Reisen die die Welt nicht braucht

Khan war überraschender Sieger im Preis von Europa. Es war ein Tag, an dem alles gepaßt hat – vor allem das Wetter. Der Boden war weich und der Santiago-Sohn fühlte sich in seinem Element.

Der Rennsport und die Vollblutzucht sind international – und in den internationalen Rennen werden die Deckhengste gemacht. Aber manchmal wäre ein klein wenig Bescheidenheit eine große Zier. Warum reist man mit einem Pferd, das sehr auf passenden Boden angewiesen ist, in ferne Lande zu einem Rennen, in dem der Boden in den letzten 10 Jahren viermal mit „gut“ und viermal mit „fest“ angegeben wurde? Warum läuft so ein Pferd nicht im November in München im Bayern-Preis mit realen Chancen und mit ein wenig „good will“ für den Münchner Rennverein? Alternativ könnte man natürlich auch noch in Italien laufen – Premio Roma oder Premio dell Jockey Club. Nur Gruppe 2, aber gut dotiert, auch wenn man mal ein paar Jahre auf die Kohle warten muß.

Ging es bei der Reise vielleicht nicht zuallererst um die sportlichen Lorbeeren, sondern um die Reiselust im Team Darius Racing? Wollte da vielleicht jemand mal unbedingt nach Canada reisen um ganz international in Erscheinung treten?

Wie gut informierte Kreise aus Köln zu berichten wissen, war der Trainer nicht nach Canada gereist – aus kostengründen wird gemunkelt. Jedoch soll sich beim Team, das Khan nach Canada begleicht hat, eine sehr attraktive Lady mit blonden Haaren und russischem Accent befunden haben, die wiederum von einem Frankfurter Insider der Galoppszene begleitet wurde.

Honi soit qui mal y pense

PS: Khan wurde übrigens Zehnter von elf Startern in Canada. Da tun sich irgendwie Parallelen zu 1976 in Baden Baden Sharper auf. Aber damals blieb man im Lande

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17 Antworten auf Reisen die die Welt nicht braucht

  1. Theo Epping sagt:

    Wer mit wem, wohin reist, oder nicht? Interessiert mich nun wirklich nicht. Mich interessiert viel eher, ob der Trainer nicht mitdurfte oder gar nicht mit wollte? Ich kenne mich in den Personalien nicht aus, das würde mir aber schon einiges sagen.

    • Anne Weber sagt:

      Was wuerde Ihnen das sagen ?
      Dass er keinen Mumm hatte ?
      Das ist oft die Denkweise.
      Wenn er geflogen waere, haette er dann keinen Mumm auf die Kölner starter gehabt ?

      • Theo Epping sagt:

        Werder noch. Niemand kann auf zwei Hochzeiten tanzen. Es wäre ein Anhaltspunkt dafür, wie ich den Trainer einzuordnen habe.

        • Anne Weber sagt:

          Meiner Info nach, waere der Trainer wohl geflogen aber der Manager wollte unbedingt selbst vor Ort sein und dafür nicht bezahlen.
          Deshalb nahm er dann den Platz des Trainers ein.
          Ist aber ohne Gewähr; H.F. ist nicht sonderlich beliebt… das verleitet solche Sachen einfach mal zu kolportieren

          • Theo Epping sagt:

            Zwei Pferde fliegen rüber, das ist günstiger als nur eines zu transportieren und man kann die Reisespesen für den Manager + Begleitung auf zwei umlegen und praktischerweise gleich noch einen lukrativen Verkauf abwickeln. Nenne ich das gut durchgerechnet oder durch…

          • Anne Weber sagt:

            2 Pfleger, Besitzer mit Begleitperson und Trainer mit Begleitperson. Manager ist nicht vorgesehen

          • Theo Epping sagt:

            Na sehen Sie, da liegt der Hase im Pfeffer. Wie kommt Django ins Flugzeug ohne zu bezahlen?

        • Anne voelkel sagt:

          Zwei sind nicht günstiger, es kostet einfach genauso viel.
          Ganz nebenbei ist es ein einladungsrennen.

  2. h.schmelz sagt:

    der rennfilm vom ramm memorial in köln zeigt keinen fehlstart, die türen gehen alle gleichzeitig auf. aber das pferd Millowitsch ganz außen hängt sofort nach rechts. vielleicht hat das den starter irritiert, und herr helfenbein hat das als self fulfilling prophecy ex post gewertet. wo war die flagge? slapstick im besten fall, ansonsten unseriös.

    • Anne Weber sagt:

      Das ist einfach nicht wahr. Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, dass die boxe früher aufging

    • Oblong Fitz Oblong sagt:

      Die ewige gültige Turfexperten-Ordnung:

      § 1: Der Turfexperte hat immer Recht. Wie er es zu sehen glaubt, so ist es.

      § 2: Sollte der Turfexperte einmal nicht Recht haben, so gilt automatisch §1.

      • Blücher sagt:

        Das gilt für viele Experten in allen möglichen Bereichen und in der Schule habe ich das auch schon so gelernt. In der Politik nennt man das im Lande des Honecker-Trojaners “alternativlos”.

        • Theo Epping sagt:

          Da sage noch einer: In der Schule lernt man nichts fürs Leben. Manch besonders kluge können gelerntes sogar aufbereiten und wiederverwenden.

          • Oblong Fitz Oblong sagt:

            Dann gibt es noch die, die in der Schule nichts gelernt haben und auch im Leben nichts. Das sind die allergrößten Turfexperten, die vor dem Rennen zweifelsfrei wissen, wer gewinnt und nach dem Rennen ebenso zweifelsfrei wissen, warum er nun eben nicht gewonnen hat. Maul fraß das Hirn jener Spezies.

            Aber ist es nicht schön, daß es auch auf Lummerland Logopäden gibt?

          • Theo Epping sagt:

            Das ist mehr als schön, das ist schier unglaublich, dass nach so leidvollen Jahren jemand Deine Sprachstörung beheben konnte. Jetzt musst Du nur noch Dein Hirn wieder ausspucken, dann klappt’s auch mit der Verständigung!

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