In Memoriam Diane Crump

Am 1 Januar verstarb Diane Crump. Mir war sie nicht bekannt, aber sie hat Rennsportgeschichte geschrieben.

Sie wurde am 18. Mai 1948 geboren und hatte früh Interesse an Pferde und begann früh mit dem Reitport. 1969 ritt sie als erste Frau in den USA in einem offiziellen Rennen (Pari-Mutuel, also Rennen mit Wetten, übersetze ich mal so).

Ihre Teilnahme an diesem Ereignis war so umstritten, dass sie eine vollständige Polizeieskorte durch die Menschenmassen auf der Hialeah Park Race Track benötigte. Sie ritt ein Pferd namens Bridle ‘n Bit und die Feindseligkeit gegenüber einer Frau, die an einem Pferderennen teilnahm, war so groß, dass sie eine Polizeieskorte benötigte, um zur Rennbahn zu gelangen, die sie durch eine wütende Menge schreiender Menschen führte. Crump belegte schließlich den 9. Platz in dem Rennen mit 12 Pferden und kehrte unter dem Jubel der Zuschauer zurück. Eigentlich unglaublich, daß sie vor dem Rennen aggressiv abgelehnt und nach dem Rennen bejubelt wurde, aber so wird es in Wikipedia beschrieben. Zwei Wochen später gewann Crump ihr erstes Rennen.

1970 war sie die erste Reiterin im Kentucky Derby. Crump gewann an diesem Tag das erste Rennen des Rahmenprogramms und ritt Fanthom im Derby, mit dem sie 15. von 17 Startern wurde.

Sie ritt bis 1985, nach einer Unterbrechung noch einmal bis 1999. Dazwischen trainierte Sie, war auch Trainer für die Calumet-Farm. Ob das Tätigkeiten als lizenzierte Trainerin waren oder ob sie einfach mit Pferden arbeitete, läßt sich schwer sagen, weil in diesen Fragen die Presse selten genau ist. Danach betrieb sie offenbar einen Pferdehandel.

Diane Crump war von 1969 bis 1987 mit dem Trainer Don Divine verheiratet. Der Abschied vom Rennsattel war auch mit der Einschulung Ihrer Tochter begründet. Sdie wollte nicht laufend reisen,. Um sich um die Tochter zu kümmern.

Im Jahr 2025 wurde bei Crump ein Glioblastom (Hirntumor) diagnostiziert. Ihre Familie richtete eine GoFundMe-Kampagne ein, um Geld für die damit verbundenen medizinischen Kosten zu sammeln. Sie starb am 1. Januar 2026 im Alter von 77 Jahren in Winchester, Virginia.

Diane Crump war in den Staaten eine Vorreiterin für Frauen im Galoppsport, aber sie war nicht die Einzige.

Ein schillernde Figur in den Staaten war damals vor allem Kathryn (Kathy) Kusner, die im internationalen Springsport eine sehr erfolgreiche Reiterin war, Silbermedaillengewinnerin 1972 in München. Der Jockey-Club in den USA hatt eine Lizenzerteilung auch damit abgelehnt, daßsie als Frau ja viel zu schwach sei, um ein Pferd im Rennen zu dirigieren. Wie mein Vater dfamals sagte, man versuchte mit allen möglichen Schikanen und miesen Tricks eine Lizenzerteilung zu verhindern. Kathy Kusner hat das Recht, Rennen zu reiten auf juristischem Weg erstreiten müssen. Als sie es dann hatte, konnte sie wegen einer Verletzung nicht reiten.

Da war man in Kontinental-Europa wesentlich fortschrittlicher. In den 30ern durfte die Gräfin Lata Brandis schon in der Großen Pardubitzer, dem damals wohl schwerstem Jagdrennen der Welt reiten. 1935 wurde der Verband Deutscher Amateurrennreiterinnen gegründet. Vorreiterin war Elisabeth Blume, geborene Schlaefke (oder andersrum?) 1974 ritt Susanna Santesson als erste Frau in Baden Baden in einem Jockeyrennen und gewann mit Murad, 1977 ritt Monika Blasczyk mit Varanes als erste Frau im Deutschen Derby usw usw.

Nur die Engländer taten sich schwer, sie akzeptierten Frauen auch als Trainer nicht und deswegen gab es Futtermeistert mit Trainerlizenz, tatsächlich war der Trainer aber eine Frau, die konnte, aber nicht durfte, aber das schweift dann zu weit ab.

Die Erinnerung an Diane Crump wurde mit freundlicher Unterstützung von Wikipedia geschrieben.

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87 Antworten auf In Memoriam Diane Crump

  1. h.schmelz sagt:

    Gut aufgepaßt, Herr Rumstich.

    • Blücher sagt:

      Ich habe mal die Doublette gelöscht. Solche Hinweise findet man in den Sozialen Medien, sonst hätte ich das nie erfahren. Selbst die RP hat nix geschrieben.-

  2. h.schmelz sagt:

    Man findet das auch in den amerikanischen Zeitungen.

    Was man auch findet im Nachrichtensalat, sind die Zahlen des Direktoriums über das vergangene Jahr. Fohlengeburten, Zuchtstuten, Bedeckungen, Besitzer. Das sind Zahlen, die statistisch nicht mehr erfaßbar sind in einem Land von 85 Millionen Menschen. Diese Zahlen drücken aus, was es bedeutet, unter der Wahrnehmungsgrenze zu vegetieren. Weniger als Grundrauschen. Eine einzige Zahl hat noch etwas Kraft, die aber nicht gemessen wird, sondern nur anekdotisch erlebt wird. Nämlich die Zuschauer auf den Bahnen. Aber der Rest ist unterirdisch.

    Dieser Sport erlebt sich nicht als Gemeinschaft, sondern als Einzelhobby. Das ist systembedingt so. Jeder ist Herr seines Geldbeutels, da helfen keine Aufrufe zur Solidarität. Weniger als 1.000 Menschen untehalten noch ein Vollblut.

    Alles hat seine Zeit. Der per RO organisierte Galopprennsport in GER ist vorbei.

    • Blücher sagt:

      So pessimistisch würde ich es nicht sehen – aber schlimmer als die Zahlen ist die Inaktivität des DVR.

      • Theo Epping sagt:

        Zum Thema,
        Frau Heide Zahn, damals Haasler, hat 1967, glaube ich, die Perlenkette gewonnen. Diese Frau hat die schwierigsten Pferde, die kein noch so starker Mann, mit all seiner Kraft, in der Spur halten konnte, mit dem Ringfinger dirigiert.

    • kassandro sagt:

      Vorbei ist der Galoppsport sicherlich noch lange nicht, aber er schrumpft seit langem. Man stemmt sich mit allen Mitteln gegen diesen Prozess und das verdient größten Respekt. Im Springsport ist dagegen in den letzten Jahren vieles weggebrochen, trotz erstklassiger Medien-Präsenz. Ich denke da nur an die von H.-G. Winkler ins Leben gerufenen Löwen-Classics in Braunschweig und vor allem an das Burgturnier in Nörten-Hardenberg zu Füßen der alten Burgruine. Dieses Turnier mit der Golden Peitsche als Haupt-Event war in der ganzen Welt bekannt, eine absolute Ikone seit Jahrzehnten. Plötzlich sagt der Graf Hardenberg während der Pandemenz, dass er das Turnier nicht mehr alleine stemmen kann, und dann war plötzlich Schluss. Das war wirklich das sportliche Top-Ereignis der gesamten Region Göttingen. Es wurde wie das Turnier in Braunschweig mehrstündig am Samstag und Sonntag zumindest beim NDR live übertragen. Das von Paul Schockemöhle veranstaltete Hallenreitturnier in Bremen wurde schon lange vor der Pandemenz aufgegeben. Bei den Springreitern fehlt einfach das Beharrungsvermögen, das man bei den Galoppern und Trabern wirklich bewundern muss.

  3. h.schmelz sagt:

    Die Inaktivitäten des DVR sind Ausdruck einer systembedingten Unzuständigkeit; das föderale System, angewandt auf den Rennsport und seine Akteure.

    Träger der Wertschöpfung Rennsport sind die RV und deren jeweilige Totolizenzen, nicht das DVR. Träger ist auch der 49% Minderheitsanteil der RV an Wettstar. Auch da hat das DVR keine Durchgriffsmöglichkeit. Und letztlich kann niemand gezwungen werden, ein Pferd zu unterhalten. Oder zu züchten. Das DVR ist angewiesen auf Alimente, die die RV und Wettstar hergeben, und die die BV nicht selbst abgreift. Das ist ganz einfach und dutzendfach gelebte Wirklichkeit in GER, seit Jahrzehnten.

    Ein Mann wie Vesper macht es dann noch schlimmer, weil er nur verdient, obwohl er nicht einen Pfenning verdient hätte. Weil er Lehrling war, als er Chef wurde. Und bis heute nix ordentliches zustande bringt. Aber das ist nur noch eine Randnotiz.

    Von 85 Millionen halten sich 1.000 ein Rennpferd. Das hat nix mit falschem Marketing zu tun, sondern mit der Realität.

  4. h.schmelz sagt:

    “Assuming that realisations and expenses are as anticipated, it is not expected that there will be a return to unsecured creditors due to insufficient funds. This is subject to change based on the final outcome of our investigations.”

    Nicht, daß es andernorts anders zuginge. Frankie Dettori ist mit 1 Millon verschuldet, also bankrott. Auf ihn bezieht sich das obenstehende Zitat aus der RP. Er wird in Zukunft bei Amo Racing als Mann für alles anfangen, dem Unternehmen des Fußballmanagers Kia Joorabchian. Halbseiden? Wo ist die Seide? Super Mann, super Job.

    I excess of 500.000 hat auch Trainerin Alice Haynes, die daher ihre Lizenz abgeben mußte. Einziger besicherter Gläubiger der Staat, der Rest wie Tattersalls und Goffs und Vets und Lieferanten geht leer aus.

    Der Rennsport ist ein Verlustgeschäft, besonders für die Besitzer, die das alles finanzieren. Die einen mehr, die anderen noch mehr. Spieler und Gaukler und Seifensieder, die deutsche Version der Schlangenöl Verkäufer. Man siehe sich den Fall Pferdwetten.de an, ein Unternehmen, wo sich der deutsche Rennsport mit Millionen engagiert hat. 75% Buchverluste, bis jetzt. Ein Unternehmen, an dem Herr Baumgarten Anteile hält, und AR ist. An welchem Herr Schmitt, Düsseldorf beteiligt ist. Eine selbstgebraute Entschlackungskur der besonderen Art. Kaufleute unter sich.

    Nach mehr als einem halben Jahrhundert der Betrachtung und des Engagements kann man sagen, teilweise war es auch sehr schön und anregend. Immerhin.

    • Theo Epping sagt:

      Ihre letzten zwei Zeilen, Herr Schmelz und die ersten drei bei Kassandro, sprechen mir aus dem Herzen!!!

    • Blücher sagt:

      Ich frage mich,. wo ist Dettoris Geld geblieben. Selbst wenn der drei Frauen ausgehalten hat, muß da noch ein großer Schatz rumliegen. Der Mann hat fast 300 Gruppe-1 Rennen gewonnen, hat Goldene Jahre in einem der wertvollsten Rennställe der Welt gehabt. Mit Gewinnprozenten muß ein Jahr mit 1 Mio ein schlechtes Jahr gewesen sein und wie lange war er bei bei den Blue Boys – über 10 Jahre und bei Gosden waren die Rennerfolge auch reichlich.

      Ich verstehe es nicht!

      • Theo Epping sagt:

        Geld ist nie weg… nur wo anders, in den seltensten Fällen haben es die Frauen.

      • Racingman sagt:

        Nee, nix mit Frauen. Sein „Steuerberater“ war’s. Ein ehemaliger Rechtsanwalt, der seine Zulassung verloren hatte und der schon wegen Betruges verurteilt sein soll. Dieser dubiose Finanzberater hatte Dettori ein ziemlich durchsichtiges Steuerspar-Modell mit einem Offshore Trust empfohlen, das nach hinten losging, als die Steuerbehörden sich das etwas genauer anschauten. Die Steuernachzahlungen haben Dettori dann ruiniert. Man fragt sich nur: Warum vertraute Dettori so jemandem? Ist er ein geschäftlicher Analphabet wie Bobbele Becker oder hat er sich absichtlich so eine zwielichtige Figur als Berater ausgesucht? Das kann ich nicht beantworten, weil ich Dettori nicht kenne.

  5. Lindenau sagt:

    Die Lehrling-Chef-Metapher bezüglich Onkel Vesper bringt es leider sehr treffend auf den Punkt. Wobei keiner von denen, die ihn in dieser Position installiert haben, tatsächlich Fachkompetenz erwartet hätte. Es wurde jedoch vorgegaukelt, er würde über ein relevantes politisches Netzwerk verfügen und irgendwelche Strippen im Sinne des Galoppsports ziehen können: 100% Fehlanzeige.

    Allerdings traut sich offensichtlich keiner, den mächtigsten Mann der Branche, Unternehmensgruppenführer Baum, zu kritisieren oder in die Verantwortung zu nehmen. Keine der von ihm propagierten Maßnahmen, die ausschließlich die Großbesitzerperspektive widerspiegeln (Rennpreise, Blacktype-Fetischismus) und auf denen seit Jahren der Fokus liegt, haben etwas am Niedergang geändert. Nachdem er den Vorstand der Besitzervereinigung nun vollständig auf die Interessen der Großbesitzer zugeschnitten hat, ist auch klar, dass die Reise südwärts weitergehen wird.

    • Theo Epping sagt:

      Alles kommt wieder…
      Hoch auf dem gelben Wagen…

    • kassandro sagt:

      Vesper wurde doch hauptsächlich deswegen angeheuert, damit die Politik endlich die versprochene Erstattung der Buchmacher-Abgabe umsetzt. Hat er diese erreicht? Wenn ja, dann war er das Geld wert, wenn nein dann nicht. Dieses Thema ist im Laufe seiner Amtszeit irgendwie aus meinem Blickwinkel verschwunden.

  6. Racingman sagt:

    Eine Person, die bei der Hochzeit des Ehepaars Baum zugegen war, hatte später in einem persönlichen Gespräch mit mir den Gregor als „Erben“ bezeichnet, was sich auf eine Bewertung seiner unternehmerischen Fähigkeiten bezog. Damals dachte ich mir: Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde… Im deutschen Turf sind die „Erben“ aus den großen Dynastien durchaus tonangebend gewesen: Albrecht Woeste (Henkel), Andreas Jacobs, Gregor Baum, Paul von Schubert (Oetker) usw. Daneben gibt es aber auch als Kontrastprogramm die Gruppe der Selfmademen wie Dieter Ellerbracke, Heinz Weil, Bruno Faust usw.

    • Lindenau sagt:

      Entsprechend verteilen sich auch meine Sympathien bzw. Respekt.
      Aber es ist schon frappierend, wie gerade dieser “Sport” Leute anzieht, die nie so wirklich für ihr Geld arbeiten mussten. Erben, Finanzjongleure, Immobilienhaie…
      Das schlägt sich aber auch darin nieder, dass sie für die jetzige Situation als Entscheider ungeeignet sind, weil sie gewohnt sind, Erfolg zu kaufen, keine Kritiker dulden und letztlich Krise “nicht können”.

      • Racingman sagt:

        Vor allem fehlt es an der nötigen Fachkenntnis. Ich habe gerade einen Zeitungsbericht über Sir Jim Ratcliffe, den Mitbesitzer des total erfolglos gewordenen Fußballriesen Manchester United, gelesen. Ratcliffe ist ein erfolgreicher Unternehmer, hat aber von Fußball offenbar wenig Ahnung. Das will er sich selbst jedoch nicht eingestehen, mischt sich ins operative Geschäft ein und trifft folgenschwere Fehlentscheidungen. Im Galopprennsport gibt es jede Menge erfolgreiche Unternehmer, die in ihren jeweiligen Branchen Erfolg haben. Wer etwas von Kaffee, Bankgeschäft oder Industriebetrieben versteht, ist darum aber noch lange kein Chefmanager für ein Unternehmen der Freizeitbranche wie Fußball oder Galopp. Profifußball und Galopprennsport haben sich zu ganz eigenen Wirtschaftsbranchen entwickelt und müssen auch so adressiert werden. Wer als Pferdebesitzer ab und zu mal im Führring steht, ist deshalb nicht automatisch als Turfmanager qualifiziert. Der Besitzer einer Motoryacht würde ja auch nicht glauben, dass er deshalb als Geschäftsführer der Meyer-Werft in Papenburg geeignet sei.

        • Blücher sagt:

          JEIN, Unter Jacobs Senior war Fährhof eine Cash-Cow, von den Anfangsverlusten mal abgesehen.
          Aber die Refinanzierung von außen für den Sport funktioniert vielfach nicht mehr. Der Deckungsbeitrag im Rennstall schwindet von Jahr zu Jahr, nicht nur in DE.
          Wenn man sich dagegen den Fußball anguckt, der hat ein Geschäft aufgebaut. Merchandising, volle Stadien etc.. Für mich sind da zwei Personen markant, Uli Hoeneß, Steuer hin oder her, er hat einen reichen Verein professionalisiert und Reiner Calmund, der aus einem Werksverein einen sehr erfolgreich operierenden Verein geformt hat. Mit Byers Geld war das nicht so kompliziert, aber die Mittel mußte man erst mal loseisen.
          Natürlich gab es auch andere Vereine mit echten Machern, Assauer bei Schalke etc und den Ligaverband. Unser Problem ist doch auch, daß solche Leute fehlen und was die Wetterei betrifft, warum sind die englischen Buchmacher sehr erfolgreich, warum ist Lotto eine Cash-Cow und warum kriegen wir nix auf die Beine gestellt??

          • Racingman sagt:

            Weil die Galopper immer falsche Entscheidungen oder die richtigen Entscheidungen zu spät treffen:
            * WEB baute die Bookies zu VertriebsPARTNERN auf;
            * das Thema Internet wurde verschlafen;
            * der Einstieg bei den Sportwetten erfolgte erst, als dort die Marktanteile schon verteilt waren
            usw.

      • Racingman sagt:

        Nehmen wir mal das Beispiel von „Dachfonds-Ecki“ Eckhard Sauren, beileibe kein Erbe, sondern einer der Selfmademen. Vom bänkerischen „Schalterbeamten“ in Aachen der Aufstieg bis zum quasi Erfinder des Dachfonds-Konstrukts. Er hatte vorher ja einiges probiert, das nicht funktioniert hatte, aber das mit den Dachfonds war irgendwie sexy, weil man da Gebühren gleich zweimal kassieren kann. Sauren hat einen Beruf, er hat eine Familie, er hat einen eigenen Rennstall, und er hat das Amt als Chef der Kölner Galopprennbahn. Damit nicht genug, war er bis zum letzten Jahr außerdem noch Vorstandsmitglied im Dreigestirn des kölschen Effzeh. Da konnte man sich schon fragen: Warum lädt er sich das auch noch auf? Nun, das Renommee als Fußball-Fürst ist in den Medien natürlich größer als dasjenige bei den Galoppern. Seine Zeit als Fußballchef war aber nicht so übermäßig erfolgreich.

        • Racingman sagt:

          Ich freue mich immer über nützliches Feedback von aufmerksamen Lesern. Ein solcher Blog-Leser hat mir dies geschrieben: „Ecki Sauren ist nicht Erfinder der Dachfonds-Konzeption. Die stammt von dem legendären Bernie Cornfeld und seiner IOS – der / die für den ersten großen Finanzskandal, den auch private Kunden berührte, in den 1960er-Jahren in Deutschland und weltweit sorgte. Das Konzept scheiterte damals an der Provisionskumulierung (gebührenpflichtiger Fonds kauft gebührenpflichtige Fonds, kauft … usw. …) und einem Schneeballsystem im Vertrieb der Fonds. Damit wurde der eigentlich vernünftigen Idee der Investmentfonds-Anlage für Kleinanleger auf Jahre in Deutschland erheblichen (Vertrauens-) Schaden zugefügt.“

          ************************
          Wikipedia schreibt unter anderem dies: „Eckhard Sauren (* 25. September 1971 in Aachen) ist ein deutscher Unternehmer und Dachfondsmanager. Er gilt in Deutschland als Pionier in dieser Fondskategorie. … Während die meisten Ratingagenturen Fonds quantitativ bewerten, analysiert Eckhard Sauren ausschließlich die Person des Fondsmanagers.“

          Ja, zum Beispiel schmeißt er einen Fonds aus seinem Portfolio, wenn er erfährt, dass der Fondsmanager eine schwer kranke Ehefrau hat. Sauren unterstellt in diesem Fall, dass der Manager sich nicht mehr richtig auf seine Arbeit konzentrieren kann. Also vorsichtshalber lieber raus mit dem betreffenden Fonds aus dem Sauren-Dachfonds.

          Und wie läuft das mit den Sauren-Dachfonds so für die Kunden? Lesen Sie dazu die Einschätzung der Stiftung Warentest: https://www.test.de/Teurer-Dachfonds-Was-der-Sauren-Ruhestandsfonds-leistet-6232277-0/

          Ich würde diesen Artikel so zusammenfassen: Einer gewinnt immer – der Ecki. Ob seine Kunden auch was davon haben, kommt drauf an. Wegen der hohen Gebühren wird der Schnäppchenkönig Kassandro dort bestimmt nie Anleger.

      • Racingman sagt:

        Nach Lindenaus Beitrag könnte der Eindruck entstehen, dass zwischen den Selfmademen und den Erben (bzw. Blaublüter/Akademiker) die Grenze zwischen Gut und Böse verlaufen würde. Das würde ich gern etwas differenzierter darstellen, weil menschliche Wesen ja nicht nur aus ihrem Leistungsvermögen, sondern aus ganz vielen Eigenschaften bestehen. Und ich sage es hier aus der Erfahrung meines rennsportlichen Hintergrundwissens: Mir ist ein Turf-Dödel menschlich im Zweifelsfall immer noch lieber als der handfeste Machertyp Ellerbracke – trotz all seiner Qualitäten.

        Es ist wirklich so, dass das Leistungsvermögen der Selfmademen besonders ist. Ich hatte beruflich mit den oben zitierten Ellerbracke, Weil und Faust zu tun. Den Persönlichkeitsunterschied zwischen den Erfolgsmenschen und den Normalverbrauchern würde ich so zusammenfassen: Die Erfolgsmenschen fixieren für sich ein konkretes Ziel, und dann hauen sie sich mit enormem Fleiß voll rein, um es zu erreichen – Ausreden und Entschuldigungen sind für sie tabu. Dieter Ellerbracke war bis zum Sommer 2003 als Chef der BV sozusagen der „Pate“ des deutschen Turfs. Mein Eindruck war, dass es zu seinen Methoden des Machterhalts gehörte, Klaus Göntzsche als eine Art persönlichen Presse-Attaché einzusetzen. Einer der Erben und Großkopferten des Turfs bezeichnete den Wuppertaler in einem persönlichen Gespräch mit mir mal wörtlich als „Ellerbrackes Totschläger“. Also als jemand, der Kritiker medial zum Schweigen bringen könne. Dies nur als Hinweis an Lindenau, dass nicht nur die Gruppe der „Erben“ solche Methoden verwendet.

        • Theo Epping sagt:

          Ich kann Ellerbracke auch nicht leiden, wenn auch sicherlich aus anderen Gründen. Was das Rennmäuschen uns als deferenzierter verkaufen will, ist das genaue Gegenteil.
          Ellerbeacke ist das gleiche Format, wie sein Vorgänger, F. Leisten, nur eben nicht aus der Parte Erben.

  7. Racingman sagt:

    Die BaFin hat unter dem Datum von gestern (15. Januar 2026) Folgendes veröffentlicht:

    Finanzberichterstattung: Bundesamt für Justiz verhängt Ordnungsgeld gegen die pferdewetten.de AG
    Das Bundesamt für Justiz (BfJ) hat am 07. November 2025 ein Ordnungsgeld in Höhe von 50.000 Euro zulasten der pferdewetten.de AG festgesetzt. Der Maßnahme lag ein Verstoß gegen § 325 Handelsgesetzbuch (HGB) zugrunde. Die pferdewetten.de AG hatte die Rechnungslegungsunterlagen für das Geschäftsjahr 2024 nicht beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch zur Offenlegung eingereicht. Rechtsgrundlage für die Sanktion ist § 335 HGB. Die Gesellschaft hat gegen die Ordnungsgeldentscheidung Beschwerde eingelegt.

  8. Racingman sagt:

    Wer aus dem deutschen Turf hat eigentlich bei der pferdewetten.de AG investiert? Der Website Boerse.de habe ich die folgenden Angaben der Aktionärsstruktur entnommen. Da sie ohne Stichtagsdatum veröffentlicht wurden, kann man nicht sagen, wie aktuell sie sind. Hier nur diejenigen Namen, die man aus dem Turf kennt:
    Sebastian Weiss 6,52%
    Gregor Baum 4,82%
    Byrton GmbH (RaceBets-Mitgründer Patrick Byrne) 4,80%
    Guido Schmitt 4,68%
    Pierre Hofer 3,96%
    Deutscher Galopp Wirtschaftsdienste GmbH 3,11%
    Lars-Wilhelm Baumgarten 2,75%

    Der deutsche Turf setzt als Miteigentümer von Wettstar und Pferdewetten.de damit auf zwei Karpfen, die im selben Teich fischen und die sich Konkurrenz machen.

  9. Racingman sagt:

    ALLE WEGE FÜHREN NACH ROM

    In Turf-Deutschland kann man es sich schlicht nicht vorstellen, dass die Gemeinde Iffezheim über die Zustände auf dem ihr gehörenden Hippodrom jemals so entsetzt sein könnte, dass man aus purer Verzweiflung den kleinen Rennverein Hassloch bittet, für das Rennjahr 2026 provisorisch das Management auf der Galopprennbahn Baden-Baden zu übernehmen. In der italienischen Hauptstadt ist ein vergleichbares Szenario jedoch Realität. Der bisherige Rennbahnbetreiber Hippogroup GmbH hat mehr als 20 Millionen Euro Schulden hinterlassen und musste ausziehen. Gestern erfolgte die Schlüsselübergabe an die Stadt Rom als Eigentümerin der Rennbahn und des angrenzenden Trainingszentrums. Ohne Betreiberfirma ruht aber der Rennbetrieb. Um die Saison 2026 zu retten, soll nun der Betreiber der kleinen Sommerrennbahn Tagliacozzo in den Bergen, den Abruzzen, ab dem 27. März die Chose wuppen. Für die längere Zukunft gibt es ein europaweites Ausschreibungsverfahren, um einen neuen Veranstalter zu finden.

    Der Fall der römischen Doppelrennbahn Capannelle macht deutlich, dass die unverbesserliche „Schmelz-Doktrin“ („die Pferdebesitzer zahlen alles“) im Widerspruch zur kaufmännischen Realität im Rennsport steht. Galopper und Traber von netten Pferdebesitzern gäbe es in Rom genug, um Pferderennen zu realisieren, aber ohne einen solventen Veranstalter ist halt tote Hose. In der spanischen Hauptstadt Madrid war die Rennpause einst noch viel länger. Mitte der 1990er Jahre war der private Eigentümer des Hippodroms pleite, und dann fanden mehrere Jahre lang dort keine Rennen statt, obwohl genügend Pferde in den Boxen standen. Seit dieser Zeit gehört das Gelände einem staatlichen Unternehmen, das aber jedes Jahr fette Verluste schreibt. Daran denke ich immer, wenn ich als Zuschauer einen Renntag auf der schönen Anlage genieße. Danke, liebe Steuerzahler, dass Sie mein Hobby finanzieren!

  10. Racingman sagt:

    BUNDESRECHNUNGSHOF vs. PFERDEWETTEN

    Ui, ui, da muss jetzt aber der Weidenpescher Veschper wieder ran und Krisen-PR für sein Salär leisten. Vor wenigen Tagen hat der deutsche Pferderennsport in der Augsburger Allgemeine eine Breitseite durch den Bundesrechnungshof kassiert:
    https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/steuergelder-bundesrechnungshof-kritisiert-schwarz-rot-bund-verschwendet-milliarden-fuer-unsinnige-subventionen-113132482

    Dort heißt es unter anderem: „Laut Bundesrechnungshof verschenkt der Staat gigantische Summen durch nie überprüfte Steuererleichterungen, etwa für Pferdewetten.“ Und weiter: „Der Rechnungshof zählt dabei auch über hundert Jahre alte Steuersubventionen auf, etwa die im Jahre 1905 eingeführte und nie abgeschaffte verbilligte „Rennwett- und Lotteriesteuer für Pferderennen“.“

    In der PR-Abteilung von Deutscher Galopp sitzt derzeit nur die junge Steffi Storp. Die dürfte mit dieser Krisen-PR überfordert sein. Da muss also Papa Vesper ran. Falls man auf dem Planet Weidenpesch überhaupt mitbekommt, dass der Bundesrechnungshof etwas kritisiert hat…

    • Racingman sagt:

      Ich ahne schon, was Michael Vesper in seiner Krisen-PR sagen wird: „Die Rennwettsteuer-Rückvergütung ist keine Subvention!“ Sozusagen die übliche Antwort aus Köln. Die Pragmatikerin Hildegard Epping könnte da zu bedenken geben: „Aber wenn etwas wie eine Ente aussieht, wie eine Ente watschelt und wie eine Ente quakt… dann ist es vielleicht eine Ente.“ So sieht es auch die juristische Expertin Stefanie Fuchs, Autorin eines enorm dicken Wälzers im neuen Glücksspielrecht. Auf Seite 206 heißt es in ihrem Werk wörtlich: „Die Rückvergütung stellt eine Subventionierung der Rennvereine dar.“ Die ausführliche rechtliche Begründung erspare ich den Lesern hier.

      Der Bundesrechnungshof setzt den Bundestag und die Bundesregierung mit seinem Gutachten nun unter Druck, dem Turf endlich die Daumenschrauben anzulegen. Metzgermeister Müller hätte bei seiner gezahlten Einkommensteuer auch gern eine Rückvergütung.

    • Racingman sagt:

      Ich habe soeben diese E-Mail an die Pressestelle von Deutscher Galopp geschickt:

      Als früherer Berater und Journalist im Turf, der auch jetzt noch hobbymäßig in Internetforen schreibt, wende ich mich an Sie, um zu erfahren, wie sich Deutscher Galopp bezüglich des Berichts des Bundesrechnungshofes an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages positioniert. Der Bundesrechnungshof hatte angemahnt, diverse Steuersubventionen abzuschaffen, darunter die Rennwettsteuer-Rückvergütung:

      https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/steuergelder-bundesrechnungshof-kritisiert-schwarz-rot-bund-verschwendet-milliarden-fuer-unsinnige-subventionen-113132482

      Meines Wissens argumentiert der Galopp-Dachverband immer damit, die Rückvergütung sei gar keine staatliche Subvention. An dieser rechtlichen Auslegung habe ich Zweifel. Die Volljuristin Stefanie Ruth Fuchs hat in ihrem 2017 veröffentlichten Buch „Das neue Glücksspielrecht unter besonderer Berücksichtigung von Online-Glücksspielen“ nämlich auf Seite 206 ganz klar festgestellt: „Die Rückvergütung stellt eine Subventionierung der Rennvereine dar.“

      Zur Erläuterung führt sie aus (wobei sich die Angaben auf das im Veröffentlichungsjahr 2017 geltende Recht beziehen): „Die Regelung bestand schon vor dem Inkrafttreten des EWG-Vertrages. Daher war sie als bestehende Beihilfe in ihrer a. F. unionsrechtskonform. Die Änderung des Steuersatzes, die Einführung einer Genehmigungsfähigkeit gem. § 1 Abs. 4 von Totalisatoren, die Wetten auf ausländische Rennen anbieten, sowie der Ausschluss des Steueraufkommens, das für Wetten auf ausländische Rennen entrichtet wurde, von der Rückvergütung änderten noch nichts an der Beurteilung als bestehende Beihilfe. Diese Modifikationen führten nicht zu einer materiellen Änderung des Kerngehalts der Regelung. Anderes gilt jedoch für die Einbeziehung der Buchmachersteuer in die Bemessungsgrundlage für die Rückvergütung. Diese stellte eine materielle Änderung des Kerngehalts der Regelung dar. Dies führte dazu, dass die Rückvergütung auch von 96% der Buchmachersteuer als neue Beihilfe einzustufen war, die gem. Art. 108 Abs. 3 S. 1 AEUV von der EU-Kommission genehmigt werden musste. Diese erteilte ihre Zustimmung mit Mitteilung vom 02.07.2013.“

      Eine Stellungnahme von Deutscher Galopp wäre sehr hilfreich. Ich behalte mir das Recht vor, auch die zuständigen Haushaltspolitiker der Fraktionen im Deutschen Bundestag diesbezüglich zu befragen. Die Redaktion von TURF-TIMES bekommt in „cc“ eine Kopie dieser E-Mail.

    • Racingman sagt:

      Kommen wir zur wirtschaftlichen Seite des Themas. Was würde passieren, falls der Deutsche Bundestag dem Druck des Rechnungshofes nachgäbe und die Rückvergütung der Rennwettsteuer wirklich streicht? Da dürfte es keine zwei Meinungen geben: Dann wäre in Deutschland der Pferderennsport Geschichte. Und wo es keinen Galoppsport mehr gibt, lohnt sich auch keine Vollblutzucht mehr. Das Stallpersonal in den Rennställen und Gestüten wäre dann arbeitslos. Bei seinem Lobbying in Berlin wird Michael Vesper vor allem darauf hinweisen, dass dies Arbeitsplätze für Geringqualifizierte sind, die ansonsten nur schwer eine andere Anstellung in der Wirtschaft fänden. Das Thema „Arbeitsplätze“ zieht beim Lobbying in der Politik eigentlich immer, aber würde es in Berlin hier wirklich überzeugen? Dazu ist die Anzahl der Turf-Arbeitsplätze wohl zu gering.

      Die Wettsteuer beträgt derzeit 5,3%. Davon dürfen nach dem Gesetz 96% an die Rennvereine rückerstattet werden. Stopp, es muss heißen: BIS ZU 96%. Es sind nämlich die Bundesländer, die darüber entscheiden dürfen. Der „reiche“ Freistaat Bayern könnte festlegen, dass seine Rennbahnen Riem und Daglfing jeweils 96% retour bekommen, während Sachsen-Anhalt seinen Hippodromen in Magdeburg und Halle auch gar nichts erstatten könnte. In der Theorie jedenfalls. Ist so eine nicht kalkulierbare Politik nach Kassenlage sinnvoll? Wenn Donald Trump morgens aufsteht und sich gerade mal wieder über Deutschland geärgert hat, kommt auf seiner Internetplattform die Botschaft: Germany 10% Zusatzzoll obendrauf. Die Unternehmen können unter solchen Voraussetzungen nichts planen und kalkulieren. In Deutschland werden in den nächsten Jahren enorme Ausgaben fürs Militär notwendig werden. Da dürfte es zu staatlichen Finanz-Grausamkeiten in ganz vielen Bereichen kommen. Man sollte nicht darauf vertrauen, dass die Rennwettsteuer-Rückvergütung überlebt.

      Man muss auch die Steuergerechtigkeit mitbedenken. Stellen Sie sich vor, Sie betreiben als Franchisenehmer ein Tipico-Wettbüro in der Niehler Straße, zahlen brav Ihre Steuer, und ein paar hundert Meter weiter bekommt der Kölner Rennverein seine Wettsteuer vom Staat zurück. Ist das gerecht in einer Marktwirtschaft? Sollte Deutscher Galopp mir eine Stellungnahme zuschicken, würde ich die hier veröffentlichen.

    • Racingman sagt:

      Mal abwarten, ob die Turf-Medien die Öffentlichkeit über das Rennwettsteuer-Thema informieren werden. In der Zwischenzeit hier eine Story, wie Geheimhaltung im Rennsport funktioniert:

      BLÜCHERS TOTE FREUNDIN

      Neulich musste ich beim Lesen eines Artikels, in dem es um die Aufklärung von lange verschleierten Unregelmäßigkeiten im Schweizer Rennsport ging, an eine im Jahre 2015 verstorbene Turf-Freundin von Blücher denken. Ich nenne sie hier die Heilige Maria, weil sie im deutschen Rennsport lange Zeit einen Heiligenschein hatte. Verständlicherweise, denn sie hatte wirklich sehr viel für den Galoppsport geleistet, war allseits fachlich geschätzt und menschlich beliebt.

      Eines Tages war es mit dem Heiligenschein vorbei, denn die Funktionärin hatte in die Kasse gegriffen. Es wurde durchaus erfolgreich versucht, dieses Thema zumindest vor der großen Turf-Öffentlichkeit abzuschirmen. Martin & Martillo erfuhren darüber nie etwas aus den etablierten rennsportlichen Medien. Als ich das Untreue-Delikt dennoch in einem Turfforum thematisierte, war Blücher sofort auf 180… und nun wahrscheinlich auch wieder. Für Blücher war es Blasphemie, wie jemand es wagen konnte, eine derart verdienstvolle Persönlichkeit (noch dazu eine Freundin von ihm) zu kritisieren. Wie oft und wie viel die Heilige Maria entwendet hatte, wurde nicht bekannt, weil alles rennsporttypisch zugedeckt wurde. Strafanzeige wurde meines Wissens nicht gestellt, und der finanzielle Schaden wurde offenbar intern von irgend jemandem ausgeglichen.

      Dass solche Dinge im deutschen Turf nicht transparent aufgearbeitet werden, liefert immer wieder eine Steilvorlage dafür, eine Mauschelkultur der Branche zu kritisieren. Das liegt an dem in der Galopperbranche üblichen sizilianischen Schweigegebot, der Omertà. Wenn man die Tatsachen offen benannt hätte, hätte man sicher auch Empathie für die Heilige Maria entwickeln können, denn sie war wohl keine gewöhnliche Kriminelle, sondern ist vermutlich durch irgendeine persönliche Krise auf Abwege geraten. Solange man aber die Umstände nicht kennt, muss man sie wie eine gewöhnliche Kriminelle ansehen. Schade. Auf der Website von Deutscher Galopp finden sich übrigens auch heute immer noch viele wohlwollende bis verehrende Mitteilungen über die Heilige Maria – aber kein einziges Wort über den wahren Sachverhalt.

      • Theo Epping sagt:

        Was nützen einem die vielen Perlen, wenn man alleine in seinem Kämmerlein vergammelt.

      • Blücher sagt:

        War ich damals auf 180? De mortuis nil nisi bene.
        Das hat seinen guten Grund, denn Tote können nicht erwidern. Ich war damals ziemlich geschockt. Aber das ist jetzt auch schon lange her und ich will den Käse nicht wieder aufwärmen.

        Es war SCHIESSE, keine Frage! Vor allem die Umstände dazu.

        • Racingman sagt:

          Dieser Fall ist eher ein Beispiel dafür, wie es im deutschen Turf generell läuft. Damals im Riemer Mikrokosmos wurden zwei Trainer zwar von der Strafjustiz sanktioniert, durften im Turf aber weiterhin ungestört ihrem Beruf nachgehen. Stattdessen erhielt der Bote der schlechten Nachricht ein willkürlich aufgedrücktes Rennbahnverbot.

    • Blücher sagt:

      Der Bundesrechnungshof übersieht dabei (wieder einmal) geflissentlich, daß der Galopprennsport seine sogenannte Subvention erst mal verdienen muß. Es erfolgt eine Rückerstattung einer Steuer.
      Eine Subvention ist eine leistungslose Zuwendung, es darf deswegen getrost bestritten werden, daß es sich hierbei um eine Subvention handelt. Der Staat ist zur Durchführung von Leistungsprüfungen in der Tierzucht qua Gesetz verpflichtet. Diese Verpflichtung hat er an den Galopprennsport übertragen und und dieser erhält die Rückerstattung der Rennwettsteuer zur Finanzierung der Leistungsprüfungen.
      Das kann man nicht als Subvention bezeichnen. Würde es keinen Pferderennsport geben, gäbe es auch keine Einnahmen aus der Rennwettsteuer. Ist doch ganz einfach oder?

      • Racingman sagt:

        So wird vermutlich auch das Direktorium (einmal Direktorium, immer Direktorium) argumentieren. Ich darf nochmals auf die rechtliche Bewertung durch die Fachperson oben verweisen, dass die Rennwettsteuer-Rückvergütung eine Subvention sei. Es ist auch schon eine bizarre Konstruktion, erst eine Steuer zu erheben und sie sodann fast 1:1 zurück zu überweisen. Unter solchen Voraussetzungen würden viele Privathaushalte und Unternehmen gern saftige Steuern bezahlen.

      • Racingman sagt:

        Danke an Blücher für seinen rennfachlichen Input. Wenn Andere hier noch Argumente Pro oder Contra haben, nur her damit. Ich sammle Material für ein „Zock-Info“ an die 42 Mitglieder des Haushaltsausschusses im Bundestag. Als Kontaktperson hatte ich mir schon eine Münchner Abgeordnete ausgesucht, die im Ausschuss als Obfrau der Grünen agiert. Leider ist die Dame vor Kurzem in den Mutterschutz-Urlaub gegangen und fällt damit für die Parlamentsarbeit in Berlin erst einmal aus.

  11. Racingman sagt:

    In Ergänzung zu meinem obigen Beitrag über Frankie Dettori’s ruinösen Finanzberater hier noch mehr Details für den neugierigen Blücher. Der Berater hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag (mit Foto!),
    https://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Baxendale-Walker

    der uns mitteilt, dass Herr Baxendale-Walker nach dem Verlust seiner Anwaltslizenz als Talkshow-Gastgeber und als Produzent von Pornofilmen tätig war. Von da war es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Steuerberater eines Weltklasse-Jockeys… Und sein Künstlername für Bühnenauftritte war „Paul Chaplin“. Der Pferderennsport produziert wahrlich immer wieder saftige Stories.

    • kassandro sagt:

      Die Dettori-Pleite hat eigentlich nichts mit dem Galoppsport zu tun. Er war ja einer der wenigen, die in diesen Sport gutes Geld verdienten, aber eben nicht damit umgehen konnten. Wenn ein Mensch in jungen Jahren reich wird, dann lernt er das oft nicht und gerät in große Schwierigkeiten, wenn der Geldstrom plötzlich versiegt, meistens durch das Ende der Karriere. Oft müssen dann diese Leute noch Steuern für Geld bezahlten, das sie längst verprasst haben. Falsche Freunde, die einem dabei helfen, gibt es natürlich während der Erfolgszeit auch zur Genüge. Ich selber kannte Heinz Strehl, den besten Stürmer des 1.FC Nürnberg und ein Bekannter aus Fürstenfeldbruck kannte Rudi Brunnenmeier, den besten Stürmer des TSV 1860 München der 60er Jahre. Beide starben früh in bitterer Armut. Gerd Müller wäre es wohl ähnlich ergangen, wenn ibn Uli Hoeneß nicht aufgefangen hätte. Im Show-Geschäft ist die Situation etwas besser. Da kann man als abgetakelter Schlager-Star immer noch über die Dörfer ziehen und sich so über Wasser halten. So lernte ich Gunter Gabriel kennen, der bei uns mehrmals auftrat. Der war auch völlig pleite und kämpfte dann mit 1000€-Auftritten bei Familienfesten wieder zurück. Er war ein kreativer Kopf und besass auch echte Entertainer-Qualitäten. Eine bessere Karriere scheiterte schlichtweg an seinem schlechten Benehmen, und dass er wie obige Fußballspieler nicht gut mit seinem Körper umging. Er soff, frass und rauchte völlig zügellos. Es ist ein echtes Wunder, dass er seine Auftritte so absolvieren konnte und 75 Jahre alt wurde. Und selbst mit 75 Jahren starb er nicht eines natürlichen Todes wie Strehl und Brunnenmeier sondern durch einen Treppensturz – wahrscheinlich war er wieder einmal besoffen.
      Ebenfalls durch einen Treppensturz starb ein anderer Schlagerstar, den ich zwar nicht persönlich kannte, der mir aber irgendwie ständig über den Weg läuft. Ich meine Bernd Clüver, den Jungen mit der Mundharmonika. Auch er erlitt finanziell totalen Schiffbruch, konnte sich aber mit seinen alten Hits wieder aufrappeln. Er wuchs in Hildesheim direkt in einer alten Mietkaserne gegenüber dem Nebenausgang des Hildesheimer Hauptbahnhofes auf. Dort erinnert ein Schild mit einem Bild an ihn. Da ich dort oft vorbeikomme, habe ich mich mit ihm dann irgendwann näher beschäftigt. Seine ikonische Ballade “Der Junge mit Mundharmonika” kannte ich natürlich schon aus meiner Jugend. Das war einer der erfolgreichsten und auch wohl besten Schlager aller Zeiten. Kein typischer Schlager sondern eben eine Ballade, die aber im Schlager-Milleu sehr erfolgreich war. Ich kenne noch viele ähnlich gelagerte Fälle wie Roy Black, Tony Marschall usw., aber zu den obigen vier Namen habe ich irgendwie eine persönliche Beziehung.
      https://www.youtube.com/watch?v=e_D5rlZ4vhA

  12. Racingman sagt:

    Danke für das Feedback zu meinen Beiträgen, leider nur ex-Blog und nicht hier in der Corona.
    Im Fall der Heiligen Maria soll es so gewesen sein, dass „PowerPoint Paule“ den Fehlbetrag aus eigenen Mitteln ausgeglichen habe. Klingt glaubhaft, und seine Frau musste deswegen sicher nicht bei Aldi einkaufen. Außerdem werden Zweifel wegen der teuren Reisen und der teuren Garderobe der nicht ganz so Heiligen Maria vorgebracht. Also, ich gehe mal davon aus, dass die Reisekosten offiziell erstattet wurden; bei der schicken Garderobe, tja… also, ein potenter Sugardaddy als Lebensgefährte scheidet wohl aus.

    Anderes Thema:
    Mittlerweile habe ich über Subventionen einiges Neue dazugelernt. Die Finanzverwaltung unterscheidet zwischen „Subventionen“ und „Zuwendungen“; bei den Subventionen wiederum gibt es zwei Kategorien: Neben den Subventionen, die als Ausgaben veranschlagt werden, sind es „unsichtbare Subventionen“ in Form von Steuervergünstigungen. Steuerliche Regelungen mit entlastender Wirkung werden als Subventionen angesehen, wenn sie zu vergleichbaren Zwecken gewährt werden wie ausgabeseitige Subventionen. Ich denke mal, darunter könnte die Rennwettsteuer-Rückvergütung fallen.

    Als Michael Vesper im März 2018 zum Boss von Deutscher Galopp gewählt wurde, lobte das Direx seinen Chef in einer Pressemitteilung so: „Dr. Michael Vesper gilt als Enthusiast sowie als ein eloquenter, harter und ausdauernder Kämpfer mit einem umfangreichen Netzwerk, das er seit seiner Zeit als Politiker akribisch gepflegt und ausgebaut hat. Davon kann der Rennsport nur profitieren.“ Tja, aber der Bundesrechnungshof hat den Toskana-Grünen nun kalt erwischt.

  13. Racingman sagt:

    ZOFF IN BERLIN

    Mit diesem Beitrag möchte ich aufzeigen, in welchem politischen Minenfeld sich die Vespergalopper bewegen.

    Es ist mir bisher noch nicht gelungen, an den Text des Rechnungshofberichts zu kommen. Die BILD hat eine Erklärung dafür: „Wir haben es ja! Durch Vergünstigungen gehen dem Staat jährlich riesige Summen an Steuereinnahmen durch die Lappen. In einem Geheim-Papier des Bundesrechnungshofs werden Subventionen angeprangert!“ Das angebliche Geheim-Papier ist so zu verstehen, dass das Dokument erst nach den parlamentarischen Beratungen allgemein veröffentlicht wird (es sei denn, es wird vorher an die Medien durchgestochen…).

    In dasselbe Horn stoßen die Kollegen von Table.Briefings: „Einen schweren Rüffel hat der Bundesrechnungshof (BRH) der Bundesregierung für ihre anhaltende Subventionsfreude erteilt“ und zitiert wörtlich „Vergünstigungen für die Wett- und Lotteriesteuer bei Pferderennen etwa“. Die Finanzzeitung Ad hoc News schreibt: „Der Rechnungshof dokumentiert obskure, jahrzehntealte Steuerprivilegien, die nie einer unabhängigen Überprüfung unterzogen wurden – etwa für Pferderennwetten“ und stellt auch gleich die Frage: „Was folgt daraus? Der Haushaltsausschuss wird sich in den kommenden Wochen mit den Rechnungshof-Befunden befassen. Rechtlich ist die Regierung nicht verpflichtet, die Empfehlungen umzusetzen. Doch die Schärfe dieses Berichts übt enormen Druck auf das Finanzministerium aus.“

    Keine einfachen Zeiten für Michael Vesper also. Auch die kleinen Leute müssen sich 2026 auf einige soziale Härten durch die Regierung gefasst machen. Für eine elegantere Optik könnte sich die SPD im Superwahljahr dazu entschließen, die Rennwettsteuer-Rückvergütung im elitären Galoppsport über das Klingbeil springen zu lassen.

    Und was macht der Finanzminister? FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer überschrieb seinen Text mit den Worten „Klingbeils Rache am Rechnungshof“. Das rechtslastige Medium Nius berichtet: „Finanzminister Klingbeil streicht dem Bundesrechnungshof massiv die Gelder. Denn der Bundesrechnungshof hatte es gewagt, mehrere Projekte der Regierung, wie das Bürgergeld und den Klimaschutz, zu kritisieren.“ Fazit von Nius: „Der Bundesrechnungshof hat Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung mit seinen „Bemerkungen 2025“ vom 10. Dezember zur Haushalts- und Wirtschaftsführung ein vernichtendes Urteil ausgestellt.“

    Der Regensburger SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt feuert sogar gegen die eigene Regierung: „Der Bundesrechnungshof ist deutlich und lässt kein gutes Haar an der Bundesregierung: Denn ihr 30. Subventionsbericht ist lückenhaft. Grund ist eine sehr eigene Definition davon, was überhaupt als Subvention gilt. So fehlen beispielsweise zentrale klimaschädliche Subventionen wie die Pendlerpauschale sowie das Diesel- und Dienstwagenprivileg komplett. Wie soll das Parlament seine Kontrollfunktion erfüllen, wenn die Bundesregierung uns nur die halbe Wahrheit auftischt? Transparenz geht anders.“

    Und inmitten dieser explosiven Berliner Gemengelage befindet sich nun der deutsche Galoppsport.

  14. h.schmelz sagt:

    Kein deutsches Pferd in den 100 besten Pferden weltweit. Der GP von BB so gerade eben bei den Top Rennen mit dabei. Es weint fast Galopponline. Bitter bitter, ach so bitter!

    Es ist die Folge dessen, was zwangsläufig so kommen mußte. Es korreliert mit der Anzahl (Quantität) und der Qualität der wenigen deutschen Zuchtstuten, die noch geblieben sind, und der Väter der Fohlen, die noch geboren werden. Also der Abkoppelung vom internationalen Niveau. Kein Amaron oder Tünnes sind konkurrenzfähig. Auch ein Torquator Tasso wird keine echten Kracher produzieren, weil er keine echten Gruppe I Stuten bekommt. Japan wird möglichweise national was werden, und dann in IRL in der Hinderniszucht verschwinden.

    Man kann es drehen und wenden, wie man will, die Musik spielt international auf ganz ganz anderem Niveau. Solange deutsche Besitzer nicht Millionen in die Pferde investieren, wird es nix werden. Und dann müßte auch noch das Training in GER bleiben. Und nicht bei Herrn Graffard. Wöhler, Schiergen, Weiß können das. Das sind die Potenziale hierzulande. Aber wie lange noch?

    • Theo Epping sagt:

      h.schmelz, wo fängt ein Kracher an?
      Torquator Tasso kann man sicherlich als solchen bezeichnen, unter seinen ersten beiden Müttern steht – keine Rennen gefunden
      Danedream und Star Appeal Mütter haben den gleichen Eintrag, Protectionist übrigens auch.
      Nur Waldgeist und Novellist haben Gr.3 Siegerinnen zur Mutter.

      … weil er keine echten Gruppe I Stuten bekommt, ist nicht wirklich überzeugend.

      • h.schmelz sagt:

        Im Kontext der besprochenen Rangliste bei um und bei 100 GAG.

        • Theo Epping sagt:

          Den Kontext muss man aber auch in Relation zur Quantität setzen.

          Ich beziehe mich auf Ihre Prognose der Zucht und die ist nicht richtig und glauben Sie mir, davon verstehe ich mehr als Sie.

          • Theo Epping sagt:

            Es ist nicht die Spitze, an der es mangelt, sondern es mangelt an der Basis, die aufsteigen könnte.

  15. Racingman sagt:

    Ein kurzer Fernsehtipp für Kassandro: Heute Abend ist der Gelsenkirchener Sparkassen-Einbruch auch Thema bei „XY ungelöst“ im ZDF. Immer wenn Ermittler XY einschalten, heißt das, dass sie völlig auf dem Schlauch stehen. Trotz der Sonderkommission, die jetzt schon auf 230 Mitarbeiter aufgestockt wurde. Ich glaube nicht, dass die Täter gefasst werden.

  16. Lindenau sagt:

    h.schmelz sagt: Kein deutsches Pferd in den 100 besten Pferden weltweit“.
    Wen wundert’s bzw. wen kümmerts? Denn die Entwicklung ist so vorhersehbar wie längst überfällig, trotz der jahrelangen patriotischen Bemühungen des Chefhandicappers die Marken inländischer Galopper aufzuhübschen. Das Derby hat schon lange G2, die Diana bestenfalls G3-Niveau.
    Theo Epping sagt: Es ist nicht die Spitze, an der es mangelt, sondern es mangelt an der Basis, die aufsteigen könnte
    … bringt es deswegen auch auf den Punkt. Zucht braucht Masse auf der einen und Heterosis auf der anderen Seite. Beides geht in D schon seit längerem verloren.
    Um im architektonischen Bild zu bleiben: anstatt einer Pyramide gleicht der deutsche Galopprennsport einer korinthischen Säule, bei der Direktorium, BV etc. meinen, dass unbedingt das Kapitell erhalten werden muss, während der Schaft zerbröselt.

  17. h.schmelz sagt:

    Sie können tausende von Ausgl. II Pferden zur Zucht nutzen, es werden keine richtigen Bomber dabei sein. Vielleicht zufällig mal. Siehe DDR Zucht, getuned mit Harzburgern.

    • Theo Epping sagt:

      Schuster bleib bei Deinen Leisten!

    • Lindenau sagt:

      Darüber kann man m.E. philosophieren. Ich glaube, hier in Blüchers Blog hat mal jemand gesagt, dass die meisten Stammbäume erst rückwirkend geadelt werden…
      Aber ich gebe Ihnen recht, dass die Selektion nach Leistung die valideste ist. Da aber auch sie einen riesigen Streufaktor hat, anfällig für Verzerrung ist (blaublütige Stuten werden ja nur noch nach Katalogseite gemanagt) und voller züchterischer Fehlentscheidungen, braucht es auch hier Masse, um daraus kontinuierlich “Bomber” zu destillieren.

      • Theo Epping sagt:

        Die drei G’s sind natürlich die erfolgreichste Art zu züchten aber das bedeutet doch nicht das Gut sich nur auf Eigenleistung bezieht.
        Catnip – keine Rennen gefunden
        Nella di Bicci – k R g
        Nella da Gurbio – k R g
        Killen – k R g
        Katinka – k R g
        Kaiserwürde – k R g
        Frau Bscher hatte, auch mit ein paar Ausnahmen, nur mit 80kg Stuten gezüchtet, das ist, wenn man es sich leisten kann, eine sehr gute Messlatte.
        Trotzdem kann es keine breite Spitze geben, ohne eine noch viel breitere Basis, da geht kein Weg dran vorbei.

      • kassandro sagt:

        Auf dem Grabstein unseres Ex-Bürgermeisters und Ehrenbürgers steht der geistreiche Satz:
        Das Leben kann man nur rückwärts verstehen, muss es aber vorwärts leben.
        Bei diesem Bürgermeister fällt die Rückwärtsbetrachtung allerdings sehr negativ aus. Alle, die ihn kannten, und die ich kenne, meinen er wäre ein Polit-Intrigant und schlichtweg ein Riesen-Arschloch gewesen.
        Im Galoppsport ist es aber tatsächlich so, dass man die Qualität eines Vererbers bzw. einer Vererberin erst nach etlichen Generationen erkennen kann.

        • Theo Epping sagt:

          Darauf muss man erst mal kommen…
          Sehr kreativ

        • Theo Epping sagt:

          Anona ist ein sehr passendes Beispiel dafür, sie war ein Trampel- Tier erster Güte.

          • Theo Epping sagt:

            Es ist erschreckend wie ahnungslos die Mehrheit hier ist. Hier geht es doch nicht um irgendwelche kleinkarrierte Wettfutzis und möchtegern Gruppesieger Anteils Besitzer. Wenn ihr massgeblich wärt, dann machte ich mir echte Sorgen um die Vollblüter.

          • Theo Epping sagt:

            Jeder tappt irgendwann mal in diese Textvorgabe Falle.
            Hat doch was menschliches. Kann dem Besten passieren.

          • Theo Epping sagt:

            Nicht die Demokratie, der Kommunismus oder was auch sonst, sind das Problem, sondern die, die es missbrauchen, die, die sich darauf berufen und ihr Recht einfordern ohne es selber zu achten…

          • Theo Epping sagt:

            nicht

          • Theo Epping sagt:

            Präsident des Deutschen Galopp muss jemand sein der Geld hat und nicht eine Pfeife die es erst noch verdienen muss.

          • Theo Epping sagt:

            Ich weiß ja nicht ob Sie es schon wissen aber im Galoppsport und in jedem anderen, interessiert sich niemand für solche Klugscheißer.
            Geld bestimmt das Ergebnis, nicht gelangweilte Müssiggänger.

  18. martillo sagt:

    unser Leistungsproblem ist doch jedes j ahr der Leistungsstarke Verkauf ins Ausland ohne wirklich guten Zukauf

  19. h.schmelz sagt:

    Derweil geht eine andere Baustelle des Rennsports Wasser saufen. Pferdewetten AG, an dem sich das DVR vor etwa 10 Jahren beteiligt hat, mit dem Geld aus dem Verkauf der Racebets Anteile. Hofer, Pierre und Schmitt und Baumgarten wollten sich vergrößern und Sportwetten stationär verticken. Das hat viel Geld gekostet und nix gebracht. Nun hat sich Herr Pierre Hofer als Vorstandsvorsitzender ins 2. Glied zurück gezogen. Nach all den mehrfachen Kapitalmaßnahmen und untestierten Abschlüssen. Und den verbrannten Millionen. Letztlich ein wiederkehrender Versuch, ein totes Pferd zum Leben zu erwecken. Herr Hofer versteht was vom Pferdewtten. Vom stationären Sportwetten vermutlich nicht.

  20. Theo Epping sagt:

    Jetzt hat ”

    Jetzt hat “Er” es auf Ebene -Bild- geschafft,
    bin gespannt wie, nicht ob, er es noch tiefer schafft?

    • Theo Epping sagt:

      Als ich Winni das erste Mal gesehen habe, guckten seine weißen Beine aus seinen Fussballer Shorts und alles was er vom Pferd wusste, war, da wo die Äppel liegen, ist hinten.

      • Theo Epping sagt:

        Ist ja wiedermal typisch, an Oberflächlichkeit und Ignoranz nicht zu überbieten. Nur weil der Kerl den großen Maker spielt und ach so erfolgreich ist, stört es keinen, dass er dafür seine Familie im Stich gelassen hat.
        Ein Hoch auf die tollen Kerle!!

        • martin sagt:

          solange HILDEGARD EPPING unseren THEO nicht verstösst, bleibt ja alles im rahmen

          • Theo Epping sagt:

            Ihr seit eine BANDE taktloser, …,
            Dummköpfe geworden.

          • Racingman sagt:

            Gibt’s denn einen Unterschied zwischen dem EB und Eppes? Beide waren jeweils zweimal verheiratet, oder nicht? Theos erste Gattin, die Rosemarie, trug immer so aufreizend enge Taillengürtel, so dass sie den Spitznamen “Gürtelrose” hatte.

  21. Theo Epping sagt:

    Sie haben hier nichts zu suchen, Sie Primitivling.

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