Cheltenham steht vor der Tür. Das wichtigste Hindernismeeting Europas wird oft als das Pendant für den National Hunt Sport zu Royal Ascot gesehen. Die Besten der Besten in den verschiedenen Bereichen des Hindernissports kommen an den Start. Ich habe einmal die erfolgreichsten Aktiven der letzten 10 Jahre für Trainer, Reiter, Besitzer, Pferde und Hengste zusammen gefaßt.
Dominierend sind fast überall die Iren. Bei den Trainern William Peter (Willie) Mullins, der mit 72 Siegen fast doppelt so viele Sieger gesattelt hat, wie der ebenfalls aus Irland stammende Gordon Elliott mit 37 Siegen, es folgen Henry de Bromhead, ebenfalls aus Irland und Nicky Henderson mit 22 Siegen.
Bei den Reitern dominiert Paul Townend als Jockey von P W Mullins, dahinter die nicht mehr aktive Rachael Blackmore mit 18 Siegen und dann Nico de Boinville mit 15 Siegen, dahinter Ruby und Mark Walsh mit je 14 Siegen.
Die erfolgreichen Besitzer kommen natürlich auch aus Irland, allen voran John P McManus mit 39 Siegen, dahinter „Ryan-Air“ Gigginstown House Stud mit 21 Siegen und Mrs S Ricci mit 15 Siegen. Das auch auf der Flachen engagierte Cheveley Park Stud folgt mit 11 Siegen.
Bei den Hengsten könnte man auch von Sadler’s Wells Festspielen sprechen. Von 116 Hengsten stammen 40 direkt von Sadler’s Wells ab. Indirekt sind es noch viel mehr. Milan ist mit 36 Siegern erfolgreichster Hengst. An fünfter Stelle steht mit Network mit 16 Siegern ein deutscher Vertreter beachtlich gut. Weiter unten steht mit 4 Siegen Shirocco und mit jeweils 3 Siegen die weiteren Monsun-Söhne Maxios und Schiaparelli. Insgesamt ist Monsun mit 14 Hengsten in der Übersicht vertreten. Für einen Deutschen Hengst eine sehr respektable Zahl.
Bei den Pferden gibt es drei Vierfach-Sieger Tiger Roll, Altior und Honeysuckle. Honeysuckle ist auf der Mutterseite rein deutsch gezogen und geht auf die berühmte Waldfrieder Stammstute Festa zurück. Mit Delta Works (Network) und Galopin des Champs (Timor) mit jeweils drei Siegen stehen zwei deutsch gezogene Pferde in der Spitzengruppe.
Erst wollte ich die Tabellen unten abschneiden, aber ich habe alle Sieger drin gelassen, auch wenn die Übersicht dabei verloren geht. Beim Cheltenham Festival zu gewinnen, ist immer etwas besonderes!
Aus der Zeit gefallen. Dieses Festival der Besäufnisse und Stürze. Englisch und Irische Folklore. Dudelsack und Harfe, Shamrocks und Guinness. Mützen, jede Menge Mützen! Und teuer, das vor allen Dingen.
… aus der Zeit gefallen…
warum? Weil die Weicheier, die sich für zivilisiert, human halten, vergessen haben, was das mal bedeutet hat?
Nicht nur in Cheltenham fließt in Britannien das Bier in Strömen in Aintree genauso und Epsom zum Derby ist ein riesiger Jahrmarkt mit Karussell und Riesenrad. Es wird gefeiert, Party gemacht und wenn die englischen “Schönheiten” zu viel der Pints genossen haben, werden sie lasziv. So ist das Leben nun mal eben.
Aber wollen Sie deswegen sagen, daß der Sport nicht großartig ist? Ich bitte Sie, lieber Herr Schmelz, der Zielpfosten des Epsom-Derbys ist das Urmeter der Vollblutzucht, Kirmes hin oder her. Und Cheltenham ist das Maß aller Dinge im Hindernissport. Wer hier gewinnt, ist ein Star!
ei star gleich im ersten rennen,der sieger aus deutscher zucht, leider ehemals die mutter im besitz von p. börnicke, nicht mehr , erwähnenswert, er ging wie er gekommen war ,wie ein komet, schnell verglüht,seine anbiedernden neuen freunde einfach verlassen
Hut ab! Tolle Fleißarbeit und man sieht gleich wieder die Parallelen zum aktuellen Festival. Irgendwie gewinnen immer die Gleichen.
Jedoch, der Sieger Gaelic Warrior fast mit Weile im Gold Cup sieht man nicht alle Tage. Sehr sehr deutlich, sehr beeindruckend. Unterwegs immer Herr des Rennen, extrem flüssig über die Sprünge.Ein Naturtalent und “Andere Ware”, sagte man früher.
Zuletzt A Plus Tard 2022 mit Rachael Blackmore im Sattel mit 15 Längen. Das war ähnlich.
War aber auch ein guter Ritt, mit Kontakt zur Spitze einfach ruhig galoppieren lassen.
8 Längen waren es am Ende. Das sah im Film nach mehr aus, vielleicht auch weil Paul
Townend eigentlich gar nichts getan hat. Gaelic Warrior lief einfach weiter.
Da hat der Maxios-Sohn Gaelic Warrior den Gold Cup gewonnen mit dem Finger in der Nase.
Der dritte Sieger von einem deutschen Hengst in den letzten 4 Jahren. Seit Don Cossack vor 10 Jahren das Eis gebrochen hat, rollen die Sieger im Cheltenham Gold Cup für deutsche Hengste.
Maxios ist aber kein deutscher Hengst. Ist von Niarchos gezogen. Monsun macht ihn nur gefühlt deutsch.
Das ist natürlich richtig und das Intermezzo als Stallion in Fährhof ist ja auch schon ein paar Tage her.
Für Galopp-Sieger betrachte ich alle Pferde als “Deutsch”, bei denen Vater, Großvater, Stute oder Stutenvater deutsch sind. Das kann man als zu großzügig betrachten, aber nur eine Generation zu betrachten, war mir zu knapp und erfolgreiche Stutenväter beeinflussen die Zucht erheblich. Wenn man sie berücksichtigt, muß man auch den Hengstvater berücksichtigen.
Die Stutenmutter ist dann so ein Thema. Würde man das konsequent anwenden, müßten alle Kinder der Urban Sea “grün” also Deutsch markiert sein und da hab ich bei Galileo et al doch ein wenig Bauchschmerzen gehabt.
Systematisch unsauber aber für mich pragmatisch richtig!
Wenn etwas grenzenlos ist, dann doch wohl die Englische- Vollblut – Zucht. Sie sind alle Blüter.
Gerade lese ich, daß Envoi Allen nach dem Rennen kollabiert ist und nicht mehr lebt. Das ist bitter!
One too many. How fitting.
Aortenabriß, Herzinfarkt. Da stecken wir nicht drin und das kann immer und überall passieren. Dekan aus Röttgen als Dreijähriger. Selbst Fußballspielern passiert das.
Adlerflug und Blauer Reiter ist das beim Decken passiert. No sex please – it could be fatal.
Wollen wir das?
NEIN!
Mehr muß man dazu nicht sagen.
Stelle gerade fest, das meine Frage nicht glücklich war. Sie bezog sich auf “No Sex please….”
Also keinen Sex mehr, weil er tödlich enden könnte……?
War schon klar.
Das Leben und das Sterben fängt beides mit ihm an…
interessanter artikel in der sport-welt. von jan kleeberg. geht nur leider an den hohen herren in köln vorbei
Zu welchem Thema?
bewusste zerstörung der kleinen bahnen früher b-bahnen genannt
Wer zerstört diese Bahnen auf welche Weise?
5000 mindestdotierung ,wo sollen die herkommen. sonsbeck,billigheim,miesau, verden haben schon das handtuch geworfen, ist nicht zu finanzieren
Früher gab es die B-Rennen für den kleinen Sport. Die hat man mal abgeschafft und das ist für den ländlichen Sport schlecht.
So als Vergleich, eine Dressurprüfung Klasse L, in etwa ein Ausgleich III hat eine Dotierung von 200-300 Euro. Okay, ein Dressurpferd kann auf einem Turnier drei Prüfungen gehen, trotzdem ist es kleines Geld. Ein B-Rennen mit 1.500 Euro ist da viel Geld!
Für Großbahnen ist die Mindestdotierung richtig, für die Kleinbahnen auf dem Acker ist sie ein Fehler. Und immer dran denken, wo die großen Amateure, wie Peter Gehm, Matthias Keller und andere hergekommen sind.
Der Acker ist keine Rennbahn, Herr Rumstich. Stove und Dahlenburg sind auch keine Rennbahnen. Sondern Veranstalter von lustigen Bauernrennen. Es gibt ja auch viel zu wenig Starter, wie man der letztjährigen Presse entnehmen konnte. Viel Lärm um nischt.
“Acker” war vielleicht etwas sehr plastisch, aber die alten B-Bahnen waren merklich rustikaler als die A-Bahnen. Und bei Dahlenburg muß sogar ich passen, nie gehört vorher.
Aber nehmen Sie Verden oder die vielen Süddeutschen Bahnen, die es nicht mehr gibt. Früher gab es ein paar mehr Landwirte, die als Besitzertrainer auf der eigenen Scholle trainiert haben und auf diesen Bahnen laufen ließen. Jetzt sind sie alle futsch und deswegen auch der Startermangel.
Dahlenburg ist der Orstteil von Cuxhaven, wo sich die Wattrennen gegenüber abspielen. Circus für Touristen. Nicht ernst zu nehmen. Deshalb ein Bauernspaß. Nicht mehr. Aber ein Spaß.
wenn man bei den herren mitspielen will ist es nur unnützer spaß, aber es war mal die grundlage und basis. aus der sich alles entwickelt hat. dassleute,die heute selber im bodensatz kratzen ,so große töne spucken,ist erstaunlich
Ich empfehle den B-Bahnen sich zusammenzuschließen und einen eigenen schlanken Verband zu gründen, der dann den organisatorischen Rahmen für Rennen abseits von Deutscher Galopp bildet. Das dürfte die Kölner Regulierungswüteriche ziemlich beunruhigen. Ich selber kenne von den B-Bahnen einzig Verden, wo ich auch 1-2 mal im Jahr hinkomme, insbesondere zum Domweih-Umzug:
http://harz-photo.xobor.de/t71f6-Domweih-in-Verden.html