Sensation im Westfälischem – Wöhler verläßt Ravensberg.

Daß Andreas Wöhler einer der besten Trainer ist, den wir aktuell und wohl auch jemals in Deutschland hatten und natürlich auch zu den besten Trainern der Welt gehört, steht wohl außer Frage. Die Liste großer Pferde mit großen Siegen auf den großen Rennbahnen der Welt und auf vielen Kontinenten ist lang – zu lang, als daß man sie hier jetzt alle aufzählen kann. Gruppe 1 Siege in Europa, Amerika, Asien, Australien, Klassische Siege und Plazierungen in Deutschland und Frankreich etc. etc. Je mehr man gräbt umso länger wird die Liste.

Und zuletzt war er besonders in Australien erfolgreich. Nicht nur Protectionist, dem ersten in Deutschland trainierten Sieger im weltberühmten Melbourne-Cup, auch andere Pferde aus dem Wöhler-Quartier zeigten den Kängurus die Hufeisen Made in Germany zur Betrachtung aus gebührender Entfernung vor dem Zielpfosten.

Und Protectionist war dann auch der Auslöser des Standortwechsels. Kaum in australisches Training überstellt war der Star nur noch ein Schatten seiner selbst. Statt die Szene zu beherrschen und weiter auf dem Turf zu triumphieren, war er einer unter vielen – teilgenommen, ohne Erfolg. Zurück in die westfälische Provinz änderte es sich dann wieder. Sieg folgte auf Sieg – nur in Canada wollte es nicht klappen, wohl eher wegen des Rennverlaufs als wegen der Klasse des Pferdes.

Luke Murrell, einer der Direktoren von Australian Bloodstock war mit der Situation äußerst unzufrieden. Der geniale Trainer in der westfälischen Provinz und die Pferde in Australien, sicherlich erfolgreich, aber wie erfolgreich wären sie wohl, wenn sie von dem Mann aus Good old Germany trainiert würden? Es begannen Verhandlungen und diese waren nicht einfach, denn  Andreas Wöhler hat in Deutschland Verpflichtungen und ist darüber hinaus auch vertraglich gebunden.

Luke Murrell gegenüber Galopp-Sieger: Die Deutschen waren verdammt zäh und als sie merkten, daß wir es ernst meinten, wurden knallharte Forderungen auf den Tisch gelegt. Unser Angebot, dafür einen australischen Top-Trainer nach Deutschland zu schicken, wurde mit einem müden lächeln vom  Tisch gewischt. Es ging ums Geld, es wurde um Ablöse verhandelt, um Summen, die man sonst eigentlich nur vom Fußball kennt. Aber wir wollten den Deal, wir wollten den für uns besten Trainer der Welt nach Australien holen.

Ähnlich äußert sich ein großer Besitzer aus dem Wöhler-Stall, der namentlich nicht genannt werden will, gegenüber Galopp-Sieger: Wir haben hart gepokert, sind extra bei professionellen Pokerspielern ins Traningscamp gegangen und es hat sich gelohnt. Die Ablöse, die wir für Adnreas Wöhler erhalten, übersteigt  den Erlös, den German Racing aus dem Verkauf von Racebets erhält, merklich. Der Faktor ist größer Zwei, aber mehr wollte er auch auf Nachfragen nicht preisgeben, denn das würde Begehrlichkeiten wecken. Jedenfalls soll ein merklicher Teil in die Infrastruktur des deutschen Rennsports investiert werden. Die Rettung der Rennbahnen kommt nicht aus Köln, sondern aus der westfälischen Provinz könnte man sagen.

Die endgültigen Verträge müssen jetzt noch unterzeichnet werden – und dann soll es nach dem Derbymeeting im Juli in Hamburg los gehen. Ob Andreas Wöhler zum Abschied noch einen Sieger im Blauen Band sattelt?

Wer den Wöhlerstall übernimmt, ist noch nicht entscheiden, aber es könnte auch ein Wanderer zwischen den Welten werden.  Sobald sich darüber Klarheit abzeichnet, wird Galopp-Sieger natürlich umgehend darüber berichten.

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10 Antworten auf Sensation im Westfälischem – Wöhler verläßt Ravensberg.

  1. Karola Bady sagt:

    Aprilscherz?

    Manche Pferde vertragen vielleicht das Reisen und die Quarantäne nicht. Außerdem werden Tiere bei der Einreise intensiv untersucht, was bedeutet, dass alle Stoffe, die im Heimatland gegeben wurden, zeitig abgesetzt werden müssen. Da leidet die Leistung dann schon mal…

  2. h.schmelz sagt:

    leider ist hubertus fanelsa ohne beachtung der sozialen medien verstorben, nicht hier, nicht in dem forum der frau arnold. ein sehr guter mann, ein fachmann mit wit und voller geschichten, dazu der best angezogene vertreter seines geschlechts auf deutschen rennbahnen. wir haben viel gelacht, über uns, und über andere.

    • Eva Maria Limmer sagt:

      https://www.youtube.com/watch?v=JeaqO3ZNSQg&t=5s

      Und hier verstarb einer mit medialer Beachtung.

    • Eva Maria Limmer sagt:

      Ihr eigener Nachruf hschmelz?

    • Blücher sagt:

      Stimmt nicht ganz Herr Schmelz. Bei Facebook hatte ich dazu etwas gepostet bzw. die Nachricht von Galopp-Online verlinkt. Lars Wilhelm Baumgarten hat sehr persönliche Worte dazu geschrieben.
      Allerdings war ich an Hubertus Fanelsa nicht so nah dran und nicht so gut informiert, daß ich einen guten Nachruf über ihn hätte schreiben können. Daß er ein exzellenter Pferdemann war, keine Frage, daß er ein interessanter Mensch war – auch keine Frage und daß sein Tod zu wenig erwähnt wurde, auch da stimme ich Ihnen zu.

  3. Karola Bady sagt:

    Sagen Sie mir doch bitte mal zu Ostern, lieber Herr Schmelz, welche Frau Arnold Sie meinen? Die Dame, die gerade ihr Gestüt zum Ausverkauf freigegeben hat? Frohe Ostern

    • Eva Maria Limmer sagt:

      hschmelz ist zur Zeit so sehr mit seinem Vornamensvetter beschäftigt,daß er vermutlich seine vorangegangene Idee wieder zurückgesetzt hat.Wer ist eigentlich Hubertus Fanelsa?

      Google informiert uns via Hofberichterstattung Gsport:

      Früher war Hubertus Fanelsa dort oftmals eine der Trainer, die groß abgeräumt haben.

      Datt is toll und dat Wichtigste vons Janze.

      GaloppOnline.de: Was war Ihre Trainingsphilosophie?

      Hubertus Fanelsa: Das Auge des Bauern macht die Kühe fett!

      und weiterhin:

      GaloppOnline.de: Wenn Sie eine Million Euro in Verbesserungsmaßnahmen des deutschen Rennsports stecken müssten, wohin würde diese fließen?

      Hubertus Fanelsa: Professionalisierung, Berichterstattung und Erhöhung Medienpräsenz.

      Man bräuchte als Außenstehender schon einiges an Phantasie,um zu erkennen,daß der Hubert “in Pferden macht”.

      Daß bei solcher Berufsauffassung die Knochen splittern und die Venen reißen,ist ja nun wirklich naheliegend.

      Hauptsache, es wurde erstmal groß abgeräumt, alles andere kehren wir einfach hinter die Tribünen und sehen nach vorne.Auf zu neuen tollen Tagen an denen wieder abgeräumt werden kann.

      Ein weiterer Hubert über dessen Ableben vielleicht im Sinne seiner Nacheiferer noch mehr geschrieben werden sollte(Siehe Schicksal des Komtur,Opernführer Don Giovanni):

      Hubert Hasler, laut Pereira der Verantwortliche für die prophylaktische “Erlösung” vom nutzlosen Fresser,dem abgehalfterten 12 jährigen, also uralten -Hengst Komtur (Gewinnsumme 800,000,- plus Deckgelder für 133 Stuten,Überträger eines Virus-sagt Uphaus,der allerdings von Prof.Merkt kontrolliert wurde-wie auch immer man sich dieses vorzustellen hat.Letzte Station Visselhövede)
      Ich äußerte dem Namensgeber dieses Hengstes gegenüber,daß er dann mit der Namensgebung das Schicksal schon bestimmt hatte und-möge es sich nun auch ganz! erfüllen.

  4. h.schmelz sagt:

    ich möchte nicht ohne stolz erwähnen, daß hubertus fanelsa und ich nicht nur den gleichen vornamen haben/hatten, sondern auch das abitur an der gleichen anstalt gemacht haben, ich mit sehr viel mühe. das war die bismarck schule in hannover.

    • Blücher sagt:

      Sie haben also beide die gleiche höhere Lehranstalt besucht. Bismarck hatte sein Abitur übrigens auch mit viel Mühe gemacht ….

      • Eva Maria Limmer sagt:

        und damals mußte man sicher sogar noch die Groß-und Kleinschreibung benutzen.Ich glaube,daß uns der hschmelz hier etwas vom Pferd erzählt.Er hat sich alles selber beigebracht.Leider kann man immer nur erahnen,was er eigentlich sagen will.So gesehen ist es auch sehr verständlich,daß er dem Rennsport so zugeneigt ist,denn die Regeln sind ja nun wirklich sehr einfach zu verstehen und hschmelz muß sich nur merken, wer zuerst am Siegesbogen vorbeiläuft und dann allerdings noch die große Nummer entziffern und zuordnen, falls er später mitreden möchte.hschmelz könnte auch mit uns wenigen standhaften Blücherbloggern in einer modernen Theaterinszenierung auftreten, in der jeder etwas sagt, was so gar nicht kompatibel ist zu den jeweiligen Vorlagen der anderen Darsteller.Besonders lustig diese EML,wenn die nämlich etwas sagt, kommt es wohl aus einem Paralleluniversum und kann überhaupt nicht dechiffriert werden.Wie auch.

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