Sensation im Westfälischem – Wöhler verläßt Ravensberg.

Daß Andreas Wöhler einer der besten Trainer ist, den wir aktuell und wohl auch jemals in Deutschland hatten und natürlich auch zu den besten Trainern der Welt gehört, steht wohl außer Frage. Die Liste großer Pferde mit großen Siegen auf den großen Rennbahnen der Welt und auf vielen Kontinenten ist lang – zu lang, als daß man sie hier jetzt alle aufzählen kann. Gruppe 1 Siege in Europa, Amerika, Asien, Australien, Klassische Siege und Plazierungen in Deutschland und Frankreich etc. etc. Je mehr man gräbt umso länger wird die Liste.

Und zuletzt war er besonders in Australien erfolgreich. Nicht nur Protectionist, dem ersten in Deutschland trainierten Sieger im weltberühmten Melbourne-Cup, auch andere Pferde aus dem Wöhler-Quartier zeigten den Kängurus die Hufeisen Made in Germany zur Betrachtung aus gebührender Entfernung vor dem Zielpfosten.

Und Protectionist war dann auch der Auslöser des Standortwechsels. Kaum in australisches Training überstellt war der Star nur noch ein Schatten seiner selbst. Statt die Szene zu beherrschen und weiter auf dem Turf zu triumphieren, war er einer unter vielen – teilgenommen, ohne Erfolg. Zurück in die westfälische Provinz änderte es sich dann wieder. Sieg folgte auf Sieg – nur in Canada wollte es nicht klappen, wohl eher wegen des Rennverlaufs als wegen der Klasse des Pferdes.

Luke Murrell, einer der Direktoren von Australian Bloodstock war mit der Situation äußerst unzufrieden. Der geniale Trainer in der westfälischen Provinz und die Pferde in Australien, sicherlich erfolgreich, aber wie erfolgreich wären sie wohl, wenn sie von dem Mann aus Good old Germany trainiert würden? Es begannen Verhandlungen und diese waren nicht einfach, denn  Andreas Wöhler hat in Deutschland Verpflichtungen und ist darüber hinaus auch vertraglich gebunden.

Luke Murrell gegenüber Galopp-Sieger: Die Deutschen waren verdammt zäh und als sie merkten, daß wir es ernst meinten, wurden knallharte Forderungen auf den Tisch gelegt. Unser Angebot, dafür einen australischen Top-Trainer nach Deutschland zu schicken, wurde mit einem müden lächeln vom  Tisch gewischt. Es ging ums Geld, es wurde um Ablöse verhandelt, um Summen, die man sonst eigentlich nur vom Fußball kennt. Aber wir wollten den Deal, wir wollten den für uns besten Trainer der Welt nach Australien holen.

Ähnlich äußert sich ein großer Besitzer aus dem Wöhler-Stall, der namentlich nicht genannt werden will, gegenüber Galopp-Sieger: Wir haben hart gepokert, sind extra bei professionellen Pokerspielern ins Traningscamp gegangen und es hat sich gelohnt. Die Ablöse, die wir für Adnreas Wöhler erhalten, übersteigt  den Erlös, den German Racing aus dem Verkauf von Racebets erhält, merklich. Der Faktor ist größer Zwei, aber mehr wollte er auch auf Nachfragen nicht preisgeben, denn das würde Begehrlichkeiten wecken. Jedenfalls soll ein merklicher Teil in die Infrastruktur des deutschen Rennsports investiert werden. Die Rettung der Rennbahnen kommt nicht aus Köln, sondern aus der westfälischen Provinz könnte man sagen.

Die endgültigen Verträge müssen jetzt noch unterzeichnet werden – und dann soll es nach dem Derbymeeting im Juli in Hamburg los gehen. Ob Andreas Wöhler zum Abschied noch einen Sieger im Blauen Band sattelt?

Wer den Wöhlerstall übernimmt, ist noch nicht entscheiden, aber es könnte auch ein Wanderer zwischen den Welten werden.  Sobald sich darüber Klarheit abzeichnet, wird Galopp-Sieger natürlich umgehend darüber berichten.

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22 Antworten auf Sensation im Westfälischem – Wöhler verläßt Ravensberg.

  1. Karola Bady sagt:

    Aprilscherz?

    Manche Pferde vertragen vielleicht das Reisen und die Quarantäne nicht. Außerdem werden Tiere bei der Einreise intensiv untersucht, was bedeutet, dass alle Stoffe, die im Heimatland gegeben wurden, zeitig abgesetzt werden müssen. Da leidet die Leistung dann schon mal…

  2. h.schmelz sagt:

    leider ist hubertus fanelsa ohne beachtung der sozialen medien verstorben, nicht hier, nicht in dem forum der frau arnold. ein sehr guter mann, ein fachmann mit wit und voller geschichten, dazu der best angezogene vertreter seines geschlechts auf deutschen rennbahnen. wir haben viel gelacht, über uns, und über andere.

    • Eva Maria Limmer sagt:

      https://www.youtube.com/watch?v=JeaqO3ZNSQg&t=5s

      Und hier verstarb einer mit medialer Beachtung.

      • Karola Bady sagt:

        Habe mir den Nachruf auf Boomerang Bob angesehen und das ist mir total auf das Gemüt geschlagen. Ich würde gern alle, die auf diesem Video zu sehen sind, fragen, vor allem den Jockey, ob sie nachts noch schlafen können. Was sagen die Kinder, wenn das Pferd eines Tages nicht mehr in der Box steht oder – was für deren BESITZER noch wichtiger zu sein scheint, keine Kohle mehr für sie ran schafft, also keinen Platz mehr auf dem Siegerpodest – und der Film zeigt auch wieder, wie sorglos brutal mit dem Gebiss im zarten Pferdemaul verfahren wird. Jetzt zitiere ich Frau Limmer: Sie sollten sich schämen. Die Antwort wird aber wieder sein: Unfälle passieren eben….

    • Eva Maria Limmer sagt:

      Ihr eigener Nachruf hschmelz?

    • Blücher sagt:

      Stimmt nicht ganz Herr Schmelz. Bei Facebook hatte ich dazu etwas gepostet bzw. die Nachricht von Galopp-Online verlinkt. Lars Wilhelm Baumgarten hat sehr persönliche Worte dazu geschrieben.
      Allerdings war ich an Hubertus Fanelsa nicht so nah dran und nicht so gut informiert, daß ich einen guten Nachruf über ihn hätte schreiben können. Daß er ein exzellenter Pferdemann war, keine Frage, daß er ein interessanter Mensch war – auch keine Frage und daß sein Tod zu wenig erwähnt wurde, auch da stimme ich Ihnen zu.

      • h.schmelz sagt:

        sehen sie, herr rumstich, nun ist ihre prophezeiung irgendwie doch in erfüllung gegangen; gestern gewann Red Cardinal nach geilem ritt vom eddie den gold cup in belmont park, was zwar nicht in melbourne liegt, aber auch nicht in ravensberg, sondern in new york, und besitzer von Red Cardinal immerhin australian bloodstock oder so ähnlich. heute versucht es Potemkin mit joel rosario für herrn wöhler am gleichen ort, den woodford reserve stakes gruppe 1 für $ 1.000.000. hals&bein!

        https://www.youtube.com/watch?v=Tfw6CZ0YNWg

        • Eva Maria Limmer sagt:

          Wie erregend hschmelz, wenn Sie an die Million denken und sich vorstellen, wenn Sie….der hschmelz und als

          “Heil dir im Siegerkranze”!

          endlich mal …SIEGER sein könnten.

          Das wär ja sowas von geil,gell Eddie,Atti und Nobbi !

        • h.schmelz sagt:

          schade, das hat nicht funktioniert mit Potemkin. ein potemkinsches dorf, oder ein pappkamerad, wie herr rumstich möglicherweise sagen würde.

          • Eva Maria Limmer sagt:

            Lieber hschmelz,

            Potemkin`sche Dörfer, ein sog.”Neumythos” und weitestgehend widerlegt,aber im neumythologisch benutzten Sinn eine treffende Charakterisierung des “Rennsports” der aktiv Sitzenden, die doch tatsächlich zusehen, wie zur Befriedigung ihrer materialistischen Triebe auf wehrlos gemachte Jungpferde von Mietlingen eingedroschen wird, damit “Der Endkampf” auch nach “Kampf” aussieht.

            Ich finde, man sollte endlich-zeitgerecht-die virtuelle Version einsetzen,da ja ohnehin alles in die Mattscheiben glotzt.

            Virtuell und völlig ungestört durch Peta oder eigene Gewissenskonflikte und lästige Entsorgungsrituale ruinierter Wetteinsätze,trotzdem versehen -mit allen dramatischen Ausfallserscheinungen,die dieser Irrsinn mit sich bringt, nur daß die splitternde Knochen, die blutenden Lungen und reißenden Venen keine Lebewesen in den Abgrund reißen-in der Regel auch noch:

            Für nichts und wider nichts

            als eine abgestandene Brot-und Spiele Veranstaltung materiell saturierter und geistig-seelisch verkarsteter Figuren.

            Viel tiefer kann man ja eigentlich nicht sinken, als mit dem Sektglas in der Pranke im Kreise Gleichgearteter einer Veranstaltung beizuwohnen, die uns die Versklavung des Edlen durch das Stumpfsinnige in kaum noch zu überbietender und offensichtlichster Art und Weise offenbart.

            Widerlich!

            Man muß es vielleicht auch endlich mal so sagen,wie es ist und von den meisten Menschen auch empfunden wird-oder würde,wenn sie auch nur einen blassen Schimmer hätten, wie dieses “Hobby” sich in der Realität entfaltet.

            Mindestens der Vorhof zur Hölle, wenn nicht schon deren oberirdisches Abbild.

  3. Karola Bady sagt:

    Sagen Sie mir doch bitte mal zu Ostern, lieber Herr Schmelz, welche Frau Arnold Sie meinen? Die Dame, die gerade ihr Gestüt zum Ausverkauf freigegeben hat? Frohe Ostern

    • Eva Maria Limmer sagt:

      hschmelz ist zur Zeit so sehr mit seinem Vornamensvetter beschäftigt,daß er vermutlich seine vorangegangene Idee wieder zurückgesetzt hat.Wer ist eigentlich Hubertus Fanelsa?

      Google informiert uns via Hofberichterstattung Gsport:

      Früher war Hubertus Fanelsa dort oftmals eine der Trainer, die groß abgeräumt haben.

      Datt is toll und dat Wichtigste vons Janze.

      GaloppOnline.de: Was war Ihre Trainingsphilosophie?

      Hubertus Fanelsa: Das Auge des Bauern macht die Kühe fett!

      und weiterhin:

      GaloppOnline.de: Wenn Sie eine Million Euro in Verbesserungsmaßnahmen des deutschen Rennsports stecken müssten, wohin würde diese fließen?

      Hubertus Fanelsa: Professionalisierung, Berichterstattung und Erhöhung Medienpräsenz.

      Man bräuchte als Außenstehender schon einiges an Phantasie,um zu erkennen,daß der Hubert “in Pferden macht”.

      Daß bei solcher Berufsauffassung die Knochen splittern und die Venen reißen,ist ja nun wirklich naheliegend.

      Hauptsache, es wurde erstmal groß abgeräumt, alles andere kehren wir einfach hinter die Tribünen und sehen nach vorne.Auf zu neuen tollen Tagen an denen wieder abgeräumt werden kann.

      Ein weiterer Hubert über dessen Ableben vielleicht im Sinne seiner Nacheiferer noch mehr geschrieben werden sollte(Siehe Schicksal des Komtur,Opernführer Don Giovanni):

      Hubert Hasler, laut Pereira der Verantwortliche für die prophylaktische “Erlösung” vom nutzlosen Fresser,dem abgehalfterten 12 jährigen, also uralten -Hengst Komtur (Gewinnsumme 800,000,- plus Deckgelder für 133 Stuten,Überträger eines Virus-sagt Uphaus,der allerdings von Prof.Merkt kontrolliert wurde-wie auch immer man sich dieses vorzustellen hat.Letzte Station Visselhövede)
      Ich äußerte dem Namensgeber dieses Hengstes gegenüber,daß er dann mit der Namensgebung das Schicksal schon bestimmt hatte und-möge es sich nun auch ganz! erfüllen.

  4. h.schmelz sagt:

    ich möchte nicht ohne stolz erwähnen, daß hubertus fanelsa und ich nicht nur den gleichen vornamen haben/hatten, sondern auch das abitur an der gleichen anstalt gemacht haben, ich mit sehr viel mühe. das war die bismarck schule in hannover.

    • Blücher sagt:

      Sie haben also beide die gleiche höhere Lehranstalt besucht. Bismarck hatte sein Abitur übrigens auch mit viel Mühe gemacht ….

      • Eva Maria Limmer sagt:

        und damals mußte man sicher sogar noch die Groß-und Kleinschreibung benutzen.Ich glaube,daß uns der hschmelz hier etwas vom Pferd erzählt.Er hat sich alles selber beigebracht.Leider kann man immer nur erahnen,was er eigentlich sagen will.So gesehen ist es auch sehr verständlich,daß er dem Rennsport so zugeneigt ist,denn die Regeln sind ja nun wirklich sehr einfach zu verstehen und hschmelz muß sich nur merken, wer zuerst am Siegesbogen vorbeiläuft und dann allerdings noch die große Nummer entziffern und zuordnen, falls er später mitreden möchte.hschmelz könnte auch mit uns wenigen standhaften Blücherbloggern in einer modernen Theaterinszenierung auftreten, in der jeder etwas sagt, was so gar nicht kompatibel ist zu den jeweiligen Vorlagen der anderen Darsteller.Besonders lustig diese EML,wenn die nämlich etwas sagt, kommt es wohl aus einem Paralleluniversum und kann überhaupt nicht dechiffriert werden.Wie auch.

    • Karola Bady sagt:

      Anstalt? Das macht Sinn *los*

  5. Eva Maria Limmer sagt:

    Lieber Rumstich aus Düsseldorf und morgiger Rennbahnbesucher,

    das hier ist jetzt für Sie.Sprechen wir über Rennsport und ECLIPSE.

    Zufällig landete ich auf einer Facebook Seite,die nicht gerade hoffnungsfroh macht.

    Verweisen möchte ich auf den hier abgebildeten Wallach Angreifer ,geboren 2010,Züchter Gest.Röttgen und dort offenbar existierend,welcher seit 2013 Jahr für Jahr am Start ist und auf der Facebook Seite von German Racing next Generation “nach einem Rennen vor seiner Box mittels Trensengebiß ins Bild gezogen wird und -”gähnend”(!?),trotz der edlen menschlichen Antlitze die ihn hier lieblich umrahmen,in der Tat sehr angestrengt wirkt.

    Dass er eine “Hochleistung” vollbrachte,keine Frage.

    Sollte diese allerdings auf 1,5 Minuten Renngalopp zurückzuführen sein, kann es sich nicht um ein Hochleistungspferd handeln,sondern lediglich um ein überfordertes
    und völlig unpassend -bzw.untrainiertes Pferd.

    Die Hochleistung ist das Überleben der Summe aller Belastungen,die hier den jungen Pferden-entgegen aller reiterlichen Regeln und sonstigen-aufgebürdet wird..

    Doch dann:

    Drei Jahre später,nunmehr im Alter von sieben Jahren, nach mehreren 9 Plätzen
    und plötzlich wie weiland ECLIPSE und dieses auch noch bei fast 3000 Metern,das Feld von hinten aufrollend und ungeachtet der schwungvollen Peitschenhiebe seines schwankenden Rückengepäcks, gelingt es Angreifer mit Längen! Vorsprung vor dem Restfeld- “SIEGER ” zu werden in Baden Baden.

    Toll!

    Wie dieser Sieger Angreifer danach allerdings aussieht, haben seine wohlgenährten Besitzer dann an Pfingsten offenbar in Gestüt Röttgen im Bilde festgehalten-bei ihrer Danksagung an jenen.

    Hier zieht man allerdings ein Pferd ins Bild, welches man eher verwenden könnte für:

    Tierschützer aus Köln retteten mit vielen Spenden ein Touristenpferd aus Spanien vor der Schlachtung.Gerade ist er aus dem Transporter getaumelt.

    Nachdem das Gruppenbild mit Damen von 2014 bzw.mit dem “Friseur-und Kosmetikabschlußjahrgang Köln -Nippes”(?) als ein etwas ungünstiges Bild Angreifers kommentiert wird- von der Next Generation, da es eben schwierig sei, wenn man zum Pferd auch Menschen photographiert-hier eigentlich alles sehr! gut getroffen, scheint das bisher unkommentierte Pfingstbesuchsbild 2017 von Angreifer, als schön empfunden zu werden.

    Hier sieht man ein Pferd, welches den Eindruck macht, als könne es sich kaum noch auf den Beinen halten,mit Proportionen, die weder an Sport und schon gar nicht an Hochleistung denken lassen, sondern nur noch an sofortige Einleitung einer Rekonvaleszenz.

    Erst soeben, am 15.5. wurde u.a. das Schicksal des Wallachs Aspantau…kurz angerissen.Hier übersah die Rennsportfachwelt offenbar geflissentlich,die Vorgeschichte,aber noch geflissentlicher die aktuelle.

    Auch Aspantau erhob sich plötzlich anscheinend wie Phoenix aus der Asche, nachdem er bei Recke “schlafen und träumen” konnte, wie wir dank NDR und Reckes Leutseligkeit lernten.

    Dann plötzlich der “Sieg” im Juli-wahrscheinlich brauchte der als Jährling für 136.000,-Euro verauktionierte Aspantau die Mittags-Hitze,die in Irland fehlte.

    Nur sieben Tage(der Zocker und die Strähne) später, mußte er dann wieder starten mit sieben Kilo mehr Gewicht belohnt-als SIEGER.Und schaffte es sogar noch ins Mittelfeld.

    Doch da erkannten die Fachleute mit und ohne Meisterbriefe wohl messerscharf,daß die Kerze offenbar nun abgebrannt war….somit
    nur noch eine Auslöse herausschinden-damit die Besitzer mit einem neuen Schnäppchenkauf aus Irland beglückt werden können, denn neues Spiel….

    Morgen wird Angreifer, die neue Eclipse von Baden Baden , zur Abwechslung und bei vermutlich großer Hitze, eine noch längere Strecke mit -er ist jetzt schließlich SIEGER-noch mehr totem Zusatzgewicht-rennen müssen.

    Wenn dieser Wallach, der auf dem Pfingstbild schon halbtot aussieht dann in 23 Jahren zu den,laut Glombas, “vielen 30-jährigen topfitten auf Koppel und beim Reiten” ,gehören wird, fände ich das in der Tat den bisher einzigen Beweis seitens der Sitzaktiven, daß die Ausbeutung unausgewachsener Jungpferde einer spätreifen Rasse in diesem speziellen Fall tatsächlich ein Phänomen darstellt, welches-aktuell laut Trainer Figge-die “Aushärtung der Jährlingskörper” als wichtigste Gesundheitsvorsorge bestätigen könnte.

    Leider aber steht zu befürchten,daß, selbst wenn dieser tapfere kleine,dürre,klapprige Wallach mit hochgezogenen Flanken,dürrem Hals,hängendem Kopf,tiefen Schläfenlöchern und entmuskelter Hinterhand auch das morgige Rennen zu Ehren des Salomon Oppenheim selig überlebt…..dann:

    Auf das was danach kommt sich dennoch wohl keineswegs freuen kann, denn es steht zu bezweifeln,daß die Next Generation Vorsorge dafür trug,daß die nächsten 25 Jahre ihres “tollen” Renneinsatzes auch nur halbwegs finanziell abgesichert sind.

    Bleibt für Angreifer nur zu hoffen, daß seine Teilnahme zu Ehren eines in den Bankrott geführten Kölner Bankinstitutes, nicht am morgigen Tage dazu passend endet und er stattdessen jetzt endlich von etwas erlöst wird, welches ihn-schon rein optisch-in einen derartig bemitleidenswürdigen Zustand gebracht hat, (wie es seine wohl etwas einfältigen “Besitzer” voller Stolz dem schockierten Betrachter auf ihrer eigenen FB-Seite schamlos offenbaren)

    …und welcher befürchten läßt, daß er dann nur noch wie Boomerang Bob,Galtee “tolles Pferd” und viele seiner Schicksalsgenossen sein Leben als Wetteinsatz beschließen kann,wenn er nicht vorher-siehe Story Galopponline:

    Connection “Figge-Finck” zu Duke dÀlba:

    Selbst(!?) als Reitpferd,wäre er nicht mehr zu gebrauchen gewesen.(“Tränen wegen Plänen” siehe galopponline)

    Und mit Erlösung meine ich hier nicht die Erlösung der Besitzer von einem Rendite-und Spaßkillerfaktor, sondern, daß dieser an Jahren junge Wallach mit dem uralten Antlitz endlich das Leben leben kann, was er sich mittlerweile redlich erkämpft und verdient hat und was ihm nach geltenden Gesetzen schon längst zugestanden hätte.

    Ich denke, daß der beigefügte Spiegel-Artikel hier ein paar erklärenden Hinweise geben könnte,wie sich die Liebe des Rennsports ganz real und immer wieder an den Pferden offenbart.Ein Artikel aus dem man möglicherweise die Hauptentschuldigungsthese generiert: “Woanders ist es noch viel schlimmer”.

    Wirklich?
    :

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13520892.html

  6. Karola Bady sagt:

    Habe mir mal eben angesehen, was dieses kleine Pferd im Jahr 2017 bereits gelaufen ist, das kann nicht wahr sein, oder? Angreifer ist im April bis jetzt bereits vier Rennen an den Start gegangen und weil es zuletzt so gut lief muss er noch einmal ran? Leider habe ich an dem Tag schon was zu tun und kann nicht als Zeitzeuge hinfahren, aber ich weiß nicht recht, was ich mir wünschen soll, denn wenn Angreifer noch einmal gewinnt, wo er vorher eher mal 9. oder 6. war, geht das mit rechten Dingen zu und wenn ja, was wird mit ihm nach noch einem Rennen jetzt im Juni? Um es in einem Wort zu sagen: wird Angreifer ausgelutscht? Nun, ausgesehen hat er auf seinem Renomeéfoto längst so. Ich muss kein Experte sein, um in solchen Rennen um das Wohl eines Pferdes bangen zu müssen. NORMAL ist so eine Startwut doch nicht?

    • Eva Maria Limmer sagt:

      Doch Frau Bady und insbesondere,wenn es sich um einen Wallach handelt,der sonst zu nichts mehr nütze sein wird-für die aktiven Rennsportler in Rennkondition.

      Anders als die dreijährigen huf-und sonstwie -kranken Derbysieger,die man dank dieses Etiketts via Vermehrung von neuem “Auktions-und Rennmaterial” noch kommerziell nutzen kann-damit sich ihre offenbar nicht bewiesene “Härte” auch weitervererben kann,solange der Titel noch wirkt.

      Der Zeitraum wird durch deren inflationäre Ausbreitung-nicht alle sterben sofort- jetzt immer kürzer und sie werden dann,das heisst dann “Deal” .in untergeordnete Rennsportregionen verhökert.

      Besonders schöne “Deals” gehen dann weit,weit nach Asien,wo die “Karriere” des “Weltenbummlers” dann ungehindert jeglicher Kontrolle, weitergeht bis dass Kolik oder Unfall aus ungeklärter Ursache die versicherungstechnische Endverwertung einleiten.Es ist so sportlich und erregend -dieser “Sport”,finden Sie nicht auch?

      • Karola Bady sagt:

        Tja, gute Frage. Die liebe Margit aus Thüringen, die unter den Gestüten für Vollblutzucht noch aufgelistet ist (Turf Times) exportiert auch gern mal nach Australien, hörte ich. Fürchte, als Zielgruppe für Next Generation bin ich verloren.

        Wie ich ja bereits weiter oben angedeutet habe, gibt es Mittel, die ein Pferd förmlich leistungsmäßig explodieren oder sich zur Not schneller erholen lassen. Herr Schmelz könnte mal einen seiner “Jungs, mit denen man Pferde stehlen kann” befragen. Der Scheich ist schließlich verurteilter Dopingsünder.

        Wo kann ich mich eigentlich eintragen lassen, wenn ich einem Rennbahnrentner noch ein schönes Leben garantieren will? Ein Pferd wie Hot like Mexiko könnte bei mir uralt werden ;-)

  7. h.schmelz sagt:

    nach der union ist es wie oft; ich weiß nicht, ob der sieger auch der derby sieger wird. stall reckendorf wäre das sehr zu gönnen, aber ich würde Lantang und den andern von wöhler aus der union, Worring States, 1-2-3 gegen alle wetten. entscheidend ist derby, nicht union, und wöhler hat sie meistens auf den punkt in form gebracht. als Belenus die letzte arbeit in der vahr auf der grasbahn ging, da konnte man sehen, wie das gras leicht rauchte und wie fixfertig der war. es muß eben alles stimmen, 110%, mit rennverlauf entsprechend und wetter und allem drum und dran. auch da gibt das Derby von Belenus wichtige hinweise, inklusive des ritts von kevin darley. eigentlich sollte gary stevens reiten, doch der mußte dann kurzfristig für stout in frankreich ran, und so kam manfred hofer auf darley, der gerade einen lauf im norden englands hatte und wie der arsch auf den eimer zu Belenus paßte. 1999 war noch richtig was los in horn, hitze, geläuf autobahn, rekordzeit.

    • Eva Maria Limmer sagt:

      Jargon at its best eines aktiven Sitzsportlers,der schon zu schwach ist die Umschalttaste zu drücken für sein Neusprech.Prösterchen Sektfrühstück, hschmelz! Die “schönen Zeiten” sind nun mal vorbei und abgerechnet wird am Schluß via Gottesgericht.

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