OLG bestätigt den Derby-Einlauf 2016

In seiner Entscheidung vom 30.10 hat das OLG den Einlauf im Deutschen Derby 2016 für korrekt erklärt und Antrag des Besitzers von Dschingis Secret auf Änderung des Richterspruchs abgewiesen.

Das Urteil ist natürlich zu begrüßen. Viel wichtiger als die Entscheidung des Einzelfalls ist aber die grundsätzliche Bestätigung der Verbandsgerichtsbarkeit und die Rechtskraft der getroffenen Entscheidungen. Auch die vom LG gerügte angebliche Nicht-Entscheidung des Oberen Renngerichts wurde vom OLG als korrekt und verbindlich gesehen.

Die Kritiker, die im Einklang mit dem LG Köln die interne Verbandsgerichtsbarkeit kritisierten, müssen nach dem OLG-Urteil feststellen, daß die Kritik nicht berechtigt war und sie nur eine Mindermeinung vertreten.

Pressemitteilung des OLG Köln

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23 Antworten auf OLG bestätigt den Derby-Einlauf 2016

  1. h.schmelz sagt:

    Das Gericht hat das gemacht, was Gerichte fast immer machen, wenn es um Sport und dessen Verbandsgerichtsbarkeit geht. Das ist nachvollziehbar, weil man die Zivilgerichte nicht auch noch mit diesen Spezialitäten vollmüllen soll.

    Ob das ein guter Tag für den Rennsport war, das wage ich zu bezweifeln. Die Sache hat von anfang an gestunken, weil 1. die RO unklar war, was Peitschenmißbrauch betrifft und dessen Behandlung (DQ?), 2. die Frist zur Protesteinlegung (Waageschluß) in diesem Fall keinen Sinn macht, 3. die angebotenen Beweise zum Thema wer hat was im Führring zu wem gesagt nicht gewürdigt wurden und 4. das unwürdige Schauspiel der Verbandsgerichtsbarkeit an sich mit der Neubesetzung des Obersten Renngerichts als könendem Abschluß.

    Der Rennsport in seiner verfaßten Form ist eine steinerne Wagenburg, und dieser Fall macht das eindrücklich anschaulich.

    • Blücher sagt:

      Wir können natürlich über die Qualität der Verbandsgerichtsbarkeit diskutieren, genauso wie man über die Qualität der allgemeinen Justiz diskutieren kann.
      Was den Peitschenmißbrauch betrifft, so sind in der RO die Gründe fü+r eine DQ klar definiert, der Peitschenmißbrauch gehört nicht dazu. Man könnte jetzt eine lange Diskussion über die dahinter stehende Logik führen.
      Der Protest bis Waageschluß kann in diesem Gall durchaus kritisch hinterfragt werden, dann muß die RO in diesem Punkt eben angepaßt werden. Das gilt dann für die Zukunft, aber nicht für die Vergangenheit. Das ist auch in der normalen Justiz so, daß der Auslöser einer Rechtsänderung davon nicht selbst profitiert. Und was die Absprachen im Führring betrifft – entweder können sie gerichtsfest bewiesen werden oder eben nicht. Vermutungen und “vom Hörensagen” hat vor Gericht nur selten eine Beweiskraft.
      Es war in der Tat sehr merkwürdig, was die Verbandsgerichtsbarkeit in diesem Fall gemacht hat. Wenn sich dann das oberste Renngericht über geltendes (Rennsport)-Recht einfach hinweg setzt. ist das in der Tat höchst bedenklich.
      Das Hauptproblem ist auch dabei wieder deutlich geworden: Dem Rennsport fehlt eine offene Diskussionskultur!

  2. j.w. sagt:

    also, die rennordnung zu Ihrem 1. uns 2. war klar. und das jetzt sog. “hörensagen” als beweis zugelassen werden sollte, na ja. die kiste mit der verbandsgrichtsbarkeit ist tatsächlich zumindest gewöhnungsbedürftig. aber es heißt doch so schön in bayern : er war ein guter jurist und auch sonst von mäßigem verstand” …

  3. h.schmelz sagt:

    In Santa Anita gab es gestern viele Breeders Cup Rennen mit dem Classic als letztem. Es kam wieder zu einem Unfall, als Mongolian Groom in der Geraden angehalten wurde, in die Klinik gefahren, und dann euthanasiert wurde. Es wird die Rennen als Nachricht überschatten, und zwar sowohl in Kalifornien, als auch in den USA und weltweit. Nicht erwähnt wird das Unglück bei GOL, wo aber immerhin steht, daß das Classic über 2.400 Meter gelaufen wurde. Na ja, fast. Man fragt sich, was dieser Herr Hähn im Kopf hat, wenn er das schreibt. Und was nicht.

    Andernorts und unter der Woche tagten die Präsiden des DVR bzw. BGG, und u.A. wurden Satzungsänderungen des DVR besprochen, die Herr Vesper sich zusammen mit Herrn Pommer ausgedacht hatte. Diese Satzungsänderungen wurden unter der Spitzmarke Verschlankung der Strukturen annonciert, und ein Vorschlag lief im Kern darauf hinaus, daß Herr Vesper und Herr Pommer als GF zukünftig alleine im Tandem hätten entscheiden können. Das muß man sich mal vorstellen, und das haben sich die Präsiden vorgestellt, und haben diesen Vorschlag in die Tonne getreten.

    Wenn es noch eines Beweises für die Ahnungslosigkeit und Chuzpe des Herrn Vesper bedurft hätte, dann wurde der auch öffentlich in einem Interview geliefert, das er der SZ gegeben hat. Eine Kaskade von Plattitüden und Irreführungen, eine Führung hinter die Fichte der professionellen Art. Das kann er gut, das muß man ihm lassen. Auf sein Honorar angesprochen, hat er geschickt auf die Zeiten vor seinem Vorgänger verwiesen, also die Zeiten von Borchert und Scheel, zufälligerweise ebenfalls Ent- und Versorgungsfälle aus der Politikszene.

    Wenn man es bei Lichte betrachtet, dann ist Herr Vesper jetzt fast zwei Jahre im Amt, ohne daß er irgend was weltbewegendes bewegt hat. Null. Leider fällt der Rennsport immer wieder auf solche Laiendarsteller rein.

    • Theo Epping sagt:

      Und was ist, wenn genau das die Absicht ist? Ein paar Kasper unterhalten auf der Bühne das Publikum, während woanders die Strippen gezogen werden.
      Wem zum Vorteil??

  4. Racingman sagt:

    Die Berichterstattung zum großen VESPER-INTERVIEW in der SZ aktuell im neuen Galopperforum:
    http://trottoforum.de/forum/index.php?thread/270-vesper-pommer-k%C3%B6nnen-durchregieren-oder-nicht/

  5. Un Coeur B sagt:

    Wenn Weltstar mit wehender Mähne über die Rennbahnen fliegt, ist dem stolzen Hengst die Krise des hiesigen Galopprennsports egal, so beginnt der Artikel in der SZ.

  6. Un Coeur B sagt:

    Oder ist da noch ein ganz neuer Artikel, der Link oben funktioniert nicht.

    • Theo Epping sagt:

      Klar funktioniert der Link, Sie müssen “In einem neuen Fenster öffnen” anklicken. Danach können Sie sich dann die vielstimmigen Erkenntnisse des Racingman zu Gemühte führen.

      • Un Coeur B sagt:

        Einige Minuten dauerte es bis zum Gedanken, mit der rechten Maustaste zu drücken, dann war Racingman zu sehen, danke…vielleicht morgen Racingman, lesen, heute keinen Nerv mehr.

  7. h.schmelz sagt:

    Nächste Woche findet in Hannover die nächste Runde in Sachen Satzung statt. Einige Dinge sind vom Tisch, wie die Experten, die sich Vesper und Pommer zusätzlich ins Präsidium gewünscht hatten. Man denkt dabei unwillkürlich an Experten mit Namen wie Rheingold und Nielsen, Eideshelfer für die beiden Nichtexperten, denen sie offenbar zu Hilfe kommen sollten.

    Nicht vom Tisch ist das Konstrukt mit Vesper und Pommer als möglichem Alleintandem. Dabei geht es darum, daß der Fuchs den Schlüssel zum Hühnerstall bekäme. Der Galopprennsport delegiert die Aufsicht über die Verbandspolitik an die angestellten Macher, die sich damit de facto selbst kontrollieren würden.

    Alle Macht im DVR geht von der Mitgliederversammlung aus, diese delegiert diese Macht dann an das Präsidium, und das Präsidium stellt den Präsidenten Vesper an. Für Honorar. Dann wird, mutmaßlich von Vesper vorgeschlagen und vom Präsidium abgenickt, Herr Pommer ins Boot geholt. Und nun sollen diese beiden Herren die Politik bestimmen. Damit wäre das Primat der Demokratie im Verband afsgeweicht, wenn nicht ausgehebelt.

    Zwei Fachidioten bestimmen, was mit den 5 Milionen passiert. In welchen Taschen landet das? Wenn die Experten nicht ins Präsidium kommen, dann werden sie eben weiter ganz normal beauftragt. Interessenkollision? Aber wo, ich bitte Sie!

  8. h.schmelz sagt:

    Das Problem ist, daß man die beiden Fachleute nicht wieder los wird, ohne das eigene Gesicht zu verlieren. Der Lobbyist Vesper wurde über das Lobbycenter des Herrn Ole von Beust rekrutiert, angeblich auf Hinweis von Herrn Jacobs. Der Rennsport ist demnach auf Herrn Vesper zugegangen, nicht umgekehrt. Wie man allerdings auf diese Wahl kommen konnte, ist rätselhaft. Wahrscheinlich hat sich Herr Vesper selbst gewundert. Aber, einem geschenktem Gaul etc.

    Herr Pommerm ist womöglich noch schimmernder in seiner beruflichen Vita. Basketball, e-Sport (was immer das sein mag), viele Abgänge ohne rechte Begründung, außer den berüchtigten neuen Aufgaben, auf die man sich bannig freue. Geholt von Vesper, genauso ahnungslos.

    Woher weiß ich das? Ich hatte das Vergnügen, von Herrn Vesper angerufen zu werden, auf seine Veranlasssung, weil er mir fernmündlich mitteilen wollte, wie sehr ihn meine Nachricht an die Kollegen im DVR in Sachen Frankfurt geärgert habe. Das wollte er mir mitteilen. Im Januar. Er und ich auf Augenhöhe in Sachen Frankfurt und Rennsport. Mein lieber Schollie, daß muß man sich mal vorstellen. Aber Chuzpe hat er, das stimmt. Und so benimmt er sich auch in anderen Dingen des Rennsports, von denen er evident nichts versteht.

    Und Herr Pommer, was kann der? Er kann ganz gut zuhören und sich Notizen machen, aber kaschieren, daß er nichts vom Rennsport versteht, kann er dadurch nicht. Er wandert ohne Kompaß und Leitstern durch den dunklen Tann und sucht Halt in Nielsen Studien, die den gleichen Flachsinn fortführen, den die Rheingold Studie ergeben hat. Die Herr Vesper angeleiert hat. Zwei Studenten auf der Suche nach Rückhalt, weil, wenn Nielsen und Rheingold das sagen, ist es das pure Gold. So bestärken sich diese Dinge und Manager gegenseitig, als Dauerschleife der Rückkoppelung, ein Perpetuum Mobile des Aufderstelletretens.

    Am Ende steht der Rennsport da, wo er immer schon war, nur daß das Geld noch mehr alle ist. Weil, Studien und Manager kosten was, vor allen Dingen Lehrgeld.

  9. Theo Epping sagt:

    Da Sie den Begriff Lehrgeld benutzen, gehen Sie also schon davon aus, dass irgend wer, irgend wem, irgend etwas lehrt. Was doch schon mal nicht schlecht ist, aber irgend wie wahrscheinlich nicht sachdienlich.

  10. h.schmelz sagt:

    Die Sitzung vom letzten Mittwoch in Hannover hat nichts Wesentliches ergeben, was angesichts der täppischen Versuche, die Satzung umzubauen, schon mal ein Erfolg ist.

    Am nächsten Wochenende gibt es noch Karten für die Podiumsdiskussion im Teehaus in Düsseldorf, eine Veranstaltung, bei der die Herren Vesper und Pommer erhellende Dinge zum Thema Galopprennsport zum Besten geben wollen. Die Teilnahme ist umsonst, gleichwohl gibt es noch Karten. Warum wohl?

  11. h.schmelz sagt:

    Nimmt man die Reaktionen von Zuhörern der Hannoverschen Veranstaltung, dann haben die beiden Herren warme Luft mit Konchensplittern serviert. Much ado about nothing. Was sollen sie auch sagen, wem wollen sie was sagen, was nicht jeder Fachzuhörer tausandmal besser wüßte, weil er es am eigenen Leib erfahren hat und in der eigenen Brieftasche.

    Am Ende geht es ums Geld, und der Rennsport hat noch um und bei 5 Millionen, zusätzlich 2 Millionen der GmbH&Co KG, über deren Schicksal aber weiter nichts bekannt ist, weil die Gesellschaft nicht weiß, was mit dem Geld geschehen soll. 2 Jahre nach Verkauf der Racebets Anteile.

    Ich denke, daß die Herren Vesper und Pommer ihre Augen auf diese Gelder in toto gerichtet haben, in der nicht falschen Erkenntnis, daß sie ihre Honorare im Zweifel aus diesen Quellen finanzieren müssen.

  12. Un Coeur B sagt:

    Was tun, vielleicht einfach nur aus dem Fenster schauen, nicht selten die beste Strategie.

    • Theo Epping sagt:

      Das ist eine Möglichkeit. Wenn man sich dann auch noch darüber im Klaren ist, dass die ganze Show alles mögliche ist, aber ganz sicher keine Demokratie, dann ist es auch nicht mehr ganz so deprimierend, nichts erreichen zu können.

  13. Un Coeur B sagt:

    Hat man ein Gestüt, wie Röttgen oder Ravensberg, ist da auch immer eine latente Besorgnis, dass die Strukturen des Galopps eine falsche Richtung nehmen könnten, man greift dann zum Telefon Hörer, kontaktiert die, die in der gleichen Liga spielen, man schaltet sich kurz, was evtl. zu machen und zu tun ist, einen Herrn Vesper oder Pommer wird man da nicht mit einbeziehen.

  14. Un Coeur B sagt:

    Lange galt es als gesichert: Finanzmärkte sind ein Hort der Rationalität und Anleger kühle Rechner, die ihren Nutzen maximieren, die Wirklichkeit sieht freilich anders aus, die Geschichte der Börse ist eine von Obsessionen, Irrtümern und Übertreibungen, ähnlich beim Galopp.

  15. Un Coeur B sagt:

    Steigenberger hat auch etwas übertrieben, Jacobs jr., Ostermann, Ullmann, als Erben mit anderer Qualität als Walther J. Jacobs oder H.H. Miebach.

  16. Theo Epping sagt:

    Für mich war Herr Steigenberger einer der wenigen wirklichen Vollblutzüchter der letzten 5 Jahrzehnte in Deutschland. Leider hat er es tatsächlich übertrieben mit:
    seiner Gutgläubigkeit und … das geht mich nichts an.

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