, die unsere Fehlentscheidungen nicht verstehen können.

          Ich hoffe, Ihre dauernde Widersetzlichkeit hält auch noch an, wenn Ihr Imunsystem doch noch der dummen Pandemez oder irgendeier anderen Phantasterei unterliegt.

          Hals und Bein

        • Anilin sagt:

          Mir hat das Lesen Ihres Kommentar nur ein kurzes “Das sind sie also, die Retter Deutschlands.” gekostet.

          • Theo Epping sagt:

            Mir hat … gekostet

            Deutschland rettet sich schon selbst, seien Sie sicher.

            Mir reicht meine eigene völlig aus.

  14. Racingman sagt:

    Der einzige Vorteil, den ich dadurch habe, besteht darin, dass ich die schüchternen AfD-Jungs mit einem Schwall von Extrovertiertheit hier etwas ärgern kann… Und das ist die Sache wert!

    Theo, Sie haben doch im Weihnachts-Thread ihre persönliche Spielwiese, wo Sie mit Heinz den gepflegten Doppelpass spielen können. Was wollen Sie denn noch mehr zum Glücklichsein? Jeder Blücher Blogger hat zumindest eine Epping-freie Zone verdient!

  15. Racingman sagt:

    Die internationalen Geheimdienste haben alle ein unterschiedliches Motto. Ich mag jenes lateinisch/englische Motto des britischen MI6: „Semper Occultus – Always Secret“.
    Meine Kernkompetenz als Berater bestand in der effektiven Öffentlichkeitsarbeit, und das bedeutet, das Projekt des Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und nicht sich selbst.

    • Theo Epping sagt:

      Bestand – Vergangenheit – ist das Schlüsselwort, lieber Racingman.
      Hier präsentieren Sie sich eher als etwas Großspuriger – Sie stellen sich mit Geheimdiensten auf eine Stufe – Angeber und Herr Leher ich weis was Bubi.
      Plaudern privates aus, das Sie und niemand etwas angeht und Sie gar nicht wissen sollten. Diskret ist anders.

  16. Racingman sagt:

    Theo, Ihr Familienname lädt einfach magisch zu einem englischen Wortspiel ein. Ein Brite, der Ihnen persönlich nicht wohlgesonnen ist, würde umgangssprachlich vom „effing Epping“ sprechen, was so viel wie „verdammter Epping“ oder „scheiß Epping“ bedeutet. (Wahrscheinlich ist der Begriff eine höflichere Abwandlung des Wortes „fucking“.) Da ich erstens nett und zweitens kein Brite bin, bleibe ich aber beim „Epping“. Wenn Sie im Weihnachts-Thread die virtuelle Rentner-WG mit Un Coeur genießen und ich Sie dort in Ruhe lasse, und Sie mir dafür im Gegenzug hier nicht destruktiv ans Bein pinkeln, ist das doch eine Lösung ganz im Sinne von Herbergsvater Blücher. Wenn Sie sich dagegen hartnäckig wie der aggressive Rauhaardackel Theo ins Hosenbein des Fremden verbeißen, fühle ich mich an den jungen Manto erinnert. Manto hatte damals mit seinem Verhalten seinem Standing keinen Gefallen getan, denn selbst der Turffreund Frank „Lindi“ Lindner aus Schwanewede äußerte sich über Mantos Intellekt, und das will was heißen.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn man mir von relevanter Seite Fehlverhalten nachweist, nicht nur vorwirft, dann akzeptiere ich einen Verweis oder auch einen Rauswurf.
      Von einem Schwadronierer, der sich ertappt fühlt nicht.

      Es gibt nicht viele Menschen, die mich beleidigen können,
      Sie gehören ganz sicher nicht dazu.

      Wenn Sie sich hier im Blog, also öffentlich, äußern, dann werden Sie auch mit der Reaktionen darauf klar kommen müssen.
      Herr Racingman.

      In diesem Sinne

      Theo A. Epping

  17. Racingman sagt:

    KATAR IST NICHT ALLES

    Am kommenden Sonntag findet das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar statt. Endlich, und dann ist Gott sei Dank das Spektakel vorbei. Während der Golfstaat Katar mit riesigem finanziellem Aufwand Sportswashing betreibt, um sich international in positivem Licht darzustellen, platzte in Brüssel eine publizistische und juristische Bombe. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Katar EU-Politiker mittels Bestechung kaufen wollte. Da der Haftrichter schon mehrere Haftbefehle erlassen hat, kann dieser Verdacht nicht völlig an den Haaren herbeigezogen sein.

    Im Sportsektor fällt auf, wie unterschiedlich die Öffentlichkeit im Fußballsport und im Galopprennsport mit der Causa Katar umgehen. Der FC Bayern München steht intern bei den eigenen Fans seit Jahren wegen des Katar-Sponsorings in der Kritik. Bei allen Fans? Sicher nicht. Anfangs war es lediglich eine kleine akademische Elite, die dieses Thema aufgegriffen hatte. Die Mehrheit der FCB-Fans sind eher schlichte Gemüter, haben mit Politik wenig am Hut und wollen einfach Fußball sehen. Im Laufe der Zeit hatte die öffentliche Diskussion jedoch zur Folge, dass eine größere Zahl von Menschen auf dieses Problem aufmerksam wurde, und das wiederum hatte bei den TV-Einschaltquoten Auswirkungen. Wirtschaftlicher Druck ist am besten geeignet, um Veränderungen herbeizuführen.

    Man sollte die Diskussion dabei allerdings nicht ausschließlich auf Katar verengen, sondern allgemein führen. Ist es wirklich ethischer, wenn Bundesliga-Konkurrenten des FC Bayern ihr Wintertrainingslager in der Türkei aufschlagen? Über internationale Sportereignisse in Belarus, Russland und China hat es keine breite Welle der Empörung gegeben. Die deutschen Möglichkeiten, auf ein Land wie China Druck auszuüben, sind aber wohl ohnehin eher theoretischer Natur. Wenn die chinesische Regierung von den Teilnehmern des Blücher Blogs verlangen würde, dass diese durch einen brennenden Zirkusreifen springen sollen, dann müssten wir dieser „Bitte“ Folge leisten, weil sich Deutschland wirtschaftlich total von China abhängig gemacht hat. Da wird das Dilemma deutlich.

    Dass die Welt des Galopprennsports ein ganz eigenes Universum ist, zeigt sich immer wieder bei politischen Themen, egal ob es dabei um die Ukraine oder um Katar geht. Bei den deutschen Galoppern gab es keinerlei Unterstützung für die Ukraine, und das Thema Katar ist ein Nicht-Thema. Es interessiert schlicht niemanden. Die Turfpresse schon gar nicht. Wenn der Unternehmer Ralf Rohne ein Pferd in Istanbul an den Start bringt oder wenn der Unternehmer Henk Grewe in Dubai teilnimmt, sollte dies erlaubt sein und deren freie Entscheidung sein – meine persönliche Meinung. Wenn deutsche Unternehmen ausschließlich nur noch mit demokratisch regierten Staaten Business machen würden, wäre dies wahrscheinlich wirtschaftlich überhaupt nicht durchzuhalten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der deutsche Galopper-Dachverband zu Allem schweigt. Angenommen, eine deutsche Arbeitsreiterin würde in Dubai oder Katar vergewaltigt, warnen Fachleute der arabischen Halbinsel für so einen Fall dringend davor, dies bei der dortigen Polizei zur Anzeige zu bringen, denn dann würde die Frau vom Opfer zur Täterin gemacht, und ihre ohnehin schon schlimme Lage würde sich noch weiter verschlechtern. Barbarische Zustände.

    Irgendwo in den Aktenordnern im Keller muss ich noch eine Kopie des Arbeitsvertrages eines Jockey-Schützlings von mir aus Katar haben. Ich war damals allerdings nur unterstützend tätig geworden. In erster Linie kam die Verbindung zustande, weil ein französischer Trainer im Heimatland den Transfer mit einem französischen Kollegen in Katar klargemacht hatte. Ich fand den mehrjährigen Einsatz des Jockeys in der Wintersaison gut, und über die Menschenrechtslage in Katar wusste ich damals noch nichts. Das zeigt, wie nützlich und weiterbildend eine öffentliche Diskussion ist, selbst wenn sie nicht sofort eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse bewirken kann.

    • Theo Epping sagt:

      Ich hatte schon eine Antwort getippt aber dann musste ich wieder an meinen Schwiegervater denken ..

      …. und hol den Mull von Politik!!!

  18. Racingman sagt:

    Gerade in so schwierigen Zeiten sollte man auch mal auf die positiven Dinge hinweisen, um der frustrierten Bevölkerung Mut zu machen. Der demokratische Rechtsstaat hat sich wehrhaft gezeigt, sowohl bei den Reichsbürgern als auch bei Katar in Brüssel. Die informierten Investigativjournalisten haben bis zum Zugriff dichtgehalten; die Polizei hat wie immer in Deutschland um Punkt 6 Uhr zugegriffen; und die Justiz hat Haftbefehle in Gang gesetzt. Alles so, wie es sein sollte – jedenfalls für einen überzeugten Anhänger des deutschen Grundgesetzes wie mich. Und das, was noch nicht so perfekt funktioniert, wird weiter verbessert werden müssen.

    Wie etwa das EU-Lobbyingregister. Zu meiner Zeit gab es so etwas leider noch gar nicht. Mein Chef war als Abgeordneter des EU-Parlaments der wirtschaftspolitische Sprecher der großen christdemokratischen Fraktion und damit für Lobbyisten sehr interessant. Rechenschaft darüber ablegen musste er nicht. Heute ist es so, dass die EU-Parlamentarier belegen müssen, wo sie sich wann und mit wem und zu welchem Thema getroffen haben. Leider gilt dies nicht gegenüber Drittstaaten, und so konnten Länder wie Aserbaidschan oder Katar unter dem Radar segeln mit ihrem EU-Lobbying. Da wird man nachbessern müssen. Natürlich hätte man selbst mit einem erweiterten Lobbyingregister nicht verhindern können, dass da Säcke voller Bargeld verschoben werden.

    Die diversen Sportarten müssen akzeptieren, dass sie auf dem Planeten Erde leben und sich deshalb wohl oder übel der politischen Diskussion stellen. Auch im eigenen Interesse, denn oft genug will man ja etwas von der Politik. In Brüssel gibt es nur eine europäische Lobby-Organisation der Totalisatorbetreiber, nicht jedoch des Pferderennsports als solchem. Das erweckt den Eindruck, dass es beim Pferderennsport nur ums Zocken geht – für 90 % der Kunden ja aber leider zutreffend.

    • Theo Epping sagt:

      90% der Kunden, des Publikums sind Zoker.
      Sie haben doch nicht alle Latten am Zaun. Wenn das so wäre, sähen die Totoumsätze ganz anders aus und die Rennvereine würden Purzelbäume schlagen vor Vergnügen.

      • Racingman sagt:

        Doch, das ist leider so. Dafür gibt es viele Belege. Etwa, wenn die Dienstag-Ausgabe der Sport-Welt keine Rennvorschau enthielt. 90 % der Hefte gingen an den Verlag zurück; deshalb gibt es solche Ausgaben inzwischen nicht mehr am Kiosk zu kaufen, weil sie de facto unverkäuflich waren. Zweiter Beleg: Daniel Delius. Als Sport-Welt-Chefredakteur hat er mir das gesagt. Ich habe früher wegen meiner Insiderkenntnisse als Consultant für die Sport-Welt seitenlange Reportagen über Hintergrundthemen des Turfs geschrieben, und Delius hat mir erklärt, dass das nur für 10 % der Leser interessant sei, weil die anderen 90 % sich eben nur fürs Zocken interessieren. Die hätte stattdessen auch ein Nacktfoto von Sophia Thomalla nicht interessiert. Dritter Beleg: das Rennbahn-Publikum bei Stromausfall. Wenn früher in der Zeit ohne Mobiltelefone bei einem Renntag nach dem zweiten Rennen der Totalisator wegen einer Strompanne ausfiel, gingen 90 % der Leute nach Hause. Weltweites Phänomen, nicht nur Deutschland. Das ist der Grund, warum der Pferderennsport sich heute im Zeitalter der mannigfaltigen Zock-Alternativen so schwertut.

        • Theo Epping sagt:

          Ich glaube das so nicht, die Beweise, die Sie aufzählen sind einfach nicht stimmig. Alle jammern über mangeldes wetten auf den Bahnen und jetzt kommen Sie mit solchen Beweisen, ich bin vieleicht nicht der schlauste, dumm bin ichsicher nicht.

        • Racingman sagt:

          Immerhin liefere ich nachprüfbare Belege, während Sie nur Ihr subjektives Bauchgefühl anführen können. Der Herausgeber der Turfnachrichten, für die ich früher hauptsächlich schrieb, war der Dresdner Gunther Schulze, der einen Laden betrieb, in dem er auch die Sport-Welt verkaufte. Die Hefte der Dienstag-Ausgabe ohne Wettvorschau gingen fast immer alle zurück. Für den Verlag sind solche „Remittenten“ logistisch eine teuere Sache. Darum werden diejenigen Dienstag-Hefte der Sport-Welt, die keine Wettvorschau für den Mittwoch enthalten, inzwischen auch nicht mehr am Kiosk verkauft, weil sie einfach ein zu brutales Minusgeschäft für den Verlag sind. Machen Sie den Test mit Ihrem Groupie Martin: Falls Pferdewetten verboten wären, würde Martin im Zweifelsfall lieber die Apotheken-Umschau als die Sport-Welt lesen. (Natürlich würde es die Sport-Welt dann auch gar nicht mehr geben.)

          Es gibt in Deutschland und in Österreich Trabrennveranstltungen, die ohne Wetten stattfinden. In Niederbayern der C-Bahn-Zirkel im Zusammenhang mit den örtlichen Volksfesten. Die Leute gehen zum Volksfest und schauen zwischendurch mal eine Weile beim Trabrennen auf der Wiese nebenan zu. In Tirol gibt es im Winter eine Trabersaison auf verschneiten Wiesen, auf denen die Sulkies auf Kufen gleiten. Auf einigen dieser Rennplätze werden Wetten angeboten, auf anderen nicht. Nur eine kleine Zahl der Besucher wettet. In der Regel sind es Skitouristen und Einheimische, die zur Abwechslung mal eine Weile beim Rennen zuschauen. Diese Leute würden aber nicht zu passionierten Rennbahngehern werden.

          Traurig, aber wahr: Ohne Wetten wäre der Galopprennsport klinisch tot. Wer sich als Zuschauer für Fußball oder Tennis interessiert, begeistert sich in erster Linie für diesen Sport, und einige Leute wetten dann auch darauf, aber sie würden sich auch ohne Wetten für ihren Zuschauersport interessieren. Beim Pferderennsport ist das anders. Einen Bezug zum Sportkamerad Pferd habe nur die Wenigsten, es ist ihnen aber auch egal, weil es ohnehin vorrangig ums Wetten geht. Schauen Sie mal ins Hoofworldforum: Am Rande geht es da auch um die sportlichen Dinge des Pferderennsports, aber die irre hohen Klickzahlen betreffen die Diskussion über die verschiedenen V-Wetten und die diversen Tippgemeinschaften, um im In- und Ausland gemeinsam die großen Wettpools wie z. B. bei der „7Gewinnt“ anzugreifen.

          • martin sagt:

            das stimmt,demMARTIN ist das sog fachblatt SPORT-WELT zu schlecht geworden,nur für zocker ohne hintergrund des sportes ,und dafür viel zu teuer und viel zu fehlerhaft

        • Racingman sagt:

          Theo, was Sie ablenkt, ist Ihre gedankliche Fokussierung auf Großwetter. Es geht aber nicht um die Höhe der Einsätze, sondern um das Wetten an sich. Es gibt viele Gelegenheitsbesucher, die nur moderate Summen wetten, aber ohne Wetten wäre denen ein Rennbahnbesuch schlicht zu langweilig. Das ist die Crux.

          • Theo Epping sagt:

            Auch Ihre ellenlangen Erklärungen ändern meine Meinung nicht, dass es eine masslose Übertreibung ist, 90% der Rennbahnbesucher als Zocker zu betiteln und nichts anderes war mein Einwand.
            Ich habe keinen Zweifel, dass Sie mit der Sporwelt recht haben, dieses viel zu teure Blatt kauf man nicht, wenn man nur mal was zum schmöckern will, sondern wenn man sich über Starter und deren Formen, zum wetten, informieren will.
            Zocker sind viel und groß Wetter, die meisten Rennbahnbesucher sind aber nur Spaß- Wetter.

          • Racingman sagt:

            Mit Ihrem letzten Beitrag zeigen Sie, dass Sie mein Posting zuvor intellektuell nicht begriffen haben. Ich habe doch gar nicht bestritten, dass die Leute zum Spaß wetten. Nur: Gäbe es keine Wetten, wären die Leute nicht auf der Rennbahn. Ich erinnere mich noch an einen Pressebericht über einen Renntag in der Schweiz vor ungefähr zwanzig Jahren, in dem von einer Strompanne des Totalisators ca. nach dem zweiten Rennen berichtet wurde, die nicht repariert werden konnte. Der Renntag ging normal weiter, nur eben ohne Wetten. Der Großteil der Rennbahnbesucher ging jedoch schnurstracks nach Hause, und das, obwohl die Schweizer beileibe keine besonders aktiven Pferdewetter sind. Der Rennsport finanziert sich dort hauptsächlich über Sponsoring, aber in letzter Zeit auch durch die französischen PMU-Wetten.

          • Theo Epping sagt:

            Das Kompliment kann ich Ihnen zurückgeben,
            Sie haben meinen harmlosen Einwand, interlektuell, auch nicht verstanden.
            Ich habe lediglich gesagt, dass die überwiegende Mehrheit der Bahnbesucher nicht als Zocker, also viel Wetter, bezeichnet werden können / sollten.

  19. Racingman sagt:

    In Brüssel gibt es eine Lobby-Organisation, die sich für die Interessen der Lebewesen Pferd, Pony und Esel einsetzt. Mit dem Pferderennsport hat das aber nichts zu tun. Die Totalisator-Lobby konzentriert sich darauf, das Prinzip „Totalisator“ als Gegensatz zu den Buchmachern zu promoten. Diese Lobby hat rund zwei Dutzend Mitglieder, auch Wettstar aus Deutschland ist dabei. Es gibt unter den zwei Dutzend auch zahlreiche assoziierte Mitglieder aus fremden Erdteilen: Marokko, Südafrika, Singapur, USA, Hongkong. So können außereuropäische Totalisator-Betreiber Einfluss auf die EU-Politik nehmen. Das mag jeder beurteilen, wie er möchte.

    Die Totalisator-Lobby wird hauptsächlich von den Franzosen dominiert. Dass es die Totalisator-Lobby als Gegengewicht zu den Buchmachern gibt, finde ich richtig und notwendig. Daneben sollte es in Brüssel aber auch eine europäische Pferderennsport-Lobby allgemein geben. Es ist nun mal so, dass ein Großteil der für Deutschland geltenden Gesetze heute in Brüssel fabriziert werden, und da muss man anwesend sein. Aber auch in Berlin sollte der Turf durch einen Lobbyisten vertreten sein, um das Gras rechtzeitig wachsen zu hören.

  20. Racingman sagt:

    DR. JANINA MÜLLER ÜBER DEN TURF

    Im Jahre 2015 schrieb Janina Müller von der German Racing Next Generation (heute: Junger Galopp) ihre Dissertation an der Uni Göttingen zum Thema „Strategisches Management im deutschen Galopprennsport“. Daraus zitiere ich hier mal einige Passagen.

    „Fast die Hälfte aller Besucher gibt an, nur einmal im Jahr eine Galopprennveranstaltung zu besuchen. Nach eigenen Angaben kennt sich diese Gruppe gar nicht im Galopprennsport aus. Im Vergleich zu den anderen Gruppen, die häufiger Galopprennen anschauen, ist diese Gruppe im Durchschnitt jünger und gibt weniger Geld auf der Veranstaltung aus. Die Gruppen, die sechs oder oder mehr Renntage pro Jahr besuchen, haben vier bis fünfmal höhere Ausgaben für die Pferdewette als Gelegenheitsbesucher. Im Durchschnitt über alle Probanden ergeben sich pro Tag pro Besucher folgende Ausgaben: 17 Euro für Gastronomie, 35 Euro für Wetten und 72 Euro insgesamt (Gastronomie, Wetten, Übernachtung, Fahrtkosten, Einkäufe).“

  21. Racingman sagt:

    Janina Müller legt ihren Zeigefinger ganz tief in die Wunde des deutschen Turfs. Fast 50 % der Galopp-Kunden sind eigentlich gar keine echten Kunden… Vielleicht wollten die am Sonntag ganz wo anders hin, aber weil das Barbecue bei Sandro und Babsi kurzfristig abgesagt wurde, ist man dann quasi aus Versehen auf der Rennbahn gelandet. Janina Müller unterscheidet die Galopp-Klientel in 85 % Gelegenheitsbesucher (maximal fünf Rennbahnbesuche pro Jahr, wenig Ahnung und wenig Ausgaben) und nur 15 % echte Turffans. Der deutsche Rennsport hat also ein gigantisches Problem mit der Kundenbindung.

    • Theo Epping sagt:

      Das trieft doch alles nur auf den (Ihren) Rennzirkus zu und der ist mir, bekanntermassen, ziemlich wurscht.

      Sobald all die Mitesser und Selbstüberschätzer
      aussortiert sind, nach dem Gesundschrumpfen also, wird die Vollblutzucht und der Rennsport wieder von den Leuten betrieben, die wissen was sie tun und wollen.
      100 Züchter, die ihre Pferde gewinnen sehen wollen und nicht nur teuer verhökern, beingen mehr zuwege, als all diese …, denken Sie sich was aus.

      Nicht die fehlenden Zocker schaden dem Sport, sondern die vielen Windhunde.

  22. Racingman sagt:

    Na ja, dazu ist anzumerken: Im Zeitalter der Online-Wetten gehen viele Zocker doch gar nicht mehr auf die Rennbahn, sondern wetten vom Plüschsofa daheim aus. Der Essener Intensivzocker Netroyal aus dem Amelie-Forum war seit Jahren auf keiner Rennbahn mehr, lässt in der Grünen Saison aber keinen einzigen Renntag aus.

  23. Racingman sagt:

    Wenn ich Eigentümer des Deutschen Sportverlages wäre, würde ich den Martin und Kollegen mal zum Käffchen einladen und sie fragen: Was müsste in der Sport-Welt stehen, damit Sie das Blatt kaufen? Auf was könnten Sie gut verzichten? Was wäre für Sie der maximal akzeptable Preis? Muss es für Sie eine Papier-Ausgabe sein oder genügt auch ein reines Online-Produkt?

  24. Racingman sagt:

    Es war im Jahre 2013, da veröffentlichten zwei BWL-Studenten, Janina Müller und ein männlicher Kollege, unter Anleitung eines Professors eine vielbeachtete Studie zum deutschen Galopprennsport. DVR-Präsident Albrecht Woeste bedankte sich höflich für die hervorragenden Vorschläge, und dann passierte – nichts. Wenn ich an Woestes Stelle gewesen wäre, hätte ich aber auch wirklich alles getan, um die beiden vielversprechenden jungen Leute beruflich an den Galopprennsport zu binden. Das geschah aber nicht, weil man dort in alter Tradition lieber auf die ewig recycelten Vereinsmeier setzte – ich nenne sie die „Generation Gudert“. Janina Müller arbeitete dann als Berufsschullehrerin in Hildesheim und der junge Mann für eine Firma der Familie Lafrentz in Berlin – was für eine Verschwendung von rennsportlichem Talent! Wenn man den deutschen Turf einmal richtig auf Links drehen will, wird dies nur mit unverbrauchten jungen Leuten gelingen, die noch nicht von der Turf-Nomenklatura gebrainwashed sind. Positiv ist allerdings der Trend in den letzten Jahren, jetzt doch langsam frisches Blut durch branchenfremde Kräfte heranzuführen: Sportmanager in Köln und Berlin, Diplom-Kauffrauen in Baden-Baden und Düsseldorf.

    • Theo Epping sagt:

      Alles Pustekuchen!

      Kein (Renn) Sport kann vom Publikum und durch Wetter finaziert werden. Keiner!

      Ohne finanzstarke und willige Investoren, in unserem Fall also
      Züchter und

      Rennstall- Besitzer und keine
      Rossteuscher,

      geht einfach gar nichts.

      Ihre branchenfremden Rennsport Talente, gehen nicht in selbigen, wenn sie wirklich ihr Fach beherrschen.

  25. Racingman sagt:

    Pferdewirt ist eine ehrenwerte Tätigkeit, für die sich niemand schämen muss. Ein Problem wird es nur dann, wenn sich ein Pferdewirt zu Dingen äußert, von denen er ersichtlich null Ahnung hat. Und das ist bei Ihnen der Fall, wenn es um die Finanzierungsgrundlagen für die Herstellung des Produkts „Rennveranstaltung“ geht. Fragen Sie einen x-beliebigen Geschäftsführer eines Rennvereins, und der wird Ihnen bestätigen, was die Finanzierungsgrundlagen einer Rennveranstaltung sind:
    * Eintrittsgelder
    * Wetteinnahmen
    * Rennsponsoring
    * Drittveranstaltungen
    * und noch einiges mehr

    Die Beiträge der Züchter und Besitzer sind unverzichtbar, aber sie finanzieren als Lieferanten ein Vorprodukt, nämlich die Ware Rennpferd. Zu einer Rennveranstaltung tragen die Besitzer lediglich über die Nenngelder etwas bei. Wenn man eintausend Rennpferde in den Boxen stehen hat, ist damit noch keine einzige Rennveranstaltung finanziert. Wer diese kaufmännischen Basics nicht kapiert, ist ein hoffnungsloser Fall. Leider gibt es davon im deutschen Turf ziemlich viele, aber darum steht der Turf ja auch da, wo er steht.

  26. Racingman sagt:

    „Die Mitgliederstruktur der Rennvereine ist etwas überaltert“, schreibt Janina Müller in ihrer Dissertation. Das ist charmant formuliert. Das noch viel größere Problem ist aber die fehlende fachliche Qualifikation. Klassischer Besitzer-strukturierter Turf eben – wer ein Pferd besitzt, gilt als kompetent beim Sportmanagement, und wer zwanzig Pferde besitzt, gilt als sehr kompetent. Ein Vollblut-Unternehmer wie der Trigema-Grupp hätte einen Helmut von Finck jedoch höchstens als Pförtner beschäftigt. Clubs der Fußball-Bundesliga haben schon längst reagiert und den Profibetrieb in eigene Kapitalgesellschaften ausgelagert, weil sie das Wirtschaftsunternehmen „Bundesligaclub“ nicht in der Mitgliederversammlung von besoffenen Proleten und eumeligen altern Knackern gemanaged haben wollen. Der Pferderennsport hinkt dem Fußball noch meilenweit hinterher. Das Fazit von Janina Müller im Jahre 2015: „Das klassische Konzept der großen aktiv mitwirkenden Mitgliedervereine kann grundsätzlich hinsichtlich seiner Zukunftsfähigkeit in Frage gestellt werden, wirft es doch zum Thema ‘Führungskräfte in Vereinen’ weitere Probleme auf.“

    Die Galopprennbahnen Baden-Baden und Berlin haben die Zweiteilung in Verein und Kapitalgesellschaft inzwischen schon vollzogen.

    • Theo Epping sagt:

      Sie sind ein Zahlen Jongleur, den schon so mancher Ball runtergefallen ist.
      Irgend etwas kann jeder aber Sie sind garantiert nicht der Retter des irgendwas.
      Sie wollen nur glänzen, ohne eine Oberfläche zu haben, deshalb glitzert es nich einmal.
      Solange wir hier keine Scheichs oder milliatden schwere Asiaten haben, klappt Ihre Chose in Deutschland nicht.
      Und wenn sie sich auf den Kopf stellen.

  27. Racingman sagt:

    In Ihrer Dissertation hat Janina Müller auch ein Kapitel über die Wertschöpfungsentstehungsrechnung eines Jährlings. Ich als züchterischer Laie muss das nicht kennen, aber wenn Sie, Theo, mehr als nur ein Stallmann sein wollen, sollten Sie darüber schon Bescheid wissen. Wie würden Sie prozentual die einzelnen Kostenanteile ansetzen:
    a) Personalkosten
    b) Decktaxe, Transport
    c) Futtermittel, Weide, Stroh
    d) gesundheitliche Versorgung
    e) sonstige fixe Kosten
    f) sonstige variable Kosten
    (wobei Janina Müller natürlich darauf hinweist, dass insbesondere die Höhe der Decktaxe extrem schwanken kann)

  28. Racingman sagt:

    DRAMA AM NIEDERRHEIN

    Nein, keine Angst, Ihr treuer Berichterstatter reportiert hier nicht über irgendwelche Exzesse des auf Krawall gebürsteten T. Epping. Es geht vielmehr um den Trabersport am Niederrhein. Die niederrheinischen Fans verdrücken mehr als nur eine Träne, gibt es doch gleich verschiedene traurige Nachrichten zu registrieren.

    Am Silvestertag wird die Rennbahn Dinslaken ihre letzte Rennveranstaltung durchführen, dann ist Schluss für immer. Es sollen Wohnhäuser auf dem Gelände gebaut werden. Ganz so weit ist man in Mönchengladbach noch nicht. Dort erhebt der Nachbar Flughafen Anspruch auf das Hippodrom, doch bis die Traber das Areal räumen müssen, wird noch etwas Zeit vergehen.

    Der aktuelle Aufreger betrifft die kleine Piste in Bedburg-Hau; eigentlich handelt es sich dabei um die private Trainierbahn des Trabertrainers Uwe Zevens. Der umtriebige Zevens hat es geschafft, einmal pro Jahr einen Renntag an einem Sonntag im September zu veranstalten, der vom Publikum sehr gut angenommen wird. Für die Rennsaison 2023 hat er es sogar geschafft, ein mit sagenhaften 50.000 Euro dotiertes Zuchtrennen auszuschreiben. Und das auf einer C-Bahn, Respekt! Die Trabergemeinde ist komplett baff ob dieser fantastischen Leistung.

    Der deutsche Trabrennsport wäre aber nicht der deutsche Trabrennsport, wenn es dadurch nicht neue Probleme geben würde. Die deutschen Traber brauchen nämlich keine Feinde, denn man hat genug „Parteifreunde“ im eigenen Lager. Im vorliegenden Fall die Verbandsspitze des Traber-Dachverbandes HVT in Berlin. Dort ist der Eigentümer der Rennbahn Berlin-Mariendorf als Vize beim HVT tätig, und dem stank es gewaltig, dass da so ein kleiner Popelverein vom Niederrhein seiner tollen Hauptstadtrennbahn Konkurrenz machen wollte. Mariendorf wollte nämlich ebenfalls den besagten Sonntagrenntag im September haben, und das ohne Konkurrenz in Deutschland. Bei der Sitzung der Rennveranstalter, auf der die Renntermine für 2023 vergeben wurden, war die C-Bahn gar nicht vertreten; ohne deren Wissen wurde ihr Renntag einfach vom Sonntag auf den Samstag vorgezogen. Par ordre de Mufti! Der Macher Zevens war mit dieser Lösung natürlich keineswegs einverstanden, doch auf seine Rückfragen in Berlin bekam er keine Antwort. „Dröhnendes Schweigen aus der Hauptstadt“, kommentierte Uwe Zevens lakonisch. Vielleicht zeigt diese besinnliche Geschichte den Vertretern des deutschen Galopprennsports, dass die Devise lautet „schlimmer geht immer“.

  29. Racingman sagt:

    PARIS: DIE RENNBAHNEN DER ZUKUNFT

    Weil Janina Müller die Eventisierung auf den Rennbahnen beschrieb, will ich auch darauf hier eingehen. Es ist schon lange mein Credo, dass deutsche Rennbahnen den oft defizitären Rennbetrieb durch branchenfremde Aktivitäten quersubventionieren müssen. Die drei Pariser Rennbahnen Longchamp, Auteuil, und Saint Cloud von France Galop sind da schon etwas weiter. Ihre Bilanz der Drittveranstaltungen für das Jahr 2022 fällt durchaus ermutigend aus, denn es gab enorme Zuwächse gegenüber der Vor-Corona-Zeit.

    Insgesamt gab es auf den drei Rennbahnen in diesem Jahr 490 Non-Turf-Events (sowohl an Renntagen als auch außerhalb), wobei die Verteilung so aussieht: Longchamp 278; Auteuil 108; Saint-Cloud 104. Es wird deutlich, dass der Löwenanteil auf die für sehr teures Geld renovierte Prachtbahn entfällt. Immerhin hat sich dann das Investment wenigstens gelohnt. Insgesamt konnte France Galop eine halbe Million Menschen bei diesen Events begrüßen, die schwerpunktmäßig in den schönen Monaten Mai/Juni/Juli stattfanden. Zum Beispiel gab es ein Konzert der Rolling Stones und das Lollapalooza-Festival, das auch schon in Hoppegarten zu Gast war. Produktpräsentationen, Mitarbeiter-Events, Seminare, Kongresse und Abendveranstaltungen, auch mal eine Garden Party mit Film, waren dabei.

    Große und kleinere Unternehmen waren unter den Kunden: Alain Afflelou (der französische Fielmann); die Großbank Société Générale; Lacoste; Longines; Mercedes-Benz; Amazon; Sony; EY (einer der Big Four der Wirtschaftsprüfer); usw. Der Reiz für diese Kunden besteht darin, dass die Rennbahn als Event Location eben kein 08/15 Platz ist, und das macht das Erlebnis für die Eingeladenen dann sexy.

    • Theo Epping sagt:

      Ihr einziger Fan ist wohl gerade nicht am Platz, lieber Racingman.
      Wird wohl schon zu Tisch sein.
      Da hoffen wir doch, dass er heute Nachmittag nicht aushäusig ist.

      • Racingman sagt:

        Ich soll einen Fan im Blücher Blog haben? Das würde mir aber echt die Sorgenfalten auf die Stirn treiben…

        Der Stalker Theo merkt nicht, wie ich ihn hier vor mir her treibe. Ich halte ihm mit einem thematischen Beitrag das Stöckchen hin, und er springt artig drüber. Wenn jeder thematische Beitrag von Racingman von einem Stänkerposting von T. Epping gefolgt wird, erkennt der geneigte Leser am besten, wes Geistes Kind der Theodor ist. Und Letzterer darf sich schon auf ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk von mir freuen. Ich muss nur noch das Geschenkpapier kaufen!

  30. Racingman sagt:

    KANN EPPING DEN LINDENHOF RETTEN?

    Weil bald Weihnachten ist und ich in Geberlaune bin, kommt hier mein Weihnachtsgeschenk für T. Epping. Er glaubt ja von sich selbst, das Zeug zu einer leitenden Funktion im Gestüt zu haben, doch bisher blieb er den Beweis schuldig. Hier nun ein Thema aus seiner Branche, der Vollblutzucht, in der er bis vor rund dreißig Jahren tätig war. Was er seitdem in den letzten drei Jahrzehnten getrieben hat, weiß man nicht. Vielleicht hat er ja noch verborgene Talente.

    Wenn ich an den Titel für Deutschlands erfolglosestes Vollblutgestüt denke, fällt mir automatisch das Gestüt Lindenhof am Hamburger Stadtrand ein. Das Gestüt ist bereits seit dreißig Jahren am Markt, aber ging auch mal ein gutes Pferd aus dieser Zuchtstätte hervor? Man hatte einst einen Sieger im Ungarischen Derby, ja, aber gab es auch mal einen Blacktype-Sieger? Wer das weiß, möge vortreten.

    (Fortsetzung folgt)

    • kassandro sagt:

      Blamieren geht vor Informieren, lieber Racingman. Schauen sie sich Mal die Top 100 der deutschen Züchter an:
      https://www.deutscher-galopp.de/gr/renntage/ranglisten/top-zuechter.php
      Der Lindenhof steht mit einer Siegquote von fast 19% an 26. Stelle vor solch renommierten Züchtern wie Gestüt Ammerland, Stall Ullmann, Gestüt Ravensberg, Rennstall Wöhler, Gestüt Höny-Hof, Gestüt Idee, …. Mit dem Last Action Hero hatte Linde auch schon einen Listensieger. Von Kostolyanis berühmten 4 Gs Geld, Glück, Geduld und Gedanken hapert es beim Lindenhof etwas an den ersten beiden, aber in der Vollblutzucht ist bekanntlich allesmöglich. An Linde bewundere ich seine unglaubliche Umtriebigkeit. Der ist 1,5 Jahre älter als ich und hat lange nicht meine Fitness, aber was er macht, würde ich mir nicht Mal annähernd zumuten. Irgendwann wird es ihn einfach umhauen. So nebenbei schmeißt er noch das Derby-Meeting. Da gab es ja heuer die große Blamage mit den falsch gesteckten Rails. Da sahen dann einige Intriganten, wahrscheinlich angeführt von unserem Humbugtus, ihre Chance den großen Macher des HRC zu stürzen, aber der Abwahlantrag scheiterte, weil kein anderer den Laden schmeißen kann. Dass dort nicht alles optimal läuft, ist auch klar, sonst würde ich dort noch als akkreditierter Photograph tätig sein.

      • Theo Epping sagt:

        Da ist wohl jemand über sein eigenes Stöckchen gestrauchelt.

        Viele Wege führen nach Rom.
        Gestüt Wittekindshof galt auch die ersten zei Jahrzehnte als nicht salonfähig, bis ab Mitte der 90er Jahre kein Weg mehr daran vorbei führte. Die Decktaxen waren vergleichsweise sehr bescheiden. In dem Fall aber nicht weil man nicht konnte, sondern weil Herr Miebach seinen eigenen Weg ging.
        Nach dem Motto, es dauert etwas länger, dafür ist es dann, hoffentlich, nachhaltiger.

  31. Un Coeur B sagt:

    Derjenige darf sich glücklich schätzen, welcher Hrn. Racingman zum Berater hat.

  32. Un Coeur B sagt:

    Kommissar

    bla bla bla

    • Theo Epping sagt:

      Da kann ich eigentlich nicht viel hinzufügen, ausser vieleicht …

      wenn man bla umdreht wird Alb daraus und Alben sind nordische, mythologische Wesen.
      Sie sind die dunkle Seite der Elfen, oder Elben.

      Hat irgendwie was freurdsches an sich.

  33. Racingman sagt:

    (Teil 2 Lindenhof-Serie)

    Wenn ich an Misserfolg in der Vollblutzucht denke, assoziiere ich damit ganz unwillkürlich Lindenhof. Schauen wir uns die Lindenhofer Ergebnisse bei der Auktion während des Sales & Racing Festivals an. Insgesamt zwölf eigene Jährlinge hatte das hanseatische Gestüt im Katalog angemeldet. Davon wurde zurückgezogen: einer (Waldfürst). Neun Jährlinge wurden zurückgekauft: Nightdance Ocean (€ 9.000); Qurita (1.500); Influencer (2.500); Fayna (3.000); N.N. (3.500); Nietzsche (4.500); Süper (1.000); Immanuel Kant (13.000); Leibniz (3.500).

    Tatsächlich verkauft wurden von dem Lindenhofer Dutzend lediglich zwei Pferde zu Kleinstpreisen: Big Jazz (3.500) und Friday Morning (3.500). Was soll man zu dieser deprimierenden Bilanz noch sagen? Lindenhof greift kopfstark an, aber es gibt offenbar keinen Markt für solche Vollblüter. Unter diesen Voraussetzungen macht der Betrieb eines Verkaufsgestütes einfach keinen Sinn. In einem späteren Beitrag dieser Serie werden wir noch sehen, was der Ursprung der Lindenhofer Philosophie war.

    (Fortsetzung folgt)

  34. Racingman sagt:

    (Teil 3 Lindenhof-Serie)

    In der Wirtschaft sind Assessment Center üblich, um das Potenzial eines Bewerbers abzuchecken, gern auch mit einer Fallstudie, um den Praxisbezug herzustellen. Diese Lindenhof-Fallstudie soll eine Art nachträgliche Eignungsprüfung für T. Epping sein. Hätte er das Zeug für eine leitende Stellung im Gestüt gehabt? Dafür ist konzeptionelles Denken gefragt. Nach meiner Überzeugung würde kein Gestütsbetreiber, der im Blücher Blog mitläse, einem T. Epping konzeptionelles Denken attestieren. Also muss der jetzt endlich mal liefern.

    Doch was macht der Kandidat oben vor diesem Posting? Sobald der Druck auch nur minimal wächst, stellt er seine mangelnde Resilienz (mentale Belastbarkeit) zur Schau und pöbelt rum. Wie sollte so jemand Untergebene im Gestüt führen können? Von mir gibt’s dafür ein Minuszeichen auf dem Prüfungsbogen.

    Noch weiter oben in diesem Thread empfiehlt der gemütliche T. Epping, Linde solle einfach mal Geduld haben. Wie lange denn noch, nach dreißig Jahren, und wie lange reicht überhaupt das Geld noch? Von einer potenziellen Führungskraft muss man erwarten können, dass er/sie auch unbequeme Wahrheiten ausspricht und nicht nur rumschleimt, um den eigenen Hintern zu retten. Der Vergleich mit Wittekindshof hinkt sicher, weil Herr Miebach finanziell in einer anderen Straße wohnt und weil der ja tatsächlich auf den früheren Misserfolg reagiert hat. Mit dem neuen Gestütsleiter Karl Jörg stellte sich dort sukzessive der Erfolg ein.

    Lindenhof braucht keine falschen Fuffziger, die ihm Honig ums Maul schmieren, sondern echte Freunde, die ihm die unbequeme Wahrheit sagen. Ansonsten wird Micky Beisenherz irgendwann witzeln, dass die Lindenhofer die Puma-Panzer des deutschen Turfs seien. Apropos, noch eine Exklusivnachricht: Die Bundeswehr bestellt ihre Panzer jetzt bei Adidas!

    Wenn ein Gestüt notorisch unbefriedigend abschneidet, sollte man eigentlich annehmen, dass ein Züchter seine Strategie mal überdenkt und nicht einfach so weitermacht. Eine Lösung, die für das große Gestüt Röttgen zielführend wäre, muss es aber nicht notwendigerweise auch für Lindenhof sein. Mit anderen Worten: Topf und Deckel müssen zueinander passen. Wenn man dies herausfinden will, muss man sich zunächst die Frage stellen: Wer ist eigentlich dieser Volker Linde, der Gestütsherr? Vorab muss ich einräumen, dass ich alles andere als ein Linde-Fan bin (aus weltanschaulichen Gründen). Gerade deswegen gebietet es aber die Fairness, auch seine Leistungen zu würdigen.

    Der „kleine Volker aus der Vorstadt“ muss beizeiten den Drang gehabt haben, mit bescheidenen Mitteln große Ergebnisse zu bewirken. Als Teenager absolvierte Volker Linde zunächst eine Lehre als Bankkaufmann. Schon bald muss ihm dabei klar geworden sein, dass er nicht für den Rest seines Daseins hinter Schalter 3 der Sparkasse Posemuckel versauern wollte. Da er jedoch ein Mensch mit viel Eigeninitiative ist, stand die aufregende Phase seines Lebens erst noch bevor.

    (Fortsetzung folgt)

    • Theo Epping sagt:

      Schmierfinck

      • Theo Epping sagt:

        Es wird immer viel mit Zahlen jongliert, es werden Tabellen und Statistiken erstellt.
        Ja es stimmt, seit Jahrzehnten gehen die Kopfzahlen zurück.
        Weniger Mutterstuten – weniger Fohlen – weniger Deckhengste – weniger Rennpferde.
        Die Zahlen sind in den letzten 50 Jahren um 2 Drittel geschrupft. Bei den Rennpferden etwas weniger, weil viel und billig im Ausland zugekauft wird. Den Part spielten früher die Kleinen, heute überflüssigen Basiszüchter.

        Die Zahlen sind, leider, unbestritten richtig, keine Frage, was die aber nicht sagen ist, an welchem Ende werden die Federn gelassen.
        An der Spitze ist kein Mangel, an der kleinen deutschen Zucht gemessen, sonst würde es nicht so viele, lohnende Auslandsverkäufe geben.
        Die Arc-Sieger sind ja auch nicht vom Himmel gefallen.

        Nich die großen Erfolgsställe und Gestüte reduzieren und geben auf, es sind die Kleinen, denen es an den Kragen geht und daran krankt das ganze Spetakel Rennsport.

        Kleinvieh macht auch Mist und aus diesem Mist schöpft die Elite ihre Kraft.

        Wenn ich von Gesundschrumpfen schreibe, meine ich nicht die Pferde, sondern all die Möchtegern’s und Beutelschneider die das schnelle Geld und/oder ihren Nervenkitzel wollen und nur Unheil stiften und meist ernüchtert, wenn sie Glück haben, wieder veschwinden.

        Auch Quallität benötigt eine Grundlage… und die wurde verantwortungslos zugrunde gerichtet.

        Weil, wie gerade ausführlich dagelegt wird, kein

        GESCHÄFTSbedarf besteht.

  35. Racingman sagt:

    (Teil 4 Lindenhof-Serie)

    Was waren Volkers Vorlieben? 1 PS und Multi-PS. Also nahm er sich vor, Autohändler zu werden und setzte das bereits in jungen Jahren um. Mit seiner klaren Agenda und der Fokussierung auf ein Ziel erscheint er mir als eine Art Gegenentwurf zu seinem früheren Forums-Kontrahenten Hubertus Joachim Schmelz, mit dem er so manchen Strauß ausfocht. Linde ist auch kein Reichsbedenkenträger Epping, der immer zehn Gründe findet, warum ein mögliches Vorhaben nicht in Frage kommt. Für den Macher Linde heißt die Devise wohl eher: „Scheiß der Hund auf’s Feuerzeug, ich zieh das jetzt einfach durch.“

    Linde wollte dabei nicht bloß ein kleiner 08/15 Autohöker sein, sondern das große Rad drehen. Seine Geschäftsidee war, preiswerte Re-Import-Neuwagen aus dem Ausland in Deutschland wesentlich billiger als die Vertragshändler der Automobilfabriken anzubieten und damit den Wettbewerb beim Preis zu schlagen. Um bis zu einem Drittel unter dem Listenpreis der Autobauer sogar. Den 25.000 Vertragshändlern stand in den 1990er Jahren eine Armada von eintausend so genannten Graumarkthändlern gegenüber, wobei die Vertragshändler wenig respektvoll von der „grauen Seuche“ sprachen. Wenig förderlich für das Image der Graumarkthändler war auch, dass sich in ihren Reihen einige schwarze Schafe tummelten, aber das überrascht nicht in einer Branche, wo man schnell fette Rendite einfahren kann. Mit den Gerichtsklagen und Abmahnungen der Automobilbauer und Vertragshändler, die Volker Linde erhielt, könnte er sein Wohnzimmer tapezieren.

    Ein Problem waren dabei die europäischen Wettbewerbsregeln. Weil Linde gern legal handeln wollte, versuchte er alles, um die EU-Kommission in Brüssel von seinem Geschäftsmodell zu überzeugen. Nicht nur ich war damals für eine Unternehmensberatung in der EU-Kommission tätig, auch Volker Linde war dort schon (fast) zu Hause. Angeblich zwanzig Mal soll er in Brüssel gewesen sein, um für sein Re-Import-Geschäftsmodell Lobbying zu betreiben. Man sieht: Linde kann auch extrem hartnäckig sein.

    (Fortsetzung folgt)

  36. Racingman sagt:

    (Teil 5 Lindenhof-Serie)

    Zur Jahrtausendwende besaß ich auch einmal einen Re-Import-Neuwagen. Der war zwar preislich ein Schnäppchen, doch bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Lkw erwies es sich als unvorteilhaft, dass der Wagen über keinen Airbag verfügte.

    In dieser Lindenhof-Serie beleuchte ich die Person Volker Linde in- und außerhalb des Pferdesports, um dem Testkandidaten Epping ein möglichst rundes Bild zu verschaffen, so dass er passgenaue Vorstellungen für die Rettung des Lindenhofs entwickeln kann.

    Volker Linde hatte mit seinen Re-Import-Fahrzeugen jedenfalls einen guten Verkaufserfolg. Die Margen pro Fahrzeug waren dabei zwar nicht wie bei einem Rolls-Royce, denn Linde bediente den „Schweinemarkt“, also das Massengeschäft. Dafür brauchte er aber keinen sauteuren Showroom am exklusiven Jungfernstieg in der Hamburger Innenstadt, sondern er hatte seine Firma am Rande der Metropole an einer ehemaligen Zapfsäule in deren unprätentiösem kleinen Kabuff.

    Der Vorstadt-Linde hatte den deutschen Automarkt also erfolgreich aufgemischt. Es gefiel den Großkopferten der Kfz-Branche natürlich gar nicht, dass irgendwelche Hinterhofhöker ihnen die Marktanteile klauten. Als es auf Lindes Autohof brannte (ich glaube, nicht nur einmal), stellte man sich die Frage, wer das wohl gewesen sein könnte. Der kleine Volker gegen die Kfz-Mafia – aus dem Stoff könnte ein Regisseur wie Oliver Stone sicher einen soliden Hollywoodfilm draus basteln. Inzwischen soll die Firma in einem abgelegenen Kaff im bergigen Nordhessen ansässig sein.

    (Fortsetzung folgt)

    • Theo Epping sagt:

      Auch auf die Gefahr hin, dass Racingman’s Beschäftigungs Therapeut jetzt stinksauer auf mich wird.
      Den Lindenhof und Herrn Linde muß keiner retten und schon gar kein Racingman oder Ich.
      Würde der selbsternannte Prüfer auch mal zuhören was andere sagen und sich nicht nur mit sich selber beschäftigen … das hört sich jetzt, egal.

      Der Lindenhof macht genau das, worauf ich noch gestern hingewiesen habe, er kümmert sich um die sehr schmal gewordene Basis, auf die, die Elite aufbaut. Sollche Betriebe gab es früher einige: Alpen – Weyershof – Feldmann – Boyenstein u.s.w. und alle hatten mindestens einen Hengst.

      Ich kann Herrn Linde nur meinen Dank und meine Hochachtung aussprechen!

      Ein Mann der über Jahrzehnte so einen Betrieb unterhällt, kann ja wohl nicht dumm sein. Der weis dann auch, dass er, wenn er nur mit 3 – 4 Stuten, in einem Pansionsgestüt, züchtet, auch in der Blacketype Liga mitspielen würde/könnte.
      Tut er nicht, will er nicht, er will auf eigenem Grund und Boden und nach seinem Willen und Können arbeiten und nicht Fremder für seine eigenen Pferde sein.
      Für solche Menschen ist ein Ausgleich 2 Sieg in Hamburg ein größerer Erfolg, als das Derby für so manch anderen.

      Wir brauchen viel mehr solcher Leute, Schmierfinken und Großschwätzer haben wir genug.

      Die großen Rennsport-Nationen haben ihre National Hunt Gestüte und ihre Dumper Rennen, sowas hatten Wir hier in Deutschland früher auch und da stimmten auch die Pferdebeständ noch, die Stuten und Hengste die heute fehlen, sind genau diese zweit und drittklassigen.

      Ein Gestütsmeister sagte mal zu mir:
      Du wirst es nicht glauben, aber wir haben ein Luxus Problem, wir haben kaum eine Stute unter 90 kg.

  37. Racingman sagt:

    (Teil 6 Lindenhof-Serie)

    Volker Lindes Philosophie beim Automobilhandel und in der Vollblutzucht würde ich so zusammenfassen: Wie kann man mit kleinen Bordmitteln bei den großen Jungs mitspielen?

    Bei den Multi-PS hat seine Masche funktioniert, aber bei den 1 PS ganz offenbar nicht, denn die noble Turfbranche hat doch ziemlich anspruchsvolle Voraussetzungen. Um wirklich erfolgreiche Vollblüter zu züchten, braucht man jede Menge Geld, und noch einiges mehr, nämlich eine passende Infrastruktur. Auf der Streuobstwiese hinterm Wohnhaus kann man keine Blacktype-Sieger züchten. Die harte ökonomische Realität lautet: Lindenhof ist ein Verkaufsgestüt, das seine Massenware am Markt nicht los wird (jedenfalls nicht zu akzeptablen Preisen), weil keiner sie will – siehe die letzte Auktion. Ein derartiges Phänomen zu ignorieren, ist in meinen Augen kein Zeichen von Intelligenz seitens des Züchters. Eher von Beratungsresistenz, aber vermutlich nimmt Volker Linde gar keine Beratung in Anspruch. (Nur zur Sicherheit der wiederholte Hinweis: Die Vollblutzucht war beruflich nie ein Thema für mich.) Wenn ich das Niveau von Volker Lindes Beiträgen im Amelie-Forum als Maßstab nehme, ist meine Einschätzung, dass er weder dumm noch intelligent ist, sondern ein klassischer Normalverbraucher.

    Die Lindenhof-Fallstudie dient nicht zum Test für einen Stallmann, sondern für eine leitende Stellung im Gestüt. Der Unterschied ist der: Ein Stallmann macht das, was man ihm aufträgt, aber kümmert sich nicht darum, wo das Geld im Gestüt herkommt. Ein leitender Angestellter (Gestütsmeister und erst recht der Gestütsleiter) dagegen braucht auch eine kaufmännische Denkweise, denn irgendwie muss ein Gestüt ja finanziert werden. Diese Eigenschaft lässt der Kandidat Epping aber überhaupt nicht erkennen. Mit nostalgischer Sozialromantik allein kann man kein Gestüt managen. Wenn Volker Linde so weitermacht wie bisher, wird es ihn früher oder später aus dem Markt spülen. Wie so viele vor ihm.

    Der Kandidat Epping hätte sich auch Gedanken machen sollen über die Frage, was mit den unverkauften Jährlingen geschehen soll. Vom Lindenhofer Dutzend wurden in Iffezheim zwei mit deutlichem Verlust verkauft. Was aber mit den anderen Zehn? Ein oder zwei wird man in den Lindenhofer Farben bei einem Billigtrainer unterbringen können, doch der Rest…? Den wird man quasi verramschen müssen.

    Ein typisches Problem scheint mir jenes zu sein, das Volker Linde mit vielen Rennsportlern ohne Abitur und akademischem Abschluss gemein hat: der Drang, durch die Vollblüter den gesellschaftlichen Aufstieg schaffen zu wollen. Als Vorstandsmitglied des Hamburger Renn-Clubs hat sich Linde vom Beisitzer zum Vize hochgedient, weil einige Kollegen abdankten. Im VIP-Zelt neben dem großen Darboven (ebenfalls ohne akademische Bildung) sitzen zu können, muss für ihn wie ein gesellschaftlicher Ritterschlag sein. Das Startmaschinen-Fiasko beim Deutschen Derby verstärkt jedoch meinen Eindruck, dass es beim Turfmanager Linde nicht für die Bundesliga reicht. Dass der Hamburger Renn-Club dennoch auf ihn angewiesen zu sein scheint, macht das ganze Drama dieses Derbyveranstalters deutlich. Das Deutsche Derby gehört nicht zu den Amateuren in Hamburg, sondern nach Berlin, und der Turfstandort Hamburg hat weder bei den Galoppern noch bei den Trabern eine Zukunft.

    (Fortsetzung folgt)

    • kassandro sagt:

      Ich darf sie beruhigen, lieber Racingman, den Linde wird es mit ziemlicher Sicherheit nicht “aus dem Markt spülen”. Der wird auch seine Jäjrlinge fast immer los, meistens zu deutlich höheren Preisen als bei den Auktionen, sonst hätte es ihn schon längst “aus dem Markt gespült”. Der Mann hat eine enorme soziale Kompetenz, die mir abgeht. Der kann eigentlich mit jedem mit Ausnahme von Leuten wie Herrn Schmelz, die mit ihm unsterblich verfeindet sind und jede Gelegenheit nutzen, ihm ein Bein zu stellen. Als Kriegsmann, der die Schlacht liebt, hab ich mit solchen Leuten weniger Probleme als Herr Linde und ich hab auch viel mehr Feinde. Meine Devise lautet “Viel Feind, viel Ehr”. So eine Devise kann sich Herr Linde, der ja Pferde verkaufen will und das auch durchaus mit ausreichendem Erfolg tut, nicht erlauben. Hätten die Tinsdaler ihre Ressentiments gegen den Linde überwunden und ihre Hengste auf dem Lindenhof aufgestellt, so wären sie wesentlich erfolgreicher gewesen. Ihre Zuchtkarriere kann man als Totalversagen bezeichnen. Durban Thunder ist schon ausgemustert und auch dem Earl wird früher oder später dieses Schicksal ereilen, weil er sich für ein Hengstgestüt einfach nicht lohnt. Wenn nicht ein Wunder geschieht, die in Vollblutzucht immer möglich sind, ist er erledigt. Dabei sind sie beide Hengste großartige Rennpferde gewesen. Der Linde hat noch nie einen Hengst von der Qualität des Earls gehabt, war aber mit allen erfolgreicher als die Tinsdaler. Der hat es mit fast allen seinen Hengsten auf 20-30 Bedeckungen pro Jahr geschafft. Der weiter oben von Racingman erwähnte Süper ist aus der Shaheen, die vorher den Gruppe-Sieger Schäng gebracht hat. Diese von der Qualität eigentlich sehr gute Mutterstute – sie hatte auch selber Blacktype – nimmt einfach nicht auf und hat ihren Besitzer dadurch regelrecht zur Verzweiflung gebracht. Der Linde hat es nach vielen Jahren tatsächlich geschafft, auch dieser eigentlich unfruchtbaren Stute ein Fohlen zu entlocken, eben diesen Süper. Dass für ihn auf der Auktion dann nur 1000€ geboten wurden, ist natürlich nach all den Anstrengungen ein Witz. Für Problemstuten ist der Lindenhof “the stud of last resort”. Herr Linde führt zusammen mit einem Mitarbeiter den Hengst selbst der Stute zu. Das ist kein romantisches Tête-à-Tête sondern in der Regel eine Vergewaltigung mit menschlicher Unterstützung. Da muss man sowohl auf den Hengst als auch auf die Stute, die sich in der Regel vehement gegen den Hengst währt, aufpassen, dass man keinen Tritt oder Biß abbekommt. Das ist ein richtig harter Job. Man kann sich nicht Mal im Traum vorstellen, dass etwa der Dr. Blendax so etwas macht. Der schaut sich so etwas höchstens mit 100 Meter Sicherheitsabstand an. Der Linde hat auch bei der Geburt noch ein Fohlen aus der Stute gezogen, wenn der Tierarzt längst aufgegeben hat. Weil er eben selber fast alles (erfolgreich) anpackt, hat der Linde im Gegensatz zu wesentlich erfolgreicheren Gestüten so viele Stürme überlebt und er wird noch einige überleben. Eine langfristige Perspektive sehe ich für den Lindenhof indes nicht. Letzen Endes wird der Linde in nicht allzu ferner Zukunft aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen und es gibt keinen Nachfolger. Das ist ein Problem, das viele Gestütsinhaber haben.

      • Theo Epping sagt:

        Vielen Dank für die Unterstützung, auch wenn sie natürlich nicht mir gilt.
        Der Teil, in dem Sie den Deckakt beschreiben, gibt mir allerdings zu denken.
        Ich denke mal, das ist eine masslose Effektheischerrei.
        Ich war bei 100en Bedeckungen dabei und es ist nur 1 mal zu einen kleinen Zwischenfall gekommen und da auch nur weil Marduk so groß und die Stute sehr klein waren. Beim Aufspringen hat Marduk die Kollegin an der Schulter gestreift.

        Schade, dass es so oft keine Erben oder Nachfolger für die Gestüte gibt.
        Pferde sind eben nicht nur zum Streicheln und Zucker verteilen da, sondern harte Arbeit.

    • Theo Epping sagt:

      Eine typische Eigenschaft, die Racingman mit vielen Abiturienten und Akademikern gemein hat, ist der Irrglaube, ein natürliches Recht auf Respekt, Anerkennung und Erfolg zuhaben. Bei den meisten dieser Art ist es doch so, dass sie überhaubt nicht in der Lage sind, den Anforderungen gerecht zu werden und der Aufstieg in die gehobene Gesellschaft der Vollblutgemeinde, ihre einzige und letzte Hoffnung ist.
      Ich kenne eine ganze Reihe Leute aus beiden Lagern und ich sage Ihnen ganz klar, die Hauptschüler sind die besseren Kandidaten für den Beruf, in allen Bereichen, bis hin zum Gestütsleiter.
      Warum? Weil sie sich jede einzelne Sprosse erarbeiten müssen und so selber können, was sie von ihren Mitarbeitern forden und nicht auf’s gesattelte Pferd gesetzt worden sind… durch Vetternwirdschaft und Vitamin B.
      Ausnahmen bestätigen die Regel.

  38. Racingman sagt:

    In Bezug auf Abiturienten/Akademiker habe ich nicht meine persönliche Meinung geschildert, sondern die gelebte gesellschaftliche Realität in Deutschland. Und die ist – leider – so, dass (pointiert ausgedrückt) die Menschwerdung in Deutschland erst ab dem Akademikerstatus beginnt. Daran kann ich auch nichts ändern. Im Galopprennsport ist es so, dass sich zwei Gruppen gegenüberstehen, die wenig Respekt füreinander empfinden: einerseits die Blaublüter/Akademiker, andererseits die Selfmademen, die sich finanziell auch ohne große Bildung und gesellschaftlich-familiären Schliff etwas erschaffen haben.

    Als Berater hatte ich mit Vertretern beider Gruppen zu tun. Da bezeichnete ein Vertreter der ersten Gruppe (natürlich nur unter vier Augen) jemanden aus der zweiten Gruppe mal als nach Alkohol riechenden Proleten. Umgekehrt ziehen die Vertreter der zweiten Gruppe ihr Selbstbewusstsein aus ihrem geschäftlichen Erfolg, wissen aber um ihre Defizite auf gesellschaftlichem Parkett. Amüsant war es für mich mitzuerleben, wie sich zwei Vertreter der beiden Gruppen gemeinsam den Besitz eines gutklassigen Rennpferdes teilten. Im deutschen Turf gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt.

    Ich selber habe mich im Rennsport keiner der beiden Gruppen zugehörig gefühlt, weil ich schon vor vielen Jahrzehnten pro-aktiv die strategische Entscheidung getroffen hatte, dass private Freundschaften mit Menschen aus dem deutschen Turf für mich nicht in Frage kommen. Einfach deshalb, um immer die nötige emotionale Beinfreiheit zu behalten. Das war eine Strategie, die sich in der Praxis in dieser sehr speziellen Branche bewährt hat.

  39. Racingman sagt:

    (Teil 7 Lindenhof-Serie)

    Als züchterischer Laie bin ich der Meinung, dass ein Gestütsbetrieb sich selbst keinen Gefallen tut, einen mediokren Deckhengst aufzustellen, weil er den dann ja aus wirtschaftlichen Gründen auch mit eigenen Zuchtstuten unterstützen muss und damit seine Population qualitativ schwächt (ich nenne es mal den Marullus-Effekt). Für den Lindenhof mit seinem „Aldi-Markt“ sehe ich auch in Zukunft keine Perspektive. Weil ich für die nächsten Jahre wirtschaftlich steifen Gegenwind für die Freizeitbranche erwarte, würde ich an Stelle des Eigentümers das Gestüt mit allen Pferden möglichst bald verkaufen, solange das noch etwas bringt. Außerdem geht Volker Linde altersmäßig schon auf die 70 zu. Der Passion mit dem Sportkamerad Pferd kann man auch frönen, ohne ein eigenes Gestüt zu betreiben. Zum Beispiel mit einer gutklassigen Mutterstute in einem soliden Pensionsgestüt. Klasse statt Masse – das wäre mein Vorschlag für Volker Linde.

    Nachdem ich als interessierter Laie meine Einschätzung kundgetan habe, schauen wir nun auf den Zuchtexperten Dr. Epping. Ein Assessment Center soll den Kandidaten testen, wie er unter Druck einen praktischen Fall löst. Und wie hat T. Epping (Spitzname „der Grinch“ wegen seiner Gnatzigkeit) abgeschnitten? Er hatte nicht nur eine Stunde, sondern fast eine ganze Woche Zeit, um sich eine Lösung zu überlegen, wie er das Gestüt Lindenhof umstrukturieren und flottmachen will. Und was waren seine Vorschläge? Nichts außer einem „Weiter so“. Das reicht natürlich nicht, um sich für eine leitende Funktion in einem Gestüt zu empfehlen. Der Kandidat ist für höhere Weihen ungeeignet, nicht weil ihm irgend ein Diplom in der Schublade fehlt, sondern weil er die fachlichen und menschlichen Voraussetzungen nicht mitbringt. Ein anderer Kandidat, der wirklich Leadership in sich trägt, wäre bei einem derartigen Test vor Ideen nur so übergesprudelt.

    Ursprünglich hatte ich die Idee, einem Gestütsleiter ein „Best of Epping“ vorzulegen, um die Eignung des Kandidaten begutachten zu lassen, aber T. Epping hat leider gar nichts angeboten. Von einem leitenden Angestellten muss man erwarten können: Eigeninitiative; innovative züchterische Ideen; kaufmännische Denkweise. Beim „Vollblutbeamten“ T. Epping: Fehlanzeige. Hinzu kommen seine Mängel bei der emotionalen Belastbarkeit. Wenn jemand sofort die Nerven verliert, sobald in seiner Komfortzone auch nur minimal der Druck steigt, passt er nicht als Führungskraft. Deshalb muss man als Fazit festhalten: T. Epping als einfacher Stallmann war genau der richtige Berufsweg – mehr war einfach nicht drin im Tank. Wenn der Kandidat am Ende mit seinem beruflichen Schicksal Frieden schließt, wäre das immerhin ein versöhnlicher Abschluss für ihn.

    Frohe Weihnachten!

    • Theo Epping sagt:

      Danke, wünsch ich Ihnen und allen die wert darauf legen, auch.

      Außerdem bedanke ich mich bei Ihnen, dass Sie mir den Begriff Irrelevanz so deutlich und bildhaft klar gemacht haben.
      Herr Delius ist Ihnen gewiss auch ewig zu Dank verpflichtet.

      Sie sind die Rettungs- Leine meiner alten Tage.

      Danke

    • Theo Epping sagt:

      Th. Epping sagt:
      22. Dez. 2022 um 14:35

      … Der weis dann auch, dass er, wenn er nur mit 3 – 4 Stuten, in einem Pensiongestüt, züchtet, auch in der Blacketype Liga mitspielen würde/könnte.

      Und jetzt schauen sie mal ein paar Zeilen weiter oben
      (Teil 7 Lindenhof-Serie)
      erster Abschnitt, die letzten beiden Zeilen.

    • kassandro sagt:

      Die schwierige wirtschaftliche Lage wird den gesamten deutschen Turf treffen und auch an dem Lindenhof nicht spurlos vorbeigehen, aber Linde wird damit besser umzugehen wissen als die meisten Züchter. Er hat schon viele Stürme überlebt, warum nicht auch diesen? Da er alles selber macht, ist natürlich das Alter sein Hauptfeind und der wird am Ende uns alle besiegen, selbst mich, den triumphalen Sieger über die Pandemenz.
      Mit Nerik hat er wieder einen interessanten Hengst. Letzten Endes ist jeder Deckhengst-Neuling eine Wundertüte, und man weiß nie, was wirklich drinnen steckt. Die Rennleistung ist nur ein vages Indiz und die war bei Nerik trotz des fehlenden Gruppe-Sieges nicht schlecht. Man muss nur etwas genauer hinschauen und das macht Linde bei all seinen Hengsten. Er war mein Derby-Favorit:
      https://t.me/Galoppsport/41
      und ist dort in einem deutlich überdurchschnittlichen Jahrgang auch gut gelaufen. Seine ganze Klasse hat er dann im GP von Berlin gezeigt. Keiner war an Rebel’s Romance auf Gras so nah dran wie er, und wenn er sich nicht dabei schwer verletzt hätte, hätte er vielleicht sogar gewonnen. Hätte, hätte, Fahrradkette, aber es gab laut Linde auch erstaunlich viele andere Interessenten, die teilweise deutlich mehr geboten haben, als er dies konnte. Herr Imm hat sich aber für Linde entschieden, weil er mit dem schon gute Erfahrungen bei Nutan gemacht hat. Der war allerdings nur verpachtet und wurde leider im letzten Jahr nach Irland verkauft, noch bevor er jetzt mit Alpenjäger den Derby-Favoriten gebracht hat. Da hat Imm einfach nicht genügend Geduld habt, aber mit Nerik hat er, glaube ich, einen guten Ersatz im Lande. Die Mutter von Nerik ist eine Halbschwester zu Nutan, und die Väter von Nutan und Nerik sind Halbbrüder. Nutan stand also bei der Zucht von Nerik ganz klar Pate. Die väterliche Großmutter von Nerik und Nutan, Love Me True, kann man fast schon als “blue hen” bezeichnen. Die Mutterline, der Wittekindshofer Zweig der Erlenhofer N-Linie, ist natürlich ebenfalls exzellent. Überhaupt hat Jürgen Imm eine der qualitativ besten Stutenherden des Landes, und einige dieser hochkarätigen Stuten werden zu Nerik gehen. Nicht die aus der Erlenhofer N-Linie, aber die aus der Mutterlinie des Derby-Siegers Nicaron. und natürlich die aus der Mutterlinie von Amarillo und Alter Adler, aus der auch der Derby-Favorit Alpenjäger stammt. Diese Linie, die auf die aus Ungarn importierte Kisasszony zurückgeht, ist die älteste deutsche Linie überhaupt, von mir gern als Asbach Uralt Linie bezeichnet.

      • Theo Epping sagt:

        Sehr richtig!
        Genau für solche Hengste, die aus irgendeinem Grund, hier verletzungsbedingt, nicht die erwartete Leistung gebracht haben, werden die Lindenhöfe gebraucht.
        “Gutklassige Stuten” haben wie (nie) genug, aber die anderen bewahren das Erbgut und wenn sich ein Hengst mit denen durchsetzt, wird vieleicht ein Areion aus ihm.

        Ich wünschte mir eine Auktion für diese Pferde, so wie F.L. sie im Kölner Messegelände, bis 1979, abgehalten hat. Wer je dabei war weiß, dass da immer schwer was los war.
        Da waren auch die Nebenkosten für die Anbieter bezahlbar.

  40. Un Coeur B sagt:

    Ja, man hatte sich von Racing Man dann doch etwas mehr erwartet, so wie damals die Betreiberin des Galopperforums von Herrn Dr.Richter, Wanderungen durch Turf Deutschland, so, oder so ähnlich war doch der Titel, wieder eine Hoffnungs Blase zerplatzt, wie so oft bei Galopp, aber Rock and Roll und Galopp will never die, egal wer oder was da auch kommt, oder.

  41. Racingman sagt:

    Christian Sundermanns neues Turf-Projekt:
    „FORSTHAUS RAMPENSAU“

    „Forsthaus Rampensau“ ist kein Hirngespinst von Racingman, sondern das gibt es wirklich. Zumindest im österreichischen Fernsehen. Der Privatsender ATV produziert unter diesem Titel eine Reality-TV-Show im Lavanttal in Kärnten. „Forsthaus Rampensau“ ist sozusagen das Ösi-Pendant zum „Sommerhaus der Stars“ beim RTL. Will sagen, man sperrt eine Horde von C-Promis in ein Haus, das etwas zu klein und nicht besonders komfortabel ist, füllt sie mit reichlich Alkohol ab und wartet dann, bis es quotentechnisch gesehen richtig zur Sache geht.

    Nach den gelungenen Produktionen bei RTL und ATV übernahm auch der deutsche Galopprennsport dieses quotenträchtige Rezept. Patrick Bücheler, Chefredakteur der Sport-Welt: „Als Christian Sundermann mit dem Vorschlag auf Sport-Welt-TV zukam, dieses bewährte Erfolgsformat während der Harzburger Rennwoche im Oberharz umzusetzen, waren wir sofort begeistert. Kassandro wird dafür sein Kassi Cottage für die Dreharbeiten zur Verfügung stellen, und für das gesamte Sendeteam wurden die gegenüber befindlichen Ferienwohnungen für den Monat Juli geblockt. Der für alles Menschelnde stets aufgeschlossene Klaus Göntzsche wird Regie führen, Thorsten Castle moderiert, und Racingman wird als Field Reporter die Live-Intervews im Forsthaus machen.“

    Sport-Welt-TV wird jeden Tag eine Stunde lang live berichten, doch der Blücher Blog wird das Geschehen sogar rund um die Uhr streamen. Norbert Rumstich: „Es musst einfach etwas passieren. Die beiden Langweiler Heinz und Theo hatten das Forum im Blog mit ihrem inhaltsleeren Geschwafel total heruntergewirtschaftet. Selbst eine Leistungsträgerin wie Evi Limmer war mir schon weggebrochen, und das will etwas heißen. Jetzt werden wir zusammen mit Sport-Welt-TV echtes Qualitätsfernsehen produzieren. Bei den Kandidaten wird das Kernteam des Blücher Blogs natürlich dabei sein, aber auch weitere Promis des deutschen Turfs.“

    Bücheler: „Anders als beim „RTL-Sommerhaus“ sind nicht nur Paare, sondern auch Einzelpersonen erlaubt. Un Coeur B hatte uns nämlich gesagt: ‘Meine kröpelige Gitti schafft nicht mal die Anreise in den Harz, die würde schon während der stressigen Bahnfahrt den Löffel abgeben’!“

    Bücheler weiter: „Für Theo und Frau Limmer haben wir ein viel zu kleines Doppelbett mit einer noch sparsameren Bettdecke vorgesehen. Und der kultige Guido Göbel sollte sich eigentlich eine Hängematte zusammen mit Kati Werning teilen, doch dann musste Frau Werning leider absagen. Sie hatte einen Unfall und war gestürzt.“
    Christian Sundermann besorgt: „Wie, vom Pferd?“
    Bücheler: „Nein, von ihren 18 cm Stöckelschuhen. Leider muss sie den finanziellen Schaden auch noch selbst tragen. Als Rennreiterin war sie früher unfallversichert, doch das Risiko mit ihren High Heels wollte keine Versicherungsgesellschaft übernehmen.“
    GoldZack-Guido Schmitt: „Hm, das klingt interessant. Kann ich vielleicht auch bei der Sendung mitmachen? Als Investor lautet meine Devise immer: Renditen sind wie Stöckelschuhe: Je höher, desto besser!“

    Einige Teilnehmer scheinen hingegen noch völlig überzogene Erwartungen zu haben.
    Hujo Schmelz: „Wenn ich nicht mindestens meinen gewohnten Chateau Laffite Grand Cru kredenzt bekomme, ziehe ich um ins Rock Resort, das führende Haus am Platze in St. Andreasberg!“ Doch da schob die Sendeleitung gleich einen Riegel vor.
    Patrick Bücheler: „Nix da! Nur wer rausgewählt wird, darf das Forsthaus verlassen. Da kennen wir kein Erbarmen. Und wie bei „Promi Big Brother“ wird es verschiedene Komfortbereiche geben: die Garage, den großen Schlafsaal und die VIP-Etage. Heinz und Theo, die aus dem Maschinenraum des Lebens stammen, beginnen in der Garage und müssen sich hochdienen. Anilin und seine Gattin Adeline dagegen bekommen die Kaiser Suite. Dort gibt es sogar fließend Wasser – allerdings nur von oben durch die Decke.“

    Christian Sundermann, der die Show auch mit seiner eigenen Produktionsfirma ‘Sub Seven Media’ realisieren wird, hat noch einen Clou parat: „Da St. Andreasberg eine Steuer-Oase ist, können wir die Show sogar finanztechnisch optimiert ohne Steuer produzieren.“

    Der deutsche Galopprennsport darf sich also auf ein glorreiches Rennjahr 2023 freuen.

    • Theo Epping sagt:

      Ich nenne Sie jetzt noch mal “Schmierfink”, weil ich das Wort, das mir wirklich zu Ihnen einfällt, hier nicht veröffentlichen will.

  42. Racingman sagt:

    DIE ZEHN WICHTIGSTEN FRAGEN FÜR 2023

    Der Deutsche Sportverlag sieht diese Fragen für kommendes Jahr als Weichen stellend an:
    1) Wie sieht die Strategie des Rennsports für die kommenden Jahre aus und wie kann man sie greifbar formulieren?
    2) Welches sind die wichtigsten Kennzahlen für die Entwicklung von Zucht und Rennsport und wie sollen diese Kennzahlen in fünf und in zehn Jahren aussehen?
    3) Wann werden die noch vorhandenen RaceBets-Millionen investiert? In welche Projekte und mit exakt welcher Begründung?
    4) Wie soll der Rennsport mehr Deckungsbeitrag aus den Wetten auf seine Veranstaltungen generieren als es bisher der Fall war?
    5) Mit welchen konkreten Maßnahmen sollen neue Besitzer gewonnen werden?
    6) Welche konkreten Schritte werden gegen den drohenden Jockey-Mangel unternommen?
    7) Wie sieht das „optimale“ Rennsystem in Deutschland auf Basis des vorhandenen und absehbar zu erwartenden Pferdebestandes aus?
    8) Wie kann der erwiesenermaßen sehr wettbewerbsfähige „Trainingsstandort Deutschland“ international besser vermarktet werden?
    9) Wie gelingt es, Aufgaben und Probleme abstrahiert von Individualinteressen in gesamtsportlicher, statt rein betriebswirtschaftlicher Kosten-Nutzen-Analyse zu erörtern und zu definieren?
    10) Welche messbaren Zielgrößen lassen sich definieren als operationale Ziele für den Vorstand und die Kommissionen?

    Meine Einschätzung dazu: Der deutsche Galopprennsport wird in den nächsten drei Jahren noch weit mehr als andere Wirtschaftsbereiche extrem von der finanziellen Großwetterlage reduziert werden. Crashpropheten gibt es viele, aber niemand ist derart pessimistisch wie ich. Falls es im Jahre 2026 noch einen deutschen Rest-Rennsport auf Amateurbasis gibt, wäre das in meinen Augen schon ein enormer Erfolg.

  43. Racingman sagt:

    Da sollte oben in der Aufzählung eigentlich eine “8″ statt des doofen Smiley stehen…

  44. Racingman sagt:

    Die Marke „Racingman“ – sie steht seit einem Vierteljahrhundert für „Hintergrund-Informationen, die Sie nicht in der Sport-Welt finden“. Heute: Zocker-Screening: Sind Sie reif für die Insel?

    DER GLÄSERNE MARTIN

    Wovor hat der Zocker Martin die größte Angst? Antwort: Wenn er gezwungen wäre, persönliche Dinge öffentlich preiszugeben und sich dadurch irgendwie angreifbar zu machen. Gleich danach das zweitschlimmste Ereignis für ihn wäre es, wenn er sich finanziell nackig machen müsste. Würde er in Großbritannien leben, wäre das bereits gelebter Alltag für ihn. Tu felix Germania, kann man da nur sagen. Im deutschen Rennsportforum diskutieren die Pferdewetter eifrig über LUGAS, das neue Glücksspiel-Überwachungssystem für Online-Wetten, das die Einsätze Anbieter-übergreifend auf tausend Euro pro Monat limitiert. Für Martin als kleinen Angestellten kein Problem. Nur wer mehr als tausend Euronen im Monat einzahlen will, muss dem Bookie Infos über seine finanziellen Verhältnisse liefern.

    In Großbritannien ist man diesbezüglich schon wesentlich weiter, und dies, obwohl es dort noch gar kein entsprechendes Gesetz gibt. Seit zwei Jahren verspricht die britische Regierung, ein White Paper vorzulegen, das Empfehlungen für diese Fragen geben soll. Dadurch, dass die Regierungen ständig wechselten und sich fünf Glücksspielminister die Klinke in die Hand gaben, ist dies bisher noch nicht erfolgt. Jetzt im Januar soll es eigentlich kommen. Warten wir’s ab. Man befürchtet, dass bereits ab einem monatlichen Gesamtverlust von hundert Pfund die Schwelle erreicht sein könnte, ab der Einkommensnachweise notwendig werden. Von der Vorlagepflicht von Kontoauszügen, Steuererklärungen und den letzten drei Gehaltsauszügen ist die Rede. Politiker betonen, dass es so schlimm nicht kommen werde und dass die Maßnahmen nur Online-Wetten, nicht aber das Wetten auf den Rennbahnen betreffen würden. Wetter berichten allerdings, dass sie jetzt bereits auch in Wettbüros nach Nachweisen gefragt werden.

    Obwohl es noch gar kein Zockgesetz gibt, fordert die Wettindustrie bereits in vorauseilendem Gehorsam solche Nachweise von ihren Kunden ein. Das kommt daher, weil Ladbrokes und Coral von der Regierung Millionenstrafen aufgebrummt bekamen, da sie den Schutz von abhängigen Spielern vernachlässigt hatten. Die Vorgehensweise der Buchmacher ist jedoch keineswegs einheitlich, sondern in Wildwestmanier macht jeder Buchmacher, was er will. Und als Kunde Einspruch einlegen geht nicht. Einige Wetter haben darum schon das Wetten aufgegeben, aber viele sind zu unkontrollierten schwarzen Bookies abgewandert.

    Der Bookie 888, Inhaber von William Hill, hat die Limits von zweitausend Pfund auf zunächst 950 und nun 500 Pfund abgesenkt. Betfair hat bei etlichen Kunden ein Einzahlungslimit von 300 Pfund eingeführt. Erstaunlich: Bei Nachweisen interessierte den Bookie das Vermögen der Kunden nicht, sondern lediglich das Einkommen.

    Die Botschaft für den deutschen Zocker Martin lautet: Seiense froh, dass Sie in Deutschland leben und wetten.

    • Theo Epping sagt:

      Das gild ja wohl für gut jeden, sogar für Sie, Sie Schmierfink.

      • Theo Epping sagt:

        Wissen Sie Herr Racingman, Sie sind mir vöĺlig einerlei, das Problem zwischen uns ist, Sie nehmen es persönlich.
        Überaus unprofesionell würde ich mal sagen.
        Gute Nacht.

    • Racingman sagt:

      Umfragen haben gezeigt, dass ein großer Teil der britischen Wetter nicht bereit ist, Informationen über ihre finanzielle Situation an die Buchmacher herauszugeben. Aus diesem Grund hat der britische Rennsport jetzt bereits Umsatzeinbußen bei den Wetten erlitten.

      • Theo Epping sagt:

        Ich bin geschockt.

      • kassandro sagt:

        Ziemlicher Quatsch. Schon seit Jahrzehnten muss jeder gegenüber seiner Bank regelmäßig Auskunft über seine Vermögensverhältnisse machen. Da wird dann irgendetwas angegeben, was keiner überprüft. Ich kenne auch selber mein Vermögen nur sehr vage. Genauso wie diese ständigen Cookie-Bestätigungen sind das völlige sinnlose Schikanen, die sich kleingeistige Möchtegern-Despoten ausgedacht haben, um ihren niederträchtigen Charakter auszuleben. Leider wird dieser Wahnsinn in allen Lebensbereichen immer schlimmer.

  45. Racingman sagt:

    Das Thema der finanziellen Pferdewetter-Überprüfungen ist ein ganz heißes politisches Eisen in Großbritannien. Es geht um den Schutz süchtiger Spieler einerseits, andererseits um die wirtschaftliche Existenz des britischen Galopprennsports. Vor Jahren bereits war der Höchsteinsatz bei Glücksspiel-Automaten von 100 Pfund auf nur zwei Pfund heruntergesetzt worden, und nun ist das Milieu der Pferde- und Sportwetter an der Reihe. Pferdewetten zeichnen sich in Großbritannien dadurch aus, dass sie höhere Einsätze als der Fußball generieren. Im Fußball ist mehr das „recreational betting“, also das Mitfiebern zum Spaß, angesagt, während es bei den Pferdewetten auch Großwetter gibt wie bei uns in Deutschland der Essener Intensivzocker Netroyal aus dem Amelie-Forum, der während der grünen Saison keinen einzigen Renntag in Deutschland ausließ.

    Neulich hatte ich nach langer Zeit mal wieder E-Mail-Kontakt mit Christian Sundermann, als ich ihm meinen Beitrag über das „Forsthaus Rampensau“ zumailte. In dem Zusammenhang erwähnte ich, dass ich inzwischen nur noch selten zum Pferderennen gehe, weil mir die Rennpausen zu lang sind. Zwei Minuten laufen die Pferde im Kreis, und dann passiert wieder 28 Minuten lang nüscht. Früher als Berater waren diese Pausen nützlich für Kundengespräche, aber für Nur-Zuschauer ist das in der heutigen Zeit nicht mehr passend. Ich erinnere mich, als ich zu Beginn des Jahrtausends am Führring auf dem Grafenberg stand, und drei junge Leute hinter mir sagten: „Ist ja ganz nett hier, aber die Pausen sind zu lang.“ Genau meine Meinung.

    Christian Sundermann entgegnete mir, dass seine Heimatbahn Riem trotz einer Erhöhung der Eintrittspreise einen Zuwachs an jungen Besuchern (in der Sundermann-Diktion sind das die U40) aufzuweisen habe, wobei diese Zielgruppe allerdings weniger wette. Nach seiner Meinung sei dieses Phänomen auch auf anderen deutschen Rennbahnen zu beobachten. Dies deckt sich im Übrigen auch mit den Erkenntnissen der Dissertation von Janina Müller, die ich an anderer Stelle hier vorgestellt habe. Jüngere Familien und Freundesgruppen, die ein oder zweimal pro Jahr zum Galopprennen gehen und dabei auch ein paar Euro wetten, allerdings nicht so wie die knarzigen alten Männer früher, die in den Rennpausen die Formspalten in der Sport-Welt studieren wollten und dabei weder durch Musik noch durch Moderatorengebrabbel abgelenkt werden wollten. Insofern wandelt sich die Zielgruppe der Galopprennbesucher.

    In Großbritannien wird der Anteil der Problemwetter nur auf 0.3 % geschätzt, während also mehr als 99% der Wetter kein Problem mit dem richtigen Taxieren ihrer Einsätze hätten. Gegenüber der Vor-Corona-Zeit sei im UK im Jahre 2022 der Umsatz der Online-Wetten um 800 Millionen Pfund gesunken, was für den Rennsport einen Einkommensverlust von 40 Millionen Pfund bedeuten würde. Sollte die britische Regierung jetzt nach den schon praktizierten rigiden Limits der Buchmacher auch offiziell harte Limits für Wetter beschließen, könnte das einen Verlust von bis 100 Millionen Pfund für den britischen Rennsport bedeuten, sagen deren Lobbyisten. Die Turf-Vertreter bemühen sich durch intensives Lobbying in der Politik, dass die Wetter-Überprüfungen nur in verträglicher Form beschlossen werden, die die Existenz des Galopprennsports nicht gefährdet.

    • Theo Epping sagt:

      Ok, Ihre Texte sind immer so lang…weilig, weshalb ich sie meistens nur querlese, wenn Sie verstehen was ich meine? Habe ich das jetzt richtig, 2 Min. sehen Sie den Pferden zu, wie sie im Kreis laufen und dann laufen Sie 28 Min. Ihren Kunden hinterher.
      Aber warum laufen die denn vor Ihnen davon?

  46. Racingman sagt:

    „PFERDERENNEN – DER GROSSE BETRUG“

    Vor knapp einer Woche ging im französischen Turf eine publizistische Bombe hoch, als einer der reichweitenstärksten TV-Sender des Landes abends eine einstündige Doku über Dopingverbrechen im Turf unter dem obengenannten Titel brachte.

    Die Reaktion von France Galop in Person von Obermotz Baron Rothschild war natürlich sogleich die Beteuerung, dass die Bekämpfung von Doping oberste Priorität habe. Und das glaube ich ihm sogar, weil ich vor einigen Jahren zum Thema Doping recherchiert hatte. France Galop beschäftigt eines der wenigen Top-Labore, die weltweit im Galopprennsport akkreditiert sind. Das Kölner Vertragslabor des Direktoriums gehört nicht dazu, weil man dort technisch gar nicht die Möglichkeit hätte, diejenigen Substanzen zu analysieren, die der „heiße Scheiß“ sind. Im Trottoforum hatte ich im Detail über die Modestoffe berichtet.

    Zur Veröffentlichung im Internet hatte ich dem Direktorium damals eine Fragenliste zugeschickt, die zu Zeiten eines Pit Brauer sicherlich im Papierkorb gelandet wäre. Die engagierte PR-Dame Marina dagegen beantwortete alle Fragen schriftlich der Reihe nach (wobei man bei einem derart brisanten Thema davon ausgehen kann, dass jedes Komma vorher hausintern abgestimmt war). Mein Eindruck danach war: Der deutsche Galopprennsport bemüht sich redlich, besitzt jedoch weder die technischen Möglichkeiten noch die finanziellen Mittel, um state-of-the-art-Dopingmittel zu entdecken. Entdecken kann man schließlich nur das, wonach man auch sucht.

    Bei meiner seinerzeitigen Recherche lief das Doping-Geschäft noch über einen weltweiten Online-Handel, der vom australischen Sydney aus gesteuert wurde. Per Internet konnte ich sogar das Büro ausfindig machen, von dem die Bande aus agierte. Leider geriet ich dabei auch auf eine infizierte Website, die meinen Computer sogleich komplett blockierte. Wenn man im Ambiente der organisierten Kriminalität recherchiert, muss man solche Begleiterscheinungen aber immer einkalkulieren. Immerhin konnte ich France Galop meine Erkenntnisse über die Bande mitteilen, damit sie an die Pariser Kriminalpolizei weitergegeben werden konnten.

    Das Echo im französischen Turf auf die jetzige TV-Sendung war natürlich Entrüstung. Von Sensationsmache und Irrtümern war da die Rede und von „kaltem Kaffee“, d. h. von mehreren Trainern aus dem Marseille-Trainingszentrum Calas, die inzwischen wegen Dopings alle gesperrt wurden. Die Verkaufskanäle scheinen sich inzwischen geändert zu haben. In der TV-Doku begab sich ein Inkognito-Reporter in den Camel Market von Dubai, um dort ganz ungehindert Dopingmittel für tausend Euro einzukaufen: Uppers, Downers, Pain killers – alles, was das Herz begehrt, um die Leistung von Rennpferden oder Rennkamelen in jede gewünschte Richtung zu beeinflussen. Was man im französischen Rennsport sicher noch verbessern könnte, wäre die Anzahl der Dopingkontrollen in den Rennställen außerhalb von Veranstaltungen.

  47. Racingman sagt:

    Der Titel der TV-Sendung war mit einem Fragezeichen versehen:
    “Pferderennen: der große Betrug?”

    • Theo Epping sagt:

      Wenn Sie nicht immer so ungerechtfertigt, selbstherrlich wären, kämmen Sie viel solider rüber.

    • Racingman sagt:

      Heute hat auch die Sport-Welt das Thema der französischen TV-Sendung über das Doping aufgegriffen.

      Zitat: „Ein Trip nach Dubai brachte zutage, dass dort pharmazeutische Mittel jeder Couleur und Menge (allesamt verbotene Substanzen) legal käuflich sind. Es war dem Testkäufer problemlos möglich, ein Päckchen voller Medikamente nach Frankreich schicken zu lassen.“

      Den Chef der französischen Rennbahn-Vereinigung zitiert die Sport-Welt so: „Wir müssen vermehrt vor den Rennen testen, nicht danach.“ Es mangele jedoch an Mitarbeitern und an Geld. Die Sport-Welt zitiert ferner einen Mitarbeiter im Testlabor: „Leider sind uns nicht alle Moleküle bekannt, die wir in den Proben finden.“

      Wie oben schon von mir angemerkt, ist das Labor von France Galop eines der wenigen hervorragenden Top-Labore weltweit, und Geld hat France Galop auch viel mehr als Deutscher Galopp. Da kann man sich leicht ausmalen, wie die Zustände im deutschen Turf aussehen…

  48. Racingman sagt:

    DER RENNSPORT AUF DEM WEG INS METAVERSUM

    Metaversum? NFTs? Bei diesen Begriffen werden die alten Herren des Blücher Blogs wohl eher verstört aus der Wäsche schauen. Bitte tun Sie sich keinen Zwang an zu googeln, denn das erspart mir lange Erläuterungen.

    Die Unterschiede zwischen dem deutschen und französischen Galopprennsport könnten ja nicht größer sein. Während hierzulande der fast 70-jährige Senior Daniel Delius immer noch mit dem Mikro auf dem Geläuf rumturnt, beschäftigt der PMU sogar einen Innovationsdirektor und tüftelt bereits seit Monaten an einem Einstieg ins Metaversum mittels eines „Turf-Videospiels“. Man möchte damit neue junge Zielgruppen für den Rennsport erschließen. Im Laufe der nächsten Monate soll dies an den Start gehen. Es soll eine Reihe von NFTs erschaffen werden, die jeweils ein Rennpferd darstellen, und mit denen sollen die neuen jungen Martins als Käufer der NFTs dann an virtuellen Pferderennen teilnehmen. Der Vorteil dabei: Es gibt bei diesem Spiel kein Doping, keine bestochenen Jockeys und keine korrupten Trainer, sondern ein Zufallsgenerator entscheidet über den Erfolg. Das PMU-Projekt soll etwas an das Fantasy-Spiel Sorare (im Internet: sorare.com) erinnern. Hier eine Zahl, die verdeutlichen kann, welch wirtschaftlicher Faktor das Metaversum jetzt bereits darstellt: Im letzten Jahr wurden von Unternehmen 120 Milliarden Dollar in solche Projekte investiert.

    • Theo Epping sagt:

      Mata – Wesen sind im Net die, die immer auf die Schnauze kriegen.
      Das Dumme und das Falsche setzen sich langfristig nicht durch,
      das nennt sich Evolution – Auslese. Das dauert meist ein Weilchen, funktioniert aber immer, auch wenn wir es nicht mehr erleben werden.

      Dann sitzt irgendwann mal einer an seinem PC und wurschtelt sich durchs Netz und stößt auf die Thesen unseres Racingman.
      Boooh, muss das ein Genie gewesen sein.

    • kassandro sagt:

      Das Metaverse ist mir durchaus ein Begriff, oder besser gesagt, das Wort ist mir geläufig. Facebook-Investoren haben eine ziemliche Wut auf das Metaverse, denn der Chef des Unternehmens ist ziemlich besessen vom Metaverse und hat seine Firma deshalb sogar in “Meta Platforms” umbenannt. Seitdem kennt die Facebook-Aktie nur noch eine Richtung, nach unten und das ziemlich steil. Kurz vor der Umbennung in Meta Platforms Ende 2021 war die Aktie noch 380$ wert, momentan nur noch 133$. Sie war schon Mal auf 93$ gefallen. Da war nach einem Quartalsbericht richtig “blood on the street” und ich hab dieses Blut als alter Wallstreet-Vampir gierig aufgesaugt. Gierig ist übertrieben, ich hab lediglich 20 Aktien gekauft, also deutlich weniger als 2000€ investiert und wollte eigentlich bei noch weiterem Wertverfall weiter zukaufen. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man ein “fallendes Messer” aufzufangen versucht. Das Kerngeschäft von Meta, nämlich Facebook, Instagram und Whatsapp ist zwar durch fallende Werbeeinnahmen und dem chinesischen Konkurrenten Tiktok etwas unter Druck, aber dennoch weit mehr wert als es an der Börse dafür gezahlt wird. Zuckerberg hat Milliarden im Metaverse versenkt und dabei das Kerngeschäft vernachlässigt – das ist der Hauptvorwurf an ihn, der immer massiver wurde, und Zuckerberg ist dann zumindest teilweise ein bisschen eingeknickt. Außerdem wird ständig über ein Verbot von Tiktok in den USA diskutiert. Das hat zu einem vehementen Turnaround bei der Aktie geführt, so dass ich nicht weiter zukaufen konnte.
      Richtig beschäftigt habe ich mit dem Metaverse nie, aber ich glaube zu wissen, um was es geht. Im Grunde geht es darum digitale, virtuelle Wertgegenstände aus dem nichts zu schaffen, für die man dann reales Geld kassieren möchte. In einem Fall ist dies tatsächlich gelungen, bei den Kryptowährungen, am bekanntesten natürlich Bitcoin. Mit Kryptowährung und den damit verbundenen Block Chain Algorithmen habe ich mich schon vor Jahren beschäftigt und am 28.12.2017 dieses Video auf Youtube veröffentlicht:
      https://youtu.be/SR4xENwMuMM
      Der Bitcoin ist danach auf über 60.000$ gestiiegen, also weit höher als die rund 20.000$ , die er damals wert war. Heute steht er wieder bei 18.700$ also fast genauso hoch wie damals. Es ist wirklich erstaunlich, dass der Bitcoin, die enormen Stürme, durch die er im letzten Jahr gegangen ist, so gut überstanden hat. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Für mich ist das alles nur ein Exzess der Finanzmärkte und wir werden erst wieder saubere Finanzmärkte haben, wenn Bitcoin verschwunden ist. Dann wird auch keiner mehr vom Metaverse sprechen, das aus ihm hervorgegangen ist. Für mich ist Bitcoin, Metaverse usw. eine digitale Version der uralten Alchemie, in der man aus Dreck Gold zu machen versuchte. Sie hat viele gute Leute fruchtlos geschäftig. Der große Newton hat sich z.B. 90% seiner Zeit mit Alchemie beschäftigt, und nur 10% mit Physik und Mathematik, die ihn zu einem der größten Giganten der Wissenschaft machten.
      Ohne die PMU-Phantasien zu kennen, stelle ich mir den Galopp im Metaverse so vor: Es gibt virtuelle Pferde, die von realen Besitzern für reales Geld gekauft werden sollen, und dann im Metaverse gegeneinander laufen sollen. Diese sollen dann von realen Wettern mit realem Geld bewettet werden. Der deutsche Galoppsport sollte sich mit seinem knappen finanziellen Mitteln nicht mit solchem Blödsinn beschäftigen und komplett in der realen Welt bleiben.

      • Theo Epping sagt:

        Und genau das tut er,
        wer sich einbildet den Spaß der Reichen und Schönen beenden zu können, der hat den Schuß, der Ihn zum Schweigen bringt, nicht gehört.

      • Racingman sagt:

        @Kassandro:
        Danke zunächst einmal für einen Beitrag, der sich wohltuend von dem inhaltsleeren Geschwafel der anderen Teilnehmer abhebt und der deshalb auch eine Antwort verdient.

        Über das Metaversum kann ich mir noch kein eigenes fachliches Urteil erlauben, werde das Thema aber weiter verfolgen. McKinsey hat gerade eine Studie veröffentlicht, derzufolge man im Jahre 2030 ein Wertschöpfungspotenzial von bis zu fünf Billionen Dollar für möglich hält.

        Der Bitcoin ging Anfang 2009 im privaten Handel an den Start, wobei in dieser ersten Phase nur einige Nerds dabei waren. Ab 2013 stiegen dann auch die ersten Normalos (darunter ich) mit ein, und nach vielen weiteren Jahren kamen dann in der dritten Stufe zudem die ersten institutionellen Anleger dazu. Tatsächlich ist es so, dass der Bitcoin handwerklich ziemlicher Schrott ist und dass es viele bessere Coins gibt. Der Bitcoin hatte aber, so wie früher die Microsoft-Produkte, den Vorteil des Early Movers. Das große Risiko für sämtliche privaten Kryptos sehe ich darin, dass sie im Laufe dieses Jahrzehnts von den Regierungen verboten werden könnten, so wie die chinesische Regierung dies auch bereits getan hat. Die meisten Regierungen und Zentralbanken arbeiten ja an eigenen CBDCs (staatliche Zentralbankwährungen), und um die im Volk durchzusetzen, darf man eigentlich keine private Konkurrenz zulassen.

        NFTs sind beileibe nicht nur bunte Bildchen, die verhökert werden. Ein Beispiel aus einem ganz anderen Sektor, dem Diamantenhandel. Dieser ist für Privatanleger mit großen Nachteilen verbunden, vor allem hohen Spreads und schwerer Wiederverkaufbarkeit. Diese Nachteile werden nun durch ein neuartiges Geschäftsmodell eliminiert, das über einen Börsenhandel von Anlagediamanten auf dem führenden NFT-Marktplatz abläuft. Die Diamanten selbst verbleiben dabei in einem Lagerhaus im US-Bundesstaat Delaware, und verkauft werden nur NFTs. Ob dieses in der Theorie interessante Modell auch in der Praxis Erfolg haben wird, muss man sehen, weil es für die breite Masse bisher wohl noch zu schwierig ist. Ich warte erstmal ab.

        Bei Ihnen, Kassandro, frage ich mich immer: Wie erfolgreich kann jemand als Anleger sein, der ein Pandemie-Virus aus ideologischer Sicht beurteilt? Für mich ist ein Virus einfach eine Krankheit und kann ausschließlich medizinisch betrachtet werden. Falls jemand auch als Anleger sachfremde Erwägungen in seine Entscheidungen einfließen lässt, muss sich das negativ auf das Ergebnis auswirken.

        • kassandro sagt:

          Mit der Ideologie ist das so eine Sache. Mittlerweile ist das Wort so verpönt, dass selbst die Ideologen mit diesem Schimpfwort auf ihre Gegner losgehen.
          Ich hab hier Mal meine Meinungschronologie in Sachen Corona zusammengefasst:
          http://harz-photo.xobor.de/t118f12-Akademisch-aufgeblasener-Dummschwatz.html#msg1885
          Daraus geht klar hervor, dass ich im Gegensatz zu den Wissenschaftlern ergebnisoffen – das ist das Gegenteil von ideologisch – an das Thema herangegangen bin. Wenn man sich meinen Hauptthread mit momentan 372 Beiträgen ein bisschen ansieht, wird man feststellen, dass ich mit meinen Einschätzungen treffsicherer war als die “Wissenschaftler”. Dabei habe ich im Gegensatz zu den “Wissenschaftlern” in meinem Fall immer nur von Meinung und niemals von Wissenschaft gesprochen habe. Vor der Pandemenz habe ich die Medizin zähneknirschend noch als Wissenschaft niederer Qualität eingestuft. Das ist jetzt vorbei und die Medizin wird durch dieses Desaster, das den meisten in ihrem Umfang noch gar nicht klar geworden ist, nachhaltig beschädigt werden. Auch das Vertrauen der Patienten in ihren Arzt, das für den Heilungsprozess von eminenter Bedeutung ist, wird für längere Zeit darunter leiden.

          • Theo Epping sagt:

            Die Ideologie und die Beweggründe sind nicht immer stimmig und nicht selten verschleiern sie die wahren Motive.

  49. h.schmelz sagt:

    Dafür gibt es dann bestochene Programmierer und Vermögensberater. NFTs sind das, was Donald Trump verhöckert. Meta ist, was Zuckerberg mit Milliarden pimpt, aber ohne Erfolg. Portman Park, alles ausprobiert.

  50. Racingman sagt:

    WAS LUGAS FÜR DEN WETTER BEDEUTET

    Seit dem 1. Januar 2023 hat die GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) mit Sitz in Halle ihren Betrieb aufgenommen. Teil von ihr ist LUGAS, das länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem. LUGAS ist im Prinzip eine zentrale IT-Datenbank der deutschen Bundesländer, die überwacht, wann und wo der Zocker Martin sich einloggt und wettet. Sozusagen Big Brother is watching Martin. Die Daten sollen aber anonymisiert werden.

    LUGAS hat dabei vor allem zwei Funktionen zur Prävention von Spielsucht: Es gilt ein Einzahlungsverbot von maximal tausend Euro pro Monat anbieterübergreifend. Will sagen, ein Wetter kann entweder tausend Euro bei Tipico einzahlen oder diese Summe auf mehrere Bookies verteilen. Höhere Limits sind möglich, aber dazu muss sich ein Wetter finanziell nackig machen. Bei Betway sollen etwa bis zu 30.000 Euro monatlich mit den entsprechenden Nachweisen möglich sein. Will Martin sich bei zwei Buchmachern gleichzeitig einloggen, so ist dies nicht erlaubt und wird technisch vom System blockiert. Es wird eine Wartezeit von mindestens fünf Minuten nach dem Verlassen der einen Bookie-Website und dem Besuch der nächsten gefordert.

    Alle Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag müssen sich bei der GGL und auch bei LUGAS registrieren. Bisher haben das aber noch nicht alle umgesetzt, doch dies wird früher oder später geschehen müssen, wollen die Anbieter nicht ihre Lizenz riskieren. In einer Whitelist sind alle lizensierten Anbieter aufgeführt, so dass die Wettkunden ersehen können, wer zu den „Guten“ = Anbietern mit deutscher Lizenz gehört. Diese Anbieter sind auch rechtlich verpflichtet, auf der Startseite ihrer Internetpräsenz auf ihre staatliche Lizenz hinzuweisen.

    Für laienhafte Kunden aus dem Lager des Rennsports könnte die Lage dabei etwas verwirrend sein: Sind die Anbieter ohne Listing in der Whitelist etwa Schmuddeltypen? In der Whitelist nicht aufgeführt sind alle Totalisatoren und Buchmacher im Sinne des Rennwett- und Lotteriegesetzes, wie zum Beispiel der Münchner Rennverein. In der Whitelist stehen dagegen Pferdebuchmacher mit Internetvertrieb wie Wettstar, Trotto, Pferdewetten, RaceBets, Onextwo, Jaxx und Lotos.

  51. Racingman sagt:

    FERNSEHTIPP FÜR FREITAG

    Morgen ist Freitag, der 13. Und da ist Fernsehen Pflicht – nicht nur, weil das RTL-Dschungelcamp beginnt, sondern vorher läuft zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr in der ARD der Fernsehfilm „2 unter Millionen“. Pferderennsport pur… wenn auch „nur“ die Traber, aber immerhin. In dem Spielfilm „2 unter Millionen“ geht es um den Paketboten Henry, gespielt von Oliver Mommsen, der fast eine Million Euro in der Lotterie gewinnt. Um den Gewinn mit seiner Frau, mit der er in Scheidung lebt, nicht teilen zu müssen, kauft er sich einen Traber, mit dem er den „Großen Preis von Deutschland“ gewinnen will.

    Im Folgenden übernehme ich die Filmkritik von http://www.tittelbach.tv:
    „Zu den weiteren großen Pluspunkten von „2 unter Millionen“ gehört die Besetzung. Ob Mann oder Frau – jeder wird diesen gebeutelten Millionär verstehen, weil ihn Oliver Mommsen so grundsympathisch spielt, dass Lafers moralische Schwächen zwar erkennbar werden, aber die Identifikation nicht beeinträchtigen dürften. Schön auch, Nadeshda Brennicke mal als „normale“ Frau zu sehen, weder raffiniert, undurchsichtig oder geheimnisvoll, entsprechend ohne mimische Manierismen. Jule Böwe ist immer eine gute Wahl; als Ellen erdet sie die Beziehung, zieht die Ehekrise auf eine ernsthafte, realistische Ebene. Und auch Anne Schäfer ist in jedem Film eine Bereicherung: Ihre Rolle als die Frau, die „Feelgood“ verkauft, ist zwar vergleichsweise klein, sorgt aber – forciert von einem charmant verschmitzten Lächeln – für eine gewisse zwischenmenschliche Spannung: Ob diese auch erotischer Natur ist oder ob sich hier „nur“ zwei Seelenverwandte begegnen und jene Alexandra Ludwig in Zukunft die neue Mona wird, also Henrys „Lieblingsgestütsbesitzerin“, wird sich zeigen. Wie bei den meisten ARD-Freitagsfilmen ist die Geschichte von „2 unter Millionen“ zwar keine, die erzählt werden muss, aber wie sie erzählt wird, das hat Klasse. Das Drehbuch ist ungemein dicht: Nach und nach sind alle Figuren – ohne es selbst zu wissen – in den Plot um die gewonnene und verheimlichte Million involviert. Der Film besitzt ein gutes Tempo und eine positive Ausstrahlung, die Inszenierung ist flott und die Hauptfigur die meiste Zeit in Bewegung. Das entspricht dem Motiv Pferderennen inklusive den Szenen auf der Trabrennbahn. Und am Ende geht alles auf. Es gibt Filme, bei denen ein solches Ende nervt. Hier nicht. Der Name des Hengsts bringt alles auf den Punkt: „Feelgood“.“

    Zusatz-Info von Racingman:
    Wer nicht bis morgen warten will, findet den Film auch jetzt schon in der ARD-Mediathek. Dass solche Filme überhaupt produziert werden, hat sicher auch entscheidend mit der Person von Christoph Pellander zu tun. Der sitzt bei der ARD-Produktionsfirma Degeto an einer entscheidenden Stelle, und als Amateur-Trabrennfahrer pushed er seinen Sport kräftig im Fernsehen.

  52. Un Coeur B sagt:

    Frankel +1.3, morgen TV +0.0, Godolphin Stables -1.2, EML +0.1, Racingman -0.1, Trabrennbahn Recklinghausen die schönste: Marion Jauß +0.3, Trabrennbahn Dinslaken unter Flutlicht +0.6, Galopprennbahn Weidenpesch +0.2, heutige Gefühlslage -0.3, Von +2.0 bis -2.0 das Ei des Kolumbus…oder auch nicht, Galopp +0.4, Trab +0.1, Dortmunder Nordstadt +0.1, selbst +0.2, Blues +0.5, deutscher Schlager -1.1, Paris +1.0, Philosophie +0.1, Literatur +0.3, CDU -1.2, Das Leben an sich -0.3, Geld +0.0, Zukunft +0.1, Vergangenheit -0.2, Gegenwart -0.1, Blücher Blog +0.1, meine Jugend hat spät begonnen +0.3, Parerga und Paralipomena +0.3, My Life and Times +0.4, scheiß auf alles +0.2.

  53. Racingman sagt:

    DIE SPORT-WELT AM…

    … Freitag, den 13. Also heute. Eine denkwürdige Ausgabe in mehrfacher Hinsicht.

    Galopp Intern zum ersten Mal als Beilage der Sport-Welt. Vier Seiten im gewohnten Göntzsche-Sound. Hätte ich früher nie für möglich gehalten, Göntzsche in der Sport-Welt. Immerhin war Galopp Intern einst gegründet worden, um dem Hofberichterstattungsblatt Sport-Welt Feuer unter dem Hintern zu machen.

    Die Titelstory von Galopp Intern jetzt über Harro Remmert. Ach ja. Im Juli 1977 nahm er seine Trainertätigkeit auf, und ab Februar 1978 war der junge Racingman als Besitzerkunde mit dabei. Im Sommer 1978 habe ich eine Woche bei den Remmerts in Stommeln gewohnt, als ihre Kinder in den Sommerferien an der Nordsee waren, und bin in der Morgenarbeit mitgeritten. Als ich ein Jahr später beim Großen Preis der DDR in Hoppegarten war, erzählte ich Harro Remmert anschließend davon. Obwohl ich das Treffen mit den Stasi-Geheimagenten für mich behielt und mich auf das Erzählen des Renntages beschränkte, war die Story für Remmert wie eine Geschichte vom Mars. Die DDR war damals für die Wessis eine Terra Incognita.

    Klaus Göntzsche (im nächsten Juli 74 Jährchen alt) greift auch das Thema auf, das ich vor einiger Zeit in diesem Blog besprochen hatte: die Personalwechsel in der PR-Abteilung von Deutscher Galopp. Überschrift von Galopp Intern: „Verschleiß im Rudel“ und dann so: „Nun also Susanne Beyreuther. Die nächste Presse-Dame des Dachverbandes hat gekündigt und verlässt das Haus. Kaum jemand ist in der Lage, die Namen der Damen aufzuzählen, die in den letzten Jahren dort alle mit großer Begeisterung angetreten sind und mehr oder weniger schnell feststellen mussten, dass eigentlich wenig bis nichts zu bewegen ist.“

    In der aktuellen Ausgabe der Sport-Welt stehen auch gleich zwei Stellenanzeigen von Deutscher Galopp. Eine davon für „Referent Presse und Marketing (m/w/d) in Teil- oder Vollzeit“. Wohlgemerkt nur noch Referent und nicht mehr Cheffe der Abteilung. Das Direktorium ist also weiter beim Downsizing…

    Die Sport-Welt heute auch mit mehr als zwei vollen Seiten mit Todesanzeigen – und alle für dieselbe Person! Ist vielleicht der liebe Gott gestorben? Nein, es war nur Andreas Tiedtke.

    Und der wird auch von Gastautor Klaus Göntzsche erwähnt: „Zwei Jahre lang wurde er sogar zum Geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Direktoriums und damit höchsten bezahlten Funktionär des Rennsports. Der von Tiedtke mitinitiierte Fehlversuch, dem Hamburger Renn-Club das Derby wegzunehmen und nach München zu vergeben, endete mit einer spektakulären Bauchlandung. Einige Zeit später musste er gehen.“

    Einspruch, Euer Ehren. Das, was ich und nicht nur ich als zutiefst illoyal empfunden habe, war der Versuch von Tiedtke, das Deutsche Derby nach Iffezheim zu verlegen und von seiner Münsteraner Firma c.s.a. auf eigene Rechnung durchführen zu lassen.

    In Dortmund soll Tiedtke als geschäftsführender Präsident laut Göntzsche 10.000 Euro im Monat verdient haben. In Wambel fließen eben Milch und Honig…

    Ansonsten eher nicht so. Ahmet Refii Dener beschreibt in seiner Kolumne das Elend der Profiwetter und der Trainer. Dener-Humor: „Gefühlt warten wir in unserem Sport auf den superreichen Gönner, der in seinem Testament Deutscher Galopp als Hauptbegünstigten einsetzt.“ Meine Anmerkung dazu: Ob das was helfen würde… wenn man berücksichtigt, was aus den meisten RaceBets-Millionen wurde?

    • Theo Epping sagt:

      Tut mir aufrichtig leit, aber zu Ihren nicht enden wollenden Ich Erzählungen fällt mir nichts anderes ein als:

      SCHWÄTZER

      • Theo Epping sagt:

        Die DDR war nie und zu keiner Zeit ein Tabu für die Wessis.
        Ohne die Unterstüzung der Westverwandtschaft, die Devisen die bei Besuchen, schon durch die Umtauschpflicht, ins Land getragen wurden, von den Abermillionen die die BRD in die DDR gepumpt hat ganz zu schweigen, wäre der Bauern und Arbeiterstaat schon 20 Jahre früher zusammengebrochen.

        Was Ihr Stasi Erlebnis angeht, sollten Sie mit denen tatsächlich Kontakt gehabt haben, dann würde ich an ihrer Stelle etwas leiser quatschen, die stehen nicht so auf Ihr Gelaber.

    • Un Coeur B sagt:

      Der Tod steht unausweichlich im Hintergrund und kann jeden Augenblick herantreten.

      Wir werden im Augenblicke des Sterbens inne, dass eine bloße Täuschung unser Dasein auf unsere Person beschränkt hatte.

    • h.schmelz sagt:

      Wenn zwei Schwätzer Göntzsche und Racingman eine ähnliche Geschichte erzählen, wird noch keine Wirklichkeit draus. Der Anlaß, sich über Hamburg als Ausrichter des Derbys Gedanken zu machen, war das katastrophale Geläuf. Dem hat die BV nicht mehr untätig zusehen wollen. Was sich daraus entwickelte, war eine Ablenkung durch Wahler und Darboven mittels affiger Pressekonferenzen und Fingerzeigen, u.A. auf Andreas Tiedtke. Am Ende ging es dann genau so, wie die BV wollte: Der HRC hat das Geläuf grundsaniert. Das ist die Geschichte, um die es ging.

      • Racingman sagt:

        Nee, darum ging es (mir jedenfalls) nicht. Es stimmt, dass der Ausgangspunkt der Geläufzustand in Horn war. Mein Thema aber war, was daraus wurde und vor allem, wie Andreas Tiedtke sich dabei verhalten hat. Meine Einschätzung: Kein seriöses Unternehmen außerhalb des Pferderennsports hätte sich einen Tiedtke leisten können und wollen. Diese Geschichte sagt aber mehr über das Direktorium als über den Münsteraner aus.

        Dass Letzterer wegen seiner Depressionen den Freitod gewählt hat, ist natürlich menschlich eine traurige Nachricht.

        • Theo Epping sagt:

          Racingman’s bevorzugte Turnübung:

          die Rolle rückwärts.

        • kassandro sagt:

          Woher wissen sie, dass Herr Tiedtke den Freitod gewählt hat? Ich hatte eigentlich den Impftod für am wahrscheinlichsten gehalten. Dank dieser medizinischen Glanzleistungen sterben heutzutage viele Menschen im Schlaf. Bei Larissa Kneip ist der Impftod noch wahrscheinlicher, da sie weniger übergewichtig war, und bei Frauen das Übergewicht zudem weniger schädlich ist. Als depressiv war mir Andreas Tiedtke jedenfalls nie erschienen.

          • Theo Epping sagt:

            Wen geht das was an, sie und uns, die Mehrheit, jedenfalls nicht, außerdem, schon mal was von Pietät gehört.
            Man muss seine Meinung über jemanden nicht ändern, weil er gestorben ist, man kann sie aber eine Weile für sich behalten.

          • Racingman sagt:

            Weil er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat.

          • kassandro sagt:

            Wenn er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, kann es natürlich kein “plötzlicher medizinischer Notfall” – das Wort ist wegen des Kampfes gegen Rechts mittlerweile in den Systemmedien verboten – gewesen sein. Es könnte allerdings eine Krankheitsdiagnose gewesen sein, die ihn zu diesem tragischen Schritt bewegt hat. An eine seit längerem anhaltende Depression kann ich einfach nicht glauben.

          • Racingman sagt:

            Die Beisetzungsspenden gehen an die Robert Enke Stiftung.

          • Racingman sagt:

            Die Tatsache, dass niemand im Turf etwas von den Depressionen ahnte, unterstreicht einmal mehr, dass die vielbeschworene “Galopperfamilie” nur hohles Gerede ist.

          • Theo Epping sagt:

            Die Tatsache das Sie hier ungehindert Ihr Unwesen treiben dürfen, beweist das Gegebteil.
            Sie Schmierfink!

        • kassandro sagt:

          Die Geschichte mit dem Geläuf war nur ein vorgeschobenes Argument. Herr Ostermann hat dann auch nach der Geläufsanierung noch 1-2 Jahre die beleidigte Leberwurst gespielt und keine Pferde nach Hamburg geschickt. Es war auch niemals geplant, das Derby nach München zu verlegen. Als Kandidat kam eigentlich nur Iffezheim in Frage. Da ich damals aus dem Galopper-Forum ausgeschlossen war, habe ich im DI-Blog deshalb hauptsächlich auf Baden Racing eingedroschen. Irgendwann wurde ich dann von einem Mittelsmann angerufen oder bekam eine E-Mail, der mich bat endlich meine elende Klappe zu halten. Baden Racing würde einige Tage später während der Großen Woche öffentlich erklären, dass man sich nicht für das Derby bewerben werde. So kam es dann auch, und Herr Tiedtke wollte dann das Derby in eigener Regie, also ohne Baden Racing, in Iffezheim veranstalten. Für diese Idee gab es dann allerdings nur Gelächter und selbst sein Freund Hubertus hielt diese für sehr kühn. Letztlich gescheitert ist der Derby-Coup aber an aus der Ansage von Herrn Darboven, dass es in Hamburg keinen Galoppsport mehr geben wird, wenn es das Derby verliert. Das wollte natürlich von der deutschen Turf-Öffentlichkeit keiner und so schwenkten alle auf Hamburg um, obwohl Iffezheim die viel schönere und insgesamt klar beste deutsche Rennbahn ist. Die Horner Rennbahn ist dagegen zusammen mit München und Köln die sportlich fairste Rennbahn. Da kann bei 20 Startern ein Pferde wie Lando selbst vom letzten Platz (vor dem Horner Bogen) aus noch siegen. Herr Ostermann, der dieser Rennbahn viel verdankt, steht es deshalb eigentlich am wenigstens zu, Hamburg zu kritisieren.
          Der Kaffekönig machte mit dem Nestbeschmutzer Hubertus Schmelz kurzen Prozess und erteilte ihm Hausverbot im Tinsdal. Hauptleidtragender war allerdings Schmelz-Freund Hannes Gutschow. Sein damals sehr erfolgreiches Gestüt Kerbella war damit erledigt und seine Tochter konnte nicht mehr seine Nachfolgerin in Darbovens Gestüt Idee werden. Der Mann zahlte für seine Freundschaft zu dem Egomanen einen sehr hohen Preis.

  54. Racingman sagt:

    In der Funktionärsriege des deutschen Galopprennsports gibt es haufenweise Eumel und nur wenige Leute, die fachlich Ahnung haben. Diese können sich dann auch fast alles erlauben, eben weil man sie unbedingt braucht. Im Direktorium musste der Chefmanager seinen Stuhl räumen, doch ein paar Jahre später holte man ihn als Vorstandsmitglied zurück. Und in Dortmund war der Rennverein so klamm, dass er sein Stallgelände an einen Wohnungsbau-Investor verkaufen musste. Nichtsdestoweniger gönnte sich der geschäftsführende Präsident ein Monatsgehalt von zehntausend Euro. Und das für wenige schmucklose Renntage pro Jahr, die ohne die PMU-Gelder gar nicht möglich wären. Mit Professionalität haben die Zustände im deutschen Turf wirklich nichts zu tun.

    Gleiches gilt für die Öffentlichkeitsarbeit. O-Ton Galopp Intern: „Sämtliche Rennvereine versorgen ihre örtlichen Medien mit Texten vorher und nachher. Immer total gut gemeint. Aber immer viel zu lang, von Fachleuten verfasst und deshalb für den Medienalltag weitgehend unbrauchbar.“

  55. Un Coeur B sagt:

    +2/+2, Johannes Frömming würde man die +2.0 geben, ohne wenn und aber, -2.0 vielleicht Putins Visage, immer das gleiche und dasselbe elende Mienenspiel, Fresse meinte Partnerin, Visage viel zu hoch gegriffen, Racingman dagegen ein kleiner Sonnenschein mit seinem ewigen und gehaltlosen Bla Bla, Racingman mit J.Frömming nicht zu vergleichen, zwischen beiden liegen Welten, so relativ das ganze und alles.

  56. Racingman sagt:

    Quod erat demonstrandum: Sobald Racingman hier den Stecker zieht, fällt der Blog thematisch ins Wachkoma zurück, weil Heinz und Theo absolut nichts zu bieten haben. Meine Themen waren immerhin so relevant, dass sie auch von Sport-Welt und Galopp Intern aufgegriffen wurden.

    • Theo Epping sagt:

      Zunächst mal, Sie ziehen hier überhaupt keinen Stecker, Sie treten, besten Falls, hier nicht mehr in Erscheinung.

      Erklären Sie mir doch mal welchen Unterschied es macht, wenn ich Ihr Geschreibsel nicht lese oder es gar kein Geschreibsel zum lesen gibt.

      Vieleicht sollten Sie sich mal die Frage stellen:

      Warum bekomme ich, also Sie, nie die gewünschte / erhoffte Resonanz auf meine ach so relevanten Gedanken?

      • Racingman sagt:

        Weil der Blücher Blog in der Branche überhaupt kein Faktor ist. Und selbst wenn ein Christoph Berglar von dessen Existenz wüsste, wäre es für ihn fachlich uninteressant, sich mit dem inhaltsleeren Störfeuer von Heinz und Theo rumquälen zu müssen. In einem früheren Forum beteiligten sich auch Helmut von Finck und Christoph Berglar, aber die Beiden wurden von den anonymen Heckenschützen so böse abgebürstet, dass sie schnell die Lust verloren haben. Deshalb bleibt meine Aufforderung an Blücher: Entweder Sie machen den Laden hier dicht, oder Sie sorgen für ein Know-how-Forum mit strenger Gesichtskontrolle!

        • Theo Epping sagt:

          Mit den Herren von Fink und Berglar und anderen Leuten dieses Kalibers komme ich bestens klar und wir sprechen die gleiche Sprache, so unvorstellbar Ihnen das auch vorkommen mag, ich würde mit diesen Leuten ins fruchtbare Gespräch kommen.
          Sie auch?

        • Theo Epping sagt:

          Noch einen kleinen Tip, ganz für umsonst.

          Niemand hört sich einen Satz an, jedenfalls ohne Not nicht,
          der mit
          “entweder” anfängt.

          • Theo Epping sagt:

            Und noch ein Tipp!

            Hörn Sie auf mit den Millionen, die weg sind, anzugeben, daß macht nur unsicher.

  57. Racingman sagt:

    Theo, Theo, Sie sind ja blogmäßig völlig überarbeitet… Von was für Millionen reden Sie denn da?

  58. Racingman sagt:

    Ich lass mir doch von einem Stallknecht keine Rätselaufgaben stellen.

    Mittlerweile gewinne ich den Eindruck, dass für Blücher der Blog vollkommen egal geworden ist und damit auch die Frage, wer hier schreibt oder nicht schreibt. Wenn der Herbergsvater nicht bereit ist, eine Eigenleistung beizusteuern, bin ich es auch nicht. Falls jemand hier wider Erwarten etwas qualitativ Ansprechendes postet, beteilige ich mich gern, aber die beiden Zeitdiebe Heinz und Theo können mir inhaltlich nichts bieten.

  59. Un Coeur B sagt:

    Die Störfeuer auf den Störfaktor…Gesichts Kontrollen für das Know how, für die Know hows, wenn Blücher das täte, dann alles gut, ziemlich verschroben von Ich lass mir doch nicht.

  60. Racingman sagt:

    „SEA STEEPLECHASE TROPHY“ in Harzburg

    Ungeplanterweise aus aktuellem Anlass hier eine Botschaft, die sich exklusiv an den Oberharzer Kassandro richtet: GaloppOnline vermeldet, dass die Rennbahnen Bad Harzburg und Quakenbrück einen neuen Wettbewerb ins Leben gerufen haben, der sich über drei Seejagdrennen erstrecken soll und der eine Punktewertung über diese Rennen schafft. So weit, so gut. Eine sinnvolle Idee, die man umsetzen sollte.

    Mein Hinweis bezieht sich lediglich auf den Namen, den man dafür vorgesehen hat. „Sea Steeplechase Trophy“ soll das Kind heißen. Wenn man schon einen englischen Titel wählt, sollte der aber auch passen. „Sea“ bedeutet auf Englisch zwar „See“, aber „die See“ im Sinne von „das Meer“. Kein Engländer oder Amerikaner würde sich unter dem Begriff „Sea“ ein Binnengewässer vorstellen. Der nun gewählte Titel suggeriert, dass die Pferde durchs Meer laufen. Das könnte man allenfalls dann akzeptieren, wenn es sich um ein Strandrennen wie beim Cuxhavener Duhner Watt oder im andalusischen Sanlucar handeln würde. Aber bei einem Rennen durch einen Teich wäre das ungewollt komisch. So wie vor einigen Wochen, als T. Epping einen „Bumper“ zum „Dumper“ machte.

    Und hier kommt nun der „Amerikaner“ Kassandro ins Spiel. Ihnen geht es doch sicherlich darum, bei Ihrem Puschenklub, dem Harzburger Rennverein, Sympathie-Punkte zu scoren. Als Kenner der englischen Zunge könnten Sie Stephan Ahrens höflich darauf aufmerksam machen, dass der gewählte Titel Optimierungspotenzial besitzt. Mein Vorschlag wäre „Three Lakes Trophy“, aber warum nicht ein deutscher Titel? Der Elektro-Ahrens ist aus meiner Sicht eine Rakete als Turfmanager, weil er so kreativ und enorm fleißig ist. Dass Englisch nicht zu seinen Stärken zählt, ist da verschmerzbar, solange es einen hilfsbereiten Kassandro gibt.

  61. Racingman sagt:

    Mir ist es ein Rätsel, warum der Harzburger Pressesprecher Delius nicht vor der Veröffentlichung des ulkigen Namens die Bremse reingehauen hat.

    • Theo Epping sagt:

      Das ist dann ja wohl ein Null Faktor Eilbericht für die Zeit-Diebe,
      vom gelangweilten Brockenstürmer oder wie das Blättchen heißt.

  62. Racingman sagt:

    Theo, wenn Sie ein konstruktiver Typ wären, würden Sie hier selber einen Namensvorschlag machen anstatt nur wieder rumzunölen. Um kreativ zu sein, muss man kein Akademiker sein. Ihre Destruktivität ist der Grund, warum ich keinen Bock auf den Blücher Blog habe. Ich habe das Obige lediglich gepostet, weil Kassandro damit das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann.

  63. Racingman sagt:

    Für die neue Rennserie hier die zehn Namensvorschläge aus der Racingman-Kreativfabrik:

    1) Three Lakes Trophy
    2) Seepferdchen-Cup
    3) Niedersachsen-Hattrick
    4) Freischwimmer-Preis
    5) Surf & Turf Trio
    6) Harz-Artland-Pokal
    7) Cross-Country Challenge
    8) Bahlsen (= Sponsorenname)-Dreierkette
    9) Wettbewerb für den „King of Harz“ (= phonetisch wie „King of hearts“= Herzkönig)
    10) Harz III-Championat

    Der Pressesprecher eines Unternehmens wird dafür bezahlt, dass die Außenkommunikation professionell rüberkommt. Delius muss dieses Thema schnell und möglichst geräuschlos abräumen, bevor die Ausschreibungen veröffentlicht werden.

    • Racingman sagt:

      Schon wieder so’n doofer Smiley anstelle der Acht…

      • Theo Epping sagt:

        Wie immer, Sie lernen es nie, weniger ist mehr.

        Wie mein Lehrherr sagte: Wer befehlen will, muss zuerst mal gehorchen lernen.
        Sie Racingman, sind unfähig zu beidem.

        • Racingman sagt:

          Theo mal wieder gewohnt destruktiv… Keine Werbeagentur würde nur einen einzigen Namen vorschlagen. Der einzige Theo-Vorschlag ist übrigens untauglich, weil “Jumping” zumindest von einem Franzosen als Springreitturnier verstanden würde.

          • Theo Epping sagt:

            Ebend,
            man springt von 1 nach 2 nach 3, Sie besserwisserischer Korinthenkacker.
            Ich bin Privatier und nicht käuflich.

      • Theo Epping sagt:

        Ganz ehrlich, nicht nur das Smiley ist doof.

    • martin sagt:

      falls bahlsen wirklich sponsor ist,gehört der name dazu,BAHLSEN see trophy,zwar auch denglisch,aber ist egal

      • Racingman sagt:

        “Bahlsen” war nur ein willkürlich gewähltes Beispiel und ein Stellvertreter-Begriff für den Namen des tatsächlichen Sponsors, der am Ende den Zuschlag vom Harzburger Rennverein erhält.

  64. Un Coeur B sagt:

    Bald wieder Prix d’Amerique, 1964 Johannes Frömming, 1965 Johannes Frömming, 1974 Delmonica Hanover und Johannes Frömming, nur er schien kurz nach dem Ziel zu wissen, dass er gewonnen hatte, die 30 oder 40 Tausend anderen mussten dann noch etwas warten, auf Ibiza eine Frau kennengelernt, die in den 30er Jahren in Berlin mit Frömming Party machte, er mit einer Fahne auf einem Tisch, usw. usf. , niemand vom deutschen Galopp, der annähernd an Frömming herangekommen wäre.

    • Theo Epping sagt:

      Jetzt vergleichen aber Sie Äpfel mit Birnen.

      Ohne Frömmings Lebensleistung schmälern zu wollen,
      aber als Rennreiter wäre er garantiert mit 78 nicht mehr an den Start gegangen. Der Mann hat mit 16 Jahren angefanngen, das sind sage und schreibe 62 Jahre.
      Mir fällt bei den Rennreitern spontan Micky Starosta ein, der hat 1973 oder 74 sein letztes Rennen geritten, also mit Anfang 60 und natürlich Peter Alafi.
      Die meisten anderen haben deutlich früher aufgehört und sind mehr oder weniger erfolgreiche Trainer geworden.
      Oder meinen Sie den Partylöwen, da war Peter Alafi auch kein Kostverächter.

    • Un Coeur B sagt:

      Nein, auch in Bezug auf Persönlichkeit und Charakter, wenn er sprach, ging einem sofort das Herz auf, unnachahmlich wie er die Franzosen, und auch die Deutschen, mit dem Fahrerhelm in den rechten Hand zu Ovationen hinrieß, Fromming! Fromming! skandierten sie, das ö konnten sie nicht so.

      • Theo Epping sagt:

        Das kenne ich nur aus dem Fernsehen, aber Sie haben recht, er kam so rüber.
        Hein Bollow hatte auch so einen Zauber auf die Zuhörer.
        Mich hat immer mehr interessiert, was ihm seine Frau zuflüsterte.
        Das war, jedenfalls für mich, viel wichtiger.

  65. Racingman sagt:

    11 von 14 Fachjournalisten des deutschen Turfs haben in einer von Galopp Intern durchgeführten Wahl das Harzburger Hippodrom zur „Rennbahn des Jahres 2022“ gewählt. Absolut verdient aus meiner Sicht. In erster Linie dürfte dieser Erfolg mit der Leistung des immens fleißigen Bosses Stephan Ahrens zusammenhängen. Der Elektro-Handwerker Ahrens, der kein Sportmanagement-Studium absolviert hat, ist als Turfmanager einfach ein Naturtalent.

    Die Wahl zur Rennbahn des Jahres wird auch in der lokalen „Goslarschen Zeitung“ gewürdigt. Unter diesem Artikel steht ein Rennfoto, das als Quelle mit „Archivfoto: Epping“ gekennzeichnet ist. Kassandro, der als Hobby-Fotograf Bilder bei Wikipedia einstellt, ist/war beim Harzburger Rennverein als Fotograf akkreditiert. Ob er vielleicht seine Bilder unter seinem Künstlernamen „Epping“ veröffentlicht… oder verfügt der echte T. Epping vom Niederrhein am Ende doch noch über ein Talent?

    Schaust du hier:
    https://www.verein-deutscher-besitzertrainer.de/fileadmin/user_upload/gz_20122022.jpg

    • Theo Epping sagt:

      Epping ist nun wirklich kein so seltener Name, den gibt es beinahe auf der ganzen Welt, sowohl als Familien- als auch als Ortsnamen. Selbst Sie haben ja schon den Epping Forst bei London gefunden. Dort lebt übrigens Rod Stewart.

    • Un Coeur B sagt:

      Three Billboards outside Ebbing

    • Un Coeur B sagt:

      Und da gibt es etwas Merkwürdiges, jemand beschreibt das, worum es ihm gerade geht, ganz akkurat, und man empfindet beim Lesen überhaupt nichts, man langweilt sich, man könnte einschlafen.

    • kassandro sagt:

      Ich war nie in Harzburg akkreditiert. Ich war dort immer nur als zahlender Zuschauer. Trotzdem gibt es einige Wiki-Bilder der Harzburger Rennbahn von mir wie z.B. dieses technisch nicht ganz korrekte Panorama:
      https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HarzburgRennbahnPano.JPG
      Auf der linken Seite der Harzburger “Ozean (=Sea)”, der auf dem Bild größer ausschaut, als er wirklich ist. Eine größere Pfütze wäre auch zu gefährlich, denn am Ende der Rennwoche wird der Jockey-Champion des Meetings hineingeschmissen, und der kann meistens nicht schwimmen. Der See in Hamburg ist deutlich größer und tiefer, was dazu führte, dass dort keine Hindernis-Rennen mehr stattfinden. Letztlich gibt es für diese Rennen in Deutschland keine Zukunftsperspektive mehr. Baden Racing hat diesen vor langer Zeit ohne Not den Todesstoß versetzt. Diese Rennen boten eigentlich überall eine schöne Abwechslung zum flachen Einerlei. In Iffezheim gab es zwar keinen See, aber es sah fast besser aus, wenn die Pferde den Kapellenberg hoch und dann wieder runter galoppierten. Tempi Passati – eine der vielen Glanztaten des Thomas Middelhofs des deutschen Galoppsportes. Nachdem auch Mannheim die Hindernisse abgebaut hat, wirkt das auch in Harzburg nur noch wie eine Schauveranstaltung. Stefan Ahrens muss durch die ganze Welt reisen, um Starter heranzukarren. Dieses Geld sollte man besser in die Superhandicaps investieren und endlich die Dotierung wieder auf die Vor-Corona-Höhe von 20.000€ anheben. Die für heuer angedachten 17.500€ sind einfach nur Knauserei.
      Meine Rennbahn des Jahres ist ganz klar Magdeburg, und ich verstehe nicht wie man eine andere Wahl treffen kann. Die Bahn ist letztes Jahr zur Gruppe-Bahn aufgestiegen. Hoppegarten-Eigener Schöningh war vor Ort und wusste das gebührend zu würdigen. Ein Großteil der deutschen Turfprominenz glänzte allerdings durch Abwesenheit. Es war schon eine Schande, dass vom Team der siegreichen Stute India keiner vor Ort war. Weder Trainer Hickst noch Besitzer Ostermann, der damals auch noch Präsident der Besitzervereinigung war. Immerhin waren die Trainer des Zweitplatzierten und der Drittplatzierten Schiergen und Klug vor Ort. Die wussten wenigstens, was sich gehört. Magdeburg besitzt ähnlich wie Harzburg eine breite Basis mittelständischer Sponsoren, die man wie im Fußball auf einer Hintergrundwand bei Interviews usw. präsentiert. Auch sind die Kosten in Magdeburg niedrig, weil mein keine externen Dienstleister anheuert. Das wird alles von Rennvereinsmitgliedern oder Beschäftigten der Trainingsanlage erledigt. Zudem wurde die ehemalige Vizepräsidentin des Rennvereins als Parteilose zur Oberbürgermeisterin von Magdeburg gewählt. Indirekt hat die Stadt Magdeburg dann auch das Gruppe-Rennen finanziert. Die Oberbürgermeisterin hat es sich nicht nehmen lassen, der siegreichen India höchstpersönlich die Siegerdecke überzuziehen.

  66. h.schmelz sagt:

    Vorletzte Woche Freitag fand in Iserlohn die Trauerfeier für Andreas Tiedtke statt. In einer kleinen Kapelle, auf einem kleinen, windigen Friedhof. Es sah nach Wittekindshof aus, der Wind pfiff, die Wolken wehten Regen von West nach Ost. In kleiner Runde waren die Menschen versammelt. Der verstorbene hat sein Leben freiwillig beendet. Es ist müßig, sich selbst nach Warnzeichen abzutasten, denn niemand hat diese Zeichen erkannt. Er war wie immer, bis zum Schluß. Munter, engagiert, kritisch und farbenfroh in der Erzählung. Ob der Rennsport bei seiner Entscheidung eine Rolle gespielt hat? Immerhin war der Rennsport seine Lebensbeschäftigung, und die Bereiche Depression und Bilanz gehen wohl Hand in Hand. Der Rennsport hatte seine Repräsentanten geschickt, und ich glaube, alle, die da waren, wollten wirklich da sein. Vielleicht ein später Beweis für seine auch damit anerkannte Persönlichkeit. Die Presse war nicht zugegen.

  67. h.schmelz sagt:

    Wenn 11 von 14 Fachjournalisten eine Rennbahn des Jahres küren???, dann ist Obacht angebracht. Wenn ich eine Rennbahn lobend erwähne, sollte man aufhorchen. Jouralisten sind oft an Rennbahnen interessiert, die ihnen ein Zubrot zustecken, vorzüglich Daniel Delius in Bad Harzburg und noch extremer früher K.Göntzsche in Bad Doberan. Deren Urteil könnte eingetrübt sein, sage ich. Sie leben als symbiotische Begleiterscheinungen des Rennsports, mit mehr oder weniger Ahnung vom Sport an sich. Ähnlich die Fälle der Sportwelt oder des Herrn Hähn oder des Herrn Göbel. Die sind alle sehr verwoben mit den Objekten ihrer jornalistischen Beschäftung, im Jurasprech “befangen”. Manche verdienen sich mit Tips ein Zubrot, aber keiner kann davon auf die Malediven abhauen, sich dem ewigen Kampf ums Dasein ein für allemal entziehen. Dann gibt es noch die neuen Fernsehtroubadore, die Impresarios – Franke, Castle, Delors. Oder Bahnkommentatoren, deren Aufgaben sich mittlerweile vermischen mit dem Kommentar an sich. Es gibt gute Fachleute dabei wie Herrn Schridde oder Herrn Wissel, oder angenehme wie Herrn Franke, oder eine Dame sogar. Und dann gibt es T.Castle, den Schwiegermuttertröster #1, den ewigen Dauerlächler und Grinser, den Gute Laune Onkel, der sich für keinen muffigen Scherz zu schade ist. Also den Nachfolger von Göntzsche im luftigen Fach.

    Das sind dann so ungefähr die Leute, die mutmaßlich die Jury der 14 ausmachen. Würde man von denen ein gebrauchte Rennbahn kaufen?

    • Theo Epping sagt:

      Ich stimme Ihnen zu,
      hatte diese Wahl auch eher als Werbung eingestuft.

    • martin sagt:

      der dauerlächler hat aber in vechta teure reitpferde verkauft, daür ist er anscheinend gut genug. wenns aber für deutsch galopp nicht reicht,ist die sintflut nicht mehr weit

      • Theo Epping sagt:

        Ich traue Thorsten Castle schon ein ordentliche Portion Pferd/Sachekenntnis zu, schließlich ist er der Sohn von Ulrike Castle und Ulli wird ihm schon was mitgegeben haben.
        Jeder verkauft sich so wie er/sie es am besten kann und wie es ankommt.
        Das muss doch nicht jedem gefallen.
        Teure Pferde kann man nur verkaufen, wenn welche da sind und, ganz wichtig, wenn potente Käufer (Mehrzahl) da sind.

    • kassandro sagt:

      Ich hab es nun schon etliche Male erlebt, dass Leute auf der Rennbahn auf Thorsten Castle zugehen und sich bei ihm für die tolle Moderation bedanken. Der Mann kommt gut an, nicht nur bei den Schwiegermüttern, und das ist die Hauptsache. Der Göntzsche ist dagegen nie bei den Schwiegermüttern angekommen, selbst in seiner Glanzzeit bei ntv nicht. Ich vergesse es nie, als Göntzsche Mal vor so 10-12 Jahren auf der Neuen Bult moderierte und Herrn Rossmann interviewte, der damals den ganzen Renntag sponserte. Da lag das Wortspiel “Was hat Rossmann mit den Rössern zu tun?” eigentlich auf der Hand, aber Göntzsche ist nicht darauf gekommen, obwohl das Interview sicherlich vorher verabredet war. Dirk Rossmann hat das Thema dann selber angesprochen, und sich an die Zeiten erinnert, wo er wie wild auf der Alten Bult gezockt hat. Rossmann und die Rösser – das passte also gut zusammen.

  68. h.schmelz sagt:

    Im Winter war früher Ruhezeit für den Rennsport. Bis Dortmund kam, und wohl auch mal Neuß, und nun laufen sie auch, wenn eigentlich Ruhe ist. Das ist aber nur ein Programm für die 40 Kilo Klasse, damit die nicht weggläuft. Japan Cup ist irgendwie auch nicht programmgemäß, trotz Lando und Sushi Bomber Hansi Haraguchi. Einmal Suppääää mit Steppchän! Schonnnnn fertikkk!

    Pferde brauchen auch mal Ruhe, was die Trainer nicht gerne sehen, aber egal, die Pferde kommen nach Hause und lassen die Seele baumeln, wie man so sagt. Bis sagen wir mal Cheltenham kommt auch der Fan zur Ruhe, oder er ist süchtig nach billigem Kick. Das wollen wir nicht. Stattdessen kommt die NFL in den Schlußbogen, erst im Herbst mit der normalen Saison, dann jetzt das grande finale mit dem Superbowl. Jedes Spiel entscheided, wer verliert, fliegt raus. Ich habe immer gerne NFL gekuckt, ganz früher bei SAT1, Superbowl XX wie man römisch schreibt, 20 bei uns. 1986 Chicago Bears gegen die New England Patriots, es gab ne Packung 46:10, die Patriots ohne Chance gegen Jim McMahon und Walter Payton und William Perry, den 180 Kilo Linebacker, “The Refrigerator”, der trotzdem aus dem Stand auf einen Küchenstuhl springen konnte. Lange her, aber der Sport hat mich immer fasziniert, weil er zwar ähnlich wie Fußball geschrieben wird, aber ganz andere gespielt wird. Verglichen mit American Football ist Fußball ein wuseliger Schulhof Kick, eine unsortierte Rangelei mit immer neuen Situationen, wohingegen Football eine hoch komplizierte Angelegenheit mit Nähe zum Schach darstellt, unzählige Spielzüge minutiös geplant und ausgeführt, wenn es klapt. Dazu artistisch, wenn es darum geht, dieses schiefe Ei aus vollem Lauf mit einer Hand über Kopf zu fangen. Die Widereciever nehmen Ballett Unterricht, aus gutem Grund.

    Ich empfehle sehr, sich das am Wochende anzutun. Es gibt jeden Sonntag/Montag/Dienstag/Donnerstag ab 6 morgens 15 Minunten Zusamenfassungen der Spiele bei Youtube. Wenn man das aufruft ohne vorher die Zeitung gelesen zu haben, kann man diese Zusammenfassungen sehen, ohne vorher den Gewinner zu kennen. Das macht es spannend. Im Moment erlebt der Sport gerade eine goldene Zeit der jungen Quaterbacks, der Spielmacher. An der Spitze Patrick Mahomes, dazu Jalen Hurts, Josh Allen, Brook Purdy, Joe Burrow, Dak Prescott. Die machen das Spiel neu und noch aufregender.

    Wenn die im Februar fertig sind, kann man auch wieder an Cheltenham denken.

  69. Un Coeur B sagt:

    Prix de Cornulier, das wertvollste Trabreiten der Welt, heute in Paris, immer noch sieben Tage vor dem Amerique, Bellino II geht einem durch den Kopf, dreifacher Sieger dieses Rennens, hintereinander, alles mit Fragezeichen und ohne Gewähr im Kopf, war das damals der B Jahrgang nach Une de Mai und Un Coeur B, Vico, Stall Cortina, in Gelsenkirchen so oft gegen Un Coeur B, Doris Wilhelm die Frau des Eigners von Cortina, ihre Tochter zuerst mit Wewering, jetzt mit Ostermann liiert, Vico ein Jahr jünger als Un Coeur B, beide aber ohne Chance, wenn Frömming mit Lucky Hanover nach GE kam.

    Jetzt sich doch noch mal bei google und wikipedia schlau machen.

  70. Racingman sagt:

    IFFZE STREICHT RENNTAG

    Wenn berichtenswerte Nachrichten totgeschwiegen werden, dann muss eben wieder Racingman ran… auch wenn er dazu eigentlich keine Lust hat.

    Am ersten Dezembersamstag letzten Jahres ging es an der Oos ziemlich rund mit dem neuen Winterzauber-Renntag. Der machte deshalb Furore, weil ein Wett-Team damals die „7 Gewinnt“ abräumte. Dieser Winterzauber-Renntag sollte eigentlich auch heuer wieder stattfinden, siehe die Baden-Badener Termine am Ende des Artikels:
    https://www.deutscher-galopp.de/gr/aktuelles/meldungen/20221130-premiere-beim-finale-2022-winterzauber-renntag-bringt-vorweihnachtliches-flair-nach-iffezheim-sagenhafter-jackpot-in-der-7gewinnt-wette.php

    Doch inzwischen findet sich auf der Terminliste des Direktoriums am 2. Dezember 2023 ein anderer Rennveranstalter: Mülheim wird an diesem Tag ein BBAG-Auktionsrennen veranstalten. Damit ist der Iffzer Winterzauber-Renntag nach einer einmaligen Austragung schon wieder Geschichte. Auch mit Baden Galopp wachsen die Bäume eben nicht in den Himmel.

    • Theo Epping sagt:

      Sie haben vieleicht keine Lust…
      Aber mit Sicherheit keine andere Platform als den Blücher Blog, mit seinen Zeitdieben, Sie armer Wicht.

      • Racingman sagt:

        Sie Ahnungsloser kennen sich in der Branche nicht aus. Ich könnte im Hoofworld-Forum schreiben, das mehr als 1.100 angemeldete Mitglieder hat plus eine Vielzahl schweigender Mitleser wie mich. Ich war aber (bisher zumindest) nicht bereit, Herrn Gruber mein Datenmaterial kostenlos zum Geldverdienen zu überlassen.

        • Theo Epping sagt:

          Ich kenne mich in der Forums-Landschaft tatsächlich nicht aus. Bin ich deshalb ein Ahnungsloser? Meinetwegen.
          Ich fühle mich wohl bei den Zeitdieben. Was brauche ich mehr?
          Mit fällt aber noch ein anderer Grund, als Ihre finanzieller ein.
          1100 Mit-Schreiber, da kriegen Sie nicht mal negativ Antworten, da gehen Sie sang und klanglos unter und wie heißt es doch so richtig?

          Was ist schlimmer als schlechte Presse?
          Keine Presse.

        • Racingman sagt:

          Ich habe früher beim Hoofworld-Vorgängerforum geschrieben, und da war das Echo auf meine Beiträge sehr groß (wie man an den einsehbaren Klickzahlen nachverfolgen konnte), obwohl dort hauptsächlich Traberfans und Nur-Zocker schreiben. Die Nase voll von dem Forum hatte ich, als Cheffe Gruber einen Beitrag von mir willkürlich löschte, weil irgendwelche Daglfing-Großkopferte das so wollten. Ich bin natürlich viel zu selbstbewusst, als dass ich so ein Verhalten akzeptieren würde.

          • Theo Epping sagt:

            Das glaube ich Ihnen unbesehen. Diese Eigenschaft, gepaart mit einer gewissen Unflexibilität, kann Betroffene oft unsymatisch erscheinen lassen.

        • Racingman sagt:

          Ob die Leute in den Turfforen mich sympathisch finden oder das Gegenteil, hat für mich noch nie eine Rolle gespielt.
          Im Hoofworldforum schreibt auch Holger Romey, der Galopp-Rheinländer aus Zürich. Vor ungefähr einem Jahr hatte er mich mal gefragt, ob ich bei einem neuen Turfmedium mitmachen wollte, das er und seine Kumpels geplant hatten (der Blücher Blog war denen als Plattform verständlicherweise zu unterkrupsch). Bisher scheint daraus nichts geworden zu sein. Ich hatte damals abgesagt, zum einen, weil mir meine Unabhängigkeit im Turf immer sehr wichtig war, und zweitens, weil ich nicht an die Zukunft des deutschen Turfs glaube. Dass es kein geeignetes Medium zur Meinungsäußerung gibt, bedauere ich auch sehr, andererseits möchte ich nicht zu viel Zeit, Geld und Energie in so ein Unternehmen stecken, das sowieso keine Zukunft hat. Dass Blücher für Heinz und Theo den Blog offen lässt, ist wohl eher eine karitative Aktion.

          • Theo Epping sagt:

            Das glaube ich ganz und gar nicht, ich bin sicher das der Blücher Blog für Leute gedacht ist, die sich für die Pferde interessiern und die über die praktischen Themen rund ums Pferd austauschen wollen. Also nicht für völlige Theoretiker die sich nur um Statistiken, Geld und Gewinnmaximierung sorgen und einen Klopphengst nicht von einem Kryptorchiden unterscheiden können.
            Wiki wirds schon klären.

          • Racingman sagt:

            Theo, Sie haben doch hier alle Möglichkeiten, über Pferde zu diskutieren. Warum tun Sie’s dann nicht? Weil Sie sich immer von Anderen bedienen lassen wollen.

          • Theo Epping sagt:

            Sie haben keinen blassen Schimmer was ein Klopphengst ist und ein Kryptorchide schon gar nicht. Sie sind ein stupider Karteifutzi, der nichts mit sich anzufangen weis vor lauter unnützigkeit. Ihre Weisheiten braucht keiner und will keiner und Sie wollen es nicht wahr haben, dass Sie es nicht bringen.
            Ich sage Ihnen den Unterschied, obwohl es Sie kein Bisschen interessiert, weil die Pferde für Sie nur Mittel zum Zweck sind.
            Es gibt keinen, es sind zwei Wörter für die Sache, Sie armer
            Schmierfink.

          • Racingman sagt:

            Theo, Sie hätten hier die Gelegenheit gehabt, sich durch gehaltvolle züchterische Beiträge zu profilieren. Tatsächlich haben Sie aber absolut nichts zustande gebracht, was eine Dominique Rauch hätte interessieren können.

            Ich weiß immerhin, wie es sich anfühlt, wenn man mit einem Vollblüter im Galopp über die Trainierbahn düst. 99 % der normalen Rennbahnbesucher wissen das nicht. Über meine Innovationen im Rennsport habe ich schon an anderer Stelle dieses Blogs berichtet. Zum Beispiel wären die Erfolge der deutschen Pferde in Dubai ohne das von mir propagierte Wintertraining in Pisa wetterbedingt niemals möglich gewesen.

            Die Menschen haben sehr unterschiedliche Motivationen, an einem Turfforum teilzunehmen. Mein Interesse im Turf gilt nur den wirtschaftlichen und sportpolitischen Aspekten, weil der Turf für mich immer Business war. Privat wollte ich mit den Rennsportleuten nie etwas zu tun haben, weil die mehrheitlich völlig andere Werte vertreten als ich. Als ich als junger Student ernsthaft (d.h. rein gewinnorientiert) gewettet habe, geschah dies natürlich mit exakter Buchführung, um meine Gewinne nachverfolgen zu können. Als ich mich schließlich mehr um mein Studium kümmern musste, wurden die Wettergebnisse schlechter, und ich habe das Wettkonto sofort aufgelöst und die Gewinne mitgenommen. Jahrzehnte später war das Schreiben für Turfnachrichten für mich ideal, weil ich da mein Ziel, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, ohne Behinderung durch das machtlose Direktorium umsetzen konnte. Leider Tempi passati.

          • Theo Epping sagt:

            Wie das bei Praktikern oft so ist, tun sie sich mit der Niederschreiberei etwas schwer. Sie wissen meist ohne viel nachdenken zu müssen, was zu tun ist. Wir sind besser im Vermitteln beim tun, also vormachen, nachmachen, als es aufzuschreiben.
            Gibt man mir ein Thema oder eine Meinung und ich antworte, wenn ich etwas dazu zusagen habe.

            Ich habe auch Rennpferde in der Arbeit geritten, nicht nur Reitpferde.

        • Racingman sagt:

          Blücher ist es mittlerweile doch völlig wurscht, ob hier ein Schwergewicht wie Joachim Gauck oder ein Leichtmatrose wie Gigi Birofio schreibt.

    • Un Coeur B sagt:

      Das stimmt und ist richtig, dass dann Racingman wieder heran muss, Lust hin und Lust her, Lust hin oder Lust her, hin und her.

      • Racingman sagt:

        Heinz und Theo stürzen sich mit wahrer Begeisterung auf jeden Beitrag von mir und würden lieber ein Vierteljahr auf Pilsken verzichten, als auch nur eine Zeile von Racingman zu verpassen…

        • Theo Epping sagt:

          Wenn es Sie glücklich macht, bin ich es auch.
          Nur bitte, kein Pils, ich trinke trockenen Wein, wenn’s recht ist.

        • Un Coeur B sagt:

          Ja, man stürzt sich auf Racingman, man möchte ihm aber nicht an die Gurgel.

        • Un Coeur B sagt:

          In Obergurgl.

        • Un Coeur B sagt:

          Obergurgl-Hochgurgl.

        • Un Coeur B sagt:

          Look what they’ve done to my blog, Ma.

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        • Racingman sagt:

          T. Epping will (angeblich) in diesem Blog über Pferde diskutieren. Und wie sieht das in der Praxis aus? Er reitet mit einem Rotz-frechen Vollblüter von Obergurgl nach Brüssel. Oh je oh je, eben ein Stallmann ohne jedes Potenzial für mehr.

          Hallo, Ihr beiden Hasen! Für Euren schweren Kampf gegen die tägliche Langeweile hier etwas Futter: Früher habe ich regelmäßig Pferdefleisch gegessen, weil es das in Brüssel im Supermarkt zu kaufen gibt. Sonntags auf der Rennbahn hinterhergelaufen, und mittwochs bei mir auf dem Tisch.-Ich gehe auch als Erwachsener noch gern zum Stierkampf, weil ich das von klein auf in Andalusien so kenne. Stierkampf ist aber auch in ganz Spanien eine aussterbende Sportart, weil die Jungen das zunehmend ablehnen und weil die alten Aficionados durch die biologische Lösung langsam immer weniger werden. Eine Parallele zum Pferderennen? In Deutschland bei den Trabern klar ja, bei den Galoppern dagegen laut Christian Sundermann durchaus neue junge Besucher. Nur wetten die nicht mehr so wild, sondern nur moderat zur Gaudi ein oder zwei Mal im Jahr.

  71. h.schmelz sagt:

    “RIZZI & CO – FINE FOOD AFFAIRS”

    So nennt sich/firmiert etwas undurchsichtig ein neuer Gastronomie Partner der Iffezheimer Bahn. Ein Catering Partner, dessen Ruf weit über die Grenzen Baden Badens hinausgeht, wie der Sprecher der Veranstaltung mitteilt. Denn, er betreibt neben dem Restaurant RIZZI auch das Gasthaus Geroldsauer Mühle und, last but not least, das Sushi&Beef Restaurant THE GRILL.

    Man sieht, einen neue Welt ist im Kommen, eine anglizistisch verbrämte Gastgeberei inklusive RIZZI (nicht zu verwechseln mit der ebenfalls hochgelobten “Ritze” auf der Reeperbahn) als Ausdruck verfeinerter Badener Kulinarik mit Fleischbeilage und Fishreis satt. Was fehlt ist der Bortsch Topf nach Petersburger Art, aber mag sein das kommt noch, lauert noch auf seinen Auftritt, wenn sich der Russendunst etwas gelegt hat, der die Geschäfte vorerst noch lähmt. Ansonsten empfehle ich nach wie vor den Kutteleintopf in der Kantine im Boxendorf. Das kulinarische und einzige Highlight!!! der ganzen Chose in Baden Baden. Dazu als Absacker lokaler Wein neben der Waage mit Erdnüssen und Fischly umsonst. Ein Hochgenuß!

    • Theo Epping sagt:

      Also ich, für mein Teil, esse und trinke was mir gefällt und wo es mir gefällt. Das wo, war schon immer die einzige Entscheidung, die ich nicht immer selber treffen konnte. Wenn es also Menschen gibt, die guten Kaiserstühler mit Erdnüssen und Fischly, was ist das überhaubt?, genissen können?, bitte, jeder wie es ihm gefällt.

    • Racingman sagt:

      Baden Galopp informiert in einer Pressemitteilung darüber, dass man einen tollen neuen Caterer hat, aber nicht darüber, dass der Winterzauber-Renntag nach einmaliger Austragung schon wieder eingemottet wurde…

  72. Racingman sagt:

    Nachdem GaloppOnline bisher noch nichts berichtet hat, habe ich der Redaktion dies geschrieben: “Baden Galopp hat den Winterzauber-Renntag am 2. Dezember 2023 ersatzlos gestrichen. An diesem Tag wird nun ein Auktionsrennen in Mülheim ausgetragen werden.”
    Jetzt bin ich mal gespannt, ob diese Tatsache journalistisch korrekt berichtet wird oder ob man dies totschweigt, nur weil der Hinweis von Racingman kommt, hi hi…

  73. Racingman sagt:

    DIE DEUTSCHEN TURFMEDIEN

    Die deutschen Turfmedien sind aus zweierlei Gründen interessant: einerseits wegen der Frage, was drinsteht, und zum Anderen, was nicht drinsteht.

    Drinstehen bei Turf-Times tun diese Woche zwei Themen, die zuvor bereits wesentlich ausführlicher im Blücher Blog behandelt wurden: die „Affordability checks“ (d.h. schriftliche Nachweise der Wetter, dass man sich das Zocken finanziell leisten kann) im britischen Turf und die neue deutsche Glücksspieldatei LUGAS. Heinz und Theo sind mal wieder dankbar, dass ihr Hirte Racingman sie mit sicherem Themengespür durch den Dschungel der Nachrichtenflut geleitet.

    Nicht erwähnt wird von Turf-Times und GaloppOnline natürlich die ersatzlose Streichung des neuen Baden-Badener Winterzauber-Renntags. Dies folgt einem ehernen Prinzip im deutschen Galopprennsport: schlechte Nachrichten vom Wettvolk fernhalten, denn Letzteres soll ja am Wettschalter geschoren werden, und da lenken unangenehme Neuigkeiten nur ab.

    Auch die Harzburger Denglisch-Panne gehört in diese Kategorie. Daniel Delius müsste dann ja auch erklären, warum er seinen Boss Ahrens medial ins offene Messer laufen ließ. Doch was würde passieren, falls man bei der Sponsoren-Ansprache auf ein Unternehmen trifft, in dem jemand Englisch kann? Egal, darum kümmern wir uns, wenn es soweit ist. Angela Merkel nannte diese Methode „Fahren auf Sicht“. Falls Dieter Nuhr sich für Galopprennsport interessieren würde, würde er das Geschehen wohl so kommentieren:

    Die im Januar hier erwähnte Denglisch-Panne in Bad Harzburg störte niemanden, die „Sea Steeplechase Trophy“ findet wie geplant statt. HRV-Pressesprecher Daniel Delius: „Christian von der Recke hatte in seiner bekannt flapsigen Art den Harzburger Rennbahntümpel mal als ‘Ozean’ bezeichnet, darum haben wir nun auch ‘Sea’ im Titel. Wir haben das ganz bewusst so gemacht, denn Bad Harzburg ist schließlich nicht New York. Wir alle lieben Denglisch, und unser Präsident Stephan Ahrens ist gleichzeitig auch Vorsitzender des Denglisch-Fanclubs. Schon 100 Mitglieder dieses Vereins haben sich für die Rennbahn-Party im Juli angemeldet, auf der DJ Theo den Dauerbrenner ‘Baby don’t hört me’ rauf und runter spielen wird. Und falls Sie noch Fragen haben: Please call me on my handy.“

  74. j.w. sagt:

    ist doch recht unterhaltsam. meistens …

    • Theo Epping sagt:

      Meine Rede.

      • Theo Epping sagt:

        Kryptorchide oder wie wir Stallknechte sagen Klopphengst

        Für die, die es nicht wissen, dabei handelt es sich um einen Hengst, bei dem sich ein Hoden, selten beide, nicht aus der Bauchhöhle in den Hodensack abgesenkt hat, das geschiet normalerweise im Fohlenalter von 3 – 4 Monaten. Ein betroffener Hengst ist nicht grundsätzlich beeinträchtigt, bei Hochleistung, wie Renngalopp, kann es aber doch zu erheblichen Schmerzen kommen und eben die Leistung verhindern.
        Da sich Kryptorchismus vererbt, sind betroffene Hengste durch das deutsch Körgesetz von der Zucht ausgeschlossen, das gilt auch für Über.-Unterbeisser und Kehlkopfpfeifer.

        Und jetzt kommt der Witz??? meiner Geschichte.

        In unseren Nachbarländern, Frankreich z.B., sind solche Hengste nicht von der Zucht ausgeschlossen. Man kann also einen Kryptorchiden wie Abary, ist schon ein weilchen her aber sicher noch nicht ganz vergessen, Abary also wurde in der Normandie als Deckhengst aufgestellet und auch von deutschen Züchtern eingesetzt.
        Die Fohlen aus solchen, eigentlich ungesetzlichen Bedeckungen, werden uneingeschränkt ins deutsche Vollblut Gestütsbuch eingetragen.
        Soviel zu Macht und Ohnmacht

        • Theo Epping sagt:

          So viel zu Konunikation und Gedankenaustausch, Herr R -m, Ihre Monologe können Sie sich hinstecken, wo die Sonne nicht scheint.

        • kassandro sagt:

          Von der Zucht ausgeschlossen sind solche Hengste nicht, aber es gibt keine Züchterprämie. Der unglückliche Liang Kay soll auch ein Kryptorchide gewesen sein, und aus den wenigen Möglichkeiten, die er hatte, ist immerhin eine Blacktype-Stute entstanden. Der großartige Opponent – ein großes Bild von ihm, dem ersten Sieger im Preis von Europa – hängt im Presseraum der Kölner Rennbahn – soll laut Blücher auch Kryptorchide gewesen sein. Er hat keine Nachkommen hinterlassen:
          https://www.youtube.com/watch?v=MFGYdiy6AZg

          • Theo Epping sagt:

            Wüsten Sie wirklich wovon Sie reden und wie es läuft, würden Sie nicht so alte Kamellen wie Opponent ins Feld führen. Ich weis nicht woher Sie es haben, ich weis es aus erster Hand.

          • Theo Epping sagt:

            Entschuldigung Kassandro, das war unangemessen.

            Sie haben recht, Opponent war ein Kryptorchide und dashalb auch nie in der Zucht. Man soll ihn sogar über Sprünge gearbeitet haben, wenn er zu unleidlich wurde, dass war damals durchaus üblich.
            In Deutschland muss ein Zuchthengst grundsätzlich einer Körkomission vorgestellt werden, das geschied 2jährich. Nach erfolgreicher Körung muss der Junghengst bis spätestens 5jährig die Hengstleistungsprüfung bestanden haben, den sogenannten 100 Tage Test, anderenfalls wir die Deckerlaubniss wieder aberkannt.
            Vollblüter legen, als Rennpferd, erst die Leistungsprüfung ab, die bei erreichen der 95 kg GAG Marke als erfolgreich gild, über Hindernisse müssen es, glaube ich??, 100 kg sein. Dann muss ein Hengst aber noch die Zulassung der Körkomission erreichen und die lassen einen Klopphengst nicht zu, früher jedenfalls nicht.

          • kassandro sagt:

            Wer lesen kann, lieber Theo, ist definitiv im Vorteil. Ich habe meine Quelle sehr wohl angegeben. Ich habe dieses alte Beispiel gebracht, weil er wohl der berühmteste deutsche Kryptorchide ist, und es ziemlich dumm war, ihn nicht zur Zucht heranzuziehen, aber bei uns gehen eben Paragraphen vor Vernunft.

        • Racingman sagt:

          Von mir als züchterischem Laien etwas Aufklärung:
          In der Pferdewirtschaftsmeisterarbeit von Trainer Michael Figge heißt es zum Thema „Kryptorchismus (ein Hoden noch im Leistenkanal): Hat ein Hengst diesen Fehler, so darf er in Deutschland nicht als Deckhengst zugelassen werden.“

          In der Sache hat T. Epping also recht. Der Unterschied zwischen einem Stallknecht und einem leitenden Gestütsangestellten ist der, dass der Stallknecht als Quelle angibt „ich hab da mal was gehört“, während der leitende Angestellte weiß, woraus sich das Verbot ergibt – nämlich aus dem Zuchtprogramm von Deutscher Galopp.

          Zur Anerkennung von im Inland deckenden Hengsten heißt es dort: „Hengste, die in Deutschland decken und Vollblut im Sinne von Nr. 20 sind, werden in das Hengstverzeichnis eingetragen, wenn sie zur Beurteilung vorgestellt und anerkannt worden sind. Die Zuchtkommission erkennt Hengste an, die geeignet erscheinen, die Vollblutzucht hinsichtlich Gesundheit, Leistung und Körperbau zu verbessern. Dies ist der Fall, wenn die Hengste keine phänotypisch erkennbaren nutzungsbeschränkenden Mängel aufweisen, die genetisch bedingt oder dispositioniert sind, und wenn sie… (usw)“

  75. h.schmelz sagt:

    66:10 Platz. Soviel gab es in Vincennes für die zweitplatzierte Stute mit dem obskuren und daher typischen Trabernamen Ampia Mede Sm.

    Am Nachmittag spielte der HaEsVau gegen Braunschweig, den BTSV. Vorher habe ich nochmal schnell nachgesehen, ob es heute irgendwas Interessantes im Rennsport gibt, und da war der Prix d’Amerique. Von dem wußte ich, daß zwei deutsche den schon gewonnen hatten, Permit mit Walter Heitmann 1953 und zumindest als Fahrer Hans Frömming mit Delmonica Hanover, mit einem H. Das habe ich gesehen, in der Sportschau, in Schwarzweiß, ganz außen an den Rails an allen vorbei, hoch die Peitsche in den Himmel gereckt. 1973. Sea Cove zählt mittlerweile auch dazu. Und Abano As, wie aufmerksame Leser weiter unten berichten. Nun also mit des S-Bahn nach Othmarschen, dann ins Lütt Döns zum Aufwärmen und Treffen mit H. und U., beide intime Kenner des Trabrennsports speziell und dem Galoppsport ebenso. U. war sofort im Thema und erzählte von der #4, die habe er neulich in einem Aufwärmer für den Amerique gesehen, leicht dritte geworden, wie auf Rollschuhen, die stünde bei 250. Noch! Geschont, wie er meinte, und ich fragte, ob die heute losmachen wollten, und er sagte, das müssen man wohl annehmen.

    Dann das Spiel, klamme Kälte trotz doppel wolliger Pullover/Strickjake Kombination und Handschuhen, und der HaEsVau machte früh Kleinholz aus der Braunschweiger Abwehr, und mein Braunschweiger Kollege wurde erst zynisch und dann resigniert, weil seine Truppe sehr schlecht spielte, extra schlecht, wie ich fand, bis auf einmal aus dem bedeckten Himmel der Anschluß Treffer fiel, ein satter Schuß, den der Hamburger Torwart halten müssen. Aber nicht gehalten hat. Dann war Halbzeit, dann wurde es noch klammer, und das Spiel wurde wenig besser, bis der BTSV auf einmal auswechselte und die beiden Neuen sich einen schönen Treffer wieder volles Rohr in die Mitte teilten, einer flankt aus dem Mittelfeld, der andere haut ihn dann am Ende der Staffete wuchtig rein. Bumm, auch haltbar, aber eben nur haltbar, und nicht gehalten. Da fiel mir dann der Amerique ein, den wollte ich gerne sehen, also dachte ich auch wegen der Drängelei zu den Bussen, komm F., wir gehen jetzt still und leise und lassen Herrn S. bis zum Schluß alleine leiden, weil der so wie so nach Tornesch muß, also weit nach Schleswig-Holstein, über Stellingen.

    Und das war eine gute Idee. Die Busse warteten, einsteigen. losfahren, in die S-Bahn, aussteigen, den Berg rauf, zu Hause. Knapp 40 Minuten. Jetzt nur noch hoffen, daß der Amerique gezeigt wird, Kleinstwette getätigt, ging, und der Rest ist Historiiiee, wie Arnold Schwarzenegger oft zu schwärmen anhebt. Die Moral der Geschichte ist mehrfach: Höre auf kluge Leute, die was vom Rennsport verstehen. Und die den Rennverlauf haargenau vorhergesagt haben. Ampia Mede Sm wurde immer hinten gefahren, aber mit erkennbar vollen Händen, wurde eingangs der Geraden rausgenommen, und flog an allen bis auf einen vorbei. Nach Drehbuch. Man soll nicht glauben, daß der HaEsVau dieses Jahr aufsteigt. Dazu geht hinten zuviel in die Büx. Und letztlich ist das Ende der sportlichen Fahnenstange heute noch gar nicht erreicht. Um 9 heute abend ist Kick-Of in Philadelphia, Eagles gegen die 49er. Und schon 3,3 Stunden später Chiefs – Bengals im Arrowhead Stadium in Kansas City. Da geht es dann richtig rund. Hält der Fuß von Mahomes, spielt Travis Kelce? Ja, er spielte, und hat einen Touchdown erzielt. Wie es sich gehört.

    Solche Sonntage haben es in sich, brauchen aber eine sorgfältige Planung und Aufteilung der Resourscen. Maß und Mitte.

    • Un Coeur B sagt:

      Ja, das stimmt, solche Sonntage brauchen sorgfältige Planung und Aufteilung der Ressourcen, oder auch nicht, Hans Frömming war ein Weltmann, schien ein Weltmann zu sein, vom Galopp fiele einem so recht niemand zu Letzterem ein, J.Frömming schien überall klar zu kommen, in Italien, in Frankreich, in den U.S.A., Delmonica Hanover von einem amerikanischen Trainer, vielleicht auch amerikanischen Besitzer, Frömming anvertraut, enttäuschte er diese nicht, mit dem allerletzten Schritt der Stute, ganz, ganz, an der Außenseite, fünf oder sechs Pferde im Foto, photographie generale, niemand außer Frömming wusste beim Überqueren der Ziellinie, wer das Rennen gewonnen hatte.

    • Un Coeur B sagt:

      Dieser Sieg, überhaupt Frömming im Sulky, ästhetisch schön und wunderbar, mit aller Leichtigkeit des Seins.

  76. kassandro sagt:

    Die Betonung liegt auf dem Wort “anerkannt”. Man darf sehr wohl mit solchen Engsten züchten, bekommt aber dann keine Züchterprämie. Natürlich muss der Hengst in einem Vollblut-Gestütsbuch eingetragen sein, aber er braucht keine Zulassung als Deckhengst. Wenn man bedenkt, was für ein enormer Vererber Opponents Vater Mangon war, dann ist es schlichtweg absurd, dass eine beiden besten Söhne Opponent und Windbruch keine Nachkommen hatten.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn das so ist, muss sich aber viel geändert haben, in letzter Zeit und die Züchter sehr an Vernunft eingebüßt haben. Wer sich einredet, das sich Fehler von selber regulieren, hat schon den größten Fehler gemacht.

      Hier sind doch so gute Rechner, rechnen sie doch mal aus, wie sich die defekten Gene eines Hengstes in der Zucht multiplizieren. In der Zucht braucht es mehrere Generationen, bis eine schlechte Entscheidung korrigiert ist.
      Mangon brauchte seine “defekten”, besten Söhne nicht, um sich nachhaltig zu verewigen.

  77. H.Schmelz sagt:

    Hans Frömming war der geborene Gentleman. Im Galoppsport mag sein Fritz Drechsler, von dem das oft behauptet wurde. Na ja. Reiten konnte er, aber das Derby hat er nie gewonnen. Ein ganz großer Gentleman war Sir Gordon Richards, wenn man den Berichten glauben schenken will. Er hat sogar an Charity Rennen auf einem Esel teilgenommen! Und er hat dann doch noch das Derby gewonnen, mit Pinza. 1953. So gerade eben, kurz vor Toresschluß, wenn man so will.

    • Theo Epping sagt:

      Ich lese Ihre Beiträge immer wieder gern, die sind so erfrischend flüssig und stimmig.
      Allerdings sind meiner Erfahrung nach wahre Damen und Herren sehr schwer zu finden, ich durfte ein paar kennenlernen, die waren aber ganz abers, als ein Hänschen oder Frizchen.

  78. Racingman sagt:

    DEUTSCHER GALOPP KLÄRT AUF

    Nach Kontaktierung von Deutscher Galopp per E-Mail korrigiere ich meine oben gemachte Einschätzung zu Kryptorchiden. Fazit: Kassandro hat recht; Theo, Michael Figge und ich liegen falsch.

    Ich habe Herrn Dr. Hubert Uphaus, dem Leiter der Zucht-Abteilung bei Deutscher Galopp, diese beiden Fragen gestellt:
    1. Dürfen Kryptorchiden gemäß Nr. 32 ZP (Deutscher Galopp) als inländischer Deckhengst in der Vollblutzucht in Deutschland  zugelassen werden?
    2. Ist es vielleicht so, dass Kryptorchiden zwar in der deutschen Vollblutzucht decken dürfen, dass aber für deren Nachkommen keine Züchterprämie gezahlt wird?

    Die Antwort von Herrn Dr. Uphaus:
    „Kryptorchiden dürfen decken, ihre Produkte werden im ADGB eingetragen und können an Rennen teilnehmen. All das können und dürfen wir ihnen nicht verwehren. Den Status eines Anerkannten Deckhengstes wird ein Kryptorchide aber nicht zuerkannt bekommen, denn gem. ZP Nr. 32 a) dürfen anerkannte Hengste „keine phänotypisch erkennbaren nutzungsbeschränkenden Mängel aufweisen, die genetisch bedingt oder dispositioniert sind“. Die von solchen Hengsten gezeugten Nachkommen sind also nicht züchterprämienberechtigt.“

    Danke an Herrn Dr. Uphaus für seine prompte Aufklärung.

    • Theo Epping sagt:

      Jetzt muss ich mich doch tatsächlich bei Racingman und natürlich Herrn Dr. bedanken.
      Blos der Grund ist für mich erschreckend. Das heißt doch, der Dachverfand hat sich den großen Nationen gebeugt und nicht nur der, auch das Landwirtschafts -Ministerium muss abgenickt haben, denn das ist nun mal die wirkliche Macht im Verband.

      • Theo Epping sagt:

        Bei nochmaligem, genauen Durchlesen und bedenken, stelle ich fest, dass ich recht hatte und habe, der Verband und das Landwirtschfts- Meinisterium sind aber einen fragwürdigen Kuhhandel eingegangen, der letztendlich aber keine bösen Folgen haben wird, denn kein Züchter mit Vernunft wir sich auf sowas einlassen, ausser vieleicht ein etwas verblendete/r Besitzer/in.

  79. Un Coeur B sagt:

    Hans Frömming, die Vollblüter, die Rennbahnen, das Drum und Dran, hatten etwas, Anziehendes und Einnehmendes, warum soll ich mir einen Kopf um Totalisator Bewegungen, Umsätze, oder anderes Renn technisches Zeug machen, das würde in eine Sack Gasse führen – eine gute Bekannte meinte ‘mal, dass sie den größten Respekt vor Menschen habe, die den Freitod wählen würden.

    • Theo Epping sagt:

      Es ist schon spät oder eben früh, darum nur kurz: Was bitteschön heißt denn “frei” im Zusamenhang mit Tot?

      Ja es braucht, ich weis nicht was aber nichts Gutes.

    • Un Coeur B sagt:

      Freiwillig unfreiwillig weggetreten, abgetreten, Freitod, Suizid, Selbstmord…Erika, 1926-2006, schlug mit ihrem Kopf auf die Toilettenschüssel, unbeabsichtigt und alkoholisiert, das große Haus, der große Swimming Pool, schützten nicht vor ihren Alkohol Eskapaden, nach dem Toilettenschüssel V0rfall lebte sie in einer anderen Welt, weit weg von Swimming Pool und großem Haus, davor mit viel Empathie und Verständnis für Suizid und Suizidale.

      • Theo Epping sagt:

        Ich mag Sie, das meine ich ganz ehrlich, aber Sie sind hier falsch. Was Sie brauchen, braucht hier jeder, nur ist das keinem klar…
        Na ja, fast keinem…

      • Theo Epping sagt:

        Nicht Sie sind hier falsch, das Thema ist hier falsch,

        wie fast überall. Was den Respekt für Selbst-Mörder angeht, der geht mir völlig ab. Diese Leute hinterlassen, oft unbeteiligten, fremden Mitmenschen ihre Überreste, Bilder die viele nie mehr aus dem Kopf bekommen. Nicht jeder drapiert sich schön säuberlich in seinem Bett.
        Für mich eine der übelsten Formen des Asozialen.

      • Un Coeur B sagt:

        Das kann man so sehen, aber auch ganz anders.

        Andreas Tiedtke, Rennbahn Dortmund-Wambel, seltsam im Nebel zu wandern, Leben ist Einsamkeit, keiner kennt den andern, jeder ist allein, die Vergangenheit zeigt uns Paradiese, T.Epping ein Link zur Vergangenheit, Nebos schaut in Erlenhof über den Zaun, Frau Batthyany ganz hinten sinnierend unterwegs, Frau Bscher in Zoppenbroich, auf Zoppenbroich, auch da T.Epping irgendwie involviert, alles kommt wie ein Idyll herüber und hinüber, war aber auch irgendwie ganz anders, egal, plötzlich Johannes Frömming in Paris-Vincennes, T.Epping ganz woanders und weit weg, die Franzosen skandieren Fromming Fromming, Frau Batthyany Anfang der 70er Jahre in Paris-Longchamp mit San San, Hans Frömming in Paris-Vincennes mir der anderen Stute, die ewige Wiederkehr des Gleichen und Desselben, so könnte es dann sein, oder auch nicht.

      • Racingman sagt:

        Un Coeur B, auf mich machen Sie den Eindruck eines Menschen, der schwer depressiv ist und der sich deshalb schleunigst Hilfe holen sollte. Anders als bei Andreas Tiedtke und bei Martin Rölke ist bei Ihnen der Blues schon festgetackert, was den Ernst der Lage unterstreicht. Das Allerletzte, das Sie in Ihrer Lage brauchen, ist der völlig unnütze Blücher Blog. Dass T. Epping Suizid-Opfer als Asoziale ansieht, finde ich menschlich erschreckend. Dies sollte für Blücher der finale Anstoß sein, den Blog endlich zu schließen.

        • Theo Epping sagt:

          Sie sind so dumm wie Bohnenstroh Racingman.
          Ich habe nicht die Selbstmörder als Asoziale tituliert, sondern ihre Tat.

  80. Racingman sagt:

    DEUTSCHER GALOPP KLÄRT AUF (Teil 2)

    Das Thema Kryptorchismus hatte T. Epping hier eingeführt, um damit seine (vermeintliche) Fachkompetenz in der Vollblutzucht zu demonstrieren, und dann widerlegte ihn der Galopp-Dachverband sauber. Hatte Theo wenigstens früher mal recht? Dazu habe ich Herrn Dr. Uphaus von Deutscher Galopp nochmals per E-Mail kontaktiert und ihm diese Frage gestellt:
    „Wäre Ihre Antwort an mich dieselbe gewesen, wenn Sie sie vor rund dreißig Jahren, also Anfang der 1990er Jahre, gegeben hätten?“
    Die Antwort von Dr. Uphaus: „Als Körungen noch eine hoheitliche Aufgabe des Staates waren und lt. der damals gültigen Version des Tierzuchtrechtes kein männliches Tier ohne vorher staatlicherseits gekört worden zu sein in den Zuchteinsatz gehen durfte, wurden Kryptorchiden meines Wissens nicht zur Zucht zugelassen, denn sie konnten aufgrund dieses Mangels nicht gekört werden. Der Körzwang wurde in der Tat so um 1990 herum aufgehoben und die Körungen in den Verantwortungsbereich der Zuchtverbände entlassen.
    Anerkannte Hengste dürfen bei uns wie bereits ausgeführt nach wie vor keine Kryptorchiden sein. Da hat sich also bei uns auch nach Aufhebung des Körzwangs nichts geändert. Allerdings hat sich die Internationale Gestütbuchkommission (ISBC) als oberste Instanz der weltweit organisierten Vollblutzucht insofern durchgesetzt, als dass die anerkannten Gestütbücher den Nachkommen von Kryptorchiden nicht die Eintragung als Vollblüter verweigern dürfen.“

    Danke nochmals an Hubert Uphaus (kein heuriger Hase, sondern ein Zuchtfachmann mit jahrzehntelanger Erfahrung) für diesen tollen Informationsservice.
    Warum ist T. Eppings Wissensstand noch auf dem Stand von Anno Zwieback? Ganz einfach: Weil er sich bereits vor knapp drei Jahrzehnten von der Vollblutzucht verabschiedet hat, damals noch keine vierzig Jahre alt. Fußball-Weltmeister Andy Brehme hatte früher mal eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker gemacht; heute gibt es diesen Beruf gar nicht mehr, sondern nur noch Mechatroniker.

    • Theo Epping sagt:

      Liebe Racingman, würden Sie sich heute mit meiner früheren Schwiegertochter, wie Sie eine, im Gegensatz zu Ihnen erfolgreich, Volljuristin unterhalten, wären Sie auch nicht auf dem neuesten Stand.
      Ihre Aussage bestätigt meine und wenn es Ihnen noch so quer kommt.

    • H.Schmelz sagt:

      Das Eilose Vererben, das Mysterium der Recherche, die Aufbietung aller Ressourcen. Uphof, Solon. Dinge, die die Welt bewegen. Ein heuriger Hase des Sandkastens, den keiner im Sandkasten kennt. Letztlich alles leblos dahin erzählt, fast möchte man sagen mutlos angesichts der Vereinsamung. Hingegegen Hans Frömming, ein Polyglott, wie er im Buche stand. Ein Mann, der anderen das Futter für Geschichten lieferte, wie auch Charles Grendel, der selbsternannte Eigentümer von Sea Cóve, der andere Geschichten lieferte, hochstapelnde vor allen Dingen.

      • Theo Epping sagt:

        Mit der Hase, den keiner kennt, bin ja wohl ich gemeint und Sie haben völlig recht. Dennoch bin ich sicher, Sie würden sich wundern, wer sich noch alles an den Stallknecht aus der zweiten Reihe, die natürlich von der breiten Masse nicht wahrgenommen werden, erinnern würde, ein paar leben sogar noch.

  81. Racingman sagt:

    Ich als Laie orientiere mich an der Einschätzung von züchterischen Fachleuten, und das ist Dr. Uphaus und nicht Ihre Schwiegertochter. Deutscher Galopp hat klar festgestellt, dass die Sichtweise von Kassandro richtig ist und dass Ihre falsch ist. Kassandro hate geschrieben, dass Kryptorchiden in der deutschen Vollblutzucht eingesetzt werden dürfen, und dass deren Nachkommen aber ohne Züchterprämie bleiben. Diese Interpretation ist von Deutscher Galopp so bestätigt worden, wie Sie oben lesen können. Sie, Theo, hatten oben behauptet: “Da sich Kryptorchismus vererbt, sind betroffene Hengste durch das deutsch Körgesetz von der Zucht ausgeschlossen.” Das ist falsch. Das war früher in den 1980er Jahren mal so. Wie sagte Dr. Uphaus: “Der Körzwang wurde in der Tat so um 1990 herum aufgehoben”. Dies hätten Sie durchaus wissen können, denn Sie waren ja noch bis 1994 in der Vollblutzucht tätig.
    Verwenden Sie jetzt bitte nicht Ihre brave Schwiegertochter dazu, Ihre eigene fachliche Inkompetenz zu überspielen.

    • Theo Epping sagt:

      Ich gebe mich auf ganzer Linie geschlagen, Herr Racinman, Sie haben recht und dennoch nichts verstanden, von dem was Sie so sorgfälltig recherchiert haben.

      Meine brave, ehemalige, Schwiegertochter würde Sie, auf Ihrem gemeinsamen Fachgebiet, am ausgestreckten Arm verhungern lassen, genauso wie der Herr Dr. Uphaus es mit mir gemacht hat, Ihrer Meinung nach.

  82. Racingman sagt:

    Die drei Small Talk Boys (Heinz/Theo/Schmelz) fallen für rennfachliche Diskussionen leider aus, aber vielleicht kann mir der zuchtinteressierte Kassandro oder ein bisher schweigend Mitlesender eine züchterische Frage beantworten. Es geht um die Mindestpopulationsgröße innerhalb eines Vollblutzuchtgebiets.

    Vor mehreren Jahren weilte Tony Morris zu einem Besuch in Deutschland, und anschließend brachte die Fachpresse einen Artikel über seine Erkenntnisse. Morris vertrat dabei die Ansicht, dass die deutsche Vollblutzucht eine Mindestgröße von tausend (?) oder 1.200 (?, das erinnere ich nicht mehr so genau) Mutterstuten brauche, um international wettbewerbsfähig zu sein. Das führt mich zu der Frage: Warum ist diese Mindestgröße nötig und warum gerade die Zahl von tausend Mutterstuten? Als Laie würde ich doch denken, dass ein kleines Rennsportland mit nur 200 hochklassigen Black-type-Stuten bessere Ergebnisse liefern müsste als ein Gemischtwarenladen mit tausend Mutterstuten, oder nicht?

    • Theo Epping sagt:

      Das liegt daran, das die Blacktype Stuten, genauso wie jede andere, einen 30% Trächtigkeits Ausfall haben und nur plus, minus 10% der geborenen Fohlen Blacktype erreichen. Bei 200 Stuten macht das 140 Fohlgeburten pro Jahr, 10% Blacktype machen dann ein übersichtliches Derbyfeld.

  83. Racingman sagt:

    Dieser 10 % -Anteil von Blacktype-Fohlen bezieht sich aber doch auf die gesamte Population, also von Maktoum am Top-Ende bis zu Lindenhof am unteren Ende. Wenn man bedenkt, dass Lindenhof in dreißig Jahren gerade mal ein Listenrennpferd hervorgebracht hat, muss die Blacktype-Quote bei Gestüten mit qualitätvollen Mutterstuten wie Schlenderhan oder Röttgen doch wesentlich höher als 10 % sein. Zwanzig Starter im Deutschen Derby finde ich aus logistischen Gründen auf einer engen Bahn wie Hamburg ohnehin viel zu viel; zwölf wären gut für einen einwandfreien sportlichen Verlauf und auch ausreichend für das Wettgeschäft.

    • Theo Epping sagt:

      Ich habe den Einwand schon erwartet, erhöhen wir auf 25 % dann sind es auch nur 35 pro Jahr. Bei den großen Gestüten müssen Sie berücksichtigen, dass die immer wieder, zum Teil lange Durststrecken haben.
      Tierzucht ist keine Fließband Produktion.

      • Theo Epping sagt:

        Ich habe mir Ihren Vorschlag, nur mit hochklassigen Blache Type Stuten zu züchten, durch den Kopf gehen lassen. Dann habe ich mir, meinen geringen Möglichkeiten entsprechend, einen simplen Gegenbeweis ausgedacht.
        Ich habe bei Galopp-Sieger die Liste der Gewinnreichsten Pferde aufgerufen und mir die ersten 10 – Torquaror Tasso bis Manduro – angesehen und zwar die ersten drei Mütter und deren Rennleistungen.
        Kein einziges dieser Pferde wäre je geboren worden, würde nur mit Blache Type Stuten gezüchtet,
        kein einziges.

        • Theo Epping sagt:

          Ich habe mir gerade noch
          Northern Dancer
          Birkhahn
          Ticino und
          Monsun angesehen.
          Die hätte es nie gegeben.

          Züchten ist kein Handwerk, züchten ist Kunst,
          und dann braucht es noch sollche Häschen wie mich, um diese Kunstwerke zu hegen und pflegen, zur Freude und zum Spass des erlauchten Pup-likums.

  84. Racingman sagt:

    In einem größeren Rennsportland wie Deutschland würde meine Strategie sicher nicht funktionieren, alleine schon weil man mengenmäßig eine große Anzahl von Durchschnittspferden braucht, um all die Rennen in Magdeburg, Mülheim und Quakenbrück zu bestücken. Eine Strategie, nur mit Blacktype-Mutterstuten zu züchten, könnte an einem kleinen Turfstandort wie Dubai klappen, wo es nur wenige Rennen, aber dafür viel Geld gibt.

    Das, was mich an der deutschen Zuchtstrategie wundert, ist der unterschiedliche Qualitätsanspruch, den man bei Deckhengsten und Mutterstuten ansetzt. Bei Deckhengsten wird ein GAG von 95 kg und tadelloses Exterieur gefordert, bei den Mutterstuten ist jedoch alles egal. Die Spanne zwischen dem besten und dem schlechtesten Deckhengst liegt gerade mal bei 10 kg (95 kg bis 105 kg), bei den Mutterstuten liegt die Spanne zwischen 45 kg und 95 kg, also einer Variation von rund 50 kg. Bei der Auswahl der Stuten hat ein Züchter also den größeren Hebel, um die Qualität des Nachwuchses zu verbessern – immer vorausgesetzt, man hält die Vollblutzucht nicht für ein Glücksspiel.

    Früher hatte einer meiner damaligen Besitzerkunden, der selber auch Züchter war, den Schwerpunkt in einem Fall mal ausschließlich auf den Hengst gelegt. Für eine Mutterstute, die auf der Rennbahn gar nichts konnte, hatte er einen sauteuren Coolmore-Deckhengst gebucht, und das daraus entstandene Ausgleich IV-Pferd hätte er auch preiswerter haben können.

    • Theo Epping sagt:

      Das ist gar nicht so verwunderlich.
      Eine Zuchtstute bekommt in 10 Jahren 7 Fohlen,
      ein Zuchthengst bringt es leicht auf 100 bis 200 und mehr Fohlen.
      Er reproduziert seine guten wie schlechten Gene um ein vielfaches öfter.

      Nehmen wir Röttgen als Beispiel.
      In Röttgen hat noch nie ein Stempelhengst, Dschingis Kahn ausgenommen, gestanden, die waren fast alle gut, aber nie klasse.
      Röttgener Stuten werden zuhause gedeckt oder gehen ins Ausland, kaum eine geht zu einem in Deutschland stehenden Hengst.
      Man hat immer großen Wert auf die Quallität der Stuten gelegt,
      bei den Hengsten war man nicht so wählerisch.
      Star Appeal stammt von Apiani, der ansonsten außer The Filli, die Mutter von Tiger Hill und das war sehr viel später, nichts vorzuweisen hat.

      Gut mal gut ist immer gut, aber keine Garantie.

      Sicher kann man seine nicht Rennstute durch einen mehr oder weniger teuren Hengst aufwerten und das kann auch klappen

      Nightlife – Rocket =
      Nightrockette – Petoski oder Platini usw.

      Salesiana – Marduk =
      Saite – Alkalde=
      Salde usw.
      oder eben nicht.

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