Französische Reformen und das Schweigen der Lämmer

Seit dem 17. Oktober sind die Rahmenbedingungen des Plan Linette über die Reform des französischen Rennsports bei Jour de Galop nachzulesen, vergangene Woche wurde das Konzept in den französischen Gremien diskutiert.

Und fast 14 Tage nach der ersten Veröffentlichung hat es dazu vom DVR noch keinerlei Stellungnahme gegeben. Wenn FG/PMU bei den Auslandsrennen pauschal 44% kürzt, würde das bei derzeit angenommenen 35 PMU-Renntagen einen Wegfall von rund 15 Renntagen bedeuten. Außerdem werden die PMU-Renntage auf den von deutschen Trainern oft besuchten Rennbahnen in Ost-Frankreich reduziert, was eine Startmöglichkeit der deutschen Pferde dort ebenfalls reduziert. Gleiches gilt für das belgische Mons-Ghlin. Auch hier würden beim Plan Linette die Startmöglichkeiten für deutsche Pferde reduziert.

In dem Artikel bei Jour de Galop werden die Kürzungen wie folgt genannt:

Wegfall von Premium-Rennen ab 2019
Französische Rennen
1.085 Rennen insgesamt, d. h. -10% davon 595 Trab und 490 Galopp.
Ausländische Rennen
1.636 Rennen insgesamt, d. h. -44%.
Gesamt (Frankreich + Ausland)
2.721 Rennen oder -19%.

Die Umsetzung dieses Plans kann massive Auswirkungen auf den Rennsport in Deutschland haben. Wenn in der derzeitigen Situation noch einmal 15 Renntage, als Pi mal Daumen 120 Rennen wegfallen, dann würden unter 1000 Rennen/Jahr in Deutschland gelaufen. Sowenig wie noch nie seit 1919, also seit 100 Jahren!.

Auf Nachfrage beim DVR am Montag wurde mir am Dienstag erklärt, daß der Generalsekretär des DVR zu den Änderungen in Frankreich keinen Kommentar abgeben werde, weil es sich um eine innerfranzösische Angelegenheit handele. Die betreffe auch die möglichen Auswirkungen auf Deutschland. Soweit das die Veränderungen in Frankreich betrifft, ist diese Position sicherlich nachvollziehbar, jedoch ist sie nicht nachvollziehbar, wenn es sich um die PMU-Renntage in Deutschland handelt. Es ist schließlich kein Gnadenakt der Franzosen, daß deutsche Rennen in Frankreich bewettet werden können. Es war bisher Bestandteil des französischen Geschäftsmodells.

Und selbst wenn man es nicht kommentiert, so wäre es doch angebracht, die Turf-Öffentlichkeit über die bevorstehenden Änderungen wenigsten zu informieren, aber weder Galopp-Presse noch DVR scheinen diese Notwendigkeit zu sehen.

Wie heißt es so schön, wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren oder anders gesagt, wer verhandelt kann verlieren, wer nicht verhandelt, hat schon verloren. Und eigentlich ist die Verhandlungsposition Deutschlands gar nicht mal schlecht, denn über German Tote ist der Galoppsport beider Länder wirtschaftlich und technisch miteinander verbunden. Und German Tote galt immer als die Cash Cow des deutschen Turfs und wird entsprechend der Beteiligung der Franzosen auch einiges Geld in die französische Kasse spülen. Ein gutes Unterpfand für die deutsche Verhandlungsposition.

Ich habe zwar nicht ausdrücklich gefragt, aber wenn man die Vorgänge schon nicht kommentiert, dann wird man mit den Franzosen wohl auch nicht wirklich verhandeln, sondern die Mitteilung neue Zuteilung der PMU Renntag auf deutschen Bahn entgegen nehmen.

Und als kleinen Schwenk in die Politik wenn „cher Emmanuel“ in Frankreich Reformen anstößt oder es unterläßt, dann wird das durch „chere Angela“ durchaus kommentiert. Auch wenn es sich um rein französische Angelegenheiten handelt.

100 Rennen weniger – bei einer durchschnittlichen Dotierung von 5.000,- EUR macht 500.000 Euro weniger Rennpreise/Jahr in Deutschland und dies bei einer ohnehin schon desolaten Rennpreis-Situation in Deutschland.
Aber das ist alles kein Grund für die GF des DVR, aktiv zu werden. Was soll man davon halten? Ich weiß es nicht, jeder denke sich selbst seinen Teil dazu.

Artikel in Jour de Galop

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33 Antworten auf Französische Reformen und das Schweigen der Lämmer

  1. h.schmelz sagt:

    es ist dankenswert, herr rumstich, daß sie sich so viel mühe mit dem thema wetten machen. siehe auch max klante. gleichfalls sehr emsig bemüht ist ein racingman andern orts, der nicht nur wetten und wettgeschäft, sondern auch die funtktionäre des rennsports scharf unter die lupe nimmt. sie ja auch, herr rumstich.

    nun ist es so, nach meiner bescheidenen ansicht, daß das totalisatorgeschäft ein geradezu klassischer fall von schneeballsystem ist, ein ponzi scheme der reinsten art. wetter finanzieren wetter, und es kommt per summe für alle wetter weniger raus, als eingezahlt wurde. in deutschland so um und bei 25%. das ist die wahrheit – die umworbenen wetter werden so sicher wie das amen in der kirche 25% weniger erhalten.

    das wird aber nicht gesagt, weder von den betreibern der jeweiligen totalisatoren, noch von den funktionären, noch in den werbebroschüren, noch auf den laufbändern der rennfilme, noch auf dem plakat in bremen mit kati werning, noch auf den wettzetteln. es wird auch nicht im internet durch progagandisten wie sie, herr rumstich, dem racingman oder allen anderen kritikern thematisiert. sondern ignoriert. obwohl es so klar wie dicke kloßbrühe ist, und jeder mit sieben zwetschem im kopp das weiß.

    stattdessen wird das große glück und das extraerlebnis der XXL klasse getutet, oder weiland dieser unsägliche schreihals im fernseh, der vom taschenvollmachen und abräumen und inderboxspielen schwadronierte, daß einem vom zuhören ganz schwindelig wurde. ich beschäftige mich seit gut fuffzig jahren mit dem rennsport, und nie habe ich von den seiten, auf die es ankommt, dieses simple prinzip der subventionierung durch die totowetter öffentlich erklärt bekommen.also den wettern gegenbüber. im übrigen gilt das natürlich auch und vor allen dingen für jedes staatliche glückspiel, eine heuchelei ohne scham und würde, abzulesen ans den bussen des HVV, an deren seiten und hinterseiten schwachsinnige werbung für casino und lotto von jedermann ertragen werden muß. aber das macht den fall rennsport ja nicht besser.

    von den amateurkritikern habe ich das also auch nie vernommen, sondern nur alllgemeines wehklagen über funktionäre und politiker und fahrlässiges liegenlassen von XXL chancen und wennmanndamalsnichtlotto und wennmandasinternetfrühergekonnthätte etc. etc. alles schön und gut, aber das grundprinzip wird auch nie adressiert – wer will was woraus von wem.

    der rennsport wird zu 2/3 von den besitzern finanziert. das ist die wahrheit, an der keiner was machen kann. und kein besitzer der welt kann dazu gezwungen werden, und wenn er keinen bock mehr hat, und man keinen neuen findet, dann geht es weiter bergab. sehr einfach.

    allen kritikern kann ich daher nur raten, sich ein pferd anzuschaffen und zu finanzieren. dann weiß man, worum es geht. jeden 1. im monat. und zwischendurch auch mal.

    • Blücher sagt:

      Im Toto wettet man auch gegen sich selbst. Eine altbekannte Tatsache, bei Lotto sind die Abzüge um die 50% und beim Toto 25%, auch nix Neues. Hat aber mit der Sache nix zu tun.

      In Frankreich stehen einigermaßen wuchtige Umbrüche an, die auch Auswirkungen auf Deutschland haben werden – und das DVR schweigt dazu. Darum geht es und um nichts anders.

    • Anne Weber sagt:

      Man darf also nur kritisieren, wenn man sich ein Pferd anschafft ?
      Interessant…. Dann bitte unterlassen wir alle demnächst die Kritik an der Einkaufspolitik des fc Bayern und die Kritik an der Politik… Kurz..wir unterlassen jede Kritik, an Dingen, an denen wir nicht selbst, finanziell beteiligt sind

  2. h.schmelz sagt:

    sie dürfen kritisieren, was sie wollen. keiner verbietet ihnen das.

    • Blücher sagt:

      Die Tatsache, daß man im nächsten Jahr mit rund 150 Rennen weniger in Dltd wird kalkulieren müssen, scheint ja nicht weiter zu interessieren.

      • Anne voelkel sagt:

        Was soll man dazu sagen.
        Es gibt halt auch eine große Anzahl an Renntagen, die kein Mensch braucht.
        Alle Neußer Termine zum Beispiel.

      • Theo Epping sagt:

        Für mich persönlich muss ich das wohl bejahen, Herr Blücher. Es sind ja die Rennen für den sogenannten Breitensport, die man streichen wird und nicht die “besseren”. Mir ist schon klar das Zucht und Rennen zwei Seiten der selben Münze sind. Von daher ist mir bewusst dass man auf 150 Rennen = ca. 20 Renntage nicht so einfach verzichten kann, auch wenn es sich dabei um so unattraktive Veranstaltungen wie die Sandbahnrennen handelt. Gäbe es keinen Bedarf, hätten die sich doch längst aussortiert.
        Ich bin nicht sicher, ob die Gesundschrupfung so schlecht für die Zucht und den Sport ist. Die große Frage wird sei: “Wer baut alles wieder auf, sollte es irgendwann wieder aufwärts gehen?”

        Sie haben recht Herr Blücher, es ist einiges zu bereden.

  3. h.schmelz sagt:

    was heißt interessieren? PMU ist veranstalter, welchen starter haben sie, der nicht starten kann, herr rumstich? bitte antwort, wie auch herr racingman.

  4. h.schmelz sagt:

    wie stets wird niemals beantwortet, wer das alles bezahlen soll. bzw. es wird einfach angenommen, daß die wetter in F und die besitzer in GER weiter so machen, nur mehr. damit die kritiker was zu schnabulieren haben, kulturgut und haben sie bitte spaß. dazu ein wenig steuergeld. das ist die berühmte rechnung ohne den wirt.

    alan guth hat das mal als “The ultimate free lunch” bezeichnet. im zusammenhang mit der inflationstheorie der kosmologie.

    • Theo Epping sagt:

      Weil die Frage längst beantwortet ist. Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch.
      Leider wird nicht immer gespielt, was bestellt wurde. Was heißt denn schon, die Rechnung ohne den Wird gemacht. Sie sind doch nicht der Einzige, der mehr eingesetzt hat, als er zurück bekommt.

    • Oblong Fitz Oblong sagt:

      Es ist immer der gleiche Dummschwätz, den h.schmelz propagiert. Niemand ist gezwungen, Rennpferde zu halten oder zu züchten. Warum auch?

      Das Halten von Rennpferden ist seit Anbeginn ein Luxus = Überfluss = Unnötigkeit gewesen. Wer also meint aus welchen Gründen auch immer ein Rennpferd besitzen zu müssen, der darf nicht scheinheilig fragen, wer dies bezahlen soll. Jedes Hobby kostet, Briefmarken sammeln, übergroße autos fahren, sich eine Yacht halten, ins Bordell gehen, Weltreisen machen, ….

      Der Besitz von Rennpferden ist immer dann ein Hobby, wenn es mehr kostet als einbringt, wenn nicht, dann ist es Ausdruck cleveren, erfolgreichen Unternehmerstums. So wird es zumindest verkauft.

      Natürlich ist das Halten von Rennpferden genau so ein Glücks- / Geschicklichkeitsspiel wie das Wetten auf den Ausgang von Pferderennen selbst. Ist nur eine Frage der Einsatzhöhe. Diese Art(en) von Spekulation hat aber stets einen negativen (finanziellen) Erwartungswert, weil kein Mehrwert geschaffen wird, nur Umverteilung von weniger Glücklichen zu phasenweise etwas mehr Glücklichen, die rechtzeitig aussteigen müssen.

      Ein Problem des dt. Galopprennsports ist, dass die allermeisten “Prominenten” nicht selbst das Vermögen erwirtschaftet haben, das ihre Vorfahren in die Pferdezucht investiert haben, die sie nun nolens-volens geerbt haben. Da dieser Sport nunmal teuer ist um “oben” mithalten zu können, mutieren sie nun zu Pferdehändlern und damit oft zu Rosstäuschern – um so vorübergehend möglichst an der noch profitablen Spitze eines Schneeballsystems zu sein. Allein deshalb ist es schon für die Rumstichlinge dieser Welt nicht sinnvoll, sich Rennpferde anzuschaffen, wenn sie es sich denn überhaupt leisten könnten. Das ist das nächste Problem: es gibt zu viele “Aktive” im dt. Galopprennsport, die es sich eigentlich nicht leisten können. Das sind dann zugleich oft die, die “Wir-Gefühl” und “Solidarität” einfordern, wenn sie nicht mehr weiter wissen, aber aus überhöhtem Selbstwertgefühl dabei bleiben wollen.

      • Theo Epping sagt:

        Das hört sich doch mal gut an.
        Wenn Sie als Anonymos jetzt noch die Größe hätten, niemanden persönlich anzugreifen, weil feige und so weiter, fände ich das einen guten Weg.

  5. h.schmelz sagt:

    in louisville/churchill downs werden heute und morgen die breeders cup rennen ausgetragen. eben gab es das erste davon, auf gras. das sah nach sehr tiefem boden aus. viel spaß. die sandbahn wird machbar sein, wenn es nicht mehr regnet. die sandbahn geht 1.600 meter rund, die grasbahn 1.400. für europäer eine ungewohnte sache. immer hellwach, immer auf der lauer, viel gedränge. Enable wird der star morgen sein. Roaring Lion der andere. es wird nicht einfach werden, aber spannend.

    • Blücher sagt:

      1400m einmal rum, das ist wie in Verden an der Aller – nur mit einer riesigen Tribüne davor. Irgendwie paßt so ein Geläuf nicht zu großen Rennen. Aber die Amis sind anders!

  6. h.schmelz sagt:

    das wetter, das wetter. das wetter ist immer dabei, wenn es im kreis geht. immerhin soll es heute trocken bleiben. das könnte Roaring Lion zumindest den matsch in die fresse ersparen. bei Enable im turf ist hingegen die konkurrenz vielleicht nicht so stark. bei beiden ist john gosden ein entscheidender faktor, vielleicht der entscheidende. und oisin murphy und dettori. alles letztlich doch ambivalente und variable faktoren wie rennverlauf und überraschungen aller art sowieso. das macht den sport so unberechenbar und interessant. Enable steht in der 2, das geht finde ich in ordnung. die hat taktischen speed genug, um nicht eingequetscht zu werden an der hecke. ich schätze, dann kann sie ungestört ihr rennen laufen. Roaring Lion steht auch in der 2, und wird schätze ich gleichmal nach hinten verschwinden. die pace werden andere machen. die frage wird sein, kann er sand, hat er genug klasse, und kann murphy das wasser richtig halten – nicht zu früh, nicht zu spät. man muß sich das quasi wie das kentucky derby vorstellen, gleicher belag und platz, gleiche distanz, aber als altersgewichtsrennen. sehr spannend mit vielen aspekten, die schwer in relation zu setzen sind.

    • Blücher sagt:

      In diesem “Classic” ist Europa ziemlich gut aufgestellt. Roaring Lion hat zweifelsohne die beste Form, aber kann er die Bahn? Thunder Snow und Mendelssohn haben frische USA-Empfehlungen, auch wenn die Bahn in Belmont wohl größer ist und damit den Europäern entgegen kommt. Von den US-Pferden scheint mir Accelerate am Stärksten. Mal gucken ob der Löwe auch in Kentucky brüllen kann! Oder macht Thunder Snow Werbung für den neuen Fährhofer Stallion?

  7. h.schmelz sagt:

    andernsorts wird heiß die frage diskutiert, die auch sie stellen – was folgt aus der PMU geschichte für den deutschen rennsport. trab und galopp. nicht wird über den breeders cup diskutiert, wie überhaupt auffällt, daß in diesen foren selten über pferde und deren leistungen im rennen gesprochen wird. also den ursprung resp. anlaß dieser ganzen chose. das ist ein alarmsignal, wenn nicht die leistung der pferde im mittelpunkt steht, sondern die arabesken der sportpolitik, weil, da glauben manche, sie verstünden was davon. das ist aber fraglich. rennleistung ist das wichtigste, und es hilft, wenn man die analysieren und einordnen kann. der herr racingman aka henschker z.b. kann das evident nicht, also vertreibt er sich die zeit mit allerlei schnickschnack drumherum. ein neuer diskutant hat das dort sehr richtig erkannt – es geht um den ursprung des sports.

    • Theo Epping sagt:

      Die Rennen-Analyse ist auch mir ein Buch mit 7 Siegeln. Ich habe schon Probleme die einzelnen Pferde auseinander zu halten. Die Rennleistung und die Qualität für die Zucht einzuordnen und das ist ja wohl auch Ihnen wichtig, h.schmelz, gelingt mir ziemlich gut. Vielleicht habe ich deshalb kaum Interesse an diesem Wett- und Rennzirkus. Hengste wie u.a. Lombard – Kronenkranich – Prince Ippi – Esclavo oder Limbo hätten von mir nie eine Stute bekommen.
      OK, Marduk war mein Griff ins…., aber er war ein tolles Pferd.
      Für die Zukunft, achten sie auf Maxios – Amaron und ganz aktuell Iquitos.
      Ob nun ein echtes Gr. I Pferd oder nicht, er ist hart geprüft und immer ehrlich und auch echt deutsch, wie Monsun.

      • Un Coeur B sagt:

        Lombard und die anderen hätten von mir nie eine Stute bekommen, so orthodox und verbissen sollte man nicht an die Sache herangehen, immer unorthodox etwas herum fummeln und ausprobieren, dann kommen am Ende die Galileos, Sea the Stars und Frankels ‘raus, ohne Lombard mit Allegretta Letztere alle nicht da.

        • Theo Epping sagt:

          Theorie und Praxis gepaart mit Intuition und Sympathie, sind sehr verschieden. Herum fummeln sollten Sie woanders, ohne ausprobieren geht es nirgendwo.
          Ohne Lombard, keine Allegretta, das hatten wir unlängst schon. Ohne Elektrant, kein Manduro usw.
          Wie sagte kürzlich eine Politikerin: “Eine Schwalbe …

          • Un Coeur B sagt:

            So viele Fachleute und Fachmänner beim Turf, und doch scheinen sie alle im Dunkeln zu tappen, Northern Dancer wollte niemand auf einer Auktion haben, Danedream auch nicht, John Henry kostete gerade mal 1.100 Dollar, die großen Irrtümer der Turf Geschichte wären mal einen Thread wert.

          • Theo Epping sagt:

            Das ist doch der Knackpunkt bei der Geschichte, alle tappen im der selben Dunkelheit herum und da kommt die Intuition und das Gefühl ins Spiel. Was des einen Irrtum, ist des anderen Glücksfall, es ist immer sehr perspektivisch und das macht den Rennsport doch aus. Wird jedenfalls immer gesagt.

          • Un Coeur B sagt:

            Wir Börsianer befinden uns alle in einem dunklen Raum. Aber gewiss wird sich jener, der schon seit Jahrzehnten in diesem Zimmer ist, sicherer bewegen, als einer, der erst vor kurzem eingetreten ist. André Kostolany. An der Börse ist es ähnlich.

          • Theo Epping sagt:

            So ist das bei uns niederen Wesen. Wenn ich so was sage, bekomme ich besten Falls ein :-) , wenn ein Herr Kostolany es sagt, steht es anschließend in der Börsianer Bibel :-(

          • Un Coeur B sagt:

            Ja, aber besser tief stapeln, als hoch stapeln.

          • Theo Epping sagt:

            Ich sage jetzt mal Danke, obwohl ich Ihnen nicht so recht folgen kann.

    • Blücher sagt:

      Es ist das Problem, daß wir im Sport in Deutschland große Probleme haben und das überdeckt das Interesse an den großen internationalen Rennen und man muß leider auch feststellen, daß sich einige Renn- und Zuchtexperten aus dem Forum absentiert haben. Der Sport schrumpft und die Fan-Gemeinde schrumpft mit. Das ist keine gute Entwicklung

      Es muß ein Ruck durch Turf-Deutschland gehen, sagte einst Präsident Herzog. Und recht hatte er – damals 1997!

  8. H.Schmelz sagt:

    Wild Illusion sollte das können.

  9. h.schmelz sagt:

    sollte, hatse aber nicht. kopf geschlagen von Sistercharlie, keine ausreden. der stream fällt dauernd aus, also morgen früh den rest ansehen. 1 sympathischer außenseiter im classic – Discreet Love, sieger im gold cup belmont im september. der kann das, wenn das rennen schnell wird.

  10. h.schmelz sagt:

    Enable hat wie erwartet gewonnen, und wie. mit autorität, auch jederzeit unterwegs, weil frankie dettori alles bestens ausgekundschaftetet hatte, als er mit Private Eye ein paar rennen vorher noch wesentlich mehr jockeyship in die waagschale werfen mußte, um knapp aber sicher auch die mile zu gewinnen. das war große kunst, und mit Enable war der weg dann vorgezeichnet. immer außen, wo der boden besser war und weniger passieren kann. einen für michael stoute, eine für john gosden, beide für khalid abdullah. immer noch ist dettori für viele der beste, für mich auch.

    oisin murphy hatte es mit Roaring Lion nicht so leicht, und mitte gegenüber war schnell schluß. ich habe nicht ganz verstanden, warum er am anfang die pace mitgegangen ist, denn das war noch nie sein ding, und es ging dann wie zu befürchten in die büx. auch ryan moore mußte im schlußbogen auf Mendelssohn heftig reiten, so heftig wie selten, und am ende war auch er mit seinem latein am ende.

    rennen auf diesem niveau sind schwer für europische pferde, weil der boden und die stramme pace start-ziel kein verstecken zulassen. immer auf der hut, immer drängelei, schwer einzuschätzende gegner. wenn coolmore drei hasen im rennen hat, kann man die in der regel bis 10 längen laufenlassen. in america läuft jeder um sein leben, und manche sind dann wirklich weg. der sieger Accelerate hat verdient gewonnen, wie auch sein trainer john saddler beim 45 anlauf, ein breedes cup rennen zu gewinnen. das dann mit schmackes.

    im beipogramm hat Roy H zum zweiten mal en suite den sprint gewonnen, für trainer peter miller und jockcy paco lopez. 1.200 meter, 3,5 längen, unterwegs händevoll. das war ein wort.

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