Wenn die Erben fehlen – Gigginstown House Stud wird merklich verkleinert

Die Racing Post meldet heute, daß  das Gigginstown Hous Stud von Michael O’Leary seien Aktivitäten massiv reduzieren wird und wahrscheinlich keine neuen Pferde kaufen wird. Als Grund wird das fehlende Interesse der Kinder am Rennsport angegeben.

Das ist ein Beben von seimischen Ausmaß, schreibt die Racing Post weiter und für Gordon Elliott ist es eine sehr schwierige Situation, denn er ist durch die Vielzahl der Gigginstown-Pferde von der Entscheidung besonders betroffen.

Gigginstown dominiert den irischen Hindernis-Sport in enormen Maß und teilweise sind fünf, sechs oder mehr Pferde in einem Rennen in den Bordeaux-Weißen Farben am Start. Das führte natürlich auch zu einer Monokultur, denn Mrs S Ricci und John McManaus als weitere Großbesitzer dominieren den Hindernissport auf der Grünen Insel.

225 Pferde sind in der letzten Saison in den Gigginstown-Farben gelaufen – so viel wird es nicht mehr geben. Der Abbau soll über fünf Jahre erfolgen, auch damit die Trainer Zeit für die Anpassung haben.

Wird der Wegfall eines Großinvestors aber vielleicht wieder kleinere Besitzer animieren, in den Hindernis-Sport einzusteigen?

Und was wird schließlich auch mit dem umfangreichen Sponsoring von Ryan Air in den Hindernissport geschehen, wenn der Chef keine Pferde mehr am Start hat. Für den irischen Rennsport kann das eine enorme Zäsur bedeuten, denn man muß noch den Weg-Fall des Darley-Sponsoring u.a. für die Irish Oaks kompensieren.

Die Frage, was mit einigen deutschen Gestüten geschehen wird, wenn die jetzige Besitzergeneration abtritt, stellt man im Moment besser nicht ….

Der Racing-Post Artikel

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16 Antworten auf Wenn die Erben fehlen – Gigginstown House Stud wird merklich verkleinert

  1. Theo Epping sagt:

    Der gleiche Dampfer unter neuer Flagge.
    siehe: Darly reduziert Sponsoring! 5. Febr. 2019
    Im Gegensatz zu anderen Weissagungen sage ich:
    Das ist nicht der Anfang vom Ende des Rennsports,
    es ist einfach nur das ständige Kommen und Gehen.
    Nicht leicht, aber das wird schon wieder, wie immer!

  2. h.schmelz sagt:

    “Airlines in Europe have faced multiple headwinds, including rising fuel costs and overcapacity in some markets. Several smaller carriers have gone bust and others—including Ryanair—have issued profit warnings in recent months. Carriers, including British Airways parent International Consolidated Airlines Group SA and British budget carrier EasyJet PLC, this month said they would slow growth. Ryanair said it expected more airlines to go bust in Europe in winter.”

    Es sind nicht die fehlenden Erben, es ist das strauchelnde Geschäft von Herrn O’Leary. Ryanair ist der größte europäische Kunde der Boeing 737 Max. Ob und wann die wieder fliegen, weiß keiner. Ob da jemand einsteigt, weiß auch keiner. Ryanair hat lange keine Dividende gezahlt, der Kurs der Aktie ist im Keller. Kerosin kostet wieder mehr, das Personal kostet endlich Tarif und keine Dumping Löhne.

    • Blücher sagt:

      Das können natürlich die wahren Gründe sein. Ryanair muß sparen und das kommt dann auch beim Chef an…. und 220 Pferde im Training kosten jeden Monat irgendwas zwischen 220.000 und 440.000 Euro. Das ist eine Menge Holz und will erst mal verdient werden.

  3. h.schmelz sagt:

    Er hat angeblich 13.000.000 € jedes Jahr reingetan, und 4 Mio. rausgeholt. Insofern ein Wohltäter der Irischen Hindernissports. Das Geld haben aber vor allen Dingen seine Mitarbeiter verdient, aber nicht erhalten. Lohndumping nennt man das. Ein Arschloch insofern. Mit anderen Großsponsoren verhält es sich ähnlich problematisch – Godolphin, Quatar, Coolmore mit den ohne Steuer Hengsten. Irland hat es sowieso mit Steuergeschenken. Ein Geschäftsmodell der staatlichen Art. Die Fassaden der blühenden Landschaften Rennsport in IRE und ENG sind extrem dünn und fadenscheinig.

    • Blücher sagt:

      Er hatte oder hat ein teures Hobby. Andere kaufen sich für 100 Mio eine Yacht, also soviel wie 8 Jahre Rennsport beim Ryanair-Chef.
      Steuermodelle, dünne Fassade oder wie auch immer. Früher war der Staat in Deutschland arm und die Bürger recht wohlhabend. Jetzt haben wir einen reichen Staat und der Wohlstand der Massen hat extrem abgenommen. Denn wenn ich einem angeblich reichen Land rund 8,8 Mio Menschen auf staatliche Fürsorge angewiesen sind, ist das Volk nicht mehr reicht. Das kann man noch beliebig erweitern und ein ganzes Essay drüber schreiben. Hab ich gerade keine Lust dazu. Jedenfalls ist unsere so schön gepflegte Fassade vom wohlhabenden Deutschland auch recht löchrig und nicht wirklich solide.
      Und die Petro-Dollar-Pferde. Eine sehr spezielle Welt mit enormen Gegensätzen. Keine Frage, sehr viel unanständiges Zeugs dabei.
      Aber wenn ich nur mit absolut Aufrechten, nur mit Ehrenmännern durch und durch Geschäfte machen darf, mit wem soll ich denn dann noch Geschäfte machen, wo die Welt doch voll von Halunken ist?
      Gucken Sie sich die Regierung an – sind da Aufrechte, mit denen man Geschäfte machen kann? Oder die EU sind da die ehrbaren Kaufleute, für die ehrlichen Geschäfte?

  4. h.schmelz sagt:

    Sie machen oft Fässer auf, ohne auf den Grund zu blicken. Wenn Sie O’Leary thematisieren, dann sollten Sie auch seinen finanziellen Hintergrund beleuchten, der unmittelbar mit seinen Aktivitäten im Rennsport zusammen hängt. Aber diese Aspekte des Lebens kommen bei Ihnen fast immer zu kurz. Weil sie Ihr Weltbild vom Sport stören. Aber ich bin ja da, das Gröbste zu korrigieren und einzuordnen.

    • Blücher sagt:

      Mir ist durchaus klar, daß es da ein paar mehr Hintergründe gibt und ich blende sie auch nicht aus, weil der Rennsport nun mal keine Insel ist, die losgelöst von der restlichen Welt existiert und betrachtet werden kann. Aber wenn man das alles umfassend thematisiert und beschreibt, dann raubt das die Zeit und an der mangelt es gehörig.
      Und außerdem, lieber Herr Schmelz, ich will Ihnen doch auch Gelegenheit geben, ihr teilweise in der Tat beachtliches Fachwissen hier kundtun zu können ;-)

    • Theo Epping sagt:

      Das Sie Unrat im dunkeln riechen können, haben Sie hinreichend bewiesen,
      das können die meisten. Es wäre schön wenn Sie es auch schafften nicht jedes Mal reinzutreten und uns den Gestank ins Wohnzimmer zu tragen.
      Gönnen Sie ihren Mittmenschen den kleinen – eingebildeten – Freiraum.
      Bitte h.schmelz!!

  5. Un Coeur B sagt:

    Wenn Einstein in den 30er Jahren meinte, die Probleme der Feldtheorie gelöst zu haben, war es wichtig, dass es Physiker, wie Pauli gab, die ihm sofort seine Denkfehler aufzeigten, aber von Blücher ist nicht Einstein, und Hr. Schmelz ist nicht Wolfgang Pauli.

    • Blücher sagt:

      Die Alliteration gefällt meiner Frau – sie hat übrigens bei einem anderen Pauli am KWI in Heidelberg promoviert ;-)

      • Un Coeur B sagt:

        Ja, nach 1930 hatte Einstein nicht mehr viel zusammen bekommen, aber gut, dass es einen Pauli gab.

        • Blücher sagt:

          Es gab eben mehr als nur einen Pauli. Und daß der Einstein nach 1930 nicht mehr viel zusammen bekommen hat, ist ja so auch nicht richtig.

          • Theo Epping sagt:

            Wäre er ein Rennpferd gewesen, hätten die Ausgleicher bei der Bewertung seiner Leistungen wohl ziemliche Probleme bekommen, glaube ich.

          • Blücher sagt:

            Meinen Sie Einstein oder Pauli?
            Bei Genies auf zwei oder vier Beinen tun sich Handicapper immer schwer ;-)

          • Theo Epping sagt:

            Wann kommt denn die Müllabfuhr?

        • h.schmelz sagt:

          die welle der wahrscheinlichkeiten durchrauscht die wirklichkeit unerkannt. man darf nicht daran rütteln, am besten, ganz in ruhe lassen. auch neutrinos ist nicht über den weg zu trauen, trotz wolfgang pauli. schwarze löcher haben hingegen keine haare, wie archibald wheeler postulierte, der alte frisör unter den physikern. einige meinten, sie hätten immerhin eine glatze.

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