Die Deutschen in Frankreich

Der Rennsport in Deutschland ist mau. Trocken Brot und Wasser statt Kaviar und Champagner lautet derzeit leider die Devise.

Dafür sind die Deutschen Erfolge in Frankreich mehr als bemerkenswert. Auch weil ein Rennen die „sehr wohlhabende“ Statistik in Frankreich sprengt. Mit seinem Sieg im Arc wurde Torquator Tasso mit einer Gewinnsumme von 2.857.000 Euro französischer Champion. Ein Sieg nbei einem Start genügte dafür. St Mark’s Basilica kam mit seinen Siegen in den „Poule und im Prix du Jockey Club und einer Gewinnsumme von 1.199.940 auf Platz zwei.

Bei den Besitzern stand der Aga Khan mit 3.077.697 Euro an der Spitze, zweiter wurde das Gestüt Auenquelle mit 2.879.560, wovon natürlich der Löwenanteil auf den Arc-Sieg fällt.

Bei den Trainern verlängerte André Fabre sein Abonnement auf das Championat erneut und hat mit 5.387.503 eine gute Saison. Jean-Claude Rouget aus der „Provinz“ wurde Vize mit einer runden Millionen weniger. Marcel Weiß als Trainer von Torquator Tasso wurde in dem nach Gewinnsumme entschiedenen Titel immerhin Vierter.

Siyouni gewann den Titel bei den Hengsten mit 3.712.120 Euro. Adlerflug fehlten 200.000 Euro für den Titelgewinn. 840 Rennen liefen die Nachkommen von Siyoni. Dabei gewannen sie 101 Rennen und wurden 372 mal plaziert. Bescheiden dagegen die Zahlen vom „Vize“ Adlerflug. 127 Starter mit 22 Siegen und 54 Plätzen. Wäre In Swoop gesund geblieben, hätte es das erste Championat eines deutschen Hengstes in Frankreich geben können. Hätte, wäre, wenn….

Bei den Stutenvätern gewann Galileo mit 3.895.775 Euro. Bemerkenswert der zweite Platz von Toylsome mit 2.857.000 Euro, also mit dem Arc-Sieg. 2007 gewann Toylsome am Arc-Tag den Prix de la Foret mit einer Riesenquote und weil ich ihn mit etwas Mumm gespielt hatte, hatte er unsere Hochzeitsreise zum Arc mehr als finanziert. Leider ist die Zahl seiner Produkte ziemlich übersichtlich geblieben.

Das Jockey-Championat wird nach Zahl der Siege ermittelt. Mickael Barzalona führt mit 192 Treffern vor Maxime Guyon mit 181 Treffern und Theo Bachelot mit 161 Erfolgen. Rene Piechulek erscheint auf Position 184 mit 3 Siegen nur wenig besser als Anna von den Troost. So ist das, wenn der Arc genauso viel zählt wie der Ausgleich IV.

Jenseits dieser Top-Plazierungen in den Statistiken war Frankreich wieder ein wichtiger Pfeiler für das Trainingsland Deutschland. Ohne die dortigen Dotierungen und Gewinne der in Deutschland trainierten Pferde sähe es bei uns wohl noch wesentlich trauriger aus. 60 Siege mit dem Trainingsland Deutschland habe ich bei mir protokolliert. Diese Zahl ist aber nicht vollständig, weil ich mir die kleinen Bahnen mit den sehr kleinen Rennen schenke. Inklusive dem Arc waren es zwei Gruppe-Rennen und fünf Listenrennen. Dazu kommen natürlich noch zahlreiche Plazierungen.

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827 Antworten auf Die Deutschen in Frankreich

  1. Martillo sagt:

    was nützt die Statistik von heute
    In Swoop verkauft
    beste Stuten und gutgezogene Jährlinge ebenfalls ins Ausland
    viele deutsche Gestüte im Greisenalter
    einige sogenannte Gestüte züchten jedes Jahr Schrott ohne es zu merken
    einige Hengste ohne wirklich Klasse
    4 oder 5jährig erstmalig Blacktype
    die Tophengste alt oder tot-was bleibt ist der Traum

  2. Martillo sagt:

    welche Gestüte haben wir noch als Hengstgestüt?
    Auenquelle natürlich
    Herr Ellerbracke war schwer erkrankt, hoffentlich erholt er sich wieder richtig

  3. Martillo sagt:

    ich habe laut FR.Statistik über 220 Siege gezählt
    alleine Hickst 24

    • Blücher sagt:

      Ja stimmt. Ich vergaß zu erwähnen, daß die Daten nur bis 20 Dezember geladen sind, der Rest fehlt noch. Sind auch ein paar Sieger und dann werden die Relcamer nicht geladen, weil diese ein anderes Daten-Format bei France Galop haben und das paßt nur mit Sonderbehandlung durch die Schnittstelle und das sind ja ein paar mehr Rennen und wie erwähnt, fehlen die Rennen auf den kleinen Bahnen in den meisten Fällen.

      Gruppe- und Listenrennen sind komplett, dazu Classe 1 (müßte komplett sein) und die “Grand Handicaps”.
      Für Frankreich sind insgesamt sind 537 Flachrennen und 142 Hindernisrennen geladen.

      Insgesamt sind es 2165 Rennen und es fehlen noch ein paar. Am Ende dürften es 2200 Rennen für 2021 sein.

  4. Martillo sagt:

    Sie brauche doch nur Statistik runterlesen -die ist immer aktuell

    • Blücher sagt:

      Jo, alles ganz einfach. 2200 Rennen in einem Jahr, macht 6 Rennen pro Tag, dazu die Ergänzung der Pedigrees etc etc. Die Ergänzung der BT-Rennen aus früheren Jahren muß noch dazu gerechnet werden. Macht sich alles fast von selbst.

      Außerdem ist es nicht meine Intention, Classe 4 Rennen in GS zu zeigen, das passiert nur in Ausnahmefällen. Sonst kann ich ja gleich alle dt. Rennen hochladen, dann wird auch kein Agl IV vergessen…. Oder wir laden gleich alle europäischen Rennen in die DB. Dann müssen die Schnittstellen angepaßt und vollständig automatisiert werden und selbst bei optimaler Automatisierung wäre es dann ein Vollzeit-Job.

      Mit GS will ich den Spitzensport abbilden und dazu dt. Auslandserfolge in guten Rennen. Aber dt. Starter in Classe 4 sind doch nur Folge des schlechten Rennpreisniveaus in Dtld und das ist jenseits der Idee der DB. Und irgendwo sind einfach mal Grenzen gesetzt

  5. Theo Epping sagt:

    Das hört sich irgendwie naseweis an.

  6. kassandro sagt:

    Der nach einigen schwachen Leistungen verramschte Kaspar ist wieder zurück:
    https://t.me/Galoppsport/19

  7. kassandro sagt:

    Der Queroyal-Skandal:
    https://t.me/Galoppsport/34

  8. kassandro sagt:

    Der Arc naht:
    https://t.me/Galoppsport/59
    Ich werde das Rennen heute auf der Neuen Bult erleben. Drucken wir unseren beiden Cracks die Daumen. Am Nachmittag soll es in Paris regnen. Frei galoppieren sollte man da nicht. Gegen den Regen zu laufen kostet sehr viel Kraft.

    • Theo Epping sagt:

      Wettervorhersage – Rennvorhersage,
      ich mache es wie immer, ich sehe aus dem Fenster.
      Manchmal stimmt es überein… meistens nicht.

    • Un Coeur B sagt:

      Du musst nicht immer investiert sein, einfach nur aus dem Fenster sehen, kann die beste Strategie sein.

    • Un Coeur B sagt:

      Und dann solange warten, bis irgendwo Geld in einer Ecke liegt, und man nur noch hingehen und es aufheben braucht, Frankel Tochter und obendrein Schimmel, das nähme sie sowieso, auch wenn Favorit, Alpinista – Vadeni – Torquator Tasso, ein Volkseinlauf.

      • Theo Epping sagt:

        Offensichtlich liegt immer irgendwo Geld in einer Ecke, der Herr Baron hat zugeschlagen,
        na ja… bekommen.
        Das Selbe ist es eben nie.

      • kassandro sagt:

        Bei einer Quote von 118:1 kann man nicht von einem Volkseinlauf sprechen, insbesondere wenn man selbst vage auf die Japaner gesetzt hat. Wettstar hatte zwar auch meine drei Kandidaten auf dem Zettel, dann aber zu Satzlicht noch Luxembourg und Titleholder. Leider habe ich selbst nicht auf meinem Tipp vom Samstag gewettet. Hätte ich da 100€ gesetzt, hätte die Wettstar-Zockerbude auf der Neuen Bult Liquiditätsprobleme bekommen. Genaueres kann man in einem Kommentar zu dem weiter oben verlinkten Telegram-Beitrag lesen.
        Für die Japaner war der Arc ein echtes Waterloo, wobei die Betonung auf “Water” liegt. Alpinista soll nun die Japaner auf deren eigenen Boden herausfordern und beim Japan Cup antreten. Dort hat seit ewigen Zeiten kein Ausländer mehr gewonnen. Noch nie hat ein Pferd den Arc und den Japan Cup gewonnen, schon gar nicht in einem Jahr. Alpinista könnte also große Geschichte schreiben.

        • Theo Epping sagt:

          Was hat die Quote mit dem Volkseinlaut zu tun?
          Forne waren die favorisieren Anwälter,
          die Quote kommt doch nur durch die Zusammenstellung des letztendlichen Einlaufs zustande, forne waren doch die favorisieren, Sie brüsten sich doch selbst damit,dass Ihre angesagten Pferde im Einlauf waren.
          Und das nennt man dann einen Volkseinlaut!
          Wenn jeder so oder ähnlich mit dem Ergebnis gerechnet hat.

      • Un Coeur B sagt:

        Alpinista könne den Boden nicht, das verunsicherte…nichts glauben die andere Hälfte der Weltklugheit…bei Vademi nur 1x Lombard im Pedigree, bei Torquator Tasso 2x Lombard, Alpinista mit Lombard und mit Caro Gen, das Caro Gen dann wohl zuviel für die beiden anderen, in Europa bald jedes Pedigree vom Lombard Gen durchtränkt, Frankel, Galileo, Sea the Stars mit Lombard Gen durch und durch, wenn dann noch Caro hinzukommt kratzt das schon mal am Arc, im Nachhinein, weil dann alles viel einfacher und logischer, Alpinista die logische Siegerin des Arc 22, Caro bei ihr wohl etwas dominanter als der Schlenderhaner, die Pedigrees in Europa bald nur noch ein Lombard Abklatsch, ohne Lombard ginge das alles nicht, wie es jetzt geht, Frankel, Galileo, Sea the Stars, mit Lombard, ja.

        Caro Jahrgang 1967, Lombard Jahrgang 1967, ganz hinten winkt fast überall The Tetrarch, das Spotted Wonder, ungeschlagen und nie besiegt.

  9. kassandro sagt:

    Wer holt sich die Vase?:
    https://t.me/Galoppsport/69

  10. Racingman sagt:

    Heinz & Theo können ihren Pingpong der Nichtigkeiten ja weiterhin im Weihnachts-Thread austragen, dann hat man hier wenigstens Ruhe vor destruktivem Störfeuer.

    DURCHSTECHEREIEN

    Kürzlich wurde bekannt, dass Informationen über bevorstehende Razzien im Reichsbürger-Milieu bereits zwei Wochen vorher bei Journalisten gelandet waren. Durchstechereien – ein Riesenproblem in der Justiz, früher auch mit Bezug zum Galopprennsport.

    Man muss dabei verschiedene Fallkonstellationen trennen: Im Laufe der letzten Jahre ist es zunehmend populärer geworden, dass die Verfahrensbeteiligten eines Strafprozesses die Medien aktiv benutzen, um auf diese Weise öffentlich Stimmung für ihre Causa zu machen. Wenn die Verteidigung Informationen an Journalisten lanciert, um damit die Öffentlichkeit in ihrem Sinne zu beeinflussen, fühlt sich manchmal auch die Staatsanwaltschaft bemüßigt, mit Durchstechereien gegenzuhalten, um in der Öffentlichkeit nicht wie die letzten Trottel dazustehen.

    Ein andere Konstellation ist es, wenn Journalisten aktiv Kontakt zu den Ermittlern aufnehmen. Sofort nach der ersten Razzia der Ermittler im Riemer Mikrokosmos hatte ich einen Telefonanruf von dort bekommen. Als sich etwas später die Kronzeugin der Anklage hilfesuchend an mich gewendet hatte, suchte ich den Chef der Ermittler in seiner Behörde auf. Da die Polizei nicht genügend Kräfte hatte, um die Zeugin zu schützen, bat er mich, zur Abschreckung etwas bei Turfnachrichten zu schreiben: „Beeilen Sie sich, und tragen Sie ruhig dick auf!“ Über alle weiteren Maßnahmen der Ermittler wusste ich sodann ohne deren Wissen immer über die Kronzeugin Bescheid, die ständig mit den Ermittlern konferierte. Und so war mir auch der Termin der zweiten Razzia am Vortag bekannt geworden. Am Vortag der Hauptverhandlung im Gericht bekam ich eine Kopie der Anklageschrift, diesmal über einen anderen Kanal. Dabei ist festzuhalten, dass ich keinen Beamten aufgefordert hatte, pflichtwidrig vertrauliche Informationen an mich zu geben.

    Es gehört zum Repertoire des journalistischen Geschäfts, nach vertraulichen Informationen zu graben. Letztlich liegt es aber an den Beamten der Ermittlungsbehörden selbst, die Vertraulichkeit des Strafverfahrens zu wahren.

    • kassandro sagt:

      Sie sind vielleicht naiv, lieber Racingman. Das war kein “Durchstechen” sondern eine breit angelegte Zusammenarbeit zwischen Justiz und Systemmedien. Das geben die Lügenstrolche auch offen zu:
      https://www.tagesschau.de/inland/reichsbuerger-razzia-medien-101.html
      Das war eine von langer Hand vorbereitete Propagandashow, für die man natürlich auch schöne Bilder brauchte. Dummerweise konnte man nur eine einzige Waffe aufgreifen und die war auch noch völlig legal zugelassen. Das war ein totaler Reinfall. Man hat offenbar den Prahlereien dieser greisen Spinner geglaubt, statt durch V-Leute einen ordentlichen Waffenberg heranzukarren, den man dann den Kameras hätte präsentieren können. Da war der Sturm auf den Reichstag des Jahres 2020 schon wesentlich besser organisiert. Dummerweise gab es bis heute fast keine Verurteilungen bei dieser großen Bedrohung der Demokratie, weil der eigentliche Sturmangriff vollständig von V-Leute des Verfassungsschutzes oder der Polizei betrieben wurde. Mir ist lediglich die Verurteilung eines 28-jährigen Gärtners und eines ehemaligen AfD-Landtagsabgeordneten bekannt, die Absperrzäune umgeworfen und zum Sturm aufgerufen haben sollen, aber nicht zum Reichstag vorgedrungen sind. Rein zufällig natürlich waren auch die Systemmedien vor Ort. Dafür waren nur drei Polizisten zur Bewachung des Reichstages abgestellt, um den Angriff überhaupt erst zu ermöglichen. Über solche Inszenierungen kann man nur lachen, aber es gibt tatsächlich noch viele Deppen, die so etwas ernst nehmen.

  11. Racingman sagt:

    SO’N PFERD IST JA AUCH NUR ‘N MENSCH

    Mendocino, Mendocino… So wie in dem Schlager wird es Sarah Steinberg in Hongkong wohl nicht zumute gewesen sein. Zusammen mit Rene Piechulek wollte sie nach der Rückkehr nach München nach den Ursachen der Startverweigerung forschen. Ich bin skeptisch, dass man nachträglich die Ursache der Startverweigerung herausfinden wird, denn die Originalbedingungen kann man ja nie wieder hinterher ein zweites Mal hinzaubern.

    Werner Glanz erzählte mir einst über ein enttäuschend verlaufenes Rennen einer seiner Stuten im Großen Preis von Varese, einer Rennbahn nahe Mailand. Die Stute war eigentlich ein gutes Reisepferd, doch in dem Rennen stand das Pferd irgendwie neben sich. Zum einen ist festzuhalten, dass die Startzeit des Hauptrennens bei diesem Sommerrenntag im August erst kurz vor Mitternacht lag. Dann war es stockdunkel mit gleißendem künstlichen Licht; auch das kannte die Stute bis dahin nicht. Drittens kamen noch erschwerend die Rahmenbedingungen hinzu. Bei diesem Höhepunkt der örtlichen Rennsaison war es auf dem kleinen, engen Rennplatz knallvoll mit enormer Lautstärke durch das Publikum. Ein weiterer Grund, was die Stute so vorher noch nie erlebt hatte. Woran es bei Mendocino lag, ist vielleicht etwas ganz Anderes.

    • Theo Epping sagt:

      Hätten Sie es nach dem ersten Satz gut sein lassen, hätte ich gesagt,

      Guter Mann.

      Aber nein, es geht nicht ohne einen Schwall heiße Luft.

      Schade

      Noch mal einen meiner Sprüche.

      In der Kürze liegt die Würze.

  12. Racingman sagt:

    Ich erzähle den Leuten seit jeher Dinge aus der rennsportlichen Praxis, die sie nicht aus der Rennzeitung erfahren. Und für Sie, Theo, die Bitte: Machen Sie’s wie Un Coeur und bleiben Sie im Weihnachts-Thread, wo Sie sich nach Herzenslust austoben können.

  13. Racingman sagt:

    TRAINER-RANKING: DER MURZA-FAKTOR

    Wie viel Prozent Einfluss hat der Jockey auf den Erfolg eines Galoppers? Auf eine Prozentzahl möchte ich mich da lieber nicht festlegen, aber anhand der Trainer-Statistik lässt sich deutlich ablesen, was ein Reiter für den Erfolg eines Stalles ausmacht. Darum hier einige Anmerkungen zur Hitliste 2022 der Coaches.

    Seitdem Burschi, der fliegende Kosake, äh, Kasache am Asterblüte-Quartier als Stalljockey tätig ist, flutscht es dort wieder richtig. Peter Schiergen ist auch heuer wieder mit großem Vorsprung die Numero Uno. Umgekehrt ist dagegen der Kollege Henk Grewe nur noch die Nr. 7 im Ranking, sicher auch, weil es in der Stalljockey-Frage nicht so gestimmt hat. Weil ich gern Hintergrund-Infos berichte, die nicht in der Rennzeitung stehen, hier noch etwas über die Erziehungsmethoden des Ehepaars Schiergen. Eine zuverlässige Quelle aus dem privaten Umfeld der Schiergens berichtete mir zu der Zeit, als die drei Schiergen-Jungs noch klein waren und die Eltern eine Schule für sie suchten, wie Peter und Gisela dabei Wert darauf legten, dass der Ausländer-Anteil nicht zu hoch sei. Niemals würde ich den Schiergens unterstellen, xenophob zu sein; es war vielmehr die elterliche Sorge, dem eigenen Nachwuchs die bestmögliche Erziehung angedeihen zu lassen. Auch ein engagierter AfD-Gegner wie ich muss leider zugeben, dass Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse das Lernniveau in der Klasse runterziehen.

    Eine kleine Überraschung in der Trainer-Statistik ist sicher der Platz 2 für Waldemar Hickst. Respekt für seine sportliche Leistung, aber beim Thema Hickst bin ich nicht neutral, weil er mal für den Kriegsverbrecher Ramsan Kadyrow trainiert hat. Natürlich darf sich jeder Unternehmer seine Kunden selbst aussuchen, aber es kann auch niemand gezwungen werden, eine solche Wahl gut zu finden.

    Was mich immer verblüfft, ist die Beständigkeit von Hannemann Blume. Nun Platz 16 – der Mann wird einfach nicht älter. Der Fairness halber muss man natürlich dazu sagen, dass er sein Blümchen an der Seite hat. Der Aufwand, den der Stall mit seiner Frankreich-Strategie fährt, bringt immer wieder Erfolge.

    Eher enttäuschend finde ich den Platz 18 von Marcel Weiß, sieggleich mit Mickey Figge, dem Spezialisten für junge Pferde. Richtig abgeschmiert ist dagegen sein Raffelberger Kollege Jean-Pierre Carvalho, was sich auch gleich im Pferdebestand bemerkbar macht.

    Was ich sehr überraschend finde, ist die Tatsache, dass Katja Gernreich sieggleich mit Sarah Steinberg abschneidet. Bei Karoly Kerekes hat mich gefreut, dass er sich auch als Trainer inzwischen auf zehn Siege und Platz 39 gesteigert hat. Ihn hatte ich einst einem Riemer Quartier als Stalljockey vorgeschlagen und nach dem grünen Licht sodann aus Ungarn geholt. Das Auffinden und Kontaktieren des jungen Reiters gestaltete sich damals ohne Kenntnisse der ungarischen Sprache am Telefon ziemlich schwierig. Es gab Leute, die hinterher naiv fragten, warum ich denn nicht Otto Gervai um Mithilfe gebeten hatte. Ganz einfach, weil die News dann eine halbe Stunde später im gesamten Riemer Mikrokosmos rumgegangen wäre. Und Racingman war als Schattenmann für sein diskretes Prozedere bekannt.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn Sie eins nicht sind, dann ist es diskret. Wie Sie in dieser ellenlangen Darstellung Ihrer subjektiven Meinung und Selbstbeweihräucherung
      bewiesen haben.

      Ich bin ein Quatschkopp,
      aber Sie sind ein Tratscher, der zu seinem Vorteil alles in die Welt pusaunt.

    • kassandro sagt:

      Meckpomms SPD-Ministerpäsidentin Manuela Schwesig schickte ihr Söhnchen sogar auf eine Privatschule, wo der Ausländeranteil noch viel niedriger als bei den Schiergen-Zöglingen sein wird:
      https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/manuela-schwesig-schickt-ihr-kind-auf-privatschule-a-1166267.html
      Im Gegensatz zu Frau Schwesig hat Peter Schiergen auch keinen Beitrag zur Ruinierung der Schulbildung geleistet. Das Abitur für alle hat enormen Schaden angerichtet. In der gegenwärtigen Bundesregierung kann ich keinen erkennen, der das Abitur in einem leistungorientierten Bildungssystem geschafft hätte. Solche verbildeten Gestalten von der Gestaltung unseres Landes fernzuhalten, ist eine der Aufgaben eines vernünftigen Bildungssystems sein. Statt des ewig dummen Geschwätzes von mehr Geld für die Bildung brauchen wir deshalb einen radikalen Kahlschlag, der die Zahl der Abiturienten auf 10% eines Jahrgangs und die Schulzeit auf 11 Jahre reduziert. Es ärgert mich noch heute, dass ich 13 Jahre in diesem schrottigen Schulsystem absitzen musste. Die Universitäten sollten auf Fächer mit Wertschätzung konzentriert werden. Das sind im wesentlichen die MINT-Fächer. Komplett abgeschafft gehören die Sozialwissenschaften. Das sind nicht nur durch und durch Antiwissenschaften, sondern sie erziehen regelrecht viele Menschen, die in einem vernünftigen Beruf durchaus auf ehrliche Weise gutes Geld verdienen, zu ideologischen Taugenichtsen, die dann als Politiker großen Schaden anrichten. Tatsächlich könnten aus diesen Leuten ohne diese Verbildung auch gute Poilitiker werden. Im gleichen Zug sollten handwerkliche Berufe deutlich aufgewertet werden.

      • kassandro sagt:

        Einen kleinen Bericht über meine Schulzeit habe ich auf Wikipedia hinterlassen:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Scheinfeld
        Nachdem das Gymnasium auf diese wenig schmeichelhafte Darstellung quasi eine Gegendarstellung veröffentlicht hat, werde ich irgendwann diesen Beitrag ergänzen und auch die Gegendarstellung verlinken.
        Schüler mit Migrationshintergrund gab es damals noch nicht, aber wir Schülerheimer waren ein guter Ersatz. Die Einheimischen warnten ihre Kinder eindringlich davor, sich mit uns verdorbenem Abschaum einzulassen, und im Gegensatz zu Racingman habe ich vollstes Veständnis, dass gute Eltern ihre Kinder von solchen Gesindel fernhalten möchten. Charakterlos finde ich dagegen das Verhalten des SPD-Blondis, das ihren Sohn um die Früchte ihrer ideologischen Niedertracht gebracht hat.

      • kassandro sagt:

        Hier noch ein lustiges Dolkument aus meiner Schulzeit:
        https://abload.de/browseGallery.php?gal=3lNdd4NA&img=verweise363.jpg
        Letztlich hat diese “dauernde Widersetzlichkeit” mir in mehrerlei Hinischt eine große Karriere gekostet. Sie hat mich aber auch vor großen Dummheiten wie z.B. der Impfung und der ganzen Pandemenz bewahrt. Naturwissenschaftliche Bildung reicht dazu nämlich nicht aus. So bin ich letztlich mit der Entwicklung der Dinge doch ziemloich zufrieden.

        • Theo Epping sagt:

          Wenn der Bauer nicht schwimmen kann,
          ist die Badehose schuld.

          Es sind immer die anderen Dummköpfe, wer denn sonst?, die unsere Fehlentscheidungen nicht verstehen können.

          Ich hoffe, Ihre dauernde Widersetzlichkeit hält auch noch an, wenn Ihr Imunsystem doch noch der dummen Pandemez oder irgendeier anderen Phantasterei unterliegt.

          Hals und Bein

        • Anilin sagt:

          Mir hat das Lesen Ihres Kommentar nur ein kurzes “Das sind sie also, die Retter Deutschlands.” gekostet.

          • Theo Epping sagt:

            Mir hat … gekostet

            Deutschland rettet sich schon selbst, seien Sie sicher.

            Mir reicht meine eigene völlig aus.

  14. Racingman sagt:

    Der einzige Vorteil, den ich dadurch habe, besteht darin, dass ich die schüchternen AfD-Jungs mit einem Schwall von Extrovertiertheit hier etwas ärgern kann… Und das ist die Sache wert!

    Theo, Sie haben doch im Weihnachts-Thread ihre persönliche Spielwiese, wo Sie mit Heinz den gepflegten Doppelpass spielen können. Was wollen Sie denn noch mehr zum Glücklichsein? Jeder Blücher Blogger hat zumindest eine Epping-freie Zone verdient!

  15. Racingman sagt:

    Die internationalen Geheimdienste haben alle ein unterschiedliches Motto. Ich mag jenes lateinisch/englische Motto des britischen MI6: „Semper Occultus – Always Secret“.
    Meine Kernkompetenz als Berater bestand in der effektiven Öffentlichkeitsarbeit, und das bedeutet, das Projekt des Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und nicht sich selbst.

    • Theo Epping sagt:

      Bestand – Vergangenheit – ist das Schlüsselwort, lieber Racingman.
      Hier präsentieren Sie sich eher als etwas Großspuriger – Sie stellen sich mit Geheimdiensten auf eine Stufe – Angeber und Herr Leher ich weis was Bubi.
      Plaudern privates aus, das Sie und niemand etwas angeht und Sie gar nicht wissen sollten. Diskret ist anders.

  16. Racingman sagt:

    Theo, Ihr Familienname lädt einfach magisch zu einem englischen Wortspiel ein. Ein Brite, der Ihnen persönlich nicht wohlgesonnen ist, würde umgangssprachlich vom „effing Epping“ sprechen, was so viel wie „verdammter Epping“ oder „scheiß Epping“ bedeutet. (Wahrscheinlich ist der Begriff eine höflichere Abwandlung des Wortes „fucking“.) Da ich erstens nett und zweitens kein Brite bin, bleibe ich aber beim „Epping“. Wenn Sie im Weihnachts-Thread die virtuelle Rentner-WG mit Un Coeur genießen und ich Sie dort in Ruhe lasse, und Sie mir dafür im Gegenzug hier nicht destruktiv ans Bein pinkeln, ist das doch eine Lösung ganz im Sinne von Herbergsvater Blücher. Wenn Sie sich dagegen hartnäckig wie der aggressive Rauhaardackel Theo ins Hosenbein des Fremden verbeißen, fühle ich mich an den jungen Manto erinnert. Manto hatte damals mit seinem Verhalten seinem Standing keinen Gefallen getan, denn selbst der Turffreund Frank „Lindi“ Lindner aus Schwanewede äußerte sich über Mantos Intellekt, und das will was heißen.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn man mir von relevanter Seite Fehlverhalten nachweist, nicht nur vorwirft, dann akzeptiere ich einen Verweis oder auch einen Rauswurf.
      Von einem Schwadronierer, der sich ertappt fühlt nicht.

      Es gibt nicht viele Menschen, die mich beleidigen können,
      Sie gehören ganz sicher nicht dazu.

      Wenn Sie sich hier im Blog, also öffentlich, äußern, dann werden Sie auch mit der Reaktionen darauf klar kommen müssen.
      Herr Racingman.

      In diesem Sinne

      Theo A. Epping

  17. Racingman sagt:

    KATAR IST NICHT ALLES

    Am kommenden Sonntag findet das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar statt. Endlich, und dann ist Gott sei Dank das Spektakel vorbei. Während der Golfstaat Katar mit riesigem finanziellem Aufwand Sportswashing betreibt, um sich international in positivem Licht darzustellen, platzte in Brüssel eine publizistische und juristische Bombe. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Katar EU-Politiker mittels Bestechung kaufen wollte. Da der Haftrichter schon mehrere Haftbefehle erlassen hat, kann dieser Verdacht nicht völlig an den Haaren herbeigezogen sein.

    Im Sportsektor fällt auf, wie unterschiedlich die Öffentlichkeit im Fußballsport und im Galopprennsport mit der Causa Katar umgehen. Der FC Bayern München steht intern bei den eigenen Fans seit Jahren wegen des Katar-Sponsorings in der Kritik. Bei allen Fans? Sicher nicht. Anfangs war es lediglich eine kleine akademische Elite, die dieses Thema aufgegriffen hatte. Die Mehrheit der FCB-Fans sind eher schlichte Gemüter, haben mit Politik wenig am Hut und wollen einfach Fußball sehen. Im Laufe der Zeit hatte die öffentliche Diskussion jedoch zur Folge, dass eine größere Zahl von Menschen auf dieses Problem aufmerksam wurde, und das wiederum hatte bei den TV-Einschaltquoten Auswirkungen. Wirtschaftlicher Druck ist am besten geeignet, um Veränderungen herbeizuführen.

    Man sollte die Diskussion dabei allerdings nicht ausschließlich auf Katar verengen, sondern allgemein führen. Ist es wirklich ethischer, wenn Bundesliga-Konkurrenten des FC Bayern ihr Wintertrainingslager in der Türkei aufschlagen? Über internationale Sportereignisse in Belarus, Russland und China hat es keine breite Welle der Empörung gegeben. Die deutschen Möglichkeiten, auf ein Land wie China Druck auszuüben, sind aber wohl ohnehin eher theoretischer Natur. Wenn die chinesische Regierung von den Teilnehmern des Blücher Blogs verlangen würde, dass diese durch einen brennenden Zirkusreifen springen sollen, dann müssten wir dieser „Bitte“ Folge leisten, weil sich Deutschland wirtschaftlich total von China abhängig gemacht hat. Da wird das Dilemma deutlich.

    Dass die Welt des Galopprennsports ein ganz eigenes Universum ist, zeigt sich immer wieder bei politischen Themen, egal ob es dabei um die Ukraine oder um Katar geht. Bei den deutschen Galoppern gab es keinerlei Unterstützung für die Ukraine, und das Thema Katar ist ein Nicht-Thema. Es interessiert schlicht niemanden. Die Turfpresse schon gar nicht. Wenn der Unternehmer Ralf Rohne ein Pferd in Istanbul an den Start bringt oder wenn der Unternehmer Henk Grewe in Dubai teilnimmt, sollte dies erlaubt sein und deren freie Entscheidung sein – meine persönliche Meinung. Wenn deutsche Unternehmen ausschließlich nur noch mit demokratisch regierten Staaten Business machen würden, wäre dies wahrscheinlich wirtschaftlich überhaupt nicht durchzuhalten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der deutsche Galopper-Dachverband zu Allem schweigt. Angenommen, eine deutsche Arbeitsreiterin würde in Dubai oder Katar vergewaltigt, warnen Fachleute der arabischen Halbinsel für so einen Fall dringend davor, dies bei der dortigen Polizei zur Anzeige zu bringen, denn dann würde die Frau vom Opfer zur Täterin gemacht, und ihre ohnehin schon schlimme Lage würde sich noch weiter verschlechtern. Barbarische Zustände.

    Irgendwo in den Aktenordnern im Keller muss ich noch eine Kopie des Arbeitsvertrages eines Jockey-Schützlings von mir aus Katar haben. Ich war damals allerdings nur unterstützend tätig geworden. In erster Linie kam die Verbindung zustande, weil ein französischer Trainer im Heimatland den Transfer mit einem französischen Kollegen in Katar klargemacht hatte. Ich fand den mehrjährigen Einsatz des Jockeys in der Wintersaison gut, und über die Menschenrechtslage in Katar wusste ich damals noch nichts. Das zeigt, wie nützlich und weiterbildend eine öffentliche Diskussion ist, selbst wenn sie nicht sofort eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse bewirken kann.

    • Theo Epping sagt:

      Ich hatte schon eine Antwort getippt aber dann musste ich wieder an meinen Schwiegervater denken ..

      …. und hol den Mull von Politik!!!

  18. Racingman sagt:

    Gerade in so schwierigen Zeiten sollte man auch mal auf die positiven Dinge hinweisen, um der frustrierten Bevölkerung Mut zu machen. Der demokratische Rechtsstaat hat sich wehrhaft gezeigt, sowohl bei den Reichsbürgern als auch bei Katar in Brüssel. Die informierten Investigativjournalisten haben bis zum Zugriff dichtgehalten; die Polizei hat wie immer in Deutschland um Punkt 6 Uhr zugegriffen; und die Justiz hat Haftbefehle in Gang gesetzt. Alles so, wie es sein sollte – jedenfalls für einen überzeugten Anhänger des deutschen Grundgesetzes wie mich. Und das, was noch nicht so perfekt funktioniert, wird weiter verbessert werden müssen.

    Wie etwa das EU-Lobbyingregister. Zu meiner Zeit gab es so etwas leider noch gar nicht. Mein Chef war als Abgeordneter des EU-Parlaments der wirtschaftspolitische Sprecher der großen christdemokratischen Fraktion und damit für Lobbyisten sehr interessant. Rechenschaft darüber ablegen musste er nicht. Heute ist es so, dass die EU-Parlamentarier belegen müssen, wo sie sich wann und mit wem und zu welchem Thema getroffen haben. Leider gilt dies nicht gegenüber Drittstaaten, und so konnten Länder wie Aserbaidschan oder Katar unter dem Radar segeln mit ihrem EU-Lobbying. Da wird man nachbessern müssen. Natürlich hätte man selbst mit einem erweiterten Lobbyingregister nicht verhindern können, dass da Säcke voller Bargeld verschoben werden.

    Die diversen Sportarten müssen akzeptieren, dass sie auf dem Planeten Erde leben und sich deshalb wohl oder übel der politischen Diskussion stellen. Auch im eigenen Interesse, denn oft genug will man ja etwas von der Politik. In Brüssel gibt es nur eine europäische Lobby-Organisation der Totalisatorbetreiber, nicht jedoch des Pferderennsports als solchem. Das erweckt den Eindruck, dass es beim Pferderennsport nur ums Zocken geht – für 90 % der Kunden ja aber leider zutreffend.

    • Theo Epping sagt:

      90% der Kunden, des Publikums sind Zoker.
      Sie haben doch nicht alle Latten am Zaun. Wenn das so wäre, sähen die Totoumsätze ganz anders aus und die Rennvereine würden Purzelbäume schlagen vor Vergnügen.

      • Racingman sagt:

        Doch, das ist leider so. Dafür gibt es viele Belege. Etwa, wenn die Dienstag-Ausgabe der Sport-Welt keine Rennvorschau enthielt. 90 % der Hefte gingen an den Verlag zurück; deshalb gibt es solche Ausgaben inzwischen nicht mehr am Kiosk zu kaufen, weil sie de facto unverkäuflich waren. Zweiter Beleg: Daniel Delius. Als Sport-Welt-Chefredakteur hat er mir das gesagt. Ich habe früher wegen meiner Insiderkenntnisse als Consultant für die Sport-Welt seitenlange Reportagen über Hintergrundthemen des Turfs geschrieben, und Delius hat mir erklärt, dass das nur für 10 % der Leser interessant sei, weil die anderen 90 % sich eben nur fürs Zocken interessieren. Die hätte stattdessen auch ein Nacktfoto von Sophia Thomalla nicht interessiert. Dritter Beleg: das Rennbahn-Publikum bei Stromausfall. Wenn früher in der Zeit ohne Mobiltelefone bei einem Renntag nach dem zweiten Rennen der Totalisator wegen einer Strompanne ausfiel, gingen 90 % der Leute nach Hause. Weltweites Phänomen, nicht nur Deutschland. Das ist der Grund, warum der Pferderennsport sich heute im Zeitalter der mannigfaltigen Zock-Alternativen so schwertut.

        • Theo Epping sagt:

          Ich glaube das so nicht, die Beweise, die Sie aufzählen sind einfach nicht stimmig. Alle jammern über mangeldes wetten auf den Bahnen und jetzt kommen Sie mit solchen Beweisen, ich bin vieleicht nicht der schlauste, dumm bin ichsicher nicht.

        • Racingman sagt:

          Immerhin liefere ich nachprüfbare Belege, während Sie nur Ihr subjektives Bauchgefühl anführen können. Der Herausgeber der Turfnachrichten, für die ich früher hauptsächlich schrieb, war der Dresdner Gunther Schulze, der einen Laden betrieb, in dem er auch die Sport-Welt verkaufte. Die Hefte der Dienstag-Ausgabe ohne Wettvorschau gingen fast immer alle zurück. Für den Verlag sind solche „Remittenten“ logistisch eine teuere Sache. Darum werden diejenigen Dienstag-Hefte der Sport-Welt, die keine Wettvorschau für den Mittwoch enthalten, inzwischen auch nicht mehr am Kiosk verkauft, weil sie einfach ein zu brutales Minusgeschäft für den Verlag sind. Machen Sie den Test mit Ihrem Groupie Martin: Falls Pferdewetten verboten wären, würde Martin im Zweifelsfall lieber die Apotheken-Umschau als die Sport-Welt lesen. (Natürlich würde es die Sport-Welt dann auch gar nicht mehr geben.)

          Es gibt in Deutschland und in Österreich Trabrennveranstltungen, die ohne Wetten stattfinden. In Niederbayern der C-Bahn-Zirkel im Zusammenhang mit den örtlichen Volksfesten. Die Leute gehen zum Volksfest und schauen zwischendurch mal eine Weile beim Trabrennen auf der Wiese nebenan zu. In Tirol gibt es im Winter eine Trabersaison auf verschneiten Wiesen, auf denen die Sulkies auf Kufen gleiten. Auf einigen dieser Rennplätze werden Wetten angeboten, auf anderen nicht. Nur eine kleine Zahl der Besucher wettet. In der Regel sind es Skitouristen und Einheimische, die zur Abwechslung mal eine Weile beim Rennen zuschauen. Diese Leute würden aber nicht zu passionierten Rennbahngehern werden.

          Traurig, aber wahr: Ohne Wetten wäre der Galopprennsport klinisch tot. Wer sich als Zuschauer für Fußball oder Tennis interessiert, begeistert sich in erster Linie für diesen Sport, und einige Leute wetten dann auch darauf, aber sie würden sich auch ohne Wetten für ihren Zuschauersport interessieren. Beim Pferderennsport ist das anders. Einen Bezug zum Sportkamerad Pferd habe nur die Wenigsten, es ist ihnen aber auch egal, weil es ohnehin vorrangig ums Wetten geht. Schauen Sie mal ins Hoofworldforum: Am Rande geht es da auch um die sportlichen Dinge des Pferderennsports, aber die irre hohen Klickzahlen betreffen die Diskussion über die verschiedenen V-Wetten und die diversen Tippgemeinschaften, um im In- und Ausland gemeinsam die großen Wettpools wie z. B. bei der „7Gewinnt“ anzugreifen.

          • martin sagt:

            das stimmt,demMARTIN ist das sog fachblatt SPORT-WELT zu schlecht geworden,nur für zocker ohne hintergrund des sportes ,und dafür viel zu teuer und viel zu fehlerhaft

        • Racingman sagt:

          Theo, was Sie ablenkt, ist Ihre gedankliche Fokussierung auf Großwetter. Es geht aber nicht um die Höhe der Einsätze, sondern um das Wetten an sich. Es gibt viele Gelegenheitsbesucher, die nur moderate Summen wetten, aber ohne Wetten wäre denen ein Rennbahnbesuch schlicht zu langweilig. Das ist die Crux.

          • Theo Epping sagt:

            Auch Ihre ellenlangen Erklärungen ändern meine Meinung nicht, dass es eine masslose Übertreibung ist, 90% der Rennbahnbesucher als Zocker zu betiteln und nichts anderes war mein Einwand.
            Ich habe keinen Zweifel, dass Sie mit der Sporwelt recht haben, dieses viel zu teure Blatt kauf man nicht, wenn man nur mal was zum schmöckern will, sondern wenn man sich über Starter und deren Formen, zum wetten, informieren will.
            Zocker sind viel und groß Wetter, die meisten Rennbahnbesucher sind aber nur Spaß- Wetter.

          • Racingman sagt:

            Mit Ihrem letzten Beitrag zeigen Sie, dass Sie mein Posting zuvor intellektuell nicht begriffen haben. Ich habe doch gar nicht bestritten, dass die Leute zum Spaß wetten. Nur: Gäbe es keine Wetten, wären die Leute nicht auf der Rennbahn. Ich erinnere mich noch an einen Pressebericht über einen Renntag in der Schweiz vor ungefähr zwanzig Jahren, in dem von einer Strompanne des Totalisators ca. nach dem zweiten Rennen berichtet wurde, die nicht repariert werden konnte. Der Renntag ging normal weiter, nur eben ohne Wetten. Der Großteil der Rennbahnbesucher ging jedoch schnurstracks nach Hause, und das, obwohl die Schweizer beileibe keine besonders aktiven Pferdewetter sind. Der Rennsport finanziert sich dort hauptsächlich über Sponsoring, aber in letzter Zeit auch durch die französischen PMU-Wetten.

          • Theo Epping sagt:

            Das Kompliment kann ich Ihnen zurückgeben,
            Sie haben meinen harmlosen Einwand, interlektuell, auch nicht verstanden.
            Ich habe lediglich gesagt, dass die überwiegende Mehrheit der Bahnbesucher nicht als Zocker, also viel Wetter, bezeichnet werden können / sollten.

  19. Racingman sagt:

    In Brüssel gibt es eine Lobby-Organisation, die sich für die Interessen der Lebewesen Pferd, Pony und Esel einsetzt. Mit dem Pferderennsport hat das aber nichts zu tun. Die Totalisator-Lobby konzentriert sich darauf, das Prinzip „Totalisator“ als Gegensatz zu den Buchmachern zu promoten. Diese Lobby hat rund zwei Dutzend Mitglieder, auch Wettstar aus Deutschland ist dabei. Es gibt unter den zwei Dutzend auch zahlreiche assoziierte Mitglieder aus fremden Erdteilen: Marokko, Südafrika, Singapur, USA, Hongkong. So können außereuropäische Totalisator-Betreiber Einfluss auf die EU-Politik nehmen. Das mag jeder beurteilen, wie er möchte.

    Die Totalisator-Lobby wird hauptsächlich von den Franzosen dominiert. Dass es die Totalisator-Lobby als Gegengewicht zu den Buchmachern gibt, finde ich richtig und notwendig. Daneben sollte es in Brüssel aber auch eine europäische Pferderennsport-Lobby allgemein geben. Es ist nun mal so, dass ein Großteil der für Deutschland geltenden Gesetze heute in Brüssel fabriziert werden, und da muss man anwesend sein. Aber auch in Berlin sollte der Turf durch einen Lobbyisten vertreten sein, um das Gras rechtzeitig wachsen zu hören.

  20. Racingman sagt:

    DR. JANINA MÜLLER ÜBER DEN TURF

    Im Jahre 2015 schrieb Janina Müller von der German Racing Next Generation (heute: Junger Galopp) ihre Dissertation an der Uni Göttingen zum Thema „Strategisches Management im deutschen Galopprennsport“. Daraus zitiere ich hier mal einige Passagen.

    „Fast die Hälfte aller Besucher gibt an, nur einmal im Jahr eine Galopprennveranstaltung zu besuchen. Nach eigenen Angaben kennt sich diese Gruppe gar nicht im Galopprennsport aus. Im Vergleich zu den anderen Gruppen, die häufiger Galopprennen anschauen, ist diese Gruppe im Durchschnitt jünger und gibt weniger Geld auf der Veranstaltung aus. Die Gruppen, die sechs oder oder mehr Renntage pro Jahr besuchen, haben vier bis fünfmal höhere Ausgaben für die Pferdewette als Gelegenheitsbesucher. Im Durchschnitt über alle Probanden ergeben sich pro Tag pro Besucher folgende Ausgaben: 17 Euro für Gastronomie, 35 Euro für Wetten und 72 Euro insgesamt (Gastronomie, Wetten, Übernachtung, Fahrtkosten, Einkäufe).“

  21. Racingman sagt:

    Janina Müller legt ihren Zeigefinger ganz tief in die Wunde des deutschen Turfs. Fast 50 % der Galopp-Kunden sind eigentlich gar keine echten Kunden… Vielleicht wollten die am Sonntag ganz wo anders hin, aber weil das Barbecue bei Sandro und Babsi kurzfristig abgesagt wurde, ist man dann quasi aus Versehen auf der Rennbahn gelandet. Janina Müller unterscheidet die Galopp-Klientel in 85 % Gelegenheitsbesucher (maximal fünf Rennbahnbesuche pro Jahr, wenig Ahnung und wenig Ausgaben) und nur 15 % echte Turffans. Der deutsche Rennsport hat also ein gigantisches Problem mit der Kundenbindung.

    • Theo Epping sagt:

      Das trieft doch alles nur auf den (Ihren) Rennzirkus zu und der ist mir, bekanntermassen, ziemlich wurscht.

      Sobald all die Mitesser und Selbstüberschätzer
      aussortiert sind, nach dem Gesundschrumpfen also, wird die Vollblutzucht und der Rennsport wieder von den Leuten betrieben, die wissen was sie tun und wollen.
      100 Züchter, die ihre Pferde gewinnen sehen wollen und nicht nur teuer verhökern, beingen mehr zuwege, als all diese …, denken Sie sich was aus.

      Nicht die fehlenden Zocker schaden dem Sport, sondern die vielen Windhunde.

  22. Racingman sagt:

    Na ja, dazu ist anzumerken: Im Zeitalter der Online-Wetten gehen viele Zocker doch gar nicht mehr auf die Rennbahn, sondern wetten vom Plüschsofa daheim aus. Der Essener Intensivzocker Netroyal aus dem Amelie-Forum war seit Jahren auf keiner Rennbahn mehr, lässt in der Grünen Saison aber keinen einzigen Renntag aus.

  23. Racingman sagt:

    Wenn ich Eigentümer des Deutschen Sportverlages wäre, würde ich den Martin und Kollegen mal zum Käffchen einladen und sie fragen: Was müsste in der Sport-Welt stehen, damit Sie das Blatt kaufen? Auf was könnten Sie gut verzichten? Was wäre für Sie der maximal akzeptable Preis? Muss es für Sie eine Papier-Ausgabe sein oder genügt auch ein reines Online-Produkt?

  24. Racingman sagt:

    Es war im Jahre 2013, da veröffentlichten zwei BWL-Studenten, Janina Müller und ein männlicher Kollege, unter Anleitung eines Professors eine vielbeachtete Studie zum deutschen Galopprennsport. DVR-Präsident Albrecht Woeste bedankte sich höflich für die hervorragenden Vorschläge, und dann passierte – nichts. Wenn ich an Woestes Stelle gewesen wäre, hätte ich aber auch wirklich alles getan, um die beiden vielversprechenden jungen Leute beruflich an den Galopprennsport zu binden. Das geschah aber nicht, weil man dort in alter Tradition lieber auf die ewig recycelten Vereinsmeier setzte – ich nenne sie die „Generation Gudert“. Janina Müller arbeitete dann als Berufsschullehrerin in Hildesheim und der junge Mann für eine Firma der Familie Lafrentz in Berlin – was für eine Verschwendung von rennsportlichem Talent! Wenn man den deutschen Turf einmal richtig auf Links drehen will, wird dies nur mit unverbrauchten jungen Leuten gelingen, die noch nicht von der Turf-Nomenklatura gebrainwashed sind. Positiv ist allerdings der Trend in den letzten Jahren, jetzt doch langsam frisches Blut durch branchenfremde Kräfte heranzuführen: Sportmanager in Köln und Berlin, Diplom-Kauffrauen in Baden-Baden und Düsseldorf.

    • Theo Epping sagt:

      Alles Pustekuchen!

      Kein (Renn) Sport kann vom Publikum und durch Wetter finaziert werden. Keiner!

      Ohne finanzstarke und willige Investoren, in unserem Fall also
      Züchter und

      Rennstall- Besitzer und keine
      Rossteuscher,

      geht einfach gar nichts.

      Ihre branchenfremden Rennsport Talente, gehen nicht in selbigen, wenn sie wirklich ihr Fach beherrschen.

  25. Racingman sagt:

    Pferdewirt ist eine ehrenwerte Tätigkeit, für die sich niemand schämen muss. Ein Problem wird es nur dann, wenn sich ein Pferdewirt zu Dingen äußert, von denen er ersichtlich null Ahnung hat. Und das ist bei Ihnen der Fall, wenn es um die Finanzierungsgrundlagen für die Herstellung des Produkts „Rennveranstaltung“ geht. Fragen Sie einen x-beliebigen Geschäftsführer eines Rennvereins, und der wird Ihnen bestätigen, was die Finanzierungsgrundlagen einer Rennveranstaltung sind:
    * Eintrittsgelder
    * Wetteinnahmen
    * Rennsponsoring
    * Drittveranstaltungen
    * und noch einiges mehr

    Die Beiträge der Züchter und Besitzer sind unverzichtbar, aber sie finanzieren als Lieferanten ein Vorprodukt, nämlich die Ware Rennpferd. Zu einer Rennveranstaltung tragen die Besitzer lediglich über die Nenngelder etwas bei. Wenn man eintausend Rennpferde in den Boxen stehen hat, ist damit noch keine einzige Rennveranstaltung finanziert. Wer diese kaufmännischen Basics nicht kapiert, ist ein hoffnungsloser Fall. Leider gibt es davon im deutschen Turf ziemlich viele, aber darum steht der Turf ja auch da, wo er steht.

  26. Racingman sagt:

    „Die Mitgliederstruktur der Rennvereine ist etwas überaltert“, schreibt Janina Müller in ihrer Dissertation. Das ist charmant formuliert. Das noch viel größere Problem ist aber die fehlende fachliche Qualifikation. Klassischer Besitzer-strukturierter Turf eben – wer ein Pferd besitzt, gilt als kompetent beim Sportmanagement, und wer zwanzig Pferde besitzt, gilt als sehr kompetent. Ein Vollblut-Unternehmer wie der Trigema-Grupp hätte einen Helmut von Finck jedoch höchstens als Pförtner beschäftigt. Clubs der Fußball-Bundesliga haben schon längst reagiert und den Profibetrieb in eigene Kapitalgesellschaften ausgelagert, weil sie das Wirtschaftsunternehmen „Bundesligaclub“ nicht in der Mitgliederversammlung von besoffenen Proleten und eumeligen altern Knackern gemanaged haben wollen. Der Pferderennsport hinkt dem Fußball noch meilenweit hinterher. Das Fazit von Janina Müller im Jahre 2015: „Das klassische Konzept der großen aktiv mitwirkenden Mitgliedervereine kann grundsätzlich hinsichtlich seiner Zukunftsfähigkeit in Frage gestellt werden, wirft es doch zum Thema ‘Führungskräfte in Vereinen’ weitere Probleme auf.“

    Die Galopprennbahnen Baden-Baden und Berlin haben die Zweiteilung in Verein und Kapitalgesellschaft inzwischen schon vollzogen.

    • Theo Epping sagt:

      Sie sind ein Zahlen Jongleur, den schon so mancher Ball runtergefallen ist.
      Irgend etwas kann jeder aber Sie sind garantiert nicht der Retter des irgendwas.
      Sie wollen nur glänzen, ohne eine Oberfläche zu haben, deshalb glitzert es nich einmal.
      Solange wir hier keine Scheichs oder milliatden schwere Asiaten haben, klappt Ihre Chose in Deutschland nicht.
      Und wenn sie sich auf den Kopf stellen.

  27. Racingman sagt:

    In Ihrer Dissertation hat Janina Müller auch ein Kapitel über die Wertschöpfungsentstehungsrechnung eines Jährlings. Ich als züchterischer Laie muss das nicht kennen, aber wenn Sie, Theo, mehr als nur ein Stallmann sein wollen, sollten Sie darüber schon Bescheid wissen. Wie würden Sie prozentual die einzelnen Kostenanteile ansetzen:
    a) Personalkosten
    b) Decktaxe, Transport
    c) Futtermittel, Weide, Stroh
    d) gesundheitliche Versorgung
    e) sonstige fixe Kosten
    f) sonstige variable Kosten
    (wobei Janina Müller natürlich darauf hinweist, dass insbesondere die Höhe der Decktaxe extrem schwanken kann)

  28. Racingman sagt:

    DRAMA AM NIEDERRHEIN

    Nein, keine Angst, Ihr treuer Berichterstatter reportiert hier nicht über irgendwelche Exzesse des auf Krawall gebürsteten T. Epping. Es geht vielmehr um den Trabersport am Niederrhein. Die niederrheinischen Fans verdrücken mehr als nur eine Träne, gibt es doch gleich verschiedene traurige Nachrichten zu registrieren.

    Am Silvestertag wird die Rennbahn Dinslaken ihre letzte Rennveranstaltung durchführen, dann ist Schluss für immer. Es sollen Wohnhäuser auf dem Gelände gebaut werden. Ganz so weit ist man in Mönchengladbach noch nicht. Dort erhebt der Nachbar Flughafen Anspruch auf das Hippodrom, doch bis die Traber das Areal räumen müssen, wird noch etwas Zeit vergehen.

    Der aktuelle Aufreger betrifft die kleine Piste in Bedburg-Hau; eigentlich handelt es sich dabei um die private Trainierbahn des Trabertrainers Uwe Zevens. Der umtriebige Zevens hat es geschafft, einmal pro Jahr einen Renntag an einem Sonntag im September zu veranstalten, der vom Publikum sehr gut angenommen wird. Für die Rennsaison 2023 hat er es sogar geschafft, ein mit sagenhaften 50.000 Euro dotiertes Zuchtrennen auszuschreiben. Und das auf einer C-Bahn, Respekt! Die Trabergemeinde ist komplett baff ob dieser fantastischen Leistung.

    Der deutsche Trabrennsport wäre aber nicht der deutsche Trabrennsport, wenn es dadurch nicht neue Probleme geben würde. Die deutschen Traber brauchen nämlich keine Feinde, denn man hat genug „Parteifreunde“ im eigenen Lager. Im vorliegenden Fall die Verbandsspitze des Traber-Dachverbandes HVT in Berlin. Dort ist der Eigentümer der Rennbahn Berlin-Mariendorf als Vize beim HVT tätig, und dem stank es gewaltig, dass da so ein kleiner Popelverein vom Niederrhein seiner tollen Hauptstadtrennbahn Konkurrenz machen wollte. Mariendorf wollte nämlich ebenfalls den besagten Sonntagrenntag im September haben, und das ohne Konkurrenz in Deutschland. Bei der Sitzung der Rennveranstalter, auf der die Renntermine für 2023 vergeben wurden, war die C-Bahn gar nicht vertreten; ohne deren Wissen wurde ihr Renntag einfach vom Sonntag auf den Samstag vorgezogen. Par ordre de Mufti! Der Macher Zevens war mit dieser Lösung natürlich keineswegs einverstanden, doch auf seine Rückfragen in Berlin bekam er keine Antwort. „Dröhnendes Schweigen aus der Hauptstadt“, kommentierte Uwe Zevens lakonisch. Vielleicht zeigt diese besinnliche Geschichte den Vertretern des deutschen Galopprennsports, dass die Devise lautet „schlimmer geht immer“.

  29. Racingman sagt:

    PARIS: DIE RENNBAHNEN DER ZUKUNFT

    Weil Janina Müller die Eventisierung auf den Rennbahnen beschrieb, will ich auch darauf hier eingehen. Es ist schon lange mein Credo, dass deutsche Rennbahnen den oft defizitären Rennbetrieb durch branchenfremde Aktivitäten quersubventionieren müssen. Die drei Pariser Rennbahnen Longchamp, Auteuil, und Saint Cloud von France Galop sind da schon etwas weiter. Ihre Bilanz der Drittveranstaltungen für das Jahr 2022 fällt durchaus ermutigend aus, denn es gab enorme Zuwächse gegenüber der Vor-Corona-Zeit.

    Insgesamt gab es auf den drei Rennbahnen in diesem Jahr 490 Non-Turf-Events (sowohl an Renntagen als auch außerhalb), wobei die Verteilung so aussieht: Longchamp 278; Auteuil 108; Saint-Cloud 104. Es wird deutlich, dass der Löwenanteil auf die für sehr teures Geld renovierte Prachtbahn entfällt. Immerhin hat sich dann das Investment wenigstens gelohnt. Insgesamt konnte France Galop eine halbe Million Menschen bei diesen Events begrüßen, die schwerpunktmäßig in den schönen Monaten Mai/Juni/Juli stattfanden. Zum Beispiel gab es ein Konzert der Rolling Stones und das Lollapalooza-Festival, das auch schon in Hoppegarten zu Gast war. Produktpräsentationen, Mitarbeiter-Events, Seminare, Kongresse und Abendveranstaltungen, auch mal eine Garden Party mit Film, waren dabei.

    Große und kleinere Unternehmen waren unter den Kunden: Alain Afflelou (der französische Fielmann); die Großbank Société Générale; Lacoste; Longines; Mercedes-Benz; Amazon; Sony; EY (einer der Big Four der Wirtschaftsprüfer); usw. Der Reiz für diese Kunden besteht darin, dass die Rennbahn als Event Location eben kein 08/15 Platz ist, und das macht das Erlebnis für die Eingeladenen dann sexy.

    • Theo Epping sagt:

      Ihr einziger Fan ist wohl gerade nicht am Platz, lieber Racingman.
      Wird wohl schon zu Tisch sein.
      Da hoffen wir doch, dass er heute Nachmittag nicht aushäusig ist.

      • Racingman sagt:

        Ich soll einen Fan im Blücher Blog haben? Das würde mir aber echt die Sorgenfalten auf die Stirn treiben…

        Der Stalker Theo merkt nicht, wie ich ihn hier vor mir her treibe. Ich halte ihm mit einem thematischen Beitrag das Stöckchen hin, und er springt artig drüber. Wenn jeder thematische Beitrag von Racingman von einem Stänkerposting von T. Epping gefolgt wird, erkennt der geneigte Leser am besten, wes Geistes Kind der Theodor ist. Und Letzterer darf sich schon auf ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk von mir freuen. Ich muss nur noch das Geschenkpapier kaufen!

  30. Racingman sagt:

    KANN EPPING DEN LINDENHOF RETTEN?

    Weil bald Weihnachten ist und ich in Geberlaune bin, kommt hier mein Weihnachtsgeschenk für T. Epping. Er glaubt ja von sich selbst, das Zeug zu einer leitenden Funktion im Gestüt zu haben, doch bisher blieb er den Beweis schuldig. Hier nun ein Thema aus seiner Branche, der Vollblutzucht, in der er bis vor rund dreißig Jahren tätig war. Was er seitdem in den letzten drei Jahrzehnten getrieben hat, weiß man nicht. Vielleicht hat er ja noch verborgene Talente.

    Wenn ich an den Titel für Deutschlands erfolglosestes Vollblutgestüt denke, fällt mir automatisch das Gestüt Lindenhof am Hamburger Stadtrand ein. Das Gestüt ist bereits seit dreißig Jahren am Markt, aber ging auch mal ein gutes Pferd aus dieser Zuchtstätte hervor? Man hatte einst einen Sieger im Ungarischen Derby, ja, aber gab es auch mal einen Blacktype-Sieger? Wer das weiß, möge vortreten.

    (Fortsetzung folgt)

    • kassandro sagt:

      Blamieren geht vor Informieren, lieber Racingman. Schauen sie sich Mal die Top 100 der deutschen Züchter an:
      https://www.deutscher-galopp.de/gr/renntage/ranglisten/top-zuechter.php
      Der Lindenhof steht mit einer Siegquote von fast 19% an 26. Stelle vor solch renommierten Züchtern wie Gestüt Ammerland, Stall Ullmann, Gestüt Ravensberg, Rennstall Wöhler, Gestüt Höny-Hof, Gestüt Idee, …. Mit dem Last Action Hero hatte Linde auch schon einen Listensieger. Von Kostolyanis berühmten 4 Gs Geld, Glück, Geduld und Gedanken hapert es beim Lindenhof etwas an den ersten beiden, aber in der Vollblutzucht ist bekanntlich allesmöglich. An Linde bewundere ich seine unglaubliche Umtriebigkeit. Der ist 1,5 Jahre älter als ich und hat lange nicht meine Fitness, aber was er macht, würde ich mir nicht Mal annähernd zumuten. Irgendwann wird es ihn einfach umhauen. So nebenbei schmeißt er noch das Derby-Meeting. Da gab es ja heuer die große Blamage mit den falsch gesteckten Rails. Da sahen dann einige Intriganten, wahrscheinlich angeführt von unserem Humbugtus, ihre Chance den großen Macher des HRC zu stürzen, aber der Abwahlantrag scheiterte, weil kein anderer den Laden schmeißen kann. Dass dort nicht alles optimal läuft, ist auch klar, sonst würde ich dort noch als akkreditierter Photograph tätig sein.

      • Theo Epping sagt:

        Da ist wohl jemand über sein eigenes Stöckchen gestrauchelt.

        Viele Wege führen nach Rom.
        Gestüt Wittekindshof galt auch die ersten zei Jahrzehnte als nicht salonfähig, bis ab Mitte der 90er Jahre kein Weg mehr daran vorbei führte. Die Decktaxen waren vergleichsweise sehr bescheiden. In dem Fall aber nicht weil man nicht konnte, sondern weil Herr Miebach seinen eigenen Weg ging.
        Nach dem Motto, es dauert etwas länger, dafür ist es dann, hoffentlich, nachhaltiger.

  31. Un Coeur B sagt:

    Derjenige darf sich glücklich schätzen, welcher Hrn. Racingman zum Berater hat.

  32. Un Coeur B sagt:

    Kommissar

    bla bla bla

    • Theo Epping sagt:

      Da kann ich eigentlich nicht viel hinzufügen, ausser vieleicht …

      wenn man bla umdreht wird Alb daraus und Alben sind nordische, mythologische Wesen.
      Sie sind die dunkle Seite der Elfen, oder Elben.

      Hat irgendwie was freurdsches an sich.

  33. Racingman sagt:

    (Teil 2 Lindenhof-Serie)

    Wenn ich an Misserfolg in der Vollblutzucht denke, assoziiere ich damit ganz unwillkürlich Lindenhof. Schauen wir uns die Lindenhofer Ergebnisse bei der Auktion während des Sales & Racing Festivals an. Insgesamt zwölf eigene Jährlinge hatte das hanseatische Gestüt im Katalog angemeldet. Davon wurde zurückgezogen: einer (Waldfürst). Neun Jährlinge wurden zurückgekauft: Nightdance Ocean (€ 9.000); Qurita (1.500); Influencer (2.500); Fayna (3.000); N.N. (3.500); Nietzsche (4.500); Süper (1.000); Immanuel Kant (13.000); Leibniz (3.500).

    Tatsächlich verkauft wurden von dem Lindenhofer Dutzend lediglich zwei Pferde zu Kleinstpreisen: Big Jazz (3.500) und Friday Morning (3.500). Was soll man zu dieser deprimierenden Bilanz noch sagen? Lindenhof greift kopfstark an, aber es gibt offenbar keinen Markt für solche Vollblüter. Unter diesen Voraussetzungen macht der Betrieb eines Verkaufsgestütes einfach keinen Sinn. In einem späteren Beitrag dieser Serie werden wir noch sehen, was der Ursprung der Lindenhofer Philosophie war.

    (Fortsetzung folgt)

  34. Racingman sagt:

    (Teil 3 Lindenhof-Serie)

    In der Wirtschaft sind Assessment Center üblich, um das Potenzial eines Bewerbers abzuchecken, gern auch mit einer Fallstudie, um den Praxisbezug herzustellen. Diese Lindenhof-Fallstudie soll eine Art nachträgliche Eignungsprüfung für T. Epping sein. Hätte er das Zeug für eine leitende Stellung im Gestüt gehabt? Dafür ist konzeptionelles Denken gefragt. Nach meiner Überzeugung würde kein Gestütsbetreiber, der im Blücher Blog mitläse, einem T. Epping konzeptionelles Denken attestieren. Also muss der jetzt endlich mal liefern.

    Doch was macht der Kandidat oben vor diesem Posting? Sobald der Druck auch nur minimal wächst, stellt er seine mangelnde Resilienz (mentale Belastbarkeit) zur Schau und pöbelt rum. Wie sollte so jemand Untergebene im Gestüt führen können? Von mir gibt’s dafür ein Minuszeichen auf dem Prüfungsbogen.

    Noch weiter oben in diesem Thread empfiehlt der gemütliche T. Epping, Linde solle einfach mal Geduld haben. Wie lange denn noch, nach dreißig Jahren, und wie lange reicht überhaupt das Geld noch? Von einer potenziellen Führungskraft muss man erwarten können, dass er/sie auch unbequeme Wahrheiten ausspricht und nicht nur rumschleimt, um den eigenen Hintern zu retten. Der Vergleich mit Wittekindshof hinkt sicher, weil Herr Miebach finanziell in einer anderen Straße wohnt und weil der ja tatsächlich auf den früheren Misserfolg reagiert hat. Mit dem neuen Gestütsleiter Karl Jörg stellte sich dort sukzessive der Erfolg ein.

    Lindenhof braucht keine falschen Fuffziger, die ihm Honig ums Maul schmieren, sondern echte Freunde, die ihm die unbequeme Wahrheit sagen. Ansonsten wird Micky Beisenherz irgendwann witzeln, dass die Lindenhofer die Puma-Panzer des deutschen Turfs seien. Apropos, noch eine Exklusivnachricht: Die Bundeswehr bestellt ihre Panzer jetzt bei Adidas!

    Wenn ein Gestüt notorisch unbefriedigend abschneidet, sollte man eigentlich annehmen, dass ein Züchter seine Strategie mal überdenkt und nicht einfach so weitermacht. Eine Lösung, die für das große Gestüt Röttgen zielführend wäre, muss es aber nicht notwendigerweise auch für Lindenhof sein. Mit anderen Worten: Topf und Deckel müssen zueinander passen. Wenn man dies herausfinden will, muss man sich zunächst die Frage stellen: Wer ist eigentlich dieser Volker Linde, der Gestütsherr? Vorab muss ich einräumen, dass ich alles andere als ein Linde-Fan bin (aus weltanschaulichen Gründen). Gerade deswegen gebietet es aber die Fairness, auch seine Leistungen zu würdigen.

    Der „kleine Volker aus der Vorstadt“ muss beizeiten den Drang gehabt haben, mit bescheidenen Mitteln große Ergebnisse zu bewirken. Als Teenager absolvierte Volker Linde zunächst eine Lehre als Bankkaufmann. Schon bald muss ihm dabei klar geworden sein, dass er nicht für den Rest seines Daseins hinter Schalter 3 der Sparkasse Posemuckel versauern wollte. Da er jedoch ein Mensch mit viel Eigeninitiative ist, stand die aufregende Phase seines Lebens erst noch bevor.

    (Fortsetzung folgt)

    • Theo Epping sagt:

      Schmierfinck

      • Theo Epping sagt:

        Es wird immer viel mit Zahlen jongliert, es werden Tabellen und Statistiken erstellt.
        Ja es stimmt, seit Jahrzehnten gehen die Kopfzahlen zurück.
        Weniger Mutterstuten – weniger Fohlen – weniger Deckhengste – weniger Rennpferde.
        Die Zahlen sind in den letzten 50 Jahren um 2 Drittel geschrupft. Bei den Rennpferden etwas weniger, weil viel und billig im Ausland zugekauft wird. Den Part spielten früher die Kleinen, heute überflüssigen Basiszüchter.

        Die Zahlen sind, leider, unbestritten richtig, keine Frage, was die aber nicht sagen ist, an welchem Ende werden die Federn gelassen.
        An der Spitze ist kein Mangel, an der kleinen deutschen Zucht gemessen, sonst würde es nicht so viele, lohnende Auslandsverkäufe geben.
        Die Arc-Sieger sind ja auch nicht vom Himmel gefallen.

        Nich die großen Erfolgsställe und Gestüte reduzieren und geben auf, es sind die Kleinen, denen es an den Kragen geht und daran krankt das ganze Spetakel Rennsport.

        Kleinvieh macht auch Mist und aus diesem Mist schöpft die Elite ihre Kraft.

        Wenn ich von Gesundschrumpfen schreibe, meine ich nicht die Pferde, sondern all die Möchtegern’s und Beutelschneider die das schnelle Geld und/oder ihren Nervenkitzel wollen und nur Unheil stiften und meist ernüchtert, wenn sie Glück haben, wieder veschwinden.

        Auch Quallität benötigt eine Grundlage… und die wurde verantwortungslos zugrunde gerichtet.

        Weil, wie gerade ausführlich dagelegt wird, kein

        GESCHÄFTSbedarf besteht.

  35. Racingman sagt:

    (Teil 4 Lindenhof-Serie)

    Was waren Volkers Vorlieben? 1 PS und Multi-PS. Also nahm er sich vor, Autohändler zu werden und setzte das bereits in jungen Jahren um. Mit seiner klaren Agenda und der Fokussierung auf ein Ziel erscheint er mir als eine Art Gegenentwurf zu seinem früheren Forums-Kontrahenten Hubertus Joachim Schmelz, mit dem er so manchen Strauß ausfocht. Linde ist auch kein Reichsbedenkenträger Epping, der immer zehn Gründe findet, warum ein mögliches Vorhaben nicht in Frage kommt. Für den Macher Linde heißt die Devise wohl eher: „Scheiß der Hund auf’s Feuerzeug, ich zieh das jetzt einfach durch.“

    Linde wollte dabei nicht bloß ein kleiner 08/15 Autohöker sein, sondern das große Rad drehen. Seine Geschäftsidee war, preiswerte Re-Import-Neuwagen aus dem Ausland in Deutschland wesentlich billiger als die Vertragshändler der Automobilfabriken anzubieten und damit den Wettbewerb beim Preis zu schlagen. Um bis zu einem Drittel unter dem Listenpreis der Autobauer sogar. Den 25.000 Vertragshändlern stand in den 1990er Jahren eine Armada von eintausend so genannten Graumarkthändlern gegenüber, wobei die Vertragshändler wenig respektvoll von der „grauen Seuche“ sprachen. Wenig förderlich für das Image der Graumarkthändler war auch, dass sich in ihren Reihen einige schwarze Schafe tummelten, aber das überrascht nicht in einer Branche, wo man schnell fette Rendite einfahren kann. Mit den Gerichtsklagen und Abmahnungen der Automobilbauer und Vertragshändler, die Volker Linde erhielt, könnte er sein Wohnzimmer tapezieren.

    Ein Problem waren dabei die europäischen Wettbewerbsregeln. Weil Linde gern legal handeln wollte, versuchte er alles, um die EU-Kommission in Brüssel von seinem Geschäftsmodell zu überzeugen. Nicht nur ich war damals für eine Unternehmensberatung in der EU-Kommission tätig, auch Volker Linde war dort schon (fast) zu Hause. Angeblich zwanzig Mal soll er in Brüssel gewesen sein, um für sein Re-Import-Geschäftsmodell Lobbying zu betreiben. Man sieht: Linde kann auch extrem hartnäckig sein.

    (Fortsetzung folgt)

  36. Racingman sagt:

    (Teil 5 Lindenhof-Serie)

    Zur Jahrtausendwende besaß ich auch einmal einen Re-Import-Neuwagen. Der war zwar preislich ein Schnäppchen, doch bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Lkw erwies es sich als unvorteilhaft, dass der Wagen über keinen Airbag verfügte.

    In dieser Lindenhof-Serie beleuchte ich die Person Volker Linde in- und außerhalb des Pferdesports, um dem Testkandidaten Epping ein möglichst rundes Bild zu verschaffen, so dass er passgenaue Vorstellungen für die Rettung des Lindenhofs entwickeln kann.

    Volker Linde hatte mit seinen Re-Import-Fahrzeugen jedenfalls einen guten Verkaufserfolg. Die Margen pro Fahrzeug waren dabei zwar nicht wie bei einem Rolls-Royce, denn Linde bediente den „Schweinemarkt“, also das Massengeschäft. Dafür brauchte er aber keinen sauteuren Showroom am exklusiven Jungfernstieg in der Hamburger Innenstadt, sondern er hatte seine Firma am Rande der Metropole an einer ehemaligen Zapfsäule in deren unprätentiösem kleinen Kabuff.

    Der Vorstadt-Linde hatte den deutschen Automarkt also erfolgreich aufgemischt. Es gefiel den Großkopferten der Kfz-Branche natürlich gar nicht, dass irgendwelche Hinterhofhöker ihnen die Marktanteile klauten. Als es auf Lindes Autohof brannte (ich glaube, nicht nur einmal), stellte man sich die Frage, wer das wohl gewesen sein könnte. Der kleine Volker gegen die Kfz-Mafia – aus dem Stoff könnte ein Regisseur wie Oliver Stone sicher einen soliden Hollywoodfilm draus basteln. Inzwischen soll die Firma in einem abgelegenen Kaff im bergigen Nordhessen ansässig sein.

    (Fortsetzung folgt)

    • Theo Epping sagt:

      Auch auf die Gefahr hin, dass Racingman’s Beschäftigungs Therapeut jetzt stinksauer auf mich wird.
      Den Lindenhof und Herrn Linde muß keiner retten und schon gar kein Racingman oder Ich.
      Würde der selbsternannte Prüfer auch mal zuhören was andere sagen und sich nicht nur mit sich selber beschäftigen … das hört sich jetzt, egal.

      Der Lindenhof macht genau das, worauf ich noch gestern hingewiesen habe, er kümmert sich um die sehr schmal gewordene Basis, auf die, die Elite aufbaut. Sollche Betriebe gab es früher einige: Alpen – Weyershof – Feldmann – Boyenstein u.s.w. und alle hatten mindestens einen Hengst.

      Ich kann Herrn Linde nur meinen Dank und meine Hochachtung aussprechen!

      Ein Mann der über Jahrzehnte so einen Betrieb unterhällt, kann ja wohl nicht dumm sein. Der weis dann auch, dass er, wenn er nur mit 3 – 4 Stuten, in einem Pansionsgestüt, züchtet, auch in der Blacketype Liga mitspielen würde/könnte.
      Tut er nicht, will er nicht, er will auf eigenem Grund und Boden und nach seinem Willen und Können arbeiten und nicht Fremder für seine eigenen Pferde sein.
      Für solche Menschen ist ein Ausgleich 2 Sieg in Hamburg ein größerer Erfolg, als das Derby für so manch anderen.

      Wir brauchen viel mehr solcher Leute, Schmierfinken und Großschwätzer haben wir genug.

      Die großen Rennsport-Nationen haben ihre National Hunt Gestüte und ihre Dumper Rennen, sowas hatten Wir hier in Deutschland früher auch und da stimmten auch die Pferdebeständ noch, die Stuten und Hengste die heute fehlen, sind genau diese zweit und drittklassigen.

      Ein Gestütsmeister sagte mal zu mir:
      Du wirst es nicht glauben, aber wir haben ein Luxus Problem, wir haben kaum eine Stute unter 90 kg.

  37. Racingman sagt:

    (Teil 6 Lindenhof-Serie)

    Volker Lindes Philosophie beim Automobilhandel und in der Vollblutzucht würde ich so zusammenfassen: Wie kann man mit kleinen Bordmitteln bei den großen Jungs mitspielen?

    Bei den Multi-PS hat seine Masche funktioniert, aber bei den 1 PS ganz offenbar nicht, denn die noble Turfbranche hat doch ziemlich anspruchsvolle Voraussetzungen. Um wirklich erfolgreiche Vollblüter zu züchten, braucht man jede Menge Geld, und noch einiges mehr, nämlich eine passende Infrastruktur. Auf der Streuobstwiese hinterm Wohnhaus kann man keine Blacktype-Sieger züchten. Die harte ökonomische Realität lautet: Lindenhof ist ein Verkaufsgestüt, das seine Massenware am Markt nicht los wird (jedenfalls nicht zu akzeptablen Preisen), weil keiner sie will – siehe die letzte Auktion. Ein derartiges Phänomen zu ignorieren, ist in meinen Augen kein Zeichen von Intelligenz seitens des Züchters. Eher von Beratungsresistenz, aber vermutlich nimmt Volker Linde gar keine Beratung in Anspruch. (Nur zur Sicherheit der wiederholte Hinweis: Die Vollblutzucht war beruflich nie ein Thema für mich.) Wenn ich das Niveau von Volker Lindes Beiträgen im Amelie-Forum als Maßstab nehme, ist meine Einschätzung, dass er weder dumm noch intelligent ist, sondern ein klassischer Normalverbraucher.

    Die Lindenhof-Fallstudie dient nicht zum Test für einen Stallmann, sondern für eine leitende Stellung im Gestüt. Der Unterschied ist der: Ein Stallmann macht das, was man ihm aufträgt, aber kümmert sich nicht darum, wo das Geld im Gestüt herkommt. Ein leitender Angestellter (Gestütsmeister und erst recht der Gestütsleiter) dagegen braucht auch eine kaufmännische Denkweise, denn irgendwie muss ein Gestüt ja finanziert werden. Diese Eigenschaft lässt der Kandidat Epping aber überhaupt nicht erkennen. Mit nostalgischer Sozialromantik allein kann man kein Gestüt managen. Wenn Volker Linde so weitermacht wie bisher, wird es ihn früher oder später aus dem Markt spülen. Wie so viele vor ihm.

    Der Kandidat Epping hätte sich auch Gedanken machen sollen über die Frage, was mit den unverkauften Jährlingen geschehen soll. Vom Lindenhofer Dutzend wurden in Iffezheim zwei mit deutlichem Verlust verkauft. Was aber mit den anderen Zehn? Ein oder zwei wird man in den Lindenhofer Farben bei einem Billigtrainer unterbringen können, doch der Rest…? Den wird man quasi verramschen müssen.

    Ein typisches Problem scheint mir jenes zu sein, das Volker Linde mit vielen Rennsportlern ohne Abitur und akademischem Abschluss gemein hat: der Drang, durch die Vollblüter den gesellschaftlichen Aufstieg schaffen zu wollen. Als Vorstandsmitglied des Hamburger Renn-Clubs hat sich Linde vom Beisitzer zum Vize hochgedient, weil einige Kollegen abdankten. Im VIP-Zelt neben dem großen Darboven (ebenfalls ohne akademische Bildung) sitzen zu können, muss für ihn wie ein gesellschaftlicher Ritterschlag sein. Das Startmaschinen-Fiasko beim Deutschen Derby verstärkt jedoch meinen Eindruck, dass es beim Turfmanager Linde nicht für die Bundesliga reicht. Dass der Hamburger Renn-Club dennoch auf ihn angewiesen zu sein scheint, macht das ganze Drama dieses Derbyveranstalters deutlich. Das Deutsche Derby gehört nicht zu den Amateuren in Hamburg, sondern nach Berlin, und der Turfstandort Hamburg hat weder bei den Galoppern noch bei den Trabern eine Zukunft.

    (Fortsetzung folgt)

    • kassandro sagt:

      Ich darf sie beruhigen, lieber Racingman, den Linde wird es mit ziemlicher Sicherheit nicht “aus dem Markt spülen”. Der wird auch seine Jäjrlinge fast immer los, meistens zu deutlich höheren Preisen als bei den Auktionen, sonst hätte es ihn schon längst “aus dem Markt gespült”. Der Mann hat eine enorme soziale Kompetenz, die mir abgeht. Der kann eigentlich mit jedem mit Ausnahme von Leuten wie Herrn Schmelz, die mit ihm unsterblich verfeindet sind und jede Gelegenheit nutzen, ihm ein Bein zu stellen. Als Kriegsmann, der die Schlacht liebt, hab ich mit solchen Leuten weniger Probleme als Herr Linde und ich hab auch viel mehr Feinde. Meine Devise lautet “Viel Feind, viel Ehr”. So eine Devise kann sich Herr Linde, der ja Pferde verkaufen will und das auch durchaus mit ausreichendem Erfolg tut, nicht erlauben. Hätten die Tinsdaler ihre Ressentiments gegen den Linde überwunden und ihre Hengste auf dem Lindenhof aufgestellt, so wären sie wesentlich erfolgreicher gewesen. Ihre Zuchtkarriere kann man als Totalversagen bezeichnen. Durban Thunder ist schon ausgemustert und auch dem Earl wird früher oder später dieses Schicksal ereilen, weil er sich für ein Hengstgestüt einfach nicht lohnt. Wenn nicht ein Wunder geschieht, die in Vollblutzucht immer möglich sind, ist er erledigt. Dabei sind sie beide Hengste großartige Rennpferde gewesen. Der Linde hat noch nie einen Hengst von der Qualität des Earls gehabt, war aber mit allen erfolgreicher als die Tinsdaler. Der hat es mit fast allen seinen Hengsten auf 20-30 Bedeckungen pro Jahr geschafft. Der weiter oben von Racingman erwähnte Süper ist aus der Shaheen, die vorher den Gruppe-Sieger Schäng gebracht hat. Diese von der Qualität eigentlich sehr gute Mutterstute – sie hatte auch selber Blacktype – nimmt einfach nicht auf und hat ihren Besitzer dadurch regelrecht zur Verzweiflung gebracht. Der Linde hat es nach vielen Jahren tatsächlich geschafft, auch dieser eigentlich unfruchtbaren Stute ein Fohlen zu entlocken, eben diesen Süper. Dass für ihn auf der Auktion dann nur 1000€ geboten wurden, ist natürlich nach all den Anstrengungen ein Witz. Für Problemstuten ist der Lindenhof “the stud of last resort”. Herr Linde führt zusammen mit einem Mitarbeiter den Hengst selbst der Stute zu. Das ist kein romantisches Tête-à-Tête sondern in der Regel eine Vergewaltigung mit menschlicher Unterstützung. Da muss man sowohl auf den Hengst als auch auf die Stute, die sich in der Regel vehement gegen den Hengst währt, aufpassen, dass man keinen Tritt oder Biß abbekommt. Das ist ein richtig harter Job. Man kann sich nicht Mal im Traum vorstellen, dass etwa der Dr. Blendax so etwas macht. Der schaut sich so etwas höchstens mit 100 Meter Sicherheitsabstand an. Der Linde hat auch bei der Geburt noch ein Fohlen aus der Stute gezogen, wenn der Tierarzt längst aufgegeben hat. Weil er eben selber fast alles (erfolgreich) anpackt, hat der Linde im Gegensatz zu wesentlich erfolgreicheren Gestüten so viele Stürme überlebt und er wird noch einige überleben. Eine langfristige Perspektive sehe ich für den Lindenhof indes nicht. Letzen Endes wird der Linde in nicht allzu ferner Zukunft aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen und es gibt keinen Nachfolger. Das ist ein Problem, das viele Gestütsinhaber haben.

      • Theo Epping sagt:

        Vielen Dank für die Unterstützung, auch wenn sie natürlich nicht mir gilt.
        Der Teil, in dem Sie den Deckakt beschreiben, gibt mir allerdings zu denken.
        Ich denke mal, das ist eine masslose Effektheischerrei.
        Ich war bei 100en Bedeckungen dabei und es ist nur 1 mal zu einen kleinen Zwischenfall gekommen und da auch nur weil Marduk so groß und die Stute sehr klein waren. Beim Aufspringen hat Marduk die Kollegin an der Schulter gestreift.

        Schade, dass es so oft keine Erben oder Nachfolger für die Gestüte gibt.
        Pferde sind eben nicht nur zum Streicheln und Zucker verteilen da, sondern harte Arbeit.

    • Theo Epping sagt:

      Eine typische Eigenschaft, die Racingman mit vielen Abiturienten und Akademikern gemein hat, ist der Irrglaube, ein natürliches Recht auf Respekt, Anerkennung und Erfolg zuhaben. Bei den meisten dieser Art ist es doch so, dass sie überhaubt nicht in der Lage sind, den Anforderungen gerecht zu werden und der Aufstieg in die gehobene Gesellschaft der Vollblutgemeinde, ihre einzige und letzte Hoffnung ist.
      Ich kenne eine ganze Reihe Leute aus beiden Lagern und ich sage Ihnen ganz klar, die Hauptschüler sind die besseren Kandidaten für den Beruf, in allen Bereichen, bis hin zum Gestütsleiter.
      Warum? Weil sie sich jede einzelne Sprosse erarbeiten müssen und so selber können, was sie von ihren Mitarbeitern forden und nicht auf’s gesattelte Pferd gesetzt worden sind… durch Vetternwirdschaft und Vitamin B.
      Ausnahmen bestätigen die Regel.

  38. Racingman sagt:

    In Bezug auf Abiturienten/Akademiker habe ich nicht meine persönliche Meinung geschildert, sondern die gelebte gesellschaftliche Realität in Deutschland. Und die ist – leider – so, dass (pointiert ausgedrückt) die Menschwerdung in Deutschland erst ab dem Akademikerstatus beginnt. Daran kann ich auch nichts ändern. Im Galopprennsport ist es so, dass sich zwei Gruppen gegenüberstehen, die wenig Respekt füreinander empfinden: einerseits die Blaublüter/Akademiker, andererseits die Selfmademen, die sich finanziell auch ohne große Bildung und gesellschaftlich-familiären Schliff etwas erschaffen haben.

    Als Berater hatte ich mit Vertretern beider Gruppen zu tun. Da bezeichnete ein Vertreter der ersten Gruppe (natürlich nur unter vier Augen) jemanden aus der zweiten Gruppe mal als nach Alkohol riechenden Proleten. Umgekehrt ziehen die Vertreter der zweiten Gruppe ihr Selbstbewusstsein aus ihrem geschäftlichen Erfolg, wissen aber um ihre Defizite auf gesellschaftlichem Parkett. Amüsant war es für mich mitzuerleben, wie sich zwei Vertreter der beiden Gruppen gemeinsam den Besitz eines gutklassigen Rennpferdes teilten. Im deutschen Turf gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt.

    Ich selber habe mich im Rennsport keiner der beiden Gruppen zugehörig gefühlt, weil ich schon vor vielen Jahrzehnten pro-aktiv die strategische Entscheidung getroffen hatte, dass private Freundschaften mit Menschen aus dem deutschen Turf für mich nicht in Frage kommen. Einfach deshalb, um immer die nötige emotionale Beinfreiheit zu behalten. Das war eine Strategie, die sich in der Praxis in dieser sehr speziellen Branche bewährt hat.

  39. Racingman sagt:

    (Teil 7 Lindenhof-Serie)

    Als züchterischer Laie bin ich der Meinung, dass ein Gestütsbetrieb sich selbst keinen Gefallen tut, einen mediokren Deckhengst aufzustellen, weil er den dann ja aus wirtschaftlichen Gründen auch mit eigenen Zuchtstuten unterstützen muss und damit seine Population qualitativ schwächt (ich nenne es mal den Marullus-Effekt). Für den Lindenhof mit seinem „Aldi-Markt“ sehe ich auch in Zukunft keine Perspektive. Weil ich für die nächsten Jahre wirtschaftlich steifen Gegenwind für die Freizeitbranche erwarte, würde ich an Stelle des Eigentümers das Gestüt mit allen Pferden möglichst bald verkaufen, solange das noch etwas bringt. Außerdem geht Volker Linde altersmäßig schon auf die 70 zu. Der Passion mit dem Sportkamerad Pferd kann man auch frönen, ohne ein eigenes Gestüt zu betreiben. Zum Beispiel mit einer gutklassigen Mutterstute in einem soliden Pensionsgestüt. Klasse statt Masse – das wäre mein Vorschlag für Volker Linde.

    Nachdem ich als interessierter Laie meine Einschätzung kundgetan habe, schauen wir nun auf den Zuchtexperten Dr. Epping. Ein Assessment Center soll den Kandidaten testen, wie er unter Druck einen praktischen Fall löst. Und wie hat T. Epping (Spitzname „der Grinch“ wegen seiner Gnatzigkeit) abgeschnitten? Er hatte nicht nur eine Stunde, sondern fast eine ganze Woche Zeit, um sich eine Lösung zu überlegen, wie er das Gestüt Lindenhof umstrukturieren und flottmachen will. Und was waren seine Vorschläge? Nichts außer einem „Weiter so“. Das reicht natürlich nicht, um sich für eine leitende Funktion in einem Gestüt zu empfehlen. Der Kandidat ist für höhere Weihen ungeeignet, nicht weil ihm irgend ein Diplom in der Schublade fehlt, sondern weil er die fachlichen und menschlichen Voraussetzungen nicht mitbringt. Ein anderer Kandidat, der wirklich Leadership in sich trägt, wäre bei einem derartigen Test vor Ideen nur so übergesprudelt.

    Ursprünglich hatte ich die Idee, einem Gestütsleiter ein „Best of Epping“ vorzulegen, um die Eignung des Kandidaten begutachten zu lassen, aber T. Epping hat leider gar nichts angeboten. Von einem leitenden Angestellten muss man erwarten können: Eigeninitiative; innovative züchterische Ideen; kaufmännische Denkweise. Beim „Vollblutbeamten“ T. Epping: Fehlanzeige. Hinzu kommen seine Mängel bei der emotionalen Belastbarkeit. Wenn jemand sofort die Nerven verliert, sobald in seiner Komfortzone auch nur minimal der Druck steigt, passt er nicht als Führungskraft. Deshalb muss man als Fazit festhalten: T. Epping als einfacher Stallmann war genau der richtige Berufsweg – mehr war einfach nicht drin im Tank. Wenn der Kandidat am Ende mit seinem beruflichen Schicksal Frieden schließt, wäre das immerhin ein versöhnlicher Abschluss für ihn.

    Frohe Weihnachten!

    • Theo Epping sagt:

      Danke, wünsch ich Ihnen und allen die wert darauf legen, auch.

      Außerdem bedanke ich mich bei Ihnen, dass Sie mir den Begriff Irrelevanz so deutlich und bildhaft klar gemacht haben.
      Herr Delius ist Ihnen gewiss auch ewig zu Dank verpflichtet.

      Sie sind die Rettungs- Leine meiner alten Tage.

      Danke

    • Theo Epping sagt:

      Th. Epping sagt:
      22. Dez. 2022 um 14:35

      … Der weis dann auch, dass er, wenn er nur mit 3 – 4 Stuten, in einem Pensiongestüt, züchtet, auch in der Blacketype Liga mitspielen würde/könnte.

      Und jetzt schauen sie mal ein paar Zeilen weiter oben
      (Teil 7 Lindenhof-Serie)
      erster Abschnitt, die letzten beiden Zeilen.

    • kassandro sagt:

      Die schwierige wirtschaftliche Lage wird den gesamten deutschen Turf treffen und auch an dem Lindenhof nicht spurlos vorbeigehen, aber Linde wird damit besser umzugehen wissen als die meisten Züchter. Er hat schon viele Stürme überlebt, warum nicht auch diesen? Da er alles selber macht, ist natürlich das Alter sein Hauptfeind und der wird am Ende uns alle besiegen, selbst mich, den triumphalen Sieger über die Pandemenz.
      Mit Nerik hat er wieder einen interessanten Hengst. Letzten Endes ist jeder Deckhengst-Neuling eine Wundertüte, und man weiß nie, was wirklich drinnen steckt. Die Rennleistung ist nur ein vages Indiz und die war bei Nerik trotz des fehlenden Gruppe-Sieges nicht schlecht. Man muss nur etwas genauer hinschauen und das macht Linde bei all seinen Hengsten. Er war mein Derby-Favorit:
      https://t.me/Galoppsport/41
      und ist dort in einem deutlich überdurchschnittlichen Jahrgang auch gut gelaufen. Seine ganze Klasse hat er dann im GP von Berlin gezeigt. Keiner war an Rebel’s Romance auf Gras so nah dran wie er, und wenn er sich nicht dabei schwer verletzt hätte, hätte er vielleicht sogar gewonnen. Hätte, hätte, Fahrradkette, aber es gab laut Linde auch erstaunlich viele andere Interessenten, die teilweise deutlich mehr geboten haben, als er dies konnte. Herr Imm hat sich aber für Linde entschieden, weil er mit dem schon gute Erfahrungen bei Nutan gemacht hat. Der war allerdings nur verpachtet und wurde leider im letzten Jahr nach Irland verkauft, noch bevor er jetzt mit Alpenjäger den Derby-Favoriten gebracht hat. Da hat Imm einfach nicht genügend Geduld habt, aber mit Nerik hat er, glaube ich, einen guten Ersatz im Lande. Die Mutter von Nerik ist eine Halbschwester zu Nutan, und die Väter von Nutan und Nerik sind Halbbrüder. Nutan stand also bei der Zucht von Nerik ganz klar Pate. Die väterliche Großmutter von Nerik und Nutan, Love Me True, kann man fast schon als “blue hen” bezeichnen. Die Mutterline, der Wittekindshofer Zweig der Erlenhofer N-Linie, ist natürlich ebenfalls exzellent. Überhaupt hat Jürgen Imm eine der qualitativ besten Stutenherden des Landes, und einige dieser hochkarätigen Stuten werden zu Nerik gehen. Nicht die aus der Erlenhofer N-Linie, aber die aus der Mutterlinie des Derby-Siegers Nicaron. und natürlich die aus der Mutterlinie von Amarillo und Alter Adler, aus der auch der Derby-Favorit Alpenjäger stammt. Diese Linie, die auf die aus Ungarn importierte Kisasszony zurückgeht, ist die älteste deutsche Linie überhaupt, von mir gern als Asbach Uralt Linie bezeichnet.

      • Theo Epping sagt:

        Sehr richtig!
        Genau für solche Hengste, die aus irgendeinem Grund, hier verletzungsbedingt, nicht die erwartete Leistung gebracht haben, werden die Lindenhöfe gebraucht.
        “Gutklassige Stuten” haben wie (nie) genug, aber die anderen bewahren das Erbgut und wenn sich ein Hengst mit denen durchsetzt, wird vieleicht ein Areion aus ihm.

        Ich wünschte mir eine Auktion für diese Pferde, so wie F.L. sie im Kölner Messegelände, bis 1979, abgehalten hat. Wer je dabei war weiß, dass da immer schwer was los war.
        Da waren auch die Nebenkosten für die Anbieter bezahlbar.

  40. Un Coeur B sagt:

    Ja, man hatte sich von Racing Man dann doch etwas mehr erwartet, so wie damals die Betreiberin des Galopperforums von Herrn Dr.Richter, Wanderungen durch Turf Deutschland, so, oder so ähnlich war doch der Titel, wieder eine Hoffnungs Blase zerplatzt, wie so oft bei Galopp, aber Rock and Roll und Galopp will never die, egal wer oder was da auch kommt, oder.

  41. Racingman sagt:

    Christian Sundermanns neues Turf-Projekt:
    „FORSTHAUS RAMPENSAU“

    „Forsthaus Rampensau“ ist kein Hirngespinst von Racingman, sondern das gibt es wirklich. Zumindest im österreichischen Fernsehen. Der Privatsender ATV produziert unter diesem Titel eine Reality-TV-Show im Lavanttal in Kärnten. „Forsthaus Rampensau“ ist sozusagen das Ösi-Pendant zum „Sommerhaus der Stars“ beim RTL. Will sagen, man sperrt eine Horde von C-Promis in ein Haus, das etwas zu klein und nicht besonders komfortabel ist, füllt sie mit reichlich Alkohol ab und wartet dann, bis es quotentechnisch gesehen richtig zur Sache geht.

    Nach den gelungenen Produktionen bei RTL und ATV übernahm auch der deutsche Galopprennsport dieses quotenträchtige Rezept. Patrick Bücheler, Chefredakteur der Sport-Welt: „Als Christian Sundermann mit dem Vorschlag auf Sport-Welt-TV zukam, dieses bewährte Erfolgsformat während der Harzburger Rennwoche im Oberharz umzusetzen, waren wir sofort begeistert. Kassandro wird dafür sein Kassi Cottage für die Dreharbeiten zur Verfügung stellen, und für das gesamte Sendeteam wurden die gegenüber befindlichen Ferienwohnungen für den Monat Juli geblockt. Der für alles Menschelnde stets aufgeschlossene Klaus Göntzsche wird Regie führen, Thorsten Castle moderiert, und Racingman wird als Field Reporter die Live-Intervews im Forsthaus machen.“

    Sport-Welt-TV wird jeden Tag eine Stunde lang live berichten, doch der Blücher Blog wird das Geschehen sogar rund um die Uhr streamen. Norbert Rumstich: „Es musst einfach etwas passieren. Die beiden Langweiler Heinz und Theo hatten das Forum im Blog mit ihrem inhaltsleeren Geschwafel total heruntergewirtschaftet. Selbst eine Leistungsträgerin wie Evi Limmer war mir schon weggebrochen, und das will etwas heißen. Jetzt werden wir zusammen mit Sport-Welt-TV echtes Qualitätsfernsehen produzieren. Bei den Kandidaten wird das Kernteam des Blücher Blogs natürlich dabei sein, aber auch weitere Promis des deutschen Turfs.“

    Bücheler: „Anders als beim „RTL-Sommerhaus“ sind nicht nur Paare, sondern auch Einzelpersonen erlaubt. Un Coeur B hatte uns nämlich gesagt: ‘Meine kröpelige Gitti schafft nicht mal die Anreise in den Harz, die würde schon während der stressigen Bahnfahrt den Löffel abgeben’!“

    Bücheler weiter: „Für Theo und Frau Limmer haben wir ein viel zu kleines Doppelbett mit einer noch sparsameren Bettdecke vorgesehen. Und der kultige Guido Göbel sollte sich eigentlich eine Hängematte zusammen mit Kati Werning teilen, doch dann musste Frau Werning leider absagen. Sie hatte einen Unfall und war gestürzt.“
    Christian Sundermann besorgt: „Wie, vom Pferd?“
    Bücheler: „Nein, von ihren 18 cm Stöckelschuhen. Leider muss sie den finanziellen Schaden auch noch selbst tragen. Als Rennreiterin war sie früher unfallversichert, doch das Risiko mit ihren High Heels wollte keine Versicherungsgesellschaft übernehmen.“
    GoldZack-Guido Schmitt: „Hm, das klingt interessant. Kann ich vielleicht auch bei der Sendung mitmachen? Als Investor lautet meine Devise immer: Renditen sind wie Stöckelschuhe: Je höher, desto besser!“

    Einige Teilnehmer scheinen hingegen noch völlig überzogene Erwartungen zu haben.
    Hujo Schmelz: „Wenn ich nicht mindestens meinen gewohnten Chateau Laffite Grand Cru kredenzt bekomme, ziehe ich um ins Rock Resort, das führende Haus am Platze in St. Andreasberg!“ Doch da schob die Sendeleitung gleich einen Riegel vor.
    Patrick Bücheler: „Nix da! Nur wer rausgewählt wird, darf das Forsthaus verlassen. Da kennen wir kein Erbarmen. Und wie bei „Promi Big Brother“ wird es verschiedene Komfortbereiche geben: die Garage, den großen Schlafsaal und die VIP-Etage. Heinz und Theo, die aus dem Maschinenraum des Lebens stammen, beginnen in der Garage und müssen sich hochdienen. Anilin und seine Gattin Adeline dagegen bekommen die Kaiser Suite. Dort gibt es sogar fließend Wasser – allerdings nur von oben durch die Decke.“

    Christian Sundermann, der die Show auch mit seiner eigenen Produktionsfirma ‘Sub Seven Media’ realisieren wird, hat noch einen Clou parat: „Da St. Andreasberg eine Steuer-Oase ist, können wir die Show sogar finanztechnisch optimiert ohne Steuer produzieren.“

    Der deutsche Galopprennsport darf sich also auf ein glorreiches Rennjahr 2023 freuen.

    • Theo Epping sagt:

      Ich nenne Sie jetzt noch mal “Schmierfink”, weil ich das Wort, das mir wirklich zu Ihnen einfällt, hier nicht veröffentlichen will.

  42. Racingman sagt:

    DIE ZEHN WICHTIGSTEN FRAGEN FÜR 2023

    Der Deutsche Sportverlag sieht diese Fragen für kommendes Jahr als Weichen stellend an:
    1) Wie sieht die Strategie des Rennsports für die kommenden Jahre aus und wie kann man sie greifbar formulieren?
    2) Welches sind die wichtigsten Kennzahlen für die Entwicklung von Zucht und Rennsport und wie sollen diese Kennzahlen in fünf und in zehn Jahren aussehen?
    3) Wann werden die noch vorhandenen RaceBets-Millionen investiert? In welche Projekte und mit exakt welcher Begründung?
    4) Wie soll der Rennsport mehr Deckungsbeitrag aus den Wetten auf seine Veranstaltungen generieren als es bisher der Fall war?
    5) Mit welchen konkreten Maßnahmen sollen neue Besitzer gewonnen werden?
    6) Welche konkreten Schritte werden gegen den drohenden Jockey-Mangel unternommen?
    7) Wie sieht das „optimale“ Rennsystem in Deutschland auf Basis des vorhandenen und absehbar zu erwartenden Pferdebestandes aus?
    8) Wie kann der erwiesenermaßen sehr wettbewerbsfähige „Trainingsstandort Deutschland“ international besser vermarktet werden?
    9) Wie gelingt es, Aufgaben und Probleme abstrahiert von Individualinteressen in gesamtsportlicher, statt rein betriebswirtschaftlicher Kosten-Nutzen-Analyse zu erörtern und zu definieren?
    10) Welche messbaren Zielgrößen lassen sich definieren als operationale Ziele für den Vorstand und die Kommissionen?

    Meine Einschätzung dazu: Der deutsche Galopprennsport wird in den nächsten drei Jahren noch weit mehr als andere Wirtschaftsbereiche extrem von der finanziellen Großwetterlage reduziert werden. Crashpropheten gibt es viele, aber niemand ist derart pessimistisch wie ich. Falls es im Jahre 2026 noch einen deutschen Rest-Rennsport auf Amateurbasis gibt, wäre das in meinen Augen schon ein enormer Erfolg.

  43. Racingman sagt:

    Da sollte oben in der Aufzählung eigentlich eine “8″ statt des doofen Smiley stehen…

  44. Racingman sagt:

    Die Marke „Racingman“ – sie steht seit einem Vierteljahrhundert für „Hintergrund-Informationen, die Sie nicht in der Sport-Welt finden“. Heute: Zocker-Screening: Sind Sie reif für die Insel?

    DER GLÄSERNE MARTIN

    Wovor hat der Zocker Martin die größte Angst? Antwort: Wenn er gezwungen wäre, persönliche Dinge öffentlich preiszugeben und sich dadurch irgendwie angreifbar zu machen. Gleich danach das zweitschlimmste Ereignis für ihn wäre es, wenn er sich finanziell nackig machen müsste. Würde er in Großbritannien leben, wäre das bereits gelebter Alltag für ihn. Tu felix Germania, kann man da nur sagen. Im deutschen Rennsportforum diskutieren die Pferdewetter eifrig über LUGAS, das neue Glücksspiel-Überwachungssystem für Online-Wetten, das die Einsätze Anbieter-übergreifend auf tausend Euro pro Monat limitiert. Für Martin als kleinen Angestellten kein Problem. Nur wer mehr als tausend Euronen im Monat einzahlen will, muss dem Bookie Infos über seine finanziellen Verhältnisse liefern.

    In Großbritannien ist man diesbezüglich schon wesentlich weiter, und dies, obwohl es dort noch gar kein entsprechendes Gesetz gibt. Seit zwei Jahren verspricht die britische Regierung, ein White Paper vorzulegen, das Empfehlungen für diese Fragen geben soll. Dadurch, dass die Regierungen ständig wechselten und sich fünf Glücksspielminister die Klinke in die Hand gaben, ist dies bisher noch nicht erfolgt. Jetzt im Januar soll es eigentlich kommen. Warten wir’s ab. Man befürchtet, dass bereits ab einem monatlichen Gesamtverlust von hundert Pfund die Schwelle erreicht sein könnte, ab der Einkommensnachweise notwendig werden. Von der Vorlagepflicht von Kontoauszügen, Steuererklärungen und den letzten drei Gehaltsauszügen ist die Rede. Politiker betonen, dass es so schlimm nicht kommen werde und dass die Maßnahmen nur Online-Wetten, nicht aber das Wetten auf den Rennbahnen betreffen würden. Wetter berichten allerdings, dass sie jetzt bereits auch in Wettbüros nach Nachweisen gefragt werden.

    Obwohl es noch gar kein Zockgesetz gibt, fordert die Wettindustrie bereits in vorauseilendem Gehorsam solche Nachweise von ihren Kunden ein. Das kommt daher, weil Ladbrokes und Coral von der Regierung Millionenstrafen aufgebrummt bekamen, da sie den Schutz von abhängigen Spielern vernachlässigt hatten. Die Vorgehensweise der Buchmacher ist jedoch keineswegs einheitlich, sondern in Wildwestmanier macht jeder Buchmacher, was er will. Und als Kunde Einspruch einlegen geht nicht. Einige Wetter haben darum schon das Wetten aufgegeben, aber viele sind zu unkontrollierten schwarzen Bookies abgewandert.

    Der Bookie 888, Inhaber von William Hill, hat die Limits von zweitausend Pfund auf zunächst 950 und nun 500 Pfund abgesenkt. Betfair hat bei etlichen Kunden ein Einzahlungslimit von 300 Pfund eingeführt. Erstaunlich: Bei Nachweisen interessierte den Bookie das Vermögen der Kunden nicht, sondern lediglich das Einkommen.

    Die Botschaft für den deutschen Zocker Martin lautet: Seiense froh, dass Sie in Deutschland leben und wetten.

    • Theo Epping sagt:

      Das gild ja wohl für gut jeden, sogar für Sie, Sie Schmierfink.

      • Theo Epping sagt:

        Wissen Sie Herr Racingman, Sie sind mir vöĺlig einerlei, das Problem zwischen uns ist, Sie nehmen es persönlich.
        Überaus unprofesionell würde ich mal sagen.
        Gute Nacht.

    • Racingman sagt:

      Umfragen haben gezeigt, dass ein großer Teil der britischen Wetter nicht bereit ist, Informationen über ihre finanzielle Situation an die Buchmacher herauszugeben. Aus diesem Grund hat der britische Rennsport jetzt bereits Umsatzeinbußen bei den Wetten erlitten.

      • Theo Epping sagt:

        Ich bin geschockt.

      • kassandro sagt:

        Ziemlicher Quatsch. Schon seit Jahrzehnten muss jeder gegenüber seiner Bank regelmäßig Auskunft über seine Vermögensverhältnisse machen. Da wird dann irgendetwas angegeben, was keiner überprüft. Ich kenne auch selber mein Vermögen nur sehr vage. Genauso wie diese ständigen Cookie-Bestätigungen sind das völlige sinnlose Schikanen, die sich kleingeistige Möchtegern-Despoten ausgedacht haben, um ihren niederträchtigen Charakter auszuleben. Leider wird dieser Wahnsinn in allen Lebensbereichen immer schlimmer.

  45. Racingman sagt:

    Das Thema der finanziellen Pferdewetter-Überprüfungen ist ein ganz heißes politisches Eisen in Großbritannien. Es geht um den Schutz süchtiger Spieler einerseits, andererseits um die wirtschaftliche Existenz des britischen Galopprennsports. Vor Jahren bereits war der Höchsteinsatz bei Glücksspiel-Automaten von 100 Pfund auf nur zwei Pfund heruntergesetzt worden, und nun ist das Milieu der Pferde- und Sportwetter an der Reihe. Pferdewetten zeichnen sich in Großbritannien dadurch aus, dass sie höhere Einsätze als der Fußball generieren. Im Fußball ist mehr das „recreational betting“, also das Mitfiebern zum Spaß, angesagt, während es bei den Pferdewetten auch Großwetter gibt wie bei uns in Deutschland der Essener Intensivzocker Netroyal aus dem Amelie-Forum, der während der grünen Saison keinen einzigen Renntag in Deutschland ausließ.

    Neulich hatte ich nach langer Zeit mal wieder E-Mail-Kontakt mit Christian Sundermann, als ich ihm meinen Beitrag über das „Forsthaus Rampensau“ zumailte. In dem Zusammenhang erwähnte ich, dass ich inzwischen nur noch selten zum Pferderennen gehe, weil mir die Rennpausen zu lang sind. Zwei Minuten laufen die Pferde im Kreis, und dann passiert wieder 28 Minuten lang nüscht. Früher als Berater waren diese Pausen nützlich für Kundengespräche, aber für Nur-Zuschauer ist das in der heutigen Zeit nicht mehr passend. Ich erinnere mich, als ich zu Beginn des Jahrtausends am Führring auf dem Grafenberg stand, und drei junge Leute hinter mir sagten: „Ist ja ganz nett hier, aber die Pausen sind zu lang.“ Genau meine Meinung.

    Christian Sundermann entgegnete mir, dass seine Heimatbahn Riem trotz einer Erhöhung der Eintrittspreise einen Zuwachs an jungen Besuchern (in der Sundermann-Diktion sind das die U40) aufzuweisen habe, wobei diese Zielgruppe allerdings weniger wette. Nach seiner Meinung sei dieses Phänomen auch auf anderen deutschen Rennbahnen zu beobachten. Dies deckt sich im Übrigen auch mit den Erkenntnissen der Dissertation von Janina Müller, die ich an anderer Stelle hier vorgestellt habe. Jüngere Familien und Freundesgruppen, die ein oder zweimal pro Jahr zum Galopprennen gehen und dabei auch ein paar Euro wetten, allerdings nicht so wie die knarzigen alten Männer früher, die in den Rennpausen die Formspalten in der Sport-Welt studieren wollten und dabei weder durch Musik noch durch Moderatorengebrabbel abgelenkt werden wollten. Insofern wandelt sich die Zielgruppe der Galopprennbesucher.

    In Großbritannien wird der Anteil der Problemwetter nur auf 0.3 % geschätzt, während also mehr als 99% der Wetter kein Problem mit dem richtigen Taxieren ihrer Einsätze hätten. Gegenüber der Vor-Corona-Zeit sei im UK im Jahre 2022 der Umsatz der Online-Wetten um 800 Millionen Pfund gesunken, was für den Rennsport einen Einkommensverlust von 40 Millionen Pfund bedeuten würde. Sollte die britische Regierung jetzt nach den schon praktizierten rigiden Limits der Buchmacher auch offiziell harte Limits für Wetter beschließen, könnte das einen Verlust von bis 100 Millionen Pfund für den britischen Rennsport bedeuten, sagen deren Lobbyisten. Die Turf-Vertreter bemühen sich durch intensives Lobbying in der Politik, dass die Wetter-Überprüfungen nur in verträglicher Form beschlossen werden, die die Existenz des Galopprennsports nicht gefährdet.

    • Theo Epping sagt:

      Ok, Ihre Texte sind immer so lang…weilig, weshalb ich sie meistens nur querlese, wenn Sie verstehen was ich meine? Habe ich das jetzt richtig, 2 Min. sehen Sie den Pferden zu, wie sie im Kreis laufen und dann laufen Sie 28 Min. Ihren Kunden hinterher.
      Aber warum laufen die denn vor Ihnen davon?

  46. Racingman sagt:

    „PFERDERENNEN – DER GROSSE BETRUG“

    Vor knapp einer Woche ging im französischen Turf eine publizistische Bombe hoch, als einer der reichweitenstärksten TV-Sender des Landes abends eine einstündige Doku über Dopingverbrechen im Turf unter dem obengenannten Titel brachte.

    Die Reaktion von France Galop in Person von Obermotz Baron Rothschild war natürlich sogleich die Beteuerung, dass die Bekämpfung von Doping oberste Priorität habe. Und das glaube ich ihm sogar, weil ich vor einigen Jahren zum Thema Doping recherchiert hatte. France Galop beschäftigt eines der wenigen Top-Labore, die weltweit im Galopprennsport akkreditiert sind. Das Kölner Vertragslabor des Direktoriums gehört nicht dazu, weil man dort technisch gar nicht die Möglichkeit hätte, diejenigen Substanzen zu analysieren, die der „heiße Scheiß“ sind. Im Trottoforum hatte ich im Detail über die Modestoffe berichtet.

    Zur Veröffentlichung im Internet hatte ich dem Direktorium damals eine Fragenliste zugeschickt, die zu Zeiten eines Pit Brauer sicherlich im Papierkorb gelandet wäre. Die engagierte PR-Dame Marina dagegen beantwortete alle Fragen schriftlich der Reihe nach (wobei man bei einem derart brisanten Thema davon ausgehen kann, dass jedes Komma vorher hausintern abgestimmt war). Mein Eindruck danach war: Der deutsche Galopprennsport bemüht sich redlich, besitzt jedoch weder die technischen Möglichkeiten noch die finanziellen Mittel, um state-of-the-art-Dopingmittel zu entdecken. Entdecken kann man schließlich nur das, wonach man auch sucht.

    Bei meiner seinerzeitigen Recherche lief das Doping-Geschäft noch über einen weltweiten Online-Handel, der vom australischen Sydney aus gesteuert wurde. Per Internet konnte ich sogar das Büro ausfindig machen, von dem die Bande aus agierte. Leider geriet ich dabei auch auf eine infizierte Website, die meinen Computer sogleich komplett blockierte. Wenn man im Ambiente der organisierten Kriminalität recherchiert, muss man solche Begleiterscheinungen aber immer einkalkulieren. Immerhin konnte ich France Galop meine Erkenntnisse über die Bande mitteilen, damit sie an die Pariser Kriminalpolizei weitergegeben werden konnten.

    Das Echo im französischen Turf auf die jetzige TV-Sendung war natürlich Entrüstung. Von Sensationsmache und Irrtümern war da die Rede und von „kaltem Kaffee“, d. h. von mehreren Trainern aus dem Marseille-Trainingszentrum Calas, die inzwischen wegen Dopings alle gesperrt wurden. Die Verkaufskanäle scheinen sich inzwischen geändert zu haben. In der TV-Doku begab sich ein Inkognito-Reporter in den Camel Market von Dubai, um dort ganz ungehindert Dopingmittel für tausend Euro einzukaufen: Uppers, Downers, Pain killers – alles, was das Herz begehrt, um die Leistung von Rennpferden oder Rennkamelen in jede gewünschte Richtung zu beeinflussen. Was man im französischen Rennsport sicher noch verbessern könnte, wäre die Anzahl der Dopingkontrollen in den Rennställen außerhalb von Veranstaltungen.

  47. Racingman sagt:

    Der Titel der TV-Sendung war mit einem Fragezeichen versehen:
    “Pferderennen: der große Betrug?”

    • Theo Epping sagt:

      Wenn Sie nicht immer so ungerechtfertigt, selbstherrlich wären, kämmen Sie viel solider rüber.

    • Racingman sagt:

      Heute hat auch die Sport-Welt das Thema der französischen TV-Sendung über das Doping aufgegriffen.

      Zitat: „Ein Trip nach Dubai brachte zutage, dass dort pharmazeutische Mittel jeder Couleur und Menge (allesamt verbotene Substanzen) legal käuflich sind. Es war dem Testkäufer problemlos möglich, ein Päckchen voller Medikamente nach Frankreich schicken zu lassen.“

      Den Chef der französischen Rennbahn-Vereinigung zitiert die Sport-Welt so: „Wir müssen vermehrt vor den Rennen testen, nicht danach.“ Es mangele jedoch an Mitarbeitern und an Geld. Die Sport-Welt zitiert ferner einen Mitarbeiter im Testlabor: „Leider sind uns nicht alle Moleküle bekannt, die wir in den Proben finden.“

      Wie oben schon von mir angemerkt, ist das Labor von France Galop eines der wenigen hervorragenden Top-Labore weltweit, und Geld hat France Galop auch viel mehr als Deutscher Galopp. Da kann man sich leicht ausmalen, wie die Zustände im deutschen Turf aussehen…

  48. Racingman sagt:

    DER RENNSPORT AUF DEM WEG INS METAVERSUM

    Metaversum? NFTs? Bei diesen Begriffen werden die alten Herren des Blücher Blogs wohl eher verstört aus der Wäsche schauen. Bitte tun Sie sich keinen Zwang an zu googeln, denn das erspart mir lange Erläuterungen.

    Die Unterschiede zwischen dem deutschen und französischen Galopprennsport könnten ja nicht größer sein. Während hierzulande der fast 70-jährige Senior Daniel Delius immer noch mit dem Mikro auf dem Geläuf rumturnt, beschäftigt der PMU sogar einen Innovationsdirektor und tüftelt bereits seit Monaten an einem Einstieg ins Metaversum mittels eines „Turf-Videospiels“. Man möchte damit neue junge Zielgruppen für den Rennsport erschließen. Im Laufe der nächsten Monate soll dies an den Start gehen. Es soll eine Reihe von NFTs erschaffen werden, die jeweils ein Rennpferd darstellen, und mit denen sollen die neuen jungen Martins als Käufer der NFTs dann an virtuellen Pferderennen teilnehmen. Der Vorteil dabei: Es gibt bei diesem Spiel kein Doping, keine bestochenen Jockeys und keine korrupten Trainer, sondern ein Zufallsgenerator entscheidet über den Erfolg. Das PMU-Projekt soll etwas an das Fantasy-Spiel Sorare (im Internet: sorare.com) erinnern. Hier eine Zahl, die verdeutlichen kann, welch wirtschaftlicher Faktor das Metaversum jetzt bereits darstellt: Im letzten Jahr wurden von Unternehmen 120 Milliarden Dollar in solche Projekte investiert.

    • Theo Epping sagt:

      Mata – Wesen sind im Net die, die immer auf die Schnauze kriegen.
      Das Dumme und das Falsche setzen sich langfristig nicht durch,
      das nennt sich Evolution – Auslese. Das dauert meist ein Weilchen, funktioniert aber immer, auch wenn wir es nicht mehr erleben werden.

      Dann sitzt irgendwann mal einer an seinem PC und wurschtelt sich durchs Netz und stößt auf die Thesen unseres Racingman.
      Boooh, muss das ein Genie gewesen sein.

    • kassandro sagt:

      Das Metaverse ist mir durchaus ein Begriff, oder besser gesagt, das Wort ist mir geläufig. Facebook-Investoren haben eine ziemliche Wut auf das Metaverse, denn der Chef des Unternehmens ist ziemlich besessen vom Metaverse und hat seine Firma deshalb sogar in “Meta Platforms” umbenannt. Seitdem kennt die Facebook-Aktie nur noch eine Richtung, nach unten und das ziemlich steil. Kurz vor der Umbennung in Meta Platforms Ende 2021 war die Aktie noch 380$ wert, momentan nur noch 133$. Sie war schon Mal auf 93$ gefallen. Da war nach einem Quartalsbericht richtig “blood on the street” und ich hab dieses Blut als alter Wallstreet-Vampir gierig aufgesaugt. Gierig ist übertrieben, ich hab lediglich 20 Aktien gekauft, also deutlich weniger als 2000€ investiert und wollte eigentlich bei noch weiterem Wertverfall weiter zukaufen. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man ein “fallendes Messer” aufzufangen versucht. Das Kerngeschäft von Meta, nämlich Facebook, Instagram und Whatsapp ist zwar durch fallende Werbeeinnahmen und dem chinesischen Konkurrenten Tiktok etwas unter Druck, aber dennoch weit mehr wert als es an der Börse dafür gezahlt wird. Zuckerberg hat Milliarden im Metaverse versenkt und dabei das Kerngeschäft vernachlässigt – das ist der Hauptvorwurf an ihn, der immer massiver wurde, und Zuckerberg ist dann zumindest teilweise ein bisschen eingeknickt. Außerdem wird ständig über ein Verbot von Tiktok in den USA diskutiert. Das hat zu einem vehementen Turnaround bei der Aktie geführt, so dass ich nicht weiter zukaufen konnte.
      Richtig beschäftigt habe ich mit dem Metaverse nie, aber ich glaube zu wissen, um was es geht. Im Grunde geht es darum digitale, virtuelle Wertgegenstände aus dem nichts zu schaffen, für die man dann reales Geld kassieren möchte. In einem Fall ist dies tatsächlich gelungen, bei den Kryptowährungen, am bekanntesten natürlich Bitcoin. Mit Kryptowährung und den damit verbundenen Block Chain Algorithmen habe ich mich schon vor Jahren beschäftigt und am 28.12.2017 dieses Video auf Youtube veröffentlicht:
      https://youtu.be/SR4xENwMuMM
      Der Bitcoin ist danach auf über 60.000$ gestiiegen, also weit höher als die rund 20.000$ , die er damals wert war. Heute steht er wieder bei 18.700$ also fast genauso hoch wie damals. Es ist wirklich erstaunlich, dass der Bitcoin, die enormen Stürme, durch die er im letzten Jahr gegangen ist, so gut überstanden hat. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Für mich ist das alles nur ein Exzess der Finanzmärkte und wir werden erst wieder saubere Finanzmärkte haben, wenn Bitcoin verschwunden ist. Dann wird auch keiner mehr vom Metaverse sprechen, das aus ihm hervorgegangen ist. Für mich ist Bitcoin, Metaverse usw. eine digitale Version der uralten Alchemie, in der man aus Dreck Gold zu machen versuchte. Sie hat viele gute Leute fruchtlos geschäftig. Der große Newton hat sich z.B. 90% seiner Zeit mit Alchemie beschäftigt, und nur 10% mit Physik und Mathematik, die ihn zu einem der größten Giganten der Wissenschaft machten.
      Ohne die PMU-Phantasien zu kennen, stelle ich mir den Galopp im Metaverse so vor: Es gibt virtuelle Pferde, die von realen Besitzern für reales Geld gekauft werden sollen, und dann im Metaverse gegeneinander laufen sollen. Diese sollen dann von realen Wettern mit realem Geld bewettet werden. Der deutsche Galoppsport sollte sich mit seinem knappen finanziellen Mitteln nicht mit solchem Blödsinn beschäftigen und komplett in der realen Welt bleiben.

      • Theo Epping sagt:

        Und genau das tut er,
        wer sich einbildet den Spaß der Reichen und Schönen beenden zu können, der hat den Schuß, der Ihn zum Schweigen bringt, nicht gehört.

      • Racingman sagt:

        @Kassandro:
        Danke zunächst einmal für einen Beitrag, der sich wohltuend von dem inhaltsleeren Geschwafel der anderen Teilnehmer abhebt und der deshalb auch eine Antwort verdient.

        Über das Metaversum kann ich mir noch kein eigenes fachliches Urteil erlauben, werde das Thema aber weiter verfolgen. McKinsey hat gerade eine Studie veröffentlicht, derzufolge man im Jahre 2030 ein Wertschöpfungspotenzial von bis zu fünf Billionen Dollar für möglich hält.

        Der Bitcoin ging Anfang 2009 im privaten Handel an den Start, wobei in dieser ersten Phase nur einige Nerds dabei waren. Ab 2013 stiegen dann auch die ersten Normalos (darunter ich) mit ein, und nach vielen weiteren Jahren kamen dann in der dritten Stufe zudem die ersten institutionellen Anleger dazu. Tatsächlich ist es so, dass der Bitcoin handwerklich ziemlicher Schrott ist und dass es viele bessere Coins gibt. Der Bitcoin hatte aber, so wie früher die Microsoft-Produkte, den Vorteil des Early Movers. Das große Risiko für sämtliche privaten Kryptos sehe ich darin, dass sie im Laufe dieses Jahrzehnts von den Regierungen verboten werden könnten, so wie die chinesische Regierung dies auch bereits getan hat. Die meisten Regierungen und Zentralbanken arbeiten ja an eigenen CBDCs (staatliche Zentralbankwährungen), und um die im Volk durchzusetzen, darf man eigentlich keine private Konkurrenz zulassen.

        NFTs sind beileibe nicht nur bunte Bildchen, die verhökert werden. Ein Beispiel aus einem ganz anderen Sektor, dem Diamantenhandel. Dieser ist für Privatanleger mit großen Nachteilen verbunden, vor allem hohen Spreads und schwerer Wiederverkaufbarkeit. Diese Nachteile werden nun durch ein neuartiges Geschäftsmodell eliminiert, das über einen Börsenhandel von Anlagediamanten auf dem führenden NFT-Marktplatz abläuft. Die Diamanten selbst verbleiben dabei in einem Lagerhaus im US-Bundesstaat Delaware, und verkauft werden nur NFTs. Ob dieses in der Theorie interessante Modell auch in der Praxis Erfolg haben wird, muss man sehen, weil es für die breite Masse bisher wohl noch zu schwierig ist. Ich warte erstmal ab.

        Bei Ihnen, Kassandro, frage ich mich immer: Wie erfolgreich kann jemand als Anleger sein, der ein Pandemie-Virus aus ideologischer Sicht beurteilt? Für mich ist ein Virus einfach eine Krankheit und kann ausschließlich medizinisch betrachtet werden. Falls jemand auch als Anleger sachfremde Erwägungen in seine Entscheidungen einfließen lässt, muss sich das negativ auf das Ergebnis auswirken.

        • kassandro sagt:

          Mit der Ideologie ist das so eine Sache. Mittlerweile ist das Wort so verpönt, dass selbst die Ideologen mit diesem Schimpfwort auf ihre Gegner losgehen.
          Ich hab hier Mal meine Meinungschronologie in Sachen Corona zusammengefasst:
          http://harz-photo.xobor.de/t118f12-Akademisch-aufgeblasener-Dummschwatz.html#msg1885
          Daraus geht klar hervor, dass ich im Gegensatz zu den Wissenschaftlern ergebnisoffen – das ist das Gegenteil von ideologisch – an das Thema herangegangen bin. Wenn man sich meinen Hauptthread mit momentan 372 Beiträgen ein bisschen ansieht, wird man feststellen, dass ich mit meinen Einschätzungen treffsicherer war als die “Wissenschaftler”. Dabei habe ich im Gegensatz zu den “Wissenschaftlern” in meinem Fall immer nur von Meinung und niemals von Wissenschaft gesprochen habe. Vor der Pandemenz habe ich die Medizin zähneknirschend noch als Wissenschaft niederer Qualität eingestuft. Das ist jetzt vorbei und die Medizin wird durch dieses Desaster, das den meisten in ihrem Umfang noch gar nicht klar geworden ist, nachhaltig beschädigt werden. Auch das Vertrauen der Patienten in ihren Arzt, das für den Heilungsprozess von eminenter Bedeutung ist, wird für längere Zeit darunter leiden.

          • Theo Epping sagt:

            Die Ideologie und die Beweggründe sind nicht immer stimmig und nicht selten verschleiern sie die wahren Motive.

  49. h.schmelz sagt:

    Dafür gibt es dann bestochene Programmierer und Vermögensberater. NFTs sind das, was Donald Trump verhöckert. Meta ist, was Zuckerberg mit Milliarden pimpt, aber ohne Erfolg. Portman Park, alles ausprobiert.

  50. Racingman sagt:

    WAS LUGAS FÜR DEN WETTER BEDEUTET

    Seit dem 1. Januar 2023 hat die GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder) mit Sitz in Halle ihren Betrieb aufgenommen. Teil von ihr ist LUGAS, das länderübergreifende Glücksspielaufsichtssystem. LUGAS ist im Prinzip eine zentrale IT-Datenbank der deutschen Bundesländer, die überwacht, wann und wo der Zocker Martin sich einloggt und wettet. Sozusagen Big Brother is watching Martin. Die Daten sollen aber anonymisiert werden.

    LUGAS hat dabei vor allem zwei Funktionen zur Prävention von Spielsucht: Es gilt ein Einzahlungsverbot von maximal tausend Euro pro Monat anbieterübergreifend. Will sagen, ein Wetter kann entweder tausend Euro bei Tipico einzahlen oder diese Summe auf mehrere Bookies verteilen. Höhere Limits sind möglich, aber dazu muss sich ein Wetter finanziell nackig machen. Bei Betway sollen etwa bis zu 30.000 Euro monatlich mit den entsprechenden Nachweisen möglich sein. Will Martin sich bei zwei Buchmachern gleichzeitig einloggen, so ist dies nicht erlaubt und wird technisch vom System blockiert. Es wird eine Wartezeit von mindestens fünf Minuten nach dem Verlassen der einen Bookie-Website und dem Besuch der nächsten gefordert.

    Alle Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag müssen sich bei der GGL und auch bei LUGAS registrieren. Bisher haben das aber noch nicht alle umgesetzt, doch dies wird früher oder später geschehen müssen, wollen die Anbieter nicht ihre Lizenz riskieren. In einer Whitelist sind alle lizensierten Anbieter aufgeführt, so dass die Wettkunden ersehen können, wer zu den „Guten“ = Anbietern mit deutscher Lizenz gehört. Diese Anbieter sind auch rechtlich verpflichtet, auf der Startseite ihrer Internetpräsenz auf ihre staatliche Lizenz hinzuweisen.

    Für laienhafte Kunden aus dem Lager des Rennsports könnte die Lage dabei etwas verwirrend sein: Sind die Anbieter ohne Listing in der Whitelist etwa Schmuddeltypen? In der Whitelist nicht aufgeführt sind alle Totalisatoren und Buchmacher im Sinne des Rennwett- und Lotteriegesetzes, wie zum Beispiel der Münchner Rennverein. In der Whitelist stehen dagegen Pferdebuchmacher mit Internetvertrieb wie Wettstar, Trotto, Pferdewetten, RaceBets, Onextwo, Jaxx und Lotos.

  51. Racingman sagt:

    FERNSEHTIPP FÜR FREITAG

    Morgen ist Freitag, der 13. Und da ist Fernsehen Pflicht – nicht nur, weil das RTL-Dschungelcamp beginnt, sondern vorher läuft zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr in der ARD der Fernsehfilm „2 unter Millionen“. Pferderennsport pur… wenn auch „nur“ die Traber, aber immerhin. In dem Spielfilm „2 unter Millionen“ geht es um den Paketboten Henry, gespielt von Oliver Mommsen, der fast eine Million Euro in der Lotterie gewinnt. Um den Gewinn mit seiner Frau, mit der er in Scheidung lebt, nicht teilen zu müssen, kauft er sich einen Traber, mit dem er den „Großen Preis von Deutschland“ gewinnen will.

    Im Folgenden übernehme ich die Filmkritik von http://www.tittelbach.tv:
    „Zu den weiteren großen Pluspunkten von „2 unter Millionen“ gehört die Besetzung. Ob Mann oder Frau – jeder wird diesen gebeutelten Millionär verstehen, weil ihn Oliver Mommsen so grundsympathisch spielt, dass Lafers moralische Schwächen zwar erkennbar werden, aber die Identifikation nicht beeinträchtigen dürften. Schön auch, Nadeshda Brennicke mal als „normale“ Frau zu sehen, weder raffiniert, undurchsichtig oder geheimnisvoll, entsprechend ohne mimische Manierismen. Jule Böwe ist immer eine gute Wahl; als Ellen erdet sie die Beziehung, zieht die Ehekrise auf eine ernsthafte, realistische Ebene. Und auch Anne Schäfer ist in jedem Film eine Bereicherung: Ihre Rolle als die Frau, die „Feelgood“ verkauft, ist zwar vergleichsweise klein, sorgt aber – forciert von einem charmant verschmitzten Lächeln – für eine gewisse zwischenmenschliche Spannung: Ob diese auch erotischer Natur ist oder ob sich hier „nur“ zwei Seelenverwandte begegnen und jene Alexandra Ludwig in Zukunft die neue Mona wird, also Henrys „Lieblingsgestütsbesitzerin“, wird sich zeigen. Wie bei den meisten ARD-Freitagsfilmen ist die Geschichte von „2 unter Millionen“ zwar keine, die erzählt werden muss, aber wie sie erzählt wird, das hat Klasse. Das Drehbuch ist ungemein dicht: Nach und nach sind alle Figuren – ohne es selbst zu wissen – in den Plot um die gewonnene und verheimlichte Million involviert. Der Film besitzt ein gutes Tempo und eine positive Ausstrahlung, die Inszenierung ist flott und die Hauptfigur die meiste Zeit in Bewegung. Das entspricht dem Motiv Pferderennen inklusive den Szenen auf der Trabrennbahn. Und am Ende geht alles auf. Es gibt Filme, bei denen ein solches Ende nervt. Hier nicht. Der Name des Hengsts bringt alles auf den Punkt: „Feelgood“.“

    Zusatz-Info von Racingman:
    Wer nicht bis morgen warten will, findet den Film auch jetzt schon in der ARD-Mediathek. Dass solche Filme überhaupt produziert werden, hat sicher auch entscheidend mit der Person von Christoph Pellander zu tun. Der sitzt bei der ARD-Produktionsfirma Degeto an einer entscheidenden Stelle, und als Amateur-Trabrennfahrer pushed er seinen Sport kräftig im Fernsehen.

  52. Un Coeur B sagt:

    Frankel +1.3, morgen TV +0.0, Godolphin Stables -1.2, EML +0.1, Racingman -0.1, Trabrennbahn Recklinghausen die schönste: Marion Jauß +0.3, Trabrennbahn Dinslaken unter Flutlicht +0.6, Galopprennbahn Weidenpesch +0.2, heutige Gefühlslage -0.3, Von +2.0 bis -2.0 das Ei des Kolumbus…oder auch nicht, Galopp +0.4, Trab +0.1, Dortmunder Nordstadt +0.1, selbst +0.2, Blues +0.5, deutscher Schlager -1.1, Paris +1.0, Philosophie +0.1, Literatur +0.3, CDU -1.2, Das Leben an sich -0.3, Geld +0.0, Zukunft +0.1, Vergangenheit -0.2, Gegenwart -0.1, Blücher Blog +0.1, meine Jugend hat spät begonnen +0.3, Parerga und Paralipomena +0.3, My Life and Times +0.4, scheiß auf alles +0.2.

  53. Racingman sagt:

    DIE SPORT-WELT AM…

    … Freitag, den 13. Also heute. Eine denkwürdige Ausgabe in mehrfacher Hinsicht.

    Galopp Intern zum ersten Mal als Beilage der Sport-Welt. Vier Seiten im gewohnten Göntzsche-Sound. Hätte ich früher nie für möglich gehalten, Göntzsche in der Sport-Welt. Immerhin war Galopp Intern einst gegründet worden, um dem Hofberichterstattungsblatt Sport-Welt Feuer unter dem Hintern zu machen.

    Die Titelstory von Galopp Intern jetzt über Harro Remmert. Ach ja. Im Juli 1977 nahm er seine Trainertätigkeit auf, und ab Februar 1978 war der junge Racingman als Besitzerkunde mit dabei. Im Sommer 1978 habe ich eine Woche bei den Remmerts in Stommeln gewohnt, als ihre Kinder in den Sommerferien an der Nordsee waren, und bin in der Morgenarbeit mitgeritten. Als ich ein Jahr später beim Großen Preis der DDR in Hoppegarten war, erzählte ich Harro Remmert anschließend davon. Obwohl ich das Treffen mit den Stasi-Geheimagenten für mich behielt und mich auf das Erzählen des Renntages beschränkte, war die Story für Remmert wie eine Geschichte vom Mars. Die DDR war damals für die Wessis eine Terra Incognita.

    Klaus Göntzsche (im nächsten Juli 74 Jährchen alt) greift auch das Thema auf, das ich vor einiger Zeit in diesem Blog besprochen hatte: die Personalwechsel in der PR-Abteilung von Deutscher Galopp. Überschrift von Galopp Intern: „Verschleiß im Rudel“ und dann so: „Nun also Susanne Beyreuther. Die nächste Presse-Dame des Dachverbandes hat gekündigt und verlässt das Haus. Kaum jemand ist in der Lage, die Namen der Damen aufzuzählen, die in den letzten Jahren dort alle mit großer Begeisterung angetreten sind und mehr oder weniger schnell feststellen mussten, dass eigentlich wenig bis nichts zu bewegen ist.“

    In der aktuellen Ausgabe der Sport-Welt stehen auch gleich zwei Stellenanzeigen von Deutscher Galopp. Eine davon für „Referent Presse und Marketing (m/w/d) in Teil- oder Vollzeit“. Wohlgemerkt nur noch Referent und nicht mehr Cheffe der Abteilung. Das Direktorium ist also weiter beim Downsizing…

    Die Sport-Welt heute auch mit mehr als zwei vollen Seiten mit Todesanzeigen – und alle für dieselbe Person! Ist vielleicht der liebe Gott gestorben? Nein, es war nur Andreas Tiedtke.

    Und der wird auch von Gastautor Klaus Göntzsche erwähnt: „Zwei Jahre lang wurde er sogar zum Geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Direktoriums und damit höchsten bezahlten Funktionär des Rennsports. Der von Tiedtke mitinitiierte Fehlversuch, dem Hamburger Renn-Club das Derby wegzunehmen und nach München zu vergeben, endete mit einer spektakulären Bauchlandung. Einige Zeit später musste er gehen.“

    Einspruch, Euer Ehren. Das, was ich und nicht nur ich als zutiefst illoyal empfunden habe, war der Versuch von Tiedtke, das Deutsche Derby nach Iffezheim zu verlegen und von seiner Münsteraner Firma c.s.a. auf eigene Rechnung durchführen zu lassen.

    In Dortmund soll Tiedtke als geschäftsführender Präsident laut Göntzsche 10.000 Euro im Monat verdient haben. In Wambel fließen eben Milch und Honig…

    Ansonsten eher nicht so. Ahmet Refii Dener beschreibt in seiner Kolumne das Elend der Profiwetter und der Trainer. Dener-Humor: „Gefühlt warten wir in unserem Sport auf den superreichen Gönner, der in seinem Testament Deutscher Galopp als Hauptbegünstigten einsetzt.“ Meine Anmerkung dazu: Ob das was helfen würde… wenn man berücksichtigt, was aus den meisten RaceBets-Millionen wurde?

    • Theo Epping sagt:

      Tut mir aufrichtig leit, aber zu Ihren nicht enden wollenden Ich Erzählungen fällt mir nichts anderes ein als:

      SCHWÄTZER

      • Theo Epping sagt:

        Die DDR war nie und zu keiner Zeit ein Tabu für die Wessis.
        Ohne die Unterstüzung der Westverwandtschaft, die Devisen die bei Besuchen, schon durch die Umtauschpflicht, ins Land getragen wurden, von den Abermillionen die die BRD in die DDR gepumpt hat ganz zu schweigen, wäre der Bauern und Arbeiterstaat schon 20 Jahre früher zusammengebrochen.

        Was Ihr Stasi Erlebnis angeht, sollten Sie mit denen tatsächlich Kontakt gehabt haben, dann würde ich an ihrer Stelle etwas leiser quatschen, die stehen nicht so auf Ihr Gelaber.

    • Un Coeur B sagt:

      Der Tod steht unausweichlich im Hintergrund und kann jeden Augenblick herantreten.

      Wir werden im Augenblicke des Sterbens inne, dass eine bloße Täuschung unser Dasein auf unsere Person beschränkt hatte.

    • h.schmelz sagt:

      Wenn zwei Schwätzer Göntzsche und Racingman eine ähnliche Geschichte erzählen, wird noch keine Wirklichkeit draus. Der Anlaß, sich über Hamburg als Ausrichter des Derbys Gedanken zu machen, war das katastrophale Geläuf. Dem hat die BV nicht mehr untätig zusehen wollen. Was sich daraus entwickelte, war eine Ablenkung durch Wahler und Darboven mittels affiger Pressekonferenzen und Fingerzeigen, u.A. auf Andreas Tiedtke. Am Ende ging es dann genau so, wie die BV wollte: Der HRC hat das Geläuf grundsaniert. Das ist die Geschichte, um die es ging.

      • Racingman sagt:

        Nee, darum ging es (mir jedenfalls) nicht. Es stimmt, dass der Ausgangspunkt der Geläufzustand in Horn war. Mein Thema aber war, was daraus wurde und vor allem, wie Andreas Tiedtke sich dabei verhalten hat. Meine Einschätzung: Kein seriöses Unternehmen außerhalb des Pferderennsports hätte sich einen Tiedtke leisten können und wollen. Diese Geschichte sagt aber mehr über das Direktorium als über den Münsteraner aus.

        Dass Letzterer wegen seiner Depressionen den Freitod gewählt hat, ist natürlich menschlich eine traurige Nachricht.

        • Theo Epping sagt:

          Racingman’s bevorzugte Turnübung:

          die Rolle rückwärts.

        • kassandro sagt:

          Woher wissen sie, dass Herr Tiedtke den Freitod gewählt hat? Ich hatte eigentlich den Impftod für am wahrscheinlichsten gehalten. Dank dieser medizinischen Glanzleistungen sterben heutzutage viele Menschen im Schlaf. Bei Larissa Kneip ist der Impftod noch wahrscheinlicher, da sie weniger übergewichtig war, und bei Frauen das Übergewicht zudem weniger schädlich ist. Als depressiv war mir Andreas Tiedtke jedenfalls nie erschienen.

          • Theo Epping sagt:

            Wen geht das was an, sie und uns, die Mehrheit, jedenfalls nicht, außerdem, schon mal was von Pietät gehört.
            Man muss seine Meinung über jemanden nicht ändern, weil er gestorben ist, man kann sie aber eine Weile für sich behalten.

          • Racingman sagt:

            Weil er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat.

          • kassandro sagt:

            Wenn er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, kann es natürlich kein “plötzlicher medizinischer Notfall” – das Wort ist wegen des Kampfes gegen Rechts mittlerweile in den Systemmedien verboten – gewesen sein. Es könnte allerdings eine Krankheitsdiagnose gewesen sein, die ihn zu diesem tragischen Schritt bewegt hat. An eine seit längerem anhaltende Depression kann ich einfach nicht glauben.

          • Racingman sagt:

            Die Beisetzungsspenden gehen an die Robert Enke Stiftung.

          • Racingman sagt:

            Die Tatsache, dass niemand im Turf etwas von den Depressionen ahnte, unterstreicht einmal mehr, dass die vielbeschworene “Galopperfamilie” nur hohles Gerede ist.

          • Theo Epping sagt:

            Die Tatsache das Sie hier ungehindert Ihr Unwesen treiben dürfen, beweist das Gegebteil.
            Sie Schmierfink!

        • kassandro sagt:

          Die Geschichte mit dem Geläuf war nur ein vorgeschobenes Argument. Herr Ostermann hat dann auch nach der Geläufsanierung noch 1-2 Jahre die beleidigte Leberwurst gespielt und keine Pferde nach Hamburg geschickt. Es war auch niemals geplant, das Derby nach München zu verlegen. Als Kandidat kam eigentlich nur Iffezheim in Frage. Da ich damals aus dem Galopper-Forum ausgeschlossen war, habe ich im DI-Blog deshalb hauptsächlich auf Baden Racing eingedroschen. Irgendwann wurde ich dann von einem Mittelsmann angerufen oder bekam eine E-Mail, der mich bat endlich meine elende Klappe zu halten. Baden Racing würde einige Tage später während der Großen Woche öffentlich erklären, dass man sich nicht für das Derby bewerben werde. So kam es dann auch, und Herr Tiedtke wollte dann das Derby in eigener Regie, also ohne Baden Racing, in Iffezheim veranstalten. Für diese Idee gab es dann allerdings nur Gelächter und selbst sein Freund Hubertus hielt diese für sehr kühn. Letztlich gescheitert ist der Derby-Coup aber an aus der Ansage von Herrn Darboven, dass es in Hamburg keinen Galoppsport mehr geben wird, wenn es das Derby verliert. Das wollte natürlich von der deutschen Turf-Öffentlichkeit keiner und so schwenkten alle auf Hamburg um, obwohl Iffezheim die viel schönere und insgesamt klar beste deutsche Rennbahn ist. Die Horner Rennbahn ist dagegen zusammen mit München und Köln die sportlich fairste Rennbahn. Da kann bei 20 Startern ein Pferde wie Lando selbst vom letzten Platz (vor dem Horner Bogen) aus noch siegen. Herr Ostermann, der dieser Rennbahn viel verdankt, steht es deshalb eigentlich am wenigstens zu, Hamburg zu kritisieren.
          Der Kaffekönig machte mit dem Nestbeschmutzer Hubertus Schmelz kurzen Prozess und erteilte ihm Hausverbot im Tinsdal. Hauptleidtragender war allerdings Schmelz-Freund Hannes Gutschow. Sein damals sehr erfolgreiches Gestüt Kerbella war damit erledigt und seine Tochter konnte nicht mehr seine Nachfolgerin in Darbovens Gestüt Idee werden. Der Mann zahlte für seine Freundschaft zu dem Egomanen einen sehr hohen Preis.

  54. Racingman sagt:

    In der Funktionärsriege des deutschen Galopprennsports gibt es haufenweise Eumel und nur wenige Leute, die fachlich Ahnung haben. Diese können sich dann auch fast alles erlauben, eben weil man sie unbedingt braucht. Im Direktorium musste der Chefmanager seinen Stuhl räumen, doch ein paar Jahre später holte man ihn als Vorstandsmitglied zurück. Und in Dortmund war der Rennverein so klamm, dass er sein Stallgelände an einen Wohnungsbau-Investor verkaufen musste. Nichtsdestoweniger gönnte sich der geschäftsführende Präsident ein Monatsgehalt von zehntausend Euro. Und das für wenige schmucklose Renntage pro Jahr, die ohne die PMU-Gelder gar nicht möglich wären. Mit Professionalität haben die Zustände im deutschen Turf wirklich nichts zu tun.

    Gleiches gilt für die Öffentlichkeitsarbeit. O-Ton Galopp Intern: „Sämtliche Rennvereine versorgen ihre örtlichen Medien mit Texten vorher und nachher. Immer total gut gemeint. Aber immer viel zu lang, von Fachleuten verfasst und deshalb für den Medienalltag weitgehend unbrauchbar.“

  55. Un Coeur B sagt:

    +2/+2, Johannes Frömming würde man die +2.0 geben, ohne wenn und aber, -2.0 vielleicht Putins Visage, immer das gleiche und dasselbe elende Mienenspiel, Fresse meinte Partnerin, Visage viel zu hoch gegriffen, Racingman dagegen ein kleiner Sonnenschein mit seinem ewigen und gehaltlosen Bla Bla, Racingman mit J.Frömming nicht zu vergleichen, zwischen beiden liegen Welten, so relativ das ganze und alles.

  56. Racingman sagt:

    Quod erat demonstrandum: Sobald Racingman hier den Stecker zieht, fällt der Blog thematisch ins Wachkoma zurück, weil Heinz und Theo absolut nichts zu bieten haben. Meine Themen waren immerhin so relevant, dass sie auch von Sport-Welt und Galopp Intern aufgegriffen wurden.

    • Theo Epping sagt:

      Zunächst mal, Sie ziehen hier überhaupt keinen Stecker, Sie treten, besten Falls, hier nicht mehr in Erscheinung.

      Erklären Sie mir doch mal welchen Unterschied es macht, wenn ich Ihr Geschreibsel nicht lese oder es gar kein Geschreibsel zum lesen gibt.

      Vieleicht sollten Sie sich mal die Frage stellen:

      Warum bekomme ich, also Sie, nie die gewünschte / erhoffte Resonanz auf meine ach so relevanten Gedanken?

      • Racingman sagt:

        Weil der Blücher Blog in der Branche überhaupt kein Faktor ist. Und selbst wenn ein Christoph Berglar von dessen Existenz wüsste, wäre es für ihn fachlich uninteressant, sich mit dem inhaltsleeren Störfeuer von Heinz und Theo rumquälen zu müssen. In einem früheren Forum beteiligten sich auch Helmut von Finck und Christoph Berglar, aber die Beiden wurden von den anonymen Heckenschützen so böse abgebürstet, dass sie schnell die Lust verloren haben. Deshalb bleibt meine Aufforderung an Blücher: Entweder Sie machen den Laden hier dicht, oder Sie sorgen für ein Know-how-Forum mit strenger Gesichtskontrolle!

        • Theo Epping sagt:

          Mit den Herren von Fink und Berglar und anderen Leuten dieses Kalibers komme ich bestens klar und wir sprechen die gleiche Sprache, so unvorstellbar Ihnen das auch vorkommen mag, ich würde mit diesen Leuten ins fruchtbare Gespräch kommen.
          Sie auch?

        • Theo Epping sagt:

          Noch einen kleinen Tip, ganz für umsonst.

          Niemand hört sich einen Satz an, jedenfalls ohne Not nicht,
          der mit
          “entweder” anfängt.

          • Theo Epping sagt:

            Und noch ein Tipp!

            Hörn Sie auf mit den Millionen, die weg sind, anzugeben, daß macht nur unsicher.

  57. Racingman sagt:

    Theo, Theo, Sie sind ja blogmäßig völlig überarbeitet… Von was für Millionen reden Sie denn da?

  58. Racingman sagt:

    Ich lass mir doch von einem Stallknecht keine Rätselaufgaben stellen.

    Mittlerweile gewinne ich den Eindruck, dass für Blücher der Blog vollkommen egal geworden ist und damit auch die Frage, wer hier schreibt oder nicht schreibt. Wenn der Herbergsvater nicht bereit ist, eine Eigenleistung beizusteuern, bin ich es auch nicht. Falls jemand hier wider Erwarten etwas qualitativ Ansprechendes postet, beteilige ich mich gern, aber die beiden Zeitdiebe Heinz und Theo können mir inhaltlich nichts bieten.

  59. Un Coeur B sagt:

    Die Störfeuer auf den Störfaktor…Gesichts Kontrollen für das Know how, für die Know hows, wenn Blücher das täte, dann alles gut, ziemlich verschroben von Ich lass mir doch nicht.

  60. Racingman sagt:

    „SEA STEEPLECHASE TROPHY“ in Harzburg

    Ungeplanterweise aus aktuellem Anlass hier eine Botschaft, die sich exklusiv an den Oberharzer Kassandro richtet: GaloppOnline vermeldet, dass die Rennbahnen Bad Harzburg und Quakenbrück einen neuen Wettbewerb ins Leben gerufen haben, der sich über drei Seejagdrennen erstrecken soll und der eine Punktewertung über diese Rennen schafft. So weit, so gut. Eine sinnvolle Idee, die man umsetzen sollte.

    Mein Hinweis bezieht sich lediglich auf den Namen, den man dafür vorgesehen hat. „Sea Steeplechase Trophy“ soll das Kind heißen. Wenn man schon einen englischen Titel wählt, sollte der aber auch passen. „Sea“ bedeutet auf Englisch zwar „See“, aber „die See“ im Sinne von „das Meer“. Kein Engländer oder Amerikaner würde sich unter dem Begriff „Sea“ ein Binnengewässer vorstellen. Der nun gewählte Titel suggeriert, dass die Pferde durchs Meer laufen. Das könnte man allenfalls dann akzeptieren, wenn es sich um ein Strandrennen wie beim Cuxhavener Duhner Watt oder im andalusischen Sanlucar handeln würde. Aber bei einem Rennen durch einen Teich wäre das ungewollt komisch. So wie vor einigen Wochen, als T. Epping einen „Bumper“ zum „Dumper“ machte.

    Und hier kommt nun der „Amerikaner“ Kassandro ins Spiel. Ihnen geht es doch sicherlich darum, bei Ihrem Puschenklub, dem Harzburger Rennverein, Sympathie-Punkte zu scoren. Als Kenner der englischen Zunge könnten Sie Stephan Ahrens höflich darauf aufmerksam machen, dass der gewählte Titel Optimierungspotenzial besitzt. Mein Vorschlag wäre „Three Lakes Trophy“, aber warum nicht ein deutscher Titel? Der Elektro-Ahrens ist aus meiner Sicht eine Rakete als Turfmanager, weil er so kreativ und enorm fleißig ist. Dass Englisch nicht zu seinen Stärken zählt, ist da verschmerzbar, solange es einen hilfsbereiten Kassandro gibt.

  61. Racingman sagt:

    Mir ist es ein Rätsel, warum der Harzburger Pressesprecher Delius nicht vor der Veröffentlichung des ulkigen Namens die Bremse reingehauen hat.

    • Theo Epping sagt:

      Das ist dann ja wohl ein Null Faktor Eilbericht für die Zeit-Diebe,
      vom gelangweilten Brockenstürmer oder wie das Blättchen heißt.

  62. Racingman sagt:

    Theo, wenn Sie ein konstruktiver Typ wären, würden Sie hier selber einen Namensvorschlag machen anstatt nur wieder rumzunölen. Um kreativ zu sein, muss man kein Akademiker sein. Ihre Destruktivität ist der Grund, warum ich keinen Bock auf den Blücher Blog habe. Ich habe das Obige lediglich gepostet, weil Kassandro damit das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann.

  63. Racingman sagt:

    Für die neue Rennserie hier die zehn Namensvorschläge aus der Racingman-Kreativfabrik:

    1) Three Lakes Trophy
    2) Seepferdchen-Cup
    3) Niedersachsen-Hattrick
    4) Freischwimmer-Preis
    5) Surf & Turf Trio
    6) Harz-Artland-Pokal
    7) Cross-Country Challenge
    8) Bahlsen (= Sponsorenname)-Dreierkette
    9) Wettbewerb für den „King of Harz“ (= phonetisch wie „King of hearts“= Herzkönig)
    10) Harz III-Championat

    Der Pressesprecher eines Unternehmens wird dafür bezahlt, dass die Außenkommunikation professionell rüberkommt. Delius muss dieses Thema schnell und möglichst geräuschlos abräumen, bevor die Ausschreibungen veröffentlicht werden.

    • Racingman sagt:

      Schon wieder so’n doofer Smiley anstelle der Acht…

      • Theo Epping sagt:

        Wie immer, Sie lernen es nie, weniger ist mehr.

        Wie mein Lehrherr sagte: Wer befehlen will, muss zuerst mal gehorchen lernen.
        Sie Racingman, sind unfähig zu beidem.

        • Racingman sagt:

          Theo mal wieder gewohnt destruktiv… Keine Werbeagentur würde nur einen einzigen Namen vorschlagen. Der einzige Theo-Vorschlag ist übrigens untauglich, weil “Jumping” zumindest von einem Franzosen als Springreitturnier verstanden würde.

          • Theo Epping sagt:

            Ebend,
            man springt von 1 nach 2 nach 3, Sie besserwisserischer Korinthenkacker.
            Ich bin Privatier und nicht käuflich.

      • Theo Epping sagt:

        Ganz ehrlich, nicht nur das Smiley ist doof.

    • martin sagt:

      falls bahlsen wirklich sponsor ist,gehört der name dazu,BAHLSEN see trophy,zwar auch denglisch,aber ist egal

      • Racingman sagt:

        “Bahlsen” war nur ein willkürlich gewähltes Beispiel und ein Stellvertreter-Begriff für den Namen des tatsächlichen Sponsors, der am Ende den Zuschlag vom Harzburger Rennverein erhält.

  64. Un Coeur B sagt:

    Bald wieder Prix d’Amerique, 1964 Johannes Frömming, 1965 Johannes Frömming, 1974 Delmonica Hanover und Johannes Frömming, nur er schien kurz nach dem Ziel zu wissen, dass er gewonnen hatte, die 30 oder 40 Tausend anderen mussten dann noch etwas warten, auf Ibiza eine Frau kennengelernt, die in den 30er Jahren in Berlin mit Frömming Party machte, er mit einer Fahne auf einem Tisch, usw. usf. , niemand vom deutschen Galopp, der annähernd an Frömming herangekommen wäre.

    • Theo Epping sagt:

      Jetzt vergleichen aber Sie Äpfel mit Birnen.

      Ohne Frömmings Lebensleistung schmälern zu wollen,
      aber als Rennreiter wäre er garantiert mit 78 nicht mehr an den Start gegangen. Der Mann hat mit 16 Jahren angefanngen, das sind sage und schreibe 62 Jahre.
      Mir fällt bei den Rennreitern spontan Micky Starosta ein, der hat 1973 oder 74 sein letztes Rennen geritten, also mit Anfang 60 und natürlich Peter Alafi.
      Die meisten anderen haben deutlich früher aufgehört und sind mehr oder weniger erfolgreiche Trainer geworden.
      Oder meinen Sie den Partylöwen, da war Peter Alafi auch kein Kostverächter.

    • Un Coeur B sagt:

      Nein, auch in Bezug auf Persönlichkeit und Charakter, wenn er sprach, ging einem sofort das Herz auf, unnachahmlich wie er die Franzosen, und auch die Deutschen, mit dem Fahrerhelm in den rechten Hand zu Ovationen hinrieß, Fromming! Fromming! skandierten sie, das ö konnten sie nicht so.

      • Theo Epping sagt:

        Das kenne ich nur aus dem Fernsehen, aber Sie haben recht, er kam so rüber.
        Hein Bollow hatte auch so einen Zauber auf die Zuhörer.
        Mich hat immer mehr interessiert, was ihm seine Frau zuflüsterte.
        Das war, jedenfalls für mich, viel wichtiger.

  65. Racingman sagt:

    11 von 14 Fachjournalisten des deutschen Turfs haben in einer von Galopp Intern durchgeführten Wahl das Harzburger Hippodrom zur „Rennbahn des Jahres 2022“ gewählt. Absolut verdient aus meiner Sicht. In erster Linie dürfte dieser Erfolg mit der Leistung des immens fleißigen Bosses Stephan Ahrens zusammenhängen. Der Elektro-Handwerker Ahrens, der kein Sportmanagement-Studium absolviert hat, ist als Turfmanager einfach ein Naturtalent.

    Die Wahl zur Rennbahn des Jahres wird auch in der lokalen „Goslarschen Zeitung“ gewürdigt. Unter diesem Artikel steht ein Rennfoto, das als Quelle mit „Archivfoto: Epping“ gekennzeichnet ist. Kassandro, der als Hobby-Fotograf Bilder bei Wikipedia einstellt, ist/war beim Harzburger Rennverein als Fotograf akkreditiert. Ob er vielleicht seine Bilder unter seinem Künstlernamen „Epping“ veröffentlicht… oder verfügt der echte T. Epping vom Niederrhein am Ende doch noch über ein Talent?

    Schaust du hier:
    https://www.verein-deutscher-besitzertrainer.de/fileadmin/user_upload/gz_20122022.jpg

    • Theo Epping sagt:

      Epping ist nun wirklich kein so seltener Name, den gibt es beinahe auf der ganzen Welt, sowohl als Familien- als auch als Ortsnamen. Selbst Sie haben ja schon den Epping Forst bei London gefunden. Dort lebt übrigens Rod Stewart.

    • Un Coeur B sagt:

      Three Billboards outside Ebbing

    • Un Coeur B sagt:

      Und da gibt es etwas Merkwürdiges, jemand beschreibt das, worum es ihm gerade geht, ganz akkurat, und man empfindet beim Lesen überhaupt nichts, man langweilt sich, man könnte einschlafen.

    • kassandro sagt:

      Ich war nie in Harzburg akkreditiert. Ich war dort immer nur als zahlender Zuschauer. Trotzdem gibt es einige Wiki-Bilder der Harzburger Rennbahn von mir wie z.B. dieses technisch nicht ganz korrekte Panorama:
      https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HarzburgRennbahnPano.JPG
      Auf der linken Seite der Harzburger “Ozean (=Sea)”, der auf dem Bild größer ausschaut, als er wirklich ist. Eine größere Pfütze wäre auch zu gefährlich, denn am Ende der Rennwoche wird der Jockey-Champion des Meetings hineingeschmissen, und der kann meistens nicht schwimmen. Der See in Hamburg ist deutlich größer und tiefer, was dazu führte, dass dort keine Hindernis-Rennen mehr stattfinden. Letztlich gibt es für diese Rennen in Deutschland keine Zukunftsperspektive mehr. Baden Racing hat diesen vor langer Zeit ohne Not den Todesstoß versetzt. Diese Rennen boten eigentlich überall eine schöne Abwechslung zum flachen Einerlei. In Iffezheim gab es zwar keinen See, aber es sah fast besser aus, wenn die Pferde den Kapellenberg hoch und dann wieder runter galoppierten. Tempi Passati – eine der vielen Glanztaten des Thomas Middelhofs des deutschen Galoppsportes. Nachdem auch Mannheim die Hindernisse abgebaut hat, wirkt das auch in Harzburg nur noch wie eine Schauveranstaltung. Stefan Ahrens muss durch die ganze Welt reisen, um Starter heranzukarren. Dieses Geld sollte man besser in die Superhandicaps investieren und endlich die Dotierung wieder auf die Vor-Corona-Höhe von 20.000€ anheben. Die für heuer angedachten 17.500€ sind einfach nur Knauserei.
      Meine Rennbahn des Jahres ist ganz klar Magdeburg, und ich verstehe nicht wie man eine andere Wahl treffen kann. Die Bahn ist letztes Jahr zur Gruppe-Bahn aufgestiegen. Hoppegarten-Eigener Schöningh war vor Ort und wusste das gebührend zu würdigen. Ein Großteil der deutschen Turfprominenz glänzte allerdings durch Abwesenheit. Es war schon eine Schande, dass vom Team der siegreichen Stute India keiner vor Ort war. Weder Trainer Hickst noch Besitzer Ostermann, der damals auch noch Präsident der Besitzervereinigung war. Immerhin waren die Trainer des Zweitplatzierten und der Drittplatzierten Schiergen und Klug vor Ort. Die wussten wenigstens, was sich gehört. Magdeburg besitzt ähnlich wie Harzburg eine breite Basis mittelständischer Sponsoren, die man wie im Fußball auf einer Hintergrundwand bei Interviews usw. präsentiert. Auch sind die Kosten in Magdeburg niedrig, weil mein keine externen Dienstleister anheuert. Das wird alles von Rennvereinsmitgliedern oder Beschäftigten der Trainingsanlage erledigt. Zudem wurde die ehemalige Vizepräsidentin des Rennvereins als Parteilose zur Oberbürgermeisterin von Magdeburg gewählt. Indirekt hat die Stadt Magdeburg dann auch das Gruppe-Rennen finanziert. Die Oberbürgermeisterin hat es sich nicht nehmen lassen, der siegreichen India höchstpersönlich die Siegerdecke überzuziehen.

  66. h.schmelz sagt:

    Vorletzte Woche Freitag fand in Iserlohn die Trauerfeier für Andreas Tiedtke statt. In einer kleinen Kapelle, auf einem kleinen, windigen Friedhof. Es sah nach Wittekindshof aus, der Wind pfiff, die Wolken wehten Regen von West nach Ost. In kleiner Runde waren die Menschen versammelt. Der verstorbene hat sein Leben freiwillig beendet. Es ist müßig, sich selbst nach Warnzeichen abzutasten, denn niemand hat diese Zeichen erkannt. Er war wie immer, bis zum Schluß. Munter, engagiert, kritisch und farbenfroh in der Erzählung. Ob der Rennsport bei seiner Entscheidung eine Rolle gespielt hat? Immerhin war der Rennsport seine Lebensbeschäftigung, und die Bereiche Depression und Bilanz gehen wohl Hand in Hand. Der Rennsport hatte seine Repräsentanten geschickt, und ich glaube, alle, die da waren, wollten wirklich da sein. Vielleicht ein später Beweis für seine auch damit anerkannte Persönlichkeit. Die Presse war nicht zugegen.

  67. h.schmelz sagt:

    Wenn 11 von 14 Fachjournalisten eine Rennbahn des Jahres küren???, dann ist Obacht angebracht. Wenn ich eine Rennbahn lobend erwähne, sollte man aufhorchen. Jouralisten sind oft an Rennbahnen interessiert, die ihnen ein Zubrot zustecken, vorzüglich Daniel Delius in Bad Harzburg und noch extremer früher K.Göntzsche in Bad Doberan. Deren Urteil könnte eingetrübt sein, sage ich. Sie leben als symbiotische Begleiterscheinungen des Rennsports, mit mehr oder weniger Ahnung vom Sport an sich. Ähnlich die Fälle der Sportwelt oder des Herrn Hähn oder des Herrn Göbel. Die sind alle sehr verwoben mit den Objekten ihrer jornalistischen Beschäftung, im Jurasprech “befangen”. Manche verdienen sich mit Tips ein Zubrot, aber keiner kann davon auf die Malediven abhauen, sich dem ewigen Kampf ums Dasein ein für allemal entziehen. Dann gibt es noch die neuen Fernsehtroubadore, die Impresarios – Franke, Castle, Delors. Oder Bahnkommentatoren, deren Aufgaben sich mittlerweile vermischen mit dem Kommentar an sich. Es gibt gute Fachleute dabei wie Herrn Schridde oder Herrn Wissel, oder angenehme wie Herrn Franke, oder eine Dame sogar. Und dann gibt es T.Castle, den Schwiegermuttertröster #1, den ewigen Dauerlächler und Grinser, den Gute Laune Onkel, der sich für keinen muffigen Scherz zu schade ist. Also den Nachfolger von Göntzsche im luftigen Fach.

    Das sind dann so ungefähr die Leute, die mutmaßlich die Jury der 14 ausmachen. Würde man von denen ein gebrauchte Rennbahn kaufen?

    • Theo Epping sagt:

      Ich stimme Ihnen zu,
      hatte diese Wahl auch eher als Werbung eingestuft.

    • martin sagt:

      der dauerlächler hat aber in vechta teure reitpferde verkauft, daür ist er anscheinend gut genug. wenns aber für deutsch galopp nicht reicht,ist die sintflut nicht mehr weit

      • Theo Epping sagt:

        Ich traue Thorsten Castle schon ein ordentliche Portion Pferd/Sachekenntnis zu, schließlich ist er der Sohn von Ulrike Castle und Ulli wird ihm schon was mitgegeben haben.
        Jeder verkauft sich so wie er/sie es am besten kann und wie es ankommt.
        Das muss doch nicht jedem gefallen.
        Teure Pferde kann man nur verkaufen, wenn welche da sind und, ganz wichtig, wenn potente Käufer (Mehrzahl) da sind.

    • kassandro sagt:

      Ich hab es nun schon etliche Male erlebt, dass Leute auf der Rennbahn auf Thorsten Castle zugehen und sich bei ihm für die tolle Moderation bedanken. Der Mann kommt gut an, nicht nur bei den Schwiegermüttern, und das ist die Hauptsache. Der Göntzsche ist dagegen nie bei den Schwiegermüttern angekommen, selbst in seiner Glanzzeit bei ntv nicht. Ich vergesse es nie, als Göntzsche Mal vor so 10-12 Jahren auf der Neuen Bult moderierte und Herrn Rossmann interviewte, der damals den ganzen Renntag sponserte. Da lag das Wortspiel “Was hat Rossmann mit den Rössern zu tun?” eigentlich auf der Hand, aber Göntzsche ist nicht darauf gekommen, obwohl das Interview sicherlich vorher verabredet war. Dirk Rossmann hat das Thema dann selber angesprochen, und sich an die Zeiten erinnert, wo er wie wild auf der Alten Bult gezockt hat. Rossmann und die Rösser – das passte also gut zusammen.

  68. h.schmelz sagt:

    Im Winter war früher Ruhezeit für den Rennsport. Bis Dortmund kam, und wohl auch mal Neuß, und nun laufen sie auch, wenn eigentlich Ruhe ist. Das ist aber nur ein Programm für die 40 Kilo Klasse, damit die nicht weggläuft. Japan Cup ist irgendwie auch nicht programmgemäß, trotz Lando und Sushi Bomber Hansi Haraguchi. Einmal Suppääää mit Steppchän! Schonnnnn fertikkk!

    Pferde brauchen auch mal Ruhe, was die Trainer nicht gerne sehen, aber egal, die Pferde kommen nach Hause und lassen die Seele baumeln, wie man so sagt. Bis sagen wir mal Cheltenham kommt auch der Fan zur Ruhe, oder er ist süchtig nach billigem Kick. Das wollen wir nicht. Stattdessen kommt die NFL in den Schlußbogen, erst im Herbst mit der normalen Saison, dann jetzt das grande finale mit dem Superbowl. Jedes Spiel entscheided, wer verliert, fliegt raus. Ich habe immer gerne NFL gekuckt, ganz früher bei SAT1, Superbowl XX wie man römisch schreibt, 20 bei uns. 1986 Chicago Bears gegen die New England Patriots, es gab ne Packung 46:10, die Patriots ohne Chance gegen Jim McMahon und Walter Payton und William Perry, den 180 Kilo Linebacker, “The Refrigerator”, der trotzdem aus dem Stand auf einen Küchenstuhl springen konnte. Lange her, aber der Sport hat mich immer fasziniert, weil er zwar ähnlich wie Fußball geschrieben wird, aber ganz andere gespielt wird. Verglichen mit American Football ist Fußball ein wuseliger Schulhof Kick, eine unsortierte Rangelei mit immer neuen Situationen, wohingegen Football eine hoch komplizierte Angelegenheit mit Nähe zum Schach darstellt, unzählige Spielzüge minutiös geplant und ausgeführt, wenn es klapt. Dazu artistisch, wenn es darum geht, dieses schiefe Ei aus vollem Lauf mit einer Hand über Kopf zu fangen. Die Widereciever nehmen Ballett Unterricht, aus gutem Grund.

    Ich empfehle sehr, sich das am Wochende anzutun. Es gibt jeden Sonntag/Montag/Dienstag/Donnerstag ab 6 morgens 15 Minunten Zusamenfassungen der Spiele bei Youtube. Wenn man das aufruft ohne vorher die Zeitung gelesen zu haben, kann man diese Zusammenfassungen sehen, ohne vorher den Gewinner zu kennen. Das macht es spannend. Im Moment erlebt der Sport gerade eine goldene Zeit der jungen Quaterbacks, der Spielmacher. An der Spitze Patrick Mahomes, dazu Jalen Hurts, Josh Allen, Brook Purdy, Joe Burrow, Dak Prescott. Die machen das Spiel neu und noch aufregender.

    Wenn die im Februar fertig sind, kann man auch wieder an Cheltenham denken.

  69. Un Coeur B sagt:

    Prix de Cornulier, das wertvollste Trabreiten der Welt, heute in Paris, immer noch sieben Tage vor dem Amerique, Bellino II geht einem durch den Kopf, dreifacher Sieger dieses Rennens, hintereinander, alles mit Fragezeichen und ohne Gewähr im Kopf, war das damals der B Jahrgang nach Une de Mai und Un Coeur B, Vico, Stall Cortina, in Gelsenkirchen so oft gegen Un Coeur B, Doris Wilhelm die Frau des Eigners von Cortina, ihre Tochter zuerst mit Wewering, jetzt mit Ostermann liiert, Vico ein Jahr jünger als Un Coeur B, beide aber ohne Chance, wenn Frömming mit Lucky Hanover nach GE kam.

    Jetzt sich doch noch mal bei google und wikipedia schlau machen.

  70. Racingman sagt:

    IFFZE STREICHT RENNTAG

    Wenn berichtenswerte Nachrichten totgeschwiegen werden, dann muss eben wieder Racingman ran… auch wenn er dazu eigentlich keine Lust hat.

    Am ersten Dezembersamstag letzten Jahres ging es an der Oos ziemlich rund mit dem neuen Winterzauber-Renntag. Der machte deshalb Furore, weil ein Wett-Team damals die „7 Gewinnt“ abräumte. Dieser Winterzauber-Renntag sollte eigentlich auch heuer wieder stattfinden, siehe die Baden-Badener Termine am Ende des Artikels:
    https://www.deutscher-galopp.de/gr/aktuelles/meldungen/20221130-premiere-beim-finale-2022-winterzauber-renntag-bringt-vorweihnachtliches-flair-nach-iffezheim-sagenhafter-jackpot-in-der-7gewinnt-wette.php

    Doch inzwischen findet sich auf der Terminliste des Direktoriums am 2. Dezember 2023 ein anderer Rennveranstalter: Mülheim wird an diesem Tag ein BBAG-Auktionsrennen veranstalten. Damit ist der Iffzer Winterzauber-Renntag nach einer einmaligen Austragung schon wieder Geschichte. Auch mit Baden Galopp wachsen die Bäume eben nicht in den Himmel.

    • Theo Epping sagt:

      Sie haben vieleicht keine Lust…
      Aber mit Sicherheit keine andere Platform als den Blücher Blog, mit seinen Zeitdieben, Sie armer Wicht.

      • Racingman sagt:

        Sie Ahnungsloser kennen sich in der Branche nicht aus. Ich könnte im Hoofworld-Forum schreiben, das mehr als 1.100 angemeldete Mitglieder hat plus eine Vielzahl schweigender Mitleser wie mich. Ich war aber (bisher zumindest) nicht bereit, Herrn Gruber mein Datenmaterial kostenlos zum Geldverdienen zu überlassen.

        • Theo Epping sagt:

          Ich kenne mich in der Forums-Landschaft tatsächlich nicht aus. Bin ich deshalb ein Ahnungsloser? Meinetwegen.
          Ich fühle mich wohl bei den Zeitdieben. Was brauche ich mehr?
          Mit fällt aber noch ein anderer Grund, als Ihre finanzieller ein.
          1100 Mit-Schreiber, da kriegen Sie nicht mal negativ Antworten, da gehen Sie sang und klanglos unter und wie heißt es doch so richtig?

          Was ist schlimmer als schlechte Presse?
          Keine Presse.

        • Racingman sagt:

          Ich habe früher beim Hoofworld-Vorgängerforum geschrieben, und da war das Echo auf meine Beiträge sehr groß (wie man an den einsehbaren Klickzahlen nachverfolgen konnte), obwohl dort hauptsächlich Traberfans und Nur-Zocker schreiben. Die Nase voll von dem Forum hatte ich, als Cheffe Gruber einen Beitrag von mir willkürlich löschte, weil irgendwelche Daglfing-Großkopferte das so wollten. Ich bin natürlich viel zu selbstbewusst, als dass ich so ein Verhalten akzeptieren würde.

          • Theo Epping sagt:

            Das glaube ich Ihnen unbesehen. Diese Eigenschaft, gepaart mit einer gewissen Unflexibilität, kann Betroffene oft unsymatisch erscheinen lassen.

        • Racingman sagt:

          Ob die Leute in den Turfforen mich sympathisch finden oder das Gegenteil, hat für mich noch nie eine Rolle gespielt.
          Im Hoofworldforum schreibt auch Holger Romey, der Galopp-Rheinländer aus Zürich. Vor ungefähr einem Jahr hatte er mich mal gefragt, ob ich bei einem neuen Turfmedium mitmachen wollte, das er und seine Kumpels geplant hatten (der Blücher Blog war denen als Plattform verständlicherweise zu unterkrupsch). Bisher scheint daraus nichts geworden zu sein. Ich hatte damals abgesagt, zum einen, weil mir meine Unabhängigkeit im Turf immer sehr wichtig war, und zweitens, weil ich nicht an die Zukunft des deutschen Turfs glaube. Dass es kein geeignetes Medium zur Meinungsäußerung gibt, bedauere ich auch sehr, andererseits möchte ich nicht zu viel Zeit, Geld und Energie in so ein Unternehmen stecken, das sowieso keine Zukunft hat. Dass Blücher für Heinz und Theo den Blog offen lässt, ist wohl eher eine karitative Aktion.

          • Theo Epping sagt:

            Das glaube ich ganz und gar nicht, ich bin sicher das der Blücher Blog für Leute gedacht ist, die sich für die Pferde interessiern und die über die praktischen Themen rund ums Pferd austauschen wollen. Also nicht für völlige Theoretiker die sich nur um Statistiken, Geld und Gewinnmaximierung sorgen und einen Klopphengst nicht von einem Kryptorchiden unterscheiden können.
            Wiki wirds schon klären.

          • Racingman sagt:

            Theo, Sie haben doch hier alle Möglichkeiten, über Pferde zu diskutieren. Warum tun Sie’s dann nicht? Weil Sie sich immer von Anderen bedienen lassen wollen.

          • Theo Epping sagt:

            Sie haben keinen blassen Schimmer was ein Klopphengst ist und ein Kryptorchide schon gar nicht. Sie sind ein stupider Karteifutzi, der nichts mit sich anzufangen weis vor lauter unnützigkeit. Ihre Weisheiten braucht keiner und will keiner und Sie wollen es nicht wahr haben, dass Sie es nicht bringen.
            Ich sage Ihnen den Unterschied, obwohl es Sie kein Bisschen interessiert, weil die Pferde für Sie nur Mittel zum Zweck sind.
            Es gibt keinen, es sind zwei Wörter für die Sache, Sie armer
            Schmierfink.

          • Racingman sagt:

            Theo, Sie hätten hier die Gelegenheit gehabt, sich durch gehaltvolle züchterische Beiträge zu profilieren. Tatsächlich haben Sie aber absolut nichts zustande gebracht, was eine Dominique Rauch hätte interessieren können.

            Ich weiß immerhin, wie es sich anfühlt, wenn man mit einem Vollblüter im Galopp über die Trainierbahn düst. 99 % der normalen Rennbahnbesucher wissen das nicht. Über meine Innovationen im Rennsport habe ich schon an anderer Stelle dieses Blogs berichtet. Zum Beispiel wären die Erfolge der deutschen Pferde in Dubai ohne das von mir propagierte Wintertraining in Pisa wetterbedingt niemals möglich gewesen.

            Die Menschen haben sehr unterschiedliche Motivationen, an einem Turfforum teilzunehmen. Mein Interesse im Turf gilt nur den wirtschaftlichen und sportpolitischen Aspekten, weil der Turf für mich immer Business war. Privat wollte ich mit den Rennsportleuten nie etwas zu tun haben, weil die mehrheitlich völlig andere Werte vertreten als ich. Als ich als junger Student ernsthaft (d.h. rein gewinnorientiert) gewettet habe, geschah dies natürlich mit exakter Buchführung, um meine Gewinne nachverfolgen zu können. Als ich mich schließlich mehr um mein Studium kümmern musste, wurden die Wettergebnisse schlechter, und ich habe das Wettkonto sofort aufgelöst und die Gewinne mitgenommen. Jahrzehnte später war das Schreiben für Turfnachrichten für mich ideal, weil ich da mein Ziel, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, ohne Behinderung durch das machtlose Direktorium umsetzen konnte. Leider Tempi passati.

          • Theo Epping sagt:

            Wie das bei Praktikern oft so ist, tun sie sich mit der Niederschreiberei etwas schwer. Sie wissen meist ohne viel nachdenken zu müssen, was zu tun ist. Wir sind besser im Vermitteln beim tun, also vormachen, nachmachen, als es aufzuschreiben.
            Gibt man mir ein Thema oder eine Meinung und ich antworte, wenn ich etwas dazu zusagen habe.

            Ich habe auch Rennpferde in der Arbeit geritten, nicht nur Reitpferde.

        • Racingman sagt:

          Blücher ist es mittlerweile doch völlig wurscht, ob hier ein Schwergewicht wie Joachim Gauck oder ein Leichtmatrose wie Gigi Birofio schreibt.

    • Un Coeur B sagt:

      Das stimmt und ist richtig, dass dann Racingman wieder heran muss, Lust hin und Lust her, Lust hin oder Lust her, hin und her.

      • Racingman sagt:

        Heinz und Theo stürzen sich mit wahrer Begeisterung auf jeden Beitrag von mir und würden lieber ein Vierteljahr auf Pilsken verzichten, als auch nur eine Zeile von Racingman zu verpassen…

        • Theo Epping sagt:

          Wenn es Sie glücklich macht, bin ich es auch.
          Nur bitte, kein Pils, ich trinke trockenen Wein, wenn’s recht ist.

        • Un Coeur B sagt:

          Ja, man stürzt sich auf Racingman, man möchte ihm aber nicht an die Gurgel.

        • Un Coeur B sagt:

          In Obergurgl.

        • Un Coeur B sagt:

          Obergurgl-Hochgurgl.

        • Un Coeur B sagt:

          Look what they’ve done to my blog, Ma.

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        • Racingman sagt:

          T. Epping will (angeblich) in diesem Blog über Pferde diskutieren. Und wie sieht das in der Praxis aus? Er reitet mit einem Rotz-frechen Vollblüter von Obergurgl nach Brüssel. Oh je oh je, eben ein Stallmann ohne jedes Potenzial für mehr.

          Hallo, Ihr beiden Hasen! Für Euren schweren Kampf gegen die tägliche Langeweile hier etwas Futter: Früher habe ich regelmäßig Pferdefleisch gegessen, weil es das in Brüssel im Supermarkt zu kaufen gibt. Sonntags auf der Rennbahn hinterhergelaufen, und mittwochs bei mir auf dem Tisch.-Ich gehe auch als Erwachsener noch gern zum Stierkampf, weil ich das von klein auf in Andalusien so kenne. Stierkampf ist aber auch in ganz Spanien eine aussterbende Sportart, weil die Jungen das zunehmend ablehnen und weil die alten Aficionados durch die biologische Lösung langsam immer weniger werden. Eine Parallele zum Pferderennen? In Deutschland bei den Trabern klar ja, bei den Galoppern dagegen laut Christian Sundermann durchaus neue junge Besucher. Nur wetten die nicht mehr so wild, sondern nur moderat zur Gaudi ein oder zwei Mal im Jahr.

  71. h.schmelz sagt:

    “RIZZI & CO – FINE FOOD AFFAIRS”

    So nennt sich/firmiert etwas undurchsichtig ein neuer Gastronomie Partner der Iffezheimer Bahn. Ein Catering Partner, dessen Ruf weit über die Grenzen Baden Badens hinausgeht, wie der Sprecher der Veranstaltung mitteilt. Denn, er betreibt neben dem Restaurant RIZZI auch das Gasthaus Geroldsauer Mühle und, last but not least, das Sushi&Beef Restaurant THE GRILL.

    Man sieht, einen neue Welt ist im Kommen, eine anglizistisch verbrämte Gastgeberei inklusive RIZZI (nicht zu verwechseln mit der ebenfalls hochgelobten “Ritze” auf der Reeperbahn) als Ausdruck verfeinerter Badener Kulinarik mit Fleischbeilage und Fishreis satt. Was fehlt ist der Bortsch Topf nach Petersburger Art, aber mag sein das kommt noch, lauert noch auf seinen Auftritt, wenn sich der Russendunst etwas gelegt hat, der die Geschäfte vorerst noch lähmt. Ansonsten empfehle ich nach wie vor den Kutteleintopf in der Kantine im Boxendorf. Das kulinarische und einzige Highlight!!! der ganzen Chose in Baden Baden. Dazu als Absacker lokaler Wein neben der Waage mit Erdnüssen und Fischly umsonst. Ein Hochgenuß!

    • Theo Epping sagt:

      Also ich, für mein Teil, esse und trinke was mir gefällt und wo es mir gefällt. Das wo, war schon immer die einzige Entscheidung, die ich nicht immer selber treffen konnte. Wenn es also Menschen gibt, die guten Kaiserstühler mit Erdnüssen und Fischly, was ist das überhaubt?, genissen können?, bitte, jeder wie es ihm gefällt.

    • Racingman sagt:

      Baden Galopp informiert in einer Pressemitteilung darüber, dass man einen tollen neuen Caterer hat, aber nicht darüber, dass der Winterzauber-Renntag nach einmaliger Austragung schon wieder eingemottet wurde…

  72. Racingman sagt:

    Nachdem GaloppOnline bisher noch nichts berichtet hat, habe ich der Redaktion dies geschrieben: “Baden Galopp hat den Winterzauber-Renntag am 2. Dezember 2023 ersatzlos gestrichen. An diesem Tag wird nun ein Auktionsrennen in Mülheim ausgetragen werden.”
    Jetzt bin ich mal gespannt, ob diese Tatsache journalistisch korrekt berichtet wird oder ob man dies totschweigt, nur weil der Hinweis von Racingman kommt, hi hi…

  73. Racingman sagt:

    DIE DEUTSCHEN TURFMEDIEN

    Die deutschen Turfmedien sind aus zweierlei Gründen interessant: einerseits wegen der Frage, was drinsteht, und zum Anderen, was nicht drinsteht.

    Drinstehen bei Turf-Times tun diese Woche zwei Themen, die zuvor bereits wesentlich ausführlicher im Blücher Blog behandelt wurden: die „Affordability checks“ (d.h. schriftliche Nachweise der Wetter, dass man sich das Zocken finanziell leisten kann) im britischen Turf und die neue deutsche Glücksspieldatei LUGAS. Heinz und Theo sind mal wieder dankbar, dass ihr Hirte Racingman sie mit sicherem Themengespür durch den Dschungel der Nachrichtenflut geleitet.

    Nicht erwähnt wird von Turf-Times und GaloppOnline natürlich die ersatzlose Streichung des neuen Baden-Badener Winterzauber-Renntags. Dies folgt einem ehernen Prinzip im deutschen Galopprennsport: schlechte Nachrichten vom Wettvolk fernhalten, denn Letzteres soll ja am Wettschalter geschoren werden, und da lenken unangenehme Neuigkeiten nur ab.

    Auch die Harzburger Denglisch-Panne gehört in diese Kategorie. Daniel Delius müsste dann ja auch erklären, warum er seinen Boss Ahrens medial ins offene Messer laufen ließ. Doch was würde passieren, falls man bei der Sponsoren-Ansprache auf ein Unternehmen trifft, in dem jemand Englisch kann? Egal, darum kümmern wir uns, wenn es soweit ist. Angela Merkel nannte diese Methode „Fahren auf Sicht“. Falls Dieter Nuhr sich für Galopprennsport interessieren würde, würde er das Geschehen wohl so kommentieren:

    Die im Januar hier erwähnte Denglisch-Panne in Bad Harzburg störte niemanden, die „Sea Steeplechase Trophy“ findet wie geplant statt. HRV-Pressesprecher Daniel Delius: „Christian von der Recke hatte in seiner bekannt flapsigen Art den Harzburger Rennbahntümpel mal als ‘Ozean’ bezeichnet, darum haben wir nun auch ‘Sea’ im Titel. Wir haben das ganz bewusst so gemacht, denn Bad Harzburg ist schließlich nicht New York. Wir alle lieben Denglisch, und unser Präsident Stephan Ahrens ist gleichzeitig auch Vorsitzender des Denglisch-Fanclubs. Schon 100 Mitglieder dieses Vereins haben sich für die Rennbahn-Party im Juli angemeldet, auf der DJ Theo den Dauerbrenner ‘Baby don’t hört me’ rauf und runter spielen wird. Und falls Sie noch Fragen haben: Please call me on my handy.“

  74. j.w. sagt:

    ist doch recht unterhaltsam. meistens …

    • Theo Epping sagt:

      Meine Rede.

      • Theo Epping sagt:

        Kryptorchide oder wie wir Stallknechte sagen Klopphengst

        Für die, die es nicht wissen, dabei handelt es sich um einen Hengst, bei dem sich ein Hoden, selten beide, nicht aus der Bauchhöhle in den Hodensack abgesenkt hat, das geschiet normalerweise im Fohlenalter von 3 – 4 Monaten. Ein betroffener Hengst ist nicht grundsätzlich beeinträchtigt, bei Hochleistung, wie Renngalopp, kann es aber doch zu erheblichen Schmerzen kommen und eben die Leistung verhindern.
        Da sich Kryptorchismus vererbt, sind betroffene Hengste durch das deutsch Körgesetz von der Zucht ausgeschlossen, das gilt auch für Über.-Unterbeisser und Kehlkopfpfeifer.

        Und jetzt kommt der Witz??? meiner Geschichte.

        In unseren Nachbarländern, Frankreich z.B., sind solche Hengste nicht von der Zucht ausgeschlossen. Man kann also einen Kryptorchiden wie Abary, ist schon ein weilchen her aber sicher noch nicht ganz vergessen, Abary also wurde in der Normandie als Deckhengst aufgestellet und auch von deutschen Züchtern eingesetzt.
        Die Fohlen aus solchen, eigentlich ungesetzlichen Bedeckungen, werden uneingeschränkt ins deutsche Vollblut Gestütsbuch eingetragen.
        Soviel zu Macht und Ohnmacht

        • Theo Epping sagt:

          So viel zu Konunikation und Gedankenaustausch, Herr R -m, Ihre Monologe können Sie sich hinstecken, wo die Sonne nicht scheint.

        • kassandro sagt:

          Von der Zucht ausgeschlossen sind solche Hengste nicht, aber es gibt keine Züchterprämie. Der unglückliche Liang Kay soll auch ein Kryptorchide gewesen sein, und aus den wenigen Möglichkeiten, die er hatte, ist immerhin eine Blacktype-Stute entstanden. Der großartige Opponent – ein großes Bild von ihm, dem ersten Sieger im Preis von Europa – hängt im Presseraum der Kölner Rennbahn – soll laut Blücher auch Kryptorchide gewesen sein. Er hat keine Nachkommen hinterlassen:
          https://www.youtube.com/watch?v=MFGYdiy6AZg

          • Theo Epping sagt:

            Wüsten Sie wirklich wovon Sie reden und wie es läuft, würden Sie nicht so alte Kamellen wie Opponent ins Feld führen. Ich weis nicht woher Sie es haben, ich weis es aus erster Hand.

          • Theo Epping sagt:

            Entschuldigung Kassandro, das war unangemessen.

            Sie haben recht, Opponent war ein Kryptorchide und dashalb auch nie in der Zucht. Man soll ihn sogar über Sprünge gearbeitet haben, wenn er zu unleidlich wurde, dass war damals durchaus üblich.
            In Deutschland muss ein Zuchthengst grundsätzlich einer Körkomission vorgestellt werden, das geschied 2jährich. Nach erfolgreicher Körung muss der Junghengst bis spätestens 5jährig die Hengstleistungsprüfung bestanden haben, den sogenannten 100 Tage Test, anderenfalls wir die Deckerlaubniss wieder aberkannt.
            Vollblüter legen, als Rennpferd, erst die Leistungsprüfung ab, die bei erreichen der 95 kg GAG Marke als erfolgreich gild, über Hindernisse müssen es, glaube ich??, 100 kg sein. Dann muss ein Hengst aber noch die Zulassung der Körkomission erreichen und die lassen einen Klopphengst nicht zu, früher jedenfalls nicht.

          • kassandro sagt:

            Wer lesen kann, lieber Theo, ist definitiv im Vorteil. Ich habe meine Quelle sehr wohl angegeben. Ich habe dieses alte Beispiel gebracht, weil er wohl der berühmteste deutsche Kryptorchide ist, und es ziemlich dumm war, ihn nicht zur Zucht heranzuziehen, aber bei uns gehen eben Paragraphen vor Vernunft.

        • Racingman sagt:

          Von mir als züchterischem Laien etwas Aufklärung:
          In der Pferdewirtschaftsmeisterarbeit von Trainer Michael Figge heißt es zum Thema „Kryptorchismus (ein Hoden noch im Leistenkanal): Hat ein Hengst diesen Fehler, so darf er in Deutschland nicht als Deckhengst zugelassen werden.“

          In der Sache hat T. Epping also recht. Der Unterschied zwischen einem Stallknecht und einem leitenden Gestütsangestellten ist der, dass der Stallknecht als Quelle angibt „ich hab da mal was gehört“, während der leitende Angestellte weiß, woraus sich das Verbot ergibt – nämlich aus dem Zuchtprogramm von Deutscher Galopp.

          Zur Anerkennung von im Inland deckenden Hengsten heißt es dort: „Hengste, die in Deutschland decken und Vollblut im Sinne von Nr. 20 sind, werden in das Hengstverzeichnis eingetragen, wenn sie zur Beurteilung vorgestellt und anerkannt worden sind. Die Zuchtkommission erkennt Hengste an, die geeignet erscheinen, die Vollblutzucht hinsichtlich Gesundheit, Leistung und Körperbau zu verbessern. Dies ist der Fall, wenn die Hengste keine phänotypisch erkennbaren nutzungsbeschränkenden Mängel aufweisen, die genetisch bedingt oder dispositioniert sind, und wenn sie… (usw)“

  75. h.schmelz sagt:

    66:10 Platz. Soviel gab es in Vincennes für die zweitplatzierte Stute mit dem obskuren und daher typischen Trabernamen Ampia Mede Sm.

    Am Nachmittag spielte der HaEsVau gegen Braunschweig, den BTSV. Vorher habe ich nochmal schnell nachgesehen, ob es heute irgendwas Interessantes im Rennsport gibt, und da war der Prix d’Amerique. Von dem wußte ich, daß zwei deutsche den schon gewonnen hatten, Permit mit Walter Heitmann 1953 und zumindest als Fahrer Hans Frömming mit Delmonica Hanover, mit einem H. Das habe ich gesehen, in der Sportschau, in Schwarzweiß, ganz außen an den Rails an allen vorbei, hoch die Peitsche in den Himmel gereckt. 1973. Sea Cove zählt mittlerweile auch dazu. Und Abano As, wie aufmerksame Leser weiter unten berichten. Nun also mit des S-Bahn nach Othmarschen, dann ins Lütt Döns zum Aufwärmen und Treffen mit H. und U., beide intime Kenner des Trabrennsports speziell und dem Galoppsport ebenso. U. war sofort im Thema und erzählte von der #4, die habe er neulich in einem Aufwärmer für den Amerique gesehen, leicht dritte geworden, wie auf Rollschuhen, die stünde bei 250. Noch! Geschont, wie er meinte, und ich fragte, ob die heute losmachen wollten, und er sagte, das müssen man wohl annehmen.

    Dann das Spiel, klamme Kälte trotz doppel wolliger Pullover/Strickjake Kombination und Handschuhen, und der HaEsVau machte früh Kleinholz aus der Braunschweiger Abwehr, und mein Braunschweiger Kollege wurde erst zynisch und dann resigniert, weil seine Truppe sehr schlecht spielte, extra schlecht, wie ich fand, bis auf einmal aus dem bedeckten Himmel der Anschluß Treffer fiel, ein satter Schuß, den der Hamburger Torwart halten müssen. Aber nicht gehalten hat. Dann war Halbzeit, dann wurde es noch klammer, und das Spiel wurde wenig besser, bis der BTSV auf einmal auswechselte und die beiden Neuen sich einen schönen Treffer wieder volles Rohr in die Mitte teilten, einer flankt aus dem Mittelfeld, der andere haut ihn dann am Ende der Staffete wuchtig rein. Bumm, auch haltbar, aber eben nur haltbar, und nicht gehalten. Da fiel mir dann der Amerique ein, den wollte ich gerne sehen, also dachte ich auch wegen der Drängelei zu den Bussen, komm F., wir gehen jetzt still und leise und lassen Herrn S. bis zum Schluß alleine leiden, weil der so wie so nach Tornesch muß, also weit nach Schleswig-Holstein, über Stellingen.

    Und das war eine gute Idee. Die Busse warteten, einsteigen. losfahren, in die S-Bahn, aussteigen, den Berg rauf, zu Hause. Knapp 40 Minuten. Jetzt nur noch hoffen, daß der Amerique gezeigt wird, Kleinstwette getätigt, ging, und der Rest ist Historiiiee, wie Arnold Schwarzenegger oft zu schwärmen anhebt. Die Moral der Geschichte ist mehrfach: Höre auf kluge Leute, die was vom Rennsport verstehen. Und die den Rennverlauf haargenau vorhergesagt haben. Ampia Mede Sm wurde immer hinten gefahren, aber mit erkennbar vollen Händen, wurde eingangs der Geraden rausgenommen, und flog an allen bis auf einen vorbei. Nach Drehbuch. Man soll nicht glauben, daß der HaEsVau dieses Jahr aufsteigt. Dazu geht hinten zuviel in die Büx. Und letztlich ist das Ende der sportlichen Fahnenstange heute noch gar nicht erreicht. Um 9 heute abend ist Kick-Of in Philadelphia, Eagles gegen die 49er. Und schon 3,3 Stunden später Chiefs – Bengals im Arrowhead Stadium in Kansas City. Da geht es dann richtig rund. Hält der Fuß von Mahomes, spielt Travis Kelce? Ja, er spielte, und hat einen Touchdown erzielt. Wie es sich gehört.

    Solche Sonntage haben es in sich, brauchen aber eine sorgfältige Planung und Aufteilung der Resourscen. Maß und Mitte.

    • Un Coeur B sagt:

      Ja, das stimmt, solche Sonntage brauchen sorgfältige Planung und Aufteilung der Ressourcen, oder auch nicht, Hans Frömming war ein Weltmann, schien ein Weltmann zu sein, vom Galopp fiele einem so recht niemand zu Letzterem ein, J.Frömming schien überall klar zu kommen, in Italien, in Frankreich, in den U.S.A., Delmonica Hanover von einem amerikanischen Trainer, vielleicht auch amerikanischen Besitzer, Frömming anvertraut, enttäuschte er diese nicht, mit dem allerletzten Schritt der Stute, ganz, ganz, an der Außenseite, fünf oder sechs Pferde im Foto, photographie generale, niemand außer Frömming wusste beim Überqueren der Ziellinie, wer das Rennen gewonnen hatte.

    • Un Coeur B sagt:

      Dieser Sieg, überhaupt Frömming im Sulky, ästhetisch schön und wunderbar, mit aller Leichtigkeit des Seins.

  76. kassandro sagt:

    Die Betonung liegt auf dem Wort “anerkannt”. Man darf sehr wohl mit solchen Engsten züchten, bekommt aber dann keine Züchterprämie. Natürlich muss der Hengst in einem Vollblut-Gestütsbuch eingetragen sein, aber er braucht keine Zulassung als Deckhengst. Wenn man bedenkt, was für ein enormer Vererber Opponents Vater Mangon war, dann ist es schlichtweg absurd, dass eine beiden besten Söhne Opponent und Windbruch keine Nachkommen hatten.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn das so ist, muss sich aber viel geändert haben, in letzter Zeit und die Züchter sehr an Vernunft eingebüßt haben. Wer sich einredet, das sich Fehler von selber regulieren, hat schon den größten Fehler gemacht.

      Hier sind doch so gute Rechner, rechnen sie doch mal aus, wie sich die defekten Gene eines Hengstes in der Zucht multiplizieren. In der Zucht braucht es mehrere Generationen, bis eine schlechte Entscheidung korrigiert ist.
      Mangon brauchte seine “defekten”, besten Söhne nicht, um sich nachhaltig zu verewigen.

  77. H.Schmelz sagt:

    Hans Frömming war der geborene Gentleman. Im Galoppsport mag sein Fritz Drechsler, von dem das oft behauptet wurde. Na ja. Reiten konnte er, aber das Derby hat er nie gewonnen. Ein ganz großer Gentleman war Sir Gordon Richards, wenn man den Berichten glauben schenken will. Er hat sogar an Charity Rennen auf einem Esel teilgenommen! Und er hat dann doch noch das Derby gewonnen, mit Pinza. 1953. So gerade eben, kurz vor Toresschluß, wenn man so will.

    • Theo Epping sagt:

      Ich lese Ihre Beiträge immer wieder gern, die sind so erfrischend flüssig und stimmig.
      Allerdings sind meiner Erfahrung nach wahre Damen und Herren sehr schwer zu finden, ich durfte ein paar kennenlernen, die waren aber ganz abers, als ein Hänschen oder Frizchen.

  78. Racingman sagt:

    DEUTSCHER GALOPP KLÄRT AUF

    Nach Kontaktierung von Deutscher Galopp per E-Mail korrigiere ich meine oben gemachte Einschätzung zu Kryptorchiden. Fazit: Kassandro hat recht; Theo, Michael Figge und ich liegen falsch.

    Ich habe Herrn Dr. Hubert Uphaus, dem Leiter der Zucht-Abteilung bei Deutscher Galopp, diese beiden Fragen gestellt:
    1. Dürfen Kryptorchiden gemäß Nr. 32 ZP (Deutscher Galopp) als inländischer Deckhengst in der Vollblutzucht in Deutschland  zugelassen werden?
    2. Ist es vielleicht so, dass Kryptorchiden zwar in der deutschen Vollblutzucht decken dürfen, dass aber für deren Nachkommen keine Züchterprämie gezahlt wird?

    Die Antwort von Herrn Dr. Uphaus:
    „Kryptorchiden dürfen decken, ihre Produkte werden im ADGB eingetragen und können an Rennen teilnehmen. All das können und dürfen wir ihnen nicht verwehren. Den Status eines Anerkannten Deckhengstes wird ein Kryptorchide aber nicht zuerkannt bekommen, denn gem. ZP Nr. 32 a) dürfen anerkannte Hengste „keine phänotypisch erkennbaren nutzungsbeschränkenden Mängel aufweisen, die genetisch bedingt oder dispositioniert sind“. Die von solchen Hengsten gezeugten Nachkommen sind also nicht züchterprämienberechtigt.“

    Danke an Herrn Dr. Uphaus für seine prompte Aufklärung.

    • Theo Epping sagt:

      Jetzt muss ich mich doch tatsächlich bei Racingman und natürlich Herrn Dr. bedanken.
      Blos der Grund ist für mich erschreckend. Das heißt doch, der Dachverfand hat sich den großen Nationen gebeugt und nicht nur der, auch das Landwirtschafts -Ministerium muss abgenickt haben, denn das ist nun mal die wirkliche Macht im Verband.

      • Theo Epping sagt:

        Bei nochmaligem, genauen Durchlesen und bedenken, stelle ich fest, dass ich recht hatte und habe, der Verband und das Landwirtschfts- Meinisterium sind aber einen fragwürdigen Kuhhandel eingegangen, der letztendlich aber keine bösen Folgen haben wird, denn kein Züchter mit Vernunft wir sich auf sowas einlassen, ausser vieleicht ein etwas verblendete/r Besitzer/in.

  79. Un Coeur B sagt:

    Hans Frömming, die Vollblüter, die Rennbahnen, das Drum und Dran, hatten etwas, Anziehendes und Einnehmendes, warum soll ich mir einen Kopf um Totalisator Bewegungen, Umsätze, oder anderes Renn technisches Zeug machen, das würde in eine Sack Gasse führen – eine gute Bekannte meinte ‘mal, dass sie den größten Respekt vor Menschen habe, die den Freitod wählen würden.

    • Theo Epping sagt:

      Es ist schon spät oder eben früh, darum nur kurz: Was bitteschön heißt denn “frei” im Zusamenhang mit Tot?

      Ja es braucht, ich weis nicht was aber nichts Gutes.

    • Un Coeur B sagt:

      Freiwillig unfreiwillig weggetreten, abgetreten, Freitod, Suizid, Selbstmord…Erika, 1926-2006, schlug mit ihrem Kopf auf die Toilettenschüssel, unbeabsichtigt und alkoholisiert, das große Haus, der große Swimming Pool, schützten nicht vor ihren Alkohol Eskapaden, nach dem Toilettenschüssel V0rfall lebte sie in einer anderen Welt, weit weg von Swimming Pool und großem Haus, davor mit viel Empathie und Verständnis für Suizid und Suizidale.

      • Theo Epping sagt:

        Ich mag Sie, das meine ich ganz ehrlich, aber Sie sind hier falsch. Was Sie brauchen, braucht hier jeder, nur ist das keinem klar…
        Na ja, fast keinem…

      • Theo Epping sagt:

        Nicht Sie sind hier falsch, das Thema ist hier falsch,

        wie fast überall. Was den Respekt für Selbst-Mörder angeht, der geht mir völlig ab. Diese Leute hinterlassen, oft unbeteiligten, fremden Mitmenschen ihre Überreste, Bilder die viele nie mehr aus dem Kopf bekommen. Nicht jeder drapiert sich schön säuberlich in seinem Bett.
        Für mich eine der übelsten Formen des Asozialen.

      • Un Coeur B sagt:

        Das kann man so sehen, aber auch ganz anders.

        Andreas Tiedtke, Rennbahn Dortmund-Wambel, seltsam im Nebel zu wandern, Leben ist Einsamkeit, keiner kennt den andern, jeder ist allein, die Vergangenheit zeigt uns Paradiese, T.Epping ein Link zur Vergangenheit, Nebos schaut in Erlenhof über den Zaun, Frau Batthyany ganz hinten sinnierend unterwegs, Frau Bscher in Zoppenbroich, auf Zoppenbroich, auch da T.Epping irgendwie involviert, alles kommt wie ein Idyll herüber und hinüber, war aber auch irgendwie ganz anders, egal, plötzlich Johannes Frömming in Paris-Vincennes, T.Epping ganz woanders und weit weg, die Franzosen skandieren Fromming Fromming, Frau Batthyany Anfang der 70er Jahre in Paris-Longchamp mit San San, Hans Frömming in Paris-Vincennes mir der anderen Stute, die ewige Wiederkehr des Gleichen und Desselben, so könnte es dann sein, oder auch nicht.

      • Racingman sagt:

        Un Coeur B, auf mich machen Sie den Eindruck eines Menschen, der schwer depressiv ist und der sich deshalb schleunigst Hilfe holen sollte. Anders als bei Andreas Tiedtke und bei Martin Rölke ist bei Ihnen der Blues schon festgetackert, was den Ernst der Lage unterstreicht. Das Allerletzte, das Sie in Ihrer Lage brauchen, ist der völlig unnütze Blücher Blog. Dass T. Epping Suizid-Opfer als Asoziale ansieht, finde ich menschlich erschreckend. Dies sollte für Blücher der finale Anstoß sein, den Blog endlich zu schließen.

        • Theo Epping sagt:

          Sie sind so dumm wie Bohnenstroh Racingman.
          Ich habe nicht die Selbstmörder als Asoziale tituliert, sondern ihre Tat.

        • Theo Epping sagt:

          … dies solte für Blücher der finale Anstoß sein,den Blog endlich zu schließen.
          Und wo wollen Sie dann Ihren trostlosen Tag zubringen, Sie …

        • Un Coeur B sagt:

          Geh der Dummheit aus dem Weg……ist ja egal wer das damals immer sagte.

          • Theo Epping sagt:

            Leichter gesagt, als getan, denn sie ist überall.

          • Un Coeur B sagt:

            Von der Dummheit der anderen kann man oft mehr profitieren als von seiner eigenen Klugheit.

            Man kann auch von einem Dummkopf etwas lernen, besonders, was man nicht tun soll.

            Ich meine, Sätze von Kostolany, aber nicht ganz sicher.

          • Theo Epping sagt:

            Ihre Unsicherheit, ist so sicher wie, Entschuldigung,das Amen in der Kirche.

          • Un Coeur B sagt:

            Nur Dummköpfe widersprechen sich nicht.

            Auch so ein Satz, aber jetzt überhaupt keine Ahnung von wem, von mir nicht, absolut sicher.

          • Un Coeur B sagt:

            Oder ?

  80. Racingman sagt:

    DEUTSCHER GALOPP KLÄRT AUF (Teil 2)

    Das Thema Kryptorchismus hatte T. Epping hier eingeführt, um damit seine (vermeintliche) Fachkompetenz in der Vollblutzucht zu demonstrieren, und dann widerlegte ihn der Galopp-Dachverband sauber. Hatte Theo wenigstens früher mal recht? Dazu habe ich Herrn Dr. Uphaus von Deutscher Galopp nochmals per E-Mail kontaktiert und ihm diese Frage gestellt:
    „Wäre Ihre Antwort an mich dieselbe gewesen, wenn Sie sie vor rund dreißig Jahren, also Anfang der 1990er Jahre, gegeben hätten?“
    Die Antwort von Dr. Uphaus: „Als Körungen noch eine hoheitliche Aufgabe des Staates waren und lt. der damals gültigen Version des Tierzuchtrechtes kein männliches Tier ohne vorher staatlicherseits gekört worden zu sein in den Zuchteinsatz gehen durfte, wurden Kryptorchiden meines Wissens nicht zur Zucht zugelassen, denn sie konnten aufgrund dieses Mangels nicht gekört werden. Der Körzwang wurde in der Tat so um 1990 herum aufgehoben und die Körungen in den Verantwortungsbereich der Zuchtverbände entlassen.
    Anerkannte Hengste dürfen bei uns wie bereits ausgeführt nach wie vor keine Kryptorchiden sein. Da hat sich also bei uns auch nach Aufhebung des Körzwangs nichts geändert. Allerdings hat sich die Internationale Gestütbuchkommission (ISBC) als oberste Instanz der weltweit organisierten Vollblutzucht insofern durchgesetzt, als dass die anerkannten Gestütbücher den Nachkommen von Kryptorchiden nicht die Eintragung als Vollblüter verweigern dürfen.“

    Danke nochmals an Hubert Uphaus (kein heuriger Hase, sondern ein Zuchtfachmann mit jahrzehntelanger Erfahrung) für diesen tollen Informationsservice.
    Warum ist T. Eppings Wissensstand noch auf dem Stand von Anno Zwieback? Ganz einfach: Weil er sich bereits vor knapp drei Jahrzehnten von der Vollblutzucht verabschiedet hat, damals noch keine vierzig Jahre alt. Fußball-Weltmeister Andy Brehme hatte früher mal eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker gemacht; heute gibt es diesen Beruf gar nicht mehr, sondern nur noch Mechatroniker.

    • Theo Epping sagt:

      Liebe Racingman, würden Sie sich heute mit meiner früheren Schwiegertochter, wie Sie eine, im Gegensatz zu Ihnen erfolgreich, Volljuristin unterhalten, wären Sie auch nicht auf dem neuesten Stand.
      Ihre Aussage bestätigt meine und wenn es Ihnen noch so quer kommt.

    • H.Schmelz sagt:

      Das Eilose Vererben, das Mysterium der Recherche, die Aufbietung aller Ressourcen. Uphof, Solon. Dinge, die die Welt bewegen. Ein heuriger Hase des Sandkastens, den keiner im Sandkasten kennt. Letztlich alles leblos dahin erzählt, fast möchte man sagen mutlos angesichts der Vereinsamung. Hingegegen Hans Frömming, ein Polyglott, wie er im Buche stand. Ein Mann, der anderen das Futter für Geschichten lieferte, wie auch Charles Grendel, der selbsternannte Eigentümer von Sea Cóve, der andere Geschichten lieferte, hochstapelnde vor allen Dingen.

      • Theo Epping sagt:

        Mit der Hase, den keiner kennt, bin ja wohl ich gemeint und Sie haben völlig recht. Dennoch bin ich sicher, Sie würden sich wundern, wer sich noch alles an den Stallknecht aus der zweiten Reihe, die natürlich von der breiten Masse nicht wahrgenommen werden, erinnern würde, ein paar leben sogar noch.

  81. Racingman sagt:

    Ich als Laie orientiere mich an der Einschätzung von züchterischen Fachleuten, und das ist Dr. Uphaus und nicht Ihre Schwiegertochter. Deutscher Galopp hat klar festgestellt, dass die Sichtweise von Kassandro richtig ist und dass Ihre falsch ist. Kassandro hate geschrieben, dass Kryptorchiden in der deutschen Vollblutzucht eingesetzt werden dürfen, und dass deren Nachkommen aber ohne Züchterprämie bleiben. Diese Interpretation ist von Deutscher Galopp so bestätigt worden, wie Sie oben lesen können. Sie, Theo, hatten oben behauptet: “Da sich Kryptorchismus vererbt, sind betroffene Hengste durch das deutsch Körgesetz von der Zucht ausgeschlossen.” Das ist falsch. Das war früher in den 1980er Jahren mal so. Wie sagte Dr. Uphaus: “Der Körzwang wurde in der Tat so um 1990 herum aufgehoben”. Dies hätten Sie durchaus wissen können, denn Sie waren ja noch bis 1994 in der Vollblutzucht tätig.
    Verwenden Sie jetzt bitte nicht Ihre brave Schwiegertochter dazu, Ihre eigene fachliche Inkompetenz zu überspielen.

    • Theo Epping sagt:

      Ich gebe mich auf ganzer Linie geschlagen, Herr Racinman, Sie haben recht und dennoch nichts verstanden, von dem was Sie so sorgfälltig recherchiert haben.

      Meine brave, ehemalige, Schwiegertochter würde Sie, auf Ihrem gemeinsamen Fachgebiet, am ausgestreckten Arm verhungern lassen, genauso wie der Herr Dr. Uphaus es mit mir gemacht hat, Ihrer Meinung nach.

  82. Racingman sagt:

    Die drei Small Talk Boys (Heinz/Theo/Schmelz) fallen für rennfachliche Diskussionen leider aus, aber vielleicht kann mir der zuchtinteressierte Kassandro oder ein bisher schweigend Mitlesender eine züchterische Frage beantworten. Es geht um die Mindestpopulationsgröße innerhalb eines Vollblutzuchtgebiets.

    Vor mehreren Jahren weilte Tony Morris zu einem Besuch in Deutschland, und anschließend brachte die Fachpresse einen Artikel über seine Erkenntnisse. Morris vertrat dabei die Ansicht, dass die deutsche Vollblutzucht eine Mindestgröße von tausend (?) oder 1.200 (?, das erinnere ich nicht mehr so genau) Mutterstuten brauche, um international wettbewerbsfähig zu sein. Das führt mich zu der Frage: Warum ist diese Mindestgröße nötig und warum gerade die Zahl von tausend Mutterstuten? Als Laie würde ich doch denken, dass ein kleines Rennsportland mit nur 200 hochklassigen Black-type-Stuten bessere Ergebnisse liefern müsste als ein Gemischtwarenladen mit tausend Mutterstuten, oder nicht?

    • Theo Epping sagt:

      Das liegt daran, das die Blacktype Stuten, genauso wie jede andere, einen 30% Trächtigkeits Ausfall haben und nur plus, minus 10% der geborenen Fohlen Blacktype erreichen. Bei 200 Stuten macht das 140 Fohlgeburten pro Jahr, 10% Blacktype machen dann ein übersichtliches Derbyfeld.

  83. Racingman sagt:

    Dieser 10 % -Anteil von Blacktype-Fohlen bezieht sich aber doch auf die gesamte Population, also von Maktoum am Top-Ende bis zu Lindenhof am unteren Ende. Wenn man bedenkt, dass Lindenhof in dreißig Jahren gerade mal ein Listenrennpferd hervorgebracht hat, muss die Blacktype-Quote bei Gestüten mit qualitätvollen Mutterstuten wie Schlenderhan oder Röttgen doch wesentlich höher als 10 % sein. Zwanzig Starter im Deutschen Derby finde ich aus logistischen Gründen auf einer engen Bahn wie Hamburg ohnehin viel zu viel; zwölf wären gut für einen einwandfreien sportlichen Verlauf und auch ausreichend für das Wettgeschäft.

    • Theo Epping sagt:

      Ich habe den Einwand schon erwartet, erhöhen wir auf 25 % dann sind es auch nur 35 pro Jahr. Bei den großen Gestüten müssen Sie berücksichtigen, dass die immer wieder, zum Teil lange Durststrecken haben.
      Tierzucht ist keine Fließband Produktion.

      • Theo Epping sagt:

        Ich habe mir Ihren Vorschlag, nur mit hochklassigen Blache Type Stuten zu züchten, durch den Kopf gehen lassen. Dann habe ich mir, meinen geringen Möglichkeiten entsprechend, einen simplen Gegenbeweis ausgedacht.
        Ich habe bei Galopp-Sieger die Liste der Gewinnreichsten Pferde aufgerufen und mir die ersten 10 – Torquaror Tasso bis Manduro – angesehen und zwar die ersten drei Mütter und deren Rennleistungen.
        Kein einziges dieser Pferde wäre je geboren worden, würde nur mit Blache Type Stuten gezüchtet,
        kein einziges.

        • Theo Epping sagt:

          Ich habe mir gerade noch
          Northern Dancer
          Birkhahn
          Ticino und
          Monsun angesehen.
          Die hätte es nie gegeben.

          Züchten ist kein Handwerk, züchten ist Kunst,
          und dann braucht es noch sollche Häschen wie mich, um diese Kunstwerke zu hegen und pflegen, zur Freude und zum Spass des erlauchten Pup-likums.

  84. Racingman sagt:

    In einem größeren Rennsportland wie Deutschland würde meine Strategie sicher nicht funktionieren, alleine schon weil man mengenmäßig eine große Anzahl von Durchschnittspferden braucht, um all die Rennen in Magdeburg, Mülheim und Quakenbrück zu bestücken. Eine Strategie, nur mit Blacktype-Mutterstuten zu züchten, könnte an einem kleinen Turfstandort wie Dubai klappen, wo es nur wenige Rennen, aber dafür viel Geld gibt.

    Das, was mich an der deutschen Zuchtstrategie wundert, ist der unterschiedliche Qualitätsanspruch, den man bei Deckhengsten und Mutterstuten ansetzt. Bei Deckhengsten wird ein GAG von 95 kg und tadelloses Exterieur gefordert, bei den Mutterstuten ist jedoch alles egal. Die Spanne zwischen dem besten und dem schlechtesten Deckhengst liegt gerade mal bei 10 kg (95 kg bis 105 kg), bei den Mutterstuten liegt die Spanne zwischen 45 kg und 95 kg, also einer Variation von rund 50 kg. Bei der Auswahl der Stuten hat ein Züchter also den größeren Hebel, um die Qualität des Nachwuchses zu verbessern – immer vorausgesetzt, man hält die Vollblutzucht nicht für ein Glücksspiel.

    Früher hatte einer meiner damaligen Besitzerkunden, der selber auch Züchter war, den Schwerpunkt in einem Fall mal ausschließlich auf den Hengst gelegt. Für eine Mutterstute, die auf der Rennbahn gar nichts konnte, hatte er einen sauteuren Coolmore-Deckhengst gebucht, und das daraus entstandene Ausgleich IV-Pferd hätte er auch preiswerter haben können.

    • Theo Epping sagt:

      Das ist gar nicht so verwunderlich.
      Eine Zuchtstute bekommt in 10 Jahren 7 Fohlen,
      ein Zuchthengst bringt es leicht auf 100 bis 200 und mehr Fohlen.
      Er reproduziert seine guten wie schlechten Gene um ein vielfaches öfter.

      Nehmen wir Röttgen als Beispiel.
      In Röttgen hat noch nie ein Stempelhengst, Dschingis Kahn ausgenommen, gestanden, die waren fast alle gut, aber nie klasse.
      Röttgener Stuten werden zuhause gedeckt oder gehen ins Ausland, kaum eine geht zu einem in Deutschland stehenden Hengst.
      Man hat immer großen Wert auf die Quallität der Stuten gelegt,
      bei den Hengsten war man nicht so wählerisch.
      Star Appeal stammt von Apiani, der ansonsten außer The Filli, die Mutter von Tiger Hill und das war sehr viel später, nichts vorzuweisen hat.

      Gut mal gut ist immer gut, aber keine Garantie.

      Sicher kann man seine nicht Rennstute durch einen mehr oder weniger teuren Hengst aufwerten und das kann auch klappen

      Nightlife – Rocket =
      Nightrockette – Petoski oder Platini usw.

      Salesiana – Marduk =
      Saite – Alkalde=
      Salde usw.
      oder eben nicht.

      • martin sagt:

        mal ein erfreulicheres thema. ein pferd namens WAUGH war als galopper für peter schiergen in frankreich unterwegs. wer hätte das gedacht. danke GO für die intelligente aufklärung

        • Theo Epping sagt:

          Aber doch wenigstens eine Aussage ist wiederholenswert:

          Vollblüter können alles!

          Natürlich nicht jeder einzelne, aber doch der Vollblüter als Rasse.
          Es gibt keine Nutzungsart für Pferde, für die man nicht irgendwo einen (mindestens) Vollblüter findet, der das kann. Den dazu passenden Menschen zu finden, ist sicher nicht leichter.

  85. Un Coeur B sagt:

    Ein Produkt aus der Mutter eines Derbysiegers – Vater Frankel, nicht Derbysieger, aber nicht der schlechteste, Waldemar Hickst jetzt der Trainer, wenn er so gut liefe wie er aussehe, dann alles in Ordnung.

  86. Un Coeur B sagt:

    Man wolle ihm alle Zeit der Welt geben.

    • Theo Epping sagt:

      Da frage ich mich, wem ich die Daumen drücken soll?
      Ich gönne ihm alles Glück der Welt, er wird es brauchen können.

      • Theo Epping sagt:

        Was muß man anstellen Persönlichkeit zu werden und dann auch noch des Jahres?

      • Un Coeur B sagt:

        Da wird man ausgeguckt, für die Galerie, es wird einem etwas vorgegaukelt, Pferd des Jahres, Persönlichkeit des Jahres, Tor des Monats.

        • Theo Epping sagt:

          Pferd des Jahres,
          kenn ich, das Schild hatten Marduk und Nebos an der Boxentür hängen.

          Zwei ehrliche Rennpferde, die in der Zucht nicht in Erscheinung getreten sind. Durch Saite hat Marduk sich sogar noch nachhaltiger vererbt als Nebos.

  87. H.Schmelz sagt:

    Krawattenmann der Woche, eine hübsche Abteilung geschaffen für Heinz Oestergaard, der nun auch schon lange tot ist. Nicht zu verwechseln mit dem “Hazy” Osterwald Sextett und Helmut Zacharias, dem schmachtenden Stehgeiger aus dem Kaffee Kranzler. Feuer Pfeiffe Stanwell ginge evtl. auch noch in dieser Parade der versunkenen Troubadore. Immerhin, der Rennsport hatte Margot Eskens und hat immer noch Toni Marschall und viele Amateure, die heimlich mitsummen und schunkeln. Denn siehe, der Rennsport ist vorzüglich im Kölner Umfeld verwurzelt, also summt und brummt es immer mit im Rennsport, als Basso Continuo. Ob Herr Fink eine Persönlichkeit des Jahres ist, weiß nur die Jury.

  88. Un Coeur B sagt:

    Tor des Monats, Turf Persönlichkeit des Jahres, Oberfläche hoch Zwei, der eine sagt x, selbst würde man vielleicht y sagen, oder auch gar nichts, gar niemanden, scheiß auf die Turf Persönlichkeit des Jahres, darf man hier nicht schreiben, das gäbe Ärger mit dem Betreiber…des Blogs…man weiß auch gar nicht, wer Turf Persönlichkeit 2023 ist, in Deutschland, wohl bemerkt, vielleicht der eine, vielleicht auch der andere, irgendwas wird die Persönlichkeit ja angestellt haben – einige findet man ganz gut, Ostermann, Miebach, Gudert, Letzterer wie er in Wambel zwei Meter entfernt die Bratwurst aß, andere findet man nicht so gut, wichtig tuend, mit dicker Zigarre, S.Freud rauchte auch viel Zigarre, später hatte er dann immer kleine Knöchelchen im Speichel, Mundkrebs…sie kommen und sie gehen, zumeist sehr oberflächlich, nach außen, was wirklich in ihnen hinter den Kulissen abgeht, nichts für die Öffentlichkeit, die Öffentlichkeit tappt, wie so oft und immer, diesbezüglich, im Dunkeln…das wirklich Interessante bleibt fast immer auf der Strecke

    • Theo Epping sagt:

      Ich kann mich noch daran erinnern, was ich dachte, als ich die Persönlichkeit des Jahres das erste Mal in Iffezheim, im Boxendorf gesehen habe.
      Egal wieviel der von Papa geerbt hat, Geschmack und Anstand war nicht dabei. Er kam daher geschlurft wie ein Penner, zottelige Friesur, zerrissene Jeans und Turnschuhe.

      Ein echtes Aushängeschild unserer Generation.

  89. Racingman sagt:

    WO IST BLÜCHER?

    Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Lange Zeit hatte ich mich gefragt, ob überhaupt noch jemand den Blücher Blog liest – mal abgesehen von den paar Vögeln, die hier immer ihre Belanglosigkeiten zum Besten geben. Und vor wenigen Tagen geschah das schier Unglaubliche: Ein treuer, aber schweigender Leser des Blogs kontaktierte mich per Mail. Was er mir vertraulich mitteilte, bleibt natürlich auch vertraulich. Dass Mr. X angesichts des „Niveaus“ des Blogs selber keine Lust verspürt, sich hier aktiv zu beteiligen, ist nur allzu verständlich. Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, ob Mr. X wirklich der Einzige ist, oder gibt es da draußen im Cyberspace vielleicht noch weitere Zeitgenossen, die den Blog lesen? Lassen Sie es mich bitte wissen:
    bolgheri(at)gmx.net
    Um nur für eine Handvoll Zeitdiebe zu schreiben, ist mir meine Zeit zu schade. Ein einziger Qualitätsleser wäre mir allerdings auch nicht genug.

    Die von mir gewünschten Änderungen am Blog hat Blücher nicht vorgenommen, nein, er hat hier überhaupt nichts mehr unternommen. Und das schon lange. Mails beantwortet er wohl auch nicht mehr. Hat jemand ihn in den letzten Jahren auf einer Rennbahn gesehen? Bitte Nachricht. Die Website Galopp-Sieger.de ist so aktuell wie eine Ausgabe der Sport-Welt aus der Ära Kammerinke. Der letzte Eintrag im Gästebuch stammt aus dem Jahre 2010 von einem Süchtigen aus Frankfurt: „Habe diese Seite dem Bundesamt für Suchtgefährdung gemeldet!!“ Ja, nee, is klar… Entzugskliniken bieten Drogensüchtigen darum nun zwei Therapien an: entweder Methadon oder Galopp-Sieger.de.

    Seit mehr als einem Jahr kein neuer Blücher-Artikel mehr im Blog. Die Firmenwebsite rumstich.de sieht auch nicht aus wie die Internetpräsenz einer aktiven, um Kunden bemühten Softwareschmiede. Also, was ist da los? Im Dortmunder Slang rufen wir ihm zu: Nobby, bitte melde dir! Neue Mitgliedskandidaten des Blog (falls vorhanden) würden dann ja wohl auch nicht mehr freigeschaltet, oder? Also müsste die biologische Lösung die Zahl der letzten Überlebenden sukzessive verringern, bis irgendwann gar keiner mehr da ist. Der Letzte macht das Licht aus, nicht vergessen.

    • Theo Epping sagt:

      So sieht das Leben eines Menschen aus, der absolut keine Aufgabe mehr hat, manche nennen es auch einfach trostlos.

      • Theo Epping sagt:

        Ich dachte immer mein Leben sei vertan, Sie Racingman sind meine Rettung, so unnütz wie Sie bin ich noch lange nicht.

        Danke dafür :-)

  90. Racingman sagt:

    BLÜCHER BLOG QUIZ
    Wie viele Male klickt T. Epping durchschnittlich pro Tag in den Blog?
    a) bis zu 10 x
    b) 11 – 15 x
    c) sein Leben spielt sich komplett im Blog ab

    • Theo Epping sagt:

      Um eine Frage von so weitreichender, interlektueller Tragweite stellen zu können, muss man wenigstens drei Akadenische Studiengänge abgesessen haben.

  91. Racingman sagt:

    Dann ein etwas einfacheres Thema. Es ist Februar, es ist Karnevalszeit, und bald ist es wieder soweit: Wie jedes Jahr um diese Zeit schickt Familie Epping ihren knarzigen Theodor für eine Woche in den Harz… damit er während der tollen Tage die Stimmung im Rheinland nicht vermiest.

  92. Un Coeur B sagt:

    Das Hazy Osterwald Sextett und Helmut Zacharias mit seinem ewigen charmanten Lachen und Lächeln sprechen für sich, so wie Snoop Dogg

    http://www.youtube.com/watch?v=QZXc39hT8t4

    Das Hazy Osterwald Sextett, Helmut Zacharias, Snoop Dogg und Turf Persönlichkeit des Jahres nehmen und geben sich nicht viel.

  93. Racingman sagt:

    DER NORDWESTEN TRAF SICH

    Es gibt in Deutschland einige Stadtteile und Vororte, die etwas besonderer als die breite Masse sind: etwa München-Grünwald, Düsseldorf-Meerbusch oder auch Hamburg-Blankenese. In Blankenese gibt es solche Menschen, die dort schon immer wohnten wie die millionenschwere Klimaschützerin Luisa Neubauer, daneben aber auch Zugereiste, wie zum Beispiel den Hannoveraner H.J. Schmelz, der dorthin einheiratete. Die älteren unter uns (also alle) werden sich noch erinnern, dass die Schmelz-Heirat nach Blankenese (sein, äh, persönlicher Super Bowl) sogar mal Gesprächsthema in einem früheren Turfforum war! Neben HJS wohnt auch noch ein weiterer Turfist in Blankenese, nämlich der Rechtsanwalt Hans-Ludolf Matthiessen, vom seinem rennsportlichen Nachbarn ein paar Straßen weiter liebevoll „Pempi“ getauft.

    Pempi ist einer der wenigen Turffunktionäre, die fachlich Ahnung haben, und diese Spezies darf sich deshalb praktisch fast alles erlauben, eben weil man sie unbedingt braucht. Als Matthiessen bei den Hamburger Trabern gehen musste, verdingte er sich einfach bei den Galoppern. Inzwischen sieht Matthiessen seinen 80. Geburtstag schon seit zwei Jahren im Rückspiegel, doch das hindert ihn nicht daran, unverdrossen weiterzumachen. Kürzlich war er als Funktionär bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes Nordwestdeutscher Rennvereine e.V. in Verden dabei. Davon hier ein Fazit.

    Tippen Sie doch mal, welchen Platz der Harzburger Rennverein beim Wettumsatz der deutschen Veranstalter 2022 belegt hat. Na? Antwort: Platz 5! Alle Achtung, der Elektro-Ahrens. Englisch kann er zwar nicht, aber dafür weiß er, wie Halligalli-Event geht. Interessant ist der Wettumsatzvergleich von Ost und West. Magdeburg an seinem stets publikumsstarken Vatertag mit beachtlichen 140.000 Euro, während das seit Jahrzehnten wettschwache Bremen 200.000 Euro bei seiner einzigen Veranstaltung zusammenbrachte. Einer von diversen Belegen, dass die Bundesrepublik auch mehr als drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall noch immer aus ZWEI verschiedenen Ländern besteht – so jedenfalls meine persönliche Meinung.

    Das Duhner Wattrennen hatte bei seiner letzten Austragung nur 3.800 Zuschauer statt der erhofften 10.000 Fans – ein fettes Minus in der Cux-Kasse. Mehrere Veranstalter im Nordwesten monierten die hohe Gebühr für die Rennbahnabnahme durch Deutscher Galopp. 500 Euro kassieren die Weidenpescher jedes Mal dafür. Die Galopprennbahn Verden will 2023 auch wieder veranstalten. Wie Hans-Ludolf Matthiessen bei der Jahreshauptversammlung der Nordwestdeutschen mitteilte, sei die Stimmung im deutschen Galopprennsport leicht positiv.

    Bei den Trabern schaut es hingegen zappenduster aus. Laut Trabertrainer Manfred Walter, seit Jahrzehnten der König der C-Bahnen, sind in Norddeutschland derzeit nur noch 60 Traber im Training. Holy Moly! Trotz weiter Anreisen laufen die trabenden Startpferde aus dem Norden lieber im Ausland wegen der dort höheren Gewinnmöglichkeiten. Umso unverständlicher ist es, dass der Hamburger Senat den Umzug der Traber von Bahrenfeld nach Horn mit 30 Millionen Euro fördern will. Rausgeschmissenes Steuergeld. Wahrscheinlich wird es dazu aber gar nicht mehr kommen, denn der genervte Senat hat den Trabern nun eine Umzugsfrist bis Ende 2024 gesetzt. Bis dahin werden die es aber mit der Doppelrennbahn nicht schaffen.

    HRC-Vize Volker Linde und sein Groupie Kassandro äußerten sich in früheren Turfforen schon zustimmend zum Doppelrennbahn-Projekt. Ts, ts, ts, ausgerechnet der sonstige Knickerknochen Kassandro will 30 Millionen Euro in eine Totgeburt investieren. Wenn es sich nicht um das eigene Geld, sondern um dasjenige der Steuerzahler handelt, tut man sich natürlich leichter – ein schönes Beispiel dafür, warum der Staat niemals mit seinem Geld auskommen wird. Eben weil jeder Bürger seine persönlichen Partikular-Interessen bedient haben will und weil die Politiker dem Drängen nachgeben, um sich das Wohlwollen ihrer Kundschaft zu erhalten. Was die meisten Bürger aber anscheinend nicht begreifen: Die Staatsschulden von heute sind die Inflation und die Steuern von morgen.

    ******************

    Falls Sie auch weiterhin Hintergrund-Infos aus dem Turf lesen wollen, müssen Sie mir mailen: bolgheri(at)gmx.net Für Theo & Co zu schreiben, wäre für mich Zeitverschwendung.

    • Theo Epping sagt:

      Und das wollen wir Ihnen, im eigenen Interesse, nicht zumuten!!

    • Theo Epping sagt:

      Sollten Sie auch weiterhin totgelabert werden wollen, teilen Sie mir bitte Ihre Schmerzgenze von
      1 bis 10 mit, ab 7 sind Sie meine wenige Zeit nicht mehr wert.

      • Racingman sagt:

        Der Unterschied zwischen Kassandro und Theo: Während Ersterer zu einer rennfachlichen Antwort in der Lage ist, leistet T. Epping mal wieder einen geistigen Offenbarungseid.

  94. kassandro sagt:

    Meine Zustimmung zur Doppelrennbahn hielt sich wie bei fast allen stets in sehr engen Grenzen. Deshalb ist das Projekt auch nie richtig vorangekommen. Im Grunde glaubt mittlerweile auch keiner mehr daran. Dadurch dass Bahrenfeld als Gelände für die Immobilien-Entwicklung frei geworden wäre, wären die 30 Mio. für die Doppelrennbahn auch mehr als gegenfinanziert. Irgendwann wird es allerdings dazu kommen, dass in Hamburg ein wie in Bremen ein dem Pferdesport negativ gesinntes Regime an die Macht kommt und Bahrenfeld ohne die 30 Mio. platt macht. Insofern ist das Verschieben auf die lange Bank keine gute Strategie.
    Ich selber war eigentlich der Meinung, dass man auch die Horner Rennbahn dicht macht und im Speckgürtel von Hamburg eine ganz neue Doppelrennbahn als Kristallisationspunkt für viele Aktivitäten rund ums Pferd aufmacht. Das wäre auch wirtschaftlich durchaus sinnvoll, denn dort haben sehr viele reiche Leute ihre großzügig angelegten Villen. Ein typisches Beispiel ist der ehemalige Film-Ort Bendestorf, wo auch der Skandalfilm “Die Sünderin” gedreht wurde. Man wollte schon die verfallenen Filmstudios abreißen, um Platz für weitere Villen zu schaffen. Dazu ist es bislang nicht gekommen, obwohl ich schon lange nicht mehr dort war. Es gibt dort auch sehr viel Platz, der teilweise für Pferdekoppeln genutzt wird. Bendestorf & Co, dort ist die neue Elbchaussee. Dort vermiesen auch keine Ideologenbirnen den Reichen und Schönen das Leben mit Kulturbereicheren wie z. B. in Blankenese, obwohl sich auch dort viele vermögende Weltverbesserer niedergelassen haben. Aber Moral hat bekanntlich doppelten Boden. Vor der eigenen Haustür will man nichts von den Folgen der ideologischen Niedertracht zu tun haben.

  95. Racingman sagt:

    Bei nüchterner rennfachlicher und wirtschaftlicher Betrachtung ohne ideologische Verbrämung sieht die Lage in Hamburg so aus: Der entscheidende Grund, warum die Doppelrennbahn bisher nichts wurde, liegt in der fehlenden Finanzierung durch die PHR GmbH, der gemeinsamen Firma der Hamburger Galopper und Traber. (Die Tatsache, dass der Geschäftsführer der PHR seit vielen Jahren in Skandinavien wohnt, ist ja auch bezeichnend.) Der Senat fordert völlig zu Recht, dass die Doppelrennbahn mindestens zehn Jahre lang wirtschaftlich tragfähig sein muss. Da jeder weiß, dass die Rennbahn Verluste schreiben wird, geht es darum, wer die Verluste tragen wird. Auf der Galopperseite scheint sich Atti Darboven diesbezüglich committed zu haben, doch das Pendant auf der Traberseite fehlt. Die milliardenschwere Herz-Familie vom Gestüt Lasbek könnte das zwar aus der Portokasse stemmen, will aber offenbar bisher nicht. Deshalb die ewige Hängepartie.

    Dass der Hamburger Senat irgendwann mal die Faxen dicke hat, finde ich ich mehr als verständlich. Ich hätte den Rennsportlern schon längst den Stecker gezogen. Ende 2024 soll nun Schluss sein, weil der Senat das Bahrenfelder Gelände ab 2025 für die Science City und den Wohnungsbau braucht.

    Als vor sehr langer Zeit die rennsportlichen Optionen in Hamburg durchdiskutiert wurden, war auch eine neue Doppelrennbahn südlich der Elbe im Gespräch, allerdings nicht so meilenweit weg wie der von Kassandro vorgeschlagene Standort Bendestorf. Es gab anscheinend gute Gründe, sich nicht dafür zu entscheiden. Doch wie weit draußen darf ein Turfstandort eigentlich liegen?

    Frank Stronach musste beim Magna Racino leidvoll erkennen, dass Europäer und Nordamerikaner ein unterschiedliches Verhältnis zu Distanzen haben. Der Standort Ebreichsdorf ist zwar gut über die Autobahn zu erreichen, hat aber keinen S-Bahn-Anschluss. Das Gleiche hätte auch für Bendestorf gegolten. Hoppegarten ist auch draußen, aber immerhin noch in Stadtnähe und mit direkter S-Bahn-Verbindung ins Stadtzentrum. In München wollten die Traber den angedachten neuen Standort Maisach, den der Daglfing-Käufer erworben hatte, nicht, weil es ihnen zu weit draußen war – trotz direkter S-Bahn in die City.

    Selbst wenn viele reiche Leute in Bendestorf sich eintausend Trabrennpferde zugelegt hätten, wäre dadurch noch keine einzige Rennveranstaltung finanziert. Rennveranstaltungen werden in erster Linie durch die Wetter und Sponsoren finanziert, und an Beidem fehlt es im deutschen Trabrennsport. Dass die Zahl der Startpferde bei den norddeutschen Trabern bald nicht mehr ausreichen würde, hätte auch ein Stevie Wonder schon vor Jahren sehen können. Es wäre einfach nur ehrlich, wenn die Hamburger Rennsportler das Projekt Doppelrennbahn nun auch offiziell beerdigen würden.

    • Theo Epping sagt:

      Wissen Sie, Racingman, warum Sie in Ihrem Leben nie erreicht haben, was Sie sich einbildeten, dass es Ihnen zusteht.
      Ich sage es Ihnen, Ihre großspurigen Worte haben nicht mal 24 Std. Bestand, sie sind nichts wert, Ihre unmengen von Wörtern.

    • Un Coeur B sagt:

      Das ist richtig.

  96. Theo Epping sagt:

    Winfried Engelbrecht-Bresgens, kleiner Mann, ganz groß!

    Gemocht haben ich ihn trotzdem nie besonders, seine Strategie war doch zu offensichtlich…
    Er versteht es aber, sein Überego zu verbergen und die Sache in den Fordergrung zu stellen.

  97. Racingman sagt:

    In Hongkong scheint WEB ja sehr erfolgreich zu sein, weil er dort das passende Umfeld für seinen Managementstil vorfindet. Im Direktorium fand ich seine Bilanz dagegen katastrophal:
    * Er hat die Buchmacher zu Vertriebspartnern aufgebaut, d.h. er hat den Fuchs zum Aufseher im Hühnerstall ernannt. (halb Wettbewerber, halb Vertriebspartner = ein bisschen schwanger)
    * Er hat das aufkommende Thema Internet komplett verpennt.
    * Er hat enorm viel Zeit und Energie (erfolglos) investiert, um den Lottoblock als Partner für eine neue Großwette (wie RennQuintett) zu gewinnen.

    • Theo Epping sagt:

      Wie geschrieben,
      Engelbrecht-Bresges ist in der Lage sein Ego hintan zu stellen, andere eher nicht.

    • martin sagt:

      nicht zu vergessen,NEUSS mit einem riesigen schuldenberg versenkt,oder zumindest stark angeschossen

      • Racingman sagt:

        Da sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an. Sachlich war der Bau der Sandbahn und der Flutlichtanlage natürlich im Prinzip richtig – vorausgesetzt, der Rennverein kann sich das finanziell leisten. Konnte der Neusser Verein aber nicht. Auch in Iffze (ohne WEB) mal ein ähnlicher Fall mit dem Bau der Tribüne – hat den dortigen Club in die Pleite gebracht. Das große Problem des deutschen Turfs ist, dass man das Geld für die notwendigen Investitionen nicht erwirtschaften kann.
        In Hongkong passen Topf und Deckel zusammen, und deshalb hat WEB da auch Erfolg. In Weidenpesch wollte er mit dem Personal nicht mitklüngeln, und durchregieren ging in dem Proporzstadl schon mal gar nicht.
        Ich habe WEB mal in einem Gespräch kennengelernt, in dem er eine derart unbescheidene Aussage über sich selbst machte, dass mir glatt die Spucke wegblieb. Erst dachte ich, der meint das selbstironisch, aber nein, es war ernst gemeint.

      • Theo Epping sagt:

        Ich habe keine Ahnung ob oder was er falsch gemacht hat. Ich weis nur, dass er als Jugendlicher Fussballspieler, nicht mal Reiter, war und dass er, seit er damals ins Gestüt gekommen ist einer der mächtigsten Männer im Rennsport, weltweit, geworden ist. Das bedeutet auf jeden Fall, dass der Mann ein hervorragendes Navi hat.

  98. Un Coeur B sagt:

    Manchmal trifft man die falsche Entscheidung und landet beim richtigen Ergebnis, und umgekehrt, man trifft die richtige Entscheidung und landet beim falschen Ergebnis.

    • kassandro sagt:

      Erinnert mich an einen meiner Sätze aus der Pandemenz: Die Ungeimpften haben aus irrationalen Gründen das Richtige, die Geimpften aus rationalen Gründen das Falsche gemacht. Die Ratio war dabei der überwältigende Konsens der Medizin, gegen den wir Ungeimpften uns gestemmt haben, aber im Herbst 2021 zerbröselte diese Ratio. Hätte man damals den Irrtum eingesehen, wäre das ganze noch verzeihlich gewesen, aber man wurde immer wütender über das Versagen, das man nicht wahrhaben wollte, und schob den Ungeimpften die Schuld dafür zu. Die Pandemie habe ich schon im Februar 2022 für beendet erklärt, die Pandemenz ist das noch lange nicht.

      • Theo Epping sagt:

        Sie haben völlig Recht.
        Ich habe, für mich in meinem Eigenheim, Corona schon immer, als den Dritten Weltkrieg bezeichnet.
        Für sowas braucht es natürlich zwei Lager und die brauchen Namen.
        Für mich heißt der eine Kriegstreiber Lauterbach und die Pharmaindustrie und die Gegenseite heißt

        KASSANDRO UND EVA MARIA LIMMER.
        Das Kind muss ja einen Namen haben.

        Wüsten Sie wirklich wovon Sie da reden, hielten Sie den Mund und hofften auf das Beste.

        Demokratie ist ein, mindestens, zweischneidiges Schwert …
        oder war es ein Pflug?

  99. H.Schmelz sagt:

    To quote Donald Rumsfeld:

    “there are known knowns; there are things we know we know. We also know there are known unknowns; that is to say we know there are some things we do not know. But there are also unknown unknowns – the ones we don’t know we don’t know.”

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    • Un Coeur B sagt:

      War Donald Rumsfeld so reflektiert wie man selbst, etwas beunruhigend, oder hat er es nur irgendwo geklaut, so wie man selbst das eine oder andere klaut bzw. adaptiert.

      • Theo Epping sagt:

        Es gibt so viele Menschen auf dieser Welt, da ist es doch geradezu unmöglich, dass Gedanken nicht ,so oder ähnlich, von vielen gedacht werden.
        Ich finde das nicht beunruhigend, eher bestätigend.

      • Un Coeur B sagt:

        Ja, das ist wohl so.

        Belanglos, aber was ist schon von Belang, so richtig eigentlich…nichts, vielleicht kurzfristig…+ dann kommt die Zeit + macht alles weg, den Bach hinunter…relativiert allen wichtigen Belang…auch den des Galopps………so ungefähr.

        Winfried Engelbrecht-Bresges mit der Entscheidung Hong Kong, die Entscheidung ursprünglich eher falsch, im Laufe der Zeit aber dann mehr als richtig.

        Solange Galopp nicht in Arbeit ausartet, die schönste Nebensache der Welt, 2x so schön wie Fuß Ball.

        Trainer, Funktionäre und andere Aktive mögen anders denken, aber egal.

        Sie ist in Klinik, Laufwege jetzt anders.

        Das Schreiben relativiert alles etwas. besonders das alltägliche Bla Bla, sie kann nicht ohne TV.

        Langeweile eigentlich überhaupt nicht, damals in Auschwitz auch nicht viel Langeweile.

        Nein, ohne Langeweile, hat jetzt, 2023, eine Qualität, immer noch…..Seite 12: Manchmal wünsche ich, ich könnte mich langweilen, dass es nichts zu tun gäbe und die Zeit schwer auf meinen Händen lasten würde. Aber ich bin mit einem Kopf gestraft, vielleicht gesegnet, ich weiß es nicht, der unaufhörlich arbeitet. Die Gedanken reißen nie ab.

        Selbst eher gesegnet.

  100. Racingman sagt:

    T. Epping will hier angeblich über Pferde schreiben. Warum tut er’s dann nicht? Ich warte.

  101. Racingman sagt:

    Theo Epping sagt:
    24. Januar 2023 um 19:31
    “Das glaube ich ganz und gar nicht, ich bin sicher das der Blücher Blog für Leute gedacht ist, die sich für die Pferde interessiern und die über die praktischen Themen rund ums Pferd austauschen wollen.”
    *****************
    Los, Galopp!

    • Theo Epping sagt:

      Ich war mir sicher, dass Sie gleich losslaufen und das Stöckchen brav aportieren würden. Wofür hat man seine Suchhunde?

      Wenn es auch volle 4 Std. gedauert hat.

      Da steht austauschen, da steht absolut nichts über referieren und dozieren.

      Sie verkünden, ich antworte oder auch nicht.

    • Racingman sagt:

      Ihr Statement vom 24. Januar war nur heiße Luft, denn Sie wollen sich ja gar nicht über Pferde austauschen – das würde nämlich eine Leistung Ihrerseits erfordern. Dazu sind Sie weder willens noch in der Lage, weil Sie seit dreißig Jahren aus der Vollblutbranche raus sind. Und was machen Sie, wenn Racingman hier nichts Thematisches schreibt und Sie dann nicht mit einem destruktiven Zweizeiler antworten können?

      • Theo Epping sagt:

        Ich warte bis jemand, der etwas von Pferde versteht etwas schreibt.
        Ich bin ganz und gar nicht auf den Rennsport angewiesen, ich habe nur das Pferdevirus und ganz besonders haben es mir die Vollblüter, als Pferde und nicht als Sportgeräte, angetan.

        Seien Sie nicht so unangebracht negativ und herablassend, dann lasse ich Sie auch Ihren Mumpiz verzapfen.

        Schönen Abend!

        • Racingman sagt:

          Ich möchte es mal erleben, dass Sie VON SICH AUS ein Fachthema bearbeiten, anstatt nur als Racingmans Pudel zu nerven.

          • Theo Epping sagt:

            Ich möchte mal erleben, das Sie nicht so schmalbrüstig herumkriechen, wenn Sie sich mit mir zanken wollen, stehen Sie gefälligst aufrecht, Sie Hampelman.

    • kassandro sagt:

      Am 24.01 gab es auch die für mich unbegreifliche Meldung vom Ende des Burgturniers in Nörten-Hardenberg:
      https://www.psvhan.de/verband/newsticker/3452-hardenberg-burgturnier-entfaellt-2023.html
      Über etliche Jahrzehnte baute man sich einen weltweiten Ruf für dieses Reitturnier zu Fuße der alten Burgruine auf. Ein wirklich einzigartiges Ambiente. Das Hauptturnier, die Goldene Peitsche von Nörten-Hardenberg, ebenso wie die Qualifikation einen Tag vorher, wurden vom NDR mit mehrstündigen Live-Übertragungen begleitet. Trotzdem ist jetzt alles aus. Ich wollte dort auch Mal dabei sein. Da komme ich jetzt zu spät. Offenbar wurde vom Landkreis Northeim nichts unternommen, um das mit Abstand bedeutendste Sportevent der Region zu retten. Der Graf scheint in wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu sein.

  102. Un Coeur B sagt:

    Schlafen jetzt mit Triccie in Schützenstraße, parallel zur Schützenstraße Blücherstraße mit Blücherpark, weiß dort jemand wer Blücher war, nur sehr wenige, einige…einige wenige, aber auch das nicht von Belang.

    Wenn man nicht mit dem Herzen bei einer Sache ist, dann ist man nicht bei der Sache, man sollte sich dann irgend etwas anderes suchen, da hilft dann auch alles Wissen und alle Bildung nicht, Über Gelehrsamkeit und Gelehrte aus Parerga und Paralipomena, nein, das will man nicht mehr lesen und sich antun.

    Die Leute mit dem nötigen Know how entschieden sich in Recklinghausen für den Tribünen Neubau, heute weiß man nicht, wie man sie, die Tribüne, beseitigen soll, auch beim Galopp viele mit viel Know how, wenn sie sich zusammentun, zusammentäten, könnte es kritisch werden.

    • Theo Epping sagt:

      Sie wachsen einem ans Herz, die kleinen Biester.

      Wie nötig muß man es den wohl haben, wenn man, faktisch, fremden Menschen sein bescheidenen Wissen aufdrängen will?

      Wer ein fachliches Problem hat, wird wohl kaum zuerst in einem Blog die Lösung suchen, sondern Freund, Bekannte oder seine Literatur befragen, ok, heute werden die meisten Google fragen.

      All diese theoretischen und geschäftlichen Artikel, die uns hier vorgelegt werden, kann jeder, den es interessier, woanders erfahren und nach Lust und Laune disputieren

      Meine destruktiven Zweizeiler zielen in den meisten Fällen auf die Art und Weise des Schreibers im Umgangs mit den als unfähig und dumm dargestellten ab.

      Da kann ich nur sagen:
      Wie man in den Wald ruft, …

      Wer zu sensibel ist, darf nicht auf den Spielplatz gehen!

      PS.: Selbst als ich 7 Wochen mit kompett eingegibstem Bein im Krankenhaus lag, hatte ich nicht das kleinste Bisschen Langeweile.
      Mein Rat: Bücher, Bücher, sie sind auch eine Sucht.

      • Racingman sagt:

        Das Traurige ist, dass Sie hier jedes aufkommende Fachthema zuverlässig totquatschen und bereits im Keim ersticken wollen. Selber fachlich etwas beisteuern können Sie nicht, also treten Sie die Flamme lieber aus. Das schreckt potenzielle seriöse Interessenten davon ab, selber hier aktiv zu werden. Schade! Der schweigend hier mitlesende Qualitätsleser, der sich aus eigenem Antrieb bei mir gemeldet hatte, blieb der einzige. Nur für einen einzigen ernsthaften Leser Fachbeiträge zu schreiben, lohnt sich für mich nicht, deshalb verzichte ich in Zukunft auf die Mühe.

        Ein aktuelles Thema, das in einem ernstzunehmenden Turfforum eine Rolle hätte spielen können, wäre etwa die Absage des einzigen Haßlocher Renntages. Nicht die Absage an sich ist ein Trauerspiel, sondern der Grund der Absage: weil der Galopp-Dachverband den Pfälzern ihren Traditionstermin zu Gunsten des großen Baden-Baden geklaut hatte. Leider zählen die Belange der kleinen Rennveranstalter beim Direktorium seit jeher so gut wie gar nichts. Und die Absage des Iffzer Winterzauber-Renntages wurde bisher eisern medial totgeschwiegen. Eine Exklusivnachricht des Blücher Blogs, die man andernorts eben nicht lesen konnte.

        • Theo Epping sagt:

          Was bin ich doch für ein furchteinflössender Hitman,
          wow!
          Was meinen Sie, Racingman, soll ich mich in Zukunft so verkaspern oder steht mir das als Stallknecht nicht zu?

          • Racingman sagt:

            Die Antwort haben Sie sich im Blog doch schon selbst gegeben:
            Theo Epping sagt:
            30. Januar 2022 um 09:47
            „Manchmal sollte man eben nicht nur die Tür, sondern auch die Klappe geschlossen halten.“
            *************************************

            In jeder Klasse gibt es mindestens einen Schüler, der leistungsmäßig mit den anderen nicht mitkommt und der deshalb den Clown oder Krakeeler gibt, um Aufmerksamkeit zu bekommen. In der Blücher Blog-Klasse heißt der Betreffende Theodor.

          • Theo Epping sagt:

            Racingman, Sie armer Tropf,
            der Klassen – Clown ist in aller Regel der inteligenteste in der Klasse und nicht der, der nicht mitkommt, sonder der, der unterfordert ist, deshalb hat er viel Zeit für Unfug zwischendurch.

            Beim Krakeeler, der Sie höchstwahrscheinlich waren, sieht es ganz anders aus, da haben Sie mit Ihrer Einschätzung ganz recht.

            E.M.L. gibt immer vor, mich führen zu wollen, Sie reden sich ein, mich vorführen zu können,
            besonders erfolgreich seit Ihr ja beide nicht.

        • Racingman sagt:

          Die Stellungnahme des Haßlocher Rennvereins von seiner Website:
          “2023 findet leider kein Renntag statt. Trotz hervorragender Anlage und professionellem Geläuf sowie optimal finanzierten Rennplanungen, wurde der für Haßloch geplante Renntag nun von Seiten des Verbandes an einen anderen Rennort vergeben. Der Pfälzische Rennverein Haßloch e.V. ist nicht bereit, für unattraktive Termine bereit zu stehen und dadurch ein wirtschaftliches Risiko einzugehen. Der Vorstand hat daher einstimmig beschlossen, 2023 keinen Renntag durchzuführen. Wir bedauern diesen Umstand sehr, sehen aber aufgrund dieser Verbandsentscheidungen keine andere Möglichkeit. Für 2024 ist der in Haßloch traditionelle Renntag an Christi Himmelfahrt 09. Mai 2024 geplant.”

  103. Racingman sagt:

    Noch eine Exklusivnachricht des Blücher Blogs: Der aus Köln stammende Sport-Welt-Kolumnist Ahmet Dehner ist Parteimitglied und Funktionär der LKR (Liberal-konservative Reformer), einem von dem Ex-AfD-Chef Prof. Bernd Lucke gegründeten Sammelbecken unzufriedener ehemaliger AfD-Abgeordneten.

  104. Un Coeur B sagt:

    …des Blüchers Blog doch eigentlich nicht

    • Racingman sagt:

      Stimmt, formal betrachtet, aber der eigentliche Blücher Blog existiert ja seit über einem Jahr gar nicht mehr. Deshalb hat das Blücherforum klammheimlich die Rolle des Blogs okkupiert. Und alle Welt fragt sich, was Blücher jetzt so treibt.

    • Un Coeur B sagt:

      Und alle Welt fragt sich, was Blücher jetzt so treibt, ein wenig übertrieben, Blücher treibt das eine, selbst treibt man das andere.

      • Theo Epping sagt:

        Jetzt habe ich 72 Std. lang
        - niemanden totgequatscht
        - im Keim erstickt
        - und keine Flamme ausgetreten.

        Ihnen, Racingman, den Sandkasten unbehelligt überlassen.
        Dennoch sind drei von vier Beiträgen, Ihre eigenen.

        Der eine Reingrätscher ist auch nur ein Langweiler.
        Bitte um Verzeihung Un Coer B!

        Ihr heimlicher, mitlesender Qualitätsleser muss ja ein großer
        Hasenfuss sein.

        Heißt der vieleicht Harvey und ist Ihr … Freund?

      • Un Coeur B sagt:

        Entdeckung des James-Webb-Teleskops erschüttert bisheriges Bild des Universums, eigentlich nicht wirklich, auch eher langweilig und ohne Brisanz, The Tetrarch, the spotted Wonder, der aus der Ferne am Horizont immer noch winkt, winken tut, immer noch mit mehr Gehalt.

  105. H.Schmelz sagt:

    Das erste Licht, die Welt der Quasare, Maarten Schmidt, Mount Palomar. James Webb nun auch aktiv dabei. Agfa Clix mit Linsenspülung. Großer Bär und Klainer Bär. The Spotted Wonder auch ein Weltenwunder. Ich bin großzügig, ich kann es mir leisten, es gibt Wunder überall, für jeden was dabei. Die Welt der Sandbahnrennen zählt aber eher nicht dazu, mehr Klasse C, wenn man mich fragt. Andreas Tiedtke war sehr stolz auf Dortmund, ich habe ihm nicht widersprochen, das wäre nicht angebracht gewesen, er hatte skin in the game, ich nicht. F. hat mir heimlich ein T-Shirt bestellt, pechschwarz mit weißem Pfeil Emblem, darin in Rot verschlungen “KC”, Kansas City Chiefs, rechts am Ärmel das NFL Logo. Dazu die Wintermütze der Chiefs, Pudel in RotGelb mit Bommel. Beides auch in meinem Alter Zeichen der Verbundenheit über den Ocean hinweg, ein transatlantisches Band der Sympathie. Im Automobil eine Bolchendose leer, mit GrünSchwarz 96 Logo, in der Mitte, wo früher der Kardantunnel war. Ich hoffe, damit Passanten zu ärgern. Kindisch, ich weiß, aber es muß sein.

    • Theo Epping sagt:

      Es gibt doch nichts angenehmeres und inspirierenderes, als sinnvolle, intelligente Unterhaltungen.

      • martin sagt:

        aeußerst interessante begründung der besitzervereinigung,wegen der erhöhung der allgemeinen gebühren. muss man erstmal drauf kommen.es soll wohl alles verschlankt werden,basis sport weg,nur noch 1 bis 2 rennen für die grossen,weil andere gibts bald nicht mehr. irgendwie wärs andersrum besser

        • Theo Epping sagt:

          Irgendwie habe ich das ganz ander verstanden. Basissport weg. Wo steht das?

          • martin sagt:

            indem man alles teurer macht und den letzten aufrechten noch vertreibt. wer will sich das noch antun bei den rennpreisen, die erhöhungen gelten für sonntag,erster platz. andersrum wärs besser,jeder der nochn pferd kauft,muss belohnt werden.

          • Theo Epping sagt:

            Jeder kleine Bürger muss für Brot und Kartoffeln ordentlich draufzahlen.
            Wer glaubt sich ein Pferd halten zu müssen, der kann auch ein paar Gebühren mehr zahlen und wer das nicht kann, der sollte besser Briefmarken sammeln.

            Pferde sind der pure Luxus und der kostet,
            Punk und baste.

    • Un Coeur B sagt:

      Kindisch, ich weiß……….Seite 98…Das Wichtigste ist, sich Überlegenheit anzueignen und im Alter den Mut zu entwickeln, das zu tun, was Kinder taten, als sie noch nichts wussten….schnell gefunden die Seite, irgendwie etwas Wahres dran, aber im Alter auch immer ganz andere Probleme, die mit James Webb und The Tetrarch doch eigentlich sehr nebensächlich, aber irgendwie auch kurzweilig, gestern noch langweilig, heute eher kurzweilig.

  106. H.Schmelz sagt:

    In den Büchern findet man Halt und Erbauung. Je älter man wird, desto mehr schätzt man die Erfahrung, die andere gemacht haben, und die ihre Erfahrungen teilen. Von Weinberg gibt es Betrachtungen zu Intercontinental Raketen, ICBM. Heute wieder sehr en vogue, obwohl Vlad wahrscheinlich nicht zu den Lesern gehört. Was mag der lesen, liest der überhaupt irgendwas richtiges, oder nur alte Pornos aus sowjet Zeiten oder Kreuzworträtsel oder Foltergeheimisse aus 1000 Jahren? Raumzeit ist das Zauberwort, wenn sich Raum und Zeit in einem Ereignis treffen, praktisch in einem Punkt. Davor und danach schon wieder nicht oder noch nicht, je nach dem. Und weil das ja immer ein singuläres Ereignis ist, braucht man Reporter, Zeitzeugen, die das für andere beschreiben und erläutern. Daher auch Rennberichte, weil man ja nicht immer dabei sein kann. Die Sportwelt ist nur bedingt einsatzbereit, weil die Redakteure nicht viel sehen und wenig Geld verdienen. Oft hilft die Technik, das Wunderwerk der Menschheit. Buchdruck, Feuerzeug, Teflonpfanne. Den Rest kann man alleine.

    • Theo Epping sagt:

      Vöĺlig egal, was einer, oder eine, andere würden vielleicht jemand sagen, liest, Haubtsache, es liest überhaubt und wenn es eine Tageszeitung ist.
      Ob lesen wirklich bildet, weis ich nicht, ich lese Zeit meines Lebens viel und gerne, ob es was geholfen hat …

      Sisfahan war hervorragender sechter.

      Was veranstalltet der, sollten die Erster sein?

    • Un Coeur B sagt:

      Raumzeit, Raum und Zeit, die nächste Sonne, der nächste Stern, dachte Beteigeuze, aber gerade nachgeguckt, das stimmt nicht, Proxima Centauri der nächste Stern, nur 4,24 Lichtjahre entfernt, ein Katzensprung, auch wenn man mit allen Mitteln dieser Welt nicht zu ihm gelänge, ein Katzensprung gegenüber 12, 13 Milliarden Lichtjahren an Entfernung, das ist viel, beim Galopp geht es auch um Zeit und Raum, je schneller, desto Raum greifender, 2400 Meter in 2,30 Minuten ganz gut, 2,25 sehr gut.

  107. H.Schmelz sagt:

    Proxima Centauri, das nächste halbe Pferd, wenn man so will. Da spielen sich oft Science Fiction Geschichten ab, auch Alpha Centauri wird gern genommen als Kulisse. Immer wieder treffen sich die Geschichten, kreuzen sich fast in der >>>Raumzeit nach Minkowski. Pferde oft dabei, verlässliche Gefährten des Menschen, wenn es um die Wurst geht. Brauereiwesen, Holzabfuhr aus dem Wald, Dortmund Wambel. Winnetou! Wenn sich dann diese Punkte in der Raumzeit verbinden, spricht man von Geschichte, pl. Geschichten.

  108. Theo Epping sagt:

    Vieleicht sollten wir nicht zu tief in die Weiten der Prärie hinaus galoppieren.

    Übrigens, eine raumgreifende Galopparde führt nicht zwangsläufig zu einer höheren Geschwindigkeit, meist ist das Gegenteil der Fall.

    • Un Coeur B sagt:

      Proxima Centauri eher Ausgleich IV, Beteigeuze eindeutig mit Gruppe Status, Beteigeuze nicht der nächste Stern, vielleicht der hellste Stern am Nachthimmel, so könnte es gewesen sein, so kann es sein, Raum greifend, das passte irgendwie so gut, klang so schön, in dem Zusammenhang.

      • Theo Epping sagt:

        War nur der Versuch ein weing vom galaktischen Lichterglanz abzufangen.

        • Theo Epping sagt:

          Und schon wird er immer weniger!

        • Un Coeur B sagt:

          Ja, der galaktische Lichterglanz, meistens nicht so einnehmend, wie es der Begriff vorgaukelt, der Nachthimmel schön anzuschauen, aber so richtig hin will man nach Proxima Centauri oder Beteigeuze dann doch nicht, ungefähr so wie der Rennbahnglitzer, Letzterer etwas durchdacht dann meistens nur noch eine hohle Nuss, von den Vollblütern mal abgesehen, die eine Qualität für sich sind.

  109. H.Schmelz sagt:

    Wer will da hin, gute Frage, denn das Universum sieht überall gleich aus, da kann man auch hier bleiben. Es sieht auch von überall gleich aus, es gibt keinen Mittelpunkt, wenngleich die Katholiken das nicht glauben!!! mögen. Aber nach allem was man weiß, es ist so. Ich bezweifele aber, daß es irgendwo da draussen ein zweites Wambel gibt. Oder Neuss. Soweit geht mein Glaube nicht, obwohl ich es nicht wissen kann, nach Popper, denn wie will ich das falsifizieren? Ich kann ja schlecht überall hin reisen, um mich davon zu überzeugen, daß es wirklich kein zweites Neuss gibt, geschweige Wambel. Ich glaube es aber. Bin ich jetzt Katholik?

    • Theo Epping sagt:

      Glauben ist nichts Schlechtes!
      Sie H.Schmelz als Niedersachse sind von Haus aus evl. und obwohl Sie ein erklärter Ungläubiger sind, geben Sie Luther den Vorzug vor dem Papst, es sind immer die dumm Gläubigen Katholiken. Luther war, letztendlich, auch nur ein Despot.
      Prägung sitzt oft tiefer, als man es sich eingestehen möchte.

      Mir ist es völlig schnuppe ob es da drausen im Weltall noch ein Wambeln oder Neuss oder sonst was gibt. Ich habe mich als 13 Jähriger gefragt:

      Warum fliegen Menschen zum Mond, wo doch auf Welt so viel zu tun ist!

      Die Sucht nach immer weiter, schneller, höher und moderner ist Segen und Fluch der Menschen, egal ob auf der Rennbahn oder im Weltall.

    • martin sagt:

      viel wichtiger als die frage nach einem 2ten wambel,ist doch,ob die rennpreiserhöhungen,die sich die hohen herren gegönnt haben,den deutschen rennsport wieder auf die beine helfen. selbst guido schmitt zweifelr und föhlt sich der basis verbunden,.ein sehr guter aerikel bei onexrwo,nicht zu vergleichen mit der weichspülpresse aus köln. man wirds sehen,was passiert

      • Theo Epping sagt:

        Das ist doch ganz einfach zu beantworten:

        Geld verhällt sich genau wie Wasser, es fließt von oben, nach unten.
        Wenn oben nicht ist, kam unten nichts ankommen.

  110. Un Coeur B sagt:

    Ja, es wird da draußen Galopp in allen Facetten und Schattierungen geben, auch Trab, wenn man das weiß, irgendwie dann auch schon wieder langweilig, man geht da draußen auf Schalke, vielleicht ein Über Schalke, und denkt sich nicht viel dabei.

    Hier auf Erde, nachmittags der Rennbahnglitzer, abends dann der galaktische Lichterglanz, Beteigeuze gibt immer ihr bestes, Proxima Centauri von Erde nicht zu sehen, man nimmt ihn nicht zur Kenntnis, so, wie Racing Man.

    Wichtig ist auf Erde und aufm Platz.

    • Theo Epping sagt:

      Wichtig ist …
      ein Grund am Leben zu sein und wenn er noch so banal ist.

    • Un Coeur B sagt:

      Weiß nicht…..ist irgendwas wichtig, eigentlich nicht, oder…..Gleichgültigkeit gegenüber dem, was man allgemein für wichtig hält…..nichts so wichtig, dass es getan werden muss…..vor allem keine Störungen, keine Telefonanrufe, keine Besucher usw. usf.

      • Theo Epping sagt:

        … Störungen die eigentlich gar keine wären, kommt irgendwie bekannt vor.

        Nein, ich brauche keine Untergangs Theorien und keine negativen Leute, die alles noch schlimmer machen

        Es ist März, das neue Turfjahr fängt an, nach dem Derby, ist vor dem DERBY.

  111. Racingman sagt:

    Es bestätigt sich, was ich auch früher schon geschrieben hatte:
    * T. Epping hat gar nicht die Absicht, hier etwas über Pferde zu schreiben.
    * Sobald Racingman den Stecker zieht, ist hier inhaltlich tote Hose.
    * Fachbeiträge zu schreiben, lohnt sich für mich nicht mehr, weil ich hier meine Zielgruppe nicht erreiche.

    • Theo Epping sagt:

      Zum Ersten
      Zum Zweiten und
      Zum Amen.

    • martin sagt:

      vllt ist die go.redaktion die richtige zielgruppe,zusammen mit hschmelz,der freut sich auch über die wortkünste dieser redaktion. wo doch heure ein fast deutscher den bangalore -arc gewonnen hat.zwar nur väterlicherseirs aber immerhin deutsch,ostdeutsch aus görlsdorf. wichtig genug !!

      • Racingman sagt:

        Hier ein Forums-Tipp für Sie, weil Sie das Thema vielleicht auch als Galopper interessiert: die Diskussion im Hoofworld-Forum über den aktuellen Fall Straubing. Ich stelle mir die Frage: Ist Straubing ein neuer Fall Mülheim? (Meine Einschätzung: wohl nein, weil die Umstände anscheinend anders sind.) Konkret geht es um die grundsätzliche Frage: Wann darf ein Rennverein jemanden, der Mitglied werden möchte, ablehnen und dies ohne Begründung?

        Juristisch ist der Fall ziemlich klar: Nach dem BGB und nach der Vereinssatzung des Straubinger Rennvereins kann ein Verein einen Kandidaten auch ohne Begründung ablehnen. In Straubing hatten im Oktober zwanzig Kandidaten einen Antrag gestellt, und erst mehr als drei Monate später hat der Verein entschieden, 18 aufzunehmen und zwei abzulehnen (ohne Begründung): das Ehepaar Kaufmann. Im deutschen Galopprennsport durfte der tschetschenische Kriegsverbrecher Ramsan Kadyrow als Rennpferdbesitzer bei einem Kölner Trainer aktiv werden, das Direktorium hatte nichts dagegen. Sind die Straubinger „Kaufleute“ schlimmer als ein Kriegsverbrecher? Oder wollen die Zwanzig den Rennverein unterwandern und einen Golfplatz draus machen (wie weiland in Mülheim die neuen Rennvereinsmitglieder)?

        Bei den Zwanzig handelt es sich um langjährige Traberfreunde, die sich regelmäßig getroffen hatten und die überlegt hatten, was man besser machen könnte, um die Straubinger Rennbahn am Leben zu erhalten. Das Ehepaar Kaufmann war offenbar die „Rädelsführer“ der Gruppe. Sie hatten sich kürzlich mehrere junge Traber gekauft und wollen den Sport ganz offensichtlich unterstützen und nicht zerstören. Der amtierende Vorstand hat entschieden, zur Jahresmitte geschlossen zurückzutreten. Ohne den Wunderwuzzi Schachtner an der Spitze wird es der Rennverein aber künftig schwer haben.

    • Theo Epping sagt:

      Allso mal ganz Ehrlich, ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ich es schon wieder in die Hitliste geschaft habe???
      Das habe ich seinerzeit in Erlenhof schon so recht verstanden. Wieso bin ich für F. Leisten so bedrohlich. Ich stand in seiner Abschußliste auf Platz 1. Ich kenne keinen, der das in der Vollblutzucht überlebt hat. Ich war anschließend noch 12 Jahre, danke Herr Jörg, in Wittekindshof.

      Und Ferdinand hat mich brav in Iffez gegrüßt.

      • Theo Epping sagt:

        GOT(T)
        Gebührenordnung für Tierärzte

        Hausbesuchsgebühr – Nepper – Schlepper – Bauernfänger

        Hört sich für mich genauso an, wie die prozentuale preiserhöhung bei EILBESUCHEN und man lese und staune, bei eiligen EILBESUCHEN.

        Dazu kommt dann noch die Anfahrtpauschale …

    • Theo Epping sagt:

      Sie Racingman, kappieren es einfach nicht.

      Ich bin kein Redakteur, ich bin ein Leser, ein, sich über das Gelesene Gedanken macher und dann, gegebenenfalls, Antworter. Meine Sache oder
      Aufgabe, ist es nicht, meine Weisheiten zu verbreiten, sondern, Weisheiten zu verstehen und wenn möglich, meine Sicht darzustellen.
      Ich bin kein Autor, ich bin wenn überhaubt, ein Kritiker, Regulativ gefällt mir besser.
      Geben Sie mit etwas zum kauen und ich werde Ihnen sagen wie es mir schmeckt.

      • Racingman sagt:

        Nee, so funktioniert ein Forum nicht: Einer macht die Arbeit, und die Anderen hauen nur mal einen destruktiven Zweizeiler rein. Und Sie sind mangels Fachwissen gar nicht in der Lage, konstruktiv etwas beizutragen. Deshalb hatte ich ja auch vorgeschlagen, dass wir in zwei getrennten Threads schreiben, um uns nicht ins Gehege zu kommen. Das wollten Sie aber nicht, weil Sie ja nur destruktiv dazwischengrätschen wollen. Jetzt müssen Sie eben allein mit Ihren wenigen Getreuen Belanglosigkeiten austauschen.

        • Theo Epping sagt:

          Nachtgebet eines Haubtschülers

          Ich bin klein, mein Herz ist rein, möge niemals ein Laufrad drin sein.

        • martin sagt:

          ein rennthema für den racingman.ist 29 die neue 33?? lr fachzeitung von gestern hat GAMGOOM die meisten flachrennen gewonnen. mehr als oldtimer,was stimmt,denn 29 ist mehr als 16.aber wesrfalen wie unser THEO wissen,dass 29 weniger als 32 sind,lt daneben stehender statistik. sturm im wasserglas,aber bezeichnend

          • Theo Epping sagt:

            29 – 30 oder mehr, ist doch nicht wichtig. Gamgoom hätte längst einen Beschäler Posten verdiend, er ist hart, gesund und immer zuverlässig bei der Sache.
            Nur leider sind manche Entscheidungen irreversibel, wie wir Westfalen sagen.

  112. martin sagt:

    vllt ist er deshalb so zuverlässig. ist wirhkich ganz egal,die fachleute sollen eben nicht so drauf rumreiten,wenns beim rechnen hapert

  113. Un Coeur B sagt:

    Das deutsche Galopp Derby vermutlich wieder am ersten Juli Sonntag, war nicht immer so, wenn Fußball WM dann auch mal anders, sehr viele noch mit Hoffnung, die einen mehr, die anderen weniger, mit dem Zieleinlauf dann die letzten Hoffnungen gestorben, die Derby Sieger meistens nicht die Creme de la Creme, Don Giovanni fällt einem ein, Ako mit seiner hohen Siegquote, Ausnahmen davon hin und wieder, Acatenango hielt letztendlich das, was er versprach, aber meistens kam dann nicht mehr viel, Hoffnung und anderes gaukelten den Leuten etwas vor, das sich dann meistens in Luft auflöste, viel Chimäre, wenig Substanz, höchst wahrscheinlich auch in diesem Jahr, 2023. – Walther J. Jacobs zitterte als Lomitas nur Zweiter geworden war und er wenig später den großen Racingman sah, Galopp oft mit viel Stress verbunden.

    • Theo Epping sagt:

      Auf die Schnelle fallen mir da natürlich noch Königsstuhl und Lando ein aber Sie haben völlig Recht, dass Derby ist eine Mördergrube.

      Vollblut Rennen und ganz besonders Zuncht kann man nicht auf Statistiken und Zahlen, Einnahmen und Kosten reduzieren. Genau diese Pfennigfuchser und Korintenkacker, haben hier nichts zu suchen.

      Gewisse Leute kommen immer mit der Floskel, der Sport der Könige!

      Genau das ist er aber.

      Eva Maria Limmer,
      Racingman und all diese Schwätzer, sind lange Geschichte,
      dann gibt es immer noch
      Galopp!!!

    • Un Coeur B sagt:

      Ja, Racingman ist ein Unikat.

      • Theo Epping sagt:

        Unikat ist ja grundsätzlich erst mal völlig wertneutral und gilt doch für jedes Individuum … doppelt gemoppelt.
        Ich kenne hier sogut wie niemanden persönlich und beurteile nur was ich lese, sofern ich einschätzen kann, und vor allem, wie es formuliert ist, nach dem Grundsatz:

        Wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus!

      • Un Coeur B sagt:

        Egal, ob man am Ziel etwas vorbeischießt, oder nicht….

        aber Nichts desto weniger zum Trotz würde man Frau/Frl. Limmer noch einen Tick über Racingman stellen….mögen.

      • Un Coeur B sagt:

        So etwas wie den besten Vollblüter, den besten Galopper aller Zeiten gibt es nicht, Native Dancer, Nearco, Northern Dancer, Kincsem, St Simon usw. spielen alle in einer Liga, Native Dancer ungeschlagen, wenn er in dem einen Rennen nicht mehrmals in die Mangel und angerempelt worden wäre, 22 Starts 22 Siege wären das dann gewesen, man hätte schwören können, dass er mit seiner grauen Farbe, wie so viele, auf The Tetrarch zurückgehen würde, das Grau kommt aber von The Tetrarchs Vater, Roi Herode: auch grau und Schimmel….egal, ob von Belang, oder von weiß der Kuckuck was.

        • Theo Epping sagt:

          Quelle G.S.

          Derby

          Trollhetta 1896 = 2:51,4 erste Zeitnahme
          40 Jahre später
          Nereide 1936 = 2:28,8 erstmals unter 2:30
          37 Jahre später
          Athenagoras 1973 = 2:28,8 Gleichstand, totes Rennen
          20 Jahre später
          Lando 1993 = 2:26,8
          nur 6 Jahre später
          Belenus 1999 = 2:25,8

          Innerhalb von 103 Jahren sollen die Pferde um 25,6 Sek., auf 2400 m, schneller geworden sein? Das glaube ich nie und nimmer. Das beruht auf technischen Errungenschaften und nicht auf züchterischen.
          Das fängt beim Flaggenstart und Stopuhr von Hand an, Reitkleidung und Geläuf u.s.w.

          Für mich gibt es kein bestes Pferd aller Zeiten, nur seiner Zeit, die ich dann auf 2 – 3 Jahrzehnte begrenzen würde. Man kann Orsini nicht mit Acatenango vergleichen.

        • Un Coeur B sagt:

          Das ist richtig, dass es keinen besten Galopper aller Zeiten gibt, gegeben hat oder jemals geben wird, bezüglich der Zeiten amüsierte sich die Frau von Eddy Freundt einmal, als ich in Recklinghausen an ihrem Tisch saß und irgend etwas dummes dazu zum besten gab, das ist aber schon lange her, sehr lange weg, und was auch nicht sein kann, dass Stuten bei all dem so schlecht wegkommen, Zarkava, Treve, Zenyatta, und wie sie nicht alle hießen, was aber in Erinnerung bleibt sind einige Vollblüter, wie sie da auf pedigreequery auf Bildern stehen und einfach nur durch ihr Exterieur beeindrucken, Native Dancer noch etwas mehr als Galileo, zum Beispiel, als Beispiel.

          • Theo Epping sagt:

            Rennpferde, Sportler, Schauspieler, Sänger usw., schnurz egal, jeder hat seinen Liebling, meiner heißt Marduk!

            Sie haben ihn nur gesehen, ich habe ihn gekannt!

            Marduk war nicht ein Jemand.

            Nur wenige Menschen haben mich so beeindruckt, wie dieses Pferd.

          • Un Coeur B sagt:

            Interessant, sehr interessant…Brigittes damaliger Perserkater Charlie ähnlich, ich sagte oft, der einzige Mensch hier in der Schützenstraße, und die Schützenstraße ist lang.

          • Un Coeur B sagt:

            Kein Tier jemals quält, bloß um zu quälen; aber dies tut der Mensch, und dies macht den teuflischen Charakter aus, der weit ärger ist, als bloß der tierische.

          • Theo Epping sagt:

            Der Holthöfener Weg ist nicht so lang, vieleicht 1000 m, aber da wohnen Leute ..

            oh ha.

          • Un Coeur B sagt:

            Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.

          • Un Coeur B sagt:

            Von einem Spaziergänger lässt sich niemals behaupten, er mache Umwege.

  114. H.Schmelz sagt:

    “The greatest horse to ever look through a bridle”

    Wenn man seinem Trainer Bud Delp glauben schenken will. Spectacular Bid. Farbe? Schimmel!

  115. H.Schmelz sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=wDbOyu5tTF4

    1.57+ über 2.000 Meter. Bis heute Weltrekord über diese Distanz auf Sand. Nun kommen Sie!

    • martin sagt:

      sand oder dirt? youtube lehnt die verbindung ab.

      • Theo Epping sagt:

        Was haben Sie angestellt :-)

      • Un Coeur B sagt:

        Martin hat wahrscheinlich nicht die rechte Maustaste benutzt und dann den Link in einem neuen Fenster geöffnet, so, wie man selbst damals, Spectacular Bid ein Dunkel Schimmel auf Sand oder Dirt, immer eine schmutzige Angelegenheit, wenn die Bedingungen entsprechend sind, ein Schimmel der mit der Zeit wohl noch heller wurde, 30 Starts, 26 Siege, in die Hall of Fame 1981 auch recht schnell aufgenommen, syndicatisiert mit 22 Millionen Dollar, hielt in der Zucht aber wohl auch nicht das, was er versprach, oder – Partnerin bekam im Krankenhaus Lasix, das konnte man gar nicht so recht einordnen, die Gabe von Lasix.

        • Theo Epping sagt:

          … was ER versprach oder doch eher, was man sich von ihm versprach????

          Lasix ist bei korrekter Anwendung ein, sehr starkes, Harntreibendes, also entwässerndes, Mittel.

          • Un Coeur B sagt:

            Ja, man hatte ihr mehr als 10 Liter Wasser aus dem Körper geholt, Lasix verband man eigentlich aufgrund des Dopings nur negativ in Gedanken.

        • Theo Epping sagt:

          Ich habe es jetzt auch auf dem Smartphone versucht, der Rennfilm wird auf dem PC und Handy gleichermassen auf einen Klick abgespielt.

  116. Racingman sagt:

    Die öde Heinz & Theo Show ist ja wieder die reinste Selbstbespiegelung hier (ist T. Epping nun Niederrheiner oder Westfale, hm?). Das ärztliche Bulletin der Lasix-Gitti interessiert den Maddin aber nicht und den hammerharten Martillo auch nicht. Die wollen Turf. Etwa dies:

    BAD DOBERAN 2024

    Im nächsten Jahr soll es wieder Pferderennen in Dobermann geben. Der neue Versuch diesmal nicht mit Schleusner, sondern mit den Magdeburgern. Schaun mer mal, ob und wann GaloppOnline auf das aktuelle Thema einsteigt…

    • Theo Epping sagt:

      Guten Tag, lieber Racingman.
      Lassen die anderen Fachleute Sie wieder nicht mitspielen?

      Kommen Sie gerne zu uns, in unseren Sandkasten lassen wir jeden rein…

      • Racingman sagt:

        Jeden? Auch Boris Becker?

        • Theo Epping sagt:

          Warum denn nicht, BOBBEL hat uns alle stolz gemacht, meine Mutter hat ihn geliebt wie Heintje Siemon und Steffi Graf.

          Fehler gemacht, erwischt und bestraft worden.
          Nicht jeder ist so schlau anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben…

    • martin sagt:

      im september sind schon pony rennen geplant,ganz so schlecht darfs dann nicht sein. denke mir der THEO ist nen ossi-niederrhein-westfale

      • Theo Epping sagt:

        Mitnichten, meine Söhne schon, ich dafür habe einen Schuß Holländerblut, wie ein Großteil der Niederrheiner und wenn nicht Holländer- dann Belgierblut, ist ja immerhin das Dreiländereck.

      • Racingman sagt:

        Käpt’n Heinz aus dem Herrenkrug ist ein Machertyp. Selbst wenn die Doberaner Wiese jetzt noch ein verwildertes Biotop sein sollte, wird der das bis Sommer 2024 schon irgendwie hinkriegen. Der künftige Turf-Kurort Bad Baltus an der Ostsee… Und vielleicht ist Schleifi, der Mensch mit dem höchsten HQ (Humorquotient) im deutschen Rennsport, dann am kalten Buffet auch wieder dabei.

    • kassandro sagt:

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass da in Doberan noch etwas läuft. Die hatten im letzten Jahr noch wegen des großen Jubiläums noch eine kleine Chance und die haben sie nicht genutzt. Einmal tot, immer tot – so der Volker Franz, als er ob der vielen Querelen hinwarf. Die Politiker denken, dass das, was in Magdeburg möglich ist, doch auch in Bad Doberan möglich sein sollte, aber das geht nicht, indem man den Magdeburger Macher nach Bad Doberan holt. Das erfordert Jahre lange Kleinarbeit und viel Klinkenputzen. Mich wundert, dass sich Herr Baltus vor so einen Karren spannen lässt. Er ist ja auch nicht bei guter Gesundheit – ich hab für so etwas einen guten Blick. Er sollte sich darauf konzentrieren, in Magdeburg das Erreichte zu stabilisieren, seine Nachfolge zu regeln und vor allem den Erfolg zu genießen.
      Die kommenden Jahre werden hart werden – da stimme ich mit Racingman überein. Ich warte eigentlich nur noch auf eine Neuauflage von Helmut Schmidts legendärem Spruch “Lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit”. Einige Jahre später hatte man dann beides. Das wird auch dieses Mal so passieren, allerdings mit 10 oder gar 20% statt 5%. Wie damals werden viele Unternehmen und ganze Branchen den Bach hinuntergehen, die die gestiegenen Kosten nicht ausreichend an ihre Kunden weiterreichen können.

      • Racingman sagt:

        An Baltus’ Stelle hätte ich mir Doberan auch nicht angetan. Das dortige Geläuf wird er bis Sommer ’24 hinkriegen, aber das Entscheidende sind die Sponsoren, da Doberan die Rennen nicht durch Wetterträge wird finanzieren können. Bis Sommer ’24 kann und wird noch viel passieren. Ich habe schon an anderer Stelle in diesem Blog gesagt, dass ich seit der Finanzkrise 2008 früher oder später einen Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems erwarte, und bei dieser Prognose bleibe ich. Am letzten Wochenende musste ein Kollaps der Silicon Valley Bank verhindert werden, am heutigen Sonntag war es die einst mächtige Credit Suisse. Ich kann mich noch an Besuche beim White Turf-Meeting erinnern, wo Credit Suisse dort Rennsponsor war. Die Zentralbanken von Amerika und Europa haben nur noch die Wahl zwischen Pest (hohe Zinsen und daraus resultierende Pleiten) oder Cholera (galoppierende Inflation). Ich glaube, sie werden sich für Letzteres entscheiden. 20 % Inflation würde ich dabei noch als Geschenk empfinden; in der Türkei und in Argentinien sieht das schon ganz anders aus.

        • Theo Epping sagt:

          E.M.L. hat ja wenigstens noch die ideelle, humane, Ausrede für ihren Schwachsinn, Womit entschuldigen Sie sich?

        • Racingman sagt:

          Der deutsche Wirtschaftsminister ist ein studierter Philosoph, der früher Kinderbücher schrieb. Die Schweizer Finanzministerin, die gestern die Credit Suisse mit viel Steuergeld vor der Pleite rettete, ist eine gelernte Übersetzerin und Dolmetscherin. Ich warte jetzt nur noch darauf, dass T. Epping zum NRW-Finanzminister ernannt wird.

          • martin sagt:

            oder racingman als aussenminister wegen der guten aussenwirkung und völkerverbindenen kenntnissw

          • Racingman sagt:

            Mein Traumjob war Bundespräsident, aber selbst wenn ich eine realistische Chance gehabt hätte, wäre nichts draus geworden. Investigativjournalisten hätten vorher ausgebuddelt, dass ich als deutsch-österreichischer Doppelstaatler durch geschickte Ortswechsel den Wehrdienst in beiden Ländern vermieden habe. Das österreichische Bundesheer hat sogar mal morgens um acht Uhr bei den Nachbarn(!) meiner Eltern in Innsbruck angerufen, um meinen Verbleib auszuforschen.

          • Theo Epping sagt:

            Was für ein Glück für alle Rekruten auf beiden Seiten der Alpen.

          • Un Coeur B sagt:

            Traumjob Bundespräsident, wie doof kann man nur sein.

          • Theo Epping sagt:

            Zwei Doofe, ein Gedanke.

          • Racingman sagt:

            Ich sach ma so: Mein gemütliches Leben als Privatier würde ich für keinerlei Job-Angebot aus dem deutschen Turf aufgeben wollen, aber wenn ich jetzt die Chance bekäme, Bundespräsident zu werden, würde ich das sofort machen. Einfach deswegen, um die deutsche Bevölkerung mit einigen unbequemen Wahrheiten zu konfrontieren, was sich feige Berufspolitiker leider nie trauen.

        • kassandro sagt:

          Wenn man jetzt mit der Sanierung des Geläufs anfängt, wird man damit sicher bis 2024 fertig, aber genau an diesem Anfang habe ich Zweifel. Da muss irgendwer erst Mal Geld auf den Tisch legen und das ist das Problem. Genügend Sponsoren in so kurzer und unsischerer Zeit zu finden, dürfte noch schwieriger sein.

          Was die untergegangene Credit Suisse angeht, so wird da der Steuerzahler direkt wohl überhaupt nichts bezahlen. Der Schweizer Staat und die Nationalbank gibt wie in der Finanzkrise umfangreiche Garantien für die Risiken der Übernahme durch die UBS. Dies dient hauptsächlich dazu, um die Märkte zu beruhigen, die alle, sogar die Märkte selber, für erzdumm halten. Deswegen wird es auch noch einmal eine kleine Zinserhöhung durch die US-Notenbank geben, weil sonst die Märkte denken könnten, die Lage sei besonders dramatisch. Die Rechnung zahlen die Credit Suisse Aktionäre, vor allem die armen Saudis, die 4 Mrd. Fränkli mit einer Kapitalerhöhung vor wenigen Monaten eingeschossen haben. Aber die Saudis haben auch das ganze Desaster selber ausgelöst, indem sie vor wenigen Tagen erklärten, kein weiteres Geld mehr einschießen zu wollen. Noch schlimmer als die Aktionäre, sind die Halter von AT1-Bonds dran, die völlig leer ausgehen. Das ist ein absolutes Novum und absoluter Rechtsbruch, dass Anleihehalter gegenüber den Aktionären nachrangig behandelt werden und dürfte der Todesstoß für diese Anlagegattung sein. AT1 steht für “additional tier 1 capital”, also zusätzliches (zu den Aktien) Eigenkapital und dürfte im deutschen Kapitalmarkt in etwa den Genußscheinen entsprechen. Man wollte offensichtlich die Saudis nicht völlig verprellen, aber die werden so schnell nicht mehr in der der Schweiz investieren. Der ganze Schweizer Kapitalmarkt mit Ausnahme der übernehmenden UBS wird an dieser Transaktion Schaden nehmen. Besser wäre es gewesen, den einzigen fähigen Mann des Schweizer Bankwesen und vielleicht von ganz Europa, Oswald Grübel, aus dem Ruhestand zurückzuholen. Der geborene Thüringer hatte vor der Finanzkrise schon mal die Credit Suisse und dann in der Finanzkrise die UBS gerettet, aber mit knapp 80 Jahren fühlt er sich offenbar auf dem Friedhof wohler.

          Indirekt wird der Steuerzahler natürlich zur Kasse gebeten. Die UBS wird die Credit Suisse mit einem sehr hohen Buchwert übernehmen, weit höher als die 3 Mrd. Fränkli, die sie an die CS-Altaktionäre in Form neuer UBS-Aktien zahlt. Auf diesen Buchwert werden dann massive Abschreibungen vorgenommen, die dann mit eigenen Gewinnen verrechnet werden. So etwas nennt man elegante Subventionierung. Die Gewinne der UBS dürften durch die so billig errungene Monopolstellung deutlich steigen. Die Rechnung dafür wird die Schweizer Wirtschaft und andere Bankkunden durch schlechtere Konditionen bezahlen müssen.
          https://insideparadeplatz.ch/2023/03/21/finanzplatz-schweiz-verspielt-jegliche-glaubwuerdigkeit/

          • Theo Epping sagt:

            Außer dem ersten Abschnitt, versehe ich nur Bahnhof. Aber die Melodie hört sich sehr harmonisch an, im Gegensatz zu den Darbietungen eines anderen Interpreten.

          • Racingman sagt:

            Kassandro, lassen Sie uns doch mal Heinz und Theo etwas ärgern. Die beiden egozentrischen Zausel kümmern sich ja einen feuchten Kehricht darum, ob sie die Anderen zu Tode langweilen. Da dürfen wir uns auch die egozentrische Freiheit herausnehmen, über Themen zu diskutieren, die ansonsten niemand hier interessieren und die auch keiner versteht.

            Dass im Fall Credit Suisse die Aktionäre bevorzugt gegenüber den Anleihegläubigern behandelt werden, hätte es in den USA und in der EU so nicht gegeben. Eine Schweizer Besonderheit… aber was will man auch erwarten, wenn die Finanzministerin eine gelernte Dolmetscherin ist. Die CoCo Bonds der Credit Suisse waren mit über 9 % verzinst. In der Presse habe ich gelesen, dass unter den Käufern auch der Riese Pimco war, aber vor allem Privatanleger aus Asien. Ich hätte eher getippt, Leute aus dem deutschen Galoppsport, nach dem Motto „Gier frisst Hirn“. Wenn diese 16 Milliarden Franken jetzt irgendwo als Totalverlust ausgebucht werden müssen, muss man mal abwarten, was das für Folgen haben wird. Mindestens genauso spannend wird sein, wie sich die Bankenlandschaft in den USA verändern wird, wo die panischen Kunden den kleinen und Regionalbanken weglaufen und zu den Big Six strömen.

          • Theo Epping sagt:

            Jetzt bin ich aber gespannt.

          • Racingman sagt:

            Die Aktie der First Republic Bank ist trotz der kürzlichen Kapitalspritze von 30 Milliarden Dollar weiter unter Druck.

          • kassandro sagt:

            Die arme First Republic Bank. Über das Wochenende wird sich wohl ihr Schicksal entscheiden. Ich kannte vor zwei Wochen weder die Silicon Valley noch die First Republic Bank. Im Gegensatz zur Credit Suisse, die nach dem Abgang von Grübel eine unglaubliche Serie von Desastern , zuletzt mit der Bremer Greensill Bank, hingelegt hat, sind diese beiden Banken nie unangenehm aufgefallen. Sie sind meiner Meinung nach Opfer einer geschickt geschürten Hysterie geworden. Bei der Credit Suisse hab ich in den letzten 6 Monaten zwei Mal überlegt, mit einem kleinen Betrag einzusteigen, als die Saudis wesentlich mehr pro Aktie gezahlt haben.
            Heute habe ich schließlich 200 Aktien der übernehmenden UBS für ziemlich genau 18€ pro Stück gekauft.
            Die Angst von Zentralbankern und Politikern vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems ist gigantisch und genau das lässt mich glauben, das es in der überschaubaren Zukunft nicht so weit kommen wird. Eher lässt man die Inflation laufen, die Druck aus dem Kessel nimmt, der durch die hemmungslose Gelddruckerei während der Pandemenz drastisch angestiegen ist. Die langfristige Entwicklung des Finanzsystems ist allerdings beängstigend. Es wächst einfach seit Jahrzehnten viel schneller als die Realwirtschaft, und das kann auf Dauer nicht gut gehen.

          • Theo Epping sagt:

            Ich verstehe natürlich mal wieder nur Bahnhof. Das ist aber unwichtig. Wichtig und aufschlussreich ist der Stil des Ausdrucks.
            Ich bin ein Melodie Mensch, der Text ist nicht so wichtig
            Unterhalten Sie sich gut mit der Rennmaus, so lang Herr Blücher es zulässt :-)

          • Racingman sagt:

            @Kassandro: Als Anhänger der „Behavioral Finance“ (auf Deutsch „Verhaltensökonomie“) interessiere ich mich sehr für die Psyche der Anleger und vor allem dann, wenn sie eine völlig andere Strategie als ich verfolgen. Deshalb eine Frage: Vor einigen Jahren haben Sie mal Aktien der Deutschen Bank gekauft. Haben Sie die noch oder nach wie vielen Monaten/Jahren haben Sie die verkauft? Und vor allem: Was war Ihre Motivation für den Kauf damals? Lassen Sie mich einfach mal raten.
            1) Erster Grund: Ihre Erwartung für Finanzdienstleister war damals wie jetzt ziemlich optimistisch.
            2) Zweiter Grund: Ihr Naturell als Schnäppchenjäger.
            3) Dritter Grund: Ihr Ansatz als Antizykliker – nach dem Rothschildmotto „kaufen, wenn das Blut in den Straßen fließt“.
            4) Vierter Grund: „Der John Ryan ist ein guter Mann, der schafft das“.
            Fühlen Sie sich damit zutreffend eingeschätzt?

            Einen baldigen Crash erwarte ich auch noch nicht. Erstmal sitzen die Zentralbanken ja noch auf der Bremse. Schätzungsweise im Herbst werden sie die Inflation laufen lassen müssen, aber bis zu einer Hyperinflation ist es dann immer noch ein weiter Weg. Die Chartkurven von Fällen der Vergangenheit zeigen, dass es erst ganz langsam steigt, dann etwas schneller, und plötzlich steigt es parabolisch an. Das ist der berühmte Ketchupflaschen-Effekt: Man dreht so eine Pulle um, haut zehn Mal drauf, und es kommt nichts, aber dann beim elften Mal kommt die ganze Soße auf einmal. Das wird erst 2024 oder 2025 so sein.

          • Racingman sagt:

            Meine Prognose lautet also: Bis spätestens Ende 2025 werden wir eine Hyperinflation erleben.

          • Racingman sagt:

            Shortseller ante portas. Darum aktuell schon wieder mächtig Unruhe im europäischen Bankensektor. Die Kreditausfallversicherungen für Deutsche Bank und UBS nun wesentlich teurer, außerdem sind die AT1-Anleihen der Deutsche Bank im Kurs abgesackt. Die Aktie der Deutsche auch runter.

          • Racingman sagt:

            Sogar der Bundeskanzler fühlte sich bemüßigt, zum Thema Deutsche Bank Stellung zu nehmen. Scholz eben in Brüssel: „Es gibt keinen Anlass, sich irgendwelche Gedanken zu machen. Die Deutsche Bank hat ihr Geschäftsmodell grundlegend modernisiert und neu organisiert und ist eine sehr profitable Bank.“

          • Racingman sagt:

            Wenn der Bundeskanzler die Notwendigkeit sieht, während einer Dienstreise im Ausland zur Situation eines deutschen Unternehmens Stellung zu nehmen, ist das keine banale Sache. Für die Leerverkäufer haben sich die Wetten gegen die Deutsche Bank jedenfalls gelohnt: Mehr als 100 Millionen Dollar Gewinn innerhalb von nur zwei Wochen. Dafür muss man die „7Gewinnt“ ziemlich oft treffen…

            Das wird Kassandro gar nicht schmecken: Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft will ihm etwas wegnehmen. Hüther fordert, die UBS in mehrere kleinere Einheiten aufzuspalten, weil sie einfach zu gefährlich groß geworden sei. Da ist was dran, denn mit der aktuellen Größe der neuen Megabank wäre der Schweizer Staat im Notfall nicht mehr in der Lage zu helfen. In so einem Fall müsste etwas Verrücktes passieren: Die Regierung in Bern müsste die gesamte Schweiz als Provinz an China verkaufen, oder die Schweiz würde als deutsches Bundesland annektiert, oder etwas Ähnliches, derzeit noch unvorstellbar Scheinendes.

          • Theo Epping sagt:

            Jetzt erkläre ich Ihnen mal, was da in Ihrer Finanznation abgeht.
            Ein paar oder auch viele unterrangigen, ahnungslose Banker und Börsianer machen sich ins Höschen, aus Angst um ihre Moneten, alle anderen spucken in die Hände und erarbeiten weiter das Geld, das ihr Klein- und Großkriminellen verjubelt habt, bis ihr euch wieder eingerichtet habt und in spätestens 100 Jahren das Ganze von neuem inszeniert wird, Zwecks umschichtung der Reichen und Mächtigen.

            Es gibt nichts Neues, alles wiederholt sich und wenn Sie das nicht wissen, haben Sie keinen blassen Schimmer, wie die Welt wirklich funktioniert.

          • Racingman sagt:

            Um Gottes willen… jetzt möchte der finanzielle Analphabet T. Epping auch noch als Erklärbär für Finanzpolitik fungieren. Eben hat auch die ARD-Tagesschau um 20 Uhr über die Themen bezüglich der Deutschen Bank berichtet, die ich weiter oben skizziert hatte.

          • Racingman sagt:

            Theo, mit der Bemerkung “das Geld, das ihr Klein- und Großkriminellen verjubelt habt” unterstellen sie mir:
            1.) dass ich ein Krimineller sei
            2.) dass ich Geld verzockt habe.
            Möchten Sie sich für die Anschuldigung entschuldigen?

          • Theo Epping sagt:

            Wie gesagt, unterrangiger, ahnunungsloser Fachidiot.
            Machen Sie sich weiterhin ind’s Höschen, inzwischen positionieren sich die guten Leute neu.

          • Theo Epping sagt:

            Natürlich nicht,
            was Ihnen recht ist, kann mir nur billig sein.

          • kassandro sagt:

            Der Wummser hat heute mal gezeigt, dass er nichts von der zugegeben ziemlich schwachsinnigen Marktpsychologie versteht. Es wurde nämlich von den Märkten als besorgniserregend empfunden, dass er sich zu so einer Bemerkung genötigt sah. Dadurch gerieten Deutsche Bank und Co erst Recht unter Druck. Selbst der für die Banken zuständige Prunkhochzeiter und auch die von Racingman verspottete Schweizer Dolmetscherin, die noch nicht lange im Amt ist, wissen, dass man in solchen Situationen besser die Klappe hält und hinter den Kulissen agiert.

          • Theo Epping sagt:

            Es ist sehr beruhigend, festzustellen, das es in der Brache nicht nur Dünnbrettbohrer gibt.

          • Un Coeur B sagt:

            Wir engagieren uns nur in Dingen, die wir verstehen, unser einfacher Auswahl Filter ist Ausdruck unseres beschränkten Talents.

          • Racingman sagt:

            Krumme Touren beim Geldverdienen sind völlig unnötig, weil es genug gesetzeskonforme Möglichkeiten gibt. Ich erzähle hier mal eine Variante, wie sogar ein Theodor hätte risikolos Kohle machen können. Bei den meisten Anlageklassen ist es ja so, dass sie durch Liegenlassen nicht automatisch besser werden: Aktien, Edelmetalle, Rohöl, usw. Manche, wie etwa Orangen oder Weizen, werden durch Liegenlassen sogar wertlos. Es gibt aber eine Anlageklasse, die durch Liegenlassen automatisch immer wertvoller wird: Whisky! Ich empfehle jetzt nicht, dass sich T. Epping mittels Whiskygenuss sein tristes Rentnerdasein schönsaufen soll, sondern ich rede von Whisky als Geldanlage. Whisky ist seit Jahren DER heiße Scheiß in der Finanzbranche! Echte Whisky-Liebhaber machen es so, dass sie ein paar Pullen von teurem, altem Whisky kaufen und zu Hause aufbewahren, bis sie ihn nach einigen Jahren mit enormer Wertsteigerung auf einer Auktion verhökern.

            Viele andere Privatanleger, die sich nur des Geldes wegen für Whisky interessieren wie auch ich, haben das gegenteilige Geschäftsmodell favorisiert: jungen Fusel, der gerade erst hergestellt wurde, für relativ kleines Geld in größeren Mengen von schottischen Destillerien aufkaufen und eine Weile in einem Lagerhaus dort bunkern; anschließend dann mit sattem Gewinn an Whiskyfirmen verkaufen, die ihn z. B. in Supermärkten an den Mann bringen. Da diese schottischen Lagerhäuser als Zollfreilager firmieren, kann man die Ware ohne Mehrwertsteuer erwerben. Und wenn man zwischen Einkauf und späterem Verkauf die Ware mindestens ein Jahr lang hält, kann man nach deutschem Steuerrecht den Gewinn ganz legal steuerfrei einsacken, ohne Einkommensteuer zahlen zu müssen. (Die Grünen als einzige Partei wollten dieses Steuerprivileg kippen, aber die Ampelkoalition hat dies Gott sei Dank nicht in ihren Koalitionsvertrag übernommen. Danke, FDP…)

            Zocker Martin wird jetzt sicher sagen: „Geilomat! Das ist ja wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Wo kann ich da mitmachen?“ Tja, Martin, da sind wir bei dem Haken an der Geschichte. Seit Beginn dieses Jahres funktioniert das Geschäftsmodell leider nicht mehr. Der lukrative Whiskymarkt ist dermaßen eng, dass die Destillerien uns Privatanlegern keine frische Ware mehr verkaufen, sondern das Geschäft jetzt lieber selber machen. Ich bete, dass sich dies irgendwann vielleicht mal wieder ändern möge. Aber ich vertraue auch optimistisch darauf, dass ich irgendwann auf den nächsten heißen Scheiß stoßen werde.

          • Theo Epping sagt:

            Wenn ich mir Ihren Eiertanz ums Goldene Kalb so ansehe, dann bin ich zu tiefst dankbar, dass irgendwelcher Heiße Scheiß nicht zu meinen Lastern gehört und ich … wir mit unserem tristen Rentnerdasein rundum zufrieden sind.

            Wir haben viel mehr, als sich die meißten Menschen je zu erträumen wagen und können nun in aller Ruhe älter und älter werden ohne dass wir das überhaupt müssten.
            Wir haben Spaß … wir geben nicht mehr Gas :-)

          • Un Coeur B sagt:

            Ein Heißluftballon kommt vom Kurs ab und wird vom Wind hin und her getrieben, nach stundenlanger Irrfahrt sehen die beiden Wanderer der Lüfte weit unter sich einen einsamen Wanderer und rufen ihm zu, Wo sind wir, Ihr seid in einem Ballon, darauf sagt der eine Ballonfahrer zum anderen, Eine genaue Antwort, formal in Ordnung und absolut wertlos, der Mann muss Ökonom sein.

          • kassandro sagt:

            Ich würde mal sagen, dass die Whisky-Anlage nur ein geschickt inszenierter Schwindel ist. Spätestens wenn die Leute ihren Whisky wieder zu Geld machen wollen, werden sie ihn trinken müssen. Solch einen Wertsteigerungsquatsch gibt es beim Wein schon lange. Ich kenne aber keinen, der mit Wein schon mal Geld verdient hätte. Man will durch so etwas nur die Wertigkeit eines Produktes erhöhen, und dass die Leute viel mehr davon einlagern, als sie eigentlich konsumieren wollen.
            Es gibt sogar Harzer Whgisky:
            https://www.hercynian-distilling.de/
            Bei alkoholischen Getränken jedweder Art wird ein künstliches Qualitätsbewusststein aufgebaut, das mich als strikter Nichtalkoholiker immer belustigt. Das gilt besonders für den Klamauk, den sogenannte Wein-Sommeliere verbreiten, wobei das schon mit dem Wort “Sommelier” beginnt. Wenn dann so ein hochkultivierter Amateur-Sommelier seinen vergammelten Rüssel in das Weinglas absenkt und an dem geschmacksarmen Wässerchen herumschnüffelt, um dann schließlich weihevoll darauf herumzukauen muss ich unwillkürlich lachen, wofür diese Leute dann überhaupt kein Verständnis haben. Man lacht nicht über Kultur. Das hat mich für die bessere Gesellschaft disqualifiziert und das ist gut so.

          • Theo Epping sagt:

            Ich bin, bekanntermassen, weder ein Ökunom noch ein Mathematiker, aber
            ein künstliches Qualitätsbewustsein aufzubauen, ist doch die Faustregel jeglichen Geschät’s. Oder etwa nicht?
            Warum sonst würde sich jemand veranlasst sehen, für 400 kg Pferdefleisch, 10 Millionen Euro, Dollar, was auch immer, auf den Tisch zu legen!?

          • Racingman sagt:

            @Kassandro: Ihre Meinung über Whisky als Anlageklasse beruht leider mehr auf Emotionen als auf Fakten. Wenn Sie sich Vergleichsstatistiken der alternativen Anlageklassen bezüglich Rendite anschauen, liegt Whisky da ganz vorn. Die alternativen Anlageklassen haben gegenüber Aktien einen Steuervorteil, während das Steuerprivileg für Aktien leider, leider, leider schon 2009 abgeschafft wurde. Bei den Alternativen können Sie nach einjähriger Haltedauer steuerfrei kassieren, während der Aktionär immer 25 % Kapitalertragsteuer abdrücken muss. Das ist wie ein Sprintrennen, bei dem ein Läufer 100 m und der andere nur 75 m laufen muss. Schwer aufzuholen.

            Bei Whisky gibt es ja, wie von mir oben dargestellt, zwei völlig unterschiedliche Strategien: Der echte Whisky-Liebhaber, der selber gern Whisky trinkt und der sich perfekt auskennt, kauft bei Händlern einige Flaschen von sehr teurem alten Whisky und verkauft die später auf Auktionen mit Gewinn weiter. Falls es wie von mir erwartet einen Finanzcrash gibt, wie er noch nie in der Geschichte der Menschheit vorkam, werden diese Whisky-Connaisseure ihr Stöffchen tatsächlich selber trinken müssen, weil der Luxusmarkt generell zusammenbrechen wird, auch für Oldtimer und Kunst, zwei weitere bisher lukrative Felder. (Ein anderer heißer Scheiß sind übrigens Luxus-Uhren!)

            Die entgegengesetzte Whisky-Strategie ist die von mir gewählte: Auf die billige Massenware noch in Fässern setzen. Aktuell behalte ich nur noch einen kleinen, finanziell unbedeutenden Restposten, sozusagen aus Neugier. Einer davon ist eine Sorte, die in Deutschland im Supermarkt für 20 Euro erhältlich ist. Diese Strategie hat bisher stetige, risikolose Gewinne eingefahren, und das unabhängig von der jeweiligen Whisky-Sorte, weil einfach alles im Preis gestiegen ist. Es ist auch kein gehypeter Kram wie manche Digitalwährung, denn dieser Whisky wird tatsächlich verkauft und getrunken.

            Noch ein Wort zum Bitcoin: Eigentlich wundert es mich, Kassandro, dass Sie da nicht eingestiegen sind, denn als Mathe-Freak wären Sie dafür viel besser prädestiniert als ich. Der Bitcoin ist ja hinsichtlich Risiko das genaue Gegenteil von Massenwhisky. Ich bin dem Bitcoin aber sehr dankbar, weil ich mit keiner anderen Anlageklasse so viel Geld verdient habe. Dabei ist Bitcoin kein reines Roulette, wie es Manchen scheint, die sich damit nicht beschäftigt haben. Es gibt ein Feature, das für Mathematiker und Ökonomen relevant ist, und daran habe ich mich bei der Geldanlage orientiert. Absolut kein Hexenwerk. Das hätte auch ein Laie locker geschafft, wenn er eine Stunde Arbeit investiert hätte.

            All diese Phänomene wurden nur möglich, weil die Zentralbanken die Geldmenge unheimlich aufgeblasen haben, und irgendwo muss das viele Geld ja hin. Ganz wichtig in dem Zusammenhang sind diese zwei Sätze von Kassandro weiter oben: „Die langfristige Entwicklung des Finanzsystems ist allerdings beängstigend. Es wächst einfach seit Jahrzehnten viel schneller als die Realwirtschaft, und das kann auf Dauer nicht gut gehen.“ An anderer Stelle hatte ich hier ja schon meine Vorhersage abgegeben, dass in den nächsten Jahren selbst der geschickteste Anleger mindestens 50 % seines Vermögens verlieren wird. Falls es richtig blöd läuft, muss ich in ein paar Jahren als Pförtner oder Taxifahrer arbeiten. (Mitleidsbekundungen bitte in dieser Spalte des Blogs)

          • kassandro sagt:

            @Theo Epping:
            Sie haben vollkommen Recht, es ist das Ziel nicht jeden aber doch der meisten Warenanbieter ein “künstliches Qualitätsbewußtsein” aufzubauen, wenn man das so geschwollen ausdrücken will. Das nennt sich Branding. Bei Alkoholika ist das allerdings viel stärker ausgeprägt. Wenn da etwas schiefgeht. ist der Schaden um so schlimmer. Der österreichische Weinskandal ist jetzt ziemlich genau 40 Jahre her und trotz mehrer teurer Werbekampagne und dem angeblich härtesten Weingesetz der Welt hat der Ösi-Wein nicht die geringste Chance auf den deutschen Markt. Weinkenner sind die größten Geschmacksdeppen, die es überhaupt gibt, aber wenn sie so verarscht werden wie durch die Glykolpanscher aus dem Burgenland, vergessen sie das ihr Leben lang nicht mehr und vererben das auch noch an ihre Kinder. Siehe auch diese uralte Diskussion:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Pieroth_Wein
            Mein inzwischen verstorbener Stiefbruder war auch Stammkunde bei Pieroth und hat sich für mehrere Tausend Mark im Jahr von den Kaspern zum Weinkenner ausbilden lassen. Deren Vertreter kam mehrmals im Jahr direkt zu ihm ins Haus zur Weinprobe vor Ort. Nach dem Debakel vor 40 Jahren war damit Schluß. Er hat zwar immer noch seinen Gästen und sich selber Wein kredenzt aber auf einem deutlich bescheideneren Niveau. Obwohl Pieroth heute wieder Pieroth heißt, ist die Firma noch weit entfernt von einstiger Größe. Die oben verlinkte Diskussion zeigt auch, welche Energie Unternehmen darauf verwenden, um Wikipedia-Artikel über sie zu manipulieren.

          • kassandro sagt:

            @Racingman:
            Sie haben natürlich Recht. Es gibt bei bei Kunst, Schmuck, Wein und Whisky im Gegensatz zu Aktien, Immobilien, Diamanten Bitcoin und fast allen Edelmetallen keine Besteuerung von Veräußerungsgewinnen. Dafür muss man aber beim Kauf erst Mal fast 20% Mwst. bezahlen und die muss man erst Mal wieder hereinholen. Es gibt ein einziges Anlage-Produkt, bei dem man weder Mehrwert- noch Zockersteuer bezahlen muss: Physisches Gold. Ich hab deshalb im August 2015 2 Kilo-Barren Gold für gut 32.000€ für den Kilo-Barren gekauft. Hintergrund war damals die Immobilien- und Aktien-Blase in China, die zu platzen drohte. Diese Blase ist längst vergessen, das Gold habe ich immer noch, allerdings in einem Bankschließfach, damit keiner auf die Idee kommt, mich zu Hause zu überfallen. Der Gold-Preis ist trotz explodierender Inflation und Börsengeknister nur mäßig gestiegen: Ein Kilobarren kostet im Moment gerade einmal gut 59.000€. Ich hoffe, dass ich dieses Gold nicmals verkaufen MUSS, denn dann steht es wirklich sehr schlecht um die Welt, und für’s Taxi fahren bin ich schon jetzt zu alt und war auch vorher nie geeignet. Hätte ich damals statt Gold Bitcoin gekauft, könnte ich heute locker zum Hubsi an die Elbchaussee umziehen, und zwar an deren Süd- und nicht an deren billige Nordseite, von wo man keinen Blick auf die nicht mehr ganz so christliche Seefahrt hat. Ich hab mich wenig später (nach 2015) auch mit Bitcoin bzw. der dahintersteckenden Block Chain beschäftigt und das ganze als schwachsinnigen. Als ich meine am 27.12. 2017 auf Youtube meine Philippica gegen den Krypto-Müll abfeuert stand der Bitcoin bei knapp $20.000, heute steht er trotz unzähliger Skandale immer noch bei knapp $28.000. Zwischenzeitlich stand er schon mal bei fast $70.000. Da kann man schon am Verstand verzweifeln, aber ich bleibe dabei: Der Krypto-Müll wird unweigerlich auf dem Müllhaufen landen. Im übrigen ist mir der Harz lieber als die Elbchaussee, allerdings nicht wegen des Whiskys.

          • Theo Epping sagt:

            Also ehrlich Leute, geht das nicht etwas süffiger, muss ja nicht zwingend Whisky sein, aber dieses staubtrockene Thema ist nur doch sehr weit von guter Unterhaltung entfernd und die ist doch das Kernthema dieses Blogs und nicht Bespassung ausrangierter Ökunomen, macht das in Eurem Sandkasten, bitte.

          • Un Coeur B sagt:

            Tilt at windmills.

          • Un Coeur B sagt:

            Geld essen Seele auf….Whiskey in the jar

          • Racingman sagt:

            @Epping: Sie haben die Chuzpe, ein Unterhaltungsprogramm für sich einzufordern, obwohl Sie selbst hier inhaltlich nichts leisten. Wie dreist ist das denn! Und zum Thema Finanzen: Den geruhsamen Lebensabend, den Sie für sich als quasi garantiert betrachten, können Sie knicken. Im Laufe dieses Jahrzehnts wird im Hause Epping die blanke Panik herrschen. Die Zeiten, wo ein Lars-Wilhelm Baumgarten zum Poker-Seminar nach Mallorca fliegt, sind bald vorbei.

            @Kassandro: Ich halte Ihre konsequente Sachwertstrategie für optimal, aber leider wird auch derjenige Anleger, der im Prinzip alles richtig macht, trotzdem schwer bluten müssen. Die Geldwertsparer, die auf Sparbücher und Kapitallebensversicherungen setzen, werden bald pleite dastehen, während bei den Sachwertsparern der Staat brutal zulangen wird.

            Die deutschen Anleger gelten in Europa zu Recht als die dümmsten, weil sie trotz akzeptablen Einkommens relativ wenig Vermögen bilden. Das liegt an ihrer Risikoaversität. In der Schweiz ist die Aktienquote viel höher als in Deutschland. In Deutschland dagegen gibt es immer noch fast so viele Kapitallebensversicherungen wie Einwohner. Gute Nacht, Freunde! Wenn der Großteil der Deutschen bald pleite ist, wird Kassandro trotz seiner schweren Buchwertverluste relativ gesehen natürlich in der Geldhierarchie enorm aufsteigen. Doch dann wird der Staat auch bei ihm zugreifen.

            Thema Immobilien: Das Lastenausgleichsgesetz von 1952 wird irgendwann im Laufe des Jahrzehnts wieder fröhliche Urständ feiern, denn immer, wenn der Staat Geld braucht, sind die Immo-Besitzer die erste Wahl, weil deren Immobilie schließlich nicht weglaufen und auch nicht versteckt werden kann. Das Ehepaar Epping wird dann eine Zwangshypothek auf sein schuldenfreies Haus eingetragen bekommen, und die Epping-Söhne erhalten dreißig Jahre Zeit, die Immobilie zu 50 % ein zweites Mal abzubezahlen. Thema Gold: Die Ersatzwährung Nr. 1 und deshalb der Erzfeind aller Zentralbanken (die aber natürlich selber fleißig Gold horten). Ein Goldbesitzverbot gab es schon öfter, und 1933 hieß es für die Amis: Abliefern oder zehn Jahre Knast! Die Ersatzwährung Bitcoin ist im autoritären China bereits verboten, und die Direktorin des Internationalen Währungsfonds hat dies neulich auch international für eine Möglichkeit gehalten. Wenn die Papierwährungen abschmieren, muss der Staat die Notausgänge versperren und etwas gegen alle denkbaren Ersatzwährungen unternehmen.

            Prognose: Kassandro wird wesentlich besser abschneiden als der Großteil der deutschen Bevölkerung und wird darum irgendwann (zumindest theoretisch) in der Lage sein, sich ein Vollblutgestüt zum Schnäppchenpreis zu gönnen, doch vor der Realisierung dieses Vorhabens wird der deutsche Staat bei ihm Kasse machen.

          • Racingman sagt:

            Eine aktuelle Forsa-Umfrage:
            * Nur 50 % der deutschen Bevölkerung trauen dem Versprechen von Bundeskanzler Olaf Scholz, dass die Sparguthaben hierzulande sicher seien.
            * 46 % haben diesbezüglich Zweifel.
            * Besonders groß ist die Skepsis bei AfD-Wählern: 78 %

          • kassandro sagt:

            No news is good news – Leider hat sich die US Einlagensicherung nicht an diese Devise gehalten. Nachdem es am letzten Wochenende keine “Rettungsmanöver” gegeben hat – am Wochenende zuvor wurde Credit Suisse von der UBS übernommen und noch eine Woche früher erfüllte sich das Schicksal der Silicon Valley Bank und einer Regionalband – stabilisierten sich die Börsenkurse der Banken am Montag zumindest ein bisschen. Heute wurde dann bekannt, dass eben diese US-Einlagensicherung, die vor zwei Wochen die Silicon Valley Bank übernommen hat, große Teile dieser Bank mit einem Abschlag von 16,5 Mrd. $ an die relativ kleine First Citizens Bank übertragen will. Des weiteren gab die Einlagensicherung bekannt, dass sie mit einem Verlust von etwa 20 Mrd. Dollar aus der Liquidation der Silicon Valley Bank rechnet. Das fachte sofort die Krise wieder an. Die First Citizen Bank, die hauptsächlich am anderen Ende der USA, in North und South Carolina, aktiv ist, hat eine ungeheure Chuzpe bewiesen. Durch die Transaktion dürfte sich ihre Bilanzsumme fast verdoppeln. Die US-Großbanken habe allesamt von diesem heißen Eisen die Finger gelassen.
            https://finance.yahoo.com/quote/FCNCA?p=FCNCA&.tsrc=fin-srch

          • Racingman sagt:

            Was ich bei dem amerikanischen Einlagensicherungssystem FDIC besonders problematisch finde, ist die Politik der Regierung. In Amerika waren eigentlich 250.000 Dollar pro Konto gesichert, und alles darüber hinaus verloren. Bei den Bankenrettungen neulich hatte die Regierung aber kalte Füße bekommen und versprochen, alles in voller Höhe zu ersetzen. Das schafft einen gefährlichen Präzedenzfall. Als US-Banker würde ich daraus folgern, dass grenzenloses Zocken jetzt erlaubt ist und dass die Banken im Zweifel immer gerettet werden in Zukunft.

          • Racingman sagt:

            Die Anzahl der Deutschen, die der Kanzler-Garantie bezüglich der Sparguthaben vertrauen, wird von Monat zu Monat abnehmen. Hier zwei weitere Problemfelder bei ntv.de:
            ******************
            Die Rettung strauchelnder US-Regionalbanken ist noch nicht in trockenen Tüchern, da kündigt sich bereits neues Ungemach für das US-Finanzsystem an: Neben der Schieflage wegen sinkender Renditen bei Geschäften mit langfristigen Staatsanleihen gibt es laut einer Analyse auch ernstzunehmende Probleme mit gewerblichen Immobilienkrediten. Offenbar sind davon wieder vor allem die kleineren Geldinstitute in den USA betroffen.
            *******************
            Forscher der New York University haben kürzlich errechnet, dass die US-Banken wegen der Zinswende auf bislang unrealisierten Verlusten von 1,7 Billionen Dollar sitzen – fast soviel wie das gesamte Eigenkapital von 2,1 Billionen Dollar im US-Bankensystem. Die Banken seien “mit fiktivem Kapital überflutet”, sagt der US-Ökonom Michael Hudson. Er glaubt deshalb, dass das jetzige Bankenbeben schlimmer wird als 2008.

      • Theo Epping sagt:

        So unterhalten sich zivilisierte Menschen.
        Damit kann man was anfangen.
        Ich bin nicht im STOFF wie man das ja wohl nennt.
        Grundsätzlich glaube ich, dass Sie recht haben und genauso Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass die Kriese eine von vielen im Rennsport und Vollblutzucht ist.

        Es wird viel Neues geben, aber es wird nicht aufhören.

        Nur weil einzelne scheiteren, geht nicht alles den Bach runter.

        • Theo Epping sagt:

          Und wieder ein hervorragender siebenter Rang.
          Alle sind häppi und freuen sich wie verrückt auf das nächste Holgi Märchen!

          • Theo Epping sagt:

            Übrigens Kassandro, wenn Sie demnächst Ihr Gestüt kaufen, so einen Zucht und Aufzucht- Berater Posten würde ich schon noch übernehmen, das ist mein Ding dafür würde ich nochmal ins Rad steigen.

        • Theo Epping sagt:

          @ Un Coeur B
          Geld … Angst (original R.W.F.)
          Schmerz – fressen Seele auf,
          nur wenn man es zulässt.
          An mir frisst nicht, was ich nicht (erreicht, bekommen) habe, sondern, was ich versäumt habe.

          • Un Coeur B sagt:

            Sie sehen das seelenlose des Vielschreibers, die ewigen Gedanken ums Geld, das um ihn einen Bogen zu machen scheint, fressen ihn nicht auf, sie haben ihn schon irgendwie gefressen.

        • Theo Epping sagt:

          @ Racingman

          Wie kann man so viele gute Worte benutzen und doch nur Bockmist produzieren?

          • H.Schmelz sagt:

            Der ewige Versuch, die Abkürzung zum Gelde zu finden. Die meisten scheitern. Falschgeld – schwer und teuer in der Herstellung. Ponzi Schemes – muß man viele Doffe kennen und starke Nerven haben. Lotto und Toto. So tun, als ob man was vom Geldverdienen verstünde. Das stärkt punktuell das Selbstvertrauen, aber es kommt nix dabei raus. So tun, also ob man was vom Geld ansich verstünde. Das ist auch kein Weg, das Geld zu verdienen. Am Ende muß man was verdienen, man muß andere Leute mit Geld überreden und überzeugen, einem das Geld zu geben. Aber wofür? Das ist die Kardinalfrage!

          • Racingman sagt:

            Die Antwort auf die Kardinalfrage ist denkbar einfach: um damit den Lebensunterhalt zu verdienen. So ist es jedenfalls bei mir. Ein T. Epping verlässt sich seit einem halben Jahrhundert darauf, dass das Geld für seinen Lebensunterhalt jeden Monat zuverlässig von außen kommt. Was aber, wenn dieser Geldfluss plötzlich stoppt? Bei den Galopptrainern in der DDR war es 1990 so. Die standen urplötzlich vor der Wahl: Selbständigkeit oder Arbeitslosigkeit? Auch im Westen wird ein Staat, der pleite ist, keine Renten oder andere Sozialleistungen mehr zahlen können, zumindest nicht in auskömmlicher Höhe.

            In diesem Blog gab es exklusiv im deutschen Turf die Nachricht, dass Deutscher Galopp mit Janine Knautz eine kaufmännische Leiterin eingestellt hat. Aus ihrem detaillierten Profil konnte der geneigte Leser entnehmen, dass ihr Spezialgebiet Risikomanagement ist. Das wird sie im Direktorium auch brauchen. Die spannende Frage ist doch: Was ist mit den sechs RaceBets-Millionen geschehen, die das Direx in Aktien angelegt hat? Mir als Außenstehendem würden die keine Rechenschaft ablegen müssen, aber die Stakeholder wie Rennvereine und Pferdebesitzer haben schon ein Anrecht darauf zu wissen, was mit dem Geld Derjenigen passiert ist, die Zwangsabgaben nach Kölle leisten müssen. Und was für Aktien wurden da gekauft? Ein Vergleich: Auch wenn ich Kassandros konsequente Sachwertstrategie genau richtig finde, würde ich bei der konkreten Umsetzung einiges anders machen als Kassandro. Zum Beispiel würde ich Aktien von Finanzdienstleistern seit 2008 nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen. Welche Strategie verfolgt das Direx bei seinem Portfolio, und wie hat sich das Portfolio entwickelt? Hat man auch Anleihen gekauft? Das wäre doch mal interessant zu wissen. Immerhin soll dieses Portfolio die Lebensversicherung des deutschen Turfs sein.

          • Theo Epping sagt:

            Wenn ich mich je in meinem Leben auf andere und deren, meinetwegen Geld, Unterstützung, verlassen hätte, ginge mir warscheinlich auch, wie Ihnen, der Arsch auf Grundeis. Ich komme von ganz weit unten, mir ist das Eichhörnchen- Prinzip sehr gut bekannt, glauben Sie mir, oder nicht, ich komme zurecht und nicht in einer 3 Zimmer Etagenwohnung mit Blick auf das Nachbarhaus.

        • Theo Epping sagt:

          @ Racingman
          Gibt es etwas bedauernswerteres als einen Menschen der sein Unvermögen nicht erkennt. Ich kenne Sie nicht, Sie sind mir völlig einerlei, aber Ihr Defetismus stört mich sehr. Da ist es nur gut, dass Sie keiner ernst nimmt.

        • Theo Epping sagt:

          @ Racingman
          Lange habe ich mich dagegen verschlossen, doch allmählich schleicht sich bei mir das Gefühl des Mitleids für Sie ein.

  117. j.w. sagt:

    weiß der racingman wie die bahn in doberan mittlerweile aussieht? ich schon. deshalb glaube ich auch nicht an rennen in 2024 …

    • Racingman sagt:

      Das letzte Mal, dass Sie das Gebiet der Stadt München verlassen haben, war doch 1998 bei der Hochzeitsfeier vom Loisl in Landshut, gell?

      • j.w. sagt:

        anscheinend sind sie wirklich so dämlich wie herr epping sie immer wieder darstellt. speziell ihre persönlichen anmachungen qualifizieren sie zum absoluten blogdepperl …

  118. H.Schmelz sagt:

    Doberan ist ein fauler Köder, war immer ein fauler Zauber, Schleifenmann mittendrin, Göntzsche ditto, die Karawane zieht weiter, Racingman verweilt noch etwas am Kadaver, mag sein etwas ist noch dran zum knabbern. Racingman Kadavermann. Who cares.

    • Racingman sagt:

      Wenn Sie Ahnung vom Rennsport hätten (= Konjunktiv), wüssten Sie, dass ich mit dem deutschen Turf schon lange nichts mehr zu tun habe. Aber selbst als Einäugiger bin ich im Blücherreich der Blinden noch König.

      • H.Schmelz sagt:

        Gewiss.

      • Theo Epping sagt:

        Was haben wir doch für ein Glück, dass in Deutschland der König nicht mehr gild, als der Stallknecht, Sie Fatzke.

      • Theo Epping sagt:

        Lieber Racingman, Sie sind ein A..loch und dem entspechend werden Sie hier und überall, ausgeputz…

      • Un Coeur B sagt:

        Die hartnäckigsten Anrufer sind immer die, von denen man nichts hören will.

      • Un Coeur B sagt:

        Wir haben eine junge Frau zu Gast, die sich darauf vorbereitet, Opernsängerin zu werden, und so gibt es bei uns Madame Butterfly zu allen Tageszeiten.

      • Un Coeur B sagt:

        Ich feiere nie Weihnachten, es ist ein Fest, das mir nichts bedeutet, aber weil ich gerne große Bögen mit meinen unsinnigen Worten und Zeichnungen fülle, nehme ich Weihnachten zum Vorwand, diese zu verschenken.

      • Un Coeur B sagt:

        Ob ich es bereue, Big Sur verlassen zu haben, offen gestanden, habe ich nie etwas bereut, Reue ist, wie Schuldgefühle, eine Zeitverschwendung.

  119. Theo Epping sagt:

    Ich stelle nicht da, ich gebe höchsten Denkanstöße.

  120. kassandro sagt:

    Linde vertreibt mit seinem Nerik den Fährhof von der Sport-Welt Titelseite.
    Normalerweise ist das untere Viertel der Sport-Welt Titelseite dem aktuellen Fährhof-Hengst vorbehalten. Zu meiner Verwunderung prangte da kürzlich der Lindenhof. Ein typischer Linde-Coup. Die Nachfrage nach seinem neuen Hengst scheint erstaunlich stark zu sein. Unter anderen schickt Jürgen Imm die Mutter des Derby-Favoriten und Ratibot-Siegers Alpenjäger zu ihm. Keiner kam den auf Grass noch ungeschlagenen Rebel’s Romance bislang so nahe wie Nerik und ohne die dort erlittene Verletzung hätte er den GP von Berlin vielleicht sogar gewonnen. Am Samstag steht die weiße Weste des Godolphin-Rebellen allerdings vor ihrer größten Herausforderung. Er muss im Dubai Sheema Classic gegen den neuen japanischen Superstar Equinox antreten.

    • Theo Epping sagt:

      Wenn in Bad Doberan ein paar Maulwurfshügel platt gemacht werden, ist unser rasender Reporter zur Stelle, wenn ein von Ihm als No Name gezeichneter, Ihm ein Schnippchen schlägt, dann ist Er ganz still, zu einer angemessenen Entschuldigung ist Er nicht fähig, unser gut gebetteter Privatier.

      • Racingman sagt:

        Ich bekenne mich hundertprozentig zu den Werten des deutschen Grundgesetzes und bin deshalb eindeutig gegen die AfD. Würde Volker Linde das auch unterschreiben?

        • Theo Epping sagt:

          Das geht sowohl Sie, wie mich, einen Schei… an!

        • kassandro sagt:

          Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Linde jemals die AfD gewählt hat. Ich hab die AfD bei den letzten beiden Bundestagswahlen gewählt, bin allerdings bei der letzten Niedersachsenwahl wieder ins Nichtwählerlager zurückgewechselt, wo ich mich immer am wohlsten gefühlt habe. Ich stimme mit der AfD in Sachen Corona, Euro, Klima, Gender und Islam ziemlich gut überein. In all diesen Fragen ist die AfD die einzige Alternative im Bundestag und es muss eine solche Alternative geben, meine ich. Im Gegensatz zur AfD bin ich allerdings kein Nationalist, sondern Kosmopolit – ich benutzte ganz bewusst dieses Wort, mit dem die Nazis immer die Juden diffamiert haben. Besonders im Ukraine-Krieg bin ich diametral anderer Meinung als die AfD, obwohl ich selbst wegen der Sanktionen zumindest bis auf weiteres etwa 10.000€ verloren habe. Abgewandt habe ich mich von der AfD allerdings erst, nachdem diese meine Kritik an ihrer Putinverehrung wiederholt wegzensiert hat, obwohl sie selbst dauernd die Zensur ihrer Meinung beklagt. Ich will allerdings nicht ausschließen, dass ich die AfD wieder unterstützen würde, wenn die Gefahr bestünde, dass diese Alternative wieder verstummen würde. Wenn ich mir das Verhalten der Altparteien und vor allem des Verfassungsgerichtes während der Corona-Zeit so anschaue, dann würde ich der AfD allerdings mehr Verfassungstreue attestieren als diesen Institutionen. Das Verfassungsgericht ist leider der schlimmste Verfassungsbrecher im Land geworden und völlig außer Kontrolle geraten.

          • Theo Epping sagt:

            Wir leben in einer Demokratie, angeblich sogar in einer der Besten weltweit.
            Die Menschen lassen sich immer nur zeitlich begrenzt für dumm verkaufen.
            Parteien – Politiker und Strömungen kommen und gehen aber das

            WAHLVOLK BLEIBT IMMER DAS SELBE!!!

  121. Un Coeur B sagt:

    Mit der Joghurt Samba Rassel können Sie Ihre Lieblingsmannschaft, ihr Lieblingspferd, anfeuern.

    Make some noise.

    • Racingman sagt:

      Heinz, das Lasix war für Gitti gedacht, nicht für Sie. Und trinken hätten Sie es auf gar keinen Fall dürfen!

      • Theo Epping sagt:

        Da sind wir doch lieber langweilige Egozentriker, allso harmlose, als ein infantiler Egozentriker wie Sie Herr Racingman, der dann mit Kaka um sich wirft.

    • Un Coeur B sagt:

      Die durch gehende, all umfassende Intelligenz mit Joghurt Samba Rassel, gut ?…geht so.

      Make some noise, geht auch so, alles so, la la.

  122. H.Schmelz sagt:

    Die Zeit der Lieblingspferde ist vorbei. Zu viel Getute in der Presse, zu viele one hit wonder, speziell auch in Südostasien. Keiner kennt die, keiner kann mit denen was anfangen. Athenagoras lange lange vorbei, Lirung auch schon lange abgetreten, wie es so super dämlich heißt, wenn die Pietät zum Ausdruck kommen soll. Heute hingegen machen viele Schwalben keinen Sommer, speziell auch die des Trainers Henk Grewe, der aber eine Standleitung zur SW unterhält, damit man immer unterrichtet ist, wenn wieder einer nicht gewinnt. Jetzt neue Lieblingsbescheuerte, Frau Wagenknecht und Frau Schwarzer. Mal sehen, wie lange die es noch machen im nationalen Rattenrennen um die abstruseste Kampagne. Sarah und Alice, Alice und Sarah. Als Komparse im Hintergrund: Oskar.

    • martin sagt:

      das ist eher der holgi mit der standleitung,und die schreiberlinge freuen sich,wieder ne seite voll

      • Theo Epping sagt:

        Holgi, find ich niedlich, Starmanager von Papi’s Gnaden (Bankkonto).
        Sahra – Alice – Oscar und Gerhard, alle im selben trüben Gewässer.

  123. H.Schmelz sagt:

    Es gab natürlich auch andere Helden, wie man heute sagen würde, Nijinsky allen voran, Allez France natürlich, L’Escargot bei den Hindernissen, was für ein schillernder Name, und dichter an Hannover Little Sheik, Galaxor, Precious Days, Janmaat, Doornkaat. Capo, der Unvergessene, Schwarzwälder, Goldbube, Wladimir. Dahlia.

    • martin sagt:

      lappländer nicht zu vergessen

    • Theo Epping sagt:

      Um Helden zu kreieren, muss man in der Lage und willens sein, langfristig zu trainieren und zu planen.
      Athenagoras ist 5 Jahre lang gelaufen. Er hat 6jährig im Aral – Pokal dem amtierenden Derbysieger und immerhin einem 4jährigen Windwurf, die Eisen gezeigt und zwar deutlich.
      Haben die Herren Greve oder Klug je über Jahre mit dem selben Pferd auf sich aufmerksam gemacht? Ich rede von Rennergebnissen, nicht vom Poesiealbum.

      • kassandro sagt:

        Sechsjährig hat Athenagoras nicht mehr viel gerissen. Selbst auf seiner Lieblingsbahn in Gelsenkrichen ist er der Stute Kandia unterlegen. Vier- und Fünfjährig war ausgerechnet Theos Marduk Athenagoras’ größtes Problem. Die beiden standen 3-4 Mal gegenüber mit einem leichten Übergewicht für Marduk. Speziell 1975 war ein unglaubliches Jahr. Athenagoras war damals 5, Marduk 4, Windwurf 3. Ohne Kronenkranich hätte der Kleine wahrscheinlich die Triple Crown gewonnen. Im Henckel-Rennen war er chancenlos gegen Kronenkranich, im Derby wurde er von diesem fast in die Rails gedrückt. Das St. Leger gewann er dann. Den Vogel im Jahr 1975 schoß natürlich Star Appeal ab: Erster deutscher Gruppe I Sieg in England und dann natürlich der Arc. Unmittelbar vor dem Arc unterlag er allerdings Marduk im GP von Baden. Ich bekam von dem allen nur wenig mit, denn ich war gerade im 2. Semester und die ersten drei Semester waren für mich die härtesten überhaupt. Erst als ich nach dem 3. Semester beschloss, von der Physik zur Mathematik zu wechseln, entspannte sich das ganze.

        • Theo Epping sagt:

          Glauben Sie mir das ist mir alles bekannt, zum einen war und ist Marduk mein Pferd und zum anderen habe ich für Kandias Züchterin gearbeitet. Ich habe Athenagoras angeführt, weil er eben, wegen seiner schwachen 5jährigen Saison auch mit 6 Jahren noch ran musste. Als Pferd habe ich nicht viel von ihm gehalten. Von Kronenkranich noch viel weniger oder Esclavo.

  124. Un Coeur B sagt:

    Athenagoras’ hellblaue Farben, mit Harro Remmert am gesamten Feld außen kurz vor dem Ziel vorbeiziehend, das muss in Horst gewesen sein, Kandia auch in Horst, Marduk hat man geistig gar nicht so auf dem Schirm, Windwurf auch nicht so, war das nicht die Zeit, als Christian Klar hier in der Baumstraße untergetaucht war, der Verfassungsschutz aber Leibnizstraße 15 observierte, Gaby und Brose, deren Tochter jetzt im Haus von Brigitte wohnt und lebt, alles scheint ineinander zu verschwimmen, man möchte seine Hand nicht für irgendetwas aus der Vergangenheit mehr ins Feuer legen, das Leben war nicht nur Kandia, Athenagoras, Marduk oder Windwurf, alle nur kleine Facetten vom ganzen, man weiß gar nicht mehr so genau, wo man war, wie man war, wie man drauf war, die Zeit davor in München und Innsbruck, Daglfing mit Rolf Luff und Obermeier, die großrahmige Stute Ilsebill noch in guter Erinnerung, München Ramersdorf, Krumbadstraße 88, später Innsbruck mit den Touristen und dem ewigen Patscherkofel Geschwätz, im grunde schien man überall und nirgends zu sein, mit Schweinskopf Sülze und Röstkartoffeln und einer Maß Bier im Wienerwald.

  125. H.Schmelz sagt:

    Eine Schweinskopfsülze kann etwas ganz ganz feines sein, aber auch Schrott. Dazu selbstgemachte Remoulade, mit Kapern und Anchovis und Gürkchen, den klitzekleinen sauren, nicht nur säuerlichen, sondern wirklich sauren. Und Wustersoße, Worcestershire genannt, mit Malzessig. Noch besser ist Kalbskopf Sülze, mit all den schönen quaddeligen und schlüpfrigen Teilen und gebratenen Stücken beigelegt. Macht heute keine mehr, will keine mehr haben. Damen finden es ekelig. Marduk hat das Derby nur gewonnen, weil Willie Carson auf Lord Udo nicht richtig hinkuckte, sich das Rennen zu leicht machte, ein Luftikus im Sattel, ein Schotte. Peter Remmert mußte tatenlos zusehen, wegen der Sperre, als Joan Pall rigoros zum Ziel ritt. Ein denkwürdiges Derby. 4711 wieder nicht gewonnen!

    • Theo Epping sagt:

      … nur gewonnen, weil … er als erster den Spiegel passiert hat.

      Lord Udo war für mich als Rennpferd, das Pferd meiner Wahl, vor Marduk, er war ja noch eins der Röttgener Pferde unter der Leitung meines Lehrherren Heinz Haasler und sein Vater Utrillo hat ja bei uns in Alpen gedeckt.
      Als Hengst, als Pferd war Marduk für mich überragend und als Vererber waren ja nunmal beide nicht das gelbe vom Ei.

      Die beste (Wild)schweinkopf Sülze gab es bei Frau Haasler, selbstgemacht natürlich, ganz egal was die verwöhnten Kolleginnen sagten. Aber beim Grünen Veltliner muss ich passen, da ziehe ich einen Müller- Thurgau trocken vor, ein Portugieser ginge auch.

  126. H.Schmelz sagt:

    Sülze in Oesterreich mit Grünem Vetliner, ich würde einen mittleren nehmen, etwas reif.

  127. Un Coeur B sagt:

    Die Schweinskopfsülze mit Röstkartoffeln schmeckte einem damals, 2,80 DM, den Preis bis heute nicht vergessen, sie gab es in jedem Wienerwald Restaurant, manchmal auch einen Brot Zeit Teller bestellt, aber eigentlich und fast immer nur die Sülze mit den Röstkartoffeln und ein Bier dazu, neben Daglfing im Winter damals eins der Münchner Highlights, wie man so etwas essen konnte, heute unbegreiflich.

  128. H.Schmelz sagt:

    Ehe es von Leuten mit Rosa Brille anders dargestellt wird: Sisfahan ist, wie schon in Saudi Arabien letzthin, ohne jede Möglichkeit 7. geworden. Erst ganz Hinten, kurzatmig im Bogen außen rum aufgeholt, dann in der Geraden schnell platt. Kein besonders guter Derby Sieger, wie es scheint. Auch kein besonders gutes Management. Dazu eine alberne Hofberichterstattung im Vorfeld.

    • Theo Epping sagt:

      Nur gut das mir rosa nicht steht.

      Was mir all die Jahre ein Rätzel geblieben ist:

      Wie kann es sein, dass sich erfahrene, knallharte, Geschäftsleute dermassen von ihren Agenten, Beratern oder sogenannten Racingmanagern, an der Nase durch den Führring führen lassen?

      • martin sagt:

        auch die mögen gerne honig am bart. aber schlimmer sind die schreiberlinge,die in jedes horn tuten,wwas ihnen entgegen gehalten wird und sich weigern selber zu denken,um nirgendwo anzuecken

      • Un Coeur B sagt:

        In der Stadtbibliothek, Internetportal 16, im Rücken der HBF, vorn die Auskunft, seit Corona alles ruhiger und entschleunigter zwischen den Büchern, weit weg Sisfahan, vor kurzem, Racingman und Racingmanager scheinen sich nicht viel zu geben, und zu nehmen.

  129. Un Coeur B sagt:

    So, wie man bei Pferde Rennen mehr nach außen, als nach innen guckt – kommt da von außen noch etwas? innen der Durch Schlupf meistens etwas versperrt – so schaut man auch woanders und anderswo mehr nach außen als nach innen, mit 13, 14 Milliarden Lichtgeschwindigkeit durch Zeit und Raum in die Vergangenheit, mit Teleskopen und weiß nicht was, nach innen weniger, wo innen doch die gleichen und dieselben Unendlichkeiten und Eventualitäten evident sind, auch innen die Racingmen mit ihrem ewigen Bla Bla und Singsang, einfach nur zu klein um aufzufallen, im großen alles wie im kleinen, da der Kosmos mit seinen beliebig vielen Parallel Universen, dort, innen, das gleiche und dasselbe, so soll es wohl sein, Amen.

  130. Racingman sagt:

    (Fortsetzung der obigen Finanzdiskussion, um nicht mit so engen Zeilen wie oben schreiben zu müssen)
    Als ich Ende letzten Jahres E-Mail-Kontakt mit Christian Sundermann hatte, erzählte ich ihm auch von meinen Erwartungen hinsichtlich der Finanzmärkte. Sundermann ist ja gelernter Investmentbanker, und diese Spezies lebt gemeinhin nach dem Motto „Renditen sind wie Stöckelschuhe – je höher, desto besser!“ Aber selbst der renditegetriebene Finanzsundermann sagte mir, dass er Bedenken wegen der Lage der chinesischen Schattenbanken habe. In der Tat, das ist ein extrem gefährliches Problem, dass hierzulande weitgehend unter dem Radar segelt. Es tauchte nur mal im deutschen Fernsehen auf, als eine Pleite des Evergrande-Immobilienkonzerns drohte. Letztere scheint vom chinesischen Staat mit sehr viel Geld erst mal abgewendet oder verschoben zu sein. Wenn aber weltweit Zentralbanken alle Probleme mit immer mehr frisch geschaffenem Geld zuschütten, wird das die Inflation massiv treiben.

  131. Un Coeur B sagt:

    Joe Biden 2, Donald Trump 3, Ron DeSantis 10/3, Kamala Harris schon mit 25 recht deutlich zurück

  132. Un Coeur B sagt:

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  133. Racingman sagt:

    Meine Zeilen richten sich ja (leider) nur an Kassandro, weil er der Einzige ist, der das Thema geistig verarbeiten kann. Es wäre natürlich schön, wenn es mehr Leute wären. Wenn aber zwei Knalltüten dauernd Störfeuer eröffnen, wird es sich auch kein intelligenter Mensch antun, hier zu publizieren. Mir wäre es am liebsten, wenn die beiden Störenfriede mich ignorieren würden und ihre eigenen Themen bearbeiten würden. Aber dazu sind Sie beide ja nicht in der Lage.

  134. Racingman sagt:

    Frage: Warum sind Kassandro, Manto und Theo deutsche Staatsbürger? Antwort: Weil sie für den deutschen Staat bürgen. Immer wenn ein Staat pleite geht, geht nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger. Doch wie gehen unsere Drei von der Tankstelle mit ihrer verantwortungsvollen Rolle um? Ziemlich unterschiedlich, aber das ist auch nicht weiter verwunderlich, weil Menschen halt sehr unterschiedlich ticken.

    Der gemütliche T. Epping (Donald Trump würde ihn wahrscheinlich als „Träger Theodor“ bezeichnen in Anlehnung an „Sleepy Joe“ Biden) setzt auch als knorriger Westfale konsequent auf Artikel 1 des kölschen Grundgesetzes. Kassandro dagegen findet das Wahnsinn, weil er im „driver’s seat“ bleiben und sein Leben selber steuern möchte. Also investiert er Zeit und Energie in die Finanzmaterie und steuert bei Bedarf finanziell nach. Beim Dritten im Bunde, Manto, ist die Lage eher nebulös.

    Vor geraumer Zeit konnte man seiner Website entnehmen, dass er sich mit „Mr. Dax“ Dirk Müller beschäftigt hatte. Das erlaubt zumindest den Rückschluss, dass Manto erkannt hatte, dass im Finanzsystem nicht alles rund läuft und dass er willens ist, Zeit und Energie in die persönliche Weiterbildung zu stecken. Zwei wichtige Punkte, bei denen er T. Epping voraus ist. Nur fragt man sich dann: Was hat Manto in der Konsequenz unternommen in Bezug auf seine persönlichen Finanzen? Hat er vielleicht ein Aktiendepot eröffnet, und wie läuft das? Leider ist Manto jemand mit einem schwachen Selbstbewusstsein, der Angst hat, sich zu öffnen, weil er dann vielleicht rundgemacht würde. Manto, nimm zwei Fisherman’s Friend, und dann trau dich!

    • Racingman sagt:

      In Anlehnung an Til Schweigers neuen Film “Manta, Manta – zwoter Teil” könnte man sagen: MANTO, MANTO – erster Teil

  135. Racingman sagt:

    Weil es selten Grund gibt, etwas Positives über den Blücher Blog zu sagen, will ich betonen, dass es für mich durchaus interessant ist, mit Kassandro über Finanzthemen zu reden. Das ist leider das Einzige hier. Die beiden Krawallbürsten scheinen irgendwie zu glauben, dass ich hier schreibe, um ihnen ein buntes Unterhaltungsprogramm zu bieten. Nein, Sie beide sind für mich reine Zeitdiebe.

  136. Racingman sagt:

    Es wäre wirklich Zeit für Blücher, sich hier mal wieder blicken zu lassen. Ist er jetzt Parteisekretär der AfD in Hoyerswerda? Oder hat er sich mit einer jungen Geliebten nach Goa abgesetzt? Oder kuriert er in einem Sanatorium seine Depressionen aus? Oder oder… Blücher, bitte melden.

    • Theo Epping sagt:

      Sie bedauernswerte Miesmuschel schreiben “für” niemanden, sondern gegen “Ihre” nicht enden wollende Langeweile und ich werde Sie augenblicklich ignorieren, Sie müssen sich nur auf die Fakten beschenken und nicht regelmässig persönlich werden.
      Echt wahr!

  137. Racingman sagt:

    Zitat „ich werde Sie augenblicklich ignorieren“ – das glaube ich Ihnen genauso wenig wie alles Übrige, das Sie von sich geben. Aber top, die Wette gilt.

    Wer ist der größte Feind des Privatanlegers Kassandro? Antwort: der böse Borkenkäfer. Wenn ich von meinem Schreibtisch aus in den Garten schaue, kann ich Baumsterben und Klimawandel live miterleben. Im Harz ist es in diesem Zusammenhang noch viel schlimmer. Da frisst der böse Borkenkäfer die von der Trockenheit geschwächten Bäume kaputt. Für Kassandro ist das schlimm im doppelten Sinne. Zum einen, weil es die Lebensqualität für einen Naturfreund deutlich mindert, zum anderen aber auch rein wirtschaftlich. Kassandro setzt schließlich auf Harz-Immobilien und glaubt an die Zukunft der Ferienregion Harz.

    Nach einem Finanzcrash werden sich die Deutschen Flugreisen in die Karibik nicht mehr leisten können, und das ist auch gut so, zumindest ökologisch. Denn ein Langstreckenflug produziert mehr Kohlendioxid als ein Jahr Autofahren. Wer sich dann noch Urlaub im Harz leisten kann, darf sich als ausgesprochener Glückspilz empfinden. Aber natürlich setzt das eine halbwegs intakte Umwelt voraus, denn in einer Mondlandschaft wird niemand freiwillig Urlaub machen wollen. Also hat Kassandro das allergrößte Interesse daran, dass die Urlaubsregion Harz landschaftlich attraktiv bleibt. In die Partei der Grünen eintreten wird er deswegen aber wohl nicht.

    • Theo Epping sagt:

      Halten Sie sich an den Teil meiner Ansage, den Sie in Ihrem Zitat weggelassen haben und ich werde Sie nicht mehr kommentieren, weil ich eingeschlafen sein werde.

    • kassandro sagt:

      Der Borkenkäfer ist nicht mein Feind. Er ist auch nur eine von drei Ursachen für die Waldkatastrophe bei uns. Der zweite ist die extreme Trockenheit im Jahre 2018, die die Bäume so schwächte, dass der Borkenkäfer richtig zubeißen konnte. Diese Trockenheit leitete viel Wasser auf die Mühlen der “Klimaschützer”, die dann sogar die These der “Tipping Points” aufbrachten. Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Getreideproduzenten#/media/Datei:Diagramm_Welternten_von_Reis,_Mais,_Weizen_1990%E2%80%932019.png
      Diese Statistik liegt außerhalb des Fälschungsbereich der “Wissenschaft”. Genau wie die Pandemenz-”Wissenschaftler” maßen sich die Klima-”Wissenschaftler” im Namen von DER Wissenschaft zu sprechen, die es meiner Meinung nach überhaupt nicht gibt. Es gibt höchstens einzelne Wissenschaften und die Klima-”Wissenschaft” habe ich noch nie dazu gezählt. Die Medizin habe ich früher mit der Note 4- wegen ihrer enormen Bedeutung für die Menschheit gerade noch zu den Wissenschaften gezählt. Damit ist es jetzt vorbei. Die geradezu verbrecherische Weigerung den Zusammenhang zwischen der Impfung und der mit ihr einsetzenden erheblichen Übersterblichkeit zu untersuchen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, war für mich der Grund, die Medizin aus dem Haus der Wissenschaften rauszuschmeißen. Nach diesem ungeheuerlichen Desaster muss die Medizin erst Mal ihr Haus in Ordnung bringen, dass so etwas sich so schnell nicht wieder wiederholt.
      Aber zurück zur Waldkatastrophe im Harz und anderswo. Der dritte und vielleicht wichtigste Grund für das Desaster ist die Überalterung des Waldes. Die jüngeren durchaus schon kräftigen Bäume haben Trockenheit und Borkenkäfer gut überlegt, und wenn sie in Mitleidenschaft gezogen wurden, dann nur, weil sie von zu vielen überalterten Bäumen umgeben waren. Schuld an der Überalterung des Waldes ist aber die Verwahrlosungsideologie der Ökofaschisten. Statt einer aktiven Forstwirtschaft, die konsequent alte Bäume entnimmt und neue anpflanzt, haben die den Wald einfach sich selbst überlassen, und das war letztlich der ausschlaggebende Punkt für die Waldkatastrophe. Vor der Finanzkrise waren die Holzpreise sehr hoch und danach sind sie wegen des mit der Null- und Negativzinspolitik einhergehenden Baumbooms schnell wieder angestiegen. Hätte man damals den Wald wirtschaftlich genutzt und mit einer Mischung aus Douglasie und Fichte wieder aufgeforstet . wären uns vielleicht auch die “Tipping Points” erspart geblieben. Die aus Nordamerika bekannte Douglasie ist sehr widerstandsfähig gegenüber Trockenheit und Borkenkäfer und kann auch viel älter als die Fichte werden und wächst dazu noch schneller. Sie ist also der ideale Wirtschaftsbaum. Aber selbst jetzt nach der Waldkatastrophe verweigern die Ökofaschisten die Aufforstung und wollen, wo immer möglich die toten Bäume stehen lassen. Das hat im letzten Jahr zu einem großen Waldbrand am Brocken geführt, wobei Waldbrand die falsche Bezeichnung ist. Das war ein Totholzbrand. Wenn man den toten Wald einfach sich selbst überlässt, entsteht daraus langsam ein hässlicher Gammelwald, wie er an der Südseite des Bruchberges, wo es bereits vor Jahrzehnten ein großflächiges Waldsterben gab, gut zu sehen ist.

      • Theo Epping sagt:

        Sie ist also der ideale Wirtschaftsbaum!

        Und dieser Satz, zeigt uns den vierten und gefählichsten Feind des Waldes und der Umwelt.
        Geschichte und ihre Fahler, wiederholen sich immer wieder. Monokultur, egal wie und wo, ist immer falsch.
        Sauerland und Harz sind immer noch nicht Warnung genug vor der Wirtschaftlichkeit, in Verbindung mit Natur.

        Die Übersterblichkeit??

        Wer die Impfung als etwsa anderes, als die Kanalisation des sterbens sieht, hat was falsch verstanden oder macht sich was vor. Die Impfung stoppt doch das Virus nicht, sie verlangsamt nur das sterben.
        Schon zu Pestzeiten sind unzählige an Folgeseuchen gestorben, weil man nicht Herr über die vielen Toten wurde und die Bevölkerung der Welt, war nur ein Bruchteil der heutigen.
        Die Toten würden sich in den Straßen stapeln, wie der Müll bei einem Verdi Streik.

        Gut dass wir drüber geschrieben haben!?

  138. Racingman sagt:

    Was mich zu obigem Beitrag inspiriert hat, war ein Medienbericht über neue Finanzprodukte von „Dr. Doom“ Nouriel Roubini. Selbige wenden sich an Anleger, die sich vor einem Finanzcrash schützen wollen, und diese Finanzprodukte enthalten alle diese drei Elemente: 1) Gold, 2) vor Umweltrisiken geschützte Immobilien, 3) kurzfristige und inflationsgeschützte Staatsanleihen. Man beachte:Von Aktien keine Spur. Interessant ist auch der Hinweis auf die Immobilien ohne Umweltrisiko. Immerhin gibt es solche Risiken in den USA mit Wirbelstürmen, Dürreperioden und Überschwemmungen ja reichlich.

  139. Racingman sagt:

    Der Blücher Blog war das erste Medium im deutschen Turf, das über die Affordability Checks in der britischen Wettbranche berichtete. Später mussten dann auch Turf-Times und GaloppOnline nachziehen, weil das Thema einfach zu bedeutsam für die Branche war. Die kürzliche Strafe der britischen Regierung von fast zwanzig Millionen Pfund gegen den Wettkonzern William Hill wegen dessen fehlender Spielerkontrollen sorgt aktuell in Großbritannien für große Aufregung. Jeder wartet darauf, wie der Inhalt des reformierten Gambling Act, des Glücksspielgesetzes, aussehen wird. Innerhalb der nächsten Wochen soll nun endlich das langerwartete White Paper veröffentlicht werden. Dann wird man klarer sehen. In Deutschland gibt es für Fußballwetter über LUGAS auch schon Nachweispflichten für solche Zocker, die höhere Beträge wetten wollen.

    Kassandro hat hier schon kundgetan, dass dies alles in der Finanzbranche doch bereits gang und gäbe sei. Richtig, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Bei etlichen Finanzdienstleistern werden Kundenkonten routinemäßig vorübergehend gesperrt, bis die rechtmäßige Herkunft des Geldes geklärt ist. Es gibt sogar schon eine Anwaltskanzlei, die sich darauf spezialisiert hat, Kundenkonten wieder zu entsperren. Es geht teilweise schon so weit, dass nicht nur die letzte Stufe der rechtmäßigen Geldherkunft belegt werden muss, sondern auch noch die Stufe davor. Wenn das so weiter geht, wird man irgendwann auch noch beweisen müssen, dass das Taschengeld, das man als Kind bekommen hat, aus rechtmäßigen Quellen stammte.

    • Un Coeur B sagt:

      Darauf wird es wohl hinauslaufen, zu beweisen, dass das Taschengeld, das man als Kind bekommen hat, aus rechtmäßigen Quellen stammte.

      • Theo Epping sagt:

        Für mich ein Kinderspiel, habe nie eins bekommen.
        Sie wissen doch, Kind armer Leute… dass, das mal ein Vorteil ist.

        • Racingman sagt:

          Und ich hatte mich schon darauf gefreut, dass mein größter Fan mich endlich ignorieren wollte. Das Versprechen hat ja nicht einmal drei Stunden gehalten, oh je…

          • Theo Epping sagt:

            Sie ach so kluger Mann, sind zu klug Ihre eigenen Aussagen zu verstehen.
            Ignorieren kann man nur, wen oder was man im Auge hat. Ich ignoriere Sie, aber ich habe Sie im Auge uny Sie erfüllen bei Leibe nicht Ihre Auflagen.
            Glauben Sie armes … was auch immer, Sie könnten durch ignorieren Ihre Unfähikkeit ausgleichen?
            Ignoranz geht nur beiderseitig, also halten Sie sich an Ihre Zusagen oder ..

            Schwätzer

      • Theo Epping sagt:

        Un Coeur B haben Sie neuerdings einen Souffleur?

        • Un Coeur B sagt:

          Ja, die innere Stimme, aber eigentlich nicht neuerdings, und ein, zwei Bücher, um mal auf andere Gedanken zu kommen, und ein paar Seiten Börsen Wahrheiten, die aber auch falsch sein könnten: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Das Börsen Glück ist wie ein Kristall, der während des schönsten Glitzerns zerspringt usw. – Wenn der Mensch nicht seinem Schicksal folgt, zieht ihn das Geschick am Schwanz…aus Meine Jugend hat spät begonnen…und Mein Leben und meine Welt:

          Das ist Alfred Perlès, mein lustiger Gefährte der Pariser Jahre. Wie er da in seinem Zimmer auf Zypern sitzt, sieht er kaum einen Tag älter aus als zu der Zeit, da ich ihn im Café du Dôme in Paris kennenlernte. Das war 1928. Sein Motto ist und war schon immer: Nur mit der Ruhe.

          Alfred Perlès: In der Jugend dachte ich, Ich lebe! Im Alter wurde mir bewusst: Ich werde gelebt. Es lebt mich.

          Egal ob Einflüsterungen, eigene Gedanken oder Racingman, alles ziemlich unwichtig.

  140. Racingman sagt:

    MOBBING FRÜHER UND HEUTE

    In einem früheren Turfforum hatte ein anonymer Zeitgenosse, der keine Ahnung hatte, was ich beruflich genau mache, mir einfach mal so Steuerbetrug vorgeworfen. Kein sehr intelligentes Verhalten von ihm, sich selber den Strick um den Hals zu legen. Aber er hatte Glück, denn ich habe mich nicht darüber aufgeregt. Diese Episode war pipifax im Vergleich zu dem, was sich manche Prominente heutzutage beim Cybermobbing so anhören müssen.

    Kürzlich haben mehrere deutsche Fußball-Nationalspieler im Fernsehen einige Beispiele berichtet, mit welchen Beleidigungen sie von Unbekannten im Internet belegt werden. Ich wiederhole das hier lieber nicht, aber es ist wirklich entsetzlich. Empfänger reagieren auf solche Angriffe aber sehr unterschiedlich. Einem Kai Havertz ging das echt an die Nieren, während andere Menschen wie ich eher aufblühen, wenn der Pöbel sich auskotzt. Ich hatte diesbezüglich einst ein interessantes Erlebnis auf der Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld.

    Damals waren Einladungsrennen in Bahrenfeld für die Galopper während der Horner Derby-Woche noch üblich, und ich konnte als junger Bursche zusammen mit Andreas Wöhler, Heinz Harzheim, Hans-Heinrich von Loeper und etlichen Anderen an einer solchen Gaudi teilnehmen. Vor dem Rennen fährt man zum Aufwärmen in Rennrichtung schnell an den Rails, dreht dann ein und fährt an den Außenrails im Zockeltrab entgegen der Rennrichtung ganz nah an den Zuschauern vorbei. Eine ideale Gelegenheit für die Zuschauer, den Fahrern etwas zuzurufen. Und das taten sie bei mir reichlich. Vom Rennbahnsprecher war ich als Pferdebesitzer aus Dortmund angekündigt worden. Wie er auf diesen Blödsinn kam, ist mir ein Rätsel.

    Den Rennbahnzuschauern war es aber sowieso egal. Bei denen stand Ablästern auf dem Programm, und gegenüber den Galoppern konnten die Traberzuschauer ihre Minderwertigkeitskomplexe ideal ausleben. Absolut keiner von denen kannte mich, aber das hielt sie nicht davon ab, mir wüste Beleidigungen aller Art entgegenzuschleudern. Mich hat es eher überrascht und amüsiert. Internet gab es damals noch nicht, so dass die Hooligans noch persönlich auf die Rennbahn kommen mussten.

  141. H.Schmelz sagt:

    “Aber was wäre, wenn ein russischer Sportler allergisch reagierte auf eine westliche Kritik an Präsident Putin und auf seinem T-Shirt einen Schriftzug unterbrächte, mit dem die Vergiftung von Aleksej Nawalnyj Deutschland zugeschrieben wird?”

    Dergleichen liest man bei Michael Vesper auf seiner Website, dem Präsidenten des DVR, der diese Sentenz eingebettet hat in eine innige Absolution der olympischen Bewegung, die Sportlern die Kundgebung von politischen Dingen verbietet. Herr Vesper war ja vorher in Sachen Olympia zugange, ein treuer Freund von Thomas Bach, der wiederum dicke mit V.Putin kann. Ja, was wäre dann, o mein Präsident? Es wäre, was immer ist, es wäre so, daß Putin Freunde mitmachen dürften, und eine angenommene allergische Reaktion demzufolge eine Frage aufwirft, die bang macht, und daher hier nicht hin gehörte, weil politisch, und nicht die allergische Reaktion das allergische ausmacht, was den Leser befällt, sondern die deutsche Beteiligung ins Spiel gebracht wird, um vom gedanklichen Debakel des Bildes abzulenken, welches Herr Vesper ohne Not entwirft. Weil er irgendwie durchaus erkennt, daß seine Position nicht wirklich edel ist, sondern geldgeil, und nix anderes, und er in seiner Not Bilder entwirft, die schief und krumm sind.

    Nun ist die Welt 3 Jahre weiter (das Zitat ist von 2020), und die Not ragt noch steiler ins Land, und der Terror des Putin nach Innen und Außen ist noch um einen neuen Terror erweitert worden, und weiter denken Herr Vesper und Herr Bach, Politik hat im Stadion und im Führring nota bene nix zu suchen. Sondern nur Geld. Das ist stets hochwillkommen.

  142. Racingman sagt:

    KLEIDERORDNUNG BEIM RENNEN

    Der aktuelle Aufhänger meines Beitrags ist die Änderung der Kleiderordnung auf den britischen Rennbahnen, denn es soll dort künftig nicht mehr so förmlich und steif zugehen. In dem Zusammenhang erinnere ich mich an Rennbesuche früher auf dem Kontinent. Von Brüssel aus war ich nicht nur in Belgien, sondern auch in Frankreich oft beim Rennen. Dabei erstaunte mich immer wieder die Tatsache, wie unterschiedlich sich doch Belgier und Franzosen auf der Rennbahn kleiden. Die Franzosen waren bei den großen Renntagen in Chantilly sehr elegant, während die Belgier eher auf Räuberzivil standen. Wie sehr aber der optische Eindruck täuschen kann, sollte ich mal bei einem Renntag in Ostende erfahren.

    Ich hatte damals eine Freundin, die älter als ich und so der Typ „teures Luxusweibchen“ war. Sie hatte mir frühzeitig klargemacht, dass sie zwar sexuell auf jüngere Männer stand, aber dass ihre Hauptzielgruppe reiche ältere Herren waren, die ihr ein komfortables Leben ermöglichen konnten. So weit, so gut. Als wir an einem Sonntag beim Galopprennen an der Küste in Ostende waren, entdeckte sie plötzlich zu ihrer Überraschung inmitten der Menschenmenge in der Wetthalle einen Mann, den sie anscheinend kannte und auf den sie zielsicher zusteuerte. Dies war für mich noch nicht weiter überraschend, sondern eher das Aussehen des Mannes. Ziemlich abgerissen, eher so wie ein Hausmeister im Wiener Gemeindebau, dachte ich. Aber das war weit gefehlt, wie ich später erfuhr. Er war der Geschäftsführer des Autokonzerns Ford in Belgien. Das war ihre Preisklasse. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mich so sehr bei der optischen Einschätzung eines Menschen täuschen könnte. Seit dieser Erfahrung verlasse ich mich lieber nicht mehr auf solche gefährlichen Vorurteile.

  143. Racingman sagt:

    EQUIDIA IST TOP

    Pannen gehören irgendwie zum Leben dazu, und in den meisten Fällen kann ich über meine Patzer hinterher selber drüber lachen. So war es auch nach einer Live-Sendung im französischen Rennbahnfernsehen.

    Vor ungefähr zwanzig Jahren war ich mit meinem französischen Jockey-Schützling im Elsass bei einer Veranstaltung auf der Straßburger Rennbahn, die mit dem Auto nur eine Dreiviertelstunde von Iffze entfernt liegt. Diese Rennveranstaltung war der PMU-Haupttermin an dem betreffenden Nachmittag, und so hatte der Sender Equidia neben der Tribüne ein überdachtes Moderatorenstudio aufgebaut. Um die Rennpausen zu überbrücken, empfing der Moderator während der ganzen Zeit immer wieder Aktive zu einem kurzen Plausch, damit die Fernsehzuschauer etwas Abwechslung hatten.

    Irgendwann war auch mein Jockey dran, und ich wurde ebenfalls an den Tisch gebeten. Der Moderator befragte zunächst den Jockey und anschließend mich. Irgendwie hatte ich aber wohl die Frage völlig missverstanden. Jedenfalls habe ich dann wortreich eine Frage beantwortet, die mir gar nicht gestellt worden war – und anders als viele Politiker hatte ich es selbst gar nicht gemerkt. Der Moderator verschwieg das huldvoll, aber mein Jockey klärte mich hinterher auf. Nun ja, shit happens, und es war trotzdem eine interessante Sache.

    Diese persönliche Erfahrung war mein Einstieg zum Thema Equidia, das ich als TV-Sender ganz großartig finde. Equidia hat den französischen Rennsport wirklich revolutioniert. Mit professionellen Übertragungen und dem großen Besteck wird da Turf-TV in einer Qualität präsentiert, die wirklich überzeugt. Der deutsche Rennsport hat sich zweifellos auch gesteigert. Früher gab es bei uns eine Rennübertragung, und danach wurde erst einmal eine Viertelstunde lang ein leerer Führring gezeigt. Da ist das Wettstar TV eine klare Verbesserung, aber bis zu Equidia ist es noch ein Sprung. Auch in Italien und Spanien hat man beim Rennbahnfernsehen massiv investiert und Verbesserungen herbeigeführt. Mal sehen, wie lange Deutschland sein Turf-TV noch finanziell durchhalten kann.

    Auffallend ist natürlich, dass Equidia sich ganz auf das Wettgeschehen konzentriert, was rein kaufmännisch zweifellos richtig ist. Wenn in Sydney, Hongkong, Köln und Los Angeles keine Pferdewetten mehr möglich wären, würden 90 % der (sogenannten) Turffans das Interesse am Rennsport verlieren. Und das ist die Crux des Rennsports: Wer sich beim Zuschauersport für Fußball, Tennis oder Formel 1 interessiert, begeistert sich in erster Linie für diesen Sport, und ein Teil der Zuschauer wettet als Bonus auch noch auf diese Ereignisse. Wären diese Wetten irgendwann nicht mehr möglich, würden die Fans trotzdem bei ihrem Stöffchen bleiben. Beim Pferderennsport ist das anders. Da ist der Anteil der originären Turffans mit nur 10 % leider zu klein. Wenn es in dieser bedrohlichen Lage dann mit einem neu aufgekommenen Angebot an Sportwetten übermächtige Konkurrenz gibt, sieht es für den Rennsport düster aus.

    Die komfortablen Rennübertragungen von Equidia haben natürlich auch eine Kehrseite der Medaille, und die besteht darin, dass die Pariser Rennbahnen jetzt weitgehend leer sind. Früher war das auch an Wochentagen anders. 1972 war ich das erste Mal beim Galopprennen in Deutschland und nur zwei Jahre später dann auch in Paris. Damals gab es an Renntagen diverse private Busunternehmen, die von den unterschiedlichsten Plätzen in Paris aus die Rennbahnen ansteuerten. Die Wetter hatten damals noch keine andere Gelegenheit, die Rennen anderweitig zu sehen, und mussten also auf die Hippodrome. Dem französischen Pferderennsport verdanke ich auch die ersten Anfänge beim Erlernen der französischen Sprache. Als Schüler bin ich freiwillig und mit großer Motivation morgens um 7.10 Uhr zum Französisch-Unterricht angetreten, einzig und allein beseelt von dem Wunsch, irgendwann Informationen über den französischen Turf verdauen zu können. Auf diese Weise kann der Pferderennsport auch einen Beitrag zur Weiterbildung eines Menschen leisten.

  144. Racingman sagt:

    Eben habe ich mal kurz in die Livesendungen von Equidia und Wettstar geschaut, in beiden Fällen vom Mülheimer Raffelberg und in beiden Fällen mit Daniel Delius (69). Doppelgleisig auf Deutsch und Französisch – wie macht der DD das? Ganz einfach, weil Wettstar nicht so hundertprozentig live ist, sondern ein paar Minuten zeitversetzt überträgt. Als bei Equidia die Teilnehmer des fünften Rennens auf dem Raffelberg schon im Ziel waren, drehten sie bei Wettstar dort noch an der Startstelle ihre Runden. Der doppelte Delius gab bei den Franzosen Wett-Tipps vor dem Rennen zum Besten und interviewte bei den Deutschen den Siegreiter Wladi Panov auf dem Geläuf.

    Als ich 1972 als junger Teenager mit dem Galopprennsport begann, waren die Dinos Göntzsche und Delius nach meiner Erinnerung auch schon da. Sie haben fast ihr gesamtes Berufsleben in der geistigen Enge des deutschen Turfs verbracht – etwas, das ich weder gewollt noch gekonnt hätte. Für mich waren sowohl Abwechslung als auch Unabhängigkeit immer wichtig, aber die Menschen ticken eben unterschiedlich.

  145. Racingman sagt:

    Im italienischen Rennbahnfernsehen sehe ich gerade die Übertragung vom größten Renntag des Jahres in Pisa mit dem Premio Pisa. Viel Publikum wie sonst nie auf den Italo-Hippodromen, viel Eleganz, und viele Frauen mit Aufsehen erregenden Hüten. Im Rahmenprogramm lief eben die Ebbesloherin Waldeza aus dem Stall von Sarah Steinberg. Piechulek versteckte die Stute geschickt an der Innenkante, stieß in der Zielgeraden durch eine enge Lücke durch und sah schon wie der Sieger aus, bis er ganz zum Schluss noch von zwei schnelleren Kandidaten überholt wurde.

    Die Sieger-Interviews auf dem Geläuf werden vom Italo-Delius namens Enrico durchgeführt, früher ein Bekannter von mir, der mir oft bei meiner Arbeit geholfen hat. Im zweiten Rennen des Tages wurde die Siegerehrung vorgenommen durch einen Ex-Trainer, der jetzt als Vollblutagent arbeitet. Der hatte früher das Kunststück geschafft, bei nur zwei Starts in Großbritannien beide Mal ein Gruppe 1-Rennen auf der Insel zu gewinnen. Ich hatte damals einen schriftlichen Vertrag mit ihm, durch den ich an den Renngewinnen derjenigen Vollblüter partizipierte, die ich ihm ins Training vermittelt hatte. Leider war sein Superpferd Electrocutionist, das dann von Godolphin aufgekauft wurde, nicht dabei…

    Zwischendurch habe ich heute Nachmittag bei ntv.de etwas über den UBS-Deal gelesen, das den neuen UBS-Aktionär Kassandro nicht gefallen wird:

    Der erzwungene Zusammenschluss des “Supertankers” Credit Suisse und UBS weckt neue Sorgen. Man hätte den “Bailout vermeiden müssen”, sagt der Bankenexperte Volker Brühl. Privatanleger sollten die Finger von den “Zockerpapieren” lassen.
    ntv.de: Herr Brühl, war die Übernahme der Credit Suisse für die UBS ein schlauer Deal?
    Volker Brühl: Nein, eine geordnete Abwicklung der Credit Suisse wäre viel sinnvoller gewesen. So infiziert man die kerngesunde UBS durch eine seit Jahren kränkelnde Credit Suisse, von der niemand weiß, welche Risiken sich noch in ihr verbergen.

  146. H.Schmelz sagt:

    Er liest was bei Hinz&Kunz, der andere liest was bei Hör Zu, weil er nicht verstanden hat, was er tun soll. Es geht um Dies und Das, Borkenkäfer bzw. Schweizer Käse, Emmentaler womöglich oder auch gereifter Borkenkäfer. Es kann sich nicht so gut erinnern. Er glaubt, er wäre mal in Bergamo gewesen, Altstadt oder Neustadt, Bimmelbahn irgendwie möglich, deutlicher Erinnerung an gereiften Quintarelli Valpolicella Classico in Riedel Gläsern. Daran erinnert er sich deutlich, den Geschmack nach Trauben und Saft. Benito Mussolini hat in Bergamo gewirkt, stätdebaulich, moderne Zeiten eingeläutet, der opernhafte Kinnmuskelspanner und Pausenclown, auf den der Führer zeitweilig mächtig eifersüchtig war, wie man munkelte. Dann das jähe Ende, kopfabwärts bammelnd an einer Laterne in Mailand.

    In Gulfstream Park Florida Derby, $ 1,000,000, gestern, der Favorit hat gewonnen, Forte, mit Irad Ortiz, und ist jetzt erstmal Favorit für Churchill Downs am ersten Sonnabend im Mai. Er ging weite Wege, Ortiz wollte kein Risiko eingehen, und er hat geliefert, am Ende sicher und überzeugend. Etwas später dann das Arkansas Derby in Hot Springs, Oaklawn Park. Angel of Empire und Flavien Prat, auf gleicher Distanz, für 250,000 mehr, ähnlich vorsichtiger Rennverlauf, aber für meine trüben Augen noch überzeugender, weil noch wesentlich wackeliger im Einlauf, also wahrscheinlich steigerungsfähiger. Flavien Prat war mal 2. Mann bei Fabre, als da noch Peslier erster Mann war, wenn ich das recht erinnere, und da hat er sich gesagt, das wollnwer doch mal sehen, und ist nach USA ausgewandert, sein Glück zu machen. Da ist er jetzt eine ganz große Nummer, an der Westküste, also Santa Anita und Del Mar, und macht landesweit den Ortiz Brüdern und Rosario etc. Konkurrenz. Florent Giroux ist noch so einer von dieser Sorte. Der erste war Julien Leparoux, der nun aber langsam aber sicher in den reiterlichen Abendhimmel reitet. Die Zeit vergeht.

  147. Racingman sagt:

    INFLATIONSZUSCHLAG

    Weil die Inflation auch vor dem Rennsport nicht Halt macht, hat der französische Galopprennsport kürzlich eine Inflationsprämie für die Rennbahnbetreiber beschlossen. Eine Handvoll an Rennbahnen, die von France Galop selbst betrieben werden, sind davon nicht betroffen, aber alle übrigen. Und das sind immerhin 134 Rennbahnen. Geld kriegen alle Galopprennbahnen, die im letzten Jahr Rennen veranstaltet haben, und pro Rennen 2022 sind es 150 Euro. Insgesamt sollen so 800.000 Euro unter die Leute gebracht werden. Gute Sache.

    Auch in Deutschland wurden die Rennpreise erhöht. Auch eine notwendige Sache. In dem Zusammenhang stelle ich mir die Frage: Was bekommen eigentlich die Lohnsklaven in den Rennställen und Gestüten an Zuschlag? Die hätten es sicher am nötigsten. Sie sind aber nicht gewerkschaftlich organisiert, und einer allein gegen das Establishment hat keine Chance. In Italien gibt es zwei Jockey-Gewerkschaften, und in Großbritannien gibt es die Stable Lads’ Association, die die Arbeitsreiter vertritt. Und in Deutschland? Da gibt es den Trainer- und Jockeyverband. Das heißt, die Rennreiter als Arbeitnehmer sind bei den Arbeitgebern im selben Verband organisiert. Oh wie praktisch. So etwas gibt es wirklich nur in Deutschland. Die Arbeitsbienen in Rennställen und Gestüten hingegen sind nicht einmal dort dabei und sind somit nirgends standesrechtlich vertreten. Auf dem silbernen Tablett wird den Arbeitsbienen sicherlich kein Extra serviert werden. Also heißt es, selber eine Gewerkschaft zu gründen. Das aber haben die Betroffenen seit mehreren Jahrzehnten nicht geschafft, weil die Eigeninitiative dazu fehlt. Schade. Aber dann darf man sich auch nicht beklagen.

    • Theo Epping sagt:

      Und das tun die ja auch nicht, weil die wenigen, die dazu in der Lage gewesen wären, gekauft oder zum schweigen gebracht wurden. Sie Großmaul, aus ex Millionärs Zugause, haben doch keinen blassen Schimmer, was im Stall und auf der Koppel los ist. Bilden Sie sich wirklich ein, Sie hätten nicht Schuld an diesem Zustand, Sie Schmarotzer haben doch Ihr Lebenkang von genau diesem Zustand gelebt, Sie armseeliger Abstauber.

      • Racingman sagt:

        Hatten Sie nicht versprochen, mich zu ignorieren, hm? Ich habe von Anfang an gewusst, dass Sie das nicht schaffen werden. Der Blücher Blog eignet sich hervorragend für psychologische Feldversuche, weil sich die Teilnehmer untereinander nicht persönlich kennen. Als Anleger ist es für mich essenziell, nicht nur Zahlen, sondern auch Menschen und deren Verhalten möglichst realistisch einschätzen zu können. An der Aktienbörse und bei anderen Handelsplattformen muss man ja das künftige Verhalten von unbekannten Personen vorhersagen. Da ist es hilfreich, die eigene Menschenkenntnis zu trainieren und mal abzutesten, wie bestimmte Menschen auf bewusst gesetzte Reize reagieren. Hier im Blücher Blog ist dabei für mich nicht nur interessant, was die Teilnehmer sagen und wie sie es sagen, sondern auch das, was sie nicht sagen – erst die Gesamtheit ergibt ein Bild. Wenn ein Proband wild rumpöbelt und Andere für sein Elend verantwortlich macht, sagt das viel aus.

        • Theo Epping sagt:

          Schwätzer

          • Theo Epping sagt:

            Niete

          • Theo Epping sagt:

            Und habe ich Ihnen nicht genau gesagt, unter welchen Bedinungen ich das tut. Sie können doch gar nicht andets, als auf Kosten anderer zu leben, zu was anderem sind Sie doch gar nicht in der Lage, Sie Lakai von einem Kakaien.

        • Racingman sagt:

          Meine Prognose: Sie werden es auch in Zukunft nicht schaffen, mich zu ignorieren, denn für T. Epping gibt es nur drei wirklich unwiderstehliche Versuchungen: Zartbitterschokolade, grüner Veltliner und die Beiträge von Racingman.

          • Theo Epping sagt:

            Die typische Antwort eines zutiefst armen Geistes von Ihrem Charakter ganz zu schweigen.

            Beweihräuchern Sie sich so viel Sie wollen selber, aber beleidigen Sie gefälligst nicht meine Kollegen, Sie Schmierfink.

    • Theo Epping sagt:

      Ja, seit Jahrzenten ist es den Arbeitsbienen, die Ansprache ist schon mal ein Fortschritt zu Stallknechte o, Ratten, nicht gelungen, sich gemeinschaftlich zu organisieren, auch der Versuch sich über den Umweg “Landwirtschaft” mehr Gehör zu verschaffen, ist gescheitert.

      Dennoch stehen den Atbeitsbienen 2% der Renngewinne und Verkaufserträge, bis 3 Monaten nach verlassen des Gestüts, zu. Die Einhaltung ist, war jedoch kaum einforderbar.
      Ein wesentliches Mittel sich eine organisierung des Personals vom Hals zu halten war und ist sicherlich immer noch, sich mit unqualifizirten Leuten, die man leicht im Zaum und wieder los werden kann, durchzuschlagen. Die Fluktuation in den Betrieben ist schon immer sehr groß gewesen.

      Wenn Sie das nicht wissen, schlimm genug aber wenn doch, dann kann ich nur sagen, Racinmann, hat die große Klappe.

  148. Racingman sagt:

    Als Manager eines Jockeys habe ich auch die Dinge aus dem Stallmilieu erfahren, die Pferdebesitzer und Turfjournalisten nie zu hören bekommen. Und beim Geld spielt nicht nur das Gehalt, sondern auch andere Faktoren eine Rolle. Für Rennreiter etwa wird die Frage des Reisekostenersatzes in Deutschland und Frankreich sehr unterschiedlich gehandhabt.

    Wenn britische Arbeitsreiter eine eigene Gewerkschaft gründen können, warum tun die deutschen Kollegen dies nicht auch? Weil die Deutschen generell sich erst eine Bahnsteigkarte kaufen, bevor sie Revolution machen. Solange die Stallleute zu apathisch sind, eine Standesvertretung zu gründen, hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    Dass im deutschen Turf versucht wird, Oppositionelle erst mit Zuckerbrot und dann mit Peitsche mundtot zu machen, ist richtig, und das habe ich selbst bei mir erlebt. Bei mir hat es aber nicht geklappt. Gegebenenfalls muss man eben auch bereit sein, das Metier zu wechseln, und das kann auch ein Arbeitsreiter oder Gestütswärter. Es gibt jede Menge Jobs in allen Branchen, auch für Ungelernte. Und man wird dort mit einiger Wahrscheinlichkeit besser verdienen als im Turf. Zudem werden die Arbeitszeiten wohl humaner sein und das Unfallrisiko geringer als im Rennstall.

    Erika Mäder berichtete einst in den Medien davon, dass der Trainerverband in Verbindung mit dem Arbeitsamt versucht hatte, ab 2015 syrische Flüchtlinge als Arbeitskräfte in den deutschen Rennsport zu integrieren, weil die ja einigermaßen klein und leicht sind. Klappte aber nicht, weil die Syrer kein Interesse hatten. Es bringt dann auch nichts, jemanden mit Gewalt zu zwingen, denn ansonsten würde er vielleicht seinen Missmut an den Tieren auslassen. Rennställe sind halt Arbeitsplätze, wo kaum jemand hin will. Leider. Ich habe großen Respekt für Alle, die in den Rennställen arbeiten, weil das eine harte Maloche ist. Es wird aber niemand gezwungen, dort zu arbeiten.

  149. Racingman sagt:

    Der deutsche Galopprennsport war für mich im Wesentlichen eine Ansammlung von Schissern, vor Allem bei den Großkopferten, aber ausgerechnet bei den kleinen Leuten habe ich eine äußerst couragierte Person kennengelernt, die vor wirklich gar nichts Angst hatte: „Erin Brockovich“, die junge Arbeitsreiterin, die den Skandal im Riemer Mikrokosmos ins Rollen brachte. Angefangen hatte das Ganze als simple arbeitsrechtliche Streitigkeit um Geld zwischen einer Stallkraft und ihrem Arbeitgeber. Wenn Zivilgerichte vermuten, dass bei einem Thema auch kriminelle Machenschaften involviert sein könnten, geben sie der Staatsanwaltschaft einen Hinweis, und so war die Sache damals in die Gänge gekommen.

    Als die erste Riemer Razzia durch die Ermittlungsbehörden gerade erfolgt war, bekam ich sogleich einen Anruf aus einem Rennstall, der nicht beteiligt war. Im Riemer Mikrokosmos zirkulieren Nachrichten mit atemberaubender Geschwindigkeit. Und dann erschien diese Nachricht natürlich durch mich auch bei Turfnachrichten, dem einzigen Medium im deutschen Galopprennsport, das weder durch Zuckerbrot noch durch Peitsche auf linientreu getrimmt werden konnte.

    Als Folge der Berichterstattung meldete sich bei mir zunächst die ehemalige Lebensgefährtin des Trainers, die ein Darlehen von ihrem Männe zurückforderte, und anschließend die Arbeitsreiterin, die mich bis dahin gar nicht kannte, und bat um mediale Hilfe in ihrer Angelegenheit, weil sie in Riem Repressalien ausgesetzt war. Das Riemer Stalldorf neben der Rennbahn bildet ein einzigartiges Universum, weil die Angestellten dort zusammen arbeiten, leben, saufen und rammeln. Da bleibt nichts geheim. Die Angestellten verdienen wenig und haben unkomfortable Arbeitszeiten, die mit der Mehrheit der Bevölkerung schlecht zusammenpassen. Da bleibt es dann nicht aus, dass man auch die Freizeit gemeinsam verbringt.

  150. Racingman sagt:

    Der deutsche und der französische Galopprennsport planen jeweils eigene Initiativen, um den Turf wirtschaftlich voranzubringen. Im Beitrag heute geht es um die Deutschen.

    MONETARISIERUNG: mehr Money mit Martin & Manto

    Die deutschen Rennvereine wollen und müssen künftig mehr Geld verdienen – das ist die Kernbotschaft der jüngsten Gesellschafterversammlung der Rennbahn-Lobby BGG. BGG-Chef Gerhard Schöningh gab die Devise aus, dass die Monetarisierung der Rennbahnbesucher über den Besuch auf den Bahnen hinaus eines der wichtigsten Ziele der Rennvereine sein müsse. Was meint Schöningh damit?

    Monetarisierung ist eigentlich ein Begriff, der hauptsächlich im Online-Marketing verwendet wird. Auf den Galopprennsport umgemünzt, kann er zweierlei bedeuten:
    einerseits die Bestimmung des Werts eines Produkts, d.h. welchen Wert in Euro und Cent hat der Turfkunde Un Coeur B für den Dortmunder Rennverein genau?
    zweitens das Generieren von Einnahmen, d.h. wie kann man mit dem Turfkunden Martillo mehr Geld verdienen? Wohl hauptsächlich darum wird es Schöningh gehen.

    Bei einer Mitgliederversammlung des FC Bayern München rief einst ein sichtlich erregter Uli Hoeneß den Ultras des Vereins entgegen: „Ihr könnt froh sein, dass ihr für sieben Euro in der Südkurve stehen dürft!“ Die Billighuber waren nicht für die Finanzierung der sauteuren Allianz Arena zuständig, sondern haben nur die Funktion, bei Heimspielen für Stimmung zu sorgen. Das richtige Geld bringen andere Kunden zum Verein.

    Welchen Wert hat ein Manto für den Münchner Rennverein? Das bleibt solange unbekannt, bis nicht systematisch Kundendaten erhoben werden. Über Gewinnspiele wird das schon getan, aber nicht flächendeckend. In Fußballstadien gibt es bereits die Arena-Karten, die als Debitkarten funktionieren und mit denen man Einkäufe in den Stadien vornehmen kann. Hauptsächlich geht es aber dort darum, die Abläufe in der Gastronomie schneller ohne Bargeld zu gestalten. Kundenkarten gibt es in vielen Unternehmen, auch Bonuskarten wie Payback. Im deutschen Turf gibt es „Kartenwetten“ meines Wissens bisher nur in Iffze als Feldversuch.

    Im Rennsport könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Am Wettschalter, wo es oft quälend langsam vorangeht, mit Debitkarten für Tempo sorgen und gleichzeitig für Kundendaten für das Marketing sorgen. Wie heißt der Zocker Martin, wie alt ist er, wo wohnt er, wie oft wettet er und wie hoch, auf welchen Rennbahnen trifft man ihn an, usw. So können präzise Kundenprofile erarbeitet werden und auch mit Möglichkeiten der KI (Künstliche Intelligenz) verknüpft werden, um auch den Martin in der Welt außerhalb des Rennsports kennenzulernen. German Tote will die Marke „Wettstar“ zum führenden Wettanbieter in Deutschland aufbauen. Wenn man das dort vorhandene Material an Kundendaten mit anderen Quellen zusammenführt, wäre das eine gute Basis.

    Es geht für den Rennsport also darum, aus dem Turfkunden Martin mehr Geld herauszuholen. Laut Gerhard Schöningh hat der deutsche Galopprennsport nur so eine Chance, wirtschaftlich zu überleben. Wenn der Kunde Un Coeur B allein zu Hause in seinem Ohrensessel sitzt und auf dem Tablet Galopp anschaut, bringt das dem Turf finanziell gar nichts. Das will Schöningh ändern. Der Kunde soll über den bloßen Rennbahnbesuch hinaus lukrativer werden. Das könnte heißen, dass sich Manto am Montag nach einem Riemer Renntag im Online-Fanshop von Deutscher Galopp ein Jutta Mayer-Hoodie kauft. Und der Martin könnte am Dienstagabend auf der Kölner Rennbahn an dem Seminar „Zock dich reich!“ mit dem „Proffi“ Olaf Profft teilnehmen.

    Monetarisierung bedeutet aber nicht nur, aus diesen Turfkunden selbst mehr Geld herauszuquetschen, sondern auch MIT ihnen bei dritten Unternehmen Einnahmen zu generieren. Um ein geschmackloses und rein hypothetisches Beispiel zu wählen: Baden Galopp könnte über Kundenkarten genau sehen, welche Wetter besonders viel verloren haben und deshalb in Geldnöten sein könnten. Dann könnte Baden Galopp einer Klinik Adressenmaterial von eintausend dieser anfälligen Kunden verkaufen, falls diese Klinik Menschen sucht, die man als Spender einer Niere zum Verkauf überreden will. Klingt ziemlich makaber, aber es soll jetzt bereits Ärzte geben, die Patientendaten zu kommerziellen Zwecken verkaufen.

    Also bisher noch keine konkreten Vorstellungen bei der BGG. Warten wir mal ab, ob und was man in der nächsten Zeit auf den Weg bringen wird. Bei dem Tempo, das der deutsche Turf hierzulande meist an den Tag legt, wird es wohl noch dauern. Die Franzosen sind mit ihren anders gestrickten Aktivitäten längst schon in der Umsetzungsphase. Darüber demnächst hier.

    • Un Coeur B sagt:

      Darüber demnächst hier, bitte nein und nicht, er schreibt, und schreibt, und schreibt, will die Traumata der Vergangenheit so nicht an sich heranlassen, Trauma und Traumata in Österreich, Spanien, Brüssel, München…Rennbahn Verbot in München, das Traber Forum voll und zugeschrieben, ohne irgendeine Empathie, wie eine Maschine, wie eine Schreib Maschine, Vater Akademiker, Mutter Akademikerin, das soll nichts heißen, Brigitte schaut jetzt oft, wenn sie nicht schlafen kann, die echten Morde in USA, Medical Detectives, der vollkommenste Mörder dort, Serien Mörder, auch die Eltern Akademiker, er hätte seine Opfer aufgegessen, in Salz Säure aufgelöst usw., so, dass niemand etwas bemerkte, bis er dann nach vielen, vielen Jahren dann doch einen kleinen Fehler gemacht hätte, je anspruchsvoller der Intellekt der Eltern, desto vollkommener die Serien Mörder – - – das Traber Forum schrieb er quasi zu…jetzt ist der Blücher Blog dran, selbst schrieb man immer mal wieder etwas aus dem Steh Greif, meistens mit etwas Empathie für die Vollblüter, das war’s dann aber auch, oder?…Steh Greif ! endlich mal etwas Gutes und Besonderes, das Neue ist selten das Gute, weil das Gute nur kurze Zeit das Neue ist. Punkt.

      • Theo Epping sagt:

        Grundsätzlich ist das wohl gesprochen … toller Satz, woll.

        Als ganz junger Bursche habe ich mich immer fürchterlich aufgeregt, wenn ich einen alten Menschen mit seinem fetten Dackel oder Pudel gesehen habe. Bis ich dann die Erkenntnis hatte, besser ein einsamer Mensch liebt alle paar Jahre einen Hund zu tode, als das er vor Einsamkeit und Langeweile und Bewegungsmangel in seiner Wohnung dahin vegetiert.

      • H.Schmelz sagt:

        In der Hinsicht, mein Herr, habe ich was ganz feines für Sie und Ihre Partnerin – Alex Murdaugh! Gerade eben ging der Prozess zu Ende, wegen Mordes an Gattin und Sohn, ein Südstaaten Mann wie er im Buche steht, auf die schiefe Bahn geraten als Endpunkt einer Dynastie von Rechtanwälten. Mandantengelder veruntreut, so fängt es oft an, gespielt, so geht es oft weiter, eine Fahrt nach unten, mit Hunden und weitläufigen Latifundien. Am Ende der unvermeidliche Mord, die Vertuschung der Vergangenheit sowie die Vorbereitung zur Kassierung des Erbes, zur finanziellen und ethischen Sanierung, wenn man so will. Er stieg selbst in den Zeugenstand, sich dem Kreuzverhör aussetzend, eine völlige Katastrophe mit Ansage, wenn man mich fragt, ein letztes Aufbäumen im Gerichtssaal, bevor es im Jumpsuit schon zur Urteilsverkündung resp. dem Strafmaß ging. Der Stoff, nach dem Kriminalautoren lechzen, nach dem das Publikum lechzt. seit Jahrtausenden.

      • Un Coeur B sagt:

        Ja, sie ist ganz vernarrt in die Sendungen mit den echten Morden, heute mit ihr noch einmal Bob Dylans Konzert von 1992 geguckt und gehört, etwas anders als die nächtlichen Mord und Totschlag Geschichten, aber Lou Reed, Tom Petty, Johnny Cash, Johnny Winter, Richie Havens und die anderen auch schon tot und weg, aber das interessiert sie weniger, so gut wie gar nicht, die Musik gefällt ihr, alles andere blendet sie dann aus, am wenigsten mag sie eigentlich Bob Dylan.

        • Theo Epping sagt:

          Den haben wie auch gerade aufgelegt,
          bis mir seine Misstöne zu viel wurden,
          da habe ich dan Ella aufgelegt, nicht zu verwechseln mit Danzig…

  151. Racingman sagt:

    WETTSTAR DREHT AUF

    Im letzten Beitrag über die künftige Strategie des deutschen Turfs war auch die Rede davon, dass man Wettstar zur führende Wettmarke im hiesigen Galoppsport aufbauen will. Wie dies in der Praxis aussehen soll, kann man ab Ostern auf der Kölner Rennbahn bewundern. Dort fliegen nämlich die Kalkmänner raus, stattdessen übernimmt Wettstar das Pferdewettengeschäft. Der bisherige Co-Inhaber Tipico bleibt aber für das Fußballgeschäft in Weidenpresch. Also wird es in Zukunft die Kombi Wettstar/Tipico geben.

    Das Wundersame am deutschen Turf ist ja, dass man sowohl bei Wettstar als auch (als Aktionär) bei Pferdewetten.de/Sportwetten.de beteiligt ist. So wie der Inhaber von Mediamarkt und Saturn, der mit zwei getrennten Marken die gleiche Zielgruppe beackert. Um Kosten zu reduzieren, haben Mediamarkt und Saturn nun immerhin ihre Werbung gebündelt. Das ist bei Wettstar und Pferdewetten.de nicht zu erwarten, da der deutsche Turf jeweils nur eine Minderheitsbeteiligung hält. Und wenn man dann auch noch berücksichtigt, dass der deutsche Turf erst bei RaceBets rein und dann wieder raus ging, wird deutlich, dass man in Weidenpesch keine richtig durchdachte langfristige Strategie hat.

    • Theo Epping sagt:

      Ich frage mich, ist das jetzt ein Monolog oder eine Alleiunterhaltung oder schon ein Selbstgespräch?
      Kann mir da mal jemand weiter helfen, bitte.

      • Racingman sagt:

        Ich helfe immer gerne. Sie werden hier garantiert immer dabei sein, denn Sie sind ohne meine Beiträge ja gar nicht mehr lebensfähig. Nach dem Motto: “Ein Leben ohne Racingman’s Beiträge ist möglich, aber sinnlos.”

        • Theo Epping sagt:

          Sie helfen sich immer gern, das beantwortetaber nicht die Frage.
          Oder … doch, alles klar, es sind Selbstgespräche.
          Hätten Sie nur halb soviele Pflichten wie ich, wär uns allen gedient.

          • Racingman sagt:

            Sie kriegen doch gar nichts hin, nicht einmal das Ignorieren…

            Ich schreibe hier, um mein Epping-Psychogramm zu komplettieren, und danach ziehe ich den Stecker, und der Blücher Blog wird wieder wie zuvor auf die Platituden von Pastor Epping angewiesen sein.

            Was mich interessiert, ist die Frage nach Ihrer Sozialisation, und damit die Frage auch nach Ihrem Elternhaus. Wie waren Vater und Mutter Epping so drauf? Waren die geistig auf Ihrem Niveau? Ging es zu Hause eher rustikal zu, wurde geschlagen, wurde gesoffen? Und hängt Ihre sehr wertkonservative Sicht mit den Traditionen des Elternhauses zusammen? Wenn Sie hier schon dauernd schreiben müssen, dann bitte mal etwas mit Substanz.

  152. Racingman sagt:

    WASSERMANGEL

    Im Münchner Merkur sagte der Meteorologe Dominik Jung jüngst extreme Dürre und massiven Wassermangel für den Sommer voraus: „Selten zuvor ist ein Winter in den Alpen so schneearm gewesen wie dieser Winter“, erklärte Jung in einer Video-Analyse für wetter.net: „In vielen Regionen von Frankreich und Italien könnte dieser Dürre-Winter einen extremen Dürre-Sommer zur Folge haben. Das dürfte in diesem Jahr noch richtig interessant werden. Im Winter fielen einfach nicht die notwendigen Niederschläge. Schon jetzt ist die Trockenheit extrem.“

    Bereits im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends schrieb ich Artikel für Turfnachrichten, die das Problem des Wassermangels im Mittelmeerraum zum Thema hatten und die in der Forderung gipfelten, dort auf Grasbahnen im Galopprennsport zu verzichten. Was ich damals nicht auf dem Schirm hatte, war die Möglichkeit, dass es sogar in Deutschland eng mit dem Wasser werden könnte. Deutscher Galopp sollte sich mit dem Problem beschäftigen, denn es geht längst nicht mehr um Plan B, sondern um Plan A.

    In Griechenland existiert nur eine einzige Galopprennbahn, Markopoulou nahe des Athener Flughafens, und die ist eine Sandbahn. In Spanien ist die Lage differenzierter. Die Rennbahn der Großstadt San Sebastian im Baskenland liegt in der sehr regenreichen Biskaya-Bucht des Atlantiks. Diese Gegend hat mich immer an die grüne, hügelige Schweiz erinnert. Dieses Hippodrom könnte also seine Grasbahn wohl behalten. In der Hauptstadt Madrid in der trockenen Mitte des Landes hat die Rennbahn zwei Pisten: Gras und Fibersand. Die Grasbahn ist immer sehr gut bewässert. Wie lange wird man sich diesen Luxus wohl noch leisten können? Ganz schwierig sieht es im Süden des Landes aus. Die andalusische Metropole Sevilla besitzt zwei Rennbahnen: Pineda mit einer Sandbahn, sowie Dos Hermanas mit Gras und Sand. Diese Gegend ist eine der trockensten von ganz Europa.

    In Italien ist es auch nicht besser. Kürzlich habe ich im Rennbahnfernsehen Übertragungen aus Neapel und aus Siracusa auf der Insel Sizilien gesehen – zwei Grasbahnen, die ihren Namen eigentlich nicht mehr verdienen. Siracusa hat zusätzlich immerhin noch eine Sandbahnpiste für Rennen.

    In Deutschland wird Hamburg-Horn wahrscheinlich auch künftig auf Grasbahnrennen setzen können, aber im trockenen Land Brandenburg mit Hoppegarten wird irgendwann durch die Wasserrechnung eine Kostenlawine auf Gerhard Schöningh zukommen. Auch in Deutschland wird die Regierung früher oder später entweder harte Rationierungen vornehmen oder die Sache über den Preis und damit zu Lasten der Ärmsten regeln müssen. Darauf sollte der Rennsport nicht erst warten. Jürgen Imms Frau heißt zwar Uschi, ist aber keine Friseuse, und könnte darum Daniel Krüger so herausfordern: „Herr Krüger, legen Sie endlich ein Konzept vor, wie es mit unserem Rennsport weitergehen soll. Wir sind nicht nur Besitzer, sondern auch Züchter, und müssen langfristig planen. Die Entscheidung „Gras oder Sand“ kann man nicht im Hauruckverfahren von einem Jahr zum nächsten umschmeißen!“

    • martin sagt:

      wenn wir uns auf herrn jung verlassen,dann wirds gegenteil eintreten,der schlechteste wettervogel,der seinen senf dazu geben darf

    • Racingman sagt:

      Der menschengemachte Klimawandel ist eine Tatsache, die das Direktorium zwar nicht ändern kann, aber man muss lernen, mit den Folgen zu leben. Bei den Themen Internet und Sportwetten hat das Direktorium schon zweimal einen wichtigen Trend verpennt, und ich befürchte, dies wird auch weiterhin so sein.

    • Racingman sagt:

      Forschende des Projekts „Klima.Schnee.Sport” gehen davon aus, dass es Skigebiete bis zu 1500 Metern zukünftig schwer haben werden, den Betrieb sicherzustellen. St. Moritz liegt in gut 1800 m Meereshöhe. Früher war ich jedes Jahr zum White Turf dort, aber seit der Klimawandel die Austragung der Rennen zum Roulettespiel macht, lohnt sich das nicht mehr. Früher durften die Besucher ihre Autos noch auf dem See parken, doch dann wurde dies verboten, um die Gewichtsbelastung zu verringern. Trotzdem gab es immer wieder Absagen, Rennen mussten gecancelt oder in der Distanz verkürzt werden, oder fanden nur auf der Zielgeraden als Sprint statt. Es gab auch mal Löcher im Eis, die für Pferd und Reiter saugefährlich waren. Skifahren wird im Skigebiet oberhalb von St. Moritz wohl noch einige Zeit möglich sein, aber die Pferderennen unten auf dem See bleiben eine unsichere Sache.

      • Theo Epping sagt:

        Sie zappen durch die Themen, wie ein Besoffener durch’s Fernsehprogramm und gesauso uninteressiert kommen Sie auch rüber. Die Sache ist Ihnen völlig wurscht, Hauptsache Sie habe (k)eine Meinung dazu.

        • Racingman sagt:

          Und Sie werden garantiert immer nur rummeckern, egal ob ich über Pferderennsport, Finanzpolitik oder Cellulite schreibe.

          • Theo Epping sagt:

            Werde ich ganz sicher nicht, aber Sie werden mich immer nur einen Meckerer nennen.

      • Racingman sagt:

        Spoiler Alert: Mein Experiment mit dem Meerschweinchen Theodor im Versuchslabor geht weiter. Morgen: Racingman über die “7Gewinnt!”

        • Theo Epping sagt:

          Laut irgendwelcher Verschwörungs Heinis, soll die ganze Welt nur das Experiment eines Überwesens sein.
          Wer weis das schon mit Sicherheit. Am Ende sind Sie ja mein Labormäuschen …

  153. Racingman sagt:

    7GEWINNT!… HOFFENTLICH

    Morgen startet die „7Gewinnt!“-Wette, die offiziell renntechnisch V7-Wette heißt, in ihre neue Saison. Für den deutschen Galopprennsport dürfte dies eine gute Nachricht sein. Für mich persönlich ist diese Wette zwar ohne Interesse, aber der deutsche Turf braucht sicherlich eine publikumswirksame Feature Bet, die die Massen elektrisiert. Zumindest die Aficionados. Ob die Wette auch die Fans von Borussia Dortmund irgendwann erreichen wird, muss man erst einmal abwarten.

    Ich fand früher auch die TOP6-Wette gut, eine V6, die von Christoph Berglar ins Leben gerufen worden war. Das war noch einmal eine ganz andere Hausnummer als die jetzige Wette, denn es ging um eine Garantiesumme von einer halben Million, die über eine Versicherungsgesellschaft abgedeckt war. Als der Rennsport die Versicherungsprämien nicht mehr schultern konnte, musste die TOP6 alsbald wieder eingestampft werden. Jetzt geht man das Ganze eine Stufe tiefer an.

    Dass man zusätzlich einen zweiten Rang eingeführt hat, scheint mir psychologisch richtig zu sein, weil dadurch mehr Erfolgserlebnisse geschaffen werden, und man die Leute länger bei der Stange hält. Die entscheidende Frage bei neuen V7 ist die, ob man innerhalb der Wett-Community die eigenen Umsätze kannibalisiert. Letztes Jahr, so scheint es mir, sei dies wohl nicht der Fall gewesen, was eine gute Nachricht wäre. Mit anderen Worten: Zocker Martin hat zusätzliches Geld für die V7 auf den Tisch gelegt, das er zuvor für andere Zwecke verwendet hatte. Richtig lukrativ wird die V7 für den Turf aber erst, falls es gelingt, neue Käuferschichten aufzureißen. Zum Beispiel im Lager der zockaffinen Sportwetter. Falls also im Weidenpescher Zockshop die Fußballwetter von Tipico dann auch mal über Wettstar die V7 bewetten. Vor langer Zeit habe ich mal die türkischen Fußballwetter in einem Innsbrucker Buchmacherladen beobachtet, die an den dort live übertragenen Pferderennen aus dem Magna Racino keinerlei Interesse zeigten, so dass diese irgendwann mangels Interesse vom Sender genommen werden mussten.

    Nachdem man richtigerweise einen zweiten Gewinnrang eingeführt hat, erweist sich natürlich der Name „7Gewinnt!“ als irreführend. Dies zu ändern wäre aus Marketingsicht aber auch nicht so easy. Das Ganze hätte man sich lieber vorher überlegen und von vornherein einen anderen Namen wählen sollen. Mein Vorschlag wäre „MaxiBet“ gewesen, mit „Big7“ und „Pick7“ als Alternativen.

    Fachleute bewerten die Güte jedes Glücksspiels nach dem Prozentsatz, der von den Einsätzen an die Spieler zurückfließt. Bei Pferdewetten gibt es nicht nur einen einzigen Abzug; bei der V7 besteht der Total Takeout neben der Wettsteuer auch aus Wettvermittlungsprovisionen und Marketingaufwendungen. Welcher Prozentsatz dann unter dem Strich für Martin & Co. übrigbleibt, das wüsste ich wirklich gern. Leider findet man das nirgends. Es gibt zwar FAQ’s, in denen Gott und die Welt erklärt wird, aber eben nicht der Total Takeout. Den kennen nur wenige Insider. Fazit: Fast der ganze deutsche Rennsport bewettet ein Glücksspiel, dessen wichtigste finanzielle Basis man komplett ignoriert. In jedem Fall gehe ich davon aus, dass der Abzug bei der V7 enorm ist. Den Wettern wird es egal sein, weil sie sich ohnehin nie um Glücksspiel-Mathematik kümmern, sondern sie fasziniert einfach die Chance, für einen kleinen Betrag eine große Auszahlung zu bekommen.

  154. Un Coeur B sagt:

    Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar, wie ein Stern Teleskop im Theater.

  155. Racingman sagt:

    DIDI IS BACK

    Morgen feiert nicht nur die „7Gewinnt!“ ihr Comeback, sondern auch zum x-ten Male Dietrich von Mutius. Wenn irgendwo im deutschen Galopp- oder Trabrennsport Not am Mann ist, wird entweder Günther Gudert recycelt oder eben Dietrich von Mutius. Gudert fand in Dortmund bereits ein neues Plätzchen, und der Hannoveraner von Mutius ist nun zum zweiten Mal in Hoppe. „Ich freue mich sehr darauf, die vielfältigen Chancen für die Weiterentwicklung des Rennsports in der Hauptstadtregion gemeinsam mit dem Team in Hoppegarten umzusetzen.“ Das sagte der mittlerweile Mittsechziger nicht jetzt, sondern bereits im Jahre 2014. Niemals geht man so ganz. Die bisherige „große Lösung“ der Hoppegartener Doppelspitze mit Sportmanager Mike Wrulich und dem für das Immobiliengeschäft zuständigen Tessiner Hotelier ist Geschichte, jetzt rocken Schöningh himself und sein treuer Diener den Laden.

    Beide kennen sich bereits aus Krefeld, wo sie einst für den pleite gegangenen Rennverein tätig waren. Ist von Mutius nun die allerletzte Patrone oder sogar schon der Palliativdoktor? Schöningh will nicht ewig in das Fass ohne Boden hineinbuttern, und darum will er von der Gemeinde Zugeständnisse für das Immobiliengeschäft. Aus meiner Sicht absolut verständlich und auch notwendig zum Überleben, denn der Rennsport wird finanziell nie reichen. Ich kann aber auch die Anwohner verstehen, dass sie keine neue Halligalli-Zone in Hoppe wollen. Ohne eine praktikable Lösung wird Schöningh den Rennsport vor den Toren Berlins irgendwann hinschmeißen.

    • Theo Epping sagt:

      Ich frage mich, großer Racingman, was ist aus Ihren großen Selbstüberscheztungen geworden:
      Meine Arbeit ist mir zu …
      um sie an … zu vergeuden
      dafür sind Sie aber ganz schöning fleißig.

      Ich bin ein Nörgler und Sie sind ein
      armes Würstchen im Laboratorium.

      • Racingman sagt:

        Am Karfreitag habe ich eine E-Mail von jemandem bekommen, der mir nahelegte, die lästigen Trolle (d.h. Heinz und Theo) einfach zu ignorieren.
        Sie scheinen immer noch irrigerweise zu glauben, dass ich hier für einen Zeitdieb schreibe. Nein, ich schreibe hier einfach für mich selber, weil es mir Spaß macht. Bald ist aber mein Studium der Eppingologie abgeschlossen, und dann ist für mich Schluss im Blog.

        • Theo Epping sagt:

          Lieber Racingman, nichts ist wichtiger, als Spaß an dem was man tut.
          Daher hoffe ich, Sie sind nicht allzu sehr verblüfft oder gar erschreckt, wenn Sie feststellen, dass SIE die meisten Fragen zu den Antworten in Ihrer Studie, gar nicht gestellt haben.
          Beinahe hätte ich es vergessen, schöne Feiertage und liebe Grüße auch an Harvey!

        • j.w. sagt:

          danke, das wir hoffen dürfen ..

          • Racingman sagt:

            Freitag ist mein Finale! Ab Samstag müssen Sie dann wieder mit Wasserstandsberichten von Brigittes Lasix-Therapie vorliebnehmen.

  156. Racingman sagt:

    SAMSTAGNACHMITTAG IST HEILIG

    Wir befinden uns gerade erst zu Ostern 2023, doch in Großbritannien wird schon um die Renntermine für 2024 gekämpft. Konkret geht es um den TV-heiligen Samstagnachmittag. Der britische Dachverband will nämlich den Samstagnachmittag terminlich entzerren und etliche Rennbahnen auf andere Zeitfenster verschieben. Das Hauptziel ist, dadurch die großen Rennveranstaltungen am Samstagnachmittag stärker in den Focus zu rücken.

    Die Verschieber sollen dann schon am Samstagmittag oder erst am Samstagabend bzw. an anderen Tagen abends veranstalten. Das trifft natürlich nicht auf die Zustimmung vieler Rennplätze. Der Manager der Rennbahn von Schottlands Hauptstadt Edinburgh ist stinkig, weil sein wichtiger Renntermin mit dem Queen’s Cup im Jahre 2024 unter solchen Umständen gestrichen werden müsste, denn ohne TV-Abdeckung wäre es nicht mehr rentabel.

  157. Un Coeur B sagt:

    1992 kamen sie fast alle in den Madison Square Garden, um Dylan zu singen, Kris Kristofferson, Clancy Brothers, Levon Helms, Eddie Vedder, Willie Nelson, Johnny Winter, Eric Clapton, Neil Young, Chrissie Hynde, Richie Haven, Tom Petty, Ron Wood, und und und, damit vergleichbar vielleicht die schönen Augenblicke beim Galopp, die Bilder und Vorstellungen von Erlenhof oder Zoppenbroich mit Nebos, Königsstuhl, T.Epping oder Frau Bscher, die Technokraten der Musik und Galopp Szene gingen und gehen einem alle irgendwo vorbei mit ihrem beliebigen Geschwätz und sich in Szene setzen.

  158. Racingman sagt:

    ZOCK ZOCK

    Im Laufe der Jahre habe ich auch in diversen ausländischen Turfforen gestöbert, und nur am Rande geht es dort um Pferde und den Rennsport an sich. Das, was die Leute wirklich interessiert, sind die Wetten. Im deutschen Hoofworld-Forum ist es nicht anders. Aktuell laufen dort die Tasten heiß, weil gleich doppelgleisig Tippgemeinschaften für Galopp und Trab am Sonntag vorbereitet werden. In Hoppegarten gibt es Galopp mit der „7Gewinnt“, während in Schwedens Hauptstadt Stockholm auf der berühmten Trabrennbahn Solvalla eine V75 mit einem Multijackpot ansteht. Dort werden also die aufgestauten Jackpots vom Osterwochenende ausgeschüttet.

    Insgesamt, so erwartet man, werden in Stockholm wohl an die sechs Millionen Euro im Topf sein. Weit über drei Millionen waren es schon am Samstag. Für Stockholm wettet die deutsche Tippgemeinschaft über einen Schein beim Buchmacher Trotto; bereits ab 10 Euro Einsatz kann jeder mitmachen. Solvalla bietet also ganz andere Gewinnchancen als Hoppegarten. Die echten Zocker wissen, wo sie dabei sind. Viele wollen aber beide Chancen nutzen.

    • Theo Epping sagt:

      Die echten Zocker sind entweder süchtig, also krank oder kriminell.
      Kein Zocker ist je reich geworden, viele Reiche dadurch jedoch arm.
      Preisen Sie nicht etwas an, dass ausschließlich nur Unglück verursacht, die Anbieter sind in der Werbung sogar gesetzlich Verpflichtet auf die Suchgefahr hinzuweisen.
      Ist Ihnen schonmal der Gedanke gekommen, dass diese Gier nach Glück, Geld und Ruhm, der Fluch und nicht der Segen, egal in welchem Sport, ist?

  159. Un Coeur B sagt:

    Nicht reich muss man sein, sondern unabhängig, Racingman kannte, angeblich, Harro Remmert, T.Epping kannte sie fast alle, das ist wohl der Unterschied zwischen beiden.

    • Theo Epping sagt:

      Was man so kennen nennt.
      Es ist allerdings ein großer Unterschied, ob man die Leute auf der Rennbahn oder im Gestüt trifft. Im Gestüt sind sie viel mehr, sie selber, auch wenn sie nur zu Gast da sind.

    • Un Coeur B sagt:

      Ja, auf der Rennbahn ist alles etwas anders, Rennbahn viel mehr Öffentlichkeit, man weiß nicht wer da kommt und was da kommt, im Gestüt mehr Beschaulichkeit, man kann dort alles besser einschätzen, mit einer gewissen
      Routine, im Gestüt alles einfacher….mit weniger Druck.

      So ungefähr…vielleicht.

  160. Racingman sagt:

    Eben im ersten Rennen der V7 in Hoppe Neon Leon vorn mit einem böhmischen Bomber zu hoher Quote. Die Trotto-Tippgemeinschaft hatte den aber auf dem Zettel und freut sich…

    • Theo Epping sagt:

      Den hat aber die rasende Rennmaus, in ihrem Wahn, gefressen, so ein Pech …

      • Racingman sagt:

        Quark! Read my lips. Ich hatte oben doch gesagt, dass die V7 für mich nichts ist. Ich habe mit dem Thema Geldanlage genug Spannung, da brauche ich keine Pferdewetten. Die V7 mit dem Monster-Takeout will die kleinen Leute abmelken, die mit geringem Einsatz den großen Schotter wollen.

  161. Racingman sagt:

    Im Hoofworldforum schreibt Profiler zum katastrophalen Umsatz der V7 in Hoppe:
    “Umsatz final: 35.167,76 €
    OMG!”

  162. Racingman sagt:

    Das Umsatz-Debakel in Hoppe hängt wohl auch damit zusammen, dass die V7 auf dem Rennplatz vor Ort nicht zu spielen war. Oh je! Der deutsche Turf braucht wirklich keine Feinde, weil man sich die Eier immer selbst ins Nest legt…

  163. Racingman sagt:

    KLEINER GRENZVERKEHR

    Weil der temporäre Racingman Blog auch einen Service-Charakter hat, wollen wir hier auf eine Gesetzesänderung hinweisen, die für die südwestdeutschen Rennställe von großer praktischer Bedeutung ist. Da die neue Rechtslage erst seit Kurzem gilt, hat es sich vielleicht noch nicht überall herumgesprochen. Es gelten neue Regeln für den kleinen Grenzverkehr von Pferden zwischen Deutschland und Frankreich.

    Das europäische Tiergesundheitsrecht gibt das Mitführen einer amtlichen Veterinärbescheinigung beim Grenzübertritt von Pferden innerhalb der EU zwingend vor. Seit dem Herbst 2021 muss diese Bescheinigung auch im europäischen Informationssystem TRACES erfasst werden. Die Kosten für die Ausstellung sind teils immens und vor allem wenig einheitlich. Grundsätzlich kann die EU-Kommission unter anderem für sportliche Wettkämpfe Sonderregelungen festlegen. Dies hat sie im Rahmen bilateraler Abkommen für den kleinen Grenzverkehr zwischen Schleswig-Holstein und einigen dänischen Kommunen schon getan.

    Nun wurde diese Regelung um folgende Gebiete erweitert: Rheinland-Pfalz, Saarland und in Baden-Württemberg die Regierungsbezirke Karlsruhe und Freiburg; sowie in Frankreich die grenznahen Départements Mosel, Oberrhein und Niederrhein. Bei einem grenzüberschreitenden Transport zwischen diesen Regionen entfällt das Mitführen einer amtlichen Veterinärbescheinigung. Diese wird durch eine vom Unternehmer der Verbringung am Herkunftsort unterzeichnete Eigenerklärung ersetzt.

    In den besagten Départements liegen die beiden elsässischen Galopprennbahnen Straßburg und Wissembourg, auf denen Jahr für Jahr Unmengen von Vollblütern aus dem deutschen Südwesten starten, vor allem aus Iffezheim. Diese haben jetzt freie Fahrt.

    • Theo Epping sagt:

      Haben Sie Schwätzer überhaupt von irgend was Ahnung, jeder Spedi weis das lange vor Ihnen, und kein Trainer braucht Ihre Schlauheiten. Dieser Blog hat nicht das geringste Problem mit Racingmännern und ohne schon erst gar nicht.

      • Racingman sagt:

        Da Sie sich mit der rennsportlichen Praxis nicht auskennen, muss ich Ihnen sagen, dass es in der Branche jede Menge Selbstfahrer gibt. Und das sind beileibe nicht alles Experten im Speditionsrecht, wie ich selber einmal erfahren musste. Hier ein lustiges Beispiel.

        Ich begleitete einen Besitzertrainer auf der Fahrt in die Schweiz mit seinem Pferd. Vorn im Auto der Trainer, die Pferdeführerin und ich, hinten im Hänger das Rennpferd. Am Grenzübergang von Österreich in die Schweiz hielten uns die Schweizer Zöllner an. Ich hatte mich darauf verlassen, dass der Trainer die Vorschriften kannte und alles Nötige getan hatte. Zu meinem Erschrecken stellte sich dann aber heraus, dass er von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte. Und ohne Veterinärbescheinigung forderten uns die Schweizer Zöllner zur Umkehr nach Deutschland auf. Das wollten wir schweren Herzens auch tun, aber der Grenzübergang St. Margrethen ist ziemlich eng und unübersichtlich, und gleich dahinter beginnt schon die Autobahn. Jedenfalls fanden wir uns plötzlich auf der Autobahn wieder. Da ich wusste, dass man dort eine Vignette braucht, drängte ich den Trainer, schnellstens von der Autobahn runter zu fahren. Wir schauten uns um, ob uns der Zoll verfolgte. War aber nicht der Fall. Der Trainer entschloss sich dann, einfach auf der Landstraße zum Zielort Maienfeld weiter zu fahren und am Rennen teilzunehmen.

        Es war Samstag, und die Pferderennen fanden erst am Sonntag statt. Nachdem wir das Pferd im Stall abgeliefert hatten, machten wir uns auf den Weg zum Hotel im Kurort Bad Ragaz (Fußballfans von Borussia Dortmund kennen diesen Ort, weil der BVB dort immer sein Trainingslager im Sommer durchführt). Da ich den Präsidenten des Rennvereins Maienfeld kannte und auch schon mit ihm und seiner Frau beim Rennen in München war, hatte er für uns drei Gratis-Einzelzimmer in einem Vier-Sterne-Hotel gebucht. Außerdem hatte uns der Rennverein abends noch zu einem Essen in einem stimmungsvollen Restaurant eingeladen. Die einzige Schwierigkeit bei der Unterhaltung dort war das Schwyzerdütsch, ansonsten war es wunderbar. Maienfeld ist ein kleiner Ort am Südrand des Fürstentums Liechtenstein vor einer malerischen Bergkulisse. Der Rennplatz ist eine Kuhweide, die einmal pro Jahr im Oktober für zwei Renntage mit teilweise hochdotierten Rennen hergerichtet wird. Und das machen die Schweizer wirklich professionell mit einem Business Club, von dem deutsche Rennvereine noch viel lernen könnten.

        Das Pferd des Besitzertrainers war ein Frontrunner, der von der Kursführung her ideal zu dem dortigen Nudeltopf passte. Er holte ein Platzgeld, der Trainer war zufrieden mit seinem ersten Auslandsstart, der Rennverein hatte einen Gaststarter aus dem Ausland, und wir hatten einen schönen Ausflug. Und bei der Ausreise von der Schweiz nach Österreich kontrollierte uns kein Zöllner mehr…

        • Theo Epping sagt:

          Und die Moral von der Geschicht,
          ohne Ausnahme geht es eben nicht.

          Nebenbei bemerkt, das Pferd hätte
          ohne die Zollunterlagen gar nicht laufen dürfen.
          Soviel zum professionellen Business.

  164. Racingman sagt:

    MY HOME IS MY CASTLE

    Vor einiger Zeit hat der Kollege Schmelz seine überschaubare Begeisterung für den Moderator Thorsten Castle zum Ausdruck gebracht. Da will auch ich nicht zurückstehen und hier meine Meinung sagen. Ich finde, der Isarländer macht seine Sache bei Wettstar TV ganz großartig und ist für den Job genau der Richtige. Ja, es stimmt, dass der Castle in der Wettsendung wie ein Heizdeckenverkäufer auftritt, aber genau das wird dort ja verlangt. Ein Investigativjournalist an seiner Stelle wäre vollkommen fehlplatziert, denn es geht schließlich nicht darum, kritische Fragen zu stellen, sondern darum, die Leute zum Wetten zu animieren.

    Echt baff war ich mal, als Castle es im letzten Jahr schaffte, sogar mit einem Helmut Kappes einen netten Plausch zu halten – etwas, das ich nie fertiggebracht hätte. Der impulsive Kappes hatte mir in einem früheren Turfforum mal Prügel angedroht, und wenn ich als Castle-Ersatz ihn fragentechnisch bezüglich seiner Zeit als Schmelz-Vorgänger bei der tollen Firma Sangui gegrillt hätte, hätte er die Prügel wahrscheinlich in die Tat umgesetzt.

    Ich finde, es ist eigentlich unmöglich, Thorsten Castle unsympathisch zu finden, weil er als Vollharmoniker einfach grenzenlos sympathisch ist. Ein Mensch ohne Ecken und Kanten. Da ist einfach nichts, das man unsympathisch finden könnte. Allerdings gebe ich es auch offen zu: Mir persönlich sind Leute mit Ecken und Kanten lieber, Menschen, über die man sich auch mal gepflegt ärgern kann. Everybody’s Darling ist schließlich Everybody’s Arschloch.

  165. Racingman sagt:

    „KNAVE DAVE“ GIBT AUF

    Zu Ostern erhielt ich wieder eine Mail von Mr. X, meinem einzigen, schweigend hier mitlesenden Qualitätsleser. Sie wissen schon, der Typ, der Intelligenz und Rennsportwissen miteinander verbindet, was im deutschen Turf bekanntlich eine gefährliche Kombination ist. Er machte aus seiner Ernüchterung keinen Hehl, was hinter den galoppsportlichen Kulissen alles nicht rund läuft.

    Für mich war der Kipp-Punkt der, als das Direktorium die beiden jungen Hoffnungsträger Janina Müller und ihren männlichen Mitstreiter einfach so gehen ließ. Ich hätte die Beiden „verhaftet“, um sie für künftige Führungsaufgaben im Rennsport fitzumachen. Albrecht Woeste fand deren Turfstudie zwar hochinteressant, doch es änderte sich wenig, und heute werden die Hoffnungsträger wieder Gudert und von Mutius buchstabiert.

    Bei den Trabern sieht es noch viel schlimmer aus. In der letzten Ausgabe des gedruckten Traber-Magazins TRAB INSIDE steht ein langes Interview unter dem Titel „Mein Ausstieg kostet viel Geld“ mit dem Ostberliner David Bechtel alias „High Roller“, Deutschlands erfolgreichstem Großwetter und auch ein Förderer des Trabrennsports durch seine innovative V-Wetten-Finanzierung. Im letzten Herbst erklärte er, dass er nun aufgebe, weil er keine Hoffnung mehr habe, dass sich an den verknöcherten Strukturen des Rennsports etwas ändere. Sehr schade. Dieser High Roller ist wirklich eine spannende Persönlichkeit: Eine Malocherkeule, aber mit einem sehr entwickelten Verständnis für Glücksspiel-Mathematik und dazu einem Geschäftssinn wie Rooobärt von den RTL2-Geissens.

    Eine besondere Breitseite von Bechtel bekam im Interview der Kölner Rennverein: „Immer noch werden Jackpots geschoben oder gesplittet, als ob es die eindeutigen und positiven Erkenntnisse, die wir geliefert haben, nie gegeben hätte. Eine besondere Unfähigkeit diesbezüglich hat der Galopprennverein Köln kürzlich bewiesen, als er einen Viererwetten-Jackpot in unfassbare vier kleine Häppchen gesplittet hat.“ Autsch, Ecki Sauren und Philipp Hein! Die deutschen Galopper leben eben in ihrer Blase und kriegen nichts mit, was draußen passiert.

    Und was meinte Bechtel im letzten Januar zur „7Gewinnt!“-Wette? „Große Hoffnung habe ich für die „7Gewinnt!“-Wette des Galopps, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Auch dort werden am Ende Marketing und Vertriebsnetz über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die Zeit wird eine große Rolle spielen, die man hoffentlich mitbringt.“ Die Antwort darauf gab sich Bechtel nach der Hoppegartener V7 selbst im Hoofworldforum (von mir redigiert zur besseren Lesbarkeit):

    „Beim Veranstalter der „7Gewinnt“ wird man gestern enttäuscht gewesen sein über den Umsatz. Doch was erwartet man? Man geht Ende 2022 in die Winterpause und erscheint dann wie Phönix aus der Asche. Die neuen Regeln sind zu begrüßen, doch ohne Werbung wird es langfristig nicht gehen. Habe ich immer gesagt/geschrieben und werde das auch weiterhin. Das vorhandene Klientel schafft nur einen bestimmten Umsatz, denn sonst wäre der Sport nicht dort, wo er ist. Gerade diese Wette soll doch neue Menschen, Wetter, Besitzer an den Sport führen. Doch nur veranstalten reicht nicht. Nein, man muss  auch Geld und zwar richtig Geld in die Hand nehmen, um das Produkt zu bewerben. Dieser Kritik muss man sich stellen.

    Auch braucht es ein besseres Vertriebsnetz zur Annahme der Wetten, was bedeutet, dass Bahnwetten von zu Hause aus funktionieren müssen. Supermärkte, Tankstellen etc. müssen Wetten annehmen können zum Beispiel, auch wenn das Zukunftsvisionen sind. Hat man kein Geld fürs Marketing, dann ist das so!!! Doch dann werden die Umsätze langfristig nicht signifikant steigen. Auch muss man kalkulieren, dass die Werbeausgaben verpuffen, weil eine breite gesellschaftliche Akzeptanz fehlt. Doch dann kann man sagen, man hat es probiert. Das Produkt ist gut und wurde nun sogar verbessert mit dem 2. Rang. Auch die Garantie ist für deutsche Verhältnisse top.

    Doch was nützt das, wenn das Produkt nur von Insidern genutzt wird, die in der Breite nicht die Umsätze erzeugen werden, die der Sport bräuchte? Ein namhafter Wettanbieter, der mit dem Slogan “Ihre Wette in sicheren Händen” geworben hat durch einen ehemaligen Nationaltorhüter, gab mehrere hundert Millionen im Jahr für Werbung aus mit dem Ergebnis, dass man den Anbieter nun kennt. Diese Größenordnung ist nicht zu stemmen, aber ohne ein paar Millionen Euro Werbebudget wird es langfristig nicht gehen.“

  166. Racingman sagt:

    “Ein paar Millionen Euro Werbebudget?” hm, meines Wissens hat das Direx so um die sechs Millionen durch den RaceBets-Verkauf noch übrig, die man noch nicht verbraten hat, und die nun in Aktien lagern. Sagen wir es offen: Der deutsche Galopprennsport pfeift auf dem letzten Loch und kann sich keine großen Sprünge mehr leisten.

    Der Rheinländer Holger Romey aus seiner Wahlheimat Zürich schreibt zur V7 im Hoofworldforum:
    “Darüber hinaus scheint auch jede Diskussion über die gesamte Situation rund um diese Wettart reine Zeitverschwendung. Wenn schon hier im Forum die Fachkompetenz der Veranstalter um Lichtjahre übertroffen wird, was will man dann noch diskutieren und vor allem mit WEM? Als Fan des Galopprennsports fühlt man sich von Tag zu Tag mehr und mehr für dumm verkauft. Und so schafft sich der Rennsport nur selbst ab.”

    • Theo Epping sagt:

      Langsam mache ich mir ehrlich Sorgen um Ihre Gesundheit, Racingman, wenn Sie Hilfe benötigen, Sie zeigen deutliche Symtome einer Bulimie, bitten Sie darum, hier im Blücher Blog hilft man sich und wenn wir nur ein Tempo zum abwischen reichen.
      Natürlich nur Symbolisch.

    • Un Coeur B sagt:

      In diesem Leben wird das nichts mehr mit Racingman, vielleicht im nächsten.

      • Theo Epping sagt:

        Möglicherweise kommt er dann gleich mit Federn auf diese Welt.

      • Un Coeur B sagt:

        Ja.

        Man kann nicht sagen, dass Racingman intelligent ist, alles nur ein Misch Masch aus andressierter Bildung, Unreflektiertheit und innerer Getriebenheit.

        Herr Kappes hatte ihm mal etwas für auf die Schnauze angeboten, vielleicht täte ihm das irgendwie gut.

        • Theo Epping sagt:

          Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen. Das wird übrigens nicht in Devisen, Liegenschaften, festen oder beweglichen Werten bemessen und Steuern werden auch nicht darauf erhoben.

          Nicht dass unser aller Freund noch einen Bericht verfasst, in dem er mir, wortreich, beweist, dass es das gar nicht gibt.