2018 wurde der Parlamentskreis Pferd von der SPD-Politikerin Andrea Nahles im Bundestag gegründet. In der Politik wurde der PK teilweise sehr belächelt, weil man in Deutschland andere Sorgen und andere Aufgaben zu lösen habe. Die Gründerin des PK, die ja selber Reiterin ist oder war, argumentierte damals, daß rund ums Pferd rund 700.000 Arbeitsplätze existieren. Ein gewichtiges Argument, das auch heute noch gilt.
Wie man sich denken kann, bin ich nicht wirklich ein Freund der Politik von Frau Nahles, aber mit diesem Parlamentskreis hat sie ein gutes Werk hinterlassen. Allerdings sind mir Aktivitäten bisher nicht aufgefallen.
Heute las ich dann eine Meldung über ein Treffen von FN-Vertretern mit Vertretern aus der Politik im Rahmen dieses Parlamentskreises. Diskutiert wurde die neue GOT, die ja auch im Galoppsport sauer aufstößt und die eine erhebliche Kostensteigerung zur Folge hat. Zur Erinnerung, diese neue GOT wurde im Landwirtschaftsministerium von Staatssekretärin Dr. Nick federführend verantwortet und die Neufassung erfolgte ohne Anhörung des Pferdesports. Ich hatte Frau Dr. Nick auf einer Veranstaltung einmal darauf angesprochen, leider erst als sie schon wieder im Gehen begriffen. Eine Änderung lehnte sie ab, weil der Aufwand zu groß sei und über den Satz hätte der TA genügend Gestaltungsmöglichkeit. Frau Dr. Nick ist selbst Tierärztin und hat den Kollegen offensichtlich etwas Gutes tun wollen.
Das Gesetz hat für mich den Mangel, daß die GOT Bestandteil des Gesetzes ist und nicht als Anhang oder als Durchführungsverordnung formuliert ist, die man ohne Parlamentsbeschluß ändern könnte. Frau Dr. Nick sagte mir, daß sie das Gesetzgebungsverfahren nicht neu starten möchte. Das war 2024!
Offensichtlich ist das Teil immer noch ein merkliches Problem im Reitsport und im Rennsport ebenso. Die Wolfsproblematik wurde auch angesprochen
Diskutiert wurde auch neue Techniken im Bereich der genomischen Selektion unter dem Aspekt der Gesundheit, Belastbarkeit und Nachhaltigkeit. Eine Thema, das mich natürlich brennend interessiert. Mir war gar nicht bekannt, daß man an solchen Projekten bei der FN arbeitet. Mit dem zuständigen Referenten, Herrn Dr. Miesner muß ich mich bei nächster Gelegenheit mal austauschen.
Der Rückgang im Reitsport und Zucht wurde ebenso thematisiert wie der Bedarf an regelmäßigem konstruktivem Austausch zwischen Sport und Politik und man war daran interessiert, den Austausch fortzusetzen.
Soweit der Bericht der FN auf der Verbandsseite. Auf dem Gruppenphoto kann ich keinen Vertreter des Galoppsports erkennen. Eigentlich sollte sich das DVR mit der FN mal kurz schließen, damit man gemeinsam bei der Politik auftreten kann.
Warum soll sich dort ein Vertreter des Galoppsports blicken lassen? Erreicht wurde doch bei dem Treffen überhaupt nichts. Die Forderung nach einer Änderung der Gebührenordnung für die Tierärzte wurde von Staatssekretärin rundweg abgelehnt. Die Staatssekretärin ist ja selber Tierärztin und sie hat für ihre Zunft etwas gutes getan. Immerhin gehört sie zu den wenigen Politikern, die etwas anständiges gelernt haben. Das kann man von Andrea Nahles nun überhaupt nicht sagen. Sie hat sage und schreibe 20 Semester das Schwachsinnfach “Politische Wissenschaften” studiert und trotzdem keinen Abschluss zusammengebracht. Sie hat es dabei – wie so viele besondere Unterbegabungen – in der SPD sehr weit gebracht. Zeitweise war sie sogar Partei- und Fraktionsvorsitzende in einer Person. Sie leistete damit einen wichtigen Beitrag zum Untergang ihrer Partei und warf dann alles hin. Ihre dankbaren Genossen ließen sie aber nicht darben und machten sie nach einer Zwischenstation bei einer kleinen Bundesbehörde schließlich zur Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeit.
Nein, das haben Sie nicht ganz richtig verstanden. DAMALS war die Parlamentarische Staatssekretärin Tierärztin und von den Grünen.
Seit dem Reg-Wechsel ist sie aber nicht mehr in Amt und Würden und die Beschlüsse von damals können neu verhandelt werden.
Was der Galopp-Sport bei solchen Treffen soll? ZB an seine Interessen erinnern, wenn man an den Bundesrechnungshof und die Rennwettsteuer denkt, dann sollte man da doch mal die Positionen des Rennsports darlegen, BEVOR dazu ein giftiges Gesetzgebungsverfahren in Gang kommt.
Es kann niemals schaden, einen guten Draht zur Politik zu haben!
Ich gebe ihnen da Recht. Die weitgehende Rückerstattung der Wettsteuer sieht dumm aus. Wenn diese Steuer erst gar ncht erhoben werden würde, würde es die ganze Diskussion nicht geben. Man muss da schon am Ball bleiben, aber genau dann, wenn jemand eine große Lobby hat, setzt man so etwas überfallartig durch, damit die Lobby so etwas nicht im vornherein sabotieren kann. So war es wohl auch mit der neuen Gebührenverordnung für Tierärzte. Der Pferdesport spielte dabei wohl nur am Rande eine Rolle. Die Grünen hassen unsere Bauern und wollen ihnen das Leben so schwer wie möglich machen. Auf sie war wahrscheinlich diese neue Gebührenordnung gemünzt.
Mit der Lotteriesteuer ist es anders. Die Bookies müssen sie zahlen, der Rennsport bekommt sie zurück. Das war systematisch schon korrekt. Das Schlimme ist doch. daß selbst bei BRH die Erstattung als Subvention wahrgenommen wird.
Neeee, das ist bei den Bauern anders. Das sind gewerbliche Tierhalter, da wird pro Anfahrt ein Besuch abgerechnet. ABER im Reit- und Rennstall ist das anders. Da behandelt ein Doc die Pferde von 5 Besitzern an einem Tag und rechnet fünfmal die Besuchsgebühr ab.
Wie das ist, wenn ein Reitstall an einem Tag durchgeimpft wird, weiß ich nicht. Möchte mir das gerade nicht wirklich vorstellen.
Dr Nick ist Geldgeber für einen ökologischen Bauernhof im Kreis Mettmann