Wie heute auf dem australischen Rennsportportal Racenet zu lesen ist, reist die „Königin von Australien“ nicht nach Royal Ascot, um der Herrscherin des Commonwealth, Königin Elizabeth II, ihre Aufwartung zu machen.
Nach den Queen Elizabeth Stakes in Royal Randwick soll die Stute in Australien bleiben um danach im australischen Frühjahr (November) das vierte Mal die Cox zu gewinnen. Ausländer, die sich mit Winx messen wollen, seien herzlich eingeladen, in der Cox Plate zu starten.
Wie Chris Waller sich gegenüber der Presse äußerte, hat man wohl ein wenig Sorge, daß die Stute die weite Reise gut überstehen wird. Da mag etwas dran sein, aber inzwischen sind Starts in Australien von europäischen Pferden nicht mehr so selten.
Daß so eine hocherfolgreiche Stute noch eine weitere Saison im Rennstall bleibt, ist etwas irritierend. Die Zahl der Fohlen bei einer Stute ist begrenzt und jedes weitere Jahr im Rennstall reduziert diese begrenzte Zahl um eins.
Ein Start (und Sieg) in den Queen Anne Stakes während Royal Ascot und danach der Besuch eines europäischen Stallions wäre für Winx sicher ein toller Karriere-Abschluß gewesen.
Racenet Winx
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Zwei Wahlen hat es am gestrigen Mittwoch in Deutschland gegeben. In Berlin wurde Angela Merkel zum vierten Mal zur Kanzlerin und in Köln wurde Michael Vesper als neuer Präsident des DVR gewählt.
Die Kanzlerschaft von Angela Merkel wird in der Republik und darüber hinaus sehr kontrovers diskutiert. Aus den Reihen der Koalition verweigerten ihr 35 Abgeordnete die Stimme und in den sozialen Medien werden diese Abweichler schon als die 35 Aufrechten bezeichnet. Es dürfte nicht zu erwarten sein, daß aus Berlin irgendwelche Impulse für den Rennsport ausgehen. Vor einigen Jahren wurde ein neues Sportwettengesetz verabschiedet, das für den Rennsport einige positive Formulierungen enthält. Aber ein Ausführungsgesetz, das dem Rennsport zusätzliche finanzielle Mittel bereitstellen würde, wird seit Jahren nicht verabschiedet.
In Köln wurde der frühere Politiker der Grünen und bisherige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes zum neuen Präsidenten des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen gewählt. Einen „Wahlkampf“ hat es zuvor natürlich nicht gegeben, es gab wohl auch nur sehr wenige Bewerber für dieses Amt, mögliche weitere Kandidaten wurden nicht genannt. Irgendwo ist einmal durchgesickert, daß auch Jürgen Fitschen, der frühere Vorstand der Deutschen Bank, einmal Mitglied des Kandidatenpools gewesen sei. Ob der Kandidat oder die „Kandidatenfindungskommission“ dann davon Abstand genommen hat, ist nicht bekannt.
Ebenso ist das Wahlergebnis für Michael Vesper nicht veröffentlicht worden, die Anzahl der abgegebenen Stimmen, der Stimmen für den Kandidaten und die Gegenstimmen sind geheim. Da hat man in Berlin deutlich mehr Transparenz, das Verfahren in Köln erinnert eher an das Konklave bei der Wahl eines neuen Papstes in Rom.
Michael Vesper kommt aus dem politischen Lager der Grünen, gilt als Gründungsmitglied der Partei in NRW, war dort von 1995 bis 2005 Minister unter verschiedenen SPD-Ministerpräsidenten und hat sein Landtagsmandat nach der Wahl zum DOSB-Präsidenten niedergelegt.
Der Rennsport erhofft sich von dem neuen Präsidenten erhebliche Impulse und vor allem natürlich einen heißen Draht mit kurzer Leitung zur Politik.Welche Ideen der neue Präsident hat, wie weit er sich überhaupt mit dem Sport identifizieren kann, wird sich noch zeigen. Einem neuen Mann in einem wichtigen Amt gewährt man immer eine Frist von 100 Tagen und da die Mühlen im Rennsport traditionell langsam mahlen, sollte man auf diese 100 Tage noch einen großen Bonus drauflegen.
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Nach einer heute auf GOL veröffentlichten Meldung hat der Prinz von Auersperg alle Ämter im Rennsport nieder gelegt. Er war Vizepräsident des Münchener Rennvereins und Vorstandsmitglied der Besitzervereinigung.
Der Prinz äußerte seine Enttäuschung die Strategie des Rennsports und über nicht nachvollziehbare Entscheidungen, die im Rennsport gefallen sind und auch über die, die nicht entschieden wurden. Ob man dazu aus der Wagenburg von Köln eine Stellungnahme erhalten wird, die nicht nur aus Allgemeinplätzen besteht?
GOL-Meldung
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Anläßlich der Wahl zum Galopper des Jahres erscheint heute in der Rheinischen Post ein recht interessanter Artikel über Acatenango, der dreimal diese Publikumswahl gewann.
Galopper des Jahres – Acatenango
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Gestern vor 66 Jahren wurde einer der größten Vollblüter der Geschichte geboren – Ribot.
Gezogen von dem großen Federico Tesio von Tenerani aus der Romanella erlebte sein Züchter ihn nicht mehr auf der Bahn, denn Federico Tesio starb 1954.
Ribot, der einzige ungeschlagene Doppelsieger im Arc, dazu Sieger in den damals noch jungen King George VI and Queen Elizabeth Stakes. Er war ungeschlagen bei 16 Starts, nur das Derby hat er nicht gewonnen, Tesio hatte ihn nicht genannt, Manche sagen, er mochte seine Mutter nicht, die als Rennpferd sehr schwierig war.
Als Deckhengst wurde er in die USA verpachtet und dieser Pachtvertrag wurde mehrfach verlängert, weil er wegen seines Temperaments angeblich nicht zu transportieren war. Er war sicher einer der großen Stallions in den Staaten, aber er war keine herausragende Erscheinung als Deckhengst, nicht wie einige Jahre Später Northern Dancer. Kritiker meinten damals, daß man seine Nachkommen zu sehr gegen die Uhr trainiert hat.
Und Ribot ist der einzige Vollblüter, der jemals das Titelbild des Spiegel geziehrt hat.
Der Spiegel 1957 – Ribot
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Secretariats Sieg in den Belmont-Stakes wird regelmäßig verlinkt und gehört sicher zu den meistgesehenen Galopprennen auf Youtube. Das Kentucky-Derby wird viel weniger verlinkt, was wahrscheinlich auch der schlechten Qualität des Films geschuldet ist. Oder gibt es bessere Kopien?
Jedenfalls ist mir heute Das Derby in die Finger gekommen. Hier gewinnt Secretariat nicht von vorne und verliert auch nicht seine Gegner.
Kentucky Derby 1973
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Der Kulturverein “Grünes Tor” Hoppegarten e.V. hat eine Broschüre über die Baugeschichte von Hoppegarten von 1867 bis 1937 heraus gebracht. Mit Sicherheit eine interessante Lektüre für alle Rennsportfans. Die Broschüre kann direkt beim Kulturverein bestellt werden.
Grünes Hoppegarten
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Auch angeregt durch Hubertus Schmelz vom Stall Tinsdal haben wir eine Fundraising-Aktion gestartet, um die Familie und besonders seine Frau Sellina nach dem frühen Tod von Daniele Porcu zu unterstützen. Ich hoffe auf rege Beteiligung.
Vielen Dank an Catrin Nack und Valeria Iallonardo für die Übersetzungen!
Fundraising für Daniele Porcu
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Wie der Tägliche Anzeiger aus Holzminden berichtet, ist der Ex-Bauminster von NRW und DOSB-Präsident Michael Vesper als neuer DVR-Präsident im Gespräch.
Also, der Präsident muß ja nicht der große Insider im Turf sein, Kontakte zur Politik sind wichtiger, aber ein wenig Stallgeruch sollte er schon haben….. so meine ich jedenfalls!
Täglicher Anzeiger
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Turf-Times hat in der letzten Ausgabe die Kennzahlen des Galoppsports in Deutschland für 2017 veröffentlicht. Auf der Web-Seite des Verbandes werden sie natürlich nicht publiziert.
Und wie jedes Jahr sind diese Zahlen schlechter als die Vergleichszahlen des Vorjahres. 1196 Rennen wurden in 2017 in Deutschland gelaufen. So wenig wie noch nie seit bestehen der Bundesrepublik. 1948 im Jahr der Währungsrefom wurden 1273 Rennen gelaufen. Aber auch der direkte Vorjahresvergleich ist rückläufig, 2016 wurden noch 1226 Rennen gestartet. Dazu hat der Totoumsatz eine neue Tiefstmarke erreicht. 2011 und 2013 gab es beim Totoumsatz eine positive Entwicklung im Vorjahresvergleich. Ansonsten gab es nur Umsatzverluste.
Rund 25% der Starts der in Deutschland trainierten Pferde erfolgt inzwischen im Ausland, vornehmlich in Frankreich. Rund 6,6 Mio Euro betrug die Auslandsgewinnsumme der in Deutschland trainierten Pferde. Ein Rückgang von rund 400.000 Euro, aber das heißt nichts, denn mal gewinnen die Deutschen und mal eben die Franzosen.
Natürlich sind auch weniger Aktive im Sport unterwegs. 71 Jockey und 51 Amateure reiten noch mit deutscher Lizenz. Ich erinnere mich noch gut an Zeiten mit über 200 lizenzierten Amateuren. Erfreulich ist, daß die Zahl der Besitzer und Züchter recht konstant ist.
Aber eigentlich ist diese offizielle Statistik des DVR nur die halbe Wahrheit. Ca 40 bis 50 Renntage wurden 2017 als PMU-Renntage gelaufen. Ein Wert der in Etwa den Werten der Vorjahre entspricht. Rund 10 dieser Renntage würden auch ohne PMU-Unterstützung gelaufen, denn weder Hamburg noch Baden Baden würden das Programm ohne PMU zusammenstreichen. Und das gilt auch für den einen oder anderen “guten” Renntag, der durch die PMU besser finanziert ist.
Aber ca 35 Renntage sind im Prinzip von der PMU abhängig. Dazu zählt das Winterprogramm in Neuss und Dortmund und noch einige andere Renntage. Ob es ohne PMU im Winter noch Renntage geben würde, kann ich nicht abschließend beantworten, aber die Wahrscheinlichkeit sehe ich mal als sehr gering an. Bei 35 Renntagen mit 8 Rennen würden noch mal rund 280 Rennen weniger gelaufen. Also rund 916 Rennen. Diese Zahl bedarf keines weiteren Kommentars und auch keinen Vergleich zu den Rennen in der Nachkriegszeit 1945-1947) oder zu den Kriegsjahren 1914-1918.
Von “prickelnder Atmosphäre und gutem Besucherzuspruch” auf den Rennbahnen ist im Begleittext des Direktoriums zum in dieser Ausgabe veröffentlichten Zahlenwerk 2017 die Rede. Dem neuen Jahr wird “zuversichtlich entgegengeblickt”, es “wird von Veränderungen in der Struktur des deutschen Rennsports geprägt”. Sagt Chefmanager Jan-Anthony Vogel. – so zitiert die Turf-Times weiter aus dem Jahresbericht des DVR. Was soll man im Angesicht der Zahlen dazu sagen? Ich weiß es jedenfalls nicht!
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