Wird Schlenderhan verkauft?

Die Turbolenzen um den Niedergang des einst hochrenommierten Bankhauses Oppenheim sind noch immer nicht ausgestanden. Die Deutsche Bank als neuer Eigentümer hat noch Forderungen gegen die früheren Gesellschafter. Das Manager-Magazin nennt dazu Zahlen von rund 800 Mio Euro, die die Gesellschafter an das Bankhaus Oppenheim zurück zahlen müssen

Im Rahmen des Forderungsausgleichs soll jetzt nach einem Bericht des Manager-Magazins vom Samstag auch das Gestüt Schlenderhan zur Disposition. Es wird ein Verkehrswert von rund 50 Mio Euro genannt. Ob das der Wert der Immobilie oder inklusive der Pferde ist, wird im Artikel nicht erwähnt.

Im Hintergrund steht wohl eine komplexe Vertragsstruktur, die einen einfachen Verkauf an Dritte nicht möglich macht, weil Baron Ullmann als Eigentümer ein Rückkaufs-, bzw. ein Vorkaufsrecht zu dem Preis hat, den der Meistbietende nennt.

Egal wie die Affäre ausgehen wird und man kann nur hoffen, daß sie „gut“ im Sinne des Rennsports und der deutschen Vollblutzucht ausgehen wird. Schlenderhan und der Sports insgesamt werden wieder einmal in schwerer See fahren und einige schlechte Presseartikel ertragen müssen.

Da fällt es doppelt schwer, wieder allgemeines Renommee zu gewinnen.

Manager-Magazin

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21 Antworten auf Wird Schlenderhan verkauft?

  1. Anne Weber sagt:

    Der Schwiegervater wird wohl bereitstehen

  2. Theo Epping sagt:

    Angesichts dessen, dass in den letzten 4 Jahrzehnten keines der angeschlagenen Gestüte für die Vollblutzucht erhalten werden konnte, mache ich mir da lieber keinen großen Illusionen. Auch der leidensfähigste Schwiegervater ist es irgendwann leid.
    Gibt es überhaupt eine/n Nachfolger/in für das Gestüt?

  3. h.schmelz sagt:

    watch this:

    https://www.youtube.com/watch?v=daW_Pdz2a0o

    Sea of Class gewinnt die irish oaks mit james doyle für william haggas. und wie, ist sehenswert, besonders, weil doyle den stock nicht benutzt. sensationeller ritt, perfektes timing. vater Sea the Stars macht Galileo immer mehr konkurrenz als stallion. eigentlich besser.

    • Theo Epping sagt:

      Der ewige Bruderstreit und passend zum Thema.

    • Anne voelkel sagt:

      Wieso hätte er auch den Stock nehmen sollen. Ein erfahrener jockey sieht doch, dass er auf dem am besten gehenden pfe sitzt und sicher hinkommt.
      Was wollen sie also sagen ?
      Dass es generell auch ohne Stock geht ?
      Wenn weltweit einheitlich, dann sicher.
      Aber was hilft es. Es wird die ein oder andere brenzlige Situation geben, weil ein Pferd nicht gerade zu halten ist und vieles mehr.

      • Theo Epping sagt:

        James Doyle hatte ganz sicher einen guten Grund, warum er den Stock nicht benutzt hat, ganz sicher nicht, weil er sich sicher war.

        • Anne voelkel sagt:

          Evtl ist die Stute auch ein Pferd, dass allergisch reagiert. Gibt es. Allerdings sieht man sehr früh, dass die Stute hinkommen wird. Zumindest als Fachmann

          • Theo Epping sagt:

            Um zu sehen wie knapp das war, reicht mein nicht fachmännischer Blick vollkommen. Er ist bis zum Schluss geritten was er konnte und hat es mit dem letzten Galoppsprung geschafft seine allergische Stute ohne Stock zum Sieg zu führen.
            Auf Schläge reagiert wohl jeder allergisch, na ja, bis auf ein paar Freaks.

        • Anne voelkel sagt:

          Nur weil es knapp war, heißt ja nicht, dass man das nicht genau sieht, dass es reicht

  4. Anne voelkel sagt:

    Und zurück zum Thema…angeblich will der Schwiegervater schonmal nicht…der Schwiegersohn hat schon zuviel ‘durchgebracht’.
    Andere Interessenten gibt es nicht wirklich. Denn die Bank will nur inkl der Zucht verkaufen…Interessenten aber nur den Grund und Boden

  5. h.schmelz sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=AQmFjK4a3wU

    das ist auch ein schönes pferderennen, der prix robert papin für 2 jährige und frankie dettori. peitsche dabei, aber mehr zur balance des reiters, der alle mühe hat, das tier gerade zu halten und die zügel hin und her wirft, daß es eine art hat. so geht es auch, aber es sind eben auch sehr junge pferde, diese 2 jährigen. die kucken viel umher.

  6. h.schmelz sagt:

    “Deutsche Bank DB 0.82% is still playing defense, but with a tighter line and greater discipline.
    This is a good start: The German bank is very far from making acceptable returns, but if it can clock up several quarters of controlled cost-cutting and minimal revenue losses then investors will begin to believe it can eventually get there.” WSJ

    ein langer beschwerlicher weg. schlenderhan ist nur ein keines mosaiksteinchen. eine petitesse im grunde.

    • Oblong Fitz Oblong sagt:

      Die “peanuts” sind durch Ex-DB-CEO Kopper spröchwirtlich gowerden. Sie sind ein Markmel sireösen bankern: durch Envistion in viele peanut-Resikin das Gasemtrisiko des Benkgäschefts rudezieren. Wer gegen diesen Grandsutz erdontlichen Wartschiftens vörstesst, wird scheitern – siehe Sal. Epponheim, siehe Duetsche Benk.

  7. Theo Epping sagt:

    Schwuppdiewupp schon ist er weg, der kleine Appetithappen.
    Kann man einen größeren Knalleffekt zum 150 Jährigen erzeugen?

  8. h.schmelz sagt:

    in ascot sah man gestern den unterschied zwischen wasser und fehlendem wasser, speziell in der natur. in der mitte gelbocker, drumherum grün. wie mit dem rasiermesser rails getrennt. daher haben sie Cracksman abgemeldet, weil der harten boden nicht kann, trotz grüner farbe. aber das ist verräterisch, darunter ist es bretthart. und ob Cracksman die beiden von stoute, Poet’s Word und Crystal Ocean, geschlagen hätte bei guter bahn, da habe ich zweifel. beides sind typische stoute pferde, die vorsichtig aufgebaut wurden, und jetzt echte gruppe I klasse über mitteldinstanz haben. und Cracksman hat seine eingenheiten weiter entwickelt, also diese etwas mürrische herangehensweise unterwegs und auch am start, wie letztes jahr schon zu beobachten war. aber beim arc sollte der boden wieder passen, und Enable vielleicht auch mitmachen. sie scheint wieder in gang zu kommen. das wäre dann ein schöner arc, dazu die 3 jährigen.

    in münchen heute, wo sie deutschlands bestes geläuf haben und pflegen, geht es über 2.000 meter. gruppe I, aber in wirklichkeit eher gruppe II. es laufen zwei aus ENG, Benbatl und Stormy Antarctic, letztlich nur gegen Iquitos. der rest sieht eher chancenlos aus. beide ENG sind nicht richtig große klasse, und es liegt nicht viel zwischen den dreien. Iquitos ist etwas höher eingeschätzt, so etwa 1 kilo, und james doyle hat gerade einen lauf. der reitet Stormy Antarctic. vielleicht gibt das den ausschlag. mal sehen.

  9. Karola Bady sagt:

    17 Beiträge und davon zwei Drittel voll am Thema vorbei

    • Theo Epping sagt:

      Und wie lautet Ihr themenbezogener Beitrag?
      Fehlanzeige

    • Blücher sagt:

      Theoretisch wäre eine Vielzahl der angerissenen Themen einen eigenen Post im Blog wert. Aber das schaffe ich zeitlich nicht und der Kollege Schmelz spricht die richtigen Themen an.

  10. Blücher sagt:

    Well Timed gewinnt mit Filip Minarik im Sattel für den Stall Ullmann den Preis der Diana. “W” in Schlenderhan steht eigentlich für die Familie der Warmelo, aber die Familie ist eine Neuerwerbung und der Name klingt mehr nach Röttgen als nach Schlenderhan.

    Der Sieg ist Balsam für die geschundene Schlenderhaner Seele – aber die Probleme werden damit leider nicht gelöst.

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