Frankie wird 50

Lanfranco Dettori, von allen nur Frankie genannt, feiert einen runden Geburtstag. Er ist sicherlich der populärste Jockey Europas, einer der populärsten Jockeys der Welt und auch einer der Besten der aktiven Reiter und auch einer der Besten in der Geschichte des Galoppsports.

Das Vollblutgen hat er von zu Hause mit bekommen. Sein Vater Gianfranco Dettori war einer der Top-Jockeys Italiens, 13facher italienischer Champion und Reiter klassischer Sieger in Italien, England und Irland. Wenn Figur und Gewicht stimmen, was soll der Sohnemann da anderes werden, als ebenfalls Jockey?

Frankies Erfolge aufzulisten, wäre ein buchfüllendes Projekt. Er ritt 42 klassische Sieger, nur Lester Piggott hat in Europa noch mehr geritten. Dazu ritt er 258 Sieger in Gruppe-1 Rennen und 683 Sieger in Gruppe-Rennen. In beiden Fällen dürfte es noch etwas mehr sein, denn der eine oder andere Sieger wird bei mir noch fehlen. Kein europäischer Jockey hat in Europa mehr Gruppe-Sieger geritten. Dazu hat er noch 72 Royal -Ascot Sieger geritten, soviel wie sonst kein Jockey – außer Lester Piggott

Außer Lester Piggott war er der einzige Jockey in England, der als Teenager in einer Saison mehr als 100 Sieger geritten hat. Unvergessen die „magnificent seven“ als er am 28. September 1996 alle sieben Rennen in Ascot gewann. Drei Gruppe-Rennen, zwei wertvolle Handicaps und einen „Absacker“. Große Jockey wie Pat Eddery, der dreimal Zweiter wurde, Ray Chrochane, Walter Swinburn und andere, sonst Hauptakteure, waren bei dieser Bonanza zu Statisten verdammt.

Er war eine „ewige“ Zeit Stalljockey für Godolphin und feierte in den königsblauen Farben große und größte Erfolge, auch wenn die Pferde mit vielen Petrodollars zusammen gekauft waren. Es war so etwas wie das Goldene Zeitalter für die „Königsblauen und das Team Saeed bin Suroor und Frankie Dettori, denn die normalen Maßstäbe wie Aufwand und Ertrag galten dort nicht. Es wurden Sieger in großen Rennen gezählt, Kosten spielten keine Rolle.

Als diese Ära zu Ende ging, gab es für Frankie ein kleines Loch. Verletzungen, eine Sperre wegen Drogenkonsum etc.. Er hat, freilich auf hohem Niveau und frei von finanziellen Sorgen, die andere Seite eines erfolgreichen Sportlers erlebt. Aber er zog sich mit genialen Ritten wieder selbst aus dem Tief nach oben und John Gosden, für den er jetzt als Stalljockey reitet, war daran wohl nicht ganz unschuldig.

Heute reitet er wieder mit einer Form, Konstanz und Klasse, die seine teilweise wesentlich jüngeren Kollegen nur ratlos seine Kehrseite betrachten lassen. Mit 50 Jahren haben die meisten Profisportler ihre Karriere längst beendet und auch wenn im Pferdesport die Welt etwas anders aussieht, ist es einfach bemerkenswert, wie Frankie im Sattel agiert. Vor einigen Jahren meinte John Gosden dazu, daß sich wohl derzeit niemand trauen würde, Frankie auf das Karriere-Ende anzusprechen.

Aber es wäre ein Fehler, Frankie nur auf seine Erfolge im Sattel zu reduzieren. Er ist auch das Gesicht des Rennsports, das erfolgreich Werbung für eine Joghurt-Marke gemacht hat und er ist vor allem ein ganz feiner Kerl, nicht abgehoben, sondern ein Top-Star zum Anfassen. Und einer, der dazu fast jeden Spaß mitmacht. Ein Photo mit Frankie auf dem Weg zum Führring – kein Problem, Frankie als Aushilfsphotographen engagieren, weil man auch noch ein Photo mit einem anderen Jockey haben wollte? Kein Problem, Frankie ist vielseitig und macht den Spaß mit!

50 Jahre, ein halbes Jahrhundert ist er jetzt unterwegs.Möge er noch lange erfolgreich reiten und selbst erkennen, wenn es nicht mehr geht. Pal Kallai sollte er vielleicht nicht unbedingt nacheifern.

Und welchen Ritt nimmt man, wenn man den Besten eines der besten Jockey nochmal zeigen will? Unmöglich, deswegen habe ich seinen ersten klassischen Sieger genommen. Gerade mal 20 Jahre war Frankie 1991 alt, als er in der Hitzeschlacht von Hamburg Temporal knapp gegen den heißen Favoriten Lomitas als Sieger über die Ziellinie steuerte. Und es ist auch ein Kompliment für Bruno Schütz als Temporals Trainer, den damals noch ziemlich unbekannten in England reitenden Italiener engagiert zu haben.

Und es gibt da außerdem noch jemanden, der immer wieder schmachtend an den jungen Kerl denkt, der damals den Riesenaußenseiter gegen den heißen Favoriten zum Sieg geritten hat. Silvia Göldner, die das Rennen bei YouTube hochgeladen hat, sei Dank.

Frankie, herzlichen Glückwunsch auch aus Deutschland und bleibt wie Du bist!

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

60 Antworten auf Frankie wird 50

    • Blücher sagt:

      Mit der rechten Maustaste öffnen, sonst geht es nicht.
      Der Arc mit Golden Horn war für mich als Reiter besser, als die beiden Arc-Siege mit Enable. Wie er da im Schlußbogen auf die Pace gedrückt hat, das war mutig. Es waren noch über 1000m zu galoppieren und dann so eine Tempoverschärfung.

  1. Blücher sagt:

    GOL meldet 17 klassische Sieger in Britannien. In meiner Statistik stehen 19 und weil mir solche Differenzen keine Ruhe lassen, habe ich bei Wikipedia nachgezählt. 19 klassische Sieger in Britannien ist korrekt!

  2. martin sagt:

    frankie wurde 50,ein freudiges ereignis trotz corona .im GOL land ist ZOMBIE in training. so wichtig für turfdeutschland. das billigste pferd der jährlingsauktion, so ein HUMBUG.

    • Theo Epping sagt:

      Ich schließe mich den Glückwünschen zum freudigen Ereignis an!

      Diesen Titel, billigster Jährling der Auktion, hatte ein Pferd mit dem Namen Feuerblitz auch schonmal inne.

  3. Un Coeur B sagt:

    Die Welt des Vollbluts, als Ausgleich und Schutzwall zu den Unsäglichkeiten und Widrigkeiten des Lebens: Möbelhäuser, Erdöl, Staatsgeschäfte, royale Verpflichtungen, Beruf, Krankheit, Alltag, Politik – in den einschlägigen Blogs wird es nicht gern gesehen, wenn über den Tellerrand des Vollbluts etwas hinausgeschaut wird, Peter Alafi stand einem etwas näher als Dettori, war damals noch mit weit über 50 unterwegs, u.a. mit Lackel damals in Wambel, sehr erfolgreich und siegreich.

    • Un Coeur B sagt:

      Ödes Möbelhausmanagement, langweilige Erdöl Förderung, etwas abseits das Gestüt, man kann sich viele schöne Dinge kaufen, aber was ist schöner als ein Vollblut……Pferd.

      Mit einem Vollblut Jockey, siehe oben, noch besser.

      • Theo Epping sagt:

        Und das Schönste daran ist, es ist nicht weniger schön nur weil es einem gelangweilten Superreichen gehört und nicht mir.

      • Eva Maria Limmer sagt:

        Da will man ja gar nicht drüber nachdenken, wie dann erst das weniger Schöne, gar das ganz wenig Schöne behandelt wird.

        Eigentlich wird kann man Ihren wenig mitreißenden Sentenzen doch dankenswerterweise klar entnehmen, wie abgedroschen und wenig schön das Leben des ewigen Schacherers sein muß, der zwar vieles kaufen und ergattern kann, aber nichts selber erschaffen. Da kommt dann folgerichtig der Überdruß, zumal letztendlich dann doch wohl erkannt werden muß: Du bleibst stets, was du bist.
        Unschöpferische Kommerzleute, die immer nur Verbraucher bleiben und meistens so gar nicht vollblütig sind oder wenigstens so wirken.

        • Theo Epping sagt:

          Ich glaube mich zu erinnern, dass hier vor Kurzem jemand geschrieben hat, ich meine es hieß Eva Maria Limmer,
          Zitat: “Man sieht sich immer selbst!”

          • Eva Maria Limmer sagt:

            Sehr schön, daß Sie sich das gemerkt haben , lieber Theo! Die Polarität in der wir leben, erlaubt es zu wählen und sie ist hilfreich für die Erkenntnisfindung, was man für sich selbst wählen möchte.Man erkennt sich auch in dem, was man nicht wählt.
            Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und allen Pferden liebevolle Versorger.

          • Un Coeur B sagt:

            Lock down und knock down

            klingt irgendwie ähnlich

            Lock down bei Galopp, vielleicht dessen finaler Knock-down

            oder auch nicht

          • Theo Epping sagt:

            Nur keine Panik, es geht alles ein wenig langsamer und es werden auch etliche auf der Strecke bleiben. Am Ende hat der ganze Zirkus ordentlich abgespeckt und geht mit gesundem Elan und einer guten Figur wieder an den Start.

          • Un Coeur B sagt:

            So einfach, wie man glaubte, ist es wohl nicht, dass mit entsprechendem Impfstoff das Problem dann gelöst ist, die Intelligenz der Viren hat die Virologen schon immer beeindruckt, sie realisieren nach einer gewissen Zeit, dass sie ihr Genom ändern müssen, um weiter erfolgreich zu sein, wie und was die Mutationen dann initiiert, schwer zu sagen.

    • Un Coeur B sagt:

      Schiergen wieder mit einem Long Run von Köln nach Lyon, wie viele Kilometer mögen es sein, geschätzt an die 700, Reventa und Forbidden Secret.

      Long Run vielleicht nicht das richtige Wort.

  4. Un Coeur B sagt:

    Wöhler heute 2x in Chantilly, beide mit der 17, beide Debutanten, beide mit Frl. Vogt.

  5. Un Coeur B sagt:

    Neben der Ästhetik des Vollbluts, gibt es auch eine Ästhetik des Wettens, wenn alles so kommt, wie man es sich mit seinem Halbwissen vorgestellt hatte, gestern Frl. Vogt mit Stall – Taxi für Pferde – vor 14 anderen Startern, Schiergen gestern auch mit schöner Quote……Taxi nach Texas zu Bill !

  6. h.schmelz sagt:

    “So einfach, wie man glaubte, ist es wohl nicht, dass mit entsprechendem Impfstoff das Problem dann gelöst ist, die Intelligenz der Viren hat die Virologen schon immer beeindruckt, sie realisieren nach einer gewissen Zeit, dass sie ihr Genom ändern müssen, um weiter erfolgreich zu sein, wie und was die Mutationen dann initiiert, schwer zu sagen.”

    Der Zufall will es. Je mehr Viren, desto mehr zufällige Mutationen.

    • Theo Epping sagt:

      Wie im wahren Leben!
      Sogar auf der Rennbahn trieft das zu.
      Je mehr Starter im Rennen, je mutierter die Ergebnisse mit unter :-)

    • Un Coeur B sagt:

      Aber kleine Felder laden mehr zur Manipulation ein, kleine Felder – große Gelder, sind also letztlich so instabil wie große Felder.

      Der Zufall will es. Je mehr Viren, desto mehr zufällige Mutationen.

      Eine Frage der Quantität und nicht der Intelligenz, man realisiert wahrscheinlich nur den kleinen Teil der Mutationen, die mehr Resistenz an den Tag legen, aber auch der Zufall vielleicht nur Chimäre, am Ende von langer Hand vielleicht doch alles geplant und gewollt….oder auch nicht.

      • Theo Epping sagt:

        Alle bösen Buben gehen auf die Rennbahn,
        aber nicht jeder auf der Rennbahn ist ein böser Bube/Mädel,
        nicht das mir jemand Diskriminierung nachsagt.

        Ich bin überzeugt, die wenigsten Wetter sind Betrüger!!

      • Un Coeur B sagt:

        Damals hatte der Angeklagte den Ausgang des Rennquintetts manipuliert. Er ließ bei drei Pferderennen acht Jockeys bestechen, die ihre…(www.tagesspiegel.de)

        Aktive sind für Manipulationen anfälliger als ganz normale Wetter, der Phantasie und Kreativität der Manipulationen scheinen da keine Grenzen gesetzt.

  7. h.schmelz sagt:

    Mumien, Monstren, Mutationen. Eine Gruselserie im Dritten Fernseh. Schwarzweiß. Ein Goldstück. Nur für erfahrene Gruselspezialisten. Ab 18. Hat mir oft Freude gemacht, aber wenig Grusel. Das war Reklame Übertreibung.

    https://www.youtube.com/watch?v=7fwKE2oNO8Y

    • h.schmelz sagt:

      Herr Siemen hat ein Stück über Frau Guiterrez geschrieben. Vordergründig, weil die Dame mit 91 Jahren in Uruguay verstorben ist. Aber es geht eigentlich nicht über diese alte Dame, sondern um das ehemalige Gestüt Waldfried, welches anfang der 80er Jahre aufgelöst wurde. Ich kann mich an die Farben erinnern, weißblau, und Peter Alafi, der sie oft trug, aber mehr habe ich nicht in persönlicher Erinnerung. Daher hier der Link zu Herrn Siemens Stück:

      https://www.deutscher-galopp.de/gr/aktuelles/meldungen/20210111-der-ferne-klang-zum-tode-von-alexandra-guti-rrez.php

      • Un Coeur B sagt:

        Der Klang glich vielmehr einem Raunen, das aus den Tiefen der Vergangenheit herübertönte in unsere Gegenwart

        Ein Text, den man zu Ende liest.

        • Theo Epping sagt:

          Es ging mir genauso!

          Allerdings, die Schlussfolgerung:
          Leider erwies sich der 1963 erfolgte Umzug der Waldfrieder Zucht in das raue Klima von Altefeld …
          als wenig vorteilhaft.
          halte ich für nicht zutreffend.
          Die rückläufigen (schönes Wort) Erfolge hatten ganz sicher andere Gründe, als das Wetter / Klima!

      • kassandro sagt:

        Er war das beste Pferd der Spreti-Ära und vielleicht der beste Waldfrieder überhaupt:
        https://www.youtube.com/watch?v=zse6STLlQJ4
        Am Ende sieht man die spätere Frau Guiterrez in jungen Jahren. So ein Pferd, sagt man, bekommt man nur einmal im Leben. Dass man ihn zwei Jahre später verkaufte, kündigt im Prinzip schon lange vorher Waldfrieds Ende an.

        • Un Coeur B sagt:

          Had only three breeding seasons, but sired two German Derby winners: Alarich und Baalim.

        • Un Coeur B sagt:

          In Deutschland brachte das heiße St.Simon Blut die Zuchtstute Festa ein, deren Nachkommen Festino, Fels, Fabula, Faust und Fervor insgesamt 75 Rennen und 1.630.000 Goldmark gewannen.

          • Theo Epping sagt:

            Wenn Sie das auf den heutigen Stand bringen, wird Ihnen richtig schwindlig.
            Die Altforderen haben noch investiert, von der Klasse die damals eingekauft wurde, kann man heute nur träumen.

            So ändert sich die Zeiten, Sitten und Gebräuchen!

            Früher war alles besser!??
            Fehlanzeige, es war anders und doch genauso.

          • Un Coeur B sagt:

            Ja, es war, wie es war, und es ist, wie es ist, Kassandro meint oben, dass Mangon wohl der beste Waldfrieder gewesen sei, selbst würde man sagen, dass Festa das beste Waldfrieder Pferd war, Walther J. Jacobs fragte man ‘mal, wer denn wohl sein bestes Pferd gewesen sei, er sagte nicht Surumu, Lirung oder Acatenango, Surama sagte er.

          • Theo Epping sagt:

            Man muss sich ja nur die Stammtafel der Surama ansehen, dann erkennt man warum.

          • Un Coeur B sagt:

            Tagsüber das Kaffeegeschäft, dann die Familie, spätabends bis in die Nacht schließlich die Suche nach der richtigen Zuchtstute, Love in importiert aus England, die Linie von Lirung und Lagunas, Surama importiert aus England, Surumu, Acatenango, Monsun und die anderen, Lomitas: Love in und Surama, Love in und mehr noch Surama quasi Jacobs’ Sternstunde, absolute Bestätigung seiner Recherchen, Gedanken und Ideen.

          • Theo Epping sagt:

            Ob der Tagesablauf so war?
            Herr Jacobs war täglich um 16:00 Uhr auf dem Fährhof, das ist sicher.
            Surama hat er schon selber gezogen, das ist auch sicher.
            Eine der umstrittensten und glücklisten Entscheidungen war ja wohl, Literat zu kaufen und trotz Rennkariere Ende schon mit drei Jahren, das Deckhengst aufzustellen.
            Das mit Surumu gleich ein zweites mal zu riskieren, war schon ein Husarenstreich.

          • Theo Epping sagt:

            als Deckhengst

          • Un Coeur B sagt:

            Surama tragend aus England importiert, so war es im Kopf, dann muss es ihre Mutter Suncourt gewesen sein.

          • Un Coeur B sagt:

            Walther Jacobs kaufte Suncourt für 75.000 Euro bei einer Auktion im englischen Newmarket, wobei er Filmstar Omar Sharif überbot.

          • Theo Epping sagt:

            Das war 1969 wohlgemerkt, die Stute hat also gut 150000DM gekostet. Dafür konnte man damals in Deutschland eine Diana Siegerin, z.B. Ordenstreue, war deutlich günstige, oder etwas später 1973 Oraza, kaufen.
            Auf der Jährlingsauktion in Iffezheim waren Preise über 50000 DM Meilensteine.

            Mir hat mal ein anderer, großer, Züchter gesagt:

            Herr Jacobs habe über 20. Millionen ins Gestüt investiert, die muss er erst mal verdienen!

          • Un Coeur B sagt:

            Aber irgendwie hatte er alles richtig, mit all den unvermeidlichen Fehlern, die Erfolge sind sehr vordergründig, das, was hinter ihnen steht wird meistens nicht publik, die kleinen Schritte dahin, ohne die es nicht geht, Aggravate war da noch, auch in England gekauft, wie Suncourt und Love in auch ein Volltreffer, Walther J. Jacobs von der Physiognomie eigentlich nicht der Manager, der Geschäftsmann, aber sein Geschäft top, und seine Pferdezucht auch.

          • Un Coeur B sagt:

            Walther J. Jacobs nicht mehr da, Acatenango nicht mehr da, sie waren existent, real und Wirklichkeit, so wie Frau Mülhens, die zuletzt Röttgen nur aus dem Bett gemanagt haben soll, irgendwo daneben noch Herr Mehl, Realitäten, zum Anfassen und anfassbar, so wie Frau Limmer Realität zu sein scheint, irgendwo da draußen in D bzw. BRD, alles war ‘mal real und dann und später nur noch Chimäre.

          • Theo Epping sagt:

            Mein Schwiegervater sagte immer:
            Gehe nie zu deinem Fürst, wen du nicht gerufen wirst!
            Soll heißen : Manche(s) erwähnt man nicht unnötig.
            Sie haben recht, Frau Mühlens war eine sehr beeindruckende Frau.

  8. h.schmelz sagt:

    Einmal vor vielen vielen Jahren hat ein Fährhofer in BB gewonnen. Mag sein Abary, mag sein Tombos oder Los Santos. Jedenfalls ging der Sieg glatt über die Bühne, und ein Reporter hat Walther Jabobs nach dem Rennen interviewed, wie das so ist nach einem Sieg, das übliche wie schön und gefreut und trallalla. Es wurde auch der Ritt nachgefragt, eine Floskel in solchen Fällen. Aber Herr Jacobs hatte da andere Ansichten. Das sei ein Scheißritt gewesen, meinte er unerschrocken. Ich weiß nicht, ob es Bocskai war oder Tylicki, aber das fand ich dann doch sehr bemerkenswert. Gewonnen, aber nicht gut geritten, und öffentlich vom Patron abgemahnt. Der gute Walter Jacobs. Ein Kaffee König, wie man heute so sagt. Die Krönung.

    • Theo Epping sagt:

      Ein paar von diesen Patronen :-) können ganz schön selbstbewusst sein.
      Einer ist mal so weit gegangen und hat seinem Stalljockey die Fleppen zukommen lassen.

    • Un Coeur B sagt:

      Dass er sich so in der Öffentlichkeit exponiert, eigentlich nicht seine Art, über Helliers Derbyritt auf Lomitas echauffierte er sich maßlos, setzen Sie einen anderen drauf, der, der Lomitas im Derby schlug gezogen von der letzten Waldfried Eignerin, die vor kurzem starb, Festa geb. 1893 auch schon Waldfried, von St.Simon dem damaligen Überpferd, gezogen 1881 von Prince Batthyany of Hungary, Batthyany Gestüt Erlenhof, Nebos, T.Epping: so schließen sich im Galopp die Kreise.

  9. kassandro sagt:

    Festa wurde nicht von Waldfried sondern von einem gewissen Lord Dunraven in England gezogen. Die Mutter von Festa, immerhin Siegerin in den Epsom Oaks, stammt von einem gewissen Lord Churchill, wohl ein Verwandter oder gar Vorfahre des berühmten Sir Winston. Dieser war auch ein Pferdenarr und lies einmal sogar eines seiner Pferde in Deutschland laufen. Er war persönlich anwesend und es gab einen riesigen Auflauf. Ich weiß allerdings nicht mehr, wo und wann das war. Ich hab das nur irgendwo irgendwann gelesen.

    • Theo Epping sagt:

      Hat denn jemand nicht gewusst, dass Festa importiert worden ist??

      • kassandro sagt:

        Un Coeur C schreibt doch: der, der Lomitas im Derby schlug gezogen von der letzten Waldfried Eignerin, die vor kurzem starb, Festa geb. 1893 auch schon Waldfried.

        • Theo Epping sagt:

          Ich muss zugeben, so kann man es auch verstehen.
          Er heißt aber Un Coeur B, nicht C.

          • kassandro sagt:

            Ein bisschen Spaß muss sein, lieber Theo. Ich wollte schon “une coeur peu” oder gar “une cerveau peu” schreiben, aber das wäre dann doch zu weit hergeholt gewesen.

          • Theo Epping sagt:

            Sie haben ja so recht, ein wenig Spaß hat noch keinem geschadet, lieber Lasandro!

        • Un Coeur B sagt:

          Festa 1893 geboren, 1891 Henry Miller, Tante Fine, eigentlich Josefine, die Halbschwester meines Vaters, 1894 geboren, irgendwann, 1901, vielleicht auch 1902, ging es für Festa dann ab nach Deutschland, nach Waldfried, vielleicht hieß es nicht sofort so, aber man sollte da nicht so orthodox denken, Festa noch vor der Geburt meines Vaters, 1908, schon Waldfriederin, ihr rechter Bruder Desmond, 1913 Leading Sire in GB und IRE, 1983 und 1984 Northern Dancer Leading Sire ebenda, selbst würde man Henry Miller noch über Festa stellen, und über die Verwandschaft, so wie so.

        • Un Coeur B sagt:

          Suncourt, Love in, Aggravate, Fährhoferinnen – in UK geboren, zuhause und integriert auf Fährhof, wie so viele Migranten, dann doch deutsch, Festa war keine Fährhoferin, Festa war Waldfriederin, in Waldfried daheim, Waldfried und die Gebrüder Weinberg.

          • Theo Epping sagt:

            Was war, wer wo her kommt ist Geschichte.
            Wichtig ist, was ist und was sein wird!
            Sein wird, nicht alle Patrons werden es schaffen, letztendlich die Vollblüter schon!

          • Un Coeur B sagt:

            Die Zukunft ungewiss, die Vergangenheit unwiederbringlich.

    • Eva Maria Limmer sagt:

      Ein ganz entzückender Charakter der “Sir Winston”-wo sonst sollte man ihn suchen, als bei den Tollitäten der Härtetests im Leben der Anderen.

    • Un Coeur B sagt:

      Festa, Full Sister to Desmond, Desmond, Champion sire, was immer das sein mag.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>