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	<title>Kommentare zu: Die Weihnachtsgeschichte &#8211; für Pferde</title>
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		<title>Von: MarieWab</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2015/12/24/die-weihnachtsgeschichte-fur-pferde/#comment-17336</link>
		<dc:creator>MarieWab</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 May 2017 09:02:26 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: Eva Maria Limmer</title>
		<link>http://galopp-sieger.de/wp/2015/12/24/die-weihnachtsgeschichte-fur-pferde/#comment-13969</link>
		<dc:creator>Eva Maria Limmer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2015 11:14:22 +0000</pubDate>
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		<description>Auf einen Pferdemarkt - vielleicht zu Haymarket, 
wo andre Dinge noch in Ware sich verwandeln, 
bracht einst ein hungiger Poet 
der Musen Roß, es zu verhandeln.

Hell wieherte der Hippogryph, 
und bäumte sich in prächtiger Parade, 
erstaunt blieb jeder stehn und rief: 
&quot;Das edle, königliche Tier! Nur schade, 
daß seinen schlanken Wuchs ein häßlich Flügelpaar 
entstellt! Den schönsten Postzug würd es zieren. 
Die Rasse, sagen sie, sei rar, 
doch wer wird durch die Luft kutschieren? 
Und keiner will sein Geld verlieren.&quot; 
Ein Pachter endlich faßte Mut. 
&quot;Die Flügel zwar&quot;, spricht er, &quot;die schaffen keinen Nutzen, 
doch die kann man ja binden oder stutzen, 
dann ist das Pferd zum Ziehen immer gut. 
Ein zwanzig Pfund, die will ich wohl dran wagen&quot;; 
der Täuscher, hoch vergnügt die Ware loszuschlagen, 
schlägt hurtig ein. &quot;Ein Mann, ein Wort&quot;, 
und Hans trabt frisch mit seiner Beute fort.

Das edle Tier wird eingespannt. 
Doch fühlt es kaum die ungewohnte Bürde, 
so rennt es fort mit wilder Flugbegierde, 
und wirft, von edlem Grimm entbrannt, 
den Karren um an eines Abgrund Rand. 
Schon gut, denkt Hans. Allein darf ich dem tollen Tiere 
kein Fuhrwerk mehr vertraun. Erfahrung macht schon klug. 
Doch morgen fahr ich Passagiere, 
da stell ich es als Vorspann in den Zug. 
Die muntre Krabbe soll zwei Pferde mir ersparen, 
der Koller gibt sich mit den Jahren.

Der Anfang ging ganz gut. Das leichtbeschwingte Pferd 
belebt der Klepper Schritt, und pfeilschnell fliegt der Wagen. 
Doch was geschieht? Den Blick den Wolken zugekehrt, 
und ungewohnt, den Grund mit festem Huf zu schlagen, 
verläßt es bald der Räder sichre Spur, 
und treu der stärkeren Natur 
durchrennt es Sumpf und Moor, geackert Feld und Hecken, 
der gleiche Taumel faßt das ganze Postgespann, 
kein Rufen hilft, kein Zügel hält es an, 
bis endlich, zu der Wandrer Schrecken, 
der Wagen wohl gerüttelt und zerschellt, 
auf eines Berges steilem Gipfel hält.

&quot;Das geht nicht zu mit rechten Dingen&quot;, 
spricht Hans mit sehr bedenklichem Gesicht. 
&quot;So wird es nimmermehr gelingen; 
laß sehn, ob wir den Tollwurm nicht 
durch magre Kost und Arbeit zwingen.&quot; 
Die Probe wird gemacht. Bald ist das schöne Tier, 
eh noch drei Tage hingeschwunden, 
zum Schatten abgezehrt. &quot;Ich hab&#039;s, ich hab&#039;s gefunden&quot;, 
ruft Hans. &quot;Jetzt frisch, und spannt es mir 
gleich vor den Pflug mit meinem stärksten Stier.&quot;

Gesagt, getan. In lächerlichem Zuge 
erblickt man Ochs und Flügelpferd am Pfluge. 
Unwillig steigt der Greif, und strengt die letzte Macht 
der Sehnen an, den alten Flug zu nehmen. 
Umsonst, der Nachbar schreitet mit Bedacht, 
und Phöbus&#039; stolzes Roß muß sich dem Stier bequemen, 
bis nun, vom langen Widerstand verzehrt, 
die Kraft aus allen Gliedern schwindet, 
von Gram gebeugt das edle Götterpferd 
zu Boden stürzt und sich im Staube windet.

&quot;Verwünschtes Tier!&quot; bricht endlich Hansens Grimm 
laut scheltend aus, indem die Hiebe flogen. 
&quot;So bist du denn zum Ackern selbst zu schlimm, 
mich hat ein Schelm mit dir betrogen.&quot;

Indem er noch in seines Zornes Wut 
die Peitsche schwingt, kommt flink und und wohlgemut 
ein lustiger Gesell die Straße hergezogen. 
Die Zitter klingt in seiner leichten Hand, 
und durch den blonden Schmuck der Haare 
schlingt zierlich sich ein golden Band. 
&quot;Wohin, Freund, mit dem wunderlichen Paare?&quot; 
ruft er den Baur von weitem an. 
&quot;Der Vogel und der Ochs an einem Seile, 
ich bitte dich, welch ein Gespann: 
Willst du für eine kleine Weile 
dein Pferd zur Probe mir vertraun, 
gib acht, du sollst dein Wunder schaun!&quot;

Der Hippogryph wird ausgespannt, 
und lächelnd schwingt sich ihm der Jüngling auf den Rücken. 
Kaum fühlt das Tier des Meisters sichre Hand, 
so knirscht es in des Zügels Band, 
und steigt, und Blitze sprühn aus den beseelten Blicken. 
Nicht mehr das vor&#039;ge Wesen, königlich, 
ein Geist, ein Gott, erhebt es sich, 
entrollt mit einemmal in Sturmes Wehen 
der Schwingen Pracht, schießt brausend himmelan, 
und eh der Blick ihm folgen kann, 
entschwebt es zu den blauen Höhen.

DESHALB:

Pegasussens Aufruf zum neuen Jahr!

 Hinaus aus dem Joche  ihr adligen Pferde-
das klobige Fußvolk, es plumpst auf die Erde!
Es wollte gleich Phaeton die Rosse sich zähmen,
doch kann halt ein Ochse dieselben nur lähmen.
Sich endlos im sinnlosen Kreise drehen,
da hilft kein Bitten, hilft kein Flehen,
es bricht das Herz,es brechen Beine,
die Sehne reisst , man stirbt alleine.

Die Niedrigen,  bemerkens nicht,
ihr winzig kleines Seelenlicht,
verzückt, da steht es unter Seinesgleichen,
auf einem Berg von Pferdeleichen.

Gar kurz das Bein und breit die Hüfte,
umweht von der Zigarren Düfte,
die Junker von des Zinses Gnaden,
die voller Stolz die Knechte laden.

Die Sklaven die das möglich machen,
die haben- weiß Gott- nicht`s  zu lachen,
von Brosamen nur karg genährt,
da enden sie bald ausgezehrt.

Doch wer geboren ist zum Siegen,
der kann und wird zur Freiheit fliegen,
erduldete die Quälerei,
entscheidet dann: Jetzt bin ich frei!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf einen Pferdemarkt &#8211; vielleicht zu Haymarket,<br />
wo andre Dinge noch in Ware sich verwandeln,<br />
bracht einst ein hungiger Poet<br />
der Musen Roß, es zu verhandeln.</p>
<p>Hell wieherte der Hippogryph,<br />
und bäumte sich in prächtiger Parade,<br />
erstaunt blieb jeder stehn und rief:<br />
&#8220;Das edle, königliche Tier! Nur schade,<br />
daß seinen schlanken Wuchs ein häßlich Flügelpaar<br />
entstellt! Den schönsten Postzug würd es zieren.<br />
Die Rasse, sagen sie, sei rar,<br />
doch wer wird durch die Luft kutschieren?<br />
Und keiner will sein Geld verlieren.&#8221;<br />
Ein Pachter endlich faßte Mut.<br />
&#8220;Die Flügel zwar&#8221;, spricht er, &#8220;die schaffen keinen Nutzen,<br />
doch die kann man ja binden oder stutzen,<br />
dann ist das Pferd zum Ziehen immer gut.<br />
Ein zwanzig Pfund, die will ich wohl dran wagen&#8221;;<br />
der Täuscher, hoch vergnügt die Ware loszuschlagen,<br />
schlägt hurtig ein. &#8220;Ein Mann, ein Wort&#8221;,<br />
und Hans trabt frisch mit seiner Beute fort.</p>
<p>Das edle Tier wird eingespannt.<br />
Doch fühlt es kaum die ungewohnte Bürde,<br />
so rennt es fort mit wilder Flugbegierde,<br />
und wirft, von edlem Grimm entbrannt,<br />
den Karren um an eines Abgrund Rand.<br />
Schon gut, denkt Hans. Allein darf ich dem tollen Tiere<br />
kein Fuhrwerk mehr vertraun. Erfahrung macht schon klug.<br />
Doch morgen fahr ich Passagiere,<br />
da stell ich es als Vorspann in den Zug.<br />
Die muntre Krabbe soll zwei Pferde mir ersparen,<br />
der Koller gibt sich mit den Jahren.</p>
<p>Der Anfang ging ganz gut. Das leichtbeschwingte Pferd<br />
belebt der Klepper Schritt, und pfeilschnell fliegt der Wagen.<br />
Doch was geschieht? Den Blick den Wolken zugekehrt,<br />
und ungewohnt, den Grund mit festem Huf zu schlagen,<br />
verläßt es bald der Räder sichre Spur,<br />
und treu der stärkeren Natur<br />
durchrennt es Sumpf und Moor, geackert Feld und Hecken,<br />
der gleiche Taumel faßt das ganze Postgespann,<br />
kein Rufen hilft, kein Zügel hält es an,<br />
bis endlich, zu der Wandrer Schrecken,<br />
der Wagen wohl gerüttelt und zerschellt,<br />
auf eines Berges steilem Gipfel hält.</p>
<p>&#8220;Das geht nicht zu mit rechten Dingen&#8221;,<br />
spricht Hans mit sehr bedenklichem Gesicht.<br />
&#8220;So wird es nimmermehr gelingen;<br />
laß sehn, ob wir den Tollwurm nicht<br />
durch magre Kost und Arbeit zwingen.&#8221;<br />
Die Probe wird gemacht. Bald ist das schöne Tier,<br />
eh noch drei Tage hingeschwunden,<br />
zum Schatten abgezehrt. &#8220;Ich hab&#8217;s, ich hab&#8217;s gefunden&#8221;,<br />
ruft Hans. &#8220;Jetzt frisch, und spannt es mir<br />
gleich vor den Pflug mit meinem stärksten Stier.&#8221;</p>
<p>Gesagt, getan. In lächerlichem Zuge<br />
erblickt man Ochs und Flügelpferd am Pfluge.<br />
Unwillig steigt der Greif, und strengt die letzte Macht<br />
der Sehnen an, den alten Flug zu nehmen.<br />
Umsonst, der Nachbar schreitet mit Bedacht,<br />
und Phöbus&#8217; stolzes Roß muß sich dem Stier bequemen,<br />
bis nun, vom langen Widerstand verzehrt,<br />
die Kraft aus allen Gliedern schwindet,<br />
von Gram gebeugt das edle Götterpferd<br />
zu Boden stürzt und sich im Staube windet.</p>
<p>&#8220;Verwünschtes Tier!&#8221; bricht endlich Hansens Grimm<br />
laut scheltend aus, indem die Hiebe flogen.<br />
&#8220;So bist du denn zum Ackern selbst zu schlimm,<br />
mich hat ein Schelm mit dir betrogen.&#8221;</p>
<p>Indem er noch in seines Zornes Wut<br />
die Peitsche schwingt, kommt flink und und wohlgemut<br />
ein lustiger Gesell die Straße hergezogen.<br />
Die Zitter klingt in seiner leichten Hand,<br />
und durch den blonden Schmuck der Haare<br />
schlingt zierlich sich ein golden Band.<br />
&#8220;Wohin, Freund, mit dem wunderlichen Paare?&#8221;<br />
ruft er den Baur von weitem an.<br />
&#8220;Der Vogel und der Ochs an einem Seile,<br />
ich bitte dich, welch ein Gespann:<br />
Willst du für eine kleine Weile<br />
dein Pferd zur Probe mir vertraun,<br />
gib acht, du sollst dein Wunder schaun!&#8221;</p>
<p>Der Hippogryph wird ausgespannt,<br />
und lächelnd schwingt sich ihm der Jüngling auf den Rücken.<br />
Kaum fühlt das Tier des Meisters sichre Hand,<br />
so knirscht es in des Zügels Band,<br />
und steigt, und Blitze sprühn aus den beseelten Blicken.<br />
Nicht mehr das vor&#8217;ge Wesen, königlich,<br />
ein Geist, ein Gott, erhebt es sich,<br />
entrollt mit einemmal in Sturmes Wehen<br />
der Schwingen Pracht, schießt brausend himmelan,<br />
und eh der Blick ihm folgen kann,<br />
entschwebt es zu den blauen Höhen.</p>
<p>DESHALB:</p>
<p>Pegasussens Aufruf zum neuen Jahr!</p>
<p> Hinaus aus dem Joche  ihr adligen Pferde-<br />
das klobige Fußvolk, es plumpst auf die Erde!<br />
Es wollte gleich Phaeton die Rosse sich zähmen,<br />
doch kann halt ein Ochse dieselben nur lähmen.<br />
Sich endlos im sinnlosen Kreise drehen,<br />
da hilft kein Bitten, hilft kein Flehen,<br />
es bricht das Herz,es brechen Beine,<br />
die Sehne reisst , man stirbt alleine.</p>
<p>Die Niedrigen,  bemerkens nicht,<br />
ihr winzig kleines Seelenlicht,<br />
verzückt, da steht es unter Seinesgleichen,<br />
auf einem Berg von Pferdeleichen.</p>
<p>Gar kurz das Bein und breit die Hüfte,<br />
umweht von der Zigarren Düfte,<br />
die Junker von des Zinses Gnaden,<br />
die voller Stolz die Knechte laden.</p>
<p>Die Sklaven die das möglich machen,<br />
die haben- weiß Gott- nicht`s  zu lachen,<br />
von Brosamen nur karg genährt,<br />
da enden sie bald ausgezehrt.</p>
<p>Doch wer geboren ist zum Siegen,<br />
der kann und wird zur Freiheit fliegen,<br />
erduldete die Quälerei,<br />
entscheidet dann: Jetzt bin ich frei!</p>
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