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	<title>Blüchers Blog &#187; Allgemein</title>
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		<title>100. Gazi Derby</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 23:52:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben dem internationalen Meeting in Veliefendi, der Bahn von Istanbul findet man in Galopp-Sieger noch das türkische Derby, das auch in Veliefendi gelaufen wird. Auch wenn die Türkische Lira in den letzten Jahren eine deutliche Abwertung erfahren hat (Lira eben) &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/25/100-gazi-derby/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Atatuerk.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-4450" title="Atatuerk" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Atatuerk-300x180.png" alt="" width="300" height="180" /></a>Neben dem internationalen Meeting in Veliefendi, der Bahn von Istanbul findet man in Galopp-Sieger noch das türkische Derby, das auch in Veliefendi gelaufen wird. Auch wenn die Türkische Lira in den letzten Jahren eine deutliche Abwertung erfahren hat (Lira eben) und dadurch die Zahlen immer größer werden, ist die Preisentwicklung des Türkischen Derbys beachtlich.</p>
<p>2026 wurde es zum 100. mal gelaufen und zum Jubiläum gab es eine Siegdotierung von 87.500.000 TRY, was nach Umrechnung mit dem Währungsrechner des Bankenverbands rund 1.657.000 Euro entspricht. Mit dieser Dotierung ist das Derby der Türkei nach dem englischen Derby, das wertvollste Derby in Europa. Das französische Derby mit 1,5 Mio Euro und das irische Derby mit 1,25 Mio Euro folgen dahinter, das Deutsche Derby mit 650.000 Euro ist da schon abgeschlagen.</p>
<p>Neben der reinen Dotierung gab es zum Jubiläum noch zusätzliche Züchterprämien und Besitzerprämien, wenn der Besitzer des Pferdes auch der Züchter ist. Addiert man alle möglichen Prämien, ergäbe das eine Gesamtsumme von 141.870.000 TRY oder  rund 2.687.000 Euro und das ist verdammt viel Geld. Damit ist das „Türken-Derby“ in der Tat das wertvollste Derby in Europa.</p>
<p>Unabhängig vom Währungsverfall der Lira, hat das Derby auch in Euro eine merkliche finanzielle Aufwertung erfahren. Wer Lust hat, kann die Lira-Rennpreise aus Galoppsieger mit dem Währungsrechner des Bankenverbands stichtagsgenau umrechnen.</p>
<p>Offensichtlich funktioniert das Wettgeschäft in der Türkei, auch wenn der Koran das Glücksspiel verbietet. Wir haben viele Türken in Deutschland., Wie kann der Galopp-Rennsport sie für den Galopprennsport begeistern? Weerr Türken erfolgreich ansprechen will, braucht dafür Türken, hat mir mal ein langjähriger türkischer Geschäftspartner erklärt.</p>
<p>Hat sich Deutschland-Galopp der Frage schon einmal angenommen?</p>
<p>Habe ich es überlesen oder hat die Fachpresse in Deutschland über diese Rekord-Dotierung nicht berichtet?</p>
<p><a href="https://www.yarisdergisi.com/the-gazi-race-poised-to-become-europes-richest-derby/">Rekord-Dotierung zum Gazi-Jubiläumsderby</a></p>
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		<title>Die Sau ist los in Düsseldorf</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/19/die-sau-ist-los-in-dusseldorf/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 22:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In Düsseldorf auf der Rennbahn ist die Sau los. Wildschweine haben das Geläuf derart verwüstet, daß der Sparkassen-Renntag am Sonntag abgesagt werden mußte. Wenn ich die in der Rheinischen Post veröffentlichten Bilder von Frau Höngesberg sehe, dann sieht das eher &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/19/die-sau-ist-los-in-dusseldorf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Düsseldorf auf der Rennbahn ist die Sau los. Wildschweine haben das Geläuf derart verwüstet, daß der Sparkassen-Renntag am Sonntag abgesagt werden mußte.</p>
<p>Wenn ich die in der Rheinischen Post veröffentlichten Bilder von Frau Höngesberg sehe, dann sieht das eher so aus, als wenn es einige Tage länger dauern wird, bis das Geläuf wieder praktikabel ist. Boden aufbereiten und einsähen geht ja schnell, aber bis da eine belastbare Grasnarbe gewachsen ist, wird das einige Tage mehr in Anspruch nehmen.</p>
<p>Früher wäre der Renntag auf die nächste Bahn im Umkreis verlegt worden. Heute ist sowas nicht mehr möglich. Nach GOL werden  zwei Rennen von München übernommen.  Es ist Dunkel in Rennsportdeutschland. Der Sparkassenrenntag war immer ein gut finanzierter Renntag durch den Sponsor, wenn so ein Renntag ausfällt, ist das ein Loch in der Bilanz des Rennvereins.</p>
<p>Im Wildpark neben der Rennbahn ist ein Wildschweingehege, aber die leben eben im Gehege und sind ungefährlich. Bisher hat es in Düsseldorf Ost bzw Nordost noch keine Vorfälle mit Wildschweinen gegeben. Wenn die Rotte nicht konsequent bejagdt wird, war das nicht der letzte Angriff auf das Geläuf.</p>
<div id="attachment_4434" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Wildschweine_14.jpg"><img class="size-medium wp-image-4434" title="Wildschweine_1" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Wildschweine_14-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"> Foto: Andrea Höngesberg </p></div>
<div id="attachment_4435" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Wildschweine_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4435" title="Wildschweine_2" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Wildschweine_2-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"> Foto: Andrea Höngesberg </p></div>
<div id="attachment_4436" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Wildschweine_3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4436" title="Wildschweine_3" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Wildschweine_3-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a><p class="wp-caption-text"> Foto: Andrea Höngesberg </p></div>
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		<item>
		<title>Quo vadis Turfdeutschland?</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/16/quo-vadis-turfdeutschland/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 17:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist diese Fragestellung überhaupt richtig? Müßte sie nicht lauten, quo vadis Pferdeland Deutschland oder muß man nicht auch fragen, quo vadis Deutschland? Fangen wir mal mit dem Reitsport an. Spricht man mit Reitstallbesitzern, dann sagen diese, daß langjährige Reiter sich &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/16/quo-vadis-turfdeutschland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4423" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Hannover_Volles_Haus_21.jpg"><img class="size-medium wp-image-4423" title="Hannover_Volles_Haus_2" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Hannover_Volles_Haus_21-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Rennverein Hannover</p></div>
<p>Ist diese Fragestellung überhaupt richtig? Müßte sie nicht lauten, quo vadis Pferdeland Deutschland oder muß man nicht auch fragen, quo vadis Deutschland?</p>
<p>Fangen wir mal mit dem Reitsport an. Spricht man mit Reitstallbesitzern, dann sagen  diese, daß langjährige Reiter sich kein neues Pferd mehr kaufen, wenn das Alte den Weg allen Irdischen gegangen ist. Die Kosten sind vielen zu hoch geworden. Wenn ich dann die Pensionspreise  sehe, dann frage ich mich, wie die Ställe damit über die Runden kommen. Aber trotz dieser niedrigen Preise verzichten immer mehr auf das eigene Pferd.</p>
<p>Die Pferdehaltung ist die eine Seite, die andere bezieht sich auf das Sponsoring von Veranstaltungen  und damit die Beschaffung finanzieller Mittel.</p>
<p>Neulich sprach ich mit einer Bekannten, die seit Jahren in Düsseldorf  mit einem kleinen Verein ein Reitturnier organisiert. Kein Dorfturnier, etwas besser, mittlere regionale Klasse. Im Rennsport würde man sagen, ein normaler Mittwochrenntag in den guten Zeiten. Sie klagte über fehlende Sponsoren und daß immer weniger Firmen bereit sind, solche Veranstaltungen zu unterstützen. Sie hat es aber noch mal hin bekommen, ob es im nächsten Jahr auch noch klappt, wisse sie nicht. Im Reitsport sprechen wir bei kleineren Turnieren über wenige hundert Euro. Eine L-Dressur (Analog Agl III) kostet ca. 250 Euro, aber man braucht auch Geld für die Richter etc.. Am Ende kommen einige tausend Euro Kosten neben den Geldpreisen zusammen. Und dies kein Einzelfall.</p>
<p>In Mannheim wurde ein Dreisterne-Springturnier abgesagt, weil es keine Sponsoren gab. Da Aachen dieses Jahr die Weltmeisterschaft ausrichtet, sind alle Sponsoren dort anzutreffen und für Mannheim fehlten sie demzufolge. Also gibt es erstmals „seit ewig“ kein internationales Springturnier in Deutschland, und hier sprechen wir dann über Millionen.</p>
<p>Überall das gleiche Problem, egal ob Basis- oder Spitzensport: es fehlen Sponsoren.</p>
<p>Das gleiche Bild zeigt sich im Galoppsport: auch der Mannheimer Rennverein mit einem sehr engagierten und rührigen Vorstand mußte den Mai-Renntag ausfallen lassen, weil der Sponsor seine Zusage zurückziehen mußte.</p>
<p>Egal, wohin man schaut: Pferdesport wird wieder mehr zum Luxusport und immer weniger Menschen können oder wollen es sich leisten.</p>
<p>Wohin man guckt im Pferdeland Deutschland, es ist problematisch.</p>
<p>Zurück zum Rennsport</p>
<p>Deutschland war im Vergleich zu anderen Ländern in Europa immer ein Land mit niedrigen Rennpreisen &#8211; von den 1990ern und von der Kaiserzeit einmal abgesehen.</p>
<p>Frankreich hatte die letzte pauschale Rennpreiserhöhung 2006 und hat sie Ende 2025 in Teilen wieder kassiert. Früher wurden die Rennpreise in Frankreich alle ca 5 Jahre erhöht und jetzt wird gekürzt.<br />
In Irland ist es differenzierter, weil die Rennpreise von Bahn zu Bahn und je nach Meeting schwanken, aber Gruppe 3 mit 60.000 Euro ist auch nicht der Burner. Allerdings gilt das Rennpreis-Niveau dort durch teilweise sehr gut dotierte Handicaps als allgemein recht gut.</p>
<p>Italien hat mächtige Abstriche machen müssen. Sieht man die alten Lira-Preise und rechnet sie in Euro um, damit die vielen Nullen verschwinden, dann waren das damals bei einem allgemein viel niedrigeren Kosten-Niveau exorbitant hohe Rennpreise. Aber das war einmal, viele gute italienische Trainer trainieren heute in Frankreich. Dort gibt es mehr Rennen, sichere Geldpreise und nicht die italienischen Unwägbarkeiten.</p>
<p>In Skandinavien &#8211; insbesondere Schweden &#8211; ist der Galoppsport stabil. Dort hat man einen breit aufgestellten Toto für eine gesunde finanzielle Basis und stabile Rennpreise. Der Sport ist klein, aber fein und gesund.</p>
<p>Bleibt England, Britannien, das Mutterland des Sports: der Sport verlor 2022 seine größte Werbe-Ikone. Jene Markenbotschafterin, die ohne jedes Salär mehr erreichte, als jede noch so teure Werbekampagne hätte erreichen können. Der Nachfolger hat nicht ansatzweise die gleiche Popularität und ist im Sport auch nicht so engagiert, wie seine Mutter es war. Jüngst hat er Point of Law, eine veritable Leger-Hoffnung an Australier verkauft. Eher hätte die Mutter trocken Brot gegessen und wäre barfuß gegangen, als daß sie einen Anwärter für einen klassischen Sieg egal für welches Geld verkauft hätte.</p>
<p>Aber trotzdem – England ist das Maß aller Dinge. Nirgendwo sonst in Europa werden so viele Gruppe-1 Rennen gelaufen und nirgendwo sonst ist im Spitzensport das Niveau so hoch, wie in England. Inzwischen sind die dortigen Rennpreise die höchsten in Europa.</p>
<p>In den Basis-Rennen mag das teilweise noch anders aussehen, aber ab den Listenrennen ist viel Geld unterwegs, wobei die Dotierungen zwischen den Bahnen deutlich schwanken. York hat viel Geld und in Epsom ist außer zu den drei Gruppe-1 Rennen das Preis-Niveau eher gering. In Doncaster hatten sich Trainer über die Dotierung von Listen-Rennen letztes oder vorletztes Jahr sehr abfällig geäußert.</p>
<p>Für umfangreiche Statistiken fehlt mir gerade die Zeit, deswegen nur wenige Zahlen. Die Durchschnittsdotierung der Gruppe-1 Rennen in Frankreich und England sieht wie folgt aus:</p>
<table border="0" cellspacing="0" frame="VOID" rules="NONE">
<colgroup>
<col width="125"></col>
<col width="95"></col>
<col width="97"></col>
<col width="86"></col>
</colgroup>
<tbody>
<tr>
<td width="125" height="21" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Daten 2025</span></td>
<td width="95" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Anzahl GR 1</span></td>
<td style="text-align: right;" width="97"><span style="font-size: small;">Dot-Gesamt</span></td>
<td style="text-align: right;" width="86"><span style="font-size: small;">Dot-Schnitt</span></td>
</tr>
<tr>
<td height="21" align="LEFT"><span style="font-size: small;">England (GBP)</span></td>
<td align="LEFT"><span style="font-size: small;">38 Rennen</span></td>
<td align="RIGHT"><span style="font-size: small;">26.261.280</span></td>
<td align="RIGHT"><span style="font-size: small;">691.086</span></td>
</tr>
<tr>
<td height="21" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Frankreich (EUR)</span></td>
<td align="LEFT"><span style="font-size: small;">28 Rennen</span></td>
<td align="RIGHT"><span style="font-size: small;">18.030.000</span></td>
<td align="RIGHT"><span style="font-size: small;">643.929</span></td>
</tr>
<tr>
<td height="21" align="LEFT"><span style="font-size: small;">Frankreich Arc*</span></td>
<td align="LEFT"><span style="font-size: small;">28 Rennen</span></td>
<td align="RIGHT"><span style="font-size: small;">14.030.000</span></td>
<td align="RIGHT"><span style="font-size: small;">501.071</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Im zweiten Frankreich-Wert habe ich den Arc mit 1.000.000 Euro statt der echten „leicht überdimensionierten“ Dotierung von 5.000.000 bewertet (Arc*). Vielleicht etwas knapp, aber so sei es. Für die anderen Bereiche gilt das in gleicher Weise und dann muß für Britannien noch die großen Handicaps nehmen, die es in dieser Form anderswo nicht gibt und teilweise mit Dotierungen, die einem Gruppe-1 Rennen entsprechen.</p>
<p>Die Währungen habe ich nicht umgerechnet, weil die Kosten ja auch in Landeswährung zu zahlen sind.</p>
<p>Natürlich müßte man auch die Kosten vergleichen, aber für die Ermittlung ist der Aufwand  erheblich und das lasse ich deshalb außen vor. Ich möchte nicht wissen, was der Unterhalt der Trainingsanlagen von Newmarket und Chantilly kostet. Außerdem trainieren viele Trainer in England auf eigener Scholle oder einem privaten Anwesen, wo nicht nur die Pferde sondern auch die Anlagen gepflegt werden müssen.</p>
<p>Vergleicht man die Besitzerstrukturen auf dem Kontinent, so sind sie in den verschiedenen Ländern ähnlich.<br />
Überall gibt es viele kleine Besitzer, die teilweise über Generationen einen Rennstall unterhalten  und gelegentliche Newcomer. Frankreich ist etwas privilegiert, weil der Nimbus und die in der Breite interessanten Rennpreise internationale Besitzer anziehen. Es gibt eine merkliche Zahl von Owner-Breedern, die auch große Rennställe unterhalten, zB die Gebrüder Wertheimer, der Aga Khan und noch andere bekannte Farben, die schon vor 100 Jahren Pferde hatten.<br />
In Deutschland ist das ähnlich, aber viel kleiner, und das internationale Publikum in den Rennställen ist nur sehr vereinzelt zu finden.</p>
<p>England ist ganz anders, in allem!<br />
In England gibt es sehr viele Besitzergemeinschaften mit teilweise beträchtlicher Größe, sowohl was die Zahl der Mitglieder als auch was das Budget und die Zahl der Pferde betrifft.<br />
Lars Wilhelm Baumgarten und Nicole Siepmann sind in Deutschland sehr mutig einen ähnlichen Weg gegangen. Hier ist deren Liberty Racing eine merkliche Größe im Sport – in England wären sie eine der Kleineren.<br />
Aber egal – Liberty-Racing hat in Deutschland etwas bewegt, das muß man sehr hoch anrechnen. Und hoffentlich findet es Nachahmer.</p>
<p>Dann lebt in England der Rennsport vor allem von Petro-Dollars &#8211; sowohl bei den Besitzern als auch beim Sponsoring. Angenommen, die Scheichs würden morgen dem Rennsport in England den Rücken kehren. Wie viel würde der Sport schrumpfen? 20%, 30% oder mehr?  Ich weiß es nicht, aber es wäre einschneidend!<br />
Natürlich gibt es in England uralte Farben, die seit Anbeginn des Rennsports vertreten sind, aber sie sind heute selten geworden. Ich weiß nicht, wann mir das letzte mal ein Pferd des Lord Derby oder anderer alter Namen aufgefallen ist. Auch gibt es in Britannien die klassischen Besitzer,  die seit alters her einen Rennstall unterhalten. Aber im Vergleich zu den Scheichs und den Besitzergemeinschaften ist die Gesamtzahl der Pferde in diesem Bereich eher gering.</p>
<p>Ein paar Petro-Dollars gibt es auch in Frankreich und in Irland. Man will die Pferde verteilen, damit sie nicht zu viel gegeneinander laufen, aber der Großteil steht in England. Sieht man von Jaber Abdullah ab, der früher bei Bruno Schütz und Andreas Wöhler Pferde hatte und jetzt noch in Ravensberg und in Frankreich bei Andreas Schütz auf der Trainingsliste steht, haben wir hier kaum Besitzer aus Arabien. Selbst in den goldenen 1990ern fanden die Scheichs nicht den Weg nach Deutschland.</p>
<p>Soweit ein kleiner Parforce-Ritt durch den Rennsport in Europa und der Versuch eines kleinen Zustandsberichts.</p>
<p>Und Deutschland? Der Rennsport muß sich als Teil des Wirtschaftsgeschehens betrachten und das ist in DE nicht gut. Wir haben eine Dekade Stagnation hinter uns, auch wegen Corona und dem Überfall Rußlands auf die Ukraine. Aber davon waren andere Länder auch betroffen. In einem OECD-Vergleich von Q4 2019 zu Q1 2026 ist Deutschland Schlußlicht. Es sind eben mehr Fehler gemacht worden, als in anderen Ländern.</p>
<p>Und wenn es nicht einige sehr deutliche Korrekturen gibt, dann kommen wir nicht nur aus einer Dekade der Stagnation, sondern haben eine solche noch vor uns!</p>
<p>Und diese Korrektur besteht nicht in einem Sondervermögen, das für echte und vermeintliche Infrastruktur-Projekte zum Fenster raus gehauen wird, als wenn es kein Morgen mehr gibt, und das Geld kostenlos auf der Straße liegt und man es nur aufheben muß.<br />
In  dieser sehr kritischen Situation haben wir eine Regierung ohne echte Führung, die kleinstteilige Reförmchen als großen Wurf feiert und dazu einen Finanzminister, der von seinem Metier genauso wenig Ahnung hat, wie der Vater der Energiewende. Jener hat uns erklärt, daß die Energiewende uns alle nur den Gegenwert einer Kugel Eis im Monat kosten wird und uns heute noch erklären will, wie richtig seine Entscheidungen doch gewesen seien. Es ist eben das Ergebnis, wenn ein Sozialwissenschaftler ohne physikalisches und technisches Grundwissen die Energieversorgung einer der größten Volkswirtschaften der Erde vollkommen umkrempelt und elementare Grundsätze wie den Energieerhaltungssatz für nicht relevant erklärt.</p>
<p>Aber was heißt das für den Galoppsport? Simpel gesagt, der Sport muß versuchen, in diesen schlechten Rahmenbedingungen das Beste für sich heraus zu holen. Hat man das in den vergangenen Jahren versucht?</p>
<p>Auch wenn es eine vollkommen andere Liga (Sportart) ist, schafft es der Fußball ja auch, trotzdem weiterhin Sponsoren zu gewinnen, die Millionen dafür zahlen, daß die Vereine einzelnen Balltretern Millionengehälter zahlen können. Die Preisentwicklung im Fußball ist enorm. Als Klaus Allofs 1981 für eine Millionen D-Mark von Düsseldorf nach Köln wechselte, war das ein sensationeller Preis, fast an der Grenze der Seriosität, heute bekommt man für eine Mio Euro vielleicht einen Wasserträger aus der zweiten Liga, aber keinen Stürmer-Star. Oder anders : mit dem Gehalt eines heutigen Bayern-Stars konnte man vor 30 Jahren das Budget des schon immer etwas hochpreisigen FC-Bayern bestreiten.</p>
<p>Und der Rennsport in  Deutschland – ich sehe den mal zweigeteilt. Die Rennvereine machen im Rahmen des Möglichen einen ziemlich guten Job. Sie bekommen die Geldpreise und die Veranstaltungen „irgendwie“ finanziert. Aber der Rennsport mit seinen weniger als 1000 Rennen pro Jahr wird allgemein kaum noch wahrgenommen. In den 1990ern mit über 3000 Rennen war man überall präsent. Wann war das letzte Rennen im öffentlichen TV zu sehen? Ich weiß es nicht mehr! Vom Derby einmal abgesehen.<br />
Neulich war in der RP oder auch in der Deutschen Rennsportpresse zu lesen, daß in Britannien der Instagram-Post eines B-Promis in den sozialen Medien an einem Tag 1 Mio Klicks erzielt hat, weil er vom Sieg seines Pferdes gepostet hat. Selbst eine Null weniger ließe sich in DE nicht erreichen. Während sich in England und Frankreich die Promi auf der Rennbahn die Hand geben, haben wir einen echten Influencer-Mangel.</p>
<p>Insgesamt lebt man im Galoppsport vor sich hin und weiß nicht, wie es besser werden soll. Man hofft, daß es nicht noch schlechter wird. Wir haben kaum noch Außenwirkung und niemand weiß, wie es besser werden soll.</p>
<p>Es wäre die Stunde Kölns, der Zentrale des Galoppsports, einen Masterplan auszuarbeiten, wie man die Schwachstellen des Sports beseitigen will, wie man Anlagen und Struktur ertüchtigen will und vor alle, wie man wieder in den Medien präsent wird und neue Kundengruppen aktivieren kann. Denn wenn der Sport wieder allgemeines Thema wird/ist, wollen wieder mehr Menschen dabei sein. Aber eine Sportveranstaltung, über die kaum gesprochen wird, zieht eben auch kein Publikum an.</p>
<p>Mit einem derart ausgearbeiteten Masterplan müssen dann in der Wirtschaft Klinken geputzt  werden. Es ist ja nicht so, daß es in DE keine Unternehmen gibt, die noch ordentliches Geld verdienen.<br />
Man muß halt etwas tiefer graben und wenn man fündig ist, muß man sich in der Flanke festkrallen, bis man die GF davon überzeugt hat, in den Galoppsport zu investieren, als Sponsoring für Marketing, Werbung, Strukturverbesserung, nicht für die Rennpreise.</p>
<p>Das ist kein Spaziergang, das ist hartes Brot, aber es muß etwas geschehen, es muß sich etwas bewegen, und wenn es nicht aus der Zentrale kommt, wo soll es sonst herkommen?  Und es muß bald geschehen, viel Zeit bleibt nicht mehr.</p>
<p>Eine Nachbemerkung &#8211; Winfried Engelbrecht-Bresges ist seit Jahrzehnten Geschäftsführer/Vorstand des (Royal) Hongkong Jockey Club. In Hongkong werden Zahlen geschrieben, die würden den FC Bayern erblassen lassen und mit dem Wettumsatz eines Tages könnte man dem Rennsport in DE eine richtige Frischzellenkur verpassen. Für diese Erfolgsgeschichte ist „EB“ seit rund 30 Jahren verantwortlich.</p>
<p>Sein neustes Projekt: Hongkong goes Festland. In Conghua 180 km nördlich von Hongkong und in der Nähe der Großstadt Guangzhou  wird eine neue Rennbahn eröffnet. Die erste in China, zumindest seit dem WK II. Die Eröffnung erfolgt am 31. Oktober 2026 vor geladenen Gästen, der erste Renntag für das allgemeine Publikum ist im November 2026.</p>
<p><a href="https://idolhorse.com/horse-racing-news/hong-kong/hong-kong-jockey-club-confirms-launch-date-for-racing-in-mainland-china/" target="_blank">Hongkong goes Festland</a></p>
<p>Ich verlinke die dazu gemachten Veröffentlichungen. „EB“ hat dazu eine sehr wesentliche Bemerkung gemacht: wenn es dem Galoppsport nicht gelingt, die junge Generation zu begeistern, ist der Galoppsport in 20 Jahren tot.</p>
<p>Ein Satz, der den Offiziellen in DE zu denken geben oder vielleicht die Alarmglocken schrillen lassen sollte.</p>
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		<title>Pferde-&#8221;Zucht&#8221; im Reitsport</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/10/pferde-zucht-im-reitsport/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 07:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Geht ein Mann in den Baumarkt und fragt, wo denn die Leihmuttern zu finden seien. Hinten durch bei den Spahnplatten, erklärt der Mitarbeiter. Diesen &#8220;Witz&#8221; hat mein Junior mir gestern aus dem Internet vorgelesen. Man kann die Vollblutzucht als altmodisch &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/10/pferde-zucht-im-reitsport/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geht ein Mann in den Baumarkt und fragt, wo denn die Leihmuttern zu finden seien. Hinten durch bei den Spahnplatten, erklärt der Mitarbeiter. Diesen &#8220;Witz&#8221; hat mein Junior mir gestern aus dem Internet vorgelesen.</p>
<p>Man kann die Vollblutzucht als altmodisch bezeichnen. Nur Natursprung, keinen Embryonen-Transfer, etc.. Pferdezucht nach alter Tradition aus Zeiten, in denen mit dem Begriff Reproduktionsmedizin noch niemand etwas anfangen konnte.</p>
<p>Die Warmblüter sind da wesentlich kreativer. Künstliche Besamung in verschiedenen Varianten, Embryonen-Transfer, damit eine Top-Stute jedes Jahr viele Fohlen haben kann und die anderen Möglichkeiten, die die moderne Reproduktionsmedizin bietet, werden auch umfassend ausgeschöpft.  Ist das noch Zucht oder ist das Vermehrung oder Reproduktion?</p>
<p>Heute Morgen las ich auf Spring-Reiter.de einen Artikel über eine Embryonen-Auktion in Dublin am Rande der Dublin-Horse Show. 25 Embryonen wurden mit einem Durchschnittspreis von 33.000 Euro versteigert, und die Iren waren Höchstbieter bei 20 der angebotenen 25 Embryonen.</p>
<p>Bin ich jetzt altmodisch, weil ich davon ziemlich angewidert bin? Es erinnert mich an &#8220;Brave New World&#8221; von Aldous Huxley, den ich in der Schule gelesen habe. Ein Roman über die negative Utopie für eine Gesellschaft im Jahr 2540.</p>
<p>Soll das die Zukunft sein? In  der Pferdezucht und demnächst auch anderswo? Die Leihmütter hinter den Spahnplatten?</p>
<p><a href="https://www.spring-reiter.de/index.php/2026/08/09/irische-kaeufer-schnappen-sich-fast-die-gesamte-flanders-embryo-kollektion/" target="_blank">Embryonen-Auktion in Irrland</a></p>
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		<title>Zum Tode von Monty Roberts</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/06/zum-tode-von-monty-roberts/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 10:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Monty Roberts, der Pferdeflüsterer, der weit über die Grenzten des Pferdesports bekannt war, lebt nicht mehr. In Deutschland wird er ewig mit mit Lomitas in Verbindung gebracht werden. Das Gestüt Fährhof erinnert in einem Nachruf an ihn, den ich hier &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/08/06/zum-tode-von-monty-roberts/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Monty Roberts, der Pferdeflüsterer, der weit über die Grenzten des Pferdesports bekannt war, lebt nicht mehr. In Deutschland wird er ewig mit mit Lomitas in Verbindung gebracht werden. Das Gestüt Fährhof erinnert in einem Nachruf an ihn, den ich hier übernehme.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;-</p>
<p><em><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Monty_Roberts.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4400" title="Monty_Roberts" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/08/Monty_Roberts-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a>Mit großer Trauer haben wir vom Tod unseres Freundes Monty Roberts erfahren, der am 1. August auf seiner geliebten Flag Is Up Farms in Solvang, Kalifornien, an der Seite seiner Frau Patricia verstorben ist.</em></p>
<p><em>Monty wurde am 14. Mai 1935 in Salinas, Kalifornien, geboren. Schon als Kind wuchs er mit Pferden auf und entwickelte eine außergewöhnliche Gabe, ihr Verhalten zu beobachten, zu verstehen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Aus dieser einzigartigen Fähigkeit entstand seine weltbekannte Join-Up®-Methode, mit der er den Umgang mit Pferden nachhaltig verändert und Generationen von Reitern, Trainern und Pferdemenschen geprägt hat.</em></p>
<p><em>Viele Menschen verbinden Monty mit seiner engen Beziehung zu Königin Elisabeth II., die seine Arbeit über Jahrzehnte schätzte und förderte. Für uns jedoch war Monty weit mehr als eine weltbekannte Persönlichkeit – er war ein Freund unseres Gestüts und unserer Familie.</em></p>
<p><em>Walther Jacobs erkannte früh das außergewöhnliche Talent dieses damals in Europa noch weitgehend unbekannten Horseman. Er holte Monty nach Deutschland, als unser hochbegabter Hengst Lomitas aufgrund seiner Probleme mit der Startmaschine vor einer ungewissen Zukunft stand. Mit unendlicher Geduld, großem Einfühlungsvermögen und seiner besonderen Art, mit Pferden zu kommunizieren, gewann Monty das Vertrauen von Lomitas. Was viele für unmöglich hielten, gelang ihm: Lomitas kehrte auf die Rennbahn zurück, gewann wieder Rennen und entwickelte sich zu einem der herausragenden Rennpferde der deutschen Turfgeschichte. Später wurde er zu einem international bedeutenden Deckhengst und begründete eine Blutlinie, die bis heute weltweit geschätzt wird.</em></p>
<p><em>Dieses gemeinsame Erlebnis hat eine enge und langjährige Freundschaft begründet. Monty blieb unserem Gestüt über Jahrzehnte verbunden. Seine jährlichen Besuche auf Fährhof waren für uns immer etwas Besonderes. Er hat über 30 Jahre auf dem Gestüt Fährhof zusammen mit Simon Stokes alle Jährlinge von der Weide auf den Rennstall vorbereitet. Darunter großartige Pferde wie Silvano, Sabiango und Quijano. Er beeindruckte nicht nur durch sein außergewöhnliches Wissen, sondern vor allem durch seine Herzlichkeit und seine tiefe Überzeugung, dass Vertrauen und Respekt die Grundlage jeder Beziehung zwischen Mensch und Pferd sein müssen.</em></p>
<p><em>Sein Einfluss reicht weit über den Rennsport hinaus. Er hat unzähligen Menschen eine neue Sicht auf das Pferd vermittelt und gezeigt, dass wahre Stärke nicht aus Zwang, sondern aus Verständnis entsteht. Sein Vermächtnis wird deshalb in den Pferden, den Menschen und den Geschichten weiterleben, die er auf der ganzen Welt berührt hat.</em></p>
<p><em>Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden.</em></p>
<p><em>Lieber Monty – wir werden Dich als außergewöhnlichen Horseman, als inspirierenden Lehrer und vor allem als treuen Freund in dankbarer Erinnerung behalten.</em></p>
<p><em>Dr. Andreas Jacobs, Simon Stokes</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>Umfrage zu GOT / Tierarztkosten</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/19/umfrage-zu-got-tierarztkosten/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 21:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Bekannter hat mich auf eine Umfrage zu Tierarztkosten aufmerksam gemacht. Die Fragen scheinen mir mehr für den Heimtierbereich gemacht zu sein und sind aus meiner Sicht sehr weich und allgemein. Konkret markieren, was denn seit der Änderung der GOT &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/19/umfrage-zu-got-tierarztkosten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste"><span style="font-size: 16px;">Ein Bekannter hat mich auf eine Umfrage zu Tierarztkosten aufmerksam gemacht. </span></div>
<p>Die Fragen scheinen mir mehr für den Heimtierbereich gemacht zu sein und sind aus meiner Sicht sehr weich und allgemein. Konkret markieren, was denn seit der Änderung der GOT stört und wo die Kosten besonders gestiegen sind, ist nicht möglich.</p>
<p>Es werden keine persönlichen Daten abgefragt und ob ein Ergebnis veröffentlicht wird, weiß ich auch nicht. Die Dauer ist 5-10 Min</p>
<p>Die Umfrage läuft noch bis 26. Juli. Wer mitmachen will, sollte es bald tun</p>
<p><a href="https://afc-public-services.limesurvey.net/665446?lang=de" target="_blank">Zur Umfrage</a></p>
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		<title>Starterzahl im Robert Papin</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/17/starterzahl-im-robert-papin/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 14:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf GOL wird berichtet, daß drei Starter im Robert Papin in diesem Jahr die niedrigste Starterzahl seit 1983 sei. Das ist so nicht richtig. 1983 liefen fünf Pferde, aber 2020 hab es vier Starter und 1998 ebenfalls. 2011 und 2015 &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/17/starterzahl-im-robert-papin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf GOL wird berichtet, daß drei Starter im Robert Papin in diesem Jahr die niedrigste Starterzahl seit 1983 sei.</p>
<p>Das ist so nicht richtig. 1983 liefen fünf Pferde, aber 2020 hab es vier Starter und 1998 ebenfalls. 2011 und 2015 gab es ebenfalls fünf Starter. Ich weiß nicht welcher Quellen man sich dort bedient.</p>
<p><a href="https://galopponline.de/international/2209011/" target="_blank">GOL-Artikel zum Papin</a></p>
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		<title>Das Derby 2026</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/08/das-derby-2026/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 21:52:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die USA feiern 250 Jahre Declaration of Independance. Vor 50 Jahren zum 200sten fiel das Jubiläum auf einen Sonntag und in Hamburg gewann Stuyvesant mit Ralf Suerland in der zweiten Schlenderhaner Farbe in 2:29,1, drei Zehntel langsamer als der Rekord &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/08/das-derby-2026/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/07/Dardanos_Derby2.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-4386" title="Hamburg, Dardanos mit Wladimir Panov (gruene Kappe) gewinnt das IDEE 157. Deutsche Derby" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/07/Dardanos_Derby2-1024x682.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a>Die USA feiern 250 Jahre Declaration of Independance. Vor 50 Jahren zum 200sten fiel das Jubiläum auf einen Sonntag und in Hamburg gewann <strong>Stuyvesant </strong>mit<strong> Ralf Suerland</strong> in der zweiten Schlenderhaner Farbe in 2:29,1, drei Zehntel langsamer als der Rekord von <strong>Nereide </strong>1936 und <strong>Athenagoras </strong>1973 in etwa zu der Zeit, als Präsident Gerald Ford eine historische Glocke dreizehnmal zur Erinnerung an die 13 Gründerstaaten der USA schlug. Es war ein heißer und sehr trockener Sommer und die Bahn in Hamburg war nicht ganz „knüppelharte Piste“ aber auch nicht weit davon entfernt.</p>
<p>Der Name des Siegers paßte zum großen Ereignis auf der anderen Seite des Teichs. Peter oder Petrus Stuyvesant war Direktor der Niederländischen Westindien-Kompanie (W. I. C.) und verwaltete die Nieuw Nederland mit Sitz in Nieuw Amsterdam (heute New York), bevor diese 1664 von England in Besitz genommen wurde.</p>
<p>2026 ist alles anders die große Parade in Washington muß wegen großer Hitze ausfallen, in Deutschland ist die Hitzewelle abgeklungen und der Regen hat den Boden in Horn weich gemacht. Das Derby war einen Tag nach der Declaration, ein Schlenderhaner war nicht am Start und einen Starter mit historischen Bezug zu jenem 4. Juli gab es auch nicht.</p>
<p><strong>Dardanos </strong>heißt der Sieger des 157. IDEE Deutsches Derby und er ist mit 84,8:1 der längste Außenseiter, der jemals das Derby in Deutschland gewonnen hat. Der bisherige Rekordhalter war Ako, der Sieger von 1982 mit einer Quote von 608:10, gefolgt von Temporal 1991 mit 384:10. Die  Dreierwette war mit 43.221,5:1 ebenfalls ein neuer Rekord. Die bisherige Rekord-Dreierwette mit einer Quote von 368.228:10 wurde im Derby 1971 getroffen, als <strong>Lauscher </strong>mit Dave Richardson im Sattel in den damals sehr populären Rösler Farben  und trainiert von Herbert Cohn das Rennen vor Madruzzo und der Stute Quisquis gewann. Damals war die kleinste Wette 2,5 DM und wer so einen krummen Einlauf treffen wollte, der mußte schon ein paar mehr Wetten schreiben und so kam dann auch das Geld in den Quoten-Topf.</p>
<p>Dardanos ging als Letzter in die Startbox und kam ziemlich als erster wieder raus – eine kleine Parallele zu Stuyvesant, der aber Start geklaut hatte. Das erste mal am Ziel vorbei lag er in Führung, die er dann an <strong>Chiefland </strong>abgab. Er lag immer im Vordertreffen und kam mit einer guten Position in die Geraden. Vor ihm galoppierten drei Pferde von Liberty Racing, Englishman galoppierte zusammen mit <strong>Gostam </strong>im vorderen Mittelfeld. Bei Pferde wirkten aber nie zwingend. Der englische<strong> Gast Bay of Brilliance</strong> kam aus dem hinteren Mittelfeld nie weg. Er versuchte es mehrfach, machte einige Positionen gut und fiel dann wieder zurück.<br />
Wie gut der Jahrgang in Deutschland ist, werden wir später im Jahr wissen. Über den englischen Gast sollte man keine Elle ziehen, frei nach dem Motto, Vierter in Epsom und geschlagen in Deutschland, unsere Pferde sind besser als die Engländer. Das wäre dann ein Fall von Größenwahn.</p>
<p>Am Ende gewann Dardanos mit sicher mit einer Länge, dahinter auf den Plätzen 2-3-4 Baumgartens Kavallerie in der Reihenfolge Chiefland, Salitos und Kairos. Man muß dem Liberty-Team, Lars-Wilhelm Baumgarten und Nadine Siepmann, ein großes Kompliment für den Erfolg der Pferde machen. Noch nie hat es im Deutschen Derby einen Besitzer gegeben, der zwar nicht gewonnen hat, aber die Plätze 2-3-4 belegt hat, auch 1-2-3 war in der Historie im Derby kein Besitzer.</p>
<p><strong>Englishman </strong>wurde Sechster,  und <strong>Gostam </strong>Zehnter, zwingend waren sie beide nie. Sehr stark lief <strong>Quitos</strong>, der als Fünfter einkam. Toto-Favorit war Bay of Brilliance, der mit einem vierten Platz im Epsom Derby als Empfehlung angereist war, aber nie wirklich im Rennen war und als Vorletzter einkam. Letzte wurde Iron Trumpf für die Neutrainerin Stefanie Koyuncu, die den Stall von Ihrem Vater übernommen hat.</p>
<p><strong>Dardanos </strong>ist von dem inzwischen abgetretenen <strong>Soldier Hollow</strong> aus der aus Frankreich stammenden Delegation gezogen. Für seinen Vater war er der dritte Derbysieger. Seine Mutter wurde von Jürgen Albrecht in der Tschechei trainiert, lief aber überwiegend in Frankreich. France Galop nennt 30 Starts, 3 Siege und 11 Plazierungen und eine Gewinnsumme ohne Inländerprämie von von 55.150 Euro. 2022 brachte sie nach Best Solution Delgardo, der auch in den Farben des Stalles Bergholz läuft und Listensieger sowie Gruppe-plaziert ist.</p>
<p>Die zweite Mutter Delta Diva ist nicht gelaufen. Sie hat sechs Pferde auf der Bahn und Delegation ist dabei mit Abstand beste Produkt.</p>
<p>Den Stall Bergholz gibt es seit 20 Jahren. Dahinter stehen zwei Juristen, Dr. Hans-Wilhelm Jaeckel aus Hamburg und Friedrich v. Lenthe aus Hannover., Der Sieg war der größte Erfolgt des kleinen Unternehmens. Aber wenn die großen Gestüte gar nicht mehr antreten, dann gewinnen die Kleinen.  Gezogen wurde Dardanos in Auenquelle, in dem sein Vater als Deckhengst wirkte und es ist der erste Derby-Sieger für das an Erfolgen nicht arme Gestüt. Für den Trainer Andreas Wöhler war es der sechste Derbysieg und für Wladimir Panow der erste Sieg im Derby und der erste richtig große Sieg.</p>
<p>Der Hamburger Rennklub war mit dem geschäftlichen Teil zufrieden. 22.400 Besucher waren am Sonntag auf der Bahn. Das ist deutlich weniger als zu den Hochzeiten in den 90ern, aber trotzdem eine sehr respektable Zahl. Und welcher andere Veranstalter kann so einen Zuspruch bieten? Der Umsatz am Sonntag in Deutschland betrug 1.086.548  Euro, davon rund die Hälfte auf der Bahn. Über den World Pool wurden 19,9 Mio gewettet. Für deutsche Verhältnisse unglaublich, was in anderen Ländern auf Pferderennen gewettet wird. Der deutsche Jahresumsatz an einem Tag!</p>
<p><strong>Dardanos </strong>stammt aus der griechischen Mythologie und ist ein Sohn des Göttervaters Zeus.</p>
<p><strong>Wikipedia </strong>schreibt dazu: Dardanos ist nach der griechischen Mythologie ein Sohn des Zeus und der Atlantide (Tochter des Atlas) Elektra. Er gründete in der Troas an den Dardanellen die sagenhafte Stadt Dardania oder Dardanos und gilt als der mythische Stammvater und Eponymos ebenso der troischen Dardaner wie der aus diesen hervorgegangenen Trojaner, schließlich durch Aeneas auch der Römer. Sein Heimatland war Arkadien, wo er mit seiner ersten Gattin Chryse, die bei ihrer Vermählung von Pallas Athene das Palladion und die Heiligtümer (sacra) der großen Götter als Mitgift erhalten hatte, den Deimas und Idaios gezeugt haben soll.</p>
<p>Er ist neben Deukalion und Ogygos einer der griechischen Fluthelden, welche jeweils eine große Sintflut überlebt haben sollen.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=_3DJ7SszcII" target="_blank">Derby 2026</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>18 Irische Derbys für Aidan Patrick O&#8217;Brien</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 13:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[18 Derbysieger im Heimatland hat Aidan O&#8217;Brien inzwischen trainiert. Nach Federico Tesio ist er damit der Trainer mit den meisten Derbysiegern im eigenen Land. Aber es dürften nur wenige Jahre vergehen, bis der Rekord mit 21 Derbysiegern des Hexers von &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/07/02/18-irische-derbys-fur-aidan-patrick-obrien/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/07/Derby_Banner_IRE.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4371" title="Derby_Banner_IRE" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/07/Derby_Banner_IRE.jpg" alt="" width="1106" height="488" /></a></p>
<p>18 Derbysieger im Heimatland hat Aidan O&#8217;Brien inzwischen trainiert. Nach Federico Tesio ist er damit der Trainer mit den meisten Derbysiegern im eigenen Land. Aber es dürften nur wenige Jahre vergehen, bis der Rekord mit 21 Derbysiegern des Hexers von Dormello gebrochen wird.</p>
<p>Benvenuto Cellini siegte souverän mit einer Länge vor dem Stallgefährten und Sieger im Epsom-Derby Chrismas Day. In Epsom war Benvenuto Cellini wegen Problemen in der Startmaschine zum Schutz der Wetter nachträglich zum Nichtstarter erklärt worden. Er war mit einem Hinterhuf auf die seitlichen Begrenzungsleisten in der Startbox geraten. Wäre es nicht im Rennvideo zu sehen gewesen, würde man es kaum glauben. Dritter wurde Pierre Bonnard. Damit kamen wieder einmal die drei Erstplazierten im Irish Derby aus dem Stall von Aidan Patrick O&#8217;Brien.</p>
<p>Das Derby 2026 war fast ein Familienderby für die O&#8217;Briens. Von den acht Starter waren vier von Aidan O&#8217;Brien, einer von Joseph und einer von Donnacha O&#8217;Brien und zwei kamen aus England.</p>
<p>Es ist eine unglaubliche Dominanz, die das Ballydoyle-Quartier nicht nur im irischen, sondern im europäischen Galoppsport insgesamt hat. Blickt man auf die 17 vorherigen Irish Debybsieger zurück, dann war O&#8217;Brien auch zehnmal Zweiter und achtmal Dritter – oder anders gesagt, Ballydoyles verhinderten gegenseitig den Sieg. Ich habe die Daten der 18 Derbysieger zur besseren Übersichtlichkeit tabellarisch dargestrellt.</p>
<p>Eine Bilanz, die in der Historie des Rennsports fast einmalig ist. Paroli kann da nur der Italiener Federico Tesio bieten. Er hat nicht nur (noch) mehr Derbysieger als Aidan O&#8217;Brien sondern auch insgesamt mit 71 zu 53 klassischen Siegen deutlich die Oberhand. Und bei Federico Tesio habe ich mit Sicherheit einige Siege mangels sicherer Quellen noch nicht korrekt zugeordnet. Aber dieser Vergleich hinkt dann aus anderen Gründen.</p>
<p>Tesio hat seine 21 Derbysieger in vier Jahrzehnten trainiert. Von Guido Reni 1911 bis Botticelli  1954. Daß Tesio ein Besitzertrainer war und auch Züchter der trainierten Pferde ist dann noch eine andere Sache. Aidan O&#8217;Brien hat seine 18 Derbysieger in weniger als 20 Jahren trainiert und hinter ihm steht eine finanzstarke Gruppe, die jedes Jahr Topp-Pferde in den Stall einrücken läßt.</p>
<p>Dazu waren die Zeiten früher anders, der Rennsport viel weniger International und Reisen mit Pferden waren beschwerlich und langsam. Internationalen Reisen waren, auch wegen der vielen Formalitäten fast eine Expedition. Wenn mein Großvater vor dem Krieg in Ostpreußen Pferde gekauft hat, waren sie mit der Bahn rund eine Woche unterwegs, bis sie in Düsseldorf ankamen. Das fing natürlich auch damit an, daß Trakehnen in der Pampa lag und die Pferde erst mal zur Bahn gebracht werden mußten und der Feurige Elias nicht der Schnellsten einer war. Das lag einfach daran, daß die Züge laufend entsprechend den Zielorten neu zusammen gestellt wurden. Bis Berlin wechselte man drei- bis viermal die Lok. Das war ein logistischer Aufwand, den man sich heute in der Form gar nicht mehr vorstellen kann.</p>
<p>Allerdings war Oleander nach einem Bericht in zwei Tagen von Hoppegarten nach Paris mit Zwischenstopp in Schlenderhan gefahren. Wie man das auf den damaligen Straßen mit einem LKW geschafft hat, ist mir ein kleines Rätsel.</p>
<p>Aber es sind ja nicht nur die Klassiker, in denen die Pferde aus Ballydoyle dominieren. Insgesamt drückt das Quartier von der irischen Insel dem Rennsport in Europa seinen Stempel auf. Selbst die verschiedenen Quartiere, die mit Petro-Dollar operieren und damit über enorme finanzielle Mittel verfügen, können den Iren nur eingeschränkt Paroli bieten.</p>
<p>Blickt man auf die in Gruppe-Rennen erfolgreichen Trainer in Europa der letzten 10 Jahre, dann steht Aidan O&#8217;Brien mit 462 Siegen einsam an der Spitze. Die drei folgenden Trainer haben addiert weniger Gruppe-Sieger trainiert, als der Master von Ballydoyle. Ein Vorsprung, den man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muß.</p>
<p>Einerseits ist diese Dominanz faszinierend, aber eben auch erschreckend. Galopprennen ist, wenn 15 Pferde laufen und am Ende gewinnen die Pferde aus Ballydoyle. Das ist wie in der Fußballbundesliga. 18 Vereine spielen um die Meisterschaft und gewinnen tun die Bayern.</p>
<p>In Deutschland gibt es übrigens drei Trainer, die die ersten Drei im Derby trainiert haben. 1967 Sven v. Mitzlaff mit Luciano, Norfolk und Presto, 1985 Heinz Jentzsch mit Acatenango, Ponticac und Lirung und zweimal Andreas Schütz 2000 mit Samum, Subiaco und Acamani und 2002 mit Next Desert, Salve Regina und Tomori.</p>
<p>Wer das Derby 2026 im auf vier Tage geschrumpften Hamburger Meeting gewinnt – ich habe im Moment noch keine Idee. Die nachgenannten O&#8217;Brien-Pferde sind schon wieder raus und es fehlen viele Traditionsfarben. Schlenderhan, Röttgen, Fährhof, Brümmerhof und andere glänzen durch Abwesenheit. Ittlingen, Ebbesloh sind die noch vertretenen Traditionsfarben, die Ställe Hanse, Mandarin und Nizza kann man auch zu den „Alten“ rechnen. Liberty Racing gehört zu den „Neuen“ und man muß den Machern Nadine Siepmann und Lars-Wilhelm Baumgarten großen Respekt zollen. Von den Galopp-StartUps der letzten Jahre in Deutschland sind sie die mit Abstand erfolgreichsten. Davon braucht der Rennsport mehr!</p>
<p><a href="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/07/Irish_Derby_2026.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4376" title="Irish_Derby_2026" src="http://galopp-sieger.de/wp/wp-content/uploads/2026/07/Irish_Derby_2026.jpg" alt="" width="1174" height="556" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pierre-Charles Boudot vom Vergewaltigungsvorwurf frei gesprochen</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2026/06/05/pierre-charles-boudot-vom-vergewaltigungsvorwurf-frei-gesprochen/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 12:45:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blücher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://galopp-sieger.de/wp/?p=4366</guid>
		<description><![CDATA[Vor fünf Jahren wurde Pierre Charles Boudot der Vergewaltigung beschuldigt und war von den Gremien im Sport mit sofortiger Wirkung suspendiert worden. Lizenz weg, Arbeit weg, Einkommen weg. Heute meldet TDN, daß das Gericht in Amiens ihn von allen Vorwürfen &#8230; <a href="http://galopp-sieger.de/wp/2026/06/05/pierre-charles-boudot-vom-vergewaltigungsvorwurf-frei-gesprochen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor fünf Jahren wurde Pierre Charles Boudot der Vergewaltigung beschuldigt und war von den Gremien im Sport mit sofortiger Wirkung suspendiert worden. Lizenz weg, Arbeit weg, Einkommen weg.</p>
<p>Heute meldet TDN, daß das Gericht in Amiens ihn von allen Vorwürfen frei gesprochen hat. So, wie ich das richtig lese, handelt es sich um einen Freispruch erster Klasse (keine Schuld) und nicht zweiter Klasse (konnte nicht bewiesen werden).</p>
<p>Es ist nicht der erste prominente angebliche Straftäter, bei dem die Vorwürfe einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten. Was hätte er pro Jahr verdient? 300.000? Das macht dann 1,5 Mio Euro entgangenes Einkommen wegen eines nicht berechtigten Vorwurfs. Bei der Anzeigenerstatterin wird wahrscheinlich nichts zu holen sein.</p>
<p>Aber was ist das für ein Staat, der fünf Jahre braucht, um solche Vorwürfe zu prüfen und aus der Welt zu schaffen. Ist das eine angemessene Verfahrensdauer?</p>
<p><a href="https://www.thoroughbreddailynews.com/pierre-charles-boudot-completely-exonerated-after-five-year-legal-case/" target="_blank">Der Artikel auf TDN</a></p>
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