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	<title>Kommentare zu: Unbequeme Fragen an den Magistrat von Frankfurt</title>
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		<title>Von: Matthias Tamrat</title>
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		<dc:creator>Matthias Tamrat</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 19:44:42 +0000</pubDate>
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		<description>Nun denn. Und wem sollen diese unangenehmen Fragen nützen? Zweifellos sind die Fragen berechtigt und auch durchaus kompetent vorgetragen. Ob es sich im gegebenen Zusammenhang um die drängendsten Fragen handelt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Man darf aber jedenfalls davon ausgehen, daß die Fragen – unangenehm oder nicht – den Magistrat bei den gegebenen Mehrheitsverhältnissen kaum in irgendeine Bedrängnis bringen und damit der Sache des Sports – und nur um diese geht es mir hier – dienen werden. Solche Nachfragen sind das tägliche Geschäft der Parlamente, sie sind notwendig, weil sie letztlich ein wesentlicher Bestandteil der demokratischen Kontrolle der Exekutive durch die Legislative sind. Bisweilen – selten genug – kommt dabei sogar etwas heraus. Meist sind es nur Protokolle für die Akten, die immerhin als steter Zeigefinger in der Wunde liegen und der Exekutive verdeutlichen, daß sie einer gewissen Kontrolle unterliegt. Im vorliegenden Fall kann man sich allerdings bereits jetzt lebhaft vorstellen, wie die Fragen durch den aroganten Zyniker Cunitz oder eine ähnliche Figur mit einem genüßlichen Grinsen und unter bewußtem Nichtverstehenwollen ihres Gegenstands ‘weggewischt’ werden. Nächster Tagesordnungspunkt.

Soweit – sogut, ein Triumpf wird auf diesem Wege nicht zu erreichen sein, dafür kann man im Moment nur auf die Gerichte hoffen. Macht ja nichts.

Wenn nicht, ja wenn diese Fragen nicht ausgerechnet von der AfD gestellt würden. Nichts spaltet unsere Gesellschaft derzeit so sehr, wie die Fragen nach dem Umgang mit dem Flüchtlingsstrom, nach der Rolle des Islam in unserer Gesellschaft, nach den Grenzen der freien Meinungsäußerung und danach, welche Positionen hinsichtlich dieser Gegenstände noch als anständig und verfassungsgemäß bzw. schon als rechtsradikal, rassistisch, faschistoid usf. zu betrachten sind. Die AfD engagiert sich hinsichtlich dieser Fragestellungen auf einer Seite und wird damit zu einem Pol der gesellschaftlichen Spaltung und selber zum Gegenstand insbesondere der letzten Frage. Ich habe das hier bewußt neutral formuliert, obwohl ich natürlich auch selber eine Position hinsichtlich aller dieser Fragen habe.

Der Sport und insbesondere unser in vielerlei hinsicht fragiler Rennsport sollte – ich denke da sind wir uns einig – nicht zwischen den Fronten einer tief gespaltenen Gesellschaft zerrieben werden. In diesem Sinne ist es nicht hilfreich, wenn ausgerechnet die AfD sich dieses Themas annimmt. Das Thema hat mit den bekannten Anliegen der AfD nichts zu tun, der Sport auch nicht. Für die AfD ist der Vorgang eine wilkommene Gelegenheit, Sand ins getriebe der Frankfurter Lokalpolitik zu streuen und sich vielleicht ein bisschen zu profilieren. Für den Sport kommt dabei nichts heraus, wirklich gar nichts!

Insofern wäre ein simples Gebot politischer Klugheit zum Wohle des Sports, diesen Vorstoß einfach zu ignorieren anstatt ihn auf den Plattformen des Sports noch breitzutreten. Oder glaubt irgend jemand ernsthaft, daß die AfD einen substantiellen und nachhaltigen Beitrag zur Rettung des Rennsports in Frankfurt oder anderswo leisten wird? Ansonsten wäre es doch wirklich besser, wenn wir politische Debatten zwar führen, auch untereinander, aber den Sport überall dort heraushalten, wo ein echter Bezug des politischen Disputs zum Sport nicht gegeben ist!
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun denn. Und wem sollen diese unangenehmen Fragen nützen? Zweifellos sind die Fragen berechtigt und auch durchaus kompetent vorgetragen. Ob es sich im gegebenen Zusammenhang um die drängendsten Fragen handelt, vermag ich nicht zu beurteilen.</p>
<p>Man darf aber jedenfalls davon ausgehen, daß die Fragen – unangenehm oder nicht – den Magistrat bei den gegebenen Mehrheitsverhältnissen kaum in irgendeine Bedrängnis bringen und damit der Sache des Sports – und nur um diese geht es mir hier – dienen werden. Solche Nachfragen sind das tägliche Geschäft der Parlamente, sie sind notwendig, weil sie letztlich ein wesentlicher Bestandteil der demokratischen Kontrolle der Exekutive durch die Legislative sind. Bisweilen – selten genug – kommt dabei sogar etwas heraus. Meist sind es nur Protokolle für die Akten, die immerhin als steter Zeigefinger in der Wunde liegen und der Exekutive verdeutlichen, daß sie einer gewissen Kontrolle unterliegt. Im vorliegenden Fall kann man sich allerdings bereits jetzt lebhaft vorstellen, wie die Fragen durch den aroganten Zyniker Cunitz oder eine ähnliche Figur mit einem genüßlichen Grinsen und unter bewußtem Nichtverstehenwollen ihres Gegenstands ‘weggewischt’ werden. Nächster Tagesordnungspunkt.</p>
<p>Soweit – sogut, ein Triumpf wird auf diesem Wege nicht zu erreichen sein, dafür kann man im Moment nur auf die Gerichte hoffen. Macht ja nichts.</p>
<p>Wenn nicht, ja wenn diese Fragen nicht ausgerechnet von der AfD gestellt würden. Nichts spaltet unsere Gesellschaft derzeit so sehr, wie die Fragen nach dem Umgang mit dem Flüchtlingsstrom, nach der Rolle des Islam in unserer Gesellschaft, nach den Grenzen der freien Meinungsäußerung und danach, welche Positionen hinsichtlich dieser Gegenstände noch als anständig und verfassungsgemäß bzw. schon als rechtsradikal, rassistisch, faschistoid usf. zu betrachten sind. Die AfD engagiert sich hinsichtlich dieser Fragestellungen auf einer Seite und wird damit zu einem Pol der gesellschaftlichen Spaltung und selber zum Gegenstand insbesondere der letzten Frage. Ich habe das hier bewußt neutral formuliert, obwohl ich natürlich auch selber eine Position hinsichtlich aller dieser Fragen habe.</p>
<p>Der Sport und insbesondere unser in vielerlei hinsicht fragiler Rennsport sollte – ich denke da sind wir uns einig – nicht zwischen den Fronten einer tief gespaltenen Gesellschaft zerrieben werden. In diesem Sinne ist es nicht hilfreich, wenn ausgerechnet die AfD sich dieses Themas annimmt. Das Thema hat mit den bekannten Anliegen der AfD nichts zu tun, der Sport auch nicht. Für die AfD ist der Vorgang eine wilkommene Gelegenheit, Sand ins getriebe der Frankfurter Lokalpolitik zu streuen und sich vielleicht ein bisschen zu profilieren. Für den Sport kommt dabei nichts heraus, wirklich gar nichts!</p>
<p>Insofern wäre ein simples Gebot politischer Klugheit zum Wohle des Sports, diesen Vorstoß einfach zu ignorieren anstatt ihn auf den Plattformen des Sports noch breitzutreten. Oder glaubt irgend jemand ernsthaft, daß die AfD einen substantiellen und nachhaltigen Beitrag zur Rettung des Rennsports in Frankfurt oder anderswo leisten wird? Ansonsten wäre es doch wirklich besser, wenn wir politische Debatten zwar führen, auch untereinander, aber den Sport überall dort heraushalten, wo ein echter Bezug des politischen Disputs zum Sport nicht gegeben ist!</p>
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